Das Erdbeben geschah an einem Freitag, schnell wurde deutlich, dass der Studioleiter Philipp Abresch in Tokio für die Menge der Berichterstattung über die Katastrophe Unterstützung würde gebrauchen können. Aus dem Studio Singapur machte sich also der Kollege Robert Hetkämper mit seiner Crew auf den Weg, ich setzte mich mit dem Team des Studio Peking in Bewegung.

Im Verlaufe des Samstags trafen wir alle im ARD-Studio Tokio ein, Philipp Abresch war zu der Zeit mit seinem Team schon auf dem Weg in das Tsunami-Katastrophengebiet, machte allerdings kehrt, als es zur ersten Explosion im Atomkraftwerk Fukushima kam und die Situation in Japan sich mit einem Schlag völlig verändert hatte.

Rund um die Uhr berichteten wir also über die Tsunami-Katastrophe, aber eben vor allem auch über die Situation im Atomkraftwerk. Zwischen den Live-Schalten und Beiträgen diskutierten wir ständig über unsere eigene Sicherheit, hielten Kontakt mit der Deutschen Botschaft, mit der Zentrale in Hamburg, sammelten Einschätzungen und besprachen unser weiteres Vorgehen.

Ariane Reimers, ARD Tokio zzt. Otsuchi [tagesthemen, 22. März 2011]

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