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ARD-aktuell

1. März 2016

Darf man mit Assad reden?

Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview. Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht? Darf man mit Baschar al-Assad reden?

Unser Korrespondent Thomas Aders hat Assad in Damaskus getroffen und mit ihm ein Interview geführt, eine mit Sicherheit heikle Mission. Zunächst ein paar Sätze zu den Rahmenbedingungen. Welche Absprachen gab es? Es war ausgemacht, dass wir online und im TV sowohl Ausschnitte aus dem Interview zeigen als auch eine vollständige Fassung. Lediglich offensichtliche Versprecher des Korrespondenten oder Assads durften herausgeschnitten werden. Und: Die deutsche Übersetzung des Interviews durch unseren Dolmetscher sollte mit der syrischen Seite auf Richtigkeit abgestimmt werden. Beides erwies sich als unproblematisch. Die Fragen waren vorher nicht abgesprochen, es war lediglich klar, dass es um die aktuellen Themenkomplexe wie Bürgerkrieg, Waffenstillstand, Terror, humanitäre Fragen oder Wahlen gehen wird.

Offensichtlich hat Assad durchaus das Bedürfnis, sich an die Öffentlichkeit im Ausland zu wenden. Umgekehrt ist das Interesse an einem Interview mit ihm groß. Zahlreiche Medien bemühen sich um ein Interview mit dem syrischen Machthaber. Und jeder muss für sich entscheiden, ob man ihm diese Plattform bietet. Ich habe von Anfang an eine klare Haltung dazu gehabt: Ja, wir sollten versuchen ein Interview zu bekommen. Mit Assad zu reden und ihn zu befragen bedeutet nicht, sich mit ihm gemein zu machen, seine Politik gut zu heißen oder zu tolerieren. Vielmehr geht es darum, etwas von ihm wissen zu wollen, zu erfragen, wie er die Dinge sieht und zu zeigen, wie er tickt. Das ist eine Kernaufgabe von Journalismus. Wir sind weder der Internationale Strafgerichtshof noch Interpol, wir sind kein Kriegsgegner Assads und nicht sein Alliierter.

Dafür muss man gut vorbereitet sein. Tommi Aders verfügt über jahrelange Erfahrung in der Region, hatte sich inhaltlich gut präpariert und für das Interview eine Strategie erarbeitet. Denn Assad und sein großer PR-Stab sind Medienprofis. Man muss wissen wie man fragt, um die Chance zu haben, mehr zu erfahren als erwartbare Worthülsen. Man muss sich emotional auf Assad einstellen, um nicht unversehens die eigene Meinung zu vermitteln, sondern in der Rolle des journalistischen Fragers zu bleiben. Es geht nicht darum, Assad zu überzeugen, sondern nur darum Informationen zu bekommen. In jedem Fall braucht man gute Nerven. Denn zuerst wartet man als Journalist lange auf das Interview, dann geht es plötzlich ganz schnell und man muss klar im Kopf sein und sich nicht vom großen Apparat einschüchtern zu lassen. Eine knappe halbe Stunde lang hat das Interview gedauert. Wir hoffen mit dem Interview dazu beizutragen, dass sich die Zuschauer und Nutzer ein eigenes Urteil über den Syrien-Konflikt bilden können.

119 Kommentare

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1: Helmut:

1. März 2016 um 12:39 Uhr

Klar muss man mit Assad reden.
Diplomatie ist immer besser und billiger als Bomben zu werfen.

2: ChiefCommander:

1. März 2016 um 12:47 Uhr

Ja, darf man und sollte man auch. Die einseitige Berichterstattung sollte auch mal von der anderen Seite beleuchtet werden. Die Wahrheit liegt dazwischen …

3: Erich78:

1. März 2016 um 12:48 Uhr

Was man m.E. als Chefredakteur der TS vor der Frage ob man mit Assad reden darf beachten sollte, sind belegbare Fakten. Wenn man aber im ersten Satz etwas als gegeben behauptet, dass noch nicht einmal die USA zwischenzeitlich noch als nachgewiesen ansehen, schadet das dem ganzen Artikel.
Der Einsatz von Giftgas durch Assad, wird durch die UN nach der Untersuchung und US Fachleuten zwischenzeitlich stark angezweifelt.
Herr Gniffke, wenn es Ihr Ziel war durch die Einleitung Interesse zu erzeugen, dann bitte. Hätte man aber auch damit lösen können, Assad durch belegbare Vorwürfe zu diskreditieren, derer gibt es ja auch sonst genug.

4: Can:

1. März 2016 um 12:52 Uhr

Gibt es das Interview denn schon in vollständiger Form in der Mediathek? Es interessiert mich sehr.

5: Andreas Schmitt:

1. März 2016 um 13:07 Uhr

Darf man mit Erdogan reden ?
Er führt einen Vernichtungskrieg gegen das eigene Volk !

6: Harald Schwarz:

1. März 2016 um 13:11 Uhr

Ich verstehe die Frage, ob man Assad interviewen darf nicht. Wenn es wirklich um Bombardierung von Städten und Folter gehen sollte, dann müsste man auch amerikanischen Politikern das Interview verweigern.
Was für eine Heuchelei!

7: sara:

1. März 2016 um 13:11 Uhr

Natürlich darf man mit Assad reden. Es gibt bisher immer noch keinen klaren Beweis, ob Assad für die Giftgaseinsätze verantwortlich ist. Nur mit ihm ist derzeit eine Stabilisierung denkbar. Bekämpft werden müssen allerdings die Rebellen. Und genau da fehlt der Ansatz: anstatt diese Kriminellen zu unterstützen, müssten wir sie als das Problem ansehen.

8: Eva Scherrer:

1. März 2016 um 13:13 Uhr

Sprechen Sie in Ihrer Anmoderation vom großen Bruder jenseits des Atlantiks. Ich mag einfach keine Falschinformationen mehr hören. Arbeiten Sie doch bitte etwas an Ihrem Ruf!

9: Chistian A.:

1. März 2016 um 13:14 Uhr

Natürlich darf und sollte man ein Interview mit Assad führen. Bspw. haben ja auch die Briten und die USA mehrere hunderte Tonnen an Uranmunition im völkerrechtswidrigen Irak-Krieg verwendet, ebenso besitzen diese Länder hunderte Foltergefängnisse über den ganzen Globus verteilt. Trotzdem haben sich heute unser Aussenminister und der Aussenminister der USA zu diplomatischen Konsultationen getroffen, wieso also sollte man hier bei Assad mit zweierlei Maß messen?

10: Robert:

1. März 2016 um 13:15 Uhr

Ich habe mir immer schon die Interviews mit Assad angehört, die andere mit ihm geführt haben und kann Assad immer gut folgen. Assad wird in unseren Medien geradezu verteufelt, doch das ist die westliche Sicht, in der vieles falsch erzählt wird. Wer hinter die Kulissen in Syrien blickt, erfährt, wie kompliziert und komplex die Lage dort ist. Möglichkeiten gibt es genug. Für eine langfristige Aussöhnung wird es wahrscheinlich nicht mit Assad gehen, aber das syrische Volk allein entscheidet und ich glaube, auch wenn das für den “Westen” der Horror wäre, würde Assad wieder eine Mehrheit bekommmen.

11: montalcino:

1. März 2016 um 13:21 Uhr

Ojeh, Herr Gniffke,

Sie geben ja immer die Linie vor, in der man zu Denken hat:
“Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview. Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht? Darf man mit Baschar al-Assad reden? ”

Nun kann man auch den Namen austauschen:

Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview. Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht? Darf man mit Obama reden?

Ist er nun Präsident oder Machthaber? Wer bestimmt das? Haben wir auch einen Machthaber oder hat er keine Macht?

Frage über Fragen, aber nur Sie allein kennen die Antworten (schon vor dem Interview)..

12: Paul Ehrlich:

1. März 2016 um 13:23 Uhr

Natürlich muss man mit ihm reden, die Kanzlerin redet schließlich auch mit Erdugan, damit sie nicht noch weitere 2,5 Millionen Flüchtlinge aufnehmen muss.

13: Roman Wagner:

1. März 2016 um 13:31 Uhr

Es ist höchste Zeit geworden, mit Assad zu reden. Selbst unsere Bundeskanzlerin hatte das im September schon für akzeptabel gehalten. Und gerade im Journalismust sollte viel stärker noch gelten, dass auch die Meinung des anderen gehört und auch veröffentlich werden sollte.
Und Assad sollte viel stärker eingebunden werden. In vier Jahren ist es nicht gelungen ihn wegzubomben und seine Gegner waren scheinbar von vorneherein eine viel zu kleine Gruppe.
Der Frieden in Syrien sollte um jeden Preis erreciht werden – auch wenn der Preis dafür die Einbeziehung Assads ist, denn der ungerechteste Friede ist immer noch tausendmal besser als der gerechteste Krieg!

14: Robert Kenner:

1. März 2016 um 13:34 Uhr

Er hat Giftgas eingesetzt…!?

Tatsächlich? Woher wissen Sie das Herr Gniffke? Wissen Sie mehr als die UNO? Ist es gute journalsitische Praxis unbewiesene Behauptungen im ersten Satz einer Stellungsnahme anzuführen?

Es ist genau diese Art der Meinungsmache warum die ÖR und speziell auch die ARD unter ihrer Führung immer wieder mit dem Vorwurf der fehlenden Neutralität konfrontiert werden. Und zwar zu recht. Kennzeichnen Sie ihre Vermutungen als solche oder behalten Sie sie für sich! Falsche Fakten zu verkaufen ist hingegen nur eines: Eine Sauerei!

15: Volkmar:

1. März 2016 um 13:36 Uhr

Es ist das Beste, was man machen kann:Reden! Schnell ist durch Machthaber, besonders aus den USA, ein Mensch diffamiert. Erstaunlich, dass man jetzt schon daran zweifelt, dass Assad Giftgas eingestzt hat. Das ist aber ja nicht neu, siehe die Destabilisierung des Iraks durch die USA. Die USA führten und führen überall in der Welt Kriege um ihre Macht auszubreiten und Rohstoffquellen sich einzuverleiben. Wenn ein Interview mit Assad geführt wird, kann sich der Zuschauer selbst ein Bild machen.

16: Inge:

1. März 2016 um 13:37 Uhr

Da sage ich herzlichen Dank Herr Gniffke, dass man Assad die Möglichkeit gibt, zu sprechen. Es ist ein Teil, damit sich der Zuschauer eine unvoreingnommene Meinung bilden kann. Was hat man Todenhöfer damals beschimpft, als er Assad interviewt hat. So was Dummes. Ich will so viele Informationen über Syrien wie möglich, darum lese ich auch die englische Seite von SANA und die Fars news. Der Syrienkrieg ist nämlich nicht schwarz-weiß und wir nicht automatisch die Guten.

17: Altair:

1. März 2016 um 13:39 Uhr

Darf ein Journalist fragen “Darf man mit Assad reden?” ?

Ich finde nein.

Gibt es etwas zu berichten oder nicht, ich meine das sollte die Frage sein.
Sich nicht mit einer Sache gemein machen und Berichten. Wenn es etwas zu Berichten gibt. Das finde ich macht Journalismus aus.

Die Schere schon mit o.g. Frage anzusetzen heißt doch, sich gemein machen mit der -vom eigenen Standpunkt aus gesehenen- guten Sache.

18: Peter:

1. März 2016 um 13:40 Uhr

Dürfen? Was für eine Frage… Das ist die Aufgabe der Presse. Ihr MÜSST! Ob es euch passt oder nicht. Wer damit nicht klar kommt muss sich einen anderen Aufgabenbereich suchen. Es ist die Aufgabe umfassend und Neutral zu informieren, und das geht nur wenn man mit allen spricht. Allein das die Presse sich so eine Frage stellt sehe ich bedenklich. Die Presse muss dabei nur darauf achten das es zu keiner “Wahlveranstaltung” kommt. Bei keiner(!!) der Seiten um die Neutralität zu wahren.

Man könnte genau so auch fragen: “darf man denn mit den Deutschen reden? Die haben Millionen Menschen auf dem Gewissen”
Jeder hat seine Leichen im Keller, also dürfte keiner mehr mit keinem reden. Würde uns das irgendwie weiter bringen? Eher das Gegenteil wäre der Fall.

19: Walter Wilmking:

1. März 2016 um 13:45 Uhr

Selbstverständlich soll und kann man mit Hrn. Assad reden!
Man muss ja nicht seine Auffassungen teilen. Von daher ist die Frage irreführend.
Wenn man sich die Mühe macht hinter diesem geo-strategischen Spiel zu schauen, dann kann es sein, dass Hr. Assad, sicherlich nicht als Demokrat daher kommt, auch sicherlich Menschenrechtsverletzungen zu verantworten hat, aber er ist ein nicht wegzudiskutierender Spieler.
Die USA haben mit ihrem 2. Iraq-Krieg ihre Ziele nicht erreicht, der Iraq ist mehrheitlich schiitisch und inzwischen mit dem Iran gut verbandelt. Der Iran ist seit langem Partner von Assad/Syrien und der Hezbollah. Und das ist für die USA und einige lokale Machtspieler (Saudi Arabien, Türkei, event. Israel) nicht hinnehmbar.
Die Rebellen wurden und werden von u.a. S.A., Türkei und USA unterstützt, denn Assad musste stürzen. Das hat Putin verhindert. So geht das Spiel.
Dabei sind 500 Tsd Menschen umgekommen, 1 mio Verletzte, 12 mio auf der Flucht.
Und wer ist Schuld?
ALLE!

20: Frank Angermann:

1. März 2016 um 13:45 Uhr

Es gibt keine friedliche ALternative zu Kommunikation.
Es MUSS also mit Assad geredet werden, man verstehen will, was dort vor sich geht.
Mir ist kalr dass, wie ja auch der Umgang mt Varufakis gezeigt hat, dass nicht immer der gehört wird der recht hat sondern ein Weg gegangen wird der denen gefällt, die am längeren Hebel sitzen.

Wöllte man den Bürgerkrieg wirklich beenden würde man diesen nicht weiter befeuern ud nicht wieterhin Terroristen und Rebellen bewaffnen.

Folgende Aussage trifft letztlich auch auf die USA zu, dennoch hat niemand zweifel daran dass die USA die Verfechter den Demokratie sind. Trotz dem das ein Präsident unter äußerst Fragwürdigen Umständen zum Wahlsiegererklärt wurde, welcher vorher unter vorspieleung falsche Tatsachen den Irak besetzte um letztlich die Interessen der Firma seines Vizepräsidenten durchzusetzen.

“Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert.”

21: AK47:

1. März 2016 um 13:49 Uhr

“Er hat Giftgas eingesetzt.” Das ist eine schwerwiegende Behauptung, die nicht belegt ist, sondern vielmehr (Giftgasangriffe von Ghuta) widerlegt wurde. Von einem Chefredakteur sollte man mehr Genauigkeit erwarten dürfen!

Ansonsten darf die Frage gestellt werden, warum man nicht mit Assad reden sollte, wenn man sogar US-Präsidenten interviewt, die völkerrechtswidrige Angriffskriege führen.

22: proehi:

1. März 2016 um 13:50 Uhr

Ich sehe da eher ein Problem bei der ARD, wenn sie um ein Interview so einen Bohei macht, wenn der Sender sich so angestrengt bemüht, das Interview zu rechtfertigen.

Die ausdrückliche Betonung einer Selbstverständlichkeit – nämlich daß man mit einem Interview natürlich nicht mit dem Interviewten dessen Meinung teilen muß – zeigt mir, daß die ARD sich eher mit den Gegnern Assads solidarisiert hat.

Objektive Berichterstattung braucht sich nicht dafür zu rechtfertigen, daß sie über unterschiedliche Standpunkte möglichst ausgewogen berichtet. Der reife Mediennutzer möchte sich nämlich selber seine Meinung aus unterschiedlichen Information bilden. Da braucht es keinen Vordenker.

Übrigens sehe ich Assads Haltung durchaus kritisch.

23: A. Müller:

1. März 2016 um 13:54 Uhr

Es wäre redlicher, Sie Herr Gniffke würden Ihre syrische Geschichtsschreibung von dem Tag an erzählen, als die Amerikaner beschlossen haben, einen Regime-Change in Syrien einzuleiten. So wie die Amerikaner diese Regime-Changes noch in vielen anderen Regionen der Welt aktiv betreiben. Bei den vielen Menschen, die die Amerikaner seit dem letzten Weltkrieg weltweit auf dem Gewissen haben, dürfte man auch nicht mehr mit einem amerikanischen Präsidenten ein Interview führen. Ich gehe davon aus, dass Sie das alles auch wissen. Aber Ihr Wertemaßstab scheint ein völlig anderer als meiner zu sein.

24: Richard05:

1. März 2016 um 13:58 Uhr

Das ist Journalismus!!! Vielleicht ist es ja ein Signal oder ein Anfang, dass auch unsere Politiker wieder mit Assad reden, die Botschaften wieder eröffnet werden, die syrische Regierung auch zu den Verhandlungen eingeladen werden, wenn schon die Oppostion dabei ist. Ach, ich beginne schon wieder zu träumen…..

25: aha:

1. März 2016 um 14:01 Uhr

Ach, aufeinmal reden Sie mit Herrn Assad?! Ich vermisse die üblichen Nato Phrasen wie zB: Fassbomben, Regime, Diktator etc.

Vergessen werde ich jedenfalls nicht das sie seit Jahren für die USA und NATO die Kriegstrommel rühren. Das Internet vergisst es übrigens auch nichts!

Das was Sie nun machen ist eine klare ANsage aus den USA, oder etwa nicht?

26: Claus Börens:

1. März 2016 um 14:04 Uhr

Gutan Tag,

bis auf das Thema Giftgas spielt alles auch aktuell in der Türkei eine Rolle.

Menschen werden bombardiert, ganze Stadtteile sind hermetisch abgeriegelt und die Anwohner verhungern zum Teil und sind von medizinischer Hilfe durch Regierungstruppen abgeriegelt.

Es werden Menschen in Kellerräumen von Gebäuden getötet.

Wieso darf man offiziell als Regierung mit Erdogan verhandeln, ihm Milliarden an Hilfsgeldern geben? Wieso wird bei Assad aber sogar ein Interview in Frage gestellt??

27: Michael:

1. März 2016 um 14:11 Uhr

Danke! Dafür zahle ich gerne meine Fernsehgebühren. Vielleicht ja auch bald mal wieder ein Putin-Interview?

28: fred:

1. März 2016 um 14:16 Uhr

Versthe den bericht ganz:
Mit Orban, Erdogan etc. redet man ja auch
PS Geostrategische Kriege und Regimechanges werden nicht besser, in dem man Gründe vorschiebt….

29: Bodo:

1. März 2016 um 14:30 Uhr

Man sollte sich endlich von dem Irrglauben abwenden, man hätte eine Alternative. Die Alternative zu Assad ist der IS, die “Rebellen” ein ungeordneter Haufen mit unbekannten Zielen. Jeder “böse” Machthaber (Assad, Hussein, Gaddafi, etc.) in diesen Ländern wurde nicht durch eine demokartisch gewählte, gemäßigte Regierung erstezt, sondern durch fundamentalistische, brutale Gruppen wie den IS.
“Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview. Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht?”
Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, mit wem alles sie dann nicht mehr sprechen dürften…
Assad, Putin, Xi Jinping und (noch) Obama, werden für diese Art von musealer, bundesrepublikanischer Fantasieberichterstattung nur ein müdes Lächeln übrig haben.

30: Siegfried Bernhard:

1. März 2016 um 14:38 Uhr

An Herrn Dr. Gniffke:
“Einen guten Journalisten erkennt man daran,
daß er sich nicht gemein macht mit einer Sache,
auch nicht mit einer guten Sache;
daß er überall dabei ist,
aber nirgendwo dazugehört.”
Hanns Joachim Friedrichs
Und der erste Absatz schlägt Herrn Friedrichs noch nachträglich ins Gesicht!

31: TheMas:

1. März 2016 um 14:39 Uhr

Wieviele verstehen eigentlich keine Rhetorik?
“Er hat Giftgas…”, “ausgehungert….”, das alles sind die frei flottierenden Vorwürfe, die der Blogger hier aufgreift. Um zur Frage hinzuleiten “darf man”? Eine – gut aufgepaßt – rhetorische Frage. Denn gefragt haben sie.
Ich habe mich beim Lesen in eine gute Nachdenklichkeit und ein kritisches Hinterfragen mithineingenommen gefühlt.
Alles weitere ist schwierig zu diskutieren und polarisiert sich ganz schnell.
Aber ich sags nochmal: Gut geschrieben!

32: alex66:

1. März 2016 um 14:41 Uhr

Die Frage ist doch:Warum spricht ARD mit Assad grade jetzt?
Aus demselben Grund warum jetzt plötzlich der Westen auf einen quasi Waffenstillstand einlenkt ist, weil die syrische Armee mit Hilfe der iranischen Militärberater, der Kämpfer der Hezbollah, und am meisten, wegen der Militärhilfe aus der Luft durch Russland, auf breiter Front am Siegen sind und die Terroristen zurückdrängen.
Die Anti-Assad-Koalition verliert in Syrien. Ihr ursprüngliches Ziel, Präsident Assad zu stürzen und in Damaskus einen Regimewechsel herbeizuführen, ist ihnen trotz massiver Intervention nicht gelungen und wird wohl auch nicht gelingen. Jetzt will man “verhandeln”.
Und natürlich muss die ARD auch mitziehen.

33: Micha:

1. März 2016 um 14:42 Uhr

Solche Interviews halte ich für sinnvoll um auch zu sehen, wie solche Typen ticken. Nächstes Jahr könnte es wieder heftige Kritik geben, wenn die ARD Präsident Donald Trump um ein Interview bittet. Da würde ich mich als Journalist noch wärmer anziehen als bei Assad. Hoffen wir einfach mal, dass es gar nicht erst so weit kommt. :-/

34: Thomas Freimann:

1. März 2016 um 14:46 Uhr

Es gibt bislang keine Beweise das er Giftgas eingesetzt hat ! Ich halte diesen Krieg einfach für einen weiteren regimechange versuch der USA u ihrer Partner !

35: Peter:

1. März 2016 um 14:49 Uhr

Als guter Journalist ist es notwendig die Meinung aller Beteligten zu hoeren ,genau wie ein guter Richter auch dem Beschuldigten die Moeglichkeit geben muss seine Seite der Geschichte vorzubringen.
Es ist allerdings in den (ueberwiegend westlichen Medien) eine vorverurteilung von Assat in Umlauf gebracht worden so das es als schlimm gilt nur mit Ihm zu sprechen.
Koennen wir uns in einem rechtstaat erlauben dem Beschuldigten das Wort zu verbieten? Ich denke nicht!Sollte Assat wirklich so ein Tyran sein wie dargestellt, ist es sowieso an dem Syrischen Volk Ihn zu richten. Ich glaube eher mann ist (im westen ) besorgt darueber das Assat durchaus Argumente vorbringen kann die die bereits ausgesprochene Vorverurteilung (von Medien und Politikern) als Tyran wiederlegen oder entkraeften.
Genau dass ist Ihre Aufgabe als Jornalist ,herausfinden was wirklich vorgeht und die Menschen zu Informieren.
Merke : Einseitiger Journalismus ist Propaganda!Sprachen wir nur mit einer Seite?

36: RolfK:

1. März 2016 um 14:56 Uhr

Darf man mit einem US-Präsidenten reden (Bush, Obama)?
Sie haben Kriege begonnen und geführt, entführt, gefoltert. Länder überfallen, Völkerrecht gebrochen.
Städte bombadiert, Kriegsverbrechen begangen. UN-Resulutionen mißachtet usw.

37: Thomas:

1. März 2016 um 15:03 Uhr

Sie Herr Gniffke, am Puls der Weltpolitik werden besser einzuschätzen wissen als der gemeine Rezipient, ob Herr Assad zukünftig eine gewichtige Rolle in den Geschicken Syriens spielen wird oder nicht. Dabei dürfte seine Rolle im aktuellen Krieg eine geringere spielen als die nach Expertenwissen gewichtigere in der Region.
Ein Interview mit Assad ist nichts Spannendes weil man sich darauf verlassen kann, dass der gebildete Herr immer etwas “Vernünftiges” oder etwas was so klingt zu sagen hat und wieviel Anteil davon Lüge ist darf jeder für sich selbst beurteilen.
Solche aufzudecken ist sicher nicht Ihre Pflicht.
Ich jedenfalls glaube den “Trend” zu erkennen, dass Assad seit jüngerer Zeit mit einer hervorgehobenen Medienpräsenz, gestartet von Herrn de Mistura auf die Bühne der internationalen Politik zurückgeholt wird oder werden soll.

38: Werner Baumgarten:

1. März 2016 um 15:04 Uhr

MAN DARF !
Die guten Rebellen hatten Lagerstätten von Giftgas
erobert,es eingesetzt und Assad verantwortlich gemacht. Granaten auf die Türkei und die Golanhöhen abgefeuert und die ARD hatte jeweils vorschnell die
Verantwortung gegeben.
Übrigens hatten die USA nichts dagegen,als Saddam
Giftgas gegen den Iran eingesetzt hatte.
Korrigieren Sie Ihren einseitigen Kurs.

39: Bourdichon:

1. März 2016 um 15:05 Uhr

« Le bon sens est la chose du monde la mieux partagée „ Descartes .. “ Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden“. Und es ist Zeit den Kopf zu benutzen und endlich auch mit Herrn Assad und mit Herrn Putin zu reden! Als die USA und England in Irak einmarschiert sind, sind sie vorgewarnt worden was danach passieren wird. Schon damals einer des besten deutschen Journalisten Peter Scholl-Latour, hat alles was passiert ist, beschrieben. Kriegsherren im Westen George W. Bush und Tony Blair gehören in Den Haag vor Gericht! Warum sind sie nicht für das Chaos im Irak, auch in Afghanistan, die sie hinterlassen haben, zu Rechenschaft gezogen worden? Wenn es für Assad gilt sollte es auch für Herrn Tony Blair und J.W. Busch auch gelten! Auch für Libyen nicht vergessen die Schamlose Heuchelei! Auch der frühere britische Premierminister Tony Blair lobte Gaddafi seinerzeit als „soliden Partner des Westens“!.

40: Mossner:

1. März 2016 um 15:06 Uhr

Aber bitte nicht vorweg immer die unbewiesene Fakten erwähnen: Es ist nicht bewiesen, wer Giftgas eingesetzt hat!!!
bitte googeln “Assad giftgas beweise”
Und dafür zahle ich nicht!

41: Pnyx:

1. März 2016 um 15:07 Uhr

Assad hat kein Giftgas eingesetzt. Das sollte man in der Zwischenzeit auch in Deutschland wissen. Selbstverständlich muss mit ihm geredet werden. Mit anderen Diktatoren, wie z. B. al-Sisi redet man ja auch. Was soll also diese Frage?

42: derkleineBürger:

1. März 2016 um 15:08 Uhr

“Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview.”

Wird er jetzt wegen Agent Orange beschuldigt?
Ich dachte das wäre geklärt…
…oder die andere Sache in Syrien,die er,bzw. seine Armee nur begangen haben können,wenn sie dazu in der Lage sind,die Schwerkraft außer Kraft zu setzen?

“Die Fragen waren vorher nicht abgesprochen”
muss wohl eine neue Erfahrung sein,wenn man dies explizit erwähnt…
…wohl anders als bei Interviews mit der Kanzlerin oder dem US-Präsidenten….denn dort wird es nicht explizit erwähnt….

“Denn zuerst wartet man als Journalist lange auf das Interview, dann geht es plötzlich ganz schnell”
Wie sehr unterscheidet sich dies von Interviews bei anderen,z.B. dem US-Präsidenten?

Kann Thomas Aders auch in Saudi-Arabien ein Interview führen & Salman ibn Abd al-Aziz mal fragen,was der so im Jemen/Syrien treibt?

43: pkeszler:

1. März 2016 um 15:09 Uhr

Ja man sollte, auch wenn man vorher schon weiß, dass viele seiner Worte nicht stimmen. Die Weltöffentlichkeit soll ruhig mal hören, wie so ein Diktator denkt und wie er eigentlich ein Volk regieren will, in dem schon 250.000 Menschen im Bürgerkrieg ums Leben gekommen sind und wo 11 Millionen Menschen auf der Flucht sind, von denen über 4 Millionen ins Ausland geflüchtet sind.

44: Rainer Thielemann:

1. März 2016 um 15:10 Uhr

Assad ist der einzige, mit dem sich zu reden lohnt. Er mag brutal vorgegangen sein und auch noch vorgehen, aber wer glaubt, dass nach dem Eingreifen Russlands ein Syrien ohne ihn denkbar ist, befindet sich auf dem Holzweg. Außerdem: Mit Assad wusste man, woran man mit Syrien war. Was käme nach ihm? Die jetzt einigermaßen im Kampf gegen Assad einigen Gegner verfolgen doch eigentlich unterschiedlichste Interessen. Ich befürchte, der Krieg würde dennoch weitergehen, vielleicht mit dem IS als Sieger…

45: Kai Gniffke:

1. März 2016 um 15:15 Uhr

@Erich 78
Mir ist bewusst, dass der Gifgaseinsatz nicht vollends belegt ist, da haben Sie Recht. Nehmen Sie mir den polarisierenden Einstieg in dem persönlichen Blogeintrag nicht übel – mir ging es um eine Sensibilisierung für die Frage, ob man mit jemandem reden soll, von dem man annimmt, dass er für solche Verbrechen verantwortlich ist. In einem Tagesschau-Beitrag würden wir so nicht formulieren.

46: Crosterland:

1. März 2016 um 15:19 Uhr

Gewiß sollte man mit Assad reden, mit Erdogan, Jazenjuk, Poroschenko, König Salman, Netanjahu, Obama und anderen Bombenwerfern tun wir es doch auch, schütteln so gar die Hände und geben ihnen großzügig Steuergelder.

47: pkeszler:

1. März 2016 um 15:20 Uhr

Ja, man sollte, auch wenn man vorher schon weiß, dass viele seiner Worte nicht stimmen. Die Weltöffentlichkeit soll ruhig mal hören, wie so ein Diktator denkt und wie er eigentlich ein Volk regieren will,indem schon 250.000 Menschen im Bürgerkrieg ums Leben gekommen sind, wo 11 Millionen Menschen auf der Flucht sind und von denen über 4 Millionen ins Ausland geflüchtet sind.

48: Agent lemon:

1. März 2016 um 15:24 Uhr

Herr Gniffke stellt hier ja keine Fragen, sondern stellt voellig unbewiesene Behauptungen in den Raum. Belagerung ist kein Aushungern. Es werden IMMER Korridore fuer Zivilisten geboten. Nur lassen die “Rebellen” die Menschen nicht gehen. Das ist Agitation im Feagemaentelchen. Das ist Journalismus vom Uebelsten. Suggestion! Nein danke. Mit wem sonst sollte(koennte) man dort reden? TS muss “a

49: Juliana Keppelen:

1. März 2016 um 15:25 Uhr

Ich wundere mich ebenfalls wie leichtfertig in unseren Medien der Giftgasanaschlag dem Syrischen “Regime” angehängt wird zumal es doch inzwischen anderslautende Untersuchungen gibt so war Frau Carla del Ponte die erste die die Schuld des “Regimes” in Frage stellte. Auch der Ablauf zu diesem Geschehen nährt gewisse Zweifel. Da verkündet Herr Obama (warum auch immer) das eingreifen der USA wäre mit einem Giftgasangriff fällig das sei die rote Linie. Schwuppdiewupp ehe man sich’s versah geschah ein Giftgasanschlag. Wenn man unterstellt, dass das “Regime” nicht gerade erpicht war, dass die USA einmarschieren stellt sich die Frage in wessen Interesse lag denn so ein eingreifen der USA? Wenn man diese Frage stellt kommen ganz andere Akteure in Betracht. Wie wir wissen hat Herr Obama trotz der Empörung gewisser Akteure nicht eingegriffen und mir sagt das einfach er hat gewusst, dass dieser Anschlag nicht von “Regime” Seite war und er wollte seine Soldaten nicht schon wieder mit einer Lüge in

50: Dieter:

1. März 2016 um 15:28 Uhr

@Volkmar – bin ganz ihrer Meinung. Falsche Fakten bzw.vermutete Fakten zu verbreiten ist üble Meinungsmache.. Wieso wird ein Interview mit Assad überhaupt in Frage gestellt, während die dt.”Machthaberin” die die Kopf ab Machthaber in Saudi Arabien und Kurden abschlächter Erdogan hoffiert..

51: Thorsten Dersch:

1. März 2016 um 15:36 Uhr

Die Einleitung Ihres Artikels, Herr Gniffke, ist unbelegbare Polemik und Stimmungsmache. Sie sollten als Chefredakteur qualifiziertere journalistisch recherchierte Aussagen treffen können.
Ich halte ihn zumindest zugute, dass sie einem Interview mit Assad zugestimmt haben, denn bislang ist mir nur die gebetsmühlenartige Wiederholung der äusserst subjektiven Sichtweise der USA in der Tagesschau aufgefallen…
Ob Assad ein Garant für ein langfristig stabiles Syrien sein kann, wird sich zeigen, aber eine wirkliche Alternative sehe ich zumindest nicht… Der Entmachtung eines Diktators im mittleren Osten (oder Nordafrika) folgt ja nicht zwingend eine Demokratie nach unserem westlichen Verständnis… Das haben die letzten Jahre ja ohne Zweifel gezeigt.

52: Django:

1. März 2016 um 15:52 Uhr

Was für eine Frage! Natürlich dürfen Journalisten mit Herrn Assad sprechen. Es wird sich sicherlich nicht lohnen, ihn täglich zu interviewen, so viel neues dürfte er nicht beizutragen haben. Aber ab und an sollte man sich schon ein Bild machen dürfen, wie der syrische Präsident die Situation sieht.

Die syrische Regierung ist eine der Parteien in diesem Krieg, und wenn man umfassend informieren will, muss man mit allen reden.

Nur wenn umfassend informiert wird, können wir als Konsumenten dieser Informationen uns einen eigenen Eindruck verschaffen.

53: alex66:

1. März 2016 um 16:00 Uhr

Der letzte Satz – “Wir hoffen mit dem Interview dazu beizutragen, dass sich die Zuschauer und Nutzer ein eigenes Urteil über den Syrien-Konflikt bilden können.” hat mir sehr gut gefallen. Wäre da nicht am Anfang “Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert…” gewesen.
Um ganz ehrlich zu sein – die Berichterstattung der ARD zu Syrien ähnelt der zu der Ukraine.
Als ob in der heutigen Zeit nur ARD, als Informationsquelle existiert. Wiedermal muss ich leider die voreingenommene Berichterstattung bei der ARD feststellen.
So tun, als ob man neutral und objektiv berichtet und dies wirklich zu machen, sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe.

54: sprutz:

1. März 2016 um 16:07 Uhr

Herr Gniffke, wir reden doch auch mit US Präsidenten und unsere “Freunde” sollen das auch sein. Die haben Napalm, Agent- Orange, Streubomben (Fassbomben) Uranmunition, Phosphor Bomben usw. eingesetzt. Foltern tuen sie auch Weltweit zb. in Polen Rumänien und Guantanamo. Also warum sollen wir nicht mit Assad reden?

55: Herr Talk:

1. März 2016 um 16:13 Uhr

Wir hätten schon viel früher mit ihm reden sollen.

56: Tobias:

1. März 2016 um 16:14 Uhr

Ich finde es toll wie die Redakteure immer gleich den “Beipackzettel” mitliefern. Bei dem Zugvideo war es genauso:”darf man so etwas zeigen?”
Und dann wird meist mit journalistischem Pflichtgefühl und der Aufklärungs- und Informationspflicht argumentiert.

Das Problem bei Assad ist doch dass er zunächst von den Medien dämonisiert wurde, und nun, nachdem klar wird dass ohne ihn alles noch instabiler werden wird und man aus den Fällen Afghanistan und Irak gelernt hat, dass mit Überwurf eines Regimes noch lange nicht eine demokratische Friedenskultur entsteht, wird von verschiedenen Seiten erwägt seine Position, als kleineres Übel im vergl. zu einem Failed- oder gar IS-Staat, zu stabilisieren.

Das die TS im Rahmen des Neoliberalen Medienkanons auf diesen Zug aufspringt ist wenig verwunderlich.

Das Waschen der Hände in Unschuld, und die moralischen Rechtfertigungen sind verwässernd . Ihre klare Position zu benennen wäre hingegen ehrlicher.

57: winstonsmith2014:

1. März 2016 um 16:18 Uhr

Darf man mit dem gewählten Präsidenten eines
Landes ein Interview mit festgelegten
journalistischen Regeln – keine abgesprochenen
Fragen, kein nachträgliches “Verschönern”,
eigene Reporter und Kameraleute – führen?
Was für eine Frage, Herr Dr. Gniffke.
Wäre zu schön, wenn diese Vorgaben künftig
auch für Sisi, Erdogan, Jazenjuk und
andere Despoten gelten würden.
Bei den beiden erstgenannten könnten Sie
noch nicht einmal auf einheimische Journalisten
zurück greifen, da diese in den Gefängnissen
der Herren einsitzen.
Ansonsten stimme ich Ihren Argumenten voll inhaltlich zu. Respekt. Es wäre zu schön,
wenn die T.S. den von Ihnen genannten
Leitlinien künftig folgt.
Den kleinen “Vorgabeeinschub” Giftgas vergessen
wir mal, immerhin kam das Unwort billige Sprengbomben (Fassbomben) und über 250.000
Tote (davon mehr als 100.000 tote Soldaten
der syrischen Armee) nicht vor.

58: sprutz:

1. März 2016 um 16:38 Uhr

Herr Gniffke,

“Mir ist bewusst, dass der Gifgaseinsatz nicht vollends belegt ist, da haben Sie Recht. Nehmen Sie mir den polarisierenden Einstieg in dem persönlichen Blogeintrag nicht übel – mir ging es um eine Sensibilisierung für die Frage, ob man mit jemandem reden soll,”

Hören sie auf das klein zu reden, dieser Stil hat Methode beim Öffentlich Rechtlichen. Man kann es auch Propaganda, Beeinflussung und Meinungsmache nennen.

59: Ewald 74:

1. März 2016 um 16:42 Uhr

Wenn der Russe nicht eingegriffen hätte, dann hätten wir deutsche gesagt: Nicht mit Assad reden, sondern beseitigen. Nun geht es nicht mehr wegen dem Russen. Doch trotzdem muss er weg. Dann schnellstens Neuwahlen. Doch ohne die geflüchteten? Ich glaube sollte das in Kürze passieren, dann gingen sicher über 50% wieder zurück.

60: Rita:

1. März 2016 um 16:53 Uhr

Nein, ein solcher Massenmörder darf nicht hofiert werden!

61: Anonymous:

1. März 2016 um 17:00 Uhr

Oh, Herr Gniffke,
Ihr Eingangsstatement “Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern” hat mehr Gegenwind ausgelöst als erwartet, nicht wahr? Darum rudern Sie im Beitrag 45 ein Stück zurück:
“Mir ist bewusst, dass der Gifgaseinsatz nicht vollends belegt ist, da haben Sie Recht. Nehmen Sie mir den polarisierenden Einstieg in dem persönlichen Blogeintrag nicht übel”
Doch, das nehme ich Ihnen übel und frage mich, ob das tägliche TS-Praxis ist, äußerst zweifelhafte Behauptungen uneingeschränkt als “harte Fakten” zu verkaufen.
Assad ist ein Diktator, aber kein Selbstmörder. Die Giftgasgeschichte ist ungefähr so glaubhaft wie die “Kuwait-Brutkastenlüge”, Saddams “Weapons of Mass Destruction” oder der angebliche polnische Überfall auf den Sender Gleiwitz.

62: Andreas Müller:

1. März 2016 um 17:24 Uhr

Die Frage, ob man mit Assad reden darf, ist schon peinlich. Mit Dispoten wie Pinochet hatte und hat man diese Frage nie gestellt.
Und ich finde es auch als unzumutbar, Assad den Einsatz von Giftgas zu unterstellen, obwohl vieles auf Rebellen hinwies. Denn gerade, wenn am Schluß des Beitrages der Hinweis gemacht wird, daß sich die Zuschauer und Nutzer ein eigenes Urteil über den Syrien-Konflikt bilden können, ist ein ehrliches Bild unabdingbar.

63: Markus Schröder:

1. März 2016 um 17:36 Uhr

Ja natürlich muss man mit Assad reden. Was denn sonst? Dies kindlich trotzige “Mit dem reden wir nicht weil …xyz” ist eines der Hauptprobleme in Politik und Diplomatie. Nur durch Gespräche lassen sich Vereinbarungen treffen und Verträge aushandeln. Wenn nicht mehr geredet wird, ist quasi alles zu spät, dann findet die Kommunikation mit anderen Mitteln statt. Deswegen ist es ja auch so hanebüchen dumm, sich in Deutschland hinzustellen, und zu posaunen “Mit der AfD reden wir nicht”. Selbst die Russen und Amerikaner haben im kalten Krieg nach der Kubakrise und nur einem durch Zufall verhinderten Atomkrieg begriffen, dass man miteinander reden muss – seitdem gibt es das rote berühmte Telefon. Ach ja, Herr Gniffke, auch wenn Sie es schon relativiert haben, Ihr Einstieg in den Blog ist für mich persönlich Propaganda. Lassen sie uns vernünftig diskutieren, das tut not. Aber bitte ohne vorauseilende Erziehungsbotschaften.

64: Gerhard Hartmann:

1. März 2016 um 17:41 Uhr

Herr Gniffke, stellen wir uns mal vor, die Frage ob man mit Assad reden darf würde mit nein beantwortet. Was würde das bedeuten? Wer würde ebenfalls unter eine solche Sperrklausel fallen?
Selbst wenn man einen Verbrecher resozialisieren will, muss mit ihm gesprochen werden. Wenn die Spirale der Gewalt in Syrien enden soll müssen alle Beteiligten miteinander sprechen! Und zwar immer wieder und auf lange Zeit.

65: Grottenolm:

1. März 2016 um 17:46 Uhr

Auch der türkische Präsident führt “Krieg” gegen einen Teil seines Volkes, ähem ja, sind ja auch Terroristen ?!
Fragt da jemand, ob man mit ihm reden darf ???
Aber nein, den braucht man ja unbedingt und huldigt ihm noch über alle Maßen.
Sprachlosigkeit und/oder bloße Gewalt haben noch nie ein Problem gelöst.

66: bille:

1. März 2016 um 17:56 Uhr

Wo ist das Problem? Wieso sollte man mit Herrn Assad nicht reden dürfen?
Mit Herrn Obama, Herrn Hollande, Herrn Cameron, Herr Erdogan – und wie die anderen Herrschaften so heißen – redet man doch auch.
Also: wo ist das Problem?

67: bille:

1. März 2016 um 18:02 Uhr

60: Rita:
1. März 2016 um 16:53 Uhr

Zitat: “Nein, ein solcher Massenmörder darf nicht hofiert werden!”

Es geht nicht ums hofierten, sondern ums sprechen.Das dann aber bitte mit KEINEM Massenmörder. Wer bleibt dann noch übrig?
Obama USA mit seinen Drohen? Nein.
Hollande Frankreich und Cameron GB mit den Bomben? Nein.
Und diese Herren “betätigen” sich grundsätzlich in anderen Staaten, nie zu Hause.
Zu Erdogan sag ich besser garnichts.

68: Quakbüdel:

1. März 2016 um 18:04 Uhr

Nun wird es interessant ! Ich möchte anregen,ein ähnliches Gespräch mit dem noch amtierenden US-Präsidenten zu führen. Dieser könnte seine Sicht der Dinge schildern und – ganz besonders – die Motive der USA , die zur Destabilisierung einer großen Region geführt haben, welche -je nach Sichtweise – unser Hinterhof oder Vorgarten ist. Die USA haben dort wirklich nix zu suchen, denn bei der Beseitigung der Schäden halten sie sich auch sehr zurück.

69: Jeremy:

1. März 2016 um 18:05 Uhr

Assad ist der Exponent eines mörderischen Regimes, der seine grausame Herrschaft mit Hilfe der schiitischen Terroristen von der Hisbollah gerade noch stabiliseren konnte und der bis heute kaum etwas gegen den IS unternimmt (aus Kalkül).

Von mir aus kann man Assad interviewen, dann aber bitte auch die Gegenseite zu Wort kommen lassen. Es darf nicht sein, dass ausgerechnet jene Seite, die mit weitem Abstand die meisten Toten auf dem syrischen Schlachtfeld zu verantworten hat, hier Medienpräsenz erhält, seine Gegner jedoch nicht.

70: bille:

1. März 2016 um 18:18 Uhr

68: Jeremy:
1. März 2016 um 18:05 Uhr

“…seine Gegner jedoch nicht.”

Vielleicht reicht der Platz aber auch nicht aus. Haben Sie schon mal gezählt, wieviele “Gegner” es da gibt? Das geht beim IS an, über Al-Nusra, dann die “moderate” FSA mit seinen hunderten von Untergruppen, usw.usw.usw.
Im übrigen wird ist das nun das 2. Interview mit Herrn Assad. Die Sichtweise und die Verlautbarungen der “Syrischen Menschenrechtsstelle in London” ;)) kommt doch nahezu täglich zu Wort. Diese Stelle IST das Sprachrohr der “moderaten” Rebellen.

71: Schneider, Andreas:

1. März 2016 um 18:20 Uhr

Ich hab die bisher veröffentlichen Kommentare gelesen und und bin überrascht wie eindeutig sie sind. Ich frage mich sind sozusagen alle Kommentatoren da verblendet oder doch vielleicht der Herr Journalist. Ich hab jetzt nicht prüfen können ob die immer wieder vorgebrachte Argumentation der “Giftgaseinsatz von Assad wäre strittig(auch in den Gremien der UNO)zutrifft. Wenn das aber zutrifft dann erschüttert das doch mein Vertrauen in den Journalismus , speziell der öffentlich rechtlichen erheblich.

72: Jens E:

1. März 2016 um 18:32 Uhr

Werter Herr Gniffke !
Auch mit ihnen muss man reden , obwohl Sie keineswegs erlich zu uns sind, welche ihnen den Lohn bezahlen müssen.
Das der Sarinangriff auf Ghouta Damaskus von Assad verübt wurde ist keineswegs belegt , Sie stellen es aber als belegt in den Raum, das ist so nicht hinnehmbar. Sie als Journalist wissen sicher genau das Oppositionsabgeordnete in der Türkei Beweise in den Händen halten, die belegen das die Türkei die Nusra-Front mit Sarin versorgt hatte und die UN hatte belegt , das die verwendeten Rakete nur aus Rebellengebieten abgeschossen sein konnte. Der Gas-Angriff kam just zu der Zeit als Obama die rote Linie nannte um Syrien anzugreifen.
Ich kann ihnen nur nahelegen erlicher zu werden, wenn ihnen der Staatsauftrag der Öffentlich Rechtlichen am Herzen liegt uns Sie die Glaubwürdigkeit der Medien ernsthaft verbessern wollen.

73: George:

1. März 2016 um 18:40 Uhr

Natürlich kann man mit Assad reden. Aber warum werden ihm nicht die entscheidenden Fragen zum Massenmord an seinem Volk gestellt? Dabei geht es nicht nur um den Krieg, den sein Regime gegen Zivilisten führt, sondern auch um das Töten in den Gefängnissen. Leider erhält Assad im Wochentakt die Möglichkeit, sich in der Öffentlichkeit zu legitimieren. Und genau das bewirken diese Art von netten Interviews. Das ist leider sehr enttäuschend.

74: Matthias Engel:

1. März 2016 um 18:46 Uhr

Habe ich etwas verpasst? Selbst die Tagesschau macht in ihrem Artikel vom 7.8.15 deutlich, dass es noch nicht bestätigt ist, wer das Giftgas tatsächlich eingesetzt hat (http://www.tagesschau.de/ausland/syrien-337.html).

Solche bewusst eingesetzten, obwohl unbestätigten Vermutungen, in einer Einleitung, entfalten ihre Wirkung – und beweisen wieder einmal wie frei unsere Medien tatsächlich sind. Ich möchte mit Assad keinen Kaffee trinken gehen, aber noch weniger mit der angeblich so gemäßigten Opposition!

75: Robin Huq:

1. März 2016 um 19:25 Uhr

Was für eine blöde Frage… Natürlich darf man!!! Und als Journalist ist es ihr Job! Egal mit wem ob Diktator oder sonst wer, ob gut oder böse… Was diese Person sagt, ob gut oder schlecht interessiert die Öffentlichkeit. Was aus einem Interview herauskommt, hängt von der sprachlichen Gewandtheit des Journalisten ab. Diese Frage finde ich absurd.

76: winstonsmith2014:

1. März 2016 um 19:27 Uhr

ich bin ebenfalls überrascht, wie viele “User”
sich hier unzensiert zu Wort melden können
sowie über das bisherige Meinungsspektrum.
Ich schließe hieraus, dass sehr viele
Menschen die T.S. immer noch sehr ernst nehmen
und auf Besserung zu guten Journalismus hoffen.
Das Assad – Interview in dieser schwierigen Phase
könnte ein erster Anfang sein.
Ich bin weder “Troll” noch bezahlter “Basher”,
einfach nur politisch interessiert – auch
für meine Enkelkinder – und möchte wieder
die T.S. als erste Informationsquelle nutzen, ohne
gleich die von Russland gesponserten Internetquellen abfragen zu müssen, insbesondere
Syrien und die Ukraine betreffend.

77: Robby:

1. März 2016 um 19:28 Uhr

Assad hat den Krieg schon gewonnen, in wenigen Jahren wird er den Friedensnobelpreis erhalten.

78: Dr. Kabus:

1. März 2016 um 19:36 Uhr

Wenn man mit Assad redet, dann bitte auch mit dem IS! Ansonsten erweckt das den Eindruck, Herr Assad wäre humaner/zivilisierter. Wenn man sich die Verbrechen ansieht, die er beging/begehen ließ, ist das nicht der Fall. Also bitte Neutralität und jetzt Interviews mit dem IS!

79: Petra:

1. März 2016 um 19:43 Uhr

Darf man mutmassen, dass Objektivität in der Berichterstattung unter Umständen dadurch getrübt ist, dass Syrien sich im Krieg befindet und Deutschland als Drittland nicht ohne Interesse in diesem Krieg ist? Deutschland ist mindestens mitbetroffen, was an der massenhaften Aufnahme syrischer Flüchtlinge deutlich wird.

Ich bin gespannt auf Gegenargumente.

80: Nemesis 76:

1. März 2016 um 20:07 Uhr

Ihre Anfangszeilen:

“Er hat Giftgas eingesetzt, er hat Städte bombardiert, er lässt Menschen aushungern, in seinen Gefängnissen wird gefoltert – und mit so jemandem führen wir ein Interview. Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht? Darf man mit Baschar al-Assad reden?”

Was hat dies mit Journalismus zu tun ?????? Was hat dies im finanzierten ÖR zu suchen?

So gewinnt “man” jede Menge vertrauen.Hut ab! Respekt

81: Sali:

1. März 2016 um 20:12 Uhr

Was musste ich gerade in der tagesschau hören? Assads Mitarbeiter haben diktiert, welche Auszüge des Interviews in der tagesschau gezeigt werden??? Aber das ganze Interview sei “ohne Zensur” zu sehen??? Unfassbar! Damit hat Herr Aders wörtlich zugegeben, dass die Zensur von Assad bis nach Deutschland reicht und die tagesschau macht dabei einfach mit! Das geht zu weit!

82: Sali:

1. März 2016 um 20:18 Uhr

“Mit Assad zu reden und ihn zu befragen bedeutet nicht, sich mit ihm gemein zu machen, seine Politik gut zu heißen oder zu tolerieren.”

Wenn Assads Mitarbeiter (mit?)bestimmen, welche Ausschnitte aus dem Interview in der tagesschau gezeigt werden (und das taten sie laut Herrn Anders!), dann machen Sie sich sehr wohl gemein mit Herrn Assad!

“Und jeder muss für sich entscheiden, ob man ihm diese Plattform bietet. Ich habe von Anfang an eine klare Haltung dazu gehabt: Ja…”

Diese (zugeben gekürzten) Ausschnitt kann man auch so stehen lassen. Toll, liebe tagesschau. Auch wenn nach dem “ja” sinngemäß ein “aber” folgt. Es ist ein ja. Man bietet hier Assad eine Plattform, wenn er die Ausschnitte in der tagesschau mitbestimmen darf. In dem Kommentar von Herrn Gniffke lese ich davon gar nichts. Dazu musste man schon Herrn Aders gerade genau zuhören und es war wohl kein Versprecher!

83: Shari:

1. März 2016 um 20:34 Uhr

Der Großteil der Syrischen Bevölkerung steht hinter Assad, das Eingreifen der USA & den europäischen Staaten, sollte es ein Bürgerkrieg sein verstößt gegen das, von Syrien unterzeichneten Völkerrecht, die Anschläge die Assad verübt haben soll, sind laut vielen unabhängigen Wissentschaftlern wissenschaftlich unmöglich und trotz alledem ist Assad ein Diktator dem man nicht glauben kann und die Hirnzwerge des Staatlichen Fernsehens, die ihren Bildungsauftrag bis dato nicht verstanden haben fragen tatsächlich ob man seiner Beruflichen Verpflichtung nachgehen darf.

Sollte man mit Assad reden? Natürlich – wir scheuen nicht uns mit wahren Diktaturen in unseren Allianzen zu Rühmen – Kuweit, die seit Jahrzehnten Menschen & Völkerrecht mit Füßen treten, Saudi Arabien – muss man dazu was sagen? Die Frage ist nicht “Darf man mit Assad reden” – Die Frage sollte sein “Warum erst jetzt?” Die einseitige Berichterstattung durch die Öffentlich-Rechtlichen nervt solangsam.

84: Bernd Tippelt:

1. März 2016 um 20:52 Uhr

ARD , Deutsche Journalisten – Warum gibt es erst jetzt so ein Interview und nicht schon viel früher ???? Es wurde höchste Zeit – hoffentlich ist es noch nicht zu spät. Danke

85: Carsten Krahl:

1. März 2016 um 21:02 Uhr

Papa? Darf man mit Assad reden?

Die Überschrift ist ungeeignet. Sie unterstellt dem Leser er wäre vollkommen unbedarft und müsse an die Hand genommen werden!

86: Heidi:

1. März 2016 um 21:05 Uhr

warum veröffentlicht tagesschau.de nicht das gesamte (30 min.) Interview mit Assad in voller Länger, damit sich jeder ein eigenes Urteil bilden kann?
Heidi

87: Dejan Nikolić:

1. März 2016 um 21:06 Uhr

Eine absolut dumme Frage welche vom Zustand und Grad der “Unabhängigkeit” der Presse in der “westlichen Welt” zeugt.
Die Frage sollte lauten: “Warum darf man mit Assad kein Interview machen?”

88: winstonsmith2014:

1. März 2016 um 21:21 Uhr

Habe das Interview jetzt auch gesehen.
Kompliment an die ARD und den beteiligten
Personen. Das war sehr guter Journalismus.
Jeder kann sich nun ein eigenes Bild über
den syrischen Präsidenten und dessen
Lage machen.

89: Wichmann:

1. März 2016 um 21:26 Uhr

“Er hat Gftgas eingesetzt”
Genau das wurde vom IRAK unter Hussein auch behauptet und führte zu 2 Golfkriegen. Erst Jahre später als es sich nicht mehr leugnen lies ,wurde zugegeben es war nur der Vorwand .

90: Dejan Nikolić:

1. März 2016 um 21:35 Uhr

@49 : Obama hat nach dem gennanten Giftgasangriff nicht etwa aus Wissen um die Urheber nicht angegriffen. Die Urheber sind den USA egal, solange diese den politischen Zielen der USA nicht entgegenstehen. Der wahre Grund von Obamas “Rückzieher” war Putins “Rote Linie”. Die Erkenntnis das es die Russen dieses mal Ernst meinen ( die spätere Intervention seit Okt. 2015 belegt dies ), hat die USA vor einem militärischen Eingreifen gegen Assad abgehalten.

91: Georg B.:

1. März 2016 um 21:49 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
ich finde es wichtig dass Reporter mit Herrn Assad reden. Er muss sich verantworten vor dem syrischen Volk, und das sollte auch politisch begleitet werden.
Lassen Sie mich doch als Blogbetreibender und Verantwortlicher in der ARD fragen, in wie weit Sie bereit sind, selbst Verantwortung für die Qualität der journalistischen Arbeit zu übernehmen. Es ist doch ein leichtes, über andere zu schimpfen und selber Fehler nicht einzugestehen.
Sie Wissen sicherlich, dass der ARD-Medienrat die Berichterstattung über die Ukraine kritisierte. Sie schreiben jetzt, dass der Giftgasangriff auf die Regierung Assad zufällt, ohne das mit gesicherten Quellen zu belegen. Das erinnert mich an Herrn Powell, als er vor der UNO die Existenz von später nicht auffindbaren Massenvernichtungswaffen behauptete. Aufgrund dessen sind ja die USA in Irak eingefallen, was zu ca. 1 Mio. Toten führte. Warum stellen Sie nicht die Frage nach der Verantwortung gegen den damaligen Präsidenten der USA?

92: labodo:

1. März 2016 um 21:56 Uhr

Die T.S. ist ja direkt über seinen Schatten gesprungen.

Selbst die Amerikaner sind inzwischen vorsichtiger geworden.

Warum? Weil die Welt es satt hat, belogen, getäuscht und benutzt zu werden.

Zum Glück gibt es Leute wie Snowden und viele investigative Journalisten von Format, die sich nicht kaufen lassen.

93: Paul:

1. März 2016 um 22:01 Uhr

Assad hat den “IS” überhaupt erst erschaffen (so wie “Al Nusra”)…

Wer mit dem noch redet, verkennt, wer die Ursache des eigentlichen Problems ist.

Wir in Europa haben es uns 4 Jahre schön einfach gemacht, zugesehen und gewartet, was passiert. Unser “Politiker” sind erst wach geworden, als mehr als 1.000.000 Menschen in unser Land gekommen sind – und jetzt auch nur halbherzig.

Nein- Ursache in Syrien ist nicht das Eingreifen das Westens, sondern das NICHT-EINGREIFEN des Westens!
Wenn es uns ernst wäre, würden schon längst Bodentruppen der westlichen Welt Sicherheitszonen schaffen, Regimetruppen bekämpfen und den IS von seinen Basen im Irak abschneiden.

Allein, es fehlt der Wille… (Und im Falle DEU auch alle Mittel, danke schwarze Null)…

94: Bernie:

1. März 2016 um 22:24 Uhr

“Darf man mit Assad reden?” Was soll die Frage, wir reden doch auch mit den USA, der Türkei, Saudi Arabien usw., die permanent Menschenrechtsverletzungen begehen und das Völkerrecht brechen, wann immer es ihnen beliebt. Assad ist schlimm – keine Frage, aber das ist Erdogan auch.

95: soppel:

1. März 2016 um 22:34 Uhr

ich habe mir abgewöhnt die berichterstattung der oeffentlich-rechtlichen zu lesen. die fehlende objektivität haengt mir mehr als zum halse heraus. darum nutze ich die gelegenheit, um ihnen geehrte forennutzer zu danken. ihre kommentare sind in ihrer gesamtheit informativer als die meinung unwissender reporter. vielen dank!

96: soppel:

1. März 2016 um 22:54 Uhr

Der oberste geistliche der christlichen Kirche Syriens sagte sinngemaess in einer gespraechsrunde des deutschlandradio kultur- nicht Assad ist das Problem, sondern die stetige Einmischung des Westens und der Medien. Es gibt nicht die Opposition in syrien. Es sind viele kleine Gruppen mit unterschiedlichen zielen. Also lasst uns endlich in Ruhe.-
Er sollte es wissen!

97: Bundeswehropa:

1. März 2016 um 23:30 Uhr

1.) Frieden schließt man mit den Feind, mit wem denn sonst? Also redet man auch mit Assad!
2.) Alle Kriegsparteien sind in einen Krieg oder Bürgerkrieg Massenmörder! Und das war noch niemals anders!
3.) Beide(!), und nicht nur eine Kriegspartei, führen in einen Bürgerkrieg Krieg gegen das eigene Volk!
Das ist also eine rein rhetorische Floskel!
4.) Zivilisten sind nach dem Völkerrecht alle Personen, die weder Soldaten einer staatlichen Armee, noch Kämpfer einer regulären Miliz sind!
Ob Taliban, IS oder Al-Nusra-Front, IRA, RAF oder Schulmädchen, sie sind alles Zivilisten und somit Teil der Zivilbevölkerung!
5.) Die Anwesenheit von nicht im Kampf stehenden Zivilisten, darf nicht als Anlass genommen werden, Kämpfe von einen Ort fernzuhalten! Denn sonst würden alle Kriegsparteien pausenlos Geiseln nehmen!
6.)Das Aushungern von Zivilisten ist nur dann verboten,wenn diese sich außerhalb und nicht innerhalb eines militärisches Schlachtfeldes befinden! Nur dann!

98: Uwe Protsch:

1. März 2016 um 23:44 Uhr

Ich weiß auch nicht, warum ich den zahlreichen Kommentaren noch meinen Senf hinzufüge. Vielleicht, um meinen Respekt vor den Journalisten zum Ausdruck zu bringen, die es tatsächlich schaffen, einen Verbrecher wie Assad zu interviewen. Ich selbst könnte das nicht, weil mir die nötige Selbstdisziplin fehlt. Trotzdem ist es wichtig, dass Journalisten ihre Arbeit tun, denn um sich ein Urteil zu bilden, brauchen wir ALLE Informationen, auch die, die uns nicht gefallen mögen.

Ich kann gut verstehen, dass es eine Gratwanderung ist, ein Interview mit Assad zu führen. Es besteht immer die Gefahr, dass Typen wie er die Gelegenheit nutzen, PR für sich zu machen. Meiner Meinung nach müssen Journalisten dieses Risiko eingehen. Schließlich obliegt es dem Leser oder Zuschauer, die Informationen zu werten. Aus dieser Verantwortung kann ihn niemand entlassen.

Ich will bei dieser Gelegenheit betonen, dass ich gerne meinen Rundfunkbeitrag für seriösen und engagierten Journalismus entrichte.

99: pipilampumpf:

2. März 2016 um 00:18 Uhr

“Gibt es für Journalisten eine moralische Grenze, mit wem man spricht? ”

Ich hab ja schon viele schräge Fragen gehört … aber die toppt alle !

Ich würde mit meinem größten Feind alleine schon aus dem Grund reden, um ihn zu bezwingen! Eine andere Möglichkeit gibt es doch gar nicht!

Jedes Wort aus seinem Mund und sei es noch so falsch ist Grundlage für jedes weitere Handeln!

Ich kann mich ja NUR MIT jemandem streiten. Ohne geht nicht.

Nicht reden ist rudimentär.

Wieso wird hier sowas in Frage gestellt? Versteh ich nicht.

100: löp:

2. März 2016 um 00:35 Uhr

Assads Mitarbeiter wollten einfach sicherstellen, dass zumindest etwas von dem Geist des gesamten Gespräches sich in der Zusammenfassung auch wiederfindet. Es wurde also mit der ARD wohl nicht so sehr gestritten um das, was gezeigt werden darf (denn man möchte sich ja mitteilen in einem Interview) sondern um das, was gezeigt werden sollte, damit eine ausgewogene Zusammenfassung des Gesamtgesprächs entsteht.

101: pipilampumpf:

2. März 2016 um 01:09 Uhr

Wie hat Seller gesagt:

“Greifen wir zum Äußersten – lasst uns reden.” :D

102: Frank Roeder:

2. März 2016 um 01:10 Uhr

Ja , man soll mit ihm reden
Sehr gutes Interview/ Wortlaut ohne Auslassungen und Zufügungen, wie es scheint. Ein aus meiner Sicht úberzeugender Präsident Assad. Das von ihm dargestellte Bild deckt sich überwiegend mir meiner im Laufe der Jahre gefestigten Meinung, nämlich dass dort ein, von den geopolitischen Machtinteressen der USA und Russlands und einiger mehr geprägter Stellvertreterkrieg zu Lasten der Zivilbevölkerung mit dem Risiko eines Flächenbrandes und der Destabilisierug der ganzen Region (wie bereits im Irak, Afganistan, Libyen u. a. geschehen) stattfindet.

103: Jeremy:

2. März 2016 um 10:43 Uhr

Worauf sich die ARD da eingelassen hat, kann ich nicht verstehen:

Die ARD lässt sich allen Ernstes von Mitarbeitern eines grausamen Diktators vorschreiben, welche Teile eines Interviews vor einem Millionen-Publikum ausgestrahlt werden dürfen und welche nicht. Das gesamte Interview hingegen wird lediglich im Internet zur Verfügung gestellt, wo die Zugriffszahlen um Dimensionen geringer sind. Die einzige Erkenntnis aus dem Vorgang für mich: Die Medienprofis von Assad sind jenen der ARD turmhoch überlegen. Assad konnte ihm genehme Passagen einem Millionen-Publikum in Deutschland präsentieren. Was ihm hingegen nicht so wichtig schien (oder nicht so gefiel), wird mit minimaler Reichweite verbreitet … . Die ARD muss sich ernsthaft fragen lassen, ob sie sich mit dieser akzeptierten Einflussnahme auf die eigene Berichterstattung nicht zum Erfüllungsgehilfen der Assad-Propaganda gemacht hat. Wie unabhängig ist Journalismus, wenn der Interviewte über die Reichweite der Inhalte entscheidet?

104: Mensch:

2. März 2016 um 11:31 Uhr

Warum sieht man im deutschen TV solche Videos eigentlich nie ungeschitten und in voller Länge?

105: bille:

2. März 2016 um 12:44 Uhr

93: Paul:
1. März 2016 um 22:01 Uhr

Zitat: “Assad hat den “IS” überhaupt erst erschaffen (so wie “Al Nusra”)…”

Vielleicht sollten Sie sich infomieren, bevor Sie solche Unwahrheiten verbreiten. Woher kommt der IS? Sicher nicht von Assad, sondern gefördert durch unsere guten Freunde.

106: Andronico:

2. März 2016 um 12:49 Uhr

Es ist die Aufgabe der Medien möglichst das ganze Bild zu liefern. Das impliziert, dass man auch mit Assad reden können muss. Hans-Dietrich Genscher hat einmal gesagt: “Wer nicht schießen will, muss reden”. Nun wird in Syrien schon viel zu lange geschossen, also könnte man sagen, wer das Schießen beenden will muss reden.

Assad ist eine Realität, ein Akteur in diesem Konflikt, ob uns das gefällt oder nicht. Und keine Frage, er hat sehr viel Blut an seinen Händen. Aber hat die Tageschau je die Frage gestellt, ob man mit George W. Bush reden darf? Oder mit Tony Blair? Wenn Seehofer zu Putin fährt ist die Empörung groß. Wenn Merkel mal wieder keine klaren Worte zu Obamas Drohnen-Programm findet ist das keine Meldung wert. Wir sollten uns vor Doppelmoral hüten, man muss mit Obama und Putin reden können, mit den Saudis und dem Iran, mit Assad und selbst mit dem IS. Man darf dem Zuschauer dabei auch durchaus zutrauen, dass er das richtig einordnen kann.

107: SchallundRauch:

2. März 2016 um 13:10 Uhr

Darf man mit Assad reden? Ja warum denn nicht? Im Gegenteil, man müsste mehr mit ihm reden, denn Gespräche sind doch noch das beste Mittel, um zu erfahren, wie das Gegenüber so denkt. Das, genau das erwarte ich von öffentlich-rechtlichen Medien, nämlich direkt hingehen und fragen und die Antworten unverfälscht und unverkürzt wiederzugeben. Danke, dass die ARD das wenigstens ab und zu macht, siehe jetzt bei Assad, aber auch wie mit Seipel bei Putin.
Freilich, durch das Interview kann sich dankenswerterweise nun jeder seine eigene Meinung mal ohne Zwischenschaltung verzerrender Meinungshändler bilden, und das wird denen nicht gefallen, die so lange für Dialog, Meinungs- und Pressefreiheit sind, solange ihre Sichtweise alles beherrscht. Das Interview durchbricht nun die lästige Angewohnheit, über- statt miteinander zu reden, einseitiges Verurteilen statt beide Seiten zu Wort kommen zu lassen. Bitte mehr davon!

108: Wiwahn:

2. März 2016 um 14:19 Uhr

Es ist schon bezeichnend wenn 99% der Kommentatoren mehr wissen als die “unabhaengigen Journalisten” berichten (duerfen). Und 70% der Leser den Verfasser mehr oder weniger direkt auf seine tendenzioese Schreibweise aufmerksam machen. Qualitaetsjournalismus aus Deutschland, einfach traurig. Im Interview hat Assad uebrigends mit klugen, dezenten aber wahren Aussagen geglaenzt, trotz der zum Teil ebenfalls einseitigen Ansichten und Fragestellungen des Herren Anders. Wenn die Medien mehr die Wahrheit berichten wuerden haetten wir uns eine Menge Aerger ersparen koennen und dem syrischen Volk einen Proxykrieg.

109: Duisburger Merkator:

2. März 2016 um 14:29 Uhr

Danke, dass Sie fragten! Meinen Schülern, unter denen seit einiger Zeit ja auch Syrer/Syrerinnen sind, kann doch nur so deutlich werden, dass hierzulande – würdevollst -vor allem eines doch gilt: meine Meinung hab ich mir “gemeint”, weil ich die volle und freie Auswahl hatte – hierzulande – unter den verschieden(st)en, die sich aneinander spiegeln, sprich reflektieren können – vgl. eben auch http://www.nachdenkseiten.de/?p=31734#more-31734.
Als Lehrer, welcher auch publuzistisch/kommunikationswissenschaftlich ausgebildet ist, wünsche ich mir (gebührende) Unvoreingenommenheit auch in der Gesprächsführung, d. h. auch auch der in Fragestellungen implizierten Perspektive – inklusive Offenheit natürlich zu historischen noch offenen Fragen (Giftgas und rote Linien betreffend meinetwegen, s. bspw.: http://www.lrb.co.uk/v36/n08/seymour-m-hersh/the-red-line-and-the-rat-line

Merci in diesem Sinne
Duisburger Merkator

110: Reinhard Lerche:

2. März 2016 um 18:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
sicherlich wird auch mit der Wiederholung der Behauptung: Der Einsatz von Giftgas wäre durch Assad erfolgt, nachdem nun mehrfach Untersuchungen auf den NATO-Staat Türkei hinweisen, nicht Wahr(er). Sicherlich wird hier eher Medienkompetenz von Ihnen gefordert – m. E. nicht gefördert.
Sicherlich lesen auch Sie Informationen von Wikileaks. Auf: http://www.heise.de/tp/artikel/47/47557/1.html wird nun die Destabilisierung des “Assad-Regiems” ganz anders belegt. Welcher Stellvertreterkriege hier auch immer ablaufen, brauche ich Ihnen nicht mitzuteilen. Da Sie viel eher an diese Informationen gelangen können als unsereins (Sie sitzen quasi an der Quelle), frage ich mich ernsthaft, warum von Ihnen diese Informationen ausgeblendet wurden!
Mit freundlichen Grüßen
Reinhard Lerche

111: pio ziltz:

2. März 2016 um 20:35 Uhr

Die meisten Syrer die ich kenne sind vor Assad und seinem Regime geflüchten.Warum wurde in dem Interview
nicht die Caesar Fotos angesprochen( Die Fotos von 11.000 ausgehungerten und brutalst verstümmelten Leichen auch Kinder).In syrischen Gefängnissen werden laut Uno Zehntausende Menschen gefoltert und getötet,Aktivisten spechen von ungefähr 200.000-250.000 Verschlebten seit 2011.Es deutet sehr wohl darauf hin das der Sarinangriff in Ghuta nahe Damaskus (die Luftwaffe von Assad hat immer wieder Chlorgas eingesetzt was human right watch beweisen konnte)von dem Assadregime begangen worden war.Warum wurde nicht gefragt warum Fassbomben nicht an der Front abgeworfen werden und was es für ein nutztn hat sie mit Metalsplitter z.b Nägeln zufüllen.Außerdem begingen Assads-shabiha Massaker und Vergewaltigten(systematisch) schon lange bevor Daesh(IS)für ähnliche Gräuel berühmt wurde.Assad lässt extra den Is Wuchern und koperiert manchmal sogar mit ihm.Das kleinere Übel ist er aufjedenfall nicht

112: Jens E:

3. März 2016 um 13:54 Uhr

@111: pio ziltz:
Es gibt in Kriegsberichterstattungen dutzende und hunderte von Fälschungen , heutige Kriege werden von allen Seiten mit Lügen geführt um Kriege zu rechtfertigen und das Feindbild möglichst grausam erscheinen zu lassen. Die Bilder von denen du sprichst gehören sicher auch dazu. Im Syrienkonflikt gab es soviele mediale Kampagnen und danach wurden jedesmal die medialen Fälschungen aufgedeckt , das nicht nur Assad vor ein Gericht müsste , sondern alle westlichen Politiker und Medienvertreter ebenso !

113: Franz Kuhn:

3. März 2016 um 17:52 Uhr

Assad steht zu seinem Volk, sein Volk steht in grosser Mehrheit zu seinem Präsidenten. Noch im Sommer 2014 wurde Assad unter schwierigsten Bedingungen wiedergewählt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sidentschaftswahl_in_Syrien_2014#Ergebnis
Mit jedem Staatspräsidenten muss man reden können.

114: Eric Raasch:

3. März 2016 um 22:13 Uhr

“Er hat Giftgas eingesetzt”
Erste Zeile, erster Satz und schon versagt nach allen Regeln des Journalismus und des letzten Restes von Anstand.
So etwas darf nicht passieren. Unter keinen Umständen.

Die Kommission, die ausgeschickt wurde hatte damals nicht einmal den Auftrag, irgendetwas darüber herauszufinden, WER das Giftgas eingesetzt hat. Deshalb wissen wir bis heute nicht, WER dort Giftgas eingesetzt hat.

Nur eines ist sicher: Wenn es Assad getan hätte, dann wüßten wir es.

Bye bye ARD

115: wütender Beitragszahler:

4. März 2016 um 08:49 Uhr

Der o. g. Blogbeitrag von Herrn Dr. Gniffke enthält lange bekannte Falschbehauptungen und bereits widerlegte Unterstellungen.

Wie in den anderen Kommentaren überwiegend nachzulesen, wird dies massiv kritisiert – zu Recht.

Hätte irgend eine Referendar oder eine kleine Sekretärin solchen Schwurbel von sich gegeben, man könnte es wegen Unerfahrenheit oder Inkompetenz kritisieren.

Wir reden aber hier von einem Herrn in einer Schlüsselposition in den öffentlich rechtlichen Medien. Wenn schon Politiker wegen manipulierter wissenschaftlicher Arbeiten und Fehlleistungen ihre Posten räumen müssen, so sollte auch Herr Dr. Gniffke mit der gleichen Konsequenz rechnen, nämlich dem Rücktritt oder der Entfernung aus der gehobenen Position wegen erwiesener handwerklicher Fehler im besonders schweren Fall. Nur mit dieser Konsequenz können wir unsere vorgegaukelt “öffentlich rechtlichen” Medien wieder zum dem machen, was sie eigentlich sein sollen – echt öffentlich rechtlich.

116: doc.ironymus:

4. März 2016 um 16:48 Uhr

Ich hätte mir vor 50 Jahren nie vorstellen können, wie in den Medien gelogen werden wird…
Und mindestens ebenso konstruktiv ist die Ignoranz kritischer Meinungen und Fragen, wie wir sie nahezu alltäglich erleben. Da werden keine Interviews zum Thema gegeben, teils nicht mal Anfragen beantwortet.
In trauter Übereinstimmung sind Sie, Herr Dr. Gniffke, auch auf die weiteren bereits eingangs gestellten Fragen, die alle unser westliches “Wertegerüst” betreffen, nicht eingegangen. Worauf eigentlich begründet sich Ihre Meinung, das nicht nötig zu haben?
Unbequeme Dinge einfach aussitzen – und dann einfach weitermachen. War was?
So ist das mit dem G-Wissen der Journalisten i.a.P. (in abgesicherter Position).

117: Ostermeier:

14. März 2016 um 16:32 Uhr

Natürlich muss man mit Herrn Assad reden, denn es gibt immer noch Bevölkerungsgruppen, die für ihn in den Krieg ziehen. Es sind nicht überwiegend ausländische Söldner die für ihn kämpfen und letztlich tatsächlich die von ihm angeordneten Gräultaten verüben oder auch nur einfach kämpfen und sterben. Die Frage, die ich viel zu wenig bisher hinterfragt sehe, ist, warum tun sie dies eigentlich, was sind ihre Hoffnungen, Ängste und Motive. Erst wenn man diese erfasst hat und in die Überlegungen mit einbezieht kann man zu einem funktionierenden Interessenausgleich und einem anhaltenden Frieden gelangen.

MFG

118: Johannes Richard:

18. März 2016 um 11:53 Uhr

In der Süddeutschen war vor kurzem ein erschüternder Artikel über die Folter auch von Jugendlichen in sysrischen Gefängnissen. Solchen Leuten wie Assad darf man keine Bühne bieten. Niemals. Schade, dass die ARD nicht widerstanden hat.

119: Marko Bruch:

18. April 2016 um 16:11 Uhr

Leider muss man mit Assad ins Gespräch kommen.
Es gibt keine andere Wahl.

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