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ARD-aktuell

8. Dezember 2015

Wer sucht da eigentlich Schutz in unserem Land?

Weder habe ich Krieg erlebt, noch ahne ich wirklich, was er anrichten kann. Wir sind Kinder des Friedens. Viele Schutzsuchende aber kommen aus dem Krieg. Ich stelle also Fragen aus einer friedlichen Welt. Das klingt so:

Gehe zu einer Erstaufnahmeeinrichtung, drehen dort etwas für die Tagesthemen, frage höfliche Afghanen: Könnte es sein, dass unter Euch Flüchtlingen auch Terroristen sind? Sie bewahren die Form, aber sie sind über diese Frage verwundert. Klingt wohl naiv in ihren Ohren. „Ja natürlich, kann das sein. Terroristen können alles tun, wenn sie wollen. Deshalb sind sie ja Terroristen.“ Stimmt. „Deshalb sind wir doch genau vor diesen Leute geflohen.“ Stimmt auch. Und natürlich denke ich sofort, für wen hat dieser Junge in Afghanistan gekämpft? Sie kommen ja schließlich nicht aus der Schweiz, nicht aus dem Robinson Club, sie kommen aus dem Krieg und irgendwas haben sie da natürlich auch gemacht. Ich taste mich heran, an die Neuen.

In einem Heim spreche ich mit einem Familienvater, der sofort von seiner Familie erzählt, die weit weg in einem Lager überlebt, nichts zu essen, zum Teil verletzt. Auf dem Handy starrt er immer auf die Bilder. Er kann von nichts anderem reden und will sie hier in die Sicherheit holen. Und, sagt er, sein Kopf sei so voll von Sorgen, da passe keine Deutsch-Lektion rein. Ginge einfach nicht. Blockade. „Das ist doch deine Zukunft hier, da musst du die Sprache lernen,“ rede ich ihm zu. „Wenn du kein deutsch kannst, halten die Deutschen dich für einen Trottel.“ Er hört zu. Ich sage, gehst du also morgen zum Kurs? Er schüttelt den Kopf. „Wie willst du denn hier leben, ohne die Sprache?“ Er sagt, „ich kann nicht. Ich kriege nichts in meinen Kopf.“

Später erfahre ich, er gehört zu der religiösen Minderheit der Jesiden. Die, auf die der IS es abgesehen hat. Frauen versklavt. Horrorgeschichte haben wir darüber gehört und gelesen. Ich erzähle die Geschichte des Jesiden einem syrischen Kollegen. Stell dir vor, sage ich, der kriegt kein deutsches Wort in seinen Kopf. Der gebildete und aufmerksam zuhörende syrische Kollege versucht mir, dem Kind des Friedens, zu erklären, was es bedeutet, wenn einer, der den Krieg überlebt hat, so etwas sagt. „Er hat eine Depression. Du weißt nicht, welche Ängste er hat und was er schon erlebt hat.“ Das stimmt. Und seine einzige Sorge ist nun der Familiennachzug. Er sitzt in dieser Einrichtung und ist nicht mal fürs Asylverfahren registriert. „Er kann jetzt noch nicht lernen. Er kommt aus dem Krieg.“ In diesem Gespräch wird mir dann richtig klar, dass ich als Friedensmensch das kaum verstehen kann. Hab die Erfahrung nicht. Ich denke immer noch in der Logik, als hätte ich einen Schweizer Bundesbürger vor mir zu haben und nicht einen Syrer, der 5 Jahre Krieg überlebt hat. „Er wird deutsch lernen, aber jetzt geht es noch nicht.“ Bei dem syrischen Journalisten war es genau so.

Während ich mit dem syrischen Journalisten spreche, frage ich ihn nach einer gemeinsamen Kollegin. „Kennst du sie?“ Er sagt „nein“. Dann schweigt er. Da kommt noch was. „Doch,“ sagt er dann, „kann sein, dass ich sie kenne. Aber ich habe mein Gedächtnis verloren. Alles, was vor dem Krieg war, ist weg.“ Der Arzt habe gesagt, das sei der Krieg gewesen. Eine andere Freundin von ihm, sagt der gebildete Journalist, habe auch im Krieg ihr Gedächtnis verloren. Sie war 3 Monate in den Gefängnissen von Assad und wurde dort auch vergewaltigt. Danach habe sie selbst ihren Freund nicht wiedererkannt. Was muss ein Mensch überlebt haben, dass der Körper die Seele so schützt, dass er das Gedächtnis stilllegt? Ich solle, sagt der Journalist, geduldiger mit dem Jesiden sein, dessen Kopf so voll mit Sorgen ist. Krieg, denke ich, eben nicht die Schweiz, sondern Syrien.

Wer sucht da alles Schutz? In einer Bürgerinitiative kümmern sie sich um den Jesiden. Es sind übrigens meist Frauen, Hilfe ist vor allem weiblich, stelle ich fest. Und diese Helferinnen sind es, die im Moment den Laden schmeißen. Sie stellen keine großen Fragen, halten keine Reden, sondern handeln pragmatisch, denn die Menschen sind hier. Zig Tausende, die Kleider sortieren, Deutsch-Kurse geben, Kuchen backen, übersetzen, Wohnungen suchen und Menschen zu Ämtern begleiten. Als hätten wir Kinder des Friedens uns Jahre lang eine Fettschicht aus Wohlstand und Sicherheit zurechtgelebt, erarbeitet und jetzt brauchen wir diesen Vorrat, um anderen zu helfen. Dem Jesiden, der noch nicht lernen kann oder dem, der sein Gedächtnis verloren hat. Weil, klingt jetzt groß, aber den Gedanken werd ich nicht los, als Kinder des Friedens scheint das unsere Verantwortung zu sein.

45 Kommentare

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1: Florian Knispel:

8. Dezember 2015 um 12:27 Uhr

Gerade der Perspektivwechsel ist so wichtig. Aus der warmen geschützten Heimat lässt sich immer gerne abfällig über Flüchtlinge reden. Wer sich aber nur ansatzweise vorzustellen versucht, was die Menschen erlebt haben, der kann nicht anders, als voller Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe zu sein.

2: Phonomatic:

8. Dezember 2015 um 13:49 Uhr

Jetzt reden Sie nicht noch den gutmeinenden Mütterchen zu, sich auch die Kriegsgeschichten noch anzuhören. An dieser Stelle ist jede “Empathie” Heuchelei und es muss auch irgendwo eine Abgrenzung zwischen Helfendem und Geholfenem erfolgen, sonst werden Sie nachts wach und denken über das Leid dieser Menschen nach – da schafft niemand auf Dauer.

Die Menschen die hier sind, denen geht es im Vergleich zu den 90% der anderen Flüchtlinge richtig gut, selbst jenen, die hier in unseren Camps sitzen und sich beschweren, auch wenn die Medien da gerne ein anderes Bild malen. Und man sollte sie nicht von vorne bis hinten wie bedauernswerte Geschöpfe betrachten und darstellen.

Die Helfer können keine Traumatherapie leisten, es ist vielmehr notwendig, dass sie den Menschen wieder normale Tätigkeiten abverlangen, damit die Personen eine Chance bekommen mehr zu sein, als ein verletztes Etwas. Hilfe zur Selbsthilfe – aufzeigen, was sie hier auch alleine schaffen können, statt pampern von A bis O.

3: Friederich Prinz:

8. Dezember 2015 um 13:51 Uhr

[„Er kann jetzt noch nicht lernen. Er kommt aus dem Krieg.“ In diesem Gespräch wird mir dann richtig klar, dass ich als Friedensmensch das kaum verstehen kann.]

Was wollen Sie uns damit suggerieren?
So ganz neu ist das nur für unsere Generation. Die Generation meiner Eltern hat das große wechselseitige Morden des zweiten Weltkrieges erlebt. Meine Eltern haben danach etwas lernen MÜSSEN (Zimmerermeister und Krankenschwester), völlig unanabhängig von dem was sie erlebt haben (Vater als Kind von Amis beschossen und Briten bebombt, Mutter auf der Vertreibung aus Schlesien mehrfach knapp dem Tod entkommen).

[…als Kinder des Friedens scheint das [helfen] unsere Verantwortung zu sein.]

Und genau das tun wir. Selbst das zugigste Aufnahmelager ist den Kriegsflüchtlingen akut ein lebensfähigerer Ort als die zerbombte Heimatstadt oder das Lager in Syrien, in dem Hunger und Not herrschen.
Es ist bald Weihnachten. Dann haben Sie sicher mehr Grund für elegische Betrachtungen,

4: Normen:

8. Dezember 2015 um 13:57 Uhr

Welch Armutszeugnis an Berichterstattung, ich hatte von der ARD mehr Objektivität erwartet. Schlimm genug, dass die privaten Medien versuchen Leser und Zuschauer zu beeinflussen und mit schlechtem gewissen und Mitleidsnummer für mehr Toleranz und Offenheit zu werben.

5: macaniel:

8. Dezember 2015 um 14:03 Uhr

Was soll denn dieser Beitrag. Soll damit die naechste Migrantenwelle schmackhaft gemacht werden.
Es gibt in Deutschland so viele arme Menschen, warum werden die nicht beachtet. Auch auf dem Balkan gibt es unglaubliche Armut. Schon mal eine TS Artikel dazu gelesen? ich nicht!
Warum ist ein Migrant aus Afghanistan was besonderes. Warum kaempfen die nicht fuer ihr land. Warum kaempfen die nicht dort fuer Freiheit und Menschenrechte. Bei uns gibts das schon!

6: Phonomatic:

8. Dezember 2015 um 14:05 Uhr

Es ist im Gegenteil überhaupt nicht anzuraten, Ihre Fragen zu stellen und damit in den Seelen dieser Menschen herumzustochern.

Anzuraten wäre, das Bewusstsein auf’s Hier und Jetzt zu lenken (z.B.indem man auf ehrenamtlicher Basis Unternehmungen organisiert, die sie mal für 2 Stunden an was anderes als den Krieg denken lassen), so positive Erinnerungen aufbaut und festhält (z.B. in Fotos von Unternehmungen), sowie den Menschen ihre Selbstwirksamkeit zu exemplifiziert (indem man sie anleitet Dinge zu tun, statt von vornherein alles für sie zu übernehmen), etc. pp.

7: junikind:

8. Dezember 2015 um 14:07 Uhr

Wow, toll geschrieben. So muss man es sehen. Sollte Pflichtlektüre sein für alle, die Flüchtlingen unsere “Freiheit” am liebsten wie einen Knüppel um die Ohren hauen würden, kaum dass sie hier angekommen sind. Zuwendung und Menschlichkeit, Gott sei Dank haben viele es nicht verlernt. Alles weitere wird sich ergeben, wenn die Köpfe freier werden. Und das tun sie am besten, wenn man ihnen die Zeit gibt, die sie brauchen, und ihnen freundlich und behutsam begegnet. Unser Wohlstand und unser “Polster” sollte ausreichen, um solchen Situationen souverän und liebevoll zu begegnen. Hut ab vor allen, die es tun. Darauf kann man ungeheuer stolz sein. Es ist zu wünschen, dass diese Haltung von den Medien in die Welt getragen wird und immer mehr Menschen berührt und bewegt, sich anzuschließen.

Es wird Weihnachten auf der Welt. Vielleicht schaffen wir es, zwischen Feiern, Bescherung und Familienessen, zu erinnern, dass auch damals eine Familie auf der Flucht war.

8: Julia:

8. Dezember 2015 um 14:18 Uhr

Danke für diesen Beitrag! Mir wird es ganz schwer ums Herz, wenn ich in die Augen derjenigen gucke, die all die Schrecken und den Weg hierher überlebt haben. Unvorstellbar und unfassbar, was Kinder, Frauen und Männer erleben müssen. Und dann sehe ich die Vorfreude meiner Kinder auf das Weihnachtsfest und bin unendlich dankbar für das Glück, was ich durch die drei erfahre. Und mir stellt sich die Frage: in was für einer Gesellschaft wollen wir mit unseren Kindern leben? In einer friedlichen, ohne Frage. Und deshalb sollten wir all den Flüchtlingen, die in unser Land kommen und gekommen sind, mit Respekt und Hilfsbereitschaft begegnen. Ich denke, sie wollen nichts anderes als wir selbst auch. In diesem Sinne: besinnliche Vorweihnachtszeit!

9: Jason Jochum:

8. Dezember 2015 um 14:22 Uhr

Hoffentlich stehen nicht wieder mal Kinder vor uns und fragen: “Warum habt ihr nichts getan, das geduldet” ? Und wir sehen ins Leere und sagen:”Wir haben das nicht gewusst”. Hoffentlich sparen wir uns die Schmach im Vergebung bitten zu müssen.

10: Dr. Engel:

8. Dezember 2015 um 14:24 Uhr

Auch ich sehe das so. Aus einer nachvollziehbaren Angst vor einem Wohlstandsverlust und in einem tiefen Missverständnis bezüglich der Zustände in den Herkunftsländern der Flüchtlinge, sind wir nicht hinreichend bereit zu teilen. Dabei wird die derzeit bestehende freiwillige Möglichkeit der Hilfe, umso geiziger wir sind, desto schneller in eine zwingende Notwendigkeit umschlagen. Da helfen auch keine noch so hohen Zäune oder Versuche von Nationalstaatereien. Macht die Augen auf!

11: Miki:

8. Dezember 2015 um 14:25 Uhr

Der Artikel hat mich ermuntert endlich das Formular zur ehrenamtlichen Unterstützung der Flüchtlingsbetreuung auszufüllen. Kann ja nicht alles auf den Schultern der Frauen ausgetragen werden ;-). Mein Familienzweig aus dem damaligen Ostpreußen waren auch Flüchtlinge. Die Geschichten meiner Oma und Mutter, welche Ängste man damals vor den Verlust von verschleppten Familienangehörigen und generell vor (damals noch feindlichen) Soldaten hatte, waren für mich immer unvorstellbar. Danke für den Kick

12: DJ:

8. Dezember 2015 um 14:42 Uhr

Wunderschön geschrieben, vielen Dank dafür! Es gibt Leute, die es nicht verstehen (wollen?) warum diese Frauen nur weibliche Ärzte wollen oder warum es so lange dauert bevor die Flüchtlinge deutsch sprechen können. Sie haben schlimme Situationen erlebt. Wir müssen mehr Toleranz und Verständnis dafür haben. Auch Respekt und Lob an die Ehrenamtliche Helfer.

13: Ralf Sliwa:

8. Dezember 2015 um 14:46 Uhr

Wie kommt ein erwachsener Mann dazu, seine Frau und Kinder zurück zulassen? Weshalb ist er nicht in die Türkei oder in den Libanon geflohen und ist dort in einem Flüchtlingscamp? Woher hatte er das viele Geld für Schleuser, Taxi oder Busfahrten? Weshalb flüchtet er durch über viele Landesgrenzen, welche allesamt weder in Krieg stehen, noch ihn verfolgen? Warum lässt er Frau und Kinder ungeschützt zurück??????

14: Roland Schmiermund:

8. Dezember 2015 um 14:46 Uhr

Sehr geehrte Frau Schayani,

Sie stellen leider nicht die Frage, ob es sich um “Flüchtlinge” handelt oder um illegale Einwanderung.

“Flucht” aus rund 100 Ländern der Welt über tausende Kilometer, über ein Meer über unzählige sichere Staaten, um in das vermeindliche “Schlaraffenland Deutschland” zu gelangen, dafür braucht es eine ganze Reihe von politischen Akteure, die solche Grenzverletzungen zulassen.

Leider versagt nahezu jedes Medium in Deutschland die richtigen Fragen zu stellen.

Mit freundlichen Grüßen
Roland Schmiermund

15: montideluxe:

8. Dezember 2015 um 14:47 Uhr

Frau Schayani, es gibt Milliarden von Menschen auf der Welt denen es deutlich schlechter geht als uns. Wenn Sie auch auf dem Umverteilungstrip der Linksideologen sind empfehle ich ihnen Volkshochschulkurse in Mathematik und Geschichte. Da koennen Sie lernen dass das Umverteilungstrip nicht nur bislang immer gescheitert ist sondern auch rein mathematisch nicht funktionieren kann.
Jede Gesellschaft kann halt nur so und soviel helfen und es scheint dass diese Grenze in Deutschland schon mit den Syrern erreicht ist.

Wie auch immer, Sie haben den wichtigsten aller Punkte uebersehen. Wir sind zwar ‘Kinder des Friedens’ und dafuer bin ich sehr dankbar. Ich weiss aber auch dass Frieden nicht immer umsonst kommt. Fuer mich ist es nicht nachvollziehbar dass sich so viele junge Maenner lieber auf den Weg nach Deutschland machen anstatt ihre Heimat zu verteidigen. Sich hinstellen und zu sagen, ‘was soll ich kleiner Mann denn schon gegen die Grossen machen’ ist ein bisschen zu einfach.

16: gunter jäckle:

8. Dezember 2015 um 14:57 Uhr

Denkenswerter Bericht !
Wie schwer hatte es mein Vater,seine Kriegs und Gefangenschaftserlebnisse zu verarbeiten und sich im Nachkriegsdeutschland des “Wirtschaftswunders” zurechtzufinden.Es ließ ihn nie los.Das hat sich auf viele
meiner Generation zum Teil nicht unerheblich auf die Sozialisation ausgewirkt.
Zu meinen,mit schnellem Sprachkurs und augenblicklichem Arbeitseifer wäre alles getan,incl.Integration,was man auch immer darunter verstehen mag,ist zu einfach gedacht.
Jene,die es können,werden es tun.Aber wie betrachten wir jene, die es erst einmal nicht können? Möglicherweise sind sie dann “unbrauchbar”,für die Wirtschaft,für “gelingendes Miteinander” und sonstiger Profile.
Individuelle Seelenlagen haben wenig Raum innerhalb der Programmatik offizieller Staatslenkung. Der Druck und die Eile sind immens.
Selbst wenn ich nur im eigenen Land ohne job in eine andere Stadt umziehe,werde ich Zeit brauchen mich zurecht zu finden,soziales Umfeld und Heimatgefühl

17: Matthias Danz:

8. Dezember 2015 um 15:07 Uhr

Danke.
Für den Blick in den Kopf anderer Menschen. Die Sprachbarriere, und das ist das Übel, arbeitet nunmal leider in beide Richtungen.
Und als Randnotiz: Es ist nicht der Körper, der sich schützend über die Seele legt, es ist die Seele selbst, die sich für eine Zeit betrügen kann. Weil wir nur wahrnehmen können, was wir für wahr nehmen können.

18: Miro:

8. Dezember 2015 um 15:08 Uhr

Vielen Dank für diesen Artikel!

19: Sonntagskind:

8. Dezember 2015 um 15:10 Uhr

Ich finde es in Ordnung, wenn Frauen und Kinder aus Kriegsgebieten nach Europa gebracht werden. Die Männer aber sollten ihr Heimatland gegen den IS etc. verteidigen. Es geht nicht an, dass sysrische Jungmänner zwischen 18 und 35 Jahren bei uns in DE in Aufnahme-Einrichtungen sitzen und deutsche Soldaten zwischen 18 und 30 Jahren ihr Blut im Syrienkrieg lassen. Zudem sollte die deutsche Regierung endlich den Mut aufbringen, abgelehnte Asylbewerber, Wirtschaftsflüchtlinge und Geduldete sollten in ihre kriegsfreien Länder zurückgeschickt werden, denn sie nehmen den Platz für echte Kriegsflüchtlinge weg. Wir können nicht die ganze Welt aufnehmen, das schaffen wir nicht!

20: Karl – Rainer Psotta:

8. Dezember 2015 um 15:17 Uhr

Einmal nicht auf die einzelne Person bezogen, denn jeder einzelne Fall diesbezüglich ist ganz schlimm.
Warum ziehe ich aber durch viele Staaten, in denen nachweislich kein Krieg ist, bis nach Deutschland.
Wenn ich am Verhungern bin, dann esse ich das erste Essbare was ich bekommen kann und warte nicht bis ich in vielen Kilometern zu Burger King o.A. komme, weil ich Burger lieber mag.
Wenn ich wie heute geschrieben wird keine Schuhe mehr habe, dann kann ich halt nicht noch bis nach Deutschland laufen. Dann muss ich früher anhalten und dort bleiben wo ich nicht mehr in unmittelbarer Kriegsgefahr bin.

21: Werner:

8. Dezember 2015 um 15:27 Uhr

Als Friedenskind wünsche ich mir, dass alle ??gida-Anhänger versuchen zu verstehen wen sie aus unserem Land heraus halten wollen. Wen sie als Schmarotzer abtun und vor wem sie Angst haben. Es gehört anscheinend eine gewisse soziale Kompetenz dazu zu verstehen was andere fühlen und diese geht den “Ausländer raus”-Schreihälsen vollkommen ab. Ich würde gerne verstehen, habe aber nur Angst dass diese einmal die Mehrheit stellen.

22: annette bauer:

8. Dezember 2015 um 15:40 Uhr

Ein guter Beitrag. Danke.

23: Christoph:

8. Dezember 2015 um 15:42 Uhr

Danke! Danke für diesen Beitrag!
Sie haben vollkommen recht. Es ist unsere Pflicht diese Verantwortung wahrzunehmen und an diese Menschen Hilfe weiterzugeben.
Wir sollten Sie darin begleiten hier bei uns vergessen zu können. So wie es viele europäische Nachbarn zum Ende der 40er, in den 50ern und 60ern gemacht haben. Sie haben nicht in zu großem Maße über unsere Vergangenheit gesprochen (wenngleich man auch uns gegenüber Vorsichtig war), sondern sie haben uns allen die Möglichkeit gegeben neu anzufangen. Hätte man uns so misstraut, wie wir heute vielen Flüchtlingen misstrauen, so wäre aus uns nicht diese vorbildliche Demokratie und dieser immense Wohlstand geworden.
Es ist unsere Verantwortung von unserer Friedensfettschicht etwas abzugeben; auch mal fünfe grade sein lassen.
Eine Flüchtlingsthematik, die uns in der vorweihnachtlichen Zeit daran erinnern sollte, das vor über 2000 Jahren schoneinmal eine Familie auf der Flucht war – und keine Unterkunft fand.

24: Denker:

8. Dezember 2015 um 16:06 Uhr

Sehr einseitiger Beitrag.

Mir fehlt ein triftiger Grund weshalb die angeblich verfolgten Flüchtlinge sich der Registrierung in mehreren Ländern verweigern und nur ins Schlaraffenland Deutschland wollen.

Das ist ein Indiz für reine Wirtschaftsflüchtlinge. Sollen wir ca. 3 Milliarden Menschen aufnehmen weil diese nicht mit dem Leben in ihrer Heimat zufrieden sind?

Ich bitte um mehr Objektivität und auch Berichte über die Zustände in deutschen Flüchtlingslagern, der Überforderung für Helfer und Behörden. Dazu wie viele Familien trotz Jobs an der Armutsgrenze leben.

Wir müssen erst mal in Deutschland was verbessern anstatt durch Wirtschaftsflüchtlinge alles hier noch schlimmer zu machen.

25: Kerstin Schlaich:

8. Dezember 2015 um 16:17 Uhr

Ich frage mich schon die ganze Zeit, warum unsere Regierung nicht vorher aktiv wurde? Es war bekannt, dass Millionen von Menschen flüchten werden. Das Problem wurde ausgesessen. Warum soll nun aber nur Deutschland die Arme aufhalten? Warum nicht die anderen europäischen Länder? Ich habe mit dieser sentimentalen Berichterstattung so meine Probleme. Besonders die öffentlich rechtlichen Sender versuchen immer wieder an das schuldbeladene schlechte Gewissen der Deutschen zu appellieren und das Christ sein in den Vordergrund zu stellen. Dieser Mann kann kein Deutsch lernen, weil er traumatisiert ist. Was wird aus diesem Mann, wenn er kein deutsch lernt, keine Arbeit findet? Warum lässt er seine Familie zurück, wenn es dort so schrecklich ist? Wie soll dieser Mann jemals in die Arbeitswelt eingegliedert werden oder in die Gesellschaft integriert? Die nackten Fakten kann man nicht mit Mitleid wegwischen. Diese Krise wird uns einiges abverlangen und ich sehe den sozialen Frieden gefährdet.

26: Politalknow:

8. Dezember 2015 um 16:18 Uhr

In diesem Bericht kommen im wesentlichen 4 Personen vor. Davon 3 Kriegsflüchtlinge. Und alle 3 leiden unter Gedächtnislücken und großen seelischen Schäden. Das alles gibt es,aber die Geschichte in ihrer Dichte klingt zu sehr generalisiert. Es soll eindeutig suggeriert werden,jeder Asylbewerber hat so ein Schicksal hinter sich. Meine Mutter und ihre 3 Schwestern wurden im Krieg als Minderjährige vergewaltigt und keine hat die Geschichte so rührseelig erzählt. Ich finde diese Art der Berichterstattung
nicht seriös.Eine vorgezogene Weihnachtsgeschichte?

27: Gabi Odermatt-Altvater:

8. Dezember 2015 um 16:39 Uhr

Ein guter Artikel, der den geflüchteten Menschen als Einzelpersonen einen Namen gibt und jeden Menschen in dieser Lage als Einzelschicksal würdigt.

28: Maria A.:

8. Dezember 2015 um 18:59 Uhr

Dieser Beitrag ist so richtig anrührend – doch wer zur Nachkriegsgeneration gehört und somit mehr Ahnung hat von den Nachwirkungen des Krieges in Deutschland, der ist nicht so leicht zu beeinflussen! Die Frauen und Kinder waren hier auch größtenteils traumatisiert, bekamen jedoch keine psychologische Hilfe, auch nicht die Kriegsrückkehrer! Die mussten sich übrigens mit den Ruinen und dem Nahrungsmangel arrangieren, denn die konnten nicht woanders hin, um sich dort ihrer Traumata hinzugeben. Da mussten sofort Nahrung organisiert und Trümmer beseitigt werden. Ich habe oft den Eindruck, dass die jungen Wohlstandsjournalisten beim öffentlich-Rechtlichen befürworten, dass alle Syrer zu uns kommen wollen, deren Land noch einige Zeit als kriegerische Spielwiese des perversen IS dienen soll und danach als brach liegende Trümmerwüste. Vielleicht kommen gleich die Iraker nach und auch die Afghanen, die ebenfalls keine Lust haben, ihre Häuser aufzubauen und lieber hier Dauerurlaub machen möchten.

29: Stefan Westphal:

9. Dezember 2015 um 06:06 Uhr

Bei all den Vorschreibern hier, die vom Vergleich der Trümmer-Frauen und Kriegsgefangen etc. in Deutschland reden sollten diese bitte auch bedenken, dass “WIR” den zweiten Weltkrieg begonnen haben! Ich hätte mal den Fortlauf der Weltgeschichte gern gesehen, wenn sich 1 Mio. Wehrmachstsoldaten aus dem Krieg verabschiedet hätten und geflüchtet wären…
Und die Kommentare wie “unsere Trümmerfrauen und Kriegsgeschädigten bekamen auch keine psychologische Hilfe” ACH, wirklich nicht? Vor 70 Jahren bestimmt nicht, weil man noch gar nicht über das heutige Wissen verfügte und es gab übrigens auch keine iPhones oder Internet :-) Es ist schon oft eine Zumutung, mit was für “Argumenten” Pegida, AfD und sonstige rechtsnahe Menschen das Flüchtlingsgeschehen der heutigen Zeit auf damalige Gegebenheiten übertragen wollen!

30: Phonomatic:

9. Dezember 2015 um 08:43 Uhr

Es wäre besser, mal was zu guter Ehrenamtlicher Arbeit zu schreiben. Sie machen die Leute mit ihrer Berichterstattung hilfegeil und andere müssen ihnen dann die einfachsten Grundlagen vermitteln und ziehen mitunter gar den Unmut auf sich, wenn sie die Menschen wieder auf den Teppich holen müssen. Das ist nicht hilfreich, sondern hilfreich wäre es, wenn den Menschen, die sich für die Flüchtlingsarbeit melden, schonmal ein grundlegendes Verständnis für vernünftige Arbeit vermittelt würde, statt aufgeputschter Scheinempathie.

31: Martin M.:

9. Dezember 2015 um 09:56 Uhr

Guter Beitrag – wenn man sich die Individuen ansieht, kann man oft das größer Bild besser verstehen.

Interessant sind aber auch die Kommentare, vor allem jene von Kommentatoren, welche ihr gegen das Mitgefühl der Journalisten ankämpfen, meist aus folgenden Gründen:
- anderen (z.B. meinen Eltern) hat auch keiner geholfen,
- Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, haben es auf unseren Wohlstand abgesehen und nicht weil sie sich dort am sichersten fühlen,
- Deutschland kann nicht allen helfen…
Es wird also meist verallgemeinert, die beschriebenen Individuen zu einer Masse reduziert und stereotypisiert, wohl um auch das eigene Mitgefühl zu ersticken…
Damit kann viel erreichen, sich abhärten, aber gerade das CHRISTLICHE Abendland kann man dadurch nicht verteidigen…

32: David:

9. Dezember 2015 um 10:53 Uhr

Über 60Mio Menschen sind auf der Flucht und viele Mio weitere hilfsbedürftig,das rechtfertigt aber doch nicht das irrsinnige Handeln der BR alle nach DE holen zu wollen. Es kann doch nicht sein,dass ungefragt auf Kosten des kleinen dt. Steuerzahlers versucht wird die ganze Welt zu retten.Jeder Cent der hierfür ausgegeben wird hat ein dt.Arbeiter hart erwirtschaftet und dieser hoffte dafür einmal Rente und medizinische Versorgung zu erhalten.Ferner muss der Bürger um sein Kultur und Identität fürchten.Auch die Sicherheitslage ist dramatisch.Schengen,Dublin oder das Asylgesetz sollten die Dt. genau vor so einer Masseneinwanderung von Wirtschaftsmigraten schützen. Es ist für mich unverantwortlich warum geltende Gesetze missbraucht werden, wo ist die Judikative? Bedürftigen helfen im gesunde Maße gerne, aber was die CDU betreibt ist 1.Rechstwidrig, 2.Unverantwortlich 3.Verrat am eigenen Volk. Jedem muss doch klar sein, dass dieser Weg früher oder später im absoluten Chaos enden wird!

33: Richard Leonhard:

9. Dezember 2015 um 11:38 Uhr

Guter Artikel.
An all die Leute, die hier meinen, die Männer sollten doch bitte da unten bleiben und kämpfen;
Afghanistan ist seit bald 30 Jahren von einem Krieg in den nächsten gerutscht. Kämpfen für das “eigene Land”, das ein Haufen Trümmer ist, seit die USA und die Sowjets es in den 80ern in Schutt und Asche gelegt haben? Und wenn ja mit wem und gegen wen?
Der Irak wurde auch mehr als ein mal in den letzten Jahrzehnten zum Kriegsschauplatz und es sieht nicht so aus, als würde das besser.
In Syrien kann man wahlweise für Assad (einen Diktator), die Al-Nusra Front (Islamisten), die Überreste der FSA (auch größtenteils Islamisten) oder den IS kämpfen. Es gibt da keine gute Wahl.
In all diesen Ländern hat Gewalt bisher nicht geholfen. Und ich glaube nicht, dass sie das in Zukunft tun wird. Wenn aber irgendwer meint, da kämpfen zu müssen, ist es mir lieber, wenn das deutsche Soldaten machen, die niemand zwingt, Soldaten zu sein, als unschuldige Zivilisten.

34: hhaien:

9. Dezember 2015 um 13:30 Uhr

Also mal ehrlich, Flüchtlinge – mal unabhängig vom Fluchtgrund – zu fragen ob unter ihnen Terroristen sind, ist meiner Meinung nach eine absolut schwachsinnige Frage. Welche Antwort wurde denn erwartet ? Das sich welche melden und sagen sie sind Terroristen oder die und die… ? Abgesehen davon ist das immer eine Ansichtssache. Personen, die hier bewaffnet die Regierung kämpfen, würde man hier Terroristen nennen, kämpfen sie gegen die Regierung von Assad, nennt man sie hier Opposition oder »gemäßigte« Rebellen, selbst wenn sie dasselbe machen wie der IS. Verüben sie in der Ukraine Anschläge gegen die Versorgung der Krim mit Strom, werden sie hier als »Aktivisten« bezeichnet. Vermutlich bezeichnen sich selbst die von der IS nicht als Terroristen, da sie doch ein politisches Ziel verfolgen sollen.
Die eine Frau soll in den Gefängnissen von Assad und vergewaltigt worden sein ? Das kann in der EU oder USA aber auch passieren, egal ob schuldig oder nicht.

35: Patricia meyer:

9. Dezember 2015 um 13:41 Uhr

Glauben sie wirklich dass solch einseitige Berichterstattung der richtige Weg ist. Natürlich hat die deutsche Bevölkerung Mitleid und Empathie mit Kriegsflüchtlingen. Gern bin ich bereit meinen Beitrag zu leisten um Kriegsflüchtlinge in den Nachbarstaaten menschenwürdig zu versorgen. Ganz anders sieht es damit aus Millionen Menschen in unser Land zu holen. Es geht um das von uns arbeitenden Steuerzahlern geschaffenes soziales Netz, dass schon seit Schröder immer mehr bröckelt.erklären sie mir warum ich seit 35 Jahren in ein Systhem einzahle von dem nun jeder der noch nie einen Beitrag geleistet hat (Migranten, Flüchtlinge, alle aus der EU die 6mon.hier sind)bedient wird? Wenn ich jetzt nach 35 Jahren arbeitslos werde erhalte ich nach 1jahr genau das gleiche. Es geht um soziale Gerechtigkeit den Leuten gegenüber die dieses Systhem am laufen halten.

36: Peter Schwarz:

9. Dezember 2015 um 19:22 Uhr

Das ist genau richtig, Patricia!
Wo bleiben die eigenen Leute. Die, die das alles am laufen halten, wie Du so schön sagst, und das Geld für alle möglichen Eskapaden unserer Regierung (in dieser Hinsicht)erwirtschaften?!? Das frage ich hier ernsthaft!
Wer kümmert sich denn plötzlich und unerwartet z.B. um die Abschaffung der Alters- oder Kindesarmut in diesem Land?!? Mit Milliarden-Einstz, bitte!

37: ohrenzwicker:

10. Dezember 2015 um 13:18 Uhr

Der Beitrag ist sehr ehrenwert, genauso hätte ich gerne einen Beitrag der die vom Westen verursachten völkerrechtswidrigen Kriege der letzten Jahrzehnte anprangert. Warum pocht die UNO bei allen Regierungen nicht auf die Friedenspflicht? Keine Armee hat in einem fremden Land was zu suchen, es sei denn deren Regierung hat um Hilfe gebeten. Warum besteht die UNO nicht auf einen Stopp aller Waffenlieferungen in Krisenregionen? Die Klimakonferenz in Paris ist schwachsinnig, solange Kriege um’s Öl oder Uran etc. geführt werden. Und darum werden Menschen auch weiterhin fliehen müssen. Ein Technologieumstieg wäre somit auch eine Friedensmaßnahme!

38: Anonymous:

17. Dezember 2015 um 15:31 Uhr

Ich möchte Ohrenzwicker beipflichten.
Die Unmenschen und Angstbeißer unter uns wird Frau Schayani mit der Schilderung von erschütternden Einzelschicksalen nicht umstimmen können.
Sie hätte aber auf der Konferenz der Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft (über die sie hier am 2.11. gebloggt hatte) die Kotzbrocken von der CIA, NSA und US-Army fragen können, wie lange die eigentlich noch den Nahen Osten in Brand setzen wollen, um Iran und Rußland eins auszuwischen. So lange sich daran nichts ändert, wird der Flüchtlingsstrom nicht abreißen.
Vielleicht kommen sogar noch ein paar Mio. aus der Ukraine dazu, wo die USA ebenfalls herumzündeln.
Daß unsere Regierung in den USA interveniert, kann man sich wohl abschminken. Die NSA hat wohl so viel Kompromat über die gesammelt, dass sich keiner von denen aus der Deckung wagt. Ach ja, mit der deutschen Waffenindustrie möchte man es sich ja ebenfalls nicht verderben…

39: Maria A.:

22. Dezember 2015 um 17:07 Uhr

Wünschen allen Mitgliedern des Teams weiterhin so viel Gelassenheit und keine Unterbrechung damit bis zu den Weihnachtsfeiertagen. Frohes Fest!

40: waleri:

30. Dezember 2015 um 17:08 Uhr

Ich freue mich, dass der schlechte Gewissen manchmal die Oberhand gewinnt.
Wünschen würde ich mir aber, dass das vorsätzliche oder fahrlässige Kriegsmarketing aufhört.

41: ohrenzwicker:

8. Januar 2016 um 22:56 Uhr

Kriminelle sind Kriminelle sind Kriminelle … egal ob organisiert oder spontan, egal ob Deutsche beim Oktoberfest oder Spanier beim Stierrennen oder Italiener beim Pferderennen oder, oder, oder. Es wurden auch nicht nur Frauen betascht sondern auch Männer wurden bestohlen und im Einzelfall wurde auch eine Frau vergewaltigt, schlimm genug! Deshalb müssen die Medien aber nicht nur noch Angst und Schrecken verbreiten, um für einen Rechtsruck im Frühjahr an den Wahlurnen zu sorgen, das ist einfach widerlich. Der Bund hat mit der Schuldenbremse und der schwarzen Null Schäuble dafür gesorgt, dass überall Stellen gestrichen wurden und jetzt wundert man sich darüber, dass nicht genug Personal vorhanden ist. Journalisten berichten vor Ort noch bevor sich die Polizei selbst ein Bild machen konnte. Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit! Berichten Sie doch mal gründlich und wochenlang über CETA, das bald antidemokratisch gegen die eigene Bevölkerung ratifiziert werden wird. Dafür hatten Sie Zeit.

42: Phonomatic:

10. Januar 2016 um 04:46 Uhr

Frau Shayani … Gerade dass es so viele Frauen in der Flüchtlingshilfe gibt, ist ein echtes Problem. Viele dieser Frauen motivieren sich, wie Sie scheinbar auch, über eine furchtbar emotionale Schiene, die vor Mitleid nur so trieft und oft ein Übermaß an Verständnis und Nachsicht mit sich bringt.

Statt des Anspruchs, gute Integrationsarbeit zu leisten, scheint nicht selten das Gefühl im Vordergrund zu stehen. Das hilft den Geflüchteten aber nicht, sondern drängt sie wieder in eine Opferrolle und macht ihnen auch noch vor, dass in unserer Gesellschaft auf persönliche Schicksale Rücksicht genommen würde. Dem ist nicht so, wie wir alle wissen – auch wenn nicht wenige sich das anders wünschen würden.

Da sind wir dann aber bei Utopien, oft parallel noch von politischen Motivationen unterfüttert … aber die Wunschvorstellungen von Lieschen Müller sind für die Flüchtlinge ganz sicher keine Hilfe bei der Integration.

43: Mediahaus Verlag Düsseldorf:

11. Januar 2016 um 15:43 Uhr

Ein gut geschriebener Beitrag, der auch mehr in die Gedankenwelt der Flüchtlinge eingeht und einen etwas anderen Eindruck vermittelt, als was man von anderen Medien mitbekommt.

44: rainer hase:

15. Januar 2016 um 10:19 Uhr

Ein tragisches Schicksal,was diesem Mann widerfahren ist. Dennoch bleibt die Frage, warum er in Sicherheit ist,während er Seine Frau und seine Kinder im Kriegsgebiet zurück gelassen hat. Bei der Marine gilt folgendes :
“Frauen und Kinder verlassen zuerst das sinkende Schiff” und nicht umgekehrt.

45: Mediator:

17. Januar 2016 um 11:20 Uhr

Ein guter Artikel, der glaubhaft vermittelt, dass eben Schutz und Nahrung noch lange nicht das Ende des Schreckens und den Übergang in ein normales Leben bedeuten. Für eine geglückte Integration in unser Land dürfen solche Erlebnisse sicherlich nicht im Vordergrund stehen, aber sie sind zu berücksichtigen. Die Vergleiche mancher Kommentatoren mit den traumatisierten Weltkriegsflüchtlingen halte ich für nicht zutreffen. Auch unsere Vorfahren gingen nicht ohne Einschränkungen und seelische Verletzungen zur Tagesordnung über und sie lebten in einer Gesellschaft, in der die meisten ihr Trauma nachvollziehen konnten. Letztendlich würde der Flüchtlingsdiskussion gut tun, wenn man von den Extrempositionen, die diese bestimmen, abweichen könnte. Möglicherweise gibt es dann auch einen konstruktiven gesellschaftlichen Dialog. Artikel wie dieser sind wichtig, den sie machen erlebbar, vor welchem Schicksaal die Menschen zu uns geflohen sind.

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