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ARD-aktuell

4. September 2016

Trendwende bei der SPD auf den letzten Metern

Auch dieser Wahlabend zeigt wieder einmal: Umfragen sind keine Prognosen. In den Tagesthemen weisen wir bei unserer Vorwahlumfrage ja regelmäßig darauf hin, dass sie 10 Tage vor der Wahl nur ein Stimmungsbild darstellt und den Wählerinnen und Wählern als Orientierung dienen soll. Eine große Zahl von ihnen trifft die Wahlentscheidung ohnehin erst in den letzten Tagen.

Diesmal profitiert davon die SPD, die bei weitem nicht so deutlich abstürzt, wie das aufgrund der Umfragen zu vermuten war. Zehn Tage vor der Wahl stand sie noch bei 27 Prozent, nun kann sie auf ein Ergebnis über 30 hoffen. Das sind immer noch schmerzhafte Verluste, aber sie bleibt damit über ihrem historisch schlechtesten Ergebnis seit 1990.

Unsere Wahltagsbefragung zeigt: Es gibt einen klaren Trend zugunsten der SPD bei den Kurzentschlossenen. Das sind diejenigen, die bei der Nachbefragung im Wahllokal angeben, sich erst in den letzten Tagen entschieden zu haben. In dieser Gruppe kommt die SPD auf 36 Prozent und hat es damit geschafft, ihren Stimmanteil zu stabilisieren. Umgekehrt zeigt sich, dass CDU, AfD und Linke bei den Kurzentschlossenen deutlich weniger Zustimmungen bekommen haben als in den Vorwahlumfragen. Die CDU kommt in den letzten Tagen nur auf 17 Prozent, die AfD auf 14 und die Linke auf 11 Prozent.

Kommentar

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1: Gereon:

4. September 2016 um 18:05 Uhr

Wenn denn die Wählergunst nun so schwankend ist, wieso kommt immer wieder solch eine Kaffeesatzleserei, frage ich mich. Auch sind Ihre Ergebnisse deutlich um einige Prozentpunkte am Trend vorbei.
Könnte man eigentlich auch darauf verzichten.

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