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ARD-aktuell

28. Dezember 2017

Kandel – wie die tagesschau damit umgeht

Am Mittwoch ist im rheinland-pfälzischen Kandel eine ganz fürchterliche Tat geschehen: Ein Jugendlicher hat in einem Drogeriemarkt ein gleichaltriges Mädchen erstochen. Unser Mitleid ist bei den Eltern und den Angehörigen. Nichts wird diesen Verlust wettmachen können. Diese Trauer erfasst jeden, der von ihr hört.

Selbstverständlich müssen wir als Berichterstatter einen professionellen Blick auf diese Tat richten: Seit einigen Stunden wird uns in den Sozialen Netzwerken vorgeworfen, die tagesschau würde darüber nicht berichten. Wir würden bewusst etwas verschweigen. Die Identität des mutmaßlichen Täters ist bekannt. Er ist nach Polizeiangaben ein unbegleiteter jugendlicher Flüchtling aus Afghanistan. Nach bisherigen Erkenntnissen war er der Ex-Freund des Mädchens. Andere Medien haben dies bereits groß berichtet.

Warum waren wir so zögerlich? Das hat einen guten Grund. Nach allem, was wir bisher wissen, handelt es sich um eine Beziehungstat. So schrecklich sie gewesen ist, vor allem für die Eltern, Angehörigen und Bekannten – aber tagesschau und tagesschau.de berichten in der Regel nicht über Beziehungstaten. Zumal es hier um Jugendliche geht, die einen besonderen Schutz genießen.

Noch ist die Polizei am Anfang ihrer Ermittlungen und deshalb halten wir uns sehr zurück. Das Motiv ist derzeit unklar. Inzwischen gibt es neue Details. Die Eltern hatten vorab Anzeige gegen den Jugendlichen erstattet, wie die Polizei bekanntgab. Einer Vorladung ist der Jugendliche offenbar nicht gefolgt. Es stellen sich weitere Fragen.

Die Kollegen des SWR sind an diesen Ermittlungen dran und berichten darüber. Wir werden diesen Fall weiter beobachten. Aber wir werden das mit dem journalistischen Know-How machen, das geboten ist.

Nachtrag: Die Tagesschau um 20 Uhr wird eine kurze Meldung zu der Tat in Kandel machen. (Stand: 19.52 Uhr)

143 Kommentare

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1: Franka:

28. Dezember 2017 um 16:52 Uhr

Unglaublich! Schämen Sie sich nicht, so einen Blödsinn als Grund zu nennen? Die schaufeln an Ihrer Unglaubwürdigkeit, jeden Tag ein Stück mehr!

2: Chris Proios:

28. Dezember 2017 um 17:08 Uhr

Meinen Sie nicht, dass diese Tat weit grössere Tragweite hat als eine reine Beziehungstat? Und berichten Sie nur dann über Morde, wenn die Täter volljährig sind? Ihre Haltung ist für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, ähnlich wie es schon im Freiburger Bsp war, in dem Sie mit regionalen Restriktionen argumentiert haben. Auf mich wirkt das alles konstruiert.

3: raabenaas:

28. Dezember 2017 um 17:14 Uhr

hallo,

danke das ihr dieses thema sensibel angeht und alle beteiligten, vorallem eltern des opfers, nicht unnoetigem stress aussetzt.

lg

4: Karlheinz Ebert:

28. Dezember 2017 um 17:15 Uhr

Wie würden Sie über so einen Fall berichten, wenn der
Täter ein Deutscher und das Opfer ein Flüchtlingsmädchen wäre ? Gebe es da einen Brennpunkt ?

5: hans lange:

28. Dezember 2017 um 17:21 Uhr

einfach nur Danke für ihr Verhalten.

6: Ur Schwab:

28. Dezember 2017 um 17:21 Uhr

Sie sollten sich schaemen. Wie erleichtert sie doch sein muessen, dies als Beziehungstat kategorisieren zu koennen, und sich damit aus der Affaere zu ziehen. Anderenfalls haette der Fall wohl nur "regionale" Bedeutung und waere aus diesem Grunde nicht erwaehnenswert. Auch sie werden eines Tages aufwachen muessen!

7: Major Canis:

28. Dezember 2017 um 17:22 Uhr

Da stellen sich mir doch noch ein paar Fragen :

Was soll hier genau eine Beziehungstat sein ?
Dass es der EX!-Freund war ??? (Definieren sie doch bitte mal "Beziehungstat" …. )

Und warum wird dann überhaupt über tote Kleinkinder an europ. Stränden berichtet, samt Photos ?

Was bei Jugendlichen angeblich moralisch nicht OK ist, geht wiederum dann aber bei noch Kleineren ???

Klingt für mich alles wenig glaubhaft.

8: Satire:

28. Dezember 2017 um 17:26 Uhr

Warum nur habe ich jetzt Zweifel am Mitleid der Journalisten? Würde die Zurückhaltung auch gepflegt, wenn der Täter ein einheimischer Jugendlicher gewesen wäre? Oder ist das Verhalten der TS und seiner Journalisten nicht doch geprägt vom derzeitigen Hype um "arme,unbegleitete Minderjährige" allgemein und Afghanistan im Besonderen?

9: Peter Kolditz:

28. Dezember 2017 um 17:28 Uhr

Ich bin sehr (SEHR) damit einverstanden, wie die tagesschau damit umgeht: es besteht selbstverständlich NICHT DER GERINGSTE Anlaß, über Vorfälle zu berichten, die im Privaten oder aus Privatanlaß geschehen, nur, weil ein Mensch aus einem anderen Land daran beteiligt ist! Hier im Landkreis geschehen monatlich auch Gewalttaten, von denen niemand ernsthaft erwarten kann, daß überregionale Medien darüber berichten…

10: Helmut Rudolf Kowanz:

28. Dezember 2017 um 17:28 Uhr

"Besonderer Schutz eines Jugendlichen?" Totschlag ist Totschlag, unabhängig von wem er begangen wird. Ist überhaupt sicher, dass der "Jugendliche" tatsächlich 15 Jahre alt ist.
Erinnerungen an die näheren Umstände des Mordes an der Medizinstudentin Maria aus Freiburg werden wach.

11: Johnny:

28. Dezember 2017 um 17:29 Uhr

Richtige Entscheidung!

Über Beziehungstaten können Lokalmedien berichten, aber nicht überregionale oder bundesweite Medien!

Erst vor ca. 1 Woche gab es in meinem Viertel einen Mord. Von einem Deutschen. Ebenfalls eine Beziehungstat. Die Tagesschau berichtete (selbstverständlich) nicht. Auch die Tatsache, dass er Deutscher ist, wurde in den Medien nicht breitgetreten, wie das bei Ausländern oft der Fall ist.

Wenn man nur bei Ausländern, Asylbewerbern usw. die Herkunft explizit angibt, aber bei Deutschen nicht ständig "es war ein Deutscher" dazuschreibt, dann wäre das nicht nur einseitig, sondern würde auch den falschen Eindruck erwecken, dass Ausländer häufiger solche Taten begehen. Und das stimmt nicht.

Wo Menschen sind, werden Verbrechen begangen. Mehr Ausländer heißt nicht, dass mehr Deutsche Opfer werden. Ausländer werden genauso zu Opfern untereinander oder von Deutschen. Das Risiko steigt also für die Deutschen nicht (!), nur wenn es mehr Menschen in diesem Land gibt.

12: Bernhard Irmer:

28. Dezember 2017 um 17:31 Uhr

Sehr geehrtes tagesschau-Team,

offenbar tut es Not über das jounalistische 'Wie' öfter und weit intensiver zu berichten als das bisher geschehen ist. Die meisten Bürger (auch ich) kennen weder gesetzliche noch gesellschaftlichen Verpflichtungen eines Journalisten. Ethische Fragen werden

13: Gerhard Ballmann:

28. Dezember 2017 um 17:33 Uhr

Wir haben inzwischen zuviele Taten, die mit Messern veruebt werden. Jeder hat ein Messer dabei.

14: Thomas Gärtner:

28. Dezember 2017 um 17:36 Uhr

Sehr geehrte Mitarbeiter der ARD,

dies ist sicher nur einer von vielen Fällen, in denen Ihnen politisch motivierte Berichterstattung vorgeworfen wird.
Ich habe vor einer halben Stunde ein Telefongespräch mit einem guten Freund beendet, in dessen Verlauf wir festgestellt hatten, dass wir den Nachrichten der ARD zunehmend kritisch gegenüber stehen. Seit einigen Jahren berichten Sie nicht mehr objektiv; statt dessen haben Sie sich in Richtung erzieherischer, manipulativer und regierungsnaher Veröffentlichung bewegt.
Woran liegt das? Zu viele unerfahrene Redakteure? Ein verändertes Berufsverständnis?
Wie dem auch sei, uns und viele andere haben Sie verloren.

Mit freundlichen Grüßen,
T.Gärtner

15: NI:

28. Dezember 2017 um 17:37 Uhr

Ja klar.. Sensibel–.

Bei jedem Anschlag seit ihr mit die ersten die darüber Berichten und 24/7 eine Sondersendung einrichten aber in diesem Fall geht es um Privatsphäre?

Sie können mir erzählen was sie wollen aber das ist doch eine Doppelmoral schlecht hin.. Ich habe inzwischen das Gefühl, dass es mit absicht gemacht wird nur damit nicht wieder geurteilt werden kann, obwohl die Fakten bei anderen Nachrichten Sendern (z.B. ZDF.) das bereichten.

Ich versteh das das ein schlimmes Verbrechen ist aber dennoch sollte eine Lückenlose Berichterstattung möglich sein.. Auch eben so das sie Privat ist..

grüße

16: Angela Koch:

28. Dezember 2017 um 17:39 Uhr

Ich verstehe viele der Kommentare nicht.
Hätte die Tagesschau berichten sollen, dass es ein Flüchtling war und damit die Rechten wieder auf den Plan rufen? Ein junger Mann hat eine junge Frau getötet. Punkt. Das ist grausam, nicht zu entschuldigen – und muss mit der Höchststrafe geahndet werden. …und der junge Mann soll des Landes verwiesen werden – für immer. Aber was erwarten Sie denn für eine Berichterstattung? Die Verantwortlichen der Tagesschau haben meines Erachtens richtig und sensibel gehandelt.

17: Ein Gebührenzahler:

28. Dezember 2017 um 17:40 Uhr

Ich bin jeden Monat aufs Neue begeistert angesichts meiner Gebührenverwendung, ohne polemisch klingen zu wollen, möchte ich doch anmerken, dass Ihr vorgeschobenes Maß an Sensibilität hochgradig kontraproduktiv ist. Selten hat ein Thema die Menschen in Deutschland mehr gespalten als das der Aufnahme oder Verweigerung der Einreise von (im Besonderen unbegleiteten minderjährigen) Flüchtlingen.

Ein Diskurs in der Bevölkerung kann nur aufkommen, wenn Sie sich trauen, aufzuräumen mit den Vorurteilen, Sie verheimlichten. Leisten Sie bitte Verschwörungstheoretikern keinen Nährboden. Informieren Sie sachlich, vor allem aber umfangreich. Dass von UMF ein hohes Aggressionspotential ausgeht, ist statistisch nicht falsch, vielleicht möchte eine Gesellschaft aus humanitären Gründen dennoch die Aufnahme, darüber muss diskutiert werden und dafür bedarf es Informationen, ich bitte Sie inständig: Hören Sie auf mit Selektivinformierung der Bevölkerung.

18: Markus Wolf:

28. Dezember 2017 um 17:41 Uhr

Mann stelle sich vor; der "Jugendliche" wäre dort hin abgeschoben worden wo er herkam und hin gehörte, und er wäre dort ermordet worden. Wahnsinn!!! Sondersendungen, Brennpunkte, Rücktrittsforderungen an diverse Politiker usw. usw. So aber ist es nur eine Randnotitz in einer regionalen Presse wert. Erschreckend wie wenig ein deutsches 15-jähriges Mädchen wert ist. Man kann nur hoffen, dass diese "Beziehungstat" bei einer eventuellen Neuwahl nicht vergessen ist.

19: Holger Bahr:

28. Dezember 2017 um 17:41 Uhr

Vielen Dank für den Kommentar. Und an gewisse Schreiberlinge hier: GENAU DESHALB hat sich die Redaktion hier zuerst zurückgehalten und hat von dieser "Beziehungstat" zuerst nichts berichtet.

Damit Leute wie Ihr Euer verknapptes Weltbild und Euren Hass hier nicht auskippen könnt.

Als nächster BLÖDSINN kommt dann "Mutti ist schuld…"

Schlicht Geschmacklos wie Ihr diese schreckliche Tat instrumentalisiert für Euren Hass auf Flüchtlinge!

20: Holger Ziegler:

28. Dezember 2017 um 17:41 Uhr

Verhalten der ARD ist vorbildlich. In den Kommentaren hier scheinen viele lieber ihre Ressentiments bestätigt sehen zu wollen. Danke ARD, daß Sie dieser Hetzkultur nicht folgen, weiter so.

21: Florian:

28. Dezember 2017 um 17:42 Uhr

Tagesschau hat vollkommen richtig reagiert. Es ist nun mal noch ein Kind, das sein ganzes Leben noch vor sich hat. Muss man ja nicht durch die Medien zerstören. Das Kind ist genug gestraft durch das Urteil, das möglicherweise folgen wird.

22: Hering Sahne:

28. Dezember 2017 um 17:42 Uhr

Ich bin immer wieder fassungslos, dass dieses braune Pack jede Gelegenheit nutzt um "Lügenpresse" zu schreien und sich über die Berichterstattung zu mokieren. Aus diesem Grund möchte ich sie bitten, liebe "besorgte Bürger", verschonen
Sie uns mit ihren geistreichen Kommentaren und meiden Sie einfach die Tagesschau, vielen Dank!

23: TutNichtsZurSacheAberErhan:

28. Dezember 2017 um 17:44 Uhr

Wenn Opfer und Täter beide „rein deutscher“ Abstammung wären, so würde es kein Buhei zu dieser scheußlichen Tat geben. Es wäre „Euch“, den xenophoben Aggitatoren, einfach egal!
Ich könnte mir vorstellen, dass Ihr bei der Tat auch gegafft hättet anstatt Hilfe zu leisten.

Jetzt meint „Ihr“, die TS kehre das untern Teppich. Vor dem Hintergrund des Leids der Familie diese Tragödie ausschlachten zu wollen, ist „Euer“ Verhalten und Verlangen schlicht unverschämt!

Guten Rutsch allen und der Tagesschau – „Euch“ aber nicht!

24: Bernhard Irmer:

28. Dezember 2017 um 17:44 Uhr

Sehr geehrtes tagesschau-Team,

offenbar tut es Not über das jounalistische 'Wie' öfter und weit intensiver zu berichten als das bisher geschehen ist. Die meisten Bürger (auch ich) kennen weder gesetzliche noch gesellschaftlichen Verpflichtungen eines Journalisten. Ethische Fragen werden (zu?) selten Teil der Berichterstattung. Ich kann mir vorstellen, dass ihre Auswahl und Darstellung für einige in unserem Land unverständlich bleiben oder sogar als manipulativ aufgefasst werden können. Hier sollte die Selbsterklärung nicht in einem Blog am Rande sondern unmittelbar in der Hauptberichterstattung transportiert werden. So könnten in einem gegenseitigen Lernprozess journalistische Grundsätze transparent und nachvollziehbar gemacht werden. Gegenseitig besseres Verstehen wäre wirklich ein Segen für die Medienlandschaft.

mit freundlichen Grüßen
B.Irmer

25: teleskopix:

28. Dezember 2017 um 17:45 Uhr

Es ist gut so wie die Tagesschau das macht. Wer genug Kontakt zur Presse hat wird dieses Verhalten sehr gut nachvollziehen können. Denn die Eltern der Verstorbenen brauchen jetzt bestimmt keine Interviews ect.

26: Angelika:

28. Dezember 2017 um 17:45 Uhr

Es erschreckt mich lesen zu müssen, wie wenig sachlich viele der hier abgegebenen Kommentare sind, wie überaus verächtlich und vorwürflich mit der nachvollziehbaren Begründung für Zurückhaltung und Objektivität umgegangen wird. Jugendliche genießen besonderen Schutz; auch die Tatsache, dass der Verdächtige Afghane ist, spielt hier augenscheinlich zunächst einmal keine Rolle und darf kein Anlass sein, anders mit diesem tragischen Ereignis umzugehen als mit vergleichbaren Fällen. Traurig, dass wieder einmal ein so unfassbar tragisches Ereignis instrumentalisiert wird, um dumpf-dummes Journalisten-Bashing zu betreiben.

27: Scrooge:

28. Dezember 2017 um 17:46 Uhr

liebe tagesschau bitte nciht so viel auf die kommentare in den sozialen medien geben

wenn ich auf den twitter den #Kandel anschaue lese ich auch nur 99% afd hetze und anderen braunen müll sowie mehr müll und unqualifizierte äußerungen bis hin zu volksverhezenden inhalten

traurig aber was soll man da machen?

28: Tobias Buturoaga:

28. Dezember 2017 um 17:46 Uhr

Tatsächlich haben Sie sich mit diesem Artikel und der Handhabung im Allgemeinen keinen Gefallen getan. Es wäre sinnvoller gewesen, schlicht ganz normal zu berichten und jedweden rassistischen Schmodder, der dazu auf ihrer Plattform als Kommentar hinterlassen wird, schlicht zu moderieren.

Generell sollte sich der Journalismus auch keine Gedanken über die Rezeption machen, sondern schlicht und ergreifend berichten; neutral, wertfrei und sachlich. Die Rezeption des Ganzen ist danach nicht mehr Ihr Ding, Ihre Aufgabe ist es, Fakten und Daten zusammenzutragen und diese verfügbar zu machen. Wie der Leser diese Fakten annimmt, kann Ihnen egal sein.

29: Joe Münsteraner:

28. Dezember 2017 um 17:48 Uhr

Die Begründung warum Sie nicht berichten wollen, klingt genauso wie nach den Morden in Freiburg und Endingen. Ich finde das beschämend und denke, dass Sie sehr genau wissen, dass es sich hierbei eben nicht "nur" um eine "Beziehungstat" handelt. Ihr Verhalten macht alles nur noch schlimmer und spielt meines Erachtens den Rechtspopulisten in die Hände, denn letztendlich sieht es so aus, als wollen Sie hier etwas vertuschen oder unter den Tisch kehren (auch wenn das nicht Ihre Absicht sein mag).

30: Julius K-M.:

28. Dezember 2017 um 17:48 Uhr

Natürlich, liebe Tagesschau, so wird es sein. Viele werden euch vorbehaltlos glauben. Selbstverständlich.

31: Susanne R:

28. Dezember 2017 um 17:50 Uhr

Sehr gut, Die privaten zerreißen das ganze wieder. Und jeder der hier motzt auch. Jede Krimiserie sucht Gründe. Hier dauert das, denn der Verlust geht vor und solange sollte doch Ruhe herrschen.

32: Max Mustermann:

28. Dezember 2017 um 17:51 Uhr

Vielen Dank für Ihre besonnene Reaktion und Ihre Transparenz. Auch wenn die ersten Kommentare etwas anderes nahelegen, glaube ich, dass nur so – nämlichmit dem Darlegen der Gründe für ein Nicht-Berichten – Glaubwürdigkeit zurückerobert werden kann.
Auch wichtig Ihr Hinweis, dass Sie den Fall und die Hintergründe weiter im Auge behalten.
Nochmals danke.

33: Philosophus:

28. Dezember 2017 um 17:52 Uhr

Bleiben Sie bei diesem professionellen Vorgehen! Mit kühlem Kopf fundiert berichten (oder auch nicht) – das unterscheidet die öffentlich-rechtlichen Sender von dem Krawall-TV der Kommerzsender, das nur auf künstlich erzeugte Empörung aus ist. Ich bin für solide Berichterstattung dankbar!

34: Sars:

28. Dezember 2017 um 17:53 Uhr

Es ist wahrlich schrecklich, dass ein Mensch durch einen anderen zu Tode kam. Daran kann man nichts beschönigen. Mein Mitgefühl gilt hierbei den Angehörigen des Opfers.
Ein anderes Thema ist die Berichterstattung: nach neuesten Polizeiberichten scheint der Hintergrund eine Beziehungstat zu sein, welche im übrigen nur durch den Status als Ex-Freund nicht per se ausgeschlossen ist! Vor diesem Hintergrund erwarte ich eine sachliche und informative Berichterstattung. Dazu gehört aber meiner Meinung nach NICHT die Herkunft des Täters noch sein Status oder sein sozialer Stand. All diese Informationen haben mit einer reinen Beziehungstat nichts zu tun. Es wäre auch nicht wichtig, wenn der Täter aus Spanien oder den USA käme, er Hartz IV – Empfänger wäre oder der Oberschicht angehört. Die Tat wurde ja nicht verübt, weil der Täter ein Flüchtling war, sondern – unter Vorbehalt- aus zurückgewiesener Liebe…
Von daher: Danke für diese Berichterstattung…

35: Ute:

28. Dezember 2017 um 17:53 Uhr

Wer eine Waffe bei sich trägt, geht davon aus, sie zu gebrauchen. Also werte ich die Tat als vorsätzlich.

36: Andreas Lembeck:

28. Dezember 2017 um 17:53 Uhr

Was unterscheidet die Klatsch- und Tratschpresse von einer seriösen Berichterstattung? Genau so ein Verhalten, wie tagesschau es vormacht. Beziehungstaten, Morde im Affekt, das gehört in die lokale oder vielleicht noch regionale Berichterstattung, aber nicht in nationale Medien. Zumal dann, wenn, wie in diesem Fall, Opfer und Täter minderjährig sind. Und das auch ganz unabhängig von ihrer Nationalität. – Wer den voyeuristischen Blick nicht abwenden kann, der lese doch bitte die Bild-Zeitung. Ich jedenfalls erwarte von einem aus Rundfunkgebühren finanzierten Sender eine seriöse, ausgewogene und abwägende Berichterstattung. In diesem Sinne: danke an die tagesschau-Redaktion!

37: Andrea Köth:

28. Dezember 2017 um 17:54 Uhr

@ 4: Karlheinz Ebert (28. Dezember 2017 um 17:15 Uhr)

Zu Ihrem Kommentar:

"Wie würden Sie über so einen Fall berichten, wenn der Täter ein Deutscher und das Opfer ein Flüchtlingsmädchen wäre ? Gebe es da einen Brennpunkt ?"

ist zu sagen:
ich denke schon, dass genauso darueber berichtet worden wäre. Es ist egal, welcher Nationalität der Täter und die Opfer sind. Und ich denke auch dass es auch da einen Brennpunkt gegeben hätte, gerade weil dann das Opfer ein Fluechtling gewesen wäre und die Tat damit genauso verachtungswuerdig gewesen wäre wie sie es hier ist.

Aus dem Grund ist ihr Vorwurf an die Tagesschau einfach nur daneben. Denn bei der TZ gibt es bereits weitere Details zu dem Fall:

https://www.tz.de/welt/15-jaehriger-ersticht-maedchen-in-supermarkt-neue-details-zr-9482162.html

Offenbar hat dieser junge Fluechtling es nicht verkraftet, dass dieses Mädchen sich von ihm getrennt hat laut Bericht.

38: Norden:

28. Dezember 2017 um 17:56 Uhr

Vielleicht sollten diejenigen, die offenbar recht erpicht darauf sind, ihre Vorurteile bestätigt zu bekommen, sich mal den Pressekodex des Deutschen Presserats anschauen – insbesondere die Ziffern 11 und 12.
Die Art und Weise, wie die Tagesschau mit dem Thema umgeht, entspricht gutem journalistischen Stil. Auch wenn es einigen wohl nicht zu passen scheint!

39: Lady Vader:

28. Dezember 2017 um 17:56 Uhr

Es ist mehr als peinlich, wie sich hier einige echauffieren, daß die Tagesschau bisher nicht über diese lokale Nachricht berichten. Sensationslüstern ist da noch zu nett.
@7:Major Canis:
Es steht im Beitrag, daß es der Ex-Freund war – vermutlich war er mit dem 'ex' nicht so ganz einverstanden.
Tote Kleinkinder, die gestorben sind, weil wir (die Menschheit) sie haben ertrinken lassen, sind dagegen kein lokales Thema, sondern ein globales, das ist keine Beziehungstat (um beim Thema zu bleiben)

Ich finde es für unsere Gesellschaft mehr als bezeichnend, daß es wichtiger ist, der eigenen Befriedigung der Sensationslust nachzugehen – vor allem, wenn Vorurteile bestätigt werden sollen! – als das Umfeld der Getöteten wortwörtlich in Ruhe zu lassen – einfach widerlich. Aber bei Ihnen lauern ja jetzt auch nicht die Reporter vor der Tür, um irgendeine Gefühlsregung aufzufangen, um das Drama noch 'fassbarer' zu machen.

Widerlich, einfach nur widerwärtig und peinlich dieses Ansinnen

40: Kommt Klar:

28. Dezember 2017 um 17:57 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau-Redaktion,
ich findes gut und richtig mit der gebotenen Sorgfalt vorzugehen. Nicht jeden Informationsfetzen unrecherchiert zu veröffentlichen, sondern mit der gebotenen Sorgfalt vorzugehen, sollte eine Erwartungshaltung sein die wir an alle Medien stellen.

In der Sensationsgier scheinen vielen Mitmenschen Mitgefühl und Besonnenheit abhandengekommen zu sein. Spekulation und voreilige Schlussfolgerungen ohne Fakten gibt es bereits ausreichend. Voreilige Verurteilungen einzelner Personen, Personen-Gruppen oder andersgeartete Pauschalisierungen gibt es ebenfalls im übermaß.

Lassen Sie sich bitte von diesen Kleingeistern und Ignoranten nicht davon abhalten Ihrer Aufgabe nachzukommen–>eine seriöse, neutrale und faktenbasierte Berichterstattung sicherzustellen.Qualität vor Quantität.

Und an all die Kleingeister: Verbrechen und Gewalttaten gibt es leider seit Menschengedenken bzw. seit Kain und Abel; unabhängig von Nationalität, Religion, Bildungsstand und Mondphase

41: Larissa:

28. Dezember 2017 um 18:02 Uhr

Bei einem Provinz Bürgermeister der einen schrecklichen Anschlag überlebt hat wird gleich ne ganze sondersendung gemacht. Und hier? Sie müssten eigentlich mal merken wie lächerlich sie sich damit machen. Hoffentlich werden jetzt wieder ein paar mehr Leute wach. Diese doppel Moral ist hier langsam nicht mehr zu ertragen. Nur mal gut, dass ich keine GEZ zahle, sonst würde ich hier richtig im Dreieck springen bei diesem Müll den sie nur noch von sich geben!

42: Andrea Köth:

28. Dezember 2017 um 18:03 Uhr

@ 2 Chris Proios (28. Dezember 2017 um 17:08 Uhr)

Zu Ihrem Kommentar:

"Meinen Sie nicht, dass diese Tat weit grössere Tragweite hat als eine reine Beziehungstat?"

Klares Nein auf Grund der aktuell vorliegenden Polizei-Erkenntnisse.

"Und berichten Sie nur dann über Morde, wenn die Täter volljährig sind? Ihre Haltung ist für mich überhaupt nicht mehr nachvollziehbar, ähnlich wie es schon im Freiburger Bsp war, in dem Sie mit regionalen Restriktionen argumentiert haben. Auf mich wirkt das alles konstruiert."

OK, berichtet werden muss darueber. Aber: die Zurueckhaltung am Anfang war richtig, damit eben gerade solche User wie Sie nicht ihre braunen Erguesse und ihren Hass auf Fluechtlinge hier abladen können.

Denn auch bei anderen Quellen lese ich so viel braunen Muell zum Thema dass einem schlecht werden kann.

43: Claudia:

28. Dezember 2017 um 18:03 Uhr

…da möchte ich Tobias B. recht geben.
Ich denke an die Angehörigen, was hilft es der Familie, wenn sich Dritte über Art und Weise der Berichterstattung auslassen? Ein Kind ist tot.

44: David Hoppe:

28. Dezember 2017 um 18:04 Uhr

Vielen Dank für den sensiblen Umgang mit dem Thema und für die Transparenz, die hier an den Tag gelegt wird! Viele scheinen nicht zu begreifen, wie froh sie sein können, dass die Medien bei uns in Deutschland im Großen und Ganzen so professionell arbeiten. Und manch einer scheint das gar nicht zu wollen.

45: Querdenker:

28. Dezember 2017 um 18:07 Uhr

Die Begründung der Redaktion lautet, nicht über Beziehungstaten zu berichten. Das ist nicht nur bei diesem Fall absurd. Als in Hameln jemand, der noch nicht so lange hier lebt, seine Frau an einem Seil mit dem Auto durch die halbe Stadt liegend hinter sich herschleifte, lief das wahrscheinlich auch unter inter-Beziehungs-Handlung und irrelevant für die Bevölkerung. Diese Kriterien der Nichtberichterstattung sind absurd.

46: Ulrich Wecker:

28. Dezember 2017 um 18:08 Uhr

Ich finde die Einstellung der Redaktion gut.
Wem hilft es denn weiter, wenn er denn hört oder sieht, dass jemand seine ehemalige Freundin erstochen hat? Nach was gieren denn manche Menschen so? Ist so eine Meldung nicht ein kleiner Strich in einer dunklen Zeichnung. Alle wissen doch, dass es solche Striche gibt. Aber es gibt doch auch schöne Striche und Farben, aber die will ja auch keiner als Meldung haben, da sie nicht aufregend genug sind. Schon traurig, wie verkehrt die Welt manchmal ist.

47: Michael S.:

28. Dezember 2017 um 18:11 Uhr

Wie arm muss ein Laben sein, wenn es nur noch aus Angstmache und Hetzen besteht.

Wünsche den Angehörigen der Getöteten alle erdenklilche Kraft.

Alles richtig gemacht, Tagesschau.

48: Dr. Michael:

28. Dezember 2017 um 18:13 Uhr

Mir ist aufgefallen das sich fast alle Medien zurückhielten, die Nationalität des Täters und seinen Aufenthaltsstatus zu nennen. Liegt das daran dass es sich um eine Beziehungstat handelt, wie die Tagesschau behauptet – oder weil der Täter minderjährig ist? Wie wahrscheinlich sind Beziehungstaten unter Minderjährigen mit tödlichem Ausgang? Besteht nun ein Informationsinteresse der Allgemeinheit oder nicht? Handelt es sich nur um einen bedauerlichen Einzelfall wie im Fall der Freiburger Studentin oder bestehen Gemeinsamkeiten? Liegt nicht die Zurückhaltung der Tagesschau vielmehr genau darin begründet das Zuschauer einen Zusammenhang zwischen Tat und Sozialisation des Täters herstellen könnten, der von der Redaktion nicht beabsichtigt ist (unabhängig davon wie valide ein solcher Zusammenhang wäre)?

49: Dieter Kopp:

28. Dezember 2017 um 18:14 Uhr

Zu Kandel:

die Tatort – Kunden bzw. Krimiaufsauger wollen
natürlich sofort alle Details hören ,lesen
und sehen , Mord u.Unglück gehört zum täglichen
Brot.Mit Mitleid hat das nichts mehr zu tun , es ist
widerlich ( Bsp.Unfall- Gaffer), was bei uns täglich
so abläuft.
Aber,die Medienlandschaft forciert das Ganze und ,
darf sich dann über benannte Beschwerden nicht
wundern.

Ich würde mir wünschen , es wäre der neue Stil
von Berichterstattung !.

50: Mathias:

28. Dezember 2017 um 18:16 Uhr

Das, was diesen Mord überhaupt erst ermöglicht hat, ist das vollständige Staatsversagen im Bereich Sicherheit, unter dem dieses Land zur Zeit leidet. Von daher ist er von mehr als regionaler Bedeutung, abgesehen davon, daß sich natürlich jedes Verbrechen in einer bestimmten Region abspielt. Thematisieren könnte man auch, warum unser Staat es nach wie vor ablehnt, die Altersangaben von angeblich minderjährigen Flüchtlingen zu überprüfen. Da gibt es viel zu tun für kritischen Journalismus.

51: Reinhard C.:

28. Dezember 2017 um 18:18 Uhr

Danke Tagesschau! Sie machen Ihre Arbeit genau richtig. Es gibt sicher sehr viele Menschen, die ausgewogenen und seriösen Journalismus schätzen. Aus dem Anteil unqualifizierter Kommentare kann man zum Glück nicht auf einen gesamtgesellschaftlichen Meinungsanteil schließen. Wohl aber kann man sehen, womit Sie ins Wespennest treffen und das ist immerhin immer wieder interessant.

52: Christian Klar:

28. Dezember 2017 um 18:19 Uhr

@ Claudia 18:03 – Berichterstattung dient nicht nur dazu, die Sensationsgier der Keute zu befriedigen. An der Summe der Ereignisse sollte man auch z.B. gesellschaftliche Entwicklungen u. Probleme erkennen und ggf. korrigieren können. Dazu ist aber vollumfängliche Berichterstattung nötig und keine Erziehungsversuche der Leser seitens zweit- und drittklassiger Redakteure.

53: Michael Huppert:

28. Dezember 2017 um 18:21 Uhr

hat TS die Kurve noch gekriegt, eher nein.

54: GernGebührenzahler:

28. Dezember 2017 um 18:22 Uhr

Eine völlig richtige Entscheidung der tagesschau-Redaktion, dieses Thema nicht aufzugreifen. Auch vorbildlich, die Entscheidung auf diesen Blog-Seiten zu begründen. Boulevard-Blaulichtthemen haben nichts in der tagesschau zu suchen. Journ. Arbeit besteht auch in der Auswahl & Gewichtung hunderter Meldungen täglich.
Es war klar, dass die Lautsprecher aus dem rechtsnationalen Lager und auch sonstige ÖR-Kritiker keine Gelegenheit auslassen, auf eine vermeintliche Berichterstattungsschieflage hinzuweisen. Die Intention ist mehr als klar: Indem man den empörten Bürger mimt, wird brachial versucht, diskriminierende/völkische Weltbilder in den öffentlichen Diskurs zu drücken und als völlig normal zu etablieren. Und vor allem verschleiern, dass nicht eine Mehr- sondern eine Minderheit lautstark Fundamentalkritik übt. Eine offene Gesellschaft braucht Medienpluralismus. Die BILD zB berichtet(e) ausführlichst als weiteres Massenmedium. Letztlich erwarte ich die gewohnte Qualität der tagesschau.

55: Martin:

28. Dezember 2017 um 18:23 Uhr

…warten wir die Ermittlungen ab und dann wird es sich erweisen ..!

56: Eidgenoss:

28. Dezember 2017 um 18:23 Uhr

Immer dasselbe. Es wird im öffentlich-rechtlichen verschwiegen und ausgesessen bis zum geht nicht mehr, und dann kommt eine derart halbherzige Begründung. Beschämend.

Nicht nur dass alle grossen deutschen Medien mehrfach darüber berichtet haben, diese schreckliche Tat ist auch im Ausland, z.B. in Österreich oder bei uns in der Schweiz Thema. Und das nicht nur im Boulevard, auch die seriöse Neue Zürcher Zeitung berichtet darüber.

Die Verweigerung der Berichterstattung mit der Begründung, dass es hier nur um eine Beziehungstat geht, ist bedenklich. Nebst dem Fakt dass es sich beim Täter um einen hier Schutz suchenden "Flüchtling" handelt liegt wohl erneut Behördenversagen vor, insofern als die Eltern des Mädchens den späteren Täter bereits vor zwei Wochen angezeigt haben und darauf nicht konsequent reagiert wurde.

Deutschland quo vadis?

Grüsse aus der Schweiz

57: Major Canis:

28. Dezember 2017 um 18:29 Uhr

Die allermeisten Kommentare bestehen ganz offensichtlich lediglich aus schwer erträglichen Relativierungen oft überzogen mit einer gesunden Prise Überemotionalität. ("Braunes Pack", wie kann man es nur wagen die tagesschau anzugreifen !?! , etc. )

Und wenn ein Mord an einem Kind in D jetzt schon nicht mehr von öffentlichem Interesse sein soll …
Mag in Mexico mit seiner astronomischen Mordrate vllt. anders sein. Wir sind aber hier nicht in Mexico.

Morde sind in D noch etwas rel. Seltenes. Morde haben auch immer die Eigenschaft "lokal" irgendwo zu passieren.
Aber unterhalb der Kategorie "global", mindestens jedoch "Europa" scheint es die tagesschau kaum noch zu machen.

58: RudiKrüger:

28. Dezember 2017 um 18:34 Uhr

Aus eigener Erfahrung als Familienvater: Ein öffentliches Interesse liegt nur vor, wenn ein Richter dieses ebenfalls anerkennt.
Wenn körperliche Überlegenheit gepaart mit psychischer Gewalt und körperlicher Gewaltandrohung auf gutgläubige und unreife Menschen trifft, nutzt keine Anzeige der Eltern bei der Polizei. Diese wird nichts unternehmen, solange kein objektiver Schaden zugefügt ist. Auf meine Verhaltensnachfrage beim polizeipsychologischen Dienst kam auf mein Anliegen als Antwort auf eine lebensbedrohliche Situation, dass ich Geduld haben sollte und es wurde sehr viel Glück gewünscht.
Leider hatte das Mädchen in Kandel wie viele Andere kein Glück, wo die Eltern vermutlich keine Möglichkeit hatten in halblegaler Selbstverteidigung den Tatbereiten von der Sicherheit des Kindes massiv zu überzeugen.
Jeder ist ohne Polizei seines Glückes Schmied.
Es ist davon auszugehen, dass solche Einzeltaten den Rahmen der Berichterstattung sprengen.
Die Polizei sollte die Bürger ernster nehmen.

59: R. Kenner:

28. Dezember 2017 um 18:35 Uhr

Herr Gniffke sie haben recht, über Einzelfälle muss man nicht berichten. In den Lokalzeitungen häufen sich aber zunehmend die Berichte über Messerstechereien. Wenn man dazu recherchiert sind fast immer Migranten beteiligt. Vielleicht wäre das mal eine Nachricht wert?

60: Stefan Schrat:

28. Dezember 2017 um 18:35 Uhr

Sehr geehrtes Tagesschau-Team,

Ich möchte Ihnen eine Frage stellen: Was machen Sie richtig, was Journalisten von NTV.de, BILD.de, Welt.de, Focus Online.de falsch machen?
Auch die Tagesschau hätte neutral über diesen Fall berichten können, was sie aber nicht tat. Lag es daran, dass der Täter ein "Flüchtling" war? Fürchten Sie sich vor den Reaktionen und Diskussionen der Leute, die im Alltag längst real und nicht immer objektiv geführt werden, nämlich die, ob Merkels Entscheidung im Jahre 2015, massenhaft "Flüchtlinge" unkontrolliert ins Land zu lassen, die richtige war?
Ich glaube Sie tun es, und ich glaube auch, dass die Art und Weise, wie das Flagschiff der Nachrichtensendungen seit dem Jahre 2015 über ein gewisses Thema berichtet, zu einem deutlichen Glaubwürdigkeitsverlust der Berichterstattung der Tagesschau geführt hat. Mit Ihrer Entscheidung, nicht neutral zu berichten, haben Sie Ihre neutrale Haltung aufgegeben. Schade!

61: adagiobarber:

28. Dezember 2017 um 18:36 Uhr

ich halte es für richtig, daß diese tat im aktullen stadium nicht als hauptnachricht dient.
die ermittlungen sind nicht abgeschlossen.
ebenso verdient die privatsphäre der betroffenen eltern schutz.

62: Marc S.:

28. Dezember 2017 um 18:36 Uhr

Danke, ARD-aktuell, dass Sie nach bestem Wissen und Gewissen nicht nur die geltenden Gesetze für Ihre Arbeit zugrundelegen, sondern sich auch von journalistischem Ethos leiten lassen. Danke, dass Sie versuchen umstrittene Entscheidungen transparent machen. Danke, dass Ihnen die Irtumsfähigkeit noch nicht abhanden gekommen ist. Und danke, dass Sie dem blinden Hass derjenigen, die am Liebsten mit wem auch immer "kurzen Prozess machen" würden, Ihre besonnene, professionelle, manchmal auch mutige Berichterstattung entgegensetzen.

Dieses Land und seine Demokratie werden Ihre Arbeit auch in 2018 dringend brauchen, und ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen dafür die nötige Kraft, Ausdauer und Menschlichkeit.

63: StimmeDerVernunft:

28. Dezember 2017 um 18:37 Uhr

Alles richtig gemacht, liebe TS!

64: Ullrich:

28. Dezember 2017 um 18:38 Uhr

Vielen Dank für Ihre – selbstverständliche – Zurückhaltung! Dieses AFD-"Sie sollten sich schämen"-Gelaber ist fürchterlich. Belassen wir es doch einfach bei ein paar Grundwerten…

65: isabella t.:

28. Dezember 2017 um 18:39 Uhr

Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen 300 und 400 Menschen ermordet. Jede dieser Taten ist schrecklich.
Aber, liebe schreiende Mitforisten, erwarten tatsaechlich jedesmal eine detaillierte Berichterstattung in der tagesschau? (D.h. mehr oder weniger taeglich?) Oder nur, wenn die Taeter keine Deutschen sind? Oder geht es nur mal wieder darum, absurde Verschwoerungstheorien zu befeuern?
Ich bin froh, dass es noch Journalisten gibt, die sich Gedanken machen, was sie wie an die Oeffentlichkeit bringen. Und leider sind Schreihaelse wie Sie dafuer verantwortlich, dass das ueberhaupt noetig ist!

66: Pnyx:

28. Dezember 2017 um 18:40 Uhr

Hier reden sich Viele in Erregung, weil die schwere Straftat ihnen ins Konzept passt. Weil sie glauben, damit weiter Stimmung gegen nach Deutschland geflohene Menschen machen zu können. Das Opfer wird umstandslos instrumentalisiert. Wie sich die Angehörigen dabei fühlen müssen, spielt keine Rolle. Nicht schön.

67: Marion Ben:

28. Dezember 2017 um 18:41 Uhr

Da aktuell der Familiennachzug von weiteren Tausenden von Flüchtlingen nach Deutschland diskutiert wird, ist diese schreckliche Tat Wasser auf die Mühlen des bereits brodelnden Stimmungsbarometers. Misstrauen und Angst spalten zunehmend die Gesellschaft.
Dieser beunruhigenden Entwicklung sollte mit klarer und sachlicher Berichterstattung begegnet werden.

68: Weiss:

28. Dezember 2017 um 18:43 Uhr

Es gibt ja nicht nur bei Unfällen auf der Autobahn jede Menge Gaffer. Auch bei diesen Meldungen der TS stehen die Gaffer Schlange….. Diesmal halt vergeblich.

69: KOO:

28. Dezember 2017 um 18:52 Uhr

Auch wenn es bereits viele Kommentare gibt, die das Verhalten der Tagesschau in diesem Fall und das Beachten professioneller Pressearbeit und das Einhalten des gängigen Pressekodex gut heißen, möchte auch ich mich für den Umgang der Tagesschau mit dieser Tat bedanken. Dafür zahle ich dann sogar fast gerne meine Rundfunkgebühr.

70: Ritchi:

28. Dezember 2017 um 18:55 Uhr

Es ist nicht nur eine Beziehungstat. Hier kommt noch der Umstand hinzu, dass der mutmaßliche Täter als Flüchtling bei uns in Deutschland vor Gewalt Schutz sucht, jedoch offensichtlich selbst gewalttätig ist. Und über das ist aus mehrfachem Grund heraus zu berichten. Wer vor Gewalt flieht und Schutz bekommt, hat selbst der Gewalt zu entsagen.

Hier wurde bereits das Beispiel mit dem ertrunkenen Kind gebracht. Selbstverständlich berichtet die TS nicht über jedes Kind, das in einem Pool oder Bach ertrunken ist, wenn jedoch dies auf der Flucht geschieht wird darüber berichtet – eben, weil der weitere Umstand hinzugekommen ist.

Wenn die TS hier vom Vorliegen einer reinen Beziehungstat ausgeht, macht sie sich unglaubwürdig. Der oben erwähnte besondere Umstand lässt das Merkmal 'Beziehungstat' in den Hintergrund und das öffentliche Interesse in den Vordergrund treten.

71: Hanna:

28. Dezember 2017 um 19:00 Uhr

Die Weiterleitung zu SWR finde ich persönlich hervorragend. Der SWR, sowie zahllose andere Medien darunter auch die Bild informieren jeden Tag über tragische Geschehnisse in Deutschland.
Ich fände es sehr verstörend, wenn die Tagesschau, die eigentlich "nur" über Weltgeschehen, Katastrophen und Politik berichtet nun auf einmal über einzelne Verbrechen berichtet nur weil ein Flüchtling daran beteiligt war.
In meinen Augen wäre das dann Diskriminierung, ja sogar eine Form der Hetze.

72: Jean Rossilhol:

28. Dezember 2017 um 19:01 Uhr

Ich freue mich immer wieder, dass die ARD journalistische Achtsamkeit walten lässt und sich nicht von populistischen Attitüden unter Druck setzen lässt.

73: Jimmy:

28. Dezember 2017 um 19:02 Uhr

Wieder alles Schwarz und weiß?

Ein sachliches Diskutieren wird immer schwerer, alles emotionsüberladen, egal in welche Richtung.

Zur Bedeutung: Wie viele "Morde" bzw. Beziehungstaten geschehen denn sonst so zwischen 15-jährigen? Spielt die Sozialisation und damit der Hintergrund des Täters nicht eine wichtige Rolle?

74: Major Canis:

28. Dezember 2017 um 19:06 Uhr

65: isabella t.

"Jedes Jahr werden in Deutschland zwischen 300 und 400 Menschen ermordet. Jede dieser Taten ist schrecklich.
Aber, liebe schreiende Mitforisten, erwarten tatsaechlich jedesmal eine detaillierte Berichterstattung in der tagesschau?"

Liebe relativierende Mitforistin,

dass ein Jugendlicher eine anderen Jugendliche kaltblütig mit Todesfolge absticht hat schon was, von sagen wir, Alleinstellungsmerkmal in diesem Jahr.

Welche Eigenschaften sollte denn ein Mord überhaupt aufweisen, um von der TS ihrer Meinung nach aufgenommen zu werden ?
Opfer mindestens Regionalpolitiker ?
Täter mindestens besorgter Bürger ?

75: Wolfgang:

28. Dezember 2017 um 19:07 Uhr

Es ist nun einmal eine bittere Tatsache, dass nicht nur arme hilflose Flüchtlingskinder gekommen sind, die unsere Hilfe und Unterstützung brauchen, sondern auch krimenelle Typen, die einen völlig anderen kulturellen Hintergrund haben und weder fähig noch bereit sind, sich an unsere kulturellen Normen zu halten. Der Versuch, das zu verschweigen oder zu beschönigen, macht alles nur noch schlimmer.
Also – bitte die Wahrheit berichten, auch wenn es wehtut!

76: Matthias B.:

28. Dezember 2017 um 19:11 Uhr

Bin schockiert von der Tat,
mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden,
und an die ARD-Redaktion hab ich einen Wunsch,

laut SWR.de:
… suchten Polizisten den späteren Täter am Morgen vor der Tat in seiner Unterkunft auf,

… trafen Opfer und Täter
nicht zufällig in der Drogerie aufeinander,
sondern ihr Ex-Freund sah sie auf der Straße und ist ihr gefolgt,
… noch dazu war sie nicht allein unterwegs.

Was ist in so einem Fall an Schutz möglich!?

Diese Tat ist nicht alltäglich,
auch kein alltäglicher "Beziehungsstreit"
und schon gar nicht unter Jugendlichen.

Von der Tagesschau-Redaktion wünsche ich,
dass sie darüber berichtet
und
auch über konkrete, gelungene Beispiele von Integration.

Beides vermisse ich.
Auch dafür zahle ich Gebühren.

77: Jonas Meister:

28. Dezember 2017 um 19:11 Uhr

Am schlimmsten an diesem Blog finde ich, dass alle übereinander herfallen. Zu einer vernünftigen Diskussion scheint dieses Land seit 2015 kaum noch fähig zu sein. Jegliche (ob nun berechtigt oder nicht) Kritik am Verhalten der TS wird von der anderen Seite als "lautes Geschrei des braunen Packs' niedergemacht, die Gegenseite brüllt 'Verschwörung'. Mir scheint, dass dies die leider unschönste Folge der Flüchtlingspolitik ist: Die deutsche Gesellschaft wird immer hasserfüllter (andersdenkenden gegenüber) und der Ton immer aggressiver. Traurig. Und gefährlich.

78: Hannes Mar:

28. Dezember 2017 um 19:12 Uhr

Verständnis (für die Berichterstattung) erhält man nur durch Offenheit und schonungslose Darlegung der Fakten. Die Tagesschau ist dazu nicht willens, weckt sogar den Anschein des "unter den Teppich kehrens" … weil es sich um einen Flüchtling handelt? Weil er mutmaßlich minderjährig ist? Weil es sich mutmaßlich um eine Beziehungstat (Definition hierfür fehlt!) handelt?
Werte Journalisten, geht offen mit dieser Art Themen um und lasst die Menschen ihr eigenes Urteil bilden! Wir sind schon erwachsen und können selbständig denken und urteilen!

79: markalbany:

28. Dezember 2017 um 19:15 Uhr

@45 Querdenker, Zitat "Als in Hameln jemand, der noch nicht so lange hier lebt, seine Frau an einem Seil mit dem Auto durch die halbe Stadt liegend hinter sich herschleifte, lief das wahrscheinlich auch unter inter-Beziehungs-Handlung und irrelevant für die Bevölkerung. Diese Kriterien der Nichtberichterstattung sind absurd."

Sie übersehen etwas. Die Tagesschau-Redaktion hat nicht behauptet, sie berichte "niemals" über Beziehungstaten, sondern sie berichte "in der Regel" nicht darüber. Verstehen Sie den Unterschied?

Dass ein Mensch wegen einer Beziehung einen anderen Menschen tötet, ist (leider!) trauriger Alltag in Deutschland. Das sind Themen für die lokale Presse, aber nicht für die Tagesschau.

Erst wenn eine Beziehungstat außergewöhnlich (in vielerlei Sinn) ist, z. B. Geiselnahme oder Amoklauf, wird sie auch überregional berichtenswert.

80: Asmodis:

28. Dezember 2017 um 19:16 Uhr

Ich finde es gut, wie die Tagesschau mit diesem Thema umgeht. Was bitte soll die Berichterstattung denn bringen, außer die Sucht nach den täglichen Katastrophen zu befriedigen?
Ist ein Täter flüchtig und ein Mord nicht aufgeklärt ist das ein Fall für Sendungen wie Aktenzeichen XY und nicht für die Tagesschau. Allein im Jahr 2016 gab es 374 Morde in Deutschland, Tendenz steigend. Allein vor diesem Hintergrund hätte die Tagesschau dann jeden Tag über mindestens einen Mord berichten müssen.
Und wem hilft das?
Dem Opfer? Nein!
Den Angehörigen des Opfers? Ebenfalls Nein, die haben derzeit sicher andere Probleme.
Der Aufklärung des Falles? Ebenfalls Nein, wenn die Motive (in diesem Fall wohl Beziehungstat) bekannt sind.
Der Ergreifung des Täters? Wenn er flüchtig ist, vielleicht. Aber ob die Polizei diese Hilfestellung will oder glaubt ihn auch ohne diese Hilfe ergreifen zu können, muss sie schon selbst entscheiden.
Insofern hat die Tagesschau völlig richtig gehandelt.

81: Christian:

28. Dezember 2017 um 19:18 Uhr

Völlig richtig und verantwortungsvoll hat die Tagdesschau-Redaktion hier gehandelt. Leider scheinen manche hier die Begründung nicht nachvollziehen zu wollen. Taten Minderjähriger bedürfen zunächst (!) immer des Schutzes. Zudem kann es zu Nachahmern führen, wenn andere Jugendliche das lesen und als Vorbild für ihr Handeln nehmen – das ist übrigens auch ein Grund, warum nicht groß über "Mutproben" Jugendlicher mit tödlichem Ausgang berichtet wird, um die Zahl der Nachahmer ("Trittbrettfahrer") gering zu halten. So tat man es mit den "U-Bahn-surfern" in Berlin, wo man nach dem Berichten über eine Einzeltat eine Zunahme an Nachahmern feststellen konnte.

82: drwosch:

28. Dezember 2017 um 19:19 Uhr

Alles richtig gemacht Tagesschau. In der Tagesschau geht es um die wichtigsten gesellschaftlichen und politischen Nachrichten des Tages. Ich sehe deswegen die Nachrichten und das Morgenmagazin der Privaten nicht. Da wird diese Nachrichten ausführlich ausgeschlachtet.

83: C. Schindler:

28. Dezember 2017 um 19:20 Uhr

Guten Tag! Der Auftrag der ARD ist die Bereitstellung von Informationen, Bildung… , um einen Beitrag zur Meinungsvielfalt … zu leisten. Sicherlich eine anspruchsvolle Aufgabe, vor deren Hintergrund sie interne Regeln und Abläufe haben.
Über ein Ereignis nicht zu berichten, das bei anderen Medienvertretern eine“Headline“ ist – damit werden sie meiner Ansicht nach ihrer Aufgabe bzgl. Information nicht gerecht; Ethikregeln bzgl. der möglichen Nicht-Verbreitung von Informationen bei der ARD habe ich auf ihren offiziellen Web-Seiten bisher nicht gefunden. Daher entwickelt sich auch bei mir der Verdacht, das die ARD hier einen Beitrag zur selektiven Meinungsbildung / „Meinungsmache“ leistet.
Eine Information in vorliegenden Falle muss ja nicht dem „Bild“-Niveau angepasst sein, sondern kann beispielsweise eine ganzheitliche Betrachtung des Themas beinhalten, denn z.B. auf Statistiken werden sie ja Zugriff haben. Mein Appell: Bleiben sie sachlich und sparen sie KEINE Themen bewusst aus.

84: frosthorn:

28. Dezember 2017 um 19:21 Uhr

Das Verhalten der TS-Redaktion entspricht genau den journalistischen Gepflogenheiten. Diese haben ihren Sinn, deshalb meinen Dank dafür. Und an die Empörten:
Ich weiß nicht, wie viele solcher Beziehungstaten es täglich in Deutschland gibt, auf jeden Fall aber zu viele, um jeder einen Artikel auf der Hauptseite der TS zu widmen. Aber da wollen diese Foristen ja auch gar nicht. Wenn es nach denen geht, sollte nämlich gerade dann alles ausgelatscht werden, wenn der mutmaßliche Täter ein Flüchtling ist. Der Rest kann gen unter den Tisch fallen. Und diese, dann natürlich völlig verzerrte, Darstellung der "Realität" wird dann auch noch mit der Forderung nach objektiver(!) Berichterstattung begründet. Ja ne, is klar.

85: Thorsten R:

28. Dezember 2017 um 19:23 Uhr

Richtige und professionelle Entscheidung der Tagesschau.
@ARD: Wann werden endlich zumindest im News-Bereich die Zuschauerreaktionen/Kommentarfunktionen ARD-weit abgeschafft? Das die sozialen Medien und Kommentarfunktionen zu einem Forum für Hetze, Dummheit und Extremisten verkommen ist ist nun hinlänglich bekannt.

86: Hammer:

28. Dezember 2017 um 19:23 Uhr

@ Hering Sahne:
28. Dezember 2017 um 17:42 Uhr

Gut ist – dass Sie nicht entscheiden wer wo was schreiben darf – denn wenn Sie kein Demokratieverständniss haben ist das Ihre Sache.
Richtig ist dass die TS nicht berichtet hat, leider stimmt das Arrgument nicht dass dies wegen einer Beziehungstat nicht gemacht wurde, denn schon häufiger wurde entweder nicht berichtet wenn Asylbewerber ein Verbrechen begingen und häufig wurde die Idendität verschwiegen!

87: Tolstoj:

28. Dezember 2017 um 19:25 Uhr

Richtig und verantwortungsvoll gehandelt, vielen Dank! Nach der polizeilichen Kriminalstatistik, die die IMK online veröffentlicht, gibt es in Deutschland jährlich über 2100 Fälle von Mord und Totschlag, die meisten Beziehungstaten. Schon aus Respekt vor den Hinterbliebenen sollen die nicht alle in der Tagesschau erscheinen. Erst Recht sollen nicht die weniger Fälle ausgewalzt werden, in denen die Täter ausländisch waren, nur weil einige Fremdenfeinde und Rechtsextremisten, die hier in den Kommentaren Druck machen wollen, die Berichterstattung gerne so hätten. Aufrichtiges Beileid den Angehörigen!

88: Micha:

28. Dezember 2017 um 19:27 Uhr

Liebe Tagesschau,
aus aus meiner Sicht alles richtig gemacht. Solche Dinge gehören in die Klatschpresse wie Bild oder Focus. Tagesschau hat ein höheres journalistisches Niveau – manche Leute können da nicht unterscheiden.
Soll man über jeden Mord, und wenn wir schon soweit sind, auch über jeden Selbstmord (10 000 pro Jahr allein in Deutschland – lieber Verschwörungstheroretiker macht Euch mal darüber Gedanken!) einzeln berichten? Über Beziehungstaten will ich nicht lesen, schon gar nicht, wenn noch nicht klar ist, was Sache ist – dann ist es einfach nur Klatsch.

89: Marcel:

28. Dezember 2017 um 19:31 Uhr

Danke für die sensible Herangehensweise, liebes Tagesschau-Team!

90: Asmodis:

28. Dezember 2017 um 19:32 Uhr

@Ritchi

Sie schreiben: "Es ist nicht nur eine Beziehungstat. Hier kommt noch der Umstand hinzu, dass der mutmaßliche Täter als Flüchtling bei uns in Deutschland vor Gewalt Schutz sucht, jedoch offensichtlich selbst gewalttätig ist."

Ja und? Was hat die persönliche Geschichte des Täters mit der Tat zu tun? Nichts, rein gar nichts. Mit dieser Argumentation könnte man jede Berichterstattung erzwingen wollen. "Weil er Flüchtling ist und nun offenbar selbst gewalttätig" ist als Begründung auch nicht besser oder schlechter als "Weil der Papa gewalttätig war" oder "weil er gemobbt wurde" oder was auch sonst als Ausrede herhalten mag.

Ein Mord aus verschmähter Liebe bleibt ein Mord aus verschmähter Liebe. Ganz egal, wo der Täter herkommt oder was seine persönliche Geschichte sein mag. Inwieweit die dann bei der Strafbemessung eine Rolle spielt, ist eine andere Geschichte. Dort kommt es dem Täter eher noch zugute (mildernde Umstände wegen Kriegstrauma, prügelndem Vater, schwerer Kindheit)

91: Weiterso:

28. Dezember 2017 um 19:33 Uhr

Weiter so, ihr berichtet genau richtig, es gibt Regeln (nicht nur im Journalismus) und ob sie unseren Spaltern und Menschenhassern passen oder nicht ist völlig egal! Schlimm genug, wenn sich andre Journalisten nicht daran halten.

Angst und Hass beenden jedes Denken. Noch schlimmer wird es, wenn dadurch ein Weltbild und "Beweise" gebastelt werden. Sowas nennt man dann Propaganda und zutiefst verachtenswert.

@ 70 Ritchi:
Sie schrieben:
"Hier wurde bereits das Beispiel mit dem ertrunkenen Kind gebracht. Selbstverständlich berichtet die TS nicht über jedes Kind, das in einem Pool oder Bach ertrunken ist, wenn jedoch dies auf der Flucht geschieht wird darüber berichtet – eben, weil der weitere Umstand hinzugekommen ist."

Wenn die Tagesschau über jedes im Mittelmeer ertrunkene Kind berichten würde, wäre hier nur noch wenig Platz für andere Meldungen. Schlimm genug!

92: Hammer:

28. Dezember 2017 um 19:33 Uhr

@ Holger Bahr:
"Verkaptes Weltbild – Hass…." Der einzig wirkiche Hass den ich hier empfinde kommt von Ihnen.

Alle anderen sind verstört über das nicht nachvollziehbare Handeln der TS! Und leider setzten Sie den Arrgumenten Null entgegen sondern polarisieren hier herum – sehr förderlich ist das nicht – Fakten Fehlanzeige!

93: weites land:

28. Dezember 2017 um 19:34 Uhr

Es ist ziemlich offensichtlich, wie Flüchtlingsgegner und rechtsgesinnte die Kommentarfunktionen aller Medien dominierend nutzen, um Stimmung gegen Ausländer zu machen. Dabei spielt es keine Rolle mehr, welche Medien es sind und von dem die Taten verursacht werden. Die Öffentlich Rechtlichen tun gut daran, so sachlich wie möglich zu bleiben und sich von Populismus fern zu halten.
Es gibt eine Vielzahl von Beziehungstaten, die von Europäern begangen werden. Wie viele Frauen werden geschlagen, misshandelt, schwer verletzt. Von den Kindern ganz zu schweigen.
Ich kenne genauso liebevolle wie fürsorgliche Väter und Mütter aus vielen Ländern der Erde wie auch unfähige, dominierende und brutale Väter und Mütter oder Partner. Der rechte Pöbel möge sich mal mit den Frauenhäusern in Verbindung setzen, wie viele Taten von deutschen Männern begangen werden. Würden diese alle in den Nachrichten als solche erscheinen, würde die Tagesschau jeden Tag eine Stunde lang berichten können.

94: Matthias B.:

28. Dezember 2017 um 19:44 Uhr

Klarstellung und Ergänzung:

mit "Beides vermisse ich" in Kommentar 76
meine ich die Berichterstattung in der Tagesschau.

Mir tun auch die vielen friedlichen Flüchtlinge leid,
die unter Vorbehalten leiden,
für die sie nichts können.

Deutschland gibt Millionen für die Sicherheit in Afghanistan aus.
Vielleicht solllten die Bundesländer den vermehrten, frühzeitigen Einsatz von Schulpsychologen überdenken?
Jedes Menschenleben ist alle Anstrengung wert,
auch bei uns in Deutschland.
Auch das wäre ein Beitrag für eine gelingende Integration.

95: Gerald Müller:

28. Dezember 2017 um 19:45 Uhr

Der Titel müsste heissen: "In eigener Sache: Kandel, wie die Tagesschau damit NICHT umgeht"

96: Nerede.blog:

28. Dezember 2017 um 19:48 Uhr

Danke

97: senator_star:

28. Dezember 2017 um 19:49 Uhr

Die Mordrate ist von 2000 bis 2016 zurückgegangen, und zwar um rund 25%. Generell wird vieles besser. DAS vermisse ich in der Berichterstellung. Menschen, die fordern, dass über Morde – von wem auch immer – berichtet wird, treiben nur die Angst, Isolation usw. voran, obwohl viele Dinge besser werden.
Die Medien sollten viel mehr über positive Entwicklungen berichten, statt immer nur diese Angsthetze. Im Übrigen bräuchte man weder über jede ausländerfeindliche berichten noch über Straftaten durch Flüchtlinge oder MIgranten, die statistischen Zahlen würden reichen. Sehe nicht, was das bringt, ausser angst zu sähen. Jeder sollte mal: the better angels of our nature vom Harvard Professor Steven Pinker lesen.

98: martin:

28. Dezember 2017 um 19:51 Uhr

Werte Redaktion,
ich gehöre zur Mehrheit der Bevölkerung (damit mal nicht nur Andere behaupten die Mehrheit oder "das Volk" exklusiv zu repräsentieren), die die zurückhaltende Berichterstattung ausdrücklich begrüßt. Wir könn(t)en an vielen Stellen beobachten, dass wir in einem Land leben, in dem Opferschutz extrem klein geschrieben wird.

Ich frage mich allerdings, ob die Kriterien noch zur aktuellen gesellschaftlichen Situation passen. "Interessierte Kreise" nutzen mittlerweile nicht mehr nur in den Echo-Kammern ihrer (a)sozialen Netzwerke jedweden Informationsfetzen, um mit Unterstellungen, Halb- und Volllügen die Stimmungen zu befeuern, die ihnen genehm sind.

Wenn Schweigen des seriösen Journalismus nicht mehr dazu führt, dass Unfug nicht mehr verbreitet wird, sondern der seriöse Journalismus diskreditiert wird, dann entspricht die Konsequenz m.E. nicht mehr dem ursprünglichen Zweck.

Eine Lösung jenseits einer schnellen Meldung mit Zurückhaltungs-Begründung habe ich leider nicht.

99: Christian:

28. Dezember 2017 um 19:55 Uhr

Wie ich den meisten Kommentaren hier entnehme, möchten die meisten von Mord und Totschlag berichtet bekommen. Wie erbärmlich ist unsere Gesellschaft, wenn mich das geografisch quer durch die Republik interessiert? Reichen da nicht wirklich die Lokalnachrichten? Aber es scheint mir auch so, dass es gar nicht um die Nachricht als solches geht, sondern um den insgeheimen Vorwurf, die Tagesschau würde nicht darüber berichten, weil ein "Nicht-Deutscher" der Täter wäre. Wie unverhohlen inzwischen der Rassismus in Deutschland wieder Einzug hält, es kotzt mich an!

100: Beobachter:

28. Dezember 2017 um 19:56 Uhr

Ich finde die Argumentation der Tagesschau richtig.

101: Jürg Bauer:

28. Dezember 2017 um 19:57 Uhr

Liebe Tagesschau-Redaktion,
haben Sie doch vertrauen in Ihre Zuschauer, Zuhörer und Leser, dass diese sehr wohl differenziert urteilen können. Natürlich müssen Sie darüber berichten, ja, gerade weil der mutmaßliche Täter ein Flüchtling/ ein minderjähriger Flüchtling ist und diese Personengruppe seit der massenhaften Einwanderung alle Lebensphären der hiesigen Bevölkerung tangiert. Eine Berichterstattung über Flüchtlinge hat vor diesem Hintergrund der gesellschaftlichen Spaltung immer öffentliches Interesse. Halten Sie Ihre Mitbürger bitte nicht für dumm, wir wollen den öffentlichen Diskurs, wie es ihn in einer Demokratie geben muss. Diesen zu ermöglichen, das ist Ihre – und als Kollege aus dem Print – auch meine Aufgabe. Alles andere wäre ein trauriges Dasein des ö-r Rundfunks als Erfüllungsgehilfe einer Ideologie der Zwangstoleranz.

102: Müller, S.:

28. Dezember 2017 um 20:01 Uhr

Danke für Ihre professionelle Zurückhaltung!

103: Hamburger2:

28. Dezember 2017 um 20:02 Uhr

Lassen Sie sich nicht von den üblichen Forumshetzern verrückt machen. In Deutschland geschehen reihenweise Morde, über alle zu berichten würde den Rahmen eines jeden Nachrichtenmediums sprengen. Ob der Täter nun aus Deutschland oder aus dem Ausland stammt ist zwar interessant, sollte aber nicht zum Anlass für Hetze genommen werden. Wenn Asylbewerber hier schwere Straftaten begehen, ist das nicht das Problem der Ausländer, sondern ein deutsches Problem, denn wir leben in einem zivilisierten Land, welches selbstverständlich notleidenden Menschen Asyl gewährt. Es ist eine Aufgabe des ganzen Volkes und der Politik die Integration und ggf. Therapie (von traumatisierten Flüchtlingen) zu gewährleisten. Einzelpersonen oder ganze Volksgruppen an den Pranger zu stellen ist genau der falsche Weg. Wir wollen als normaler Urlauber auf Mallorca ja auch nicht bepöbelt werden, nur weil sich einige unserer Landsmänner dort asozial verhalten.

104: Udo:

28. Dezember 2017 um 20:02 Uhr

Mir stellt sich die Frage: welcher Verantwortung stellt sich unser Journalismus heute vordergründig , der freien und unabhängigen Information oder der politischen Verantwortung in der Wahrung des sozialen Friedens.
Ein Eiertanz ,aus Angst vor dem Rechtspopulismus.
Schade, die Leser (Hörer) fühlen sich nicht mehr gut aufgehoben.

105: Philipp:

28. Dezember 2017 um 20:03 Uhr

Eine einfache Antwort auf die Vorwürfe der Einseitigen Berichterstattung wäre eine Statistik über die seit der Flüchtlingskrise erfolgten Beziehungstaten und wieviele davon einen Artikel in der Tagesschau erhalten haben.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir jetzt auf Anhieb nicht viele vergleichbare Fälle einfallen, über die Berichtet worden wäre…

Ich wäre überrascht, wenn die Mitbürger, die "Lügenpresse" schelten aufzeigen könnten, dass die Zurückhaltung in diesem Fall außergwöhnlich wäre.

Der Tagesschau empfehle ich, hier eine Statistik nachzureichen.

Ich persönlich finde es gut, dass es keine große Überschrift gab, mitbekommen haben wir es ja alle trotzdem.

Don't feed the troll….

106: Cornelius:

28. Dezember 2017 um 20:03 Uhr

Leider trifft es, wie immer mal wieder völlig Unschuldige: Das 15 jährige Mädchen, welches sterben mußte und ja, einen Afghanen, der hierher flüchten mußte! Beide unschuldige Opfer ! Die Drahtzieher aus Wirtschaft und Politik, die hinten die Strippen ziehen, die, die mit Fluchtursachenschaffung und Flüchtlingen ihr Geld verdienen – von Krieg in den jeweiligen Ländern über Schleusung bis hier vor Ort die Fluchthelferindustrie… Sie alle lachen sich schief und schieben sich Pöstchen zu und kassieren ab! Auf der Strecke bleiben wie immer: die kleinen Leute!

107: martin:

28. Dezember 2017 um 20:05 Uhr

@77 Jonas Meister: Ich persönlich betrachte die von Ihnen m.E. zu Recht beschriebene fehlende Diskussionskultur (mal vorsichtig formuliert) nicht als Folge der Flüchtlingspolitik. Ich sehe die Ursache der Polarisierung primär darin, dass "die Politik" (ich verkürze mal, sonst wird es zu lang) genau das vormacht. Wenn die einzigen oder scheinbaren Alternativen zur "alternativ-losen" Politik der Parteien der bürgerlichen Mitte die Extremisten am linken und rechten Rand sind, dann braucht man sich m.E. nicht zu wundern, wenn dort immer mehr Menschen landen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Probleme mit den Flüchtlingen nur die Projektionsfläche sind. Wären sie nicht da, würden die Kontroversen vielleicht über die Behinderten, die Postboten oder die grünen Gummibären geführt.

108: martin:

28. Dezember 2017 um 20:11 Uhr

@78 Hannes Mar: Sie schrieben "Wir sind schon erwachsen und können selbständig denken und urteilen!" Für meinen Teil kann ich Ihnen da durchaus zustimmen.

Allerdings bleibt da ein klitzekleines Problemchen: Es soll Menschen geben, die Nutzen Informationsfetzen nicht zur Meinungsbildung sondern zur (sagen wir mal) "Stimmungsmache".

Ich persönlich erwarte von seriösem Journalismus auch, dass der Aspekt des Mißbrauchs von Informationen mit bedacht wird.

109: Dennis:

28. Dezember 2017 um 20:16 Uhr

Danke TS!
Wenn ich die Statistik richtig deute, werden jährlich 600 Menschen Opfer von Mord oder Totschlag (nur vollendete Taten). Soll die TS jetzt jeden Tag zweimal über diese Morde berichten?

110: Schäfer:

28. Dezember 2017 um 20:20 Uhr

Liebe TS,
was sie hier bringen ist der typische Erziehungs-Journalismus. Auch wenn es nicht der Political Correctness entspricht, ich bin schon enttäuscht, wenn ein Mensch der hier in Deutschland Schutz und Hilfe erfahren hat, dies so zu danken weiß.

111: Matthias:

28. Dezember 2017 um 20:20 Uhr

Ich finde es bedauerlich, das die Tagesschau sich für ihre Art und Weise rechtfertigen muss. Ich will keine Sensationspressorgan, das von einzelnen Morden oder ähnlichen berichtet oder von einzelnen Verkehrsopfern, denn dann wäre das hier täglich damit voll. Das ist unabhängig von der Abstammung eines Täters oder Opfers. Wer solche Sensationsgier oder Selbstrechtvertigung für seine nationalen Einstellungen braucht, der kann diese niederen Instinkte gerne woanders sättigen, es gibt genug Möglichkeiten. Aber ich will sachliche über den einzelfall hinausgehende Berichterstattung.

112: martin:

28. Dezember 2017 um 20:21 Uhr

@104 Udo: Doch – ich fühle mich bei der TS durchaus noch gut aufgehoben – selbst wenn ich weder alle Meinungen (der Kommentatoren) noch alle Entscheidungen teile.

113: Neny:

28. Dezember 2017 um 20:23 Uhr

Wer wissen will, was in diesem Land wirklich los ist, sollte einen Rettungssanitäter oder Polizisten fragen……

114: HighwayToHell:

28. Dezember 2017 um 20:25 Uhr

Liebe Hater und Verschwörungstheoretiker in diesem Kommentarverlauf:
Seid ihr noch bei Sinnen, offenbar nicht!
Artikel 1 des Grundgesetzes heißt:
"Die Würde des Menschen ist unantastbar", das gilt unabhängig jeglicher Nationalität!
Im übrigen steht im Pressekodex unter Artikel 8 "Die Presse achtet das Privatleben des Menschen und seine informationelle Selbstbestimmung."
Aber das durchschaut ihr ja nicht, oder könnt euch nicht informieren.
Ich bedanke mich ausdrücklich beim Team der Tagesschau und allen anderen Journalisten der ARD die den Artikel 1 des Grundgesetzes und den Pressekodex beim Wort zu nehmen. Die privaten Medien können dies offenbar nicht.
Alle anderen bitte ich um einen Blick ins rechtsgerichtete Ausland, in dem es einen unabhängigen Journalismus nicht mehr gibt.

115: Elvenpath:

28. Dezember 2017 um 20:25 Uhr

Erstaunlich und bezeichnend, dass hier so einige zu offenem Rassismus auffordern: Die Beziehungstat eines Nichtdeutschen soll anders behandelt werden, wie die eines Deutschen.

116: Olaf Mueller:

28. Dezember 2017 um 20:26 Uhr

Sehr geehrte Redaktion,
Für einen momentan im Ausland lebenden Deutschen ist Ihre Berichterstattung ein Segen, da sie sich wirklich auf wichtige Dinge für alle Deutschen fokussiert. Für regionale Nachrichten kann ich mich immer noch anderweitig im Internet informieren.
Allerdings stimme ich einigen hier zu, dass es nichts schaden würde etwas mehr positive Nachrichten zu verbreiten.
Vielen Dank für Ihre sehr gute Arbeit.

117: Mammut2010:

28. Dezember 2017 um 20:28 Uhr

Die Tat weist auf ein anderes Problem hin: Viele der Flüchtlinge, insbesondere die minderjährigen, sind traumatisiert. Es darf nicht dabei bleiben, dass man sie in Flüchtlingsunterkünften unterbringt und alle mal "ganz schnell" integrieren will. Was viele zuallererst brauchen, ist psychologische Hilfe!

118: Helmut Bieler-Wendt:

28. Dezember 2017 um 20:29 Uhr

Danke für den sensiblen Umgang mit dieser schrecklichen Tat. So stelle ich mir verantwortungsvollen Umgang mit Nachrichten vor – gerne auch öfter.

119: Hans Steinke:

28. Dezember 2017 um 20:29 Uhr

Trauer für die Getötete und Mitgefühl für deren
Eltern scheint leider nicht im Vordergrund zu
stehen für die Kommentatoren dieses Blogs.
Das ist schon traurig.

Hans

120: David Schmitt:

28. Dezember 2017 um 20:33 Uhr

Wer als Journalist nicht sehen will und ignoriert, was in seinem Umfeld geschieht, der berichtet auch keine Nachrichten. Er braucht sich dann aber auch nicht wundern, wenn er dafür Kritik erntet und die Einschalt- und Lesequoten vor lauter Realitätsverweigerung darunter leiden.
Allein dass sich die ARD für diese Berichterstattung rechtfertigt, ist eine Farce. Es darf doch überhaupt keine Diskussion sein, dass ein Fall der viele Menschen bewegt, in den Nachrichten auftauchen muss. Wer das nicht versteht, wird besser Journalist in Nordkorea oder China.

121: Jens:

28. Dezember 2017 um 20:33 Uhr

Ich bin zwiespältig. Richtig ist zwar, dass Deutsche auch viele Verbrechen begehen die dann nur zu einem geringen Echo führen, andererseits wird durch Flüchtlinge aus verrohten Gesellschaften oder solchen mit anderen Wertvorstellungen auch kriminelles Potential importiert. Ich bin nicht gegen Einwanderung, aber nur um den Preis der Befolgung unserer Werte. Wer das nicht akzeptiert, hat hier nix zu suchen.

122: Paul Meier:

28. Dezember 2017 um 20:35 Uhr

Liebe Tagesschau,

ich finde genau das ist, was Qualitätsjournalismus von der BILD- und Regenbogenpresse unterscheidet.
Über regionale Beziehungstaten oder regionale Verkehrsunfälle – so schlimm sie leider sind – muss eine nationale Berichterstattung nicht zwangsläufig berichten. Dazu gibt es die regionalen Medien wie Lokalpresse und Regionalfernsehen.

Dass der Täter Flüchtling ist, tut hier nicht zwangsläufig etwas zur Sache. Oft genut hört man auch, dass Deutsche ihren Partner Leid antun. Auch darüber berichtet die Tagesschau dann zurecht meist nicht.

Ich kann nur raten: Weiter so!

123: Uwe Frank:

28. Dezember 2017 um 20:38 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin schockiert über die Kommentare 106: Cornelius und 117: Mammut2010. Insbesondere der erste stellt Opfer und Täter auf eine (Opfer-)Stufe, beide sehen Traumatisierung als die Tat ausreichend erklärenden und exkulpierenden Umstand an. Ob sie das den Eltern des Mädchens auch ins Gesicht sagen würden?

124: Bernie:

28. Dezember 2017 um 20:39 Uhr

… und was war jetzt der Grund für die Änderung der Meinung? Einsicht ?

125: Asparagus:

28. Dezember 2017 um 20:42 Uhr

Abwägungssache, ob über diesen Fall berichtet wird. Mit guten Gründen kann man dafür oder dagegen sein, und ausdrücklich respektiere ich die User, die die Zurückhaltung der ts begrüßen, ohne die "Gegenseite" zu diffamieren.

Kein Verständnis dagegen habe ich für Kommentare, die sich in der pauschalen Beschimpfung von Kritikern ergehen. Da heißt es z.B.

>Euer verknapptes Weltbild und Euren Hass< (19)

>dieses braune Pack< (22)

>99% afd hetze und anderen braunen müll< (27)

>Kleingeistern und Ignoranten< (40)

>braunen Erguesse und ihren Hass auf Fluechtlinge (…) braunen Muell< (42)

>Lautsprecher aus dem rechtsnationalen Lager (…) diskriminierende/völkische Weltbilder< (54)

>blinden Hass< (62)

>Hetze, Dummheit und Extremisten< (85)

Scheint mir manchmal schon in Richtung "negativer Rassismus" zu gehen – Verachtung der eigenen Ethnie. Oder ist es vielleicht verkappte Angst – ein lautes Pfeifen im Walde?

Meine Zustimmung zu Beitrag (77) von @Jonas Meister!

MfG A.

126: T. Ransparenz:

28. Dezember 2017 um 20:43 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau-Redaktion,
ich bin wirklich entsetzt! Haben Sie denn trotz aller Kritik in den vergangenen Monaten immer noch nichts gelernt und geändert? Ihre Möchtegern-Begründung mit der „Beziehungstat“ ist schon deshalb völlig deplatziert, weil es nun mal einen direkten Bezug zu dem seit zwei Jahren in Deutschland meistdiskutierten Thema -Flüchtlingskrise und importierte Kriminalität- gibt, und schon deshalb völlig unglaubwürdig, weil Sie zB auch schon im Freiburger Mordfall eine Berichterstattung verweigert haben, damals mit der untauglichen Begründung „regionales Ereignis“. Ihre Begründungen sind m.E. immer wieder an den Haaren herbeigezogen und haben aus meiner Sicht mit objektivem aufrichtigen Journalismus rein gar nichts zu tun. Schreiben Sie einfach über das, was in unserem Land passiert, benennen Sie immer die bekannten Fakten (gerne auch dann, wenn der Täter ein Deutscher ist) und sparen Sie sich Ihre Bewertungen.

127: Heike Klein:

28. Dezember 2017 um 20:48 Uhr

Auch ich möchte Ihnen danken, liebe ARD, dass Sie nicht wie andere Online Medien eine Berichterstattung einschlagen, die überregional nur deshalb von Interesse wäre, weil die Herkunft des Täters politisch ausgeschlachtet werden soll. Es ist ein lokales Ereignis, ich lebe in Neustadt an der Weinstraße, wo der Täter in einer Wohngruppe lebte. Hier bei uns gibt es keine besonderen Vorkommnisse mit Asylsuchenden, im Gegenteil, viele sind bereits gut integriert und haben Arbeitsstellen. Verwirrte Menschen gibt es überall, da spielt die Nationalität keine Rolle. Angst habe ich vor allem vor jenen Deutschen, die hier alles in eine bestimmte Richtung drängen wollen.

128: (Dunkel-)Deutschland:

28. Dezember 2017 um 20:50 Uhr

Warum benutzen hier eigentlich sehr viele, die die Entscheidung der Tagesschau kritisieren (das ist im Dialog erlaubt) Unterstellungen und Pauschalisierungen (das vergiftet einen Dialog und ist deshalb eben dialogschädlich und nicht erlaubt)?
Wo kommt nur dieser ganze Hass (?) her? Ist die Tat selbst nicht schlimm genug? Der Täter ist 15, es gab andere 18(!)-jährige, die haben ganze Schulen mitsamt den Lehrern und Schülern zusammengeschossen. Müssen wir nicht zusammen leben und arbeiten statt uns gegenseitig zu beschuldigen und das Zusamenleben mit Angst und Anklagen noch weiter zu erschweren?

129: Matthias H.:

28. Dezember 2017 um 20:51 Uhr

Eine Beziehungstat als Argument zu nennen, ist schlicht zu wenig und konstruiert in diesem Fall. Wie viele Fälle mit Mord gibt es in Deutschland es bei deutschen15-jährigen Ex-Partnern? Kann es nicht sein, dass Menschen in Afghanistan ein anderes Verständnis von Leben haben und der Wert eines Einzelnen dort weniger ist?

130: Flo:

28. Dezember 2017 um 20:51 Uhr

Liebe Vorkommentatoren,
Diejenigen, die meinen, die Tagesschau würde sich hier hinter dem Schutz von Jugendlichen und der Kategorie Beziehungstat verstecken:
Es ist unfassbar, dass SIE der Tagesschau das vorwerfen, denn der Schutz von der Jugendlichen (tot oder lebend) wiegt weit mehr als IHR Interesse wieder einmal die Sau wegen irgendwelcher Flüchtlinge durchs Dorf zu treiben. Aber genau das ist das allerletzte Verhalten, dass ein _anständiger_ Mensch sich erlauben sollte.

@ Tagesschau-Redaktion:
Dieser Blog-Eintrag ist die meiner Ansicht nach beste Handlungsweise für diese Situation.
Die Feinde von Ausländern disqualifizieren sich hier durch ihre Beiträge.

@ Helmut Rudolf Kowanz:
Die Frage ob der jugendliche wirklich 15 ist, ist allein eine Unverschämtheit. Wir leben in einem Rechtsstaat, das heißt es gilt zuerst einmal die Unschuldsvermutung, bis der rechtskräftige Sachverhalt ermittelt ist. Das gilt genauso für die Medien, wie für die Justiz.

131: Stefan .S.:

28. Dezember 2017 um 21:00 Uhr

@ Hans Steinke.
Doch Herr Steinke, das habe ich getan, doch bedauerlicherweise habe ich auch angeregt das jemand für diese Tat Verantwortung übernehmen soll. Wir alle wissen, das hier selbstverständlich nicht Zensiert wird, aber man macht von seinem Hausrecht Gebrauch.
Dagegen ist auch nichts einzuwenden, dennoch gibt es einem zu denken und man fragt sich ob freie Meinungsäußerung nur dann gilt, wenn Sie anderen in den Kram passt.
LG
Stefan

132: Markus_77:

28. Dezember 2017 um 21:02 Uhr

"Zumal es hier um Jugendliche geht, die einen besonderen Schutz genießen".
Ich hoffe sehr, daß sich diese Aussage auf das ermordete Mädchen bezieht und nicht auf den Täter! Alles andere wäre ein indirektes Eingeständnis, daß Ihr Vorgehen in dieser Sache, liebe Tagesschau, politisch motiviert ist.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist nach meinem Dafürhalten zu einem Sprachrohr der Regierenden geworden. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen.

133: Leo:

28. Dezember 2017 um 21:03 Uhr

Jetzt wurde doch berichtet. Woher der Meinungswandel?

134: Ann:

28. Dezember 2017 um 21:05 Uhr

Mein Beileid der Familie, Angehörigen und Freunden.
Aber ich verstehe nicht den Unmut, der durch die nicht sofortige Berichterstattung ausgelöst wurde.
Ich arbeite in einem medizinischen Beruf und wir haben es fast täglich mit Gewaltverbrechen zu tun. Nur ein Bruchteil davon wird in der Tagesschau, oder unser regionalen Presse erwähnt.
Ich frage mich, was bringt es uns, dass wir von diesem Fall hören und vorallem welchen "Nutzen" hat es für die Familie. Bekommen sie deshalb ihre Tochter zurück, können sie deshalb besser Trauern, werden deshalb besser ungeklärte Fragen für sie beantwortet?
Ist es eine schrechliche Tat? Ja, da gibt es nichts zu diskutieren. Aber was ist die Folge? Das wir wieder die bösen Flüchtlinge in den Mittelpunkt rücken? Das wir wieder über die Folgen des Flüchtlingsstroms reden?
Oder ist es evt. unsere eigene Neugierde und das Gelüste nach negativen Nachrichten???
Natürlich soll die Tagesschau uns nicht im dunklen lassen, aber man kann auch nicht über alles.

135: Denk Nach:

28. Dezember 2017 um 21:05 Uhr

Das Vorgehen zur Berichtserstattung bei dieser schrecklichen Tat ist – aus meiner Sicht – sinnvoll und kongruent! Denn in 2016 gab es ca 370 Mordfälle in Deutschland und ich kann mich über keine Berichte der Tagesschau hierzu erinnern.

136: Christian Rannenberg:

28. Dezember 2017 um 21:10 Uhr

Lieber Ritchi, lesen Sie doch bitte das, was Sie im Kommentar #70 geschrieben haben, noch einmal:

"Es ist nicht nur eine Beziehungstat. Hier kommt noch der Umstand hinzu, dass der mutmaßliche Täter als Flüchtling bei uns in Deutschland vor Gewalt Schutz sucht, jedoch offensichtlich selbst gewalttätig ist. Und über das ist aus mehrfachem Grund heraus zu berichten. Wer vor Gewalt flieht und Schutz bekommt, hat selbst der Gewalt zu entsagen."

Soviel ich weiß, hat doch jeder in Deutschland, egal ob geflüchtet oder nicht, der Gewalt zu entsagen, oder etwa nicht?

Wollen Sie Flüchtlinge anders behandeln als Deutsche? Sie wollen einen Dankbarkeitsvorbehalt?

Dann würde ich Ihnen nachdrücklich widersprechen.

137: Ekki:

28. Dezember 2017 um 21:11 Uhr

Kaum eine große deutschsprachige Zeitung verzichtet auf eine Berichterstattung aber hier findet man nur eine halbherzige, wenig überzeugende Stellungnahme die dann kurz vor den Tagesthemen faktisch über den Haufen geworfen wird? Als Schwabe kommt einem das berühmte "Gschmäckle" schlagartig in den Sinn. Nicht zum ersten Mal beim deutschen ÖR. Österreichische und Schweizer Kollegen haben scheinbar die Nase vorn, wenn es um unabhängige Berichterstattung zu brisanten Themen der deutschen Innenpolitik geht. "Westfernsehen" mal anders.

138: Michi:

28. Dezember 2017 um 21:14 Uhr

So viel Lob wie die Tagesschau hier für Ihre Berichterstattung bekommt, kannte ich bisher nur für Reaktion auf Sendungen wie der „aktuellen Kamera“. Darf ich mutmaßen, das dieses Stimmungsbild ähnlich repräsentativ ist?

139: Winny:

28. Dezember 2017 um 21:14 Uhr

Nicht die Tagesschau spaltet Deutschland, sondern Kommentatoren, die auch hier meinen, jede Nachricht, die ihre menschenverachtetenden und kruden Verschwörungstherorien stützt, müsse auch in der Tagesschau aufgenommen werden. Statistisch gesehen wird jeden Tag in Deutschland ermordet. Totschlag haben wir mehr als 5 pro tag. Eine ausgewogene Berichterstattung muss entweder über alle diese Fälle berichten, oder nach journalistischen Grundsätzen die Nachrichten sorgsam auswählen. Und genau das ist hier geschehen.
Fragt euch lieber, warum andere Medien – insbesondere Boulevard – über solche Fälle berichten. Nicht bringt mehr Klicks als Hass und Gewalt und ihr nehmt das auch noch dankbar auf, und unterstützt dieses Mist auch noch. Armes Deutschland.

140: Anton W. Basch:

28. Dezember 2017 um 21:16 Uhr

Liebes Tagesschau-Team,

für mich ist die kulturelle Dimension der Tat offensichtlich (patrichalisch geprägter junger Mann lässt es nicht zu, dass eine westlich geprägte junge Frau sich die Freiheit nimmt, ihn sitzenzulassen). Insofern empfinde ich es als Verniedlichung, alleine von einer Beziehungstat zu sprechen. Vielmehr zeigt sich hier der interkulturelle "Clash" zweier entgegengesetzter Arten und Weisen zu leben. Und das hat eine übergeordnete, politische Relevanz, die von der Allgemeinneit bezahlte Medien aufgreifen sollten meiner Meinung nach. MfG

141: Marlene:

28. Dezember 2017 um 21:17 Uhr

Mein Mitgefühl gilt der Familie des Mädchens.

Für mich ist es absolut nachvollziehbar, warum die Tageschau nur mit vorsicht darüber Berichtet und wer die Tageschau hin und wieder mal schaut, dem wird auch auffallen, dass nur selten bis fast nie über Morde berichtet wird. Das ist meines Erachtens auch nicht die Aufgabe der TS, sowas gehört in die lokalen, vielleicht auch noch in die regionalen Nachrichten.

Ich wünsche allen hier einen guten Rutsch und ein Jahr 2018 mit ganz viel guten Nachrichten.

142: Lutz:

28. Dezember 2017 um 21:17 Uhr

Die Tat von Kandel bewegt die Menschen. Daraus erwächst der Wunsch und auch der Anspruch, darüber umfassend informiert zu werden. Wenn das die Tagesschau nicht tut, dann werden diese Informationen von anderen Kanälen bezogen.

Ist das Ihr journalistischer Anspruch? Befördern Sie damit nicht eher den Verdacht bestimmte Nachrichten absichtlich zu unterschlagen?

143: Christoph Keiper:

28. Dezember 2017 um 21:21 Uhr

Ich finde Ihr Verhalten richtig und schäme mich für einige Verbalangriffe gegen Ihre Redaktion. Das hat zum Teil AFD-Niveau und es scheint hier darum zu gehen, die Tat und somit auch die Opfer gegen Migranten zu instrumentalisieren. Das hat weder das tote Mädchen noch die trauernde Familie verdient.
Von extremistischer Seite werden in solchen Situationen immer wieder Behauptungen aufgestellt und dies wohl in der Hoffnung, dass, je mehr Dreck man wirft auch mehr hängenbleibt.
Minderjährige verdienen unseren besonderen Schutz, damit meine ich Täter und Opfer. So ist unser Gesetz und das unterscheidet uns von Länder wie zum Beispiel aktuell Iran, Russland und Nordkorea.

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