30. Oktober 2008, 05:27 Uhr - von Christian Radler
30 Minuten Obama. Zur besten Sendezeit hat sich der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten gleichzeitig auf sieben Fernseh-Networks eingekauft. Wer den Fernseher anhatte, der hat mindestens einen Teil dieses TV-Spots gesehen. “Obamamercial” nannten diejenigen Networks es, die sich nicht beteiligten, darunter Fox News. Und was machen die einflussreicheren US-Blogs und ihre User aus dem Fernsehereignis?
Anhand von vier Beispielen hatte Obama die Probleme des Landes diskutiert, immer wieder zeigte der Werbespot Duchschnittsamerikaner und ihre alltäglichen Sorgen. Dazwischen erklärte Obama, was er tun wolle, wenn er gewählt würde. Seine Lösungsansätze waren dabei nicht neu, können sie auch eine Woche vor der Wahl nicht sein. Neu waren die relativ langen Passagen, in denen normale US-Bürger zu Wort kommen. Talk-Left-User Lilburro gefällt genau, “dass es um andere Leute als Obama ging”.
Userin Teresa schreibt im selben Blog, Obama habe “wenigstens einen überzeugt: Meinen Mann, der eigentlich gar nicht wählen wollte.” Am meisten habe ihn eine Geschichte mitgenommen, in der an einem eindrücklichen Beispiel erzählt wird, was Leben ohne Krankenversicherung für Millionen US-Bürger bedeutet: Dass sie mit über 70 noch arbeiten müssen, um die Medikamente zu bezahlen. Teresa: “Das hat meinen Mann zum Weinen gebracht. Morgen geht er zur Wahl.”
Die
Huffington Post zeigt
den kompletten Film (eigentlich sind es zwei: Ein vorproduzierter Film und der Schlussteil: Obama und Biden live vor Publikum in Florida). Weiter unten im selben Eintrag bestätigen sich die User gegenseitig, wie ergriffen sie von dem Spot waren. Nur vereinzelt beklagt einer, dass es zuviel gewesen sei, so wie
pgurlatl: “Das war einfach drüber. Das war nicht nötig.”
Das
Powerlineblog boykottiert das Ereignis zwar, verlinkt aber auf
Michelle Malkins Blog, das den gesamten Spot hindurch live gebloggt hat. Zwei Stunden nach der Sendung sind Dutzende Kommentare darunter gepostet.
StacyH bedankt sich für den Service, sie selber habe nicht hingesehen, stattdessen “Hannah Montana” angeschaltet, eine Kindersendung auf dem Disney-Kanal.
Phillypanda findet “diese Show einschläfernd”,
zombywolf hält sie für ein “Best Of Obama” und wenig später teilt er mit: “Jetzt wird mir schlecht.”
chapoutier dagegen ist von Obama “so inspiriert, dass ich jetzt mindestens zweimal für ihn stimmen werde”. Allerdings ist dieser User eher eine Ausnahme bei Malkins* Blog, die meisten, die Kommentare schreiben, sind Obama-Kritiker, immer wieder ist von Obama-Müdigkeit die Rede, hier und da finden sich rassistische Bemerkungen.
Im Americablog wird der Spot ebenfalls live mitprotokolliert und –kommentiert. “Was für ein guter, angemessener, weiser Mann”, preist der User tlsintx Obama. gwpriester findet: “Brilliant und versichernd. Und präsidiabel.” houstonray kann seine Begeisterung nur in Großbuchstaben ausdrücken: “DAS. WAR. UNGLAUBLICH. Ich gebe zu, dass ich Tränen in den Augen hatte.”
Sara Smith, auch bekannt als
Wonkette, konzentriert sich in ihrem
Live-Blog auf die mediale Nachlese nach dem Spot. Sie beginnt mit einem Geständnis: Nicht nur habe sie während des gesamten Infomercials geweint, auch am Nachmittag, als sie gewählt habe. Manche ihrer User diskutieren das Ereignis ebenfalls wie durch einen Tränenschleier: “Bitte, bitte, Obama soll gewinnen”, fleht
Texas2Step, “Ich will, dass Amerika wieder Amerika wird.”
Unter der doppeldeutigen Fragestellung “
Wo hat Dich die Obama-Anzeige berührt?” listet das New Yorker Blog
Gawker Zitate von anderen Bloggern und Medienmenschen auf. Dann sind wieder die User dran, sie schwanken zwischen Schwärmerei und Scherz: Die Obama-Kampagne habe “absolut alles perfekt gemacht”, lobt
Weegees bored.
KarenUhOh schreibt: “Ich habe gelacht, geweint,
gewählt. Ich komme aus Chicago. Also habe ich nochmal gewählt.” (Eingedenk des alten Al-Capone-Ausspruchs: “Wähle früh, wähle oft!”)
Zuletzt noch einen Blick in die Reaktionen auf
Swamppolitics’ Live-Blog.
Christina schreibt: “
Wenn die Mcain-Kampagne das gleiche Geld hätte, würde sie das auch machen.“ Die Sendezeit für den Spot soll zwischen 3,5 und fünf Millionen Dollar gekostet haben. Übrigens: John McCain sitzt an diesem Abend beim CNN-Talkshow-Host Larry King.
PS: Später am Abend konnten diejenigen Amerikaner, die Politik nur noch im Comedy-Format ertragen, Obama bei Jon Stewarts Daily Show sehen.
blog tagesschau.de - hinter den Nachrichten.
Am 30. Oktober 2008 um 07:02 Uhr
Wahnsinn, wieviel Präsenz der Obama zeigt. Mich würde mal interessieren was der schon an Kosten hat, allein durch die ganzen Wahlprogramme… Ich bin jetzt schon so gespannt auf den 4. November, man man man
Am 30. Oktober 2008 um 07:09 Uhr
Mir wäre Obama als Präsident lieber als Mc Cain, aber als Deutscher würde ich mich von diesem Wahl-Spektakel wohl erschlagen fühlen und die Sympatie für meinen Kandidaten stark abkühlen. Bei deutschen Wahlen habe ich eins begriffen. Versprechen, die wärend der Wahlkampnien abgegeben werden, sind schon vergessen, wenn sie den Mund des Politikers verlassen haben. Das weder Mc Cain noch Obama all das Einhalten können, was Sie großmundig versprechen, ist klar. Es erstaunt mich aber immer wieder, das kein Politiker in der Welt in der Lage ist, so nah wie möglich an der Realität und der Wahrheit zu bleiben. Wahlveranstaltungen kommen mir immer mehr wie diese “Busverkaufsfahrten” vor, wo Rentner Busweise in irgendwelche Provinzkneipen gekarrt werden, um sie dort über den Tisch zu ziehen.
Schade eigendlich…..Obama war mir sehr sympatisch.
Gruß……..Fiete
Am 30. Oktober 2008 um 07:39 Uhr
Ist es jetzt langsam genug mit der Hysterie? Dieser Medienterror und die Auswüchse im Netz sind unerträglich und vollkommen überzogen.
Lassen Sie sich die Amis damit herumschlagen, wir müssen das nicht alles nachäffen, oder?
Die Wahlberichterstattung aus den USA ist vollkommen überzogen meiner Meinung nach.
Am 30. Oktober 2008 um 09:05 Uhr
Ich möchte mich der Aussage von Mario Gatter anschließen.
Der US-Wahlkamof hat schon immer ein sehr niedriges Niveau gehabt. Berichtet wurde hier auch schon immer darüber. Es ist allerdings zu bemerken, dass auch hier in Deutschland immer häufiger im gleichen Stil des Wahlkampfes berichtet wird.
“Wir sind Deutschland, wir können die Jungs und Mädels aus Übersee ja beobachten und uns drüber unterhalten… aber wir sollten bei so etwas wirklich nicht mitmachen”
Am 30. Oktober 2008 um 09:40 Uhr
Das Wahl- und Wahlkampfverhalten der Amerikaner ist einfach darauf zurückzuführen, dass dieses Volk sich ständig einem medialen Overflow aussetzt. Wahrscheinlich kann man schon gar nicht mehr anders zu einem Otto-Normal-US-Bürger durchdringen. Für uns wirkt das eben alles etwas überzogen.
Dafür würden die Amerikaner bei einem deutschen Wahlkampf gar nicht mitgkriegen das bald Wahl wäre.
Bei uns wird der US-Wahl aus dem Grund ein enorm hoher Stellenwert beigemessen, da Deutschland, wie der Rest der Welt, total amerikanisiert ist. Egal ob Fernsehen, Musik oder Politik, alles orientiert sich irgendwie an den USA.
Die Wahl wird sich international auswirken, deshalb ist sie interessant für viele. Die Wahlberichterstattung orientiert sich einfach am sehr offensiv und medial geführten Wahlkampf von Mc Cain und Obama und spiegelt nur wieder was in Amerika reales Wahlgeschehen ist.
Am 30. Oktober 2008 um 09:54 Uhr
Es nervt einfach nur noch. Sobald sie erstmal Präsident sind, ist ihnen der Rest doch egal. Ich hoffe einschlägig, dass es der Richtige wird, wen es den bei dieser Wahl überhaupt gibt.
Am 30. Oktober 2008 um 10:03 Uhr
Grundsätzlich muss Obama versuchen jeden noch so müden Hintern an die Wahlurne zu bekommen. Ich glaube das macht die Obama - Campaign aus, dass es ihr gelingt mindestens 15-20% mehr Leute zur Wahl zu bringen!
Alleine das in USA der Wahltag auf einen Arbeitstag fällt ist schon ein Ding. Ich habe von Seiten diverser Bekannter in e-mail-Form übelste Verleumdungen und ‘investigative’ Falschmeldungen zu Obama bekommen. Wenn Obama Biden gewinnen ist es ein Quantensprung für Amerika - und für die Welt ( siehe Zeit- Leitartikel diese Woche!) . Dafür ist auch der Einsatz von viel Wahlkampfmitteln gerechtfertigt, zumal diverse Sender wie FOX schon von Ihrer Grundanlage her McCain- Wahlkampfmaschinen sind, die den ganzen Tag über auf Sendung sind und die Leute für dumm verkaufen!
Am 30. Oktober 2008 um 10:12 Uhr
Ich finde es sehr traurig dass so viel Geld pulverisiert wird!
Wenn ICH Präsidentschaftskandidat wäre, würde ich auch Millionenspenden sammeln aber dann damit etwas sinnvolles anfangen das DIREKT schon VOR der Wahl der Bevölkerung hilft, z.B. neue Bücher für Schulen und armen Menschen Medikamente kaufen oder Operationen finanzieren, Obdachlose unterstützen; bei den Problemen in den USA DIREKT ansetzen und es anpacken. Die Werbung für mich würden dann die Fernsehsender und organisationen schon von alleine erledigen, ich wäre in aller Munde, mit 1 Milliarde US $ kann man schon viel anfangen!
Und wenn ich dann nicht zum Präsident gewählt werden würde, wurde mit dem Geld wenigstens etwas sinnvolles, schönes und hilfreiches getan.
DAS wäre mal Wahlkampf.
Am 30. Oktober 2008 um 10:49 Uhr
Ich bin mir eigentlich relativ sicher, dass es bei Obama eben nicht die großen Mainstream-Wahlkampfmaßnahmen sind, die zum Ziel führen werden (das ist nur das Pflichtprogramm), sondern eher das Web2.0-artige Mund-zu-Mund-Marketing, von dem die deutsche Politik einiges lernen könnte, wenn sie es denn wollte. Das neue Buch von Kerstin Plehwe (Gründerin des Internationalen Instituts für Politik und Gesellschaft) beschreibt genau das eigentlich ziemlich gut (”Von der Botschaft zur Bewegung”).
Am 30. Oktober 2008 um 11:02 Uhr
@Fred Hartwig
eben das hoffe ich persönlich nicht. Ich habe den Wahlkampf mit großem Interesse verfolgt und ich muss sagen… wäre ich Amerikaner… Obama würde mir wie der Messiahs vorkommen.
Denn das was er sagt stimmt. Seine Lösungsansätze machen Sinn. Nun muss er nur noch gewinnen und zeigen das er nicht nur ein Schwätzer ist sondern seine Versprechen in die Tat umsetzt.
@Warzecha
Zu der aussage von wegen 15-20 % mehr Wähler zur urne zu bringen. ICh wünschte in Deutschland würde uns mal wieder ein Politiker GLAUBHAFT zeigen das es eine Lösung gibt.
Ich bin zzt von der Deutschen Politik sehr enttäuscht die sich trotz tiefsständen in der Wahlbeteiligung und immer mehr sinkenden % immer noch als Volksparteien sehen. Die haben nicht kapiert das es die Wähler satt sind. Und was bringt Demokratie wenn es keine Alternative gibt… bestes Beispiel ist doch die Große Koalition wer von euch erinnert sich noch wie die sich im Wahlkampf gegenseitig schlecht geredet haben…. Und nach der Wahl arbeiten Feuer und Wasser aufeinmal zusammen? Das is doch Bullshit.
Unserer Politiker sollten endlich mal nach Gesundem Menschenverstand handeln und abstimmen und nicht nur weil die Parteispitze was sagt alle hinterher watscheln. Dann gehts mit Deutschland vielleicht mal wieder bergauf. Ich bin bei weitem kein SPD wähler aber das was die Frau Dagmar Metzger gemacht hat.. DAS war vorbildlich. Die hat das vertrauen der Wähler in ihre Partei nicht enttäuscht wie Frau Ypsilanti das getan hat.
Oder denken wir mal an Herrn Müntefering mit seiner Aussage: “Es ist unfair uns daran zu messen was wir im Wahlkampf gesagt haben. Was zählt ist der Koalitionsvertrag.”
Und so jemand wird wieder Parteivorsitzender…. für den Wähler heisst das doch klipp und klar alles was zäht ist wie die Partei sich ihre Macht in koalitionen erkauft und nicht was dem Wähler versprochen wird.
Mit einer solchen Politik werden wir wohl demnächst auch wahlbeteiligungen unterhalb von 50% sehen. Denn wieso wählen wenn egal was man wählt sich nichts ändert. Und das wäre noch die positive Prognose… in der negativen bliebe die Wahlbeteiligung hoch aber die Stimmen von FRUSTWÄHLERN wandern zu radikalen Parteien.
Am 30. Oktober 2008 um 11:07 Uhr
Ich finde diese ganzen Rummel um die Wahl total überzogen. Die USA werden sich auch nach der Wahl nicht auf einmal zum Musterland wandeln. Es wird nicht einfach alles besser nur weil Obama oder McCain statt Bush das Zepter in der Hand hält.
Letztendlich wird sich dadurch eh nicht viel ändern, zumindest für uns hier nicht.
Ich bin mittlerweile tierisch angenerft von dieser monatelangen Dauermedienpräsenz.
Am 30. Oktober 2008 um 11:33 Uhr
Obama wird letztlich nicht aus den Notwendigkeiten und Zwängen aller Präsidenten zuvor entkommen, soweit zum Motto Change. Man kann aber erwarten oder besser hoffen, dass die Machtverhältnisse unter den Lobbyisten geringfügig verschoben werden und so die globale Wirtschaft „neue“ Impulse erhält. Andererseits steht Obama vor einen Trümmerhaufen, polarisiert die Gesellschaft und ist gezwungen unpopuläre Entscheidungen zu treffen um den Hauch einer Erfolgschance zu wahren. Bezahlen müssen letztlich wieder diejenigen, welche jetzt alle Hoffnungen in Ihm sehen.
Besonders bedenklich aber ist, auf welchem Niveau sich die breite Masse manipulieren lässt und leider stehen wir in Europa der Entwicklung tendenziell nicht weit hinter her.
Am 30. Oktober 2008 um 11:40 Uhr
Ich habe mir gerade den knapp halbstündigen Obama-Film angesehen und muss zu meiner Überraschung feststellen, dass er viel weniger übertrieben und schwülstig daher kommt, als man es gemeinhin von amerikanischen Wahlspots erwartet. Ich muss vielmehr sagen, das ist ein ziemlich gut gemachter Film. Und wenn dieser Film jetzt möglicherweise noch ein paar mehr Amerikaner zur Wahlurne treibt - wunderbar!
Am 30. Oktober 2008 um 11:52 Uhr
Ich kann auch sehr gut nachvollziehen, dass man diese Werbekampagnen als übertrieben empfindet. Allerdings sehe ich einen ähnlichen Trend auf Deutschland zukommen. Der Hype um die Person (auch wenn wir Partien wählen) nimmt doch ständig zu. Die ersten Fernsehduelle haben wir bereits gesehen. Und da wird noch sehr viel mehr folgen.
Zudem scheint das Interesse an Politik ständig abzunehmen. Und wenn etwas diskutiert wird, dann auf eine derart populistische Art, dass man es meist nicht ernst nehmen kann. Aber ich hoffe mich zu täuschen
Am 30. Oktober 2008 um 11:55 Uhr
Letztendlich ist doch egal, wer von beiden das Rennen macht. Der Konsens zwischen beiden mag vor der Wahl nicht groß erscheinen, da sie eben besonders die unterschiedlichen Meinungen hervorheben - doch nach der Wahl wird es wieder anders laufen - ein solches Land wie die USA kann man nicht “ganz anders” als vorher regieren. Allein die Größe, und die Bevölkerungszahl machen dies nicht möglich. Letzlich bleiben nicht viele Möglichkeiten zur Problemlösung. Dann ist es egal, ob ein Obama oder ein McCain an der Spitze stehen - im Großen und Ganzen wird man hinterher keinen Unterschied erkennen.
Ich bin dennoch gespannt auf den Ausgang dieser Wahl - vor allem, da mich interessiert, ob die jetzigen Vor-Ergebnisse mit den “echten” Ergebnissen übereinstimmen werden - oder ob in der Wahlkabine dann doch noch solche Dinge wie Rassismus (”Möchte ich wirklich einen schwarzen Präsidenten?”) eine Rolle spielen werden. Denn das kann ich mir in den USA ziemlich gut vorstellen.
Am 30. Oktober 2008 um 12:02 Uhr
ich setze als deutscher alle hoffnung auf obama.wenn er auch nur einen kleinen teil dessen durchsetzt , was er sich vorgenommen hat,
ist er auf dem weg ;zu einem friedlicheren und gerechteren
amerika,
wir sollten so schnell wie möglich g.w.b. und seine grössenwahn-politik vergessen können !
ich hoffe er bleibt “gesund ”
in einem land ,indem sich jeder so mir nichts ,dir nichts ,waffen kaufen kann, aber keinerlei
sozialversicherungspflicht besteht, JA für OBAMA
Am 30. Oktober 2008 um 12:02 Uhr
Entsetzlich, zu welchen Medienschlachten die Wahlen seit nun einigen Jahren verkommen sind. Mit einigen Jahren Verspätung, wobei die Spanne immer kürzer wird, folgt jeweils Europa. Ihr Bericht ist sehr gut - so wird verhindert, daß man sich überhaupt keine Gedanken mehr zu diesem mit politischen Inhalten wenig zu tun habenden Phänomen der Politik als Verbung macht. Gleichzeitig sind die Antworten der “blogger” interessant.
Am 30. Oktober 2008 um 12:08 Uhr
Was die Wahlversprechen betrifft, so sollte jeder, der schonmal ein polit. Stimme abgegeben hat, wissen, dass ein Großteil der Versprechen nicht umgesetzt werden … trotzdem fällt für mich diese Wahl ein wenig aus dem Rahmen, da wir es mit einem Kandidaten zu tun haben, der meiner Meinung nach die nötige Sensibilität besitzt, um auch Hardliner (zB aus dem Iran) ein wenig zu Pragmatisieren. Dieses “Hassbild Amerika”, und da steckt meine Hoffnung, wird hoffentlich ein wenig ralitiviert (und die Gemüter ein wenig beruhigt) werden, wenn ein Repräsentant auftritt, welcher offen und primär den Dialog fordert und fördert! “Change we can believe in?” … ich hoffe es wirklich!!
Am 30. Oktober 2008 um 12:15 Uhr
Also es wird wirklich langsam Zeit, das dieser Spuk vorbei ist… ab nächsten Dienstag sind wir diesen ganzen Rummel hofentlich los !
Und Obama ist hoffentlich der Gewinner !!!
Am 30. Oktober 2008 um 12:19 Uhr
@Mario Gatter:
Nachmachen müssen wir das nicht. Jedoch sind die umgesetzten eigenen(!) Ideen aus unserem Land dann doch an maximal einer Hand abzuzählen. Der Vergleich ind der Realität bei den Verkaufszahlen von z.B. Boulevardpresse vs. “wenig Bildern” in der Zeitung. Beim Fernsehprogramm und vielen anderen Dingen könnte fortsetzen. Hier stellt sich die Frage, ob man einfach nur kopiert oder sich vielleicht nur der Realität anpasst…?!?
Nicht zustimmen kann ich der Formulierung “lassen Sie sich die Amis damit herumschlagen…”. Denn insbesondere als Export”weltmeister” sind die direkten Auswirkungen von Veränderungen der (bisher) stärksten Wirtschaftsmacht sehr stark zu spüren. Da ist entsprechende Aufmerksamkeit durchaus angebracht.
(Dann hört man auch die Untertöne und Auswirkungen heraus, die ein Sieg der jeweiligen Seite auslöst…)
Am 30. Oktober 2008 um 12:19 Uhr
Fast jeder bewuste Mensch verfolgt dieser Wahlkampf in dieser Welt und das ist auch gut so. Es ist nicht mehr zu verneinen das USA eine große Rolle übernommen hat für die Welt in verschiedene Bereichen wie Politik,Finanzen und Frieden. Das wegen geht es natürlich uns was an, wer der Machthaber sein wird. Wer nicht Blind und blöd ist kann sicherlich entscheiden, wer kann und ist bereit was zu ändern. Wer nicht wählt, hat auch kein recht zu kritisieren, wer nicht diskutiert braucht nicht danach jammern.
Am 30. Oktober 2008 um 12:21 Uhr
Mein Standpunkt ist, dass Interesse und Berichterstattung gerechtfertigt sind. Meine Gründe sind:
Ich sehe Bush als großen Unheilsbringer und den Krieg gegen den Terror ™ zum größten Teilen als ungerechtfertigt bis völkerrechtswidrig an.
Der zunehmende Überwachungswahn in vielen Ländern ist darüber hinaus eine unmittelbare Folge dieser Willkür.
Selbstverständlich wird auch ein demokratischer Präsident primär amerikanische Interessen vertreten. Aber man kann die Hoffnung hegen, dass Obama eher ein Partner als ein Herrchen sein wird. Und dass die amerikanische Kriegstreiberei und Willkür unter seiner Präsidentschaft endet.
Ich kann mich nicht erinnern, wann eine US-Wahl von einer derart globalen Hoffnung auf Besserung begleitet war, und deshalb sind ausgiebiges Interesse und ausgiebige Berichterstattung wichtig und richtig.
Am 30. Oktober 2008 um 12:22 Uhr
Zum Thema “Verschwendete Gelder in Wahlkampfkampagnen”:
Liebe Leute, das Geld wird doch nicht verbrannt, es wird investiert, und mal ganz abgesehen vom Investor sind es doch (mehr oder weniger sinnvolle) Wirtschaftsgüter, die damit gewonnen werden. Arbeitsplätze in Druckereien, Rundfunkstationen und anderen Einrichtungen, die Waren und Dienstleistungen verkaufen, werden erhalten und/oder neu geschaffen. Somit profitieren diese Menschen direkt und der Rest der Bevölkerung indirekt (durch erhöhte Einkommens- und Umsatzsteuerzahlungen) von diesem Medienwahn.
Der Inhalt dessen ist wiederum ein anderes Thema und ist, wie schon oft angesprochen, das, was Amerikaner brauchen, um sich eine Meinung zu bilden. Wollte man diese Mentalität ändern, würde wohl auch alles Geld, was jemals für amerikanischen Wahlkampf ausgegeben wurde, nicht reichen.
Am 30. Oktober 2008 um 12:46 Uhr
ihr tut den wahlkampf dort alle als überzogen ab und hört dann mit dem denken auf. ja, der us-wahlkampf ist nicht mit unserem zu vergleichen. aber auf der einen seite, das wurde ja vorhin schon von einem user gesagt, sind amerikaner dieses medienbombardement gewohnt, aber auf der anderen seite - und das ist viel wichtiger - geht es darum unentschlossene und nichtwähler zur wahl zu bewegen. es wird mit herz und seele versucht, so viele leute wie möglich zur wahl zu bringen. daran kann ich wirklich nichts schlechtes finden. wahlen mit niedriger wahlbeteiligung sind vorallem zwei dinge: gefährlich, denn kleinere und u.a. extremere parteien, wie hier zb die npd, die devotiertere wähler haben, erhalten höhere stimmanteile, und zweitens verliert eine wahl immer mehr deb repräsentativen aspekt, wenn nur oder sogar weniger als zb die hälfte der bevölkerung wählen geht. wenn nur die häfte der leute abstimmt, wie kann man dann noch von einer mehrheit sprechen? das ist völliger blödsinn. die wahlbeteiligung in eu-ländern ist viel zu gering. obama versucht, leute für die wahl zu mobilisieren, für politik und ihr land zu interessieren. das ist in meinen augen eine gute sache und die 3.5 millionen auch locker wert. unter diesem aspekt halte ich den wahlkampf dort überhaupt nicht mehr so überzogen, wie er auf den ersten blick erscheint.
mfg
Am 30. Oktober 2008 um 12:51 Uhr
Ich habe mir den Spot angesehen und eines muss ich schon loswerden: Ich schaue mir 1000 mal lieber so einen Spot an, als die Ansprachen von Angela Merkel. Ich kann nicht verstehen, warum immer so getan wird, als ob gute Politik ohne Werbepsychologie auskäme. Sind wir ehrlich die Wahlwerbung in Deutschland ist nicht überzeugend, sie ist langweilig und interessiert hier doch vom durchschnittlichen Wahlvolk keinen. Wir können uns über die amerikanische politische Kultur ja auslassen, können diese kritisieren und auch vielleicht als unterbelichtet sehen, allerdings glaube ich nicht, dass die Wählerin und der Wähler in Deutschland groß anders strukturiert ist und ein deutlich höheres politisches Niveau hat. Sei es drum in knapp einer Woche ist der Wahlkampf vorbei und in 3 Wochen auch die Berichterstattung über diese Ereignis abgeflaut.
Am 30. Oktober 2008 um 13:09 Uhr
@Michael Preiner:
Das heißt, die Wahlkampfwerbung mit der durchdachtesten Werbepsychologie ist die bessere? Folglich hieße das, dass Inhalt und Tiefe nur eine untergeordnete Rolle spielen, oder?
Ergo: Je besser der Film/die Werbung, je mehr Wähler-Stimmen, egal, ob das andere Wahlkampfprogramm “besser” ist… Damit lägen die Stimmen der Wähler (etwas übertrieben formuliert) in den Händen der beauftragten Werbeagenturen, und das ist sicherlich nicht das Optimum.
Am 30. Oktober 2008 um 13:49 Uhr
Aus manchen Beiträgen hier klingt Kritik am vermeintlich überzogenen Wahlkampf in den USA. Es wird gesagt, wir sollten dergleichen nicht übernehmen. Wahrscheinlich sind das die gleichen Leute, die hierzulande politikverdrossen von “denen da oben” reden.
Ich meine, es wäre ein großer Gewinn für die Demokratie in der Bundesrepublik wenn wir Kandidaten hätten, die so viele junge Leute und Helfer für ihre Kampagne begeistern, wie wir das gegenwärtig in Amerika beobachten können.
Am 30. Oktober 2008 um 15:06 Uhr
@phil: du hast recht - es ist nicht das optimum. aber menschen sind so, und zwar leider auch hier in der eu und in deutschland. menschen wollen nicht hören, wie die dinge wirklich sind und welche u.a. unangenehmen schritte möglicherweise unternommen werden müssen, um etwas zu erreichen. der kanditat/die partei, die den wählern die schöneren lügen auftischt bekommt mehr stimmen und gewinnt die wahl. willkommen in der welt. allerdings sollte man auch hier vorsichtig sein und nicht gleich jeden politiker in die schublade “tut alles für wählerstimmen” (im negativen sinne) stecken. ja, obama versucht wähler für sich zu gewinnen. aber nach dem was ich von dem mann bisher gesehen habe denke ich nicht, dass er das nur aus machtpolitischen gründen tut. ich denke er und viele andere politiker wollen wirklich etwas erreichen - im land auf der einen seite und bei den wählern auf der anderen. es ist gut, wenn solche wahlprogramme dazu beitragen, wähler über die politische, wirtschaftliche usw situation im land und der welt informieren, denn viele würden sich diese informationen nicht von selbst holen, sondern gar nicht wählen gehn oder einfach “aus dem gefühl heraus” eine wahl treffen, die dann womöglich, wenn sie sich die programme selbst angesehen hätten, gar nicht mehr das sind, was sie eigentlich wollen. ich hoffe ich habe diesen gedanken verständlich herübergebracht.
mfg
Am 30. Oktober 2008 um 15:10 Uhr
@jörg: genau das meine ich auch. politik sollte mit den menschen für die menschen gemacht werden, und nicht anders.
Am 30. Oktober 2008 um 15:12 Uhr
@ 9: Kris H.
@ 27: Jörg R.
die deutsche Politik kann bei der Kommunikation mit Sicherheit noch einiges lernen und es waere auch gut, wenn sie es schaffte, mehr Leute zu begeistern und dazu braechte zu waehlen. Aber bitte mit Bedacht. Eine Partei, die mich zuhause anrufen laesst, meine Mailbox ueberlaufen laesst, oder die erwartet, dass ich Wahlplakate im Garten habe und ein T-shirt mit dem Spitzenkandidaten drauf kaufe, wuerde ich mit Sicherheit nicht waehlen. Und wenn ich 100% mit dem Programm uebereinstimmte.
Am 30. Oktober 2008 um 19:46 Uhr
Auch meine Stimme gehört Obama.
Können nur hoffen, dass er sich auch gegen die anderen durchsetzen kann und seine Ziele erreicht.
Habe vor ein paar Jahren einen Bericht im TV über den gigantischen Bau-Boom in New York gesehen. Ich traute meinen Augen kaum. Hatte den Eindruck, es müsste vor lauter Millionären in dieser Stadt nur so wimmeln und irgendeiner hat die wundersame Geldvermehrung erfunden.
All ihr Manager, Spekulanten und sonstige Größenwahnsinnige kommt wieder auf den Teppich, bevor ihr uns alle kaputt macht. Man muss keine Politikwissenschaft oder Betriebswirtschaft studieren um zu erkennen, dass so etwas nicht funktioniert. Dazu reicht der gesunde Menschenverstand.
Es wird Zeit, dass unsere blauäugigen Politiker mal ihre rosarote Brille abnehmen. Eines ist sicher. So kann es nicht weitergehen!
Am 30. Oktober 2008 um 20:09 Uhr
@26: Phil
Ich hoffe mit der Aussage möchtest du jetzt nicht implezieren das McCain & Palin das bessere Wahlprogramm haben oder? ^^
Ich meine McCain ist sicherlich kein schlechter Kerl… aber er ist ein Produkt des kalten Krieges, ein Falke, ein Hardliner…
Und er ist ALT ggf so alt das er während seiner 4 Jahre im Weißen Haus das zeitliche segnen würde… und einen Präsidenten Palin MÖCHTEST du nicht erleben. Denn da würdest du dir wahrscheinlich George W. als Heilsbringer zurück wünschen. Du musst dir mal anhören was diese Frau in Interviews von sich gegeben hat.
Die hätte allen ernstes für Georgien einen Krieg mit Russland angefangen. Für ein Land das die Aggressionen begonnen hat.
Ein Amerika unter Obama mag vielleicht nicht so wunderbar werden wie seine reden es versprechen aber die Welt wird sicherer sein als unter Bush, McCain oder , Gott behüte, Palin.
Ich bin zzt naiv genug Obamas Wahlversprechen zu glauben. Mal ehrlich.. wenn net ihm, welchem Politiker der sich um die Führung eines Landes bemüht will man dann noch glauben?
Sollte Obama gewinnen und nicht große Teile seiner Wahlversprechen halten wäre das ein sehr großer Schlag gegen die Demokratie. Aber wer weiß… vielleicht gewinnt er ja und endet wie ein gewisser JFK…
Am 31. Oktober 2008 um 08:18 Uhr
Das finde ich sehr interessant.. ich habe bei Moores “Sicko” auch beihnache weinen müssen. Ich hoffe bei diesen Wahlen zum erstenmal nicht aus Europäischen Interessen, sondern aus Sorgen für meine Freunde in den staaten, dass der Demokrat gewinnt.
Am 31. Oktober 2008 um 13:02 Uhr
Nach manchen interessanten Beiträgen hier habe ich mich über Kerstin Plehwe infomiert. Die Frau wird von der WELT sehr geschätzt, ist Beraterin von Politik und Wirtschaft. Ihr Buch „Mit Dialogmarketing zum Wahlerfolg“ beschreibt für mich aber genau das, was wir NICHT brauchen. Letztlich ist das nicht wirklich, die (derzeit mehrheitlich aus Modegründen recht unpolitischen) Menschen ernst zu nehmen, sondern ist eben, was der Name sagt: Dialogmarketing. Davon gibt es bereits jetzt, auch in der deutschen und europäischen Politik, Stichwort “coaching” der Politiker, damit sie nur ja nichts eigenes mehr sagen (wenn, dann gibt es sofort eins drauf, und das war dann “dialogmässig suboptimal” in der Sprache der coaches).
Es ist nicht der einzige, aber ein Grund, dass Politik so uninteressant für Mehrheiten geworden ist - die Professionalisierung durch Leute wie coaches, Dialogmarketing-Leute usw. macht alles professioneller - und blass, weil einheitlich. Nur in der Rhetorik dieser coaches kann man das noch übertünchen. Nicht in der Wirklichkeit. Obama kann die Realität in USA nicht ändern, aber eine Kritik dieser letztlich nicht die Leute ernst nehmenden Methoden nach der Wahl stünde ihm gut an.
Am 31. Oktober 2008 um 13:18 Uhr
Ich bete zu Gott, dass der 4.11. keine böse Überraschung parat hält. Dass Obama gewinnt, dass endlich Ruhe einkehrt und sich das Bild der USA in der Öffentlichkeit bessert. Mir blutet das Herz, wenn ich betrachte, was Mr. Bush nach 8 Jahren hinterlassen hat: Einen Wust aus Hass, Angst, Unrecht und Schande. Ich bin mir sicher, dass Mr. Obama aufwachen wird, ist er erst Präsident. Vieles, was er, vielleicht im Übermut, von sich gegeben hat, wird er nicht einhalten können. Aber ganz ehrlich: Wenn es ihm gelingt, auch nur 10% von dem durchzubringen, was er angekündigt hat, ist die Welt wieder einen Tick heller. Change? Ja! Ich sehe ein Shining in the Darkness…
Am 31. Oktober 2008 um 13:25 Uhr
Hans hat recht. Das ganze System Politik müsste neu geordnet werden. Für den Einzelnen ist es schwer etwas zu ändern. Wenn ich die Macht hätte, würde ich alle Politiker neu zusammensetzen. Das bleibt ein Wunschtraum von mir.
Eines steht für mich schon lange fest.
Ein klares JA für Barack Obama.
Am 31. Oktober 2008 um 22:15 Uhr
Ich hatte Traenen in den Augen und dachte an die Zukunft meiner Tochter, die hier in Amerika geboren ist. Leider kann ich selber nicht fuer Obama waehlen, da ich die deutsche Staatsangehoerigkeit habe. Obama hat mich restlos begeistert und ueberzeugt - nicht nur mit seinen politischen Ansichten sondern auch als Mensch. Selbst wenn ich fuer McCain waere, Palin ist ein Mensch mit dem ich nie auf gleicher Wellenlaenge waere. Ihre Ansichten machen mir Angst und ich hoffe fuer unsere Zukunft, dass Obama am Dienstag als neuer President der USA gewaehlt wird. Es wird ein historischer Moment sein, von dem ich hoffentlich spaeter meiner Tochter erzaehlen kann.
Am 1. November 2008 um 09:06 Uhr
[...] Tränen und Langeweile nach ”Obamamercial” 30 Minuten Obama. Zur besten Sendezeit hat sich der Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten gleichzeitig auf sieben Fernseh-Networks eingekauft. Wer den Fernseher anhatte, der hat mindestens einen Teil dieses TV-Spots gesehen. “Obamamercial” nannten diejenigen Networks es, die sich nicht beteiligten, darunter Fox News. Und was machen die einflussreicheren US-Blogs und ihre User aus dem Fernsehereignis? Talk Left verkündet […] [...]
Am 1. November 2008 um 18:00 Uhr
Obama = Konjunkturprogramm Krieg?
Die USA haben das eigene Volk in Konsumrausch und Schuldenfalle getrieben, die Schulden in Päckchen verpackt und über die ganze Welt verteilt. Die Spargroschen und Altersvorsorge einzelner, die Rücklagen von Staaten, Ländern, Gemeinden und Rentenversicherungen weltweit sind in dem gierigen Schlund des amerikanischen Schneeballsystems auf immer verschwunden.
Der völkerrechtswidrige amerikanische Irak Krieg kostet zwei Milliarden Dollar pro Woche. Es ist also unschwer zu erkennen, wo das Geld gelandet ist.
Obama = Change?
“Als Oberbefehlshaber werde ich nicht zögern, unser Land zu schützen. Ich werde unser Militär für das 21. Jahrhundert umbauen, mit konsequenter Diplomatie den Iran von der Atombombe abhalten, die russische Aggression eindämmen und den Kampf gegen die Taliban und Al Kaida in Afghanistan beenden. Aber ich werde nie vergessen, dass ich, wenn ich unsere Armee in die Schlacht schicke, Söhne, Töchter, Mütter und Väter entsende”, kündigte Obama an. (ARD)
Obama sagte nicht:
” Ich werde unsere Verpflichtungen aus den KSE-Verträgen endlich umsetzen und so mit konsequenter Diplomatie die verständliche russische Aggression eindämmen, “weil” ich nie vergessen werde, dass ich, wenn ich unsere Armee in die Schlacht schicke, Söhne, Töchter, Mütter und Väter entsende”.
Es gibt wenig Hoffnung, dass die USA, so wenig wie die meisten untergehenden Imperien, auf das Allheilmittel Krieg, wirksam als kurzfristige Konjunkturspritze und sehr geeignet zur Vernebelung der Untertanen, verzichten werden.
Und ob nun der Iran oder Russland, wird davon abhängen, was besser in die Medienlandschaft passt, oder wo sich leichter ein „Tonking- Zwischenfall“ arrangieren lässt.
Für allzu tränenreiche Vorschusslorbeeren besteht kein Anlass.
Bedauerlicherweise!
Am 6. November 2008 um 05:50 Uhr
Kann mir jemand sagen, bzw. aufschreiben, was Barack Obama alles in seiner Wahlzeit versprochen hat. Denn ich würde es gerne mal abarbeiten was er dann wirklich alles davon umsetzt!