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ARD-aktuell Chefredaktion

19. Juni 2015

Neue Richtlinien für Diskussions-Plattformen

Liebe User,
Social media lebt vom Dialog. Und der ist uns wichtig, denn auf keinem anderen Weg kommen Ihre HInweise, Lob und Kritik so schnell bei uns an. Das Kommentaraufkommen steigt seit Jahren – inzwischen schreiben Sie uns insgesamt täglich zwischen 2000 und 7000 Kommentare. Die meisten von Ihnen – und wir selbst natürlich auch – wollen eine Diskussion, die inhaltlich kontrovers, im Ton aber sachlich, respektvoll und höflich ist. Wir haben deshalb unsere Diskussionsrichtlinien modernisiert und an unsere Community angepasst.

 

Die Richtlinien für die Nutzung der Plattformen für den Blog, meta.tagesschau.de sowie Facebook und Google+

 

Wie wir diskutieren wollen

Die Tagesschau möchte die Nutzerinnen und Nutzer in die Lage versetzen, sich auf Basis verlässlicher Informationen ein eigenes Urteil zu politischen Fragen zu bilden. Damit möchten wir zum gesellschaftlichen Diskurs und zu umfassender Partizipation in gesellschaftlichen Prozessen beitragen. Deshalb wünschen wir uns einen regen Dialog unserer Nutzerinnen und Nutzern. Uns liegt zudem sehr viel an Ihrem Feedback zu unseren Angeboten. Diskutieren Sie auf unserer Seite meta.tagesschau.de genauso wie auf unseren Plattformen bei Facebook und google+.
Die Anzahl der Kommentare ist uns weniger wichtig als deren Qualität. Deshalb stellen wir ausgewählte Themen zur Diskussion und moderieren die Diskussionen so, dass es interessant bleibt, der Debatte zu folgen und mitzudiskutieren.
Wir legen Wert darauf, dass Sie sich wohl fühlen, gerne bei uns in eine Diskussion einsteigen, dass sich niemand von dem Ton der Diskussion ausgeschlossen fühlt. Deshalb sorgen wir dafür, dass die Debatten auch bei inhaltlichen Differenzen konstruktiv und im Ton sachlich bleiben.

Bitte orientieren Sie sich deshalb beim Schreiben eines Kommentars an folgenden Hinweisen:

  • Ihr Beitrag ist konstruktiv und bezieht sich auf das Thema der Diskussion.
  • Begründen Sie Ihre Meinung bitte – besonders dann, wenn Sie anderen Meinungen widersprechen.
  • Bitte bleiben Sie höflich. Bitte wählen Sie einen Ton, den Sie auch in einem persönlichen Gespräch anschlagen würden – und in dem Sie selbst angesprochen werden möchten.
  • Provozieren Sie nicht auf einer persönlichen Ebene und lassen Sie sich nicht provozieren.
  • Auch wenn ein Thema die Gemüter erregt: Bitte bleiben Sie ruhig und sachlich.
  • Unsere Erfahrung: Je mehr Sie auf Rechtschreibung und Grammatik achten, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich andere Nutzerinnen und Nutzer mit dem Inhalt Ihres Kommentars beschäftigen, nicht mit der Form.
  • Ein paar Worte zum Urheberrecht: Stellen Sie sicher, dass Sie die Rechte zur Verbreitung der von ihnen veröffentlichten Inhalte haben. Zitate müssen als solche gekennzeichnet sein. Wenn Sie aus Büchern, Artikeln oder Gedichten zitieren, bedenken Sie: Auch diese sind meist urheberrechtlich geschützt. Zitieren Sie deshalb nicht mehr als kurze Ausschnitte – übrigens auch aus Gründen der besseren Lesbarkeit. Und zitieren Sie nur, wenn Sie das Zitat als Beleg Ihrer eigenen Aussage benötigen.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Kommentar vor dem Abschicken nochmal zu lesen. Habe ich den richtigen Ton getroffen? Könnten meine Formulierungen Missverständnisse hervorrufen? Würde mich selbst dieser Kommentar interessieren? Ist er relevant für die Debatte?

 

Netiquette

Unsere Communityredaktion behält sich vor, Kommentare auf meta.tagesschau.de nicht freizuschalten beziehungsweise auf Facebook und Google+ zu löschen. Dafür gelten folgende Regeln:

  • Auf unseren Plattformen haben Diskriminierung und Diffamierung von Personen und Gruppen keinen Platz, insbesondere nicht aufgrund ihrer Religion, Herkunft, Nationalität, körperlichen Verfassung, Einkommensverhältnissen, sexuellen Identität, ihres Alters oder ihres Geschlechts. Entsprechende Äußerungen sind nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt.
  • Kommentare, die ehrverletzend, beleidigend, pornografisch oder sonst unzulässig oder gar strafbar sind oder nationalsozialistische Terminologie verbreiten, werden nicht freigeschaltet, beziehungsweise gelöscht. (vgl. § 4 JMStV)
  • Wir löschen Verdächtigungen, Unterstellungen oder Theorien, die nicht überprüfbar sind und nicht durch Argumente oder glaubwürdige Quellen belegt werden.
  • Externe Links können eine Bereicherung für die Diskussion sein. Sollten die aber nicht diesen Regeln entsprechen, löschen wir sie. Falls wir Links in Kommentaren stehen lassen: ARD-aktuell ist nicht für verlinkte Inhalte verantwortlich.
  • Dass Werbung oder kommerzielle Inhalte nichts auf unseren Plattformen zu suchen haben, versteht sich von selbst. Sie können themenbezogen ergänzend auf Beiträge auf Ihren eigenen Blogs oder Webseiten hinweisen. Aber auch diese Links löschen wir, wenn sie gegen diese Regeln verstoßen.
  • Bitte posten Sie keine Wahl- oder Parteienwerbung. Auch Aufrufe zu Kampagnen, Demonstrationen oder Petitionen werden von uns gelöscht.
  • In Großbuchstaben zu schreiben gilt im Netz als schreien. Weder die Community-Redaktion noch die anderen Nutzerinnen und Nutzer möchten sich anschreien lassen.
  • Ständige Wiederholungen des gleichen Inhalts oder Spam löschen wir.
  • Bitte veröffentlichen Sie keine persönlichen Daten wie Adressen oder Telefonnummern – nicht von anderen, aber auch von sich selbst nicht. Wenn Sie unter einem Klarnamen kommentieren, dürfen Sie nur Ihren eigenen verwenden.
  • Aufgrund der Vielzahl der Beiträge, die täglich bei uns eintreffen, sind wir gezwungen, die erlaubte Menge auf 1000 Zeichen zu begrenzen, um eine Moderation in einem adäquaten Zeitrahmen zu gewährleisten. Mehrteilige Beiträge können daher leider nicht berücksichtigt werden.
  • Kommentare, die sich als falsch oder unwahr herausstellen, werden nachträglich gelöscht.
  • Die Verkehrssprache dieser Plattform ist deutsch. Kurze englische Zitate können gegebenenfalls benutzt werden.

Wir behalten uns vor, Nutzerinnen und Nutzer, die wiederholt oder schwer gegen unsere Regeln verstoßen vorübergehend oder dauerhaft von unseren Plattformen auszuschließen. Natürlich besteht bei der Beurteilung der Kommentare stets ein Ermessensspielraum. Wir sind an einer lebhaften Diskussion interessiert. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht indes nicht. Auch ein Anspruch auf Begründung bei Nichtveröffentlichung besteht insbesondere dann nicht, wenn gegen die oben genannten Regeln verstoßen wird.

Und schließlich ein letztes Wort zum Stichwort Zensur: Wir zensieren nicht. Das könnten nur ein Staat und seine Institutionen. Wir üben aber auf unseren Seiten das Hausrecht aus. Dabei sehen wir es als unsere wichtigste Aufgabe an, Ihnen eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen.

Disclaimer

Die Nutzerinnen und Nutzer sind für die von ihnen publizierten Beiträge selbst verantwortlich. Inhaltliche Änderungen und Ergänzungen dieser Richtlinien behalten wir uns vor.

Datenschutz-Hinweis:
Mit dem Abgeben eines Kommentars auf meta.tagesschau.de, auf dem Tagesschau-Profil auf Facebook und auf Google+ erklären Sie Ihr Einverständnis, dass Ihr Benutzername und der Kommentartext in Gänze oder in Auszügen in unseren Angeboten zitiert werden können.
ARD-aktuell ist nicht für verlinkte Inhalte verantwortlich.

Vielen Dank!

Wir freuen uns über rege Teilnahme an unseren Diskussionen, und wünschen Ihnen viel Spaß beim Meinungsaustausch!

ARD-aktuell

26. Mai 2015

Ein Blick von außen auf die Tagesschau

Ab und zu laden wir externe Kritiker ein. Wir bitten sie, unmittelbar nach einer 20Uhr die Sendung zu besprechen und uns – wenn nötig – tüchtig einzuschenken. Dabei sichern wir selbst den härtesten Kritikern natürlich freies Geleit zu, denn uns ist klar, der Blick von außen kann uns nur helfen. Heute kam Annette Großbongardt zur Kritik, stellvertretende Ressortleiterin beim SPIEGEL. Weiterlesen

ARD-aktuell

10. Mai 2015

Was gerade passiert…

„Spannend“ ist ja ein im Zusammenhang mit Wahlabenden oft  benutzter Begriff. Für uns ist im Moment spannend, ob wir wie angekündigt in der 20 Uhr-Tagesschau eine Hochrechnung liefern können. Was passiert im Moment? Die Mitarbeiter des Statistischen Landesamtes zählen zentral die ersten Stimmen aus und hatten uns zugesagt zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr erste Zwischenergebnisse zur Verfügung zu stellen. Aus diesen Zwischenergebnissen und unseren eigenen Befragungen am Wahltag würde dann eine Hochrechnung entstehen. Jetzt, 19:50 Uhr ist die Datenlage aber noch ziemlich dünn. Mal sehen, was in den nächsten zehn Minuten noch passiert…

ARD-aktuell

10. Mai 2015

Bremen = Hamburg²

Die Wahlen in Bremen und Hamburg spannen uns besonders auf die Folter. In allen anderen Bundesländern gibt es um 18:15 Uhr, spätestens 18:20 Uhr eine erste Hochrechnung und dann wird es jede Viertelstunde etwas präziser. Das Wahlrecht in den beiden Hansestädten bringt die Dramaturgie der Wahlabende aber ziemlich durcheinander. In beiden Ländern haben die Wählerinnen und Wähler zehn Stimmen, je fünf für die Landesebene und fünf für die untere kommunale Ebene. Ab 18 Uhr wird es dadurch kompliziert: Anders als in Hamburg, wird hier in Bremen nicht im Wahllokal gezählt, sondern die Urnen werden mit dem Auto in drei Auszählzentren gebracht. Und anders als in Hamburg, gibt es keine Schnellauszählung, bei der sich die Wahlhelfer einen ersten Überblick über die Stimmverteilung unter den Parteien verschaffen – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass diese ersten Zahlen für Hochrechnungen verwendet werden können. Nein, in Bremen wird von Beginn an gewissenhaft jeder Stimmzettel nicht nur auf die Parteien, sondern auch auf die einzelnen Kandidaten verteilt. Mit der ersten Hochrechnung ist deshalb vermutlich erst in der Tagesschau um 20 Uhr zu rechnen. Weiterlesen

ARD-aktuell

12. März 2015

Nachrichten im Wandel

Nachrichten zeichneten ein zu negatives Bild der Welt, kritisiert unter anderem der schwedische Medizinprofessor Hans Rosling. So gingen beispielsweise Hunger und Armut in der Welt zurück – doch das nähmen nur die wenigsten Menschen wahr.

Klimaerwärmung, Kriege und Katastrophen spielen jeden Tag eine wichtige Rolle in den Nachrichten – auch bei der Tagesschau. Wenn irgendwo ein Betrieb geschlossen wird und 1000 Menschen auf die Straße gesetzt werden, ist das tendenziell eher eine Meldung in der Tagesschau als wenn in 10.000 mittelständischen Betrieben jeweils drei Leute eingestellt werden.

Zur Gefahr, eher negative dramatische Ereignisse abzubilden und zu ersten Ansätzen, positive Nachrichten nicht durch den Rost fallen zu lassen, sehen Sie hier einen Beitrag der Kollegen des NDR Medienmagazins ZAPP.

Zum Angebot von Zapp zum Thema “Nachrichten im Wandel”

ARD-aktuell Chefredaktion

1. März 2015

20 Jahre nachtmagazin

20 Jahre Nachrichten nach Mitternacht! Happy Birthday nachtmagazin! Die erste Sendung lief am 1. März 1995 mit Claus-Erich Boetzkes als Moderator. Das nachtmagazin hat sich verändert, zuletzt durch das modernisierte Nachrichtenstudio mit der 17,5 Meter breiten Medienwand. Die Sendung ist noch bildstärker geworden. Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und NDR-Intendant: “Unser Anspruch ist es, die Menschen rund um die Uhr bestmöglich zu informieren. Das ‘nachtmagazin’ ist und bleibt daher fester Bestandteil unseres Informationsangebotes. In einer Zeit, in der sich Nachrichten rasant verbreiten, ist ein Magazin, das Themen vertieft und erläutert, besonders wichtig.”

Die Bedeutung des Magazins hat in den zurückliegenden 20 Jahren noch zugenommen. Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes arbeiten etwa zwei Drittel der Erwerbstätigen mindestens gelegentlich in Abend- oder Nachtarbeit, in Wechselschicht bzw. zu “atypischen Zeiten”. Die Zahl der über 50jährigen, die in Schicht arbeiten, hat sich im vergangenen Jahrzehnt beispielsweise verdoppelt, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 600.000 Menschen sehen die Sendung im Durchschnitt trotz später Sendezeit.

Gegründet in den Anfangsjahren des Internets ist das nachtmagazin heute auch ein wichtiger Baustein für tagesschau.de: Dank der Sendung haben wir zur digitalen Primetime am Morgen ein noch breiteres Videoangebot. Bei der Magazinplanung wird Online weiter an Bedeutung gewinnen: Die Tagesthemen und das nachtmagazin werden künftig noch mehr eigene Schwerpunkte setzen und sich stärker ergänzen. Unsere Hintergrundberichte fließen schließlich im Internet zusammen.

Schon heute gehen Tagesthemen und Nachtmagazin Hand in Hand. Im Verbund können die wichtigsten Themen vertieft werden, das Nachtmagazin erweitert die Palette, etwa mit Interviews, Kulturbeiträgen, Internetstories, Wirtschaftsthemen und Sportclips. Die Magazine liefern zusammen ein starkes Themenpaket. Wir bieten insgesamt – im TV und online – noch mehr journalistische Einordnung, ganz im Sinne unseres Auftrages.

An dieser Stelle möchten wir unserem Publikum danken, das nachts unsere Nachrichten in Magazinform laut Medienforschung sehr schätzt. Und wir danken den Moderatoren, den Redakteuren, Korrespondenten, der Studiomannschaft, den Kamerateams, Cuttern, Grafikern, Bildrechercheuren etc., die jeden Sendetag aufs Neue mit Engagement und Kreativität dieses Nachrichtenangebot machen. 20 Jahre – auf die wir gerne zurückblicken.

Auslandskorrespondenten

28. Februar 2015

Kritische Stimme mit Charisma – ein persönlicher Nachruf auf Boris Nemzow

von Olaf Bock

Boris Nemzow ist tot. Ermordet direkt vor den Toren des Kreml. Wieder wurde in Russland eine kritische Stimme für immer zum Schweigen gebracht. Wie vor ihm Politkowskaya, Markelow und Estimirowa. Das stimmt mich sehr traurig.

Ich habe Boris Nemzow in meiner Zeit als Russland-Korrespondent für die ARD mehrmals persönlich getroffen und ihn bei seinen Auftritten erlebt und dort interviewt.
Er konnte Menschen mobilisieren, wenn er bei Oppositionsdemos auftrat. Sie haben Nemzow zugehört, wenn er über Korruption und Demokratiemangel in Russland sprach. Im Gegensatz zu vielen anderen Oppositionspolitikern hatte er Charisma. Weiterlesen

ARD-Hauptstadtstudio

15. Februar 2015

Trendwende für die FDP

Klar, das entscheidende für eine Partei, die nicht im Bundestag ist, ist das Momentum. Und das hat die FDP getroffen. Das Dreikönigstreffen Anfang Januar mit dem Auftritt des neuen Parteivorsitzenden Christian Lindner, der Versuch einer neuen inhaltlichen Verortung, und in Hamburg eine Spitzenkandidatin, die durch unglückliche Fernsehbilder bundesweit bekannt wurde, all das erleichtert den Wiederaufstieg. Trotzdem gibt es nach unserer Wählerbefragung eher inhaltliche Motive die FDP zu wählen. Praktisch alle von uns befragten FDP-Wähler erklären, dass ihnen eine Partei wichtig ist, die “klar für die Marktwirtschaft eintritt”. Zwei Drittel der Hamburger FDP-Wähler/innen sind der Ansicht, dass der Partei “mit Christian Lindner an der Spitze der Neuanfang gelungen ist” und immerhin gut die Hälfte glaubt, dass die FDP ohne Katja Suding keine Chance gehabt hätte. Weiterlesen

ARD-Hauptstadtstudio

15. Februar 2015

Das Hamburger Desaster der CDU

Ob die SPD einen Koalitionspartner braucht oder alleine regieren kann und ob die AfD in die Bürgerschaft einzieht, werden wir vorläufig noch nicht sicher wissen. Klar ist aber, für die CDU ist diese Bürgerschaftswahl ein Desaster. So schlecht hat sie bei einer Landtagswahl in Deutschland seit 1959 nicht mehr abgeschnitten. Ihre beiden noch schlechteren Ergebnisse hat sie in Bremen 1955 mit 14,8 und in Bremen 1951 mit 9,0 Prozent erzielt. Seither waren es immer mindestens 18 Prozent. Weiterlesen