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Jörg Schönenborn

Moderator, WDR
ARD-DeutschlandTrend

Pressefoto

ARD-Hauptstadtstudio

14. September 2014

Wenn Wähler wandern…

… war ihr Ziel heute vor allem die AfD. Die Wanderungsbewegungen in Brandenburg und Thüringen sind dem Grunde nach ähnlich. Da Brandenburg aber 2009 durch die parallel stattfindende Bundestagswahl eine sehr hohe Wahlbeteiligung hatte, wird das Bild dort durch die Abströme zu den Nichtwählern verzerrt. Die AfD kommt nach momentaner Schätzung auf etwa 120.000 Stimmen, etwa die Hälfte mehr als bei der Europawahl. Und diese Stimmen hat sie aus allen politischen Lagern geholt, vor allem von der Linken und der CDU. In Brandenburg wanderten etwa 19.000 Wähler von diesen beiden Parteien zur AfD. Dazu kommen 14.000 Stimmen aus der „Konkursmasse der FDP“ und etwa 12.000 Stimmen von der SPD. Der Wahlverlierer Linke hatte vor allem ein Mobilisierungsproblem. Über 100.000 ehemalige Linke-Wähler sind zu hause geblieben. Das hat den Absturz der Partei bewirkt. Weiterlesen

ARD-DeutschlandTrend

14. September 2014

AfD in Thüringen und Brandenburg

Das Muster des Erfolgs ist genau das gleiche wie vor 14 Tagen in Sachsen: Thüringen und Brandenburg sind Länder, in denen sich die Wirtschaftslage deutlich verbessert hat, die Arbeitslosigkeit ist gesunken, die Landesregierungen haben begonnen Schulden abzubauen. Eigentlich nicht das typische Klima, in dem eine Protestpartei wächst. Trotzdem ist die Enttäuschung über die anderen Parteien so groß, dass die AfD ihre beachtlichen Werte erreichen kann. In Brandenburg sind es 63 Prozent der AfD-Wähler, die „Enttäuschung über andere Parteien“ als Motiv angeben. Weiterlesen

ARD-Hauptstadtstudio

31. August 2014

Wählerwanderung

Inzwischen liegen uns erste Auswertungen vor. Die AfD hat vor allem Wähler am Rande der CDU zu sich herüber holen können, 34.000 an der Zahl. Etwa gleich große Zuströme gibt es von FDP, Linken und NPD mit jeweils 15.000 bis 18.000 Stimmen. Interessant daran: Auch bei früheren Landtagswahlen haben Wähler von CDU und FDP den Weg zu Protestparteien und sogar ins rechtsextreme Lager zur NPD gefunden. Zwischen dem bürgerlichen und dem rechten Lager scheint es in diesem Bundesland keine richtige Trennung zu geben.

Bitter für die CDU: Sie erreicht nach jetziger Schätzung gerade noch 650.000 Stimmen. Bei der Landtagswahl 1999 waren es mit gut 1,2 Millionen noch doppelt so viele.

ARD-Hauptstadtstudio

31. August 2014

AfD

Der Wahlkalender war für die AfD wie eine Steilvorlage. Bei der Europa- und der Bundestagswahl war sie in keinem Bundesland so stark wie in Sachsen. Dabei war sie zu den Wahlen zum Europaparlament mit 10,1 Prozent sogar zweistellig – ob das heute Abend so bleibt, wissen wir nicht. Weiterlesen

ARD-aktuell

31. August 2014

Erfolgreich verloren


Neben dem klaren Einzug der AfD in den Sächsischen Landtag ist für mich das die eigentliche Überraschung dieser Wahl:  Die sächsische Dauerregierungspartei CDU, die für ihre politische Arbeit in der Regierung exzellente Noten bekam, die einen populären in allen politischen Lagern respektierten Ministerpräsidenten hat, die Rückenwind von einer starken Kanzlerin aus Berlin bekommt und die eigentlich von einer exzellenten Wirtschaftslage profitieren sollte, tritt auf der Stelle, ja, könnte sogar auf ihr schlechtestes Ergebnis der sächsischen Geschichte zulaufen. Das ist erklärungsbedürftig.

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ARD-DeutschlandTrend

25. Mai 2014

Schlechte Karten in Bayern

Das hat die CSU also davon, wenn sie im Wahlkampf auf eigene Rechnung antritt. Während die CDU in 15 Bundesländern ihr Ergebnis in 2009 halten konnte, erleidet die CSU in Bayern schmerzhafte Verluste. Ihre Strategie, sich zwar „für Europa“ auszusprechen, gleichzeitig aber die Verhältnisse in der EU zu kritisieren, ist nicht aufgegangen. Unsere Wahltagsbefragung zeigt: CSU-Wähler sind genau so europafreundlich wie CDU-Wähler. Sie hatten es eben nur mit einer Programmatik zu tun. Und noch einen wesentlichen Unterschied gibt es zwischen den Parteien. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat über Parteigrenzen hinweg glänzende Werte: 67 Prozent sind zufrieden mit ihrer politischen Arbeit. Horst Seehofer hingegen kommt in Bayern gerade mal auf 54 Prozent. Weiterlesen

ARD-DeutschlandTrend

25. Mai 2014

AfD spricht nicht für die schweigende Mehrheit

Eigentlich ist es ja das Wesen von Protestparteien: Sie behaupten das anzusprechen was die Mehrheit der Bevölkerung angeblich denkt. Natürlich ist das Ergebnis der AfD für die Partei, die bisher in keinem deutschen Parlament vertreten ist, ein Erfolg. Eine Überraschung ist es aber nicht. Seit Monaten liegt sie in Umfragen genau dort, wo sie heute gelandet ist, zwischen sechs und sieben Prozent. Auf den ersten Blick hat sie zumindest im Vergleich zur Bundestagswahl ihr Ergebnis ausbauen können. Auf den zweiten Blick ist es ihr aber nicht gelungen zusätzliche Wählerinnen und Wähler für sich zu gewinnen. Wenn die 2,06 Millionen Zweitstimmen bei der Bundestagswahl im Herbst dürften umgerechnet auf die heutige Wahlbeteiligung allenfalls knapp erreicht sein. Sie hat also ihren harten Kern mobilisiert, aber keine neuen Anhänger dazu gewonnen. Weiterlesen

ARD-Hauptstadtstudio

22. September 2013

Zwei Tendenzen bei der AfD

Die Schwankungen bei der Partei in den Hochrechnungen sind ja seit 18 Uhr minimal. Gerade eben um 21 Uhr haben wir sie zum ersten Mal nicht bei 4,9 sondern bei 4,8 Prozent gezeigt. Auch, wenn man das anders vermuten könnte: Das ist keine künstliche Stabilisierung durch unsere Hochrechner, sondern die erste echte leichte Verschiebung im Laufe des Abends. Weiterlesen

ARD-DeutschlandTrend

22. September 2013

Warum die AfD so stark ist

Ich ahne schon, dass viele jetzt auf die Umfragen der letzten Wochen gucken und fragen warum die AfD dort in einer Größenordnung von maximal drei Prozent genannt wurde. Die Wahltagsbefragung liefert den Grund dafür. Die Partei hat viele Stimmen auf den letzten Metern dazu gewonnen. Weiterlesen

ARD-Hauptstadtstudio

22. September 2013

Der Erfolg der Union

Keine Frage, die Wahlsieger sind CDU und CSU. Nach gegenwärtigem Hochrechnungsstand haben sie acht Punkte zugelegt. Das Ergebnis von rund 42 Prozent ist das beste seit mindestens 20 Jahren.

Unsere erste Analyse zeigt auch wo der Erfolg der Union herkommt. Der hat zum einen regionale Wurzeln. Traditionell holen CDU und CSU die Hälfte ihrer bundesweiten Stimmen in den drei Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Das wird auch ganz sicher diesmal wieder so sein, aber die Landesverbände haben sehr unterschiedlich zum Erfolg beigetragen. Weiterlesen