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ARD-aktuell

12. März 2015

Nachrichten im Wandel

Nachrichten zeichneten ein zu negatives Bild der Welt, kritisiert unter anderem der schwedische Medizinprofessor Hans Rosling. So gingen beispielsweise Hunger und Armut in der Welt zurück – doch das nähmen nur die wenigsten Menschen wahr.

Klimaerwärmung, Kriege und Katastrophen spielen jeden Tag eine wichtige Rolle in den Nachrichten – auch bei der Tagesschau. Wenn irgendwo ein Betrieb geschlossen wird und 1000 Menschen auf die Straße gesetzt werden, ist das tendenziell eher eine Meldung in der Tagesschau als wenn in 10.000 mittelständischen Betrieben jeweils drei Leute eingestellt werden.

Zur Gefahr, eher negative dramatische Ereignisse abzubilden und zu ersten Ansätzen, positive Nachrichten nicht durch den Rost fallen zu lassen, sehen Sie hier einen Beitrag der Kollegen des NDR Medienmagazins ZAPP.

Zum Angebot von Zapp zum Thema “Nachrichten im Wandel”

ARD-aktuell

15. Februar 2015

Wahlabend etwas anders

Bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg müssen wir unsere Gewohnheiten heute Abend ein bisschen umstellen. Der übliche Ablauf ist ja der: Um 18 Uhr gibt es die Prognose, die erfahrungsgemäß dem späteren Endergebnis schon erstaunlich nahe liegt. Ab 18:12 Uhr oder 18:15 Uhr folgen dann im dichten Takt die Hochrechnungen, die bis zur Tagesschau fast punktgenau abbilden was Stunden später der Wahlleiter offiziell bekannt gibt. Weiterlesen

ARD-aktuell

9. Februar 2015

Kai Gniffke zu Kritik an Tagesschau: “Nachrichten sind nie perfekt”

Die Tagesschau ist die klare Nr. 1 bei den Fernseh-Nachrichten. Sie wird mehr beachtet als andere Nachrichtenmedien – und ist als Marktführer in besonderer Weise Zielscheibe für öffentliche Kritik. In der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” vom 8. Februar reagiert Kai Gniffke auf die Vorwürfe von Stefan Niggemeier. Der Medienjournalist hatte sie eine Woche zuvor an gleicher Stelle erhoben. Viele Punkte sind nicht neu und finden sich auch bei anderen Tagesschau-Kritikern. Die Replik des Ersten Chefredakteurs von ARD-aktuell zum Nachlesen: Weiterlesen

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14. Januar 2015

Nachtrag: Die Verschwörung von Paris

Mein Blogeintrag von gestern hat eine Menge Resonanz gefunden. Viele User haben sich an meinem bellenden Ton gestoßen. Ich fürchte, mit Recht. Ja ich hatte gestern eine ziemliche Wut im Bauch, aber dieser Zustand ist kein sonderlich guter Ratgeber, schon gar nicht wenn man Verantwortung für die Tagesschau trägt. Und noch eine Korrektur muss ich anbringen. Weiterlesen

ARD-aktuell

13. Januar 2015

Die “Verschwörung” von Paris

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt wieder richtig auf die Fresse bekomme: Mir langt’s. Heute geistern schon wieder wilde Verschwörungstheorien durch soziale und traditionelle Medien. Kritiker bemängeln, dass die Darstellung der Staats- und Regierungschefs am Sonntag in Paris eine reine Inszenierung gewesen sei. Ich möchte versuchen zu erklären, warum ich das für kompletten Unfug halte. Weiterlesen

ARD-aktuell

12. Januar 2015

500.000 Follower – wir wollen Sie kennenlernen!

500k

Seit dem Wochenende hat die Tagesschau auf Twitter mehr als 500.000 Followerinnen und Follower. Und auch, wenn etwa 20mal so viele Menschen jeden Abend um 20 Uhr unsere Nachrichten im Fernsehen verfolgen, freuen wir uns sehr über diese halbe Million.

Deshalb möchten wir Sie kennenlernen. Wir laden drei von Ihnen zu ARD-aktuell in Hamburg ein, Sie lernen unsere Social-Media-Redaktion und einen Tagesschau-Sprecher kennen und nehmen an einer Redaktionskonferenz teil. Wir möchten diese Gelegenheit aber auch nutzen, um von Ihnen zu erfahren, wie Sie unsere Arbeit finden. Was machen wir richtig in den sozialen Netzwerken? Was können wir besser machen?

Schreiben Sie uns an 500000@tagesschau.de und schildern Sie uns, warum wir Sie einladen sollten. Verraten Sie uns ein paar Sätze über sich und schicken Sie uns gerne einen Link zu Ihrem Twitter-Profil.

Die Anreise nach Hamburg und Unterkunft müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst tragen. Einsendeschluss ist der 19. Januar 2015.

 

Update:

Wir sind von einigen Followern gefragt worden, weshalb wir weder Anreise noch Unterkunft übernehmen. Von manchen wurde das als kleinlich oder sogar unverschämt wahrgenommen. Wir freuen uns sehr über das Überspringen der Marke von 500.000 Followern. Deshalb möchten wir dieses Ereignis würdigen und eine Gelegenheit schaffen, mit drei @tagesschau-Nutzern in einem kleinen Kreis aufmerksam und ohne Zeitdruck zu sprechen.

Eine große Aktion machen wir daraus nicht, denn wir gehen verantwortungsbewusst mit den uns anvertrauten Mitteln um. Wir hoffen auf das Verständnis unserer User und darauf, dass die “Gewinner” trotzdem auf ihre Kosten kommen.

 

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7. Januar 2015

Darf die Tagesschau die Tötung von Paris zeigen?

Das hat heute niemanden kalt gelassen. Die Vorstellung, wie in der Redaktion von Charlie Hebdo Menschen hingerichtet werden ist grauenhaft. Und das Video von der Tötung des Polizisten auf offener Straße macht deutlich, wie kaltblütig und menschenverachtend die Täter vorgegangen sind. Man bekommt in einer Nachrichtenredaktion über die Jahre so einiges zu sehen. Dieses Video hat auch erfahrene Kollegen richtig geschockt. Umso heikler die Frage: Kann, darf oder muss man das zeigen? Weiterlesen

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6. Januar 2015

Katja Sudings Beine

Wenn die 20Uhr rum ist, machen wir etwa eine Viertelstunde lang Sendungskritik. Dabei sprechen wir meist über die inhaltliche Gewichtung der Themen, unsere Meldungstexte, die Illustrationen oder die Machart der Reporterberichte. Heute aber kreiste die Diskussion die meiste Zeit um eine einzige Einstellung im Film über das Dreikönigstreffen der FDP: der Kameraschwenk nach genau 5 Minuten über Katja Sudings Beine. 

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16. Dezember 2014

Wer Angst sät, will Macht ausüben

Die ersten Jahre nach der Wiedervereinigung waren geprägt von Aufbruchstimmung, einem neuen Gefühl der Sicherheit. Vergleicht man damit die heutige Gefühlslage der Nation, so scheint der damalige Optimismus einer tiefen Verunsicherung gewichen zu sein.

Die eigene Zukunft ist einer zunehmenden Zahl besorgter Bürger unklar: Sie öffnen sich Gruppierungen, die Entlastung anbieten, vermeintlich Sicherheit verheißen, einfache Antworten geben und Schuld zuweisen. Dadurch nehmen sie den Verunsicherten Ängste und erweitern ihren eigenen Einfluss. Die “FAZ am Sonntag” merkt dazu an: “Irgendetwas scheint am Kippen. Es beunruhigt, dass es immer mehr Menschen gibt, die von der Politik nichts mehr erwarten und Politiker verachten.” Politikwissenschaftler sprechen bereits von einer Abkopplung der Kommunikationsräume von Politik und Volk. Weiterlesen