Skip to Content

ARD-aktuell

19. September 2022

Fehler auf tagesschau.de zu „Erfinder“ aus Simbabwe

Am Freitag, 16. September, hatten wir auf tagesschau.de einen Artikel veröffentlicht, der Fehler enthielt. Die Autorin des Artikels war Jana Genth (SWR), Korrespondentin im ARD-Studio Johannesburg. Im Artikel ging es kurz gesagt um eine Erfindung, die es gar nicht gibt.

Nachdem uns viele Zweifel am Artikel und den Aussagen des „Erfinders“ erreichten, hatte Jana Genth uns gebeten, ihren Artikel offline zu stellen.

Die Korrespondentin erklärt:

„Ich bin den pseudowissenschaftlichen Erklärungen des Protagonisten meines Beitrags aufgesessen. Die Forschungen des Simbabwers sind wissenschaftlich nicht belegt. Es ist wahrscheinlich, dass sie auch nie belegt werden, weil sie physikalischen Grundsätzen widersprechen. Für die Falschmeldung bitte ich aufrichtig um Entschuldigung. Sie trifft mich zutiefst in meinem journalistischen Selbstverständnis und steht nicht für mein Ethos als Berichterstatterin.“

Wir von tagesschau.de bedauern sehr, dass wir hier eine „Ente“ veröffentlicht haben. Hohe Qualitätsansprüche an journalistische Arbeit sind uns sehr wichtig, und wir gehen davon aus, dass alle Korrespondentenberichte, die wir veröffentlichen, vorab nach allen journalistischen Grundregeln geprüft wurden. Jetzt arbeiten wir gemeinsam daran, die Abläufe weiter zu verbessern.

231 Kommentare

RSS Feed der Kommentare

1: Karl Napf:

19. September 2022 um 19:06 Uhr

Eine kurze Recherche in einer Internet-Suchmaschine der Wahl oder kurzer Blick in ein PhysikLehrbuch der Mittelstufe wäre zuviel der Recherche gewesen, nehme ich an?

2: Alexander Dworzak:

19. September 2022 um 19:09 Uhr

Liebe Frau Genth,Kopf hoch, Scheisse passiert.Eine lustige Ente ist mir immer noch lieber als die permanenten Dramatisierungen. Niemand "schlägt Alarm" oder "warnt" und "fordert". Gewöhnlich wird nur auf die Umstände hingewiesen. Bleiben Sie frohen Mutes und viel Erfolg mit Ihrer Berichterstattung. LG Alexander Dworzak

3: Peterchen:

19. September 2022 um 19:11 Uhr

Hat mich jetzt nicht überrascht.
.
Nicht nur in den privaten Medien (Relotius lässt grüßen), auch und oft in den ÖR Medien wird blanker Unsinn verbreitet.
.
Beispiel:
Allah akbar
heißt NICHT Allah ist groß, sondern Allah ist der Größte.
Müsste man nur mal einen fragen, der Arabisch kann. Macht aber in den Medien keiner.
.
Der Präsident von Ägypten heißt auch nicht al-Sisi, er heißt as-Sisi. Dafür würde schon einfaches googlen reichen.
.
Macht aber auch keiner beim ÖR.

4: Cornelius Buschka:

19. September 2022 um 19:13 Uhr

@Karl Napf Können wir bitte mal aufhören auf Leute "einzuprügeln", die den Mut hatten einen Fehler einzugegeben und möglicherweise auch etwas daraus gelernt haben.
Das zerstört leider das nötige Vertrauen, es dem gleichzutun.

5: Peterchen 2:

19. September 2022 um 19:14 Uhr

Vielleicht solltet Ihr den "Faktencheck" mal auf Eure eigenen Artikel anwenden.
.
Lol

6: Benedikt Lindner:

19. September 2022 um 19:15 Uhr

Ach Herr Napf….
Wer arbeitet macht Fehler, wer viel arbeitet macht viele Fehler und die Fehlerlosen….. sind zu Richtern und solchen Berufen, die eben fehlerlos sind.
Falls sie bei mir hier Fehler entdecken dürfen sie sie behalten

7: Stefan Brendel:

19. September 2022 um 19:16 Uhr

Wo Menschen sind passieren Fehler. Das ist so. Jeder, der sich darüber beschwert, sollte mal zuerst bei sich nachschauen. Der Unterschied liegt darin wie man damit umgeht. Einen Fehler einzugestehen und dazu zu stehen erzeugt bei mir immer mehr Respekt als eine Fehler zu kritisieren. Toll gemacht – Respekt Frau Genth!

8: Karl-Heinz Hick:

19. September 2022 um 19:16 Uhr

Erstens hätte eine geringe Portion gesunden Menschenverstandes ausgereicht … oder Aufmerksamkeit im Physikunterricht".

Zweitens sollte es eigentlich "journalistische Grundregel" sein, sich vor einem Bericht über die Person zu informieren, mit der man es zu tun hat.

Für die Tagesschau allgemein: Vorsicht bei der Auswahl der KorrespondentInnen.

Mit freundlichen Grüßen

9: Harald Richter:

19. September 2022 um 19:20 Uhr

Hi!

Kann immer mal passieren!

Schlimm ist es jedoch wenn der Bayerische Ministerpräsident das AKW >Isar 2< bei Landshut anbiedert für den Weiterbetrieb, jedoch das AKW offensichtlich beschädigt ist und ohne Reparatur gar nicht weiterbetrieben werden kann.

So betrachtet kommen die meisten Fake-News wohl aus der Politik oder Behörden. Nur dann haben die Hofberichterstatter eigentlich ohne vorherige Nachprüfungen wohl fast gar nichts mehr zu vermelden.

Gut, dass Ihr Euch berichtigt habt.

Mit freundlichem Gruß

10: Durchschnitt:

19. September 2022 um 19:22 Uhr

An die Unfehlbaren.

Jemand hat einen Fehler gemacht, sieht den Fehler ein, zieht Lehren daraus.

Ist Ihnen in Ihrer beruflichen Praxis sicher noch nicht passiert!
(Habe den Originalbericht jedoch nicht gelesen, möchte ich noch anmerken).

11: Annon:

19. September 2022 um 19:29 Uhr

"Hohe Qualitätsansprüche an journalistische Arbeit sind uns sehr wichtig"

Dann lassen sie publizierte Artikel nicht einfach mittels Umleitung auf "Simbabwe-Allgemein" VERSCHWINDEN, sondern veröffentlichen Korrekturen!

12: Peter:

19. September 2022 um 19:31 Uhr

Wenn Journalist*Innen Artikel über das Gebiet schreiben in dem Sie etwas Ahnung haben passiert so etwas deutlich seltener. Hat man wenig Ahnung vom Thema, sollte man so etwas durch einem Kundigen prüfen lassen. Für die Kritiker der ÖR ist das ein gefundenes Fressen, was aber ein dämliches Argument ist.
Es passieren Fehler und der Umgang damit ist gut gewesen, dass sollte man respektieren.

13: Marko:

19. September 2022 um 19:32 Uhr

Ich finde Frau Genth verdient dafür Respekt!
Man sollte zu den eigenen Fehlern stehen und sie Chance nutzen es das nächste mal besser zu machen.
Trotzdem sieht man hier Kommentare die versuchen zu hetzen.
Leute! Wie kann man sich beschweren, dass Lügner und Betrüger es in unserer Gesellschaft einfacher nach oben schaffen und gleichzeitig Menschen für Offenheit und Ehrlichkeit an den Pranger stellen?
Aber das Problem sind immer die anderen…

14: Irgendwer:

19. September 2022 um 19:37 Uhr

wir sehen hier viele dinge zusammen kommen -positive und negative.

zunächst mal das große problem deutschlands: die teils offene verachtung für physik und mathematik. jeder hätte sofort wissen müssen, daß das alles nicht sein kann. mit nur basalen physik-kenntnissen hätte man das gleich als non-neuigkeit in ablage P legen müssen. ein gesamtgesellschaftliches problem.

und dann wiederum: die ARD sagt immerhin auf der homepage der tagesschau, daß hier eine falsche tatsachenbehauptung gesendet wurde. das ist gut! so kommen wir weiter.

mit wegdrücken und beschönigen würden sie nur den schwurblern in die hände spielen. mit ihrer klarstellung tun sie das, was notwendig ist.

es scheint, als wenn sich im örr was tut. das ist gut so. spät, aber es wird immer besser. vor allem:

vom privat-tv kenne ich eine rücknahmen gar nicht und die sog. "alternativen medien" pumpen lieber mehr zeug ins netz als auch nur einmal einen fehler zuzugeben.

nicht gut, aber immerhin besser!

15: Hannes Pias:

19. September 2022 um 19:38 Uhr

Im Schatten der vermeintlichen Anonymität des Netzes ist es leicht, mal eben jemanden abzuledern. Fehler gemacht, Fehler eingesehen und Tschullegunk Leute … Da muss man nicht den Deutschen Oberlehrer herauskehren und klugscheißern sondern sich auch mal darüber freuen, dass es Leuts gibt, die solche Cojones haben und einfach mal den Kopf hinhalten. Viele schreien "Lügenpresse" aber kaum jemand würdigt solch eine Richtigstellung. Die Teutonen sind inzwischen ganz schön spinnert geworden 🙁

16: Werner Winkler:

19. September 2022 um 19:41 Uhr

Danke für die Korrektur und die Erklärung dazu. Ich konnte erst meinen Augen nicht trauen, da ich aber tagesschau.de für 99,5 % seriös halte, zweifelte ich an meinen Zweifeln und recherchierte selbst nochmal.

Als ich mir dann sicher war, habe ich Ihrer Redaktion geschrieben (wie manche andere wohl auch). Mich wundert es nur, dass hier niemand kritisch gegegengelesen hat und genügend (also minimale) physikalische Kenntnisse hatte, diesen Fake als solchen zu erkennen.

17: Irgendwer:

19. September 2022 um 19:47 Uhr

korrektur zu meinem kommentar oben.
der schlußsatz sollte heißen:

örr … nicht gut, aber auf jeden fall besser

18: Jan Sudmann:

19. September 2022 um 19:48 Uhr

es ist wie es ist .. Menschen machen Fehler und denen die Ihre Fehler eingestehen gehört mein Respekt. Es ist aber auch so, daß wie bei jeder "guten" Arbeit das Risiko minimiert werden muss und das ist Handwerkszeug. Diessollte ein Journalist gelernt haben- und das bedeutet "recherchieren, Faktencheck, usw." wie in jedem guten Projekt. Dafür muß & sollte aber auch das Personal da sein, um ein 4-Augen-Prinzip gewährleisten zu können. Dies scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein, oder Frau Genth? Denn 2 oder 3 Personen machen normalerweise nicht den gleichen Fehler. Sie sollten auch nur "alleine" zum Fehler stehen wenn Sie ALLEINE diesen Fou-Pau fabriziert haben. Also, mein Vorschlag, die Gebühren besser in das Personal und die Ausbildung stecken als den Bürger mittels Cookies auszuspionieren um damit Geld zu machen.
Mit freundlichem Gruß

19: Tobias:

19. September 2022 um 19:48 Uhr

Es ist mittlerweile ein Spiegel unserer Gesellschaft geworden, dass jemand dem ein Fehler passiert (oder anders ausgedrückt: seine Erfahrung macht) von Besserwissern an den Pranger gestellt wird. Oft genug hat sich allerdings bewiesen, dass es gerade diese Menschen sind, denen es an Flexibilität und Kreativität im Job fehlt und dieses dann mit sogenannter "Ahnung" kaschieren.
Mein Respekt für Frau Genth, die das Rückgrat hat ihr Missgeschick öffentlich einzugestehen.

20: Hanns:

19. September 2022 um 19:49 Uhr

So ein Fehler ist nicht verzeihbar, das ist nicht soetwas wie vergessen die Hausaufgaben zu machen. Hier geht es um die Tagesschau, öffentlich-rechtliche Nachrichten, die permanent erklären, wie viel Falschinformationen es gäbe und man unbedingt aber der Tagesschau glauben muss. Wie soll ich irgend etwas hier noch glauben, wenn derart offensichtlich falsche Meldungen es schaffen, veröffentlich zu werden? Wieviele andere Artikel enthalten hier regelmässig unüberprüften Unfug, der nicht ganz so offensichtlich ist und noch immer online steht?

21: Hannes:

19. September 2022 um 19:50 Uhr

Es ist schon erstaunlich, wie viele Leute es als illegitim erachten, Kritik an miserablem Journalismus zu üben.
.
Nur mal zur Klarstellung: Behauptungen und Quellen NICHT zu überprüfen ist KEINE Bagatelle. Dies ist DIE journalistische Grundlage.
.
Ob die "war doch nicht schlimm, sie hat sich doch entschuldigt" Fraktion sich auch bei "Fehlern" von Ärzten, Polizisten und Soldaten so gnädig zeigt?
.
Ich glaube nicht.

22: 9te Klasse Realschule:

19. September 2022 um 19:52 Uhr

"(Habe den Originalbericht jedoch nicht gelesen, möchte ich noch anmerken)"

Da haben Sie was verpasst. Es geht um einen Fernseher welcher Strom produziert anstatt zu verbrauchen. Die "Erfindung" ist angeblich nur deshalb kein Erfolg, weil in Europa alle Rassisten sind. Nach extrem kurzer Internetrecherche stösst man auf andere "Erfindungen" dieses Mannes: Der Haarföhn der der Luft beim Föhnen das CO2 entzieht, das Elekroauto das nicht aufgeladen werden muss,…

23: Jürgen Koberstein:

19. September 2022 um 19:55 Uhr

Wer von Euch ohne Fehler ist, werfe den ersten Stein.

24: Frank:

19. September 2022 um 19:59 Uhr

Unglaublich, wie hier eine Person dafür kritisiert wird, einen Fehler begangen und eingestanden zu haben. Dann braucht man sich nicht zu wundern, dass viele lügen und betrügen, um voranzukommen. Hätte sie nichts gesagt und ihren Fehler unter den Teppich gekehrt, wäre das Geschrei von den gleichen Leuten, die sie jetzt anprangern, nicht zu überhören gewesen.

25: Mark:

19. September 2022 um 19:59 Uhr

Dieser Fall zeigt doch exemplarisch, dass die Vorstellung von Qualitätsmedien, denen man unkritisch vertrauen kann, eine Illusion ist.
.
Wichtig wäre, jedem Mediennutzer klar zu machen, dass ALLE Inhalte subjektiv gefärbt sind und der Inhalt vielleicht unpräzise, missverständlich oder falsch ist.
.
Das ist dann nicht schlimm, wenn man über eine Medienkompetenz und eine kritische Distanz verfügt.
.
Distanzloser Medienkonsum ist dagegen keine gute Idee.

26: Frank:

19. September 2022 um 20:03 Uhr

@Hann(e)s

Schön, dass Sie noch nie einen Fehler gemacht haben. Alle Achtung!

27: Peer:

19. September 2022 um 20:04 Uhr

Fehler passieren, das ist nicht das Problem. Ein Problem ist es allerdings, wenn Menschen über Themen schreiben, von denen sie offensichtlich keine Ahnung haben. Im Journalismus leider weit verbreitet, vor allem, wenn es um Wissenschaft und Technik geht.

28: hajo:

19. September 2022 um 20:05 Uhr

ich habe beim Lesen des Artikels gestutzt.. der Sachverhalt kam mir technisch zu unglaublich vor… aber ich habe Verstaendnis fuer die Korrespondentin… meine afrikanische Frau wirft mir vor, dass es nicht bedeutet, dass etwas nicht existiert, nur weil ich es nicht glaube… aber vielleicht haette die Redaktion vor Veroeffentlichung etwas mehr Sorgfalt walten lassen koennen… (der SPIEGEL laesst gruessen)… mfg

29: Olaf:

19. September 2022 um 20:07 Uhr

"Wie soll ich noch etwas glauben, das jemand geschrieben hat?"
.
"Glauben" gehört in die Kirche – nicht in das Lesen von Medienartikeln.
.
Wenn jemand einen Text verfasst, dann ist das einzige Fazit, das man nach dem Lesen dieses Textes fassen kann, dass die Aussage des Textes stimmen kann oder nicht.
.
Nicht mehr – nicht weniger.
.
Medien erklären nicht die Welt, sie erklären die Ansichten des jeweiligen Autors. Oder die Ansichten dessen, von dem abgeschrieben wurde.

30: Ralf Rombach:

19. September 2022 um 20:11 Uhr

Ich ziehe meinen Hut vor der Offenheit der Kommunikation. Fehler passieren, ich habe bei dem Bericht auch geschmunzelt. Dennoch alles Gut. Andere, vorzugsweise rechts oder links gerichtete Medien sind zu sowas nicht in der Lage. Da wird nur gehetzt. Insofern heben Sie sich positiv ab.

31: Lilith:

19. September 2022 um 20:13 Uhr

Nun, man hätte das ja auch in die neue Kategorie Satire einfügen können. Generell erwarte ich solche Artikel aber eher beim Postillon und nicht bei der Tagesschau.

32: Hartmut Junge:

19. September 2022 um 20:14 Uhr

Fehler koennen passieren, korrigiert und fertig.

Ist schon eigenartig, wieviel Wind darum gemacht wird angesichts der Luegen die BILD und Co so verbreiten.

33: Hanns:

19. September 2022 um 20:17 Uhr

@Frank

Es geht nicht einfach nur um einen kleinen Fehler – ich gebe ihnen natürlich recht, dass Fehler passieren. Dafür hat man Prozesse und Kontrollmechanismen die eigentlich das Einmaleins des Journalistenhandwerks sein sollten. Hier zeigt sich aber, dass die Tagesschau Quellen nicht überprüft. Hier zeigt sich, dass Artikel nicht kontrolliert und abgesegt werden. Hier zeigt sich, dass eine Autorin schreiben kann, was sie will, und das ganze komplett ungeprüft auf der Tagesschau (und DW) einfach veröffentlicht wird.

34: Paul Sankti:

19. September 2022 um 20:19 Uhr

Hallo!
Spaßeshalber hätte ich den Artikel auch gerne gelesen, allerdings nur weil ich gerne über Quatsch lache, nicht jedoch über die Autorin, diese hat meine volle Empathie. An alle „Unfehlbaren“: Jede*r fällt mal auf irgendeinen Mist rein und erzählt diesen weiter. Wenns dann rauskommt, sollte man auch fähig sein, über sich selbst zu lachen. Andere zu be- oder verurteilen dafür, zeugt von einem klitzekleine Ego, welches durch die Abwertung des Mitmenschen kurzfristig scheinbar aufgewertet wird. Wenn wir Menschen dieses Werten lassen könnten, hätten wir eine viel friedlichere Welt…

35: Stef:

19. September 2022 um 20:19 Uhr

Komisch dass die Richtigstellung erst heute kommt, nachdem man sich in anderen Medien schon lustig gemacht hat. 3 Tage war der Beitrag nur verschwunden. Das ist schlecht. Fehler passieren aber man kann auch sofort dazu stehen

36: Heiner Becker:

19. September 2022 um 20:21 Uhr

Nun, physikalisch möglich ist das schon, wenn man in der Nähe eines starken terrestrischen Radio oder Fernsehsenders sich befindet. Dann kann man mit einer geeigneten Antenne die Sendeenergie abzapfen und wie ich schon in meinem Kommentar auf FB dargelegt habe, sogar Lichterketten in einer Kleingartenanlage betreiben. Die Senderbetreiber sehen das allerdings nicht so gerne.

37: Severin:

19. September 2022 um 20:21 Uhr

Wow okay, nachdem ich den Artikel eben gelesen habe… schon ziemlich schwerwiegend. Wie konnte das jemals online gehen?

38: Drumknott:

19. September 2022 um 20:22 Uhr

Es ist ja schon gut, dass eine Korrektur kommt – aber aus eigener Erfahrung habe ich kennen gelernt, wie schlecht die naturwissenschaftliche Bildung bei Journalisten ist. Hier – wenn etwas dem Energieerhaltungssatz widerspricht, KANN es nicht stimmen (kein Perpetuum mobile!). Wenn wenigstens das Ganze als kommentarlose Meldung erschiene, und nicht als die neue "Wunder"meldung, wäre es besser bewertbar (und erträglich), aber Nachricht und Kommentar werden immer weniger getrennt. Hautpsache Schlagzeile. Wir hatten das als "Benzin aus Indien", vor langer Zeit "Cold fusion", und nicht immer war es so einfach zu durchschauen.

39: Hanns:

19. September 2022 um 20:29 Uhr

@Paul Sankti, @Drumknott

Das Problem ist nicht die Leichtgläubigkeit der Autorin, oder dass sie naturwissenschaftlich ungebildet ist. Der Skandal ist, dass Quellen nicht überprüft werden und Artikel vom Chefredakteur nicht kontrolliert werden.

40: 9te Klasse Realschule:

19. September 2022 um 20:30 Uhr

"Jede*r fällt mal auf irgendeinen Mist rein und erzählt diesen weiter."

"Jede*r" arbeitet nicht hauptberuflich als Journalistin bei der ARD (welche hauptberufliche "Faktenchecker" beschäftigt).

41: Friedolin:

19. September 2022 um 20:38 Uhr

Danke für die Transparenz.

Und an alle, die dieses als Anlass nehmen, um gegen den ÖR zu wettern:

Das der Fehler transparent dargestellt und der Artikel zurückgezogen wurde, zeigt, dass

1. die Falschmeldung nicht mutwillig erstellt wurde.
2. die Qualitätssicherung funktioniert.

Das kann man nicht von allen Medien behaupten.

Ja, natürlich wäre es besser gewesen, vorher genauer zu recherchieren und den Beitrag gegen zu checken.

Aber Fehler passieren. Auch bei Tagesschau.de. Und wie jeder Fehler schärft auch dieser wieder die Sensibilität für Fehlerquellen. Diese hält dann wieder eine Weile, bis der nächste Fehler passiert.

Ein ewiger Kreislauf oder wie Hegel sagen würde: Dialektik.

42: Ottokar:

19. September 2022 um 20:43 Uhr

Ja leider ist da wenig technischer Sachverstand bei der Tagesschau. Das ist dann weniger Schuld der Korrespondentin, sondern ein qualitativer Mangel in der Redaktionellen Bewertung.
Kopf hoch Frau Genth, beim nächsten mal sind Sie kritischer.

43: Eivind:

19. September 2022 um 20:44 Uhr

Wiedervorlage 1. April und dann ist es auch wirklich gut. Respekt für das Dementi.

44: Alles_super:

19. September 2022 um 20:44 Uhr

Frau Genth hatte Ihren Artikel am Freitag damit begonnen, das seine Erfindung von den westlichen Unternehmen ignoriert wird. Der Unterton von Ihr war nicht zu überlesen.
Wer glaubt das ein Fernseher keine Energie verbraucht und bei ausgeschalteten Zustand Energie an andere Geräte abgibt muss viel Phantasie besitzen.

45: Steffen S:

19. September 2022 um 20:45 Uhr

Ich bezweifle arg, dass diejenigen, die hier mal so locker vorschlagen, Frau Genth hätte doch nur in ein Mittelschul-Physikbuch schauen sollen, selbst in der Lage wären, die Energie zu berechnen, die in den EM Wellen stecken. So trivial wie behauptet, sind diese Berechnungen nämlich nicht. Schon die nötigen Integralrechnungen über Raum, Zeit und alle relevanten Frequenzen übersteigen mit Sicherheit die mathematischen und physikalischen Fähigkeiten der meisten Schüler bei weitem. Ganz zu Schweigen von dem Problem, die Energiedichte zu quantifizieren, bevor man mit dem Integrieren überhaupt beginnen kann. Spätestens Berechnungen, wieviel der Energie sich technisch nutzen ließe, erfordert dann studierte Ingenieure. Also haltet den Ball mal schön flach.

Ansonsten zolle ich Frau Genth meinen Respekt für die Größe, einen Fehler zugeben zu können. Sie sollte sich aber nicht grämen. Shit happens. War ja nur ein kleiner Fehler. Die Empörungskultur der sozialen Medien stört mich vielmehr.

46: Ralf Scherer:

19. September 2022 um 20:45 Uhr

Einfach unfassbar, dass so etwas auf der Website der Tagesschau veröffentlicht wurde.

Die Autorin scheint sich der Bedeutung ihres Berufs nicht bewusst gewesen zu sein. Ich hoffe, dass sie es schafft, aus diesem schweren Fehler zu lernen. In ihrer Haut möchte ich nicht stecken.

47: anonym1234:

19. September 2022 um 20:46 Uhr

Danke fuer die Klarstellung, ein guter Umgang mit Fehlern (die nunmal passieren) ist wichtig und leider selten.

48: Marcus:

19. September 2022 um 20:47 Uhr

Was die Veröffentlichung dieses Perpetuum mobile Erfinders vielleicht auch zeigt: Das wahrscheinlich vorhandene "Wissen" das es selbständig möglich machen sollte solch windige Geschichten durch Recherche oder Nachrechnen zu überprüfen wird nicht benutzt, nicht bei Schülern, nicht bei Journalisten. Wissen ist auswendig gelernt für die Schule und vergessen. Es ist gelernt mehr um sozial zu glänzen als es je auf Probleme in der Welt anzuwenden. Wissen als beliebige Variation eines Sprachspiels verinnerlicht. Wissen als soziale Konstruktion nicht weiter zu beachten. Dass es auch gnadenlos harte, nicht hintergehbare, feststellbare, Fakten gibt wird einem Großteil von Journalisten mit politisch korrekt verinnerlichter Haltung aus den Geisteswissenschaften auch nicht mehr lernbar sein. Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften, zwei Welten, die nichts miteinander zu tun haben.

49: JollyRoger:

19. September 2022 um 20:48 Uhr

Vielen Dank für die offensive Klarstellung. Das ist gute Arbeit. Fehler passieren, wenn diese dann korrigiert werden, dann ist das der richtige Weg. Kein Fehler ist zu groß. Insofern: Artikel 6 setzen. Klarstellung eine glatte 1.

50: Horst:

19. September 2022 um 20:51 Uhr

Ja der Fehler war wirklich dämlich und hätte eigentlich nicht passieren dürfen – Schwamm drüber!

Aber wieso wurde der Beitrag dann im Radio auf WDR2 am Sonntag 18.9.22 kurz vor Mitternacht noch mal gesendet? Da war schon 2 Tage lang bekannt, dass es eine Ente war.

51: Bitte Danke:

19. September 2022 um 20:55 Uhr

Fehler passieren, wahre Größe zeigen Diejenigen, welche dazu stehen. Hut ab!

52: E. Noetzel:

19. September 2022 um 20:57 Uhr

Hatte den Artikel seinerzeit überflogen und mich gewundert. Den Faden Geschmack den ich habe stammt aber eher von den äußerst negativen Kommentaren, die hier der Autorin des Artikels entgegenschlagen, als von der Meldung dieser Ente. Es wurde eine Falschmeldung veröffentlicht und innerhalb von drei Tagen korrigiert. Sicher wäre es hilfreich gewesen, wenn jeder Autor nur über seine Fachbereiche schreibt. Shit happens. Aber so etwas mit einem Arzt der deine OP verpfuscht zu vergleichen ist lächerlich. Schließlich wurde ja keinem von uns das Gehirn in einer verpfuschten OP entnommen. Wir hatten also am 16.09. alle die Möglichkeit uns selbst zu fragen, ob wir das was wir da lesen auch glauben und im Zweifel selber noch mal recherchieren. Lesern die nur eine Informationsquelle nutzen ist eh nicht zu helfen.

53: Artur:

19. September 2022 um 21:02 Uhr

@KarlNapf – Beitrag 1.
Bitte lassen sie ihre einfache "Blick ins Lehrbuch.." Belehrung sein. Kann ich ihnen auch empfehlen bzgl. Quantenmechanische Beschreibung von Festkörpern. Hilft keinem Weiter.

Ich war aktuell noch nie so stolz auf diesen Korrekturbeitrag der Tagesschau. Fehler passieren und das wichtigste ist diese dann aber auch beim Namen zu nennen. Weiter so!!!!!!

54: Obin:

19. September 2022 um 21:03 Uhr

@Steffen S.
Man muss keine Energiedichte berechnen können um zu verstehen warum eine solche Erfindung nicht möglich ist. Dazu reicht tatsächlich Mittelstufenwissen ohne jegliche Mathematik. Energie kann weder erschaffen, noch vernichtet werden. Wenn der Fernseher Energie aus Funkwellen bezieht, dann muss diese irgendwo herkommen. Also auch einem Achtklässler müsste klar sein, dass es maximal eine Technologie um drahtlos Energie zu übertragen wäre, aber keine zur "Stromerzeugung". Selbst das wäre in diesem Fall mit einem bisschen gesundem Menschverstand fragwürdig.

Die Überheblichkeit dann davon auszugehen, dass eine solche Erfindung in Europa nur aufgrund von Vorurteilen ignoriert wird grenzt an die Wissenschaftsfeindlichkeit von Querdenkern an. Das sollte im ÖRR schlicht und einfach nicht passieren. Punkt.

55: JJ:

19. September 2022 um 21:03 Uhr

Schlimm genug, dass Jana Genth nicht von selbst stutzig wurde. Aber wieso wird nicht mal der Name des angebliche n Erfinders gegoogelt oder mal ein Fachmann gefragt? Für mich sieht es so aus, als hätte Ihre Korrespondentin ein paar Meldungen aus Südafrika und Simbabwe ungeprüft übersetzt und ohne jegliche Recherche veröffentlicht.

56: Keuner:

19. September 2022 um 21:09 Uhr

Von einer offensiven Klarstellung kann im Übrigen keine Rede sein.
Erst mit drei Tagen Verzug und dann wird immer noch von "Forschungen des Simbabwers" gesprochen und dass sie "wahrscheinlich" nicht belegt werden können.
Oh Mann. Diese Richtigstellung ist fast schlimmer als der Artikel selbst.

57: Tapio:

19. September 2022 um 21:10 Uhr

Diese Erklärung verdient meine Anerkennung. Gut so, danke.

Nachtreten ist hier fehl am Platz.

58: nad:

19. September 2022 um 21:14 Uhr

also mit elektromagnetischen wellen kann man natürlich elektrische energie übertragen. so funktioniert zb radioübertragung. dh. hier werden die wellen in einem radioapparat aufgefangen und üblicherweise verstärkt um damit einen lautsprecher zu betreiben. wohnt man direkt neben einem sendemast dann können diese energien auch schon ordentlich sein. im radiomuseum in königs-wusterhausen (kw) werden geschichten erzählt, dass bewohner in kw in den zwanzigern damit wohl angeblich eier gebraten haben.
ich habe daher die beschreibung der „erfindung“ erstmal als etwas was manche auch als „rectenna“ bezeichnen interpretiert, siehe zb: „https://www.ece.cmu.edu/news-and-events/story/2019/05/rectennas-converting-radio-waves-into-electricity.html

vielleicht wohnt der mann in der geschichte neben einem sendemast, hat bemerkt dass in spulen strom induziert wird und hat vermutet dass das überall so ist. das wäre falsch, aber keine lüge. man sollte mit sowas aber nicht in einem newshype landen.

59: Michael Gessat:

19. September 2022 um 21:15 Uhr

Was soll das heißen: "Es ist wahrscheinlich, dass sie auch nie belegt werden, weil sie physikalischen Grundsätzen widersprechen"??? Was soll das heißen: "Wir gehen davon aus, dass alle Korrespondentenberichte, die wir veröffentlichen, vorab nach allen journalistischen Grundregeln geprüft wurden"??? Die "Forschungen" des Simbabwers werden nicht nur "wahrscheinlich" nie belegt werden, sondern nie – weil sie Bullshit und Betrug sind. Und die Redaktion von Tagesschau.de darf nicht nur "davon ausgehen", dass die Korrespondentenberichte nach allen journalistischen Grundregeln geprüft wurden – sondern muss dies ja gerade selbst sicherstellen – wer sonst sollte denn dafür verantwortlich sein??? Die viel zu spät publizierte "Korrektur" dieses Desasters ist immer noch ein Desaster. Liebe Kolleginnen und Kollegen – bitte aufwachen. Und Korrektur und Transparenz heißt: Butter bei die Fische, nicht noch irgendwie beschönigen wollen. 🙂

60: Chemiker:

19. September 2022 um 21:17 Uhr

Mir fiel beim Lesen des ursprünglichen Artikels auch sofort der Fehler auf, und natürlich hätte diese "Ente" durch einen sachkundigen Korrekturleser verhindert werden sollen.
Allerdings ist die Gewinnung von Energie aus vorhandenen Funkwellen nicht so weit hergeholt, denn im Kleinstmaßstab funktioniert das durchaus. Man suche nach "energy harvesting" "rectenna" oder auch "RFID" um (auch seriöse) Artikel und Beispiele für diese Technik zu finden. Die Energie kommt nicht "aus dem Nichts" sondern eben vom Sender. Der Betrug war hier eben nicht so offensichtlich wie bei einem "perpetuum mobile".

61: Marto:

19. September 2022 um 21:20 Uhr

@Karl Napf: Zum Glück sind einigen kommentierenden Personen hier noch nie in Ihrem Berufsleben Fehler unterlaufen.

62: Uli:

19. September 2022 um 21:21 Uhr

Liebe Leute, eigentlich wurde doch jetzt das Thema von allen Seiten ausreichend bzw. ausgiebig beleuchtet. Ich verstehe hier leider die ganze Aufregung nicht. Wir haben doch eigentlich derzeit genug andere Probleme in dieser Republik, um uns an einem Fehler einer Journalistin „abzuarbeiten“, die diesen auch noch zugibt und sich dafür entschuldigt. Was will man den mehr!
Immer diese zum Teil selbstgerechten Äußerungen, die ich lese, dass dieser Fehler nicht passieren hätte dürfen.
Fehler passieren halt nun leider einmal. Jeden Tag und in jedem Bereich! Man mag es nicht glauben, aber sogar angeblich vermeidbare Fehler.
Mir kommt es hier in der Diskussion so vor, als wenn hier mancher Richter oder Oberlehrer spielen wollen. Ist das nötig? Ich denke nicht.
Also, bitte die Kirche im Dorf lassen.

63: Heini:

19. September 2022 um 21:22 Uhr

Ich fand die Erfindung aber so herrlich unterhaltsam und phantasievoll. Ich wünschte mir doch, dass jemand einen Stromabsauger erfände, der übrigens physikalisch keineswegs unmöglich ist. Jede Antenne macht genau das. Nur erntet sie eben um einige Größenordnungen weniger Strom.
"Verdammt, WLAN weg, da draußen sind wieder Stromabsauger unterwegs…"

64: Ollie:

19. September 2022 um 21:25 Uhr

Jetzt fehlt nur noch eine Erklärung warum der Artikel unterschwellig so viele Rassismus-Seitenhiebe enthielt. Die jetzige Häme wurde größtenteils durch diese Kränkung getiggert…
Z.B. „Seine Ideen könnten ein ganz großer Wurf sein. Und doch werde ihm in weiten Teilen Europas nicht einmal zugehört, kritisiert Chikumbutso.“

Positiv interpretiert hat die Korrespondentin nur die typische Stimmung in Johannesburgs Straßen transportiert.
Negativ interpretiert war der Artikel offensichtlich von Anfang an satirisch gemeint und machte sich über Erfindungen aus Afrika lustig.

65: Gerd:

19. September 2022 um 21:28 Uhr

In der Tat kann das einer Korrespondentin vielleicht mal passieren.

Dass die nicht so schwach besetzte Redaktion der Tagesschau hier aber ernsthaft ausrichten lässt, dass man sowas dann nicht nochmal prüft und ja mindestens ein Kollege vor der Veröffentlichung und dem Push in Social Media draufgeschaut haben muss, ist ein peinliches Armutszeugnis.

Und ich hätte ja gern jedes Mal einen Euro, wenn mal wieder folgenlos angekündigt wird, dass man die „Abläufe verbessern“ will.

66: Andy:

19. September 2022 um 21:29 Uhr

Wenn Dinge so schön sind, dass sie unbedingt wahr sein sollen, dann passiert sowas. Wenn man solche Fehler unter den Tisch kehrt, handelt man egoistisch und schwach. Wenn man sie zugibt, zeigt man Stärke und vor allem Verantwortungsbewusstsein.
Das braucht der Journalismus sehr.
Weiter so.

67: Banjo:

19. September 2022 um 21:35 Uhr

"Es ist wahrscheinlich, dass sie auch nie belegt werden, weil sie physikalischen Grundsätzen widersprechen."

Diese unlogische Aussage ist doch nur ein weiterer Beweis, dass der Dame fundamentales Veständnis über die Wissenschaft fehlt: Wenn etwas physikalischen Grundsätzen widerspricht, wird es nicht "wahrscheinlich", sondern garantiert niemals belegt werde können!

68: Bolzkopf:

19. September 2022 um 21:36 Uhr

Jetzt mal halblang !
Ich habe schon etliche gestandene Akademiker erlebt, die auf ähnliche Geschichten reingefallen sind. Ich will mir ja nicht den Hass der Fan's auf den Leib ziehen aber Themen wie "Levitiertes Wasser" Magrav-Generator, "Benzin-Spar-Superzündkabel" oder -toppaktuell- "Energiesparboxen" kommen immer wieder mal hoch und erreichen auch immer wieder neue Opfer.

69: Obin:

19. September 2022 um 21:36 Uhr

@Uli
Wissenschaftsfeindlichkeit und darauf aufbauende Verschwörungstheorien sind ein Problem so aktuell wie kaum ein anderes in der Republik. Vom Klimawandel bis zu den Impfgegnern ist das sehr ernst zu nehmen.

Wenn dann ein Betrag wie dieser daher kommt und so tut als wäre die Lösung eines extrem komplexen Problems ja eigentlich super einfach, aber würde aus Rassismus von diesen fiesen Europäischen Wissenschaftlern einfach ignoriert, dann ist das als nicht weniger als Gefährlich einzustufen. Ja, die BILD macht das auch, aber das ist ja nicht dem Anspruch gerecht den der ÖRR für sich erhebt.

Niemand will hier die Autorin individuell bashen, das lese ich so in den Kommentaren nicht heraus. Es wird vielmehr ermahnt, dass der ÖRR eigentlich Kontrollinstanzen haben sollte die solche (wirklich sehr groben) Schnitzer abfangen. Und das ist gut und wichtig.

70: Tim:

19. September 2022 um 21:49 Uhr

Cool. Fehler gemacht, sich öffentlich entschuldigt, fertig. Entschuldigung angenommen!

71: Delightant:

19. September 2022 um 21:54 Uhr

Die Erklärung der Korrespondentin ist mir etwas zu dramatisch.
Wenn die JournalistInnen der Öffentlich-Rechtlichen für sich nicht diese Aura der Unfehlbarkeit konstruiert hätten, würde es ihnen auch deutlich leichter fallen, mal so ein kleines Fehlerchen einzugestehen.
Vielen Dank dennoch an Frau Genth, dass sie die Sache von sich aus richtig gestellt hat.

Ich kann mich bei tagesschau.de an deutlich gröbere Klötze erinnern, z. B. an die Behauptung, dass aller Plastikmüll, der in der Nordsee schwimmt, zusammengepackt einen Würfel mit 80km Kantenlänge ergeben würde.
Trotz meines damaligen Hinweises, dass bei genannter Müllmenge ein Müllplateau von ca. 800 Metern Höhe flächendeckend aus der gesamten Nordsee herausragen würde, hat man die Falschmeldung damals nicht richtiggestellt.

72: GT:

19. September 2022 um 21:56 Uhr

@Chemiker: Danke, dass du auf den Aspekt Physik eingehst. Denn es ist schon erstaunlich, wieviele der Kommentatoren auf die physikalische Unmöglichkeit verweisen, dabei ist der grundsätzliche Sachverhalt durchaus wissenschaftlich korrekt.

Radiowellen (also WLAN, Rundfunk, Handy usw.) sind nichts weiter als elektromganetische Wellen eines sich ständig verändernden, elektromagnetischen Feldes. Befindet sich innerhalb dieses Feldes nun z.B. eine Spule (oder ein nicht ausreichend isolierter Draht) wird dort ein elektrischer Strom induziert (Induktionsgesetz). Das gleiche Prinzip wird letztlich zur Erzeugung von Wechselstrom in Kraftwerken verwendet. Das Problem ist, dass die daraus zu gewinnende Energie mit zunehmenender Entfernung vom Sender/Emitter sehr schnell abnimmt und so die zu gewinnenden Mengen sehr gering sind.

Wer das für "Unsinn" hält, der halte mal beim Telefonieren ein Handy neben einen eingeschalteten Lautsprecher. So funktionieren übrigens batterielose MW-Empfänger.

73: Lupus badensis:

19. September 2022 um 22:06 Uhr

Wer arbeitet, macht Fehler. Wer nicht arbeitet, macht auch einen Fehler. Also, beruhigt euch und seid froh, dass die Verfasserin nachgedacht hat.

74: PH:

19. September 2022 um 22:06 Uhr

Danke das Sie mit gutem Beispiel vorangehen, niemand kann alles wissen aber seine Fehler öffentlich ohne umschweife zuzugeben ist eine Gabe die leider selten geworden ist.

Oder wie mir mal von Graffitti-artists gesagt wurde: "die Fehler welche öffentlich zu sehen sind macht man nur einmal"
😉

Weiterhin viel Erfolg und Kopf hoch!

75: Philipp:

19. September 2022 um 22:07 Uhr

Natürlich kann es sein, dass Fehler passieren.

Aber hier ist es sehr gravierend, weil weder Schulwissen vorhanden war, noch Expertise zu einem technischen Thema eingeholt wurde, eine zweite Meinung/Quelle als journalistischer Mindeststandard gab es nicht, die QA eines weiteren Augenpaares bei der Veröffentlichung ebenfalls nicht und das ganze lief dann unter "Europa ignoriert Innovationen aus Afrika", einer aktuellen politischen Strömung folgenden Aussage.

Wenn die ARD jetzt sagt, sie müsse ihre Abläufe prüfen, dann reicht es m.E. nicht aus. Die Auswahl von Themen wird schon oft kritisiert, die jetzigen Abläufe waren jetzt aber für jeden ersichtlicher Unsinn. Wer weiss, was wir da so oft schon an Falschmeldungen erhalten?

Als erste Konsequenz sollte die Studioleiterin in jedem Fall keine mehr sein. Diese politische Agenden ("Europa ignoriert Afrikas Innovationen") führen nur zu noch mehr Vorwürfen gegen die ARD.

76: S.E.:

19. September 2022 um 22:09 Uhr

Ich wurde beim Lesen des Artikels stutzig und wusste nicht so Recht, was ich davon halten soll. Die Aussage, dass es Erfinderr*innen im südlichen Afrika aber besonders schwer haben, Anerkennung zu finden, kann ich mir sehr gut vorstellen.

77: Arno Nimoz:

19. September 2022 um 22:11 Uhr

Ich möchte hiermit mein ausdrückliches Lob aussprechen; Fehler zuzugeben und zu korrigieren ist viel wichtiger, als der Anspruch Fehler zu vermeiden, denn ohne Einsicht in eigene Fehler kann man sich nicht verbessern.

Im konkreten Fall hätte ich mir gewünscht, der Artikel wäre stehen geblieben und korrigiert worden (auch wenn er danach fast das Gegenteil ausgesagt hätte).

Im Sinne einer besseren Fehlerkultur:
-Die eigenen Grenzen zu (er-)kennen ist wichtig: Sie sind nicht allein, viele (intelligente und gebildete) Menschen haben bedauerlich wenig naturwissenschaftliche Bodenhaftung; legen sie sich Kontakte zu, die sie um einen Faktencheck bitten können.
-Goldene, universelle Grundregel: Wenn sie Dinge hören, die zu schön sind um wahr zu sein, dann sind sie in aller Regel genau das: Nicht wahr!

-Lieber ÖRR: Wie wäre es mit naturwissenschaftlichen Workshops/Team-Events für eure Mitarbeiter? Physik (bis ca. Mittelstufe+) ist ein unersetzliches Werkzeug für "Faktenchecks".

78: B.Weinmann:

19. September 2022 um 22:17 Uhr

Shit happens … Fehler erkannt, eingesehen und eingestanden – alles gut + erledigt, niemand hat Schaden erlitten. DAS ist ein Merkmal für gute Arbeit ! So sollte es doch eigentlich immer sein ! Trotz aller aktueller Probleme. Unser ÖRR. ist erhaltenswert. MfG. B.W.

79: Johannes:

19. September 2022 um 22:20 Uhr

@Marto: Die Autorin und die Redaktion hat die Quellen nicht geprüft. Das ist ein massiver handwerklichen Fehler. Wenn Ihnen was Vergleichbares in einem anderen Beruf passiert, können Sie einpacken.

Mich wundert es allerdings nicht, wenn ich an die vielen Rechtschreibfehler auf tagesschau.de denke, die dort stundenlang stehen, ohne korrigiert zu werden. Da wird nicht mal die automatische Rechtschreibprüfung bemüht.

80: Ritchi:

19. September 2022 um 22:27 Uhr

Es ist schon ein wenig befremdlich wie hier relativiert wird. Sicherlich, Fehler passieren und sicherlich, es ist besser Fehler zuzugeben und zu korrigieren als sie zu vertuschen. Dennoch stellt sich hier die Frage: durfte dieser Fehler beziehungsweise darf ein solcher Fehler passieren? Und ist hier ist meine Antwort sehr klar: Nein. Als Journalist hat man die Verantwortung leicht erkennbare Lügen zu entlarven und nicht zu verbreiten. Diese Lüge war zu leicht zu erkennen und es war nicht nötig irgendwelche amerikanischen Fachleute anzuschreiben, der eigene Physiklehrer aus der Schulzeit hätte genügt. Auch in der ARD gibt es genügend Wissenschaftsjournalisten, die gerne behilflich gewesen wären. Ganz sicher hätte beispielsweise Quarks ausgeholfen.
In diesem Fall bleibt mir nur eine Feststellung: Jobwechsel.

81: Hermann:

19. September 2022 um 22:28 Uhr

Es ist nicht der Fehler, der aufstößt. Es ist dieser arrogante Anspruch der Medien, immer recht zu haben und der praktisch in diesem eigenartigen System der Selbstkontrolle nicht widerlegt werden kann – bis einige Einzelfälle zugegeben werden (müssen).

82: G. F.:

19. September 2022 um 22:29 Uhr

Fehler zuzugeben ist wertvoller als so zu tun, keine zu machen.

Das ist ein Schritt zu der Fehlerkultur, die ich mir von den ÖR wünsche.

Bitte weiter so!

83: Hanns:

19. September 2022 um 22:29 Uhr

Ich verstehe nicht, wie hier so vehement versucht wird den Artikel, die Autorin, und die Tagesschau zu verteidigen.

Im Artikel wurde behauptet, die Erfindung wurde von "Forscher aus den USA" bestätigt. Hier gebietet es die Sorgfaltspflicht, die "Forscher" zu nennen und zu die Aussage zu prüfen.

Im Artikel wurde behauptet, die Erfindung komme ohne Emissionen oder Rohstoffe aus. Selbst bei drahtloser Energieübertragung muss die Ernergie irgendwo herkommen, so "grün" und "ohne Verbrauch" wie im Artikel beschrieben kann es nie klappen.

Im Artikel wurde behauptet, freie Energie Funkwellen Strassenlaternen "leuchten schon in Mexiko und Nordamerika". Hier hätte man prüfen müssen, wo das der Fall sein soll.

Das ist kein Fehler sondern bewusste Missachtung sämtlicher grundlegender Prinzipien des Journalismus.

84: Florian:

19. September 2022 um 22:31 Uhr

Ja, Fehler passieren.
Ich hoffe, die Tagesschau lernt daraus.
Ich war verbüfft, da die Tagesschau ja Faktenchecker hat und auch damit wirbt.
Gerade aus dem Lager der Klimawandel-Leugner müssten genug Fake-News da sein, dass die Tagesschau-Redaktion auch naturwissenschaftlich einigermaßen gerüstet ist, damit sowas auffällt.
Das war das Einzige, was mich erstaunt hat.
Ich frage mich immer noch zu den Ursachen warum das geschah.
Es menschelt halt überall.
Es gehört nach der ganzen Sache, den Shitstorm, den es gab auch Größe dazu, damit vernünftig umzugehen.
Jedenfalls finde ich diese Reaktion, wenn auch spät, defninitv professionell.

85: Tim Jödden:

19. September 2022 um 22:33 Uhr

Einen Rückruf zu starten für ein fehlerhaftes Produkt ist in anderen Feldern doch heute recht normal.
Auf Konsumenten zu hören und Rückgrat zu beweisen dagegen oft eher seltener.

Sicherlich hat die Tagesschau einen offensichtlichen Qualitätsanspruch an sich selbst, der bei anderen Medienunternehmen erst im Kleingedruckten zu finden ist.
Vgl FAZ: „Das Blatt wirkt meinungsbildend und ist ein unverzichtbares Leitmedium.Nachrichten und Kommentare werden deutlich voneinander getrennt.“
In meiner Erinnerung stand der zweite Satz hier nicht schon immer.

Die Tagesschau scheint zumindest in ihrem Anspruch ein Medium in der heutigen Flut an Nonsens zu sein, bei dem Menschen nicht nur den Klappentext lesen und die klar auch dieses Signal setzt.

@Jana Genth: alles richtig gemacht. Fefe kategorisiert so etwas als Medienkompetenzübung, und sein Blog ist zumindest einer der 10 meistgelesenen in Deutschland. Diese Nachricht war ihm ein paar sehr wertschätzende Zeilen wert.

86: Eugen:

19. September 2022 um 22:34 Uhr

"Wir von tagesschau.de bedauern sehr, dass wir hier eine „Ente“ veröffentlicht haben." So wie in den meisten Fällen.

87: Michael:

19. September 2022 um 22:35 Uhr

Es ist ja so, daß jede Theorie so lange gilt bis sie widerlegt wird. Das war hier in kurzer Zeit der Fall. Aber erst mal hat sich jemand perfekt verkauft. Man darf also niemand böse sein. In der Geschichte war die Erde ja lange eine Scheibe, auch für damalige Journalisten. Jana war clever genug die Story nicht über Jahrhunderte gelten zu lassen.
Falls ich Jana mal in Rosebank begegne würde ich genau deswegen ein Stoney mit ihr trinken. Weiter so, ein Westfale auf der anderen Halbkugel.

88: Besserwisser:

19. September 2022 um 22:37 Uhr

Schlampig recherchiert, aber uns Unwissenden die Welt erklärt. Ich tu mich schwer, sowas als "kann halt mal passieren" zu akzeptieren. Als Journalist/in kann man/ frau sich den energieerzeugenden Bildschirm doch mal im Betrieb zeigen lassen…

89: Besserwisser:

19. September 2022 um 22:43 Uhr

Schlampig recherchiert, aber uns Unwissenden die Welt erklärt. Ich tu mich schwer, sowas als "kann halt mal passieren" zu akzeptieren. Als Journalist/in kann man/ frau sich den energieerzeugenden Bildschirm doch mal in Betrieb zeigen lassen…

90: Art:

19. September 2022 um 22:47 Uhr

Vielen Dank. Es sind Richtigstellungen wie diese, die mir das Vertrauen in die öffentlich-rechtlichen Sender geben. Fehler können passieren, aber sie richtig zu stellen stellen und zu ihnen zu stehen macht für mich den wichtigen Unterschied zu privaten Sendern oder persönlichen Blog aus.

91: Jirik:

19. September 2022 um 22:51 Uhr

Es wäre trotzdem gut den fehlerhaften Beitrag oder zumindest eine kurze Zusammenfassung mit einem Hinweis online zu lassen. Zu finden ist so etwas bestimmt noch irgendwo. Und wäre es nicht besser, den ordentlich kommentierten Fehler auf tagesschau.de zu finden, als verzerrte Darstellungen auf Twitter oder irgendwelchen Schwurbelportalen?

92: bubu:

19. September 2022 um 23:08 Uhr

ja, so ist das.

da erfindet jemand einen fernseher, der aus dem funkwellen aus der umgebung genug strom für seinen eigenen betrieb erzeugen kann.

weil nämlich radio- und handyantennen im gigawattbereich senden, so dass auch nach 10 kilometern noch die funkwellen wieder in spannung umgewandelt werden kann.

ich habe ja schon herzlich gelacht, als ich nur das foto gesehen hatte, vom text ganz zu schweigen.

und ich muss es ja wissen, denn mein sportwagen fährt mit altem brot und wenn ich bade, dann wird dadruch das wasser so warm, dass ich es hinterher zum heizen nehmen kann.

einen kleinen anteil wahrheit enthielt die meldung allerdgins auch: denn in der tat werden im kapitalismus manchmal durch wettbewerber oder marktmechanismen innovationen verzögert oder unterdrückt, z.b. so manches patent exclusiv gekauft, nur um eine technologie dann bewusst nicht herauszubringen.

93: Wolf Peter Reinhold:

19. September 2022 um 23:15 Uhr

Jeder/Jede kann mal Blödsinn von sich geben. Schlimm nur, wenn er/sie es öffentlich tut.

94: Wemheuer:

19. September 2022 um 23:16 Uhr

An die Leute die den Artikel verpasst haben:
Da gibt es doch den Spruch "Das Internet vergisst nie"
In diesem Sinne: https://web.archive.org/web/20220916154539/https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/erfinder-simbabwe-101.html

Falls der Link nicht funktioniert, einfach auch web.archive.org nach tagesschau.de suchen und einen Snapshot vom 16.09. aussuchen.

95: Respekt:

19. September 2022 um 23:21 Uhr

Respekt, so geht man transparent mit Fehlern um.

Hätten mehr Institutionen einen so hohen Anspruch, würde es die Quer*****, die B**d-Zeitung und hunderte von rechten Blogs und deren Fantasiemeldungen gar nicht geben.

96: Lutzi:

19. September 2022 um 23:26 Uhr

Zeigt sehr schön auf, dass man selbst renommierten Quellen nicht einfach blind vertrauen darf, denn überall arbeiten Menschen die auch mal Fehler machen können (und dürfen). Vielen Dank für die Richtigstellung!

97: Frank:

19. September 2022 um 23:43 Uhr

@Wemheuer: Vielen Dank für den Link zum Archiv. Mega!

98: Marcello:

19. September 2022 um 23:44 Uhr

Danke für die Korrektur.
Wäre nice wenn der alte Artikel auf die Korrektur linken würde:
https://www.tagesschau.de/ausland/afrika/erfinder-simbabwe-101.html

99: Soziale Randgruppe:

19. September 2022 um 23:49 Uhr

58 Redakteure auf den CDU-Parteitag schicken, aber keiner, dem dieser völlig an den Haaren herbeigezogene Unsinn auffällt? Da zahlt man doch gerne Gebühr…

100: Ernsthaft?:

20. September 2022 um 00:04 Uhr

Jetzt mal ehrlich: Das ist peinlich.
Die gleiche schwachsinnige Idee geistert doch seit Jahren durch afrikanische und asiatische und sogar europäische Medien. Mal will einer Autos mit Wasser antreiben, dann wieder mit Gebeten oder der "Kraft Gottes" (die Götter selbst wechseln dabei immer mal durch), kalte Fusion und andere Perpetuum Mobiles. Im Schnitt 1x alle 6 Monate. Alter Wein in neuen Schläuchen.
Ja, es gibt vermeidbare Fehler; Dinge, auf die man hereinfallen kann. Das hier gehört nicht dazu. Das hier war offensichtlich derart ausgemachter Blödsinn, dass man es merken MUSS.
Was macht die ARD eigentlich beruflich? Sie sind doch beim Fernsehen, oder? Und da kennen Sie NICHT die Sendeleistung ihrer eigenen Stationen? Niemand bei der ARD kommt auf den Trichter, dass Energiegewinnung aus terrestrischem Fernsehfunk Schwachsinn ist? Ernsthaft? Im ganzen Haus fällt das niemandem auf?

101: Kritischer Kritiker:

20. September 2022 um 00:06 Uhr

Das war ein kapitaler handwerklicher Fehler nicht nur der Autorin, sondern m. E. auch und vor allem der Tagesschau-Redaktion!

Wo blieb das Korrekturlesen – wenigstens inhaltlich – von jemandem, der Ahnung von der Sache hat? Solches Korrekturlesen hätte hier auf jeden Fall _vor_ dem Veröffentlichen stattfinden müssen und auch können.

Dass es kein Korrekturlesen gab – und wohl oft nicht gibt (siehe auch Häufigkeit der Tipp-, Zeichensetzungs- und Rechtschreibfehler), ist fehlende Kollegialität, Missachtung der Beitragszahler und Führungsversagen.

Dass es im ÖRR zwar viele Sportjournalisten gibt, aber zu wenige Journalisten mit ausreichenden Kenntnissen in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, ist mir schon länger immer wieder aufgefallen. Ursache: Führungsversagen!

»Hohe Qualitätsansprüche an journalistische Arbeit sind uns sehr wichtig«, schreiben Sie. Dann tun Sie bitte genug dafür. Sonst machen Sie sich unglaubwürdig.

102: Moritz:

20. September 2022 um 00:10 Uhr

Ich bin wissenschaftlich recht bewandert und glaube die Story sogar immer noch (Energy harvesting ist sehr relevant derzeit – aber ein TV damit zu betreiben ohne Batterien o.ä. fand ich krass)

103: Marc:

20. September 2022 um 00:20 Uhr

Ich bin zwar ehrlich gesagt etwas irritiert, dass diese Ente es überhaupt bis auf die Seite geschafft hat. Die Story klang mir doch etwas zu abgedreht, um die für voll nehmen zu können.

Dennoch freut es mich zu lesen, dass der Fehler nicht nur erkannt, sondern auch eine entsprechende Korrekturmeldung veröffentlicht wurde. Bei so manchem anderen wäre es vermutlich dabei geblieben, peinlich berührt den Artikel vom Netz zu nehmen.

Dann noch ein kleiner Wunsch für die Zukunft: Wenn ein nicht technisch versierter Redakteur einen technischen Artikel schreibt, sollte jemand mit entsprechendem Sachverstand einmal drüber lesen. Einfach als zusätzliche Plausibilitätsprüfung.

104: Lasse:

20. September 2022 um 00:23 Uhr

Natürlich nur hier im kleinen Block und nicht bei Euch im Faktenfinder. Der ist ja schließlich nur für die politischen Feinde gedacht, nech 😉

105: Ossi:

20. September 2022 um 00:39 Uhr

Moin,

Fehler passieren, OK. Aber das würde ich nicht mehr als Fehler bezeichnen, sondern als TOTALVERSAGEN von allen Beteiligten. Da wurde (angeblich) ein/das Perpetuum mobile erschaffen und niemand bei der Tagesschau (darf da jeder veröffentlichen, gibt es da eine Redaktion?) hegt daran Zweifel? Da hat also jemand die Klimakrise gelöst (Kraftwerke sind jetzt ja überflüssig, Heizen+Kochen+Tanken+… tun wir ab sofort mit Strom), den Strompreis auf 0 Cent/kWh gesenkt (kann sich ja jeder so eine Glotze kaufen, Stromnetz/e brauchen wir nicht mehr), den Nobelpreis gesichert (die Physik auf den Kopf gestellt) und diese Story wird akzeptiert? Da habe ich beim Postillion glaubwürdigere Geschichten gesehen. Beim besten Willen, das darf einfach nicht passieren.

Besten Dank

106: Johannes:

20. September 2022 um 00:55 Uhr

Offene Fehlerkultur ist wahre Größe. Kopf hoch und es besser machen.

107: Zuschauer:

20. September 2022 um 01:10 Uhr

Schon die Schlagzeile klang unglaublich…wie kommt es, daß die Redaktion die Veröffentlichung nicht untersagt hat?

Der 1. April hat noch gut sechs Monate Zeit; dann „passt“ solcherart Berichterstattung.

108: Bernd Köpernick:

20. September 2022 um 01:11 Uhr

Der Senf, der zu diesem menschlichen Lapsus zugegeben wird riecht nach Selbstgerechtigkeit. Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Viele fühlen sich hier dazu berufen. Nur, keiner ist erwählt.

109: Werner:

20. September 2022 um 01:46 Uhr

Abitur ohne Naturwissenschaften?
Olaf Breidbach
Magazin 01.12.1995

"Sollte eine solche Regelung tatsächlich umgesetzt werden, wäre dies sehr bedenklich. In einer industriellen Gesellschaft, deren Zukunft in zunehmendem Maße von naturwissenschaftlichen und technischen Kenntnissen ihrer Mitglieder abhängt, ist eine grundlegende Vertrautheit mit physikalischen, chemischen und biologischen Vorgängen und Prinzipien unerläßlich. Naturwissenschaften sind die Basis der technischen Entwicklung und ihrer Akzeptanz. Nur wer den erforderlichen Kenntnisstand mitbringt, vermag Zusammenhänge zu erkennen und objektive Schlußfolgerungen zu ziehen. …

Eine alleinige Fixierung auf eine mathematische Ausbildung im Pflichtbereich des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeldes der gymnasialen Oberstufe würde die Konturen der Naturwissenschaften verzerren."

https://www.spektrum.de/magazin/abitur-ohne-naturwissenschaften/822731

110: Tobias:

20. September 2022 um 02:10 Uhr

Natürlich machen Menschen Fehler, auch Journalisten. Und nicht nur das, es gibt sogar auch Falschinformationen, man stelle sich vor!

Gerade deshalb gehört es zum seriösen journalistischen Handwerk, simpelste Regeln zum Gegenchecken einzuhalten.
Das ist hier ganz offensichtlich nicht passiert, und zwar auf einer Plattform, die als "das" seriöse Nachrichtenmagazin propagiert wird!
Das hat nicht nachts irgendein Moderator einer Sendung nit den besten Hits aller Zeiten erzählt.

Das ist der eine Skandal, der ja nur bestätigt, was viele sowieso von der Qulität der ÖR Medien denken.

Was aber auch erschreckt neben der Missachtung einfachster journalistischer Regeln ist die offensichtliche Dummheit und damit verbundenen Naivität dieser Journalistin – jedenfalls auf physikalischem Gebiet. Früher einaml gehörten gewisse physikalische Grundlagenkenntnisse ja bich zur Allgemeinbildung.

111: Mikel aus WI:

20. September 2022 um 02:10 Uhr

Stimmt, wo Menschen arbeiten treten Fehler auf. Weil hinlänglich bekannt, sollten aber geeignete Kontrollinstanzen greifen.
Man stellt sich leider beim ÖR immer öfter die Frage, ob es die überhaupt gibt?!
Wenn ja, wer duckt sich denn da gerade weg und läßt Frau Genth alleine im Regen stehen?
Meine Bitte: vor der Veröffentlichung technischer Sensationsberichte, zukünftig die Redaktion der „Sendung mit der Maus" involvieren!

112: Tobias:

20. September 2022 um 02:12 Uhr

Kürzlich wurde übrigens ein TV-Gerät erfunden, das ohne GEZ Gebühren funktioniert.

Wäre das nicht auch eine tolle Meldung für die Tagesschau?

:))))

113: Steffen:

20. September 2022 um 02:59 Uhr

Warum kam es Frau Genth nicht merkwürdig vor, über Behauptungen zu schreiben die dem Energieerhaltungssatz widersprechen?

Bitte generell beachten:

Es gibt keine Energieerzeugung, nur Energiewandlung.

Es wurde über einen *Radiowellen zu Elektrizität*-Wandler berichtet und kritiklos wiedergegeben, dies sei eine "kostenlose, erneuerbare und grüne Energie".

Alles daran kann nicht stimmen oder wurde schlicht nicht nachgefragt, z.B. wurde denn die aufgefangenen Radiowellen *grün* zu dieser Form (elektromagnetische Strahlung) kostenlos gewandelt?

Ich kann mich an Kugelschreiber erinnern in deren Gehäuse bzw. in deren gefederten Druckknopf solche *Wundergeräte* untergebracht wurden … die leuchteten dann, wenn man sie z.B. nahe eines Mobilfunkgerätes hielt …

Hierzulande sind solche Geräte übrigens, in der im Artikel gezeigten Größe und Zweck, unzulässig, da sie die Reichweite von Radiosendern beeinträchtigen, deren Empfang für andere einschränken/verhindern können …

114: Bernd:

20. September 2022 um 05:11 Uhr

Wer nicht erkennt, dass diese Erfindung so … nicht existieren kann, hat in der technischen Berichterstattung nichts verloren.

Extrem peinlich, wirft kein gutes Licht auf die Tagesschau.

Klar: Die ganze Welt befindet sich im Zusammenhang Energie in einer Krise und in Afrika wird ganz nebenher das Perpetuum mobile zum abgeklemmten an den Fernseher erfunden. KANN ja nicht anders sein – es wurde ja auch darauf hingewiesen, dass kein Kabel im Fernseher steckt.

Newton würde sich im Grab umdrehen.

115: Jackson Lumumba:

20. September 2022 um 05:19 Uhr

Ein Abgrund an Frauenfrindlichkeit und Rassismus ! Maxwell hatte bereits eine Kutsche ohne Pferde erfunden, aber George Soros und Bill Gates haben Maxwells Erfindung verschwinden lassen !

116: Heiko:

20. September 2022 um 05:43 Uhr

Oh weh,
also so kann man auch Schlagzeilen machen oder Klicks generieren.
Es hat mich schon verwundert, zumal man vorher nirgendwo anders etwas drüber gelesen hat. Und die Schreiberin hat sich vor Ort alles vorführen lassen oder wie kam sie zu dieser Story?
Dafür zahlen wir Deutschen gerne GEZ

117: Selias:

20. September 2022 um 05:58 Uhr

Der Fall ist natürlich lustig, aber am Ende ist es eine Berichterstattung. Bericht wurde erstattet. Dass die Journalistin keine Physikerin ist, kann man ihr nicht vorwerfen.

118: Mark:

20. September 2022 um 06:29 Uhr

Der Fisch stinkt vom Kopf her. Vielleicht führt der "Druck von oben" zu solchen "Recherche-Pannen". Mindestens genauso schlimm finde ich die Grammatik- und Rechtschreibfehler, die man inzwischen in fast jedem Artikel der Tagesschau finden muss. Der (Zeit-)druck in den Redaktionen muss enorm sein ("und schweres Personal ist ja sowieso gut zu kriegen"). Insgesamt mangelt es an journalistischer Sorgfalt.

119: O. K.:

20. September 2022 um 06:31 Uhr

Hinterher haben es alle schon vorher gewusst.
Sicherlich ist es peinlich, wenn man einen Fehler begeht, aber ja, das kann schließlich jedem passieren.
Lobenswert und längst nicht selbstverständlich ist hingegen, dazu zu stehen und um Entschuldigung zu bitten. Politiker, Straftäter und auch viele Andere, die Fehler begangen haben, bestreiten vehement bis es sich nicht mehr leugnen lässt, dann lenken sie ein, dann entschuldigen sie sich. Sich zu entschuldigen, was meiner Meinung nach nicht möglich ist, betrachte ich als etwas anderes, als um Entschuldigung zu bitten. Dazu gehört eine gewisse Portion an Demut, und die hat die Journalistin gezeigt. Das verdient Respekt.

120: hohotom:

20. September 2022 um 06:54 Uhr

sehr geehrte ard,

ich denke, die eindeutigkeit mit der frau genth ihren fehler einräumt, ihr bedauern äußert und ihre ethik betont, verdient respekt. sie hat sich verführen lassen, so etwas passiert.
sie könnten sich von ihr eine scheibe abschneiden und
ihre haltung zum gendermainstreaming fast gleichlautend entschuldigen(pseudowissenschaftlichkeit). und sich davon verabschieden.

viele grüße thomas roth

121: Stephan:

20. September 2022 um 06:58 Uhr

Immer schön zu sehen, mit welcher Wonne manche hier fein austeilen, die in ihrem Beruf scheinbar nie Mist gebaut haben. Vermutlich deswegen, weil sie selbst nie in die Verlegenheit kamen, ihre Fehler anderen kund zu tun. Dazu gehört Rückgrat und Mut, der in unserer anonymisierten Zeit selten geworden ist. Glückwunsch daher an alle Kommentatoren, die ihre Misthaufen vor der eigenen Türe nicht veröffentlichen müssen.

122: dot:

20. September 2022 um 06:58 Uhr

@peterchen: es heißt nicht einmal allah akbar, und das mit unserem deutschen superlativ zu übersetzen wird der bedeutung nicht gerecht. es kommt eher dem elativ oder kooperativ ohne vergleichsobjekt nahe.

fragen sie mal jemanden, der das einordnen kann. es ist eine wunderbare sprache, die ihr interesse durchaus verdiente.

.

123: Jennifer Sirtl:

20. September 2022 um 07:06 Uhr

Das Problem ist, wie überall, dass Geschwindigkeit und Kostendruck immer zu Lasten der Qualität geht.
Ich persönlich finde es schlimm, wenn ein Thema so abgehandelt wird, dass ein selbsternannter Experte interviewt wird und die Information dann als allgemeingültiger Fakt postuliert wird. Mir wäre ein obligatorscher Quercheck/Plausiblitätscheck und eine fundierte Recherche lieber als viele schnelle Push-Nachrichten, bei denen die Qualitätsprüfung ""outgesourced" beim Interviewten liegt. So was sollte als "Meinung" gekennzeichnet sein. Der "Fernseher" war ja zum Glück für viele Informations-Konsumenten als offensichtlich falsch erkennbar.

124: Mensch:

20. September 2022 um 07:14 Uhr

"Menschen machen Fehler", sagen hier manche.

Stimmt, aber hier geht es um eine Frau, die auf Steuerzahlerkosten lebt, nein es heisst heute BEITRAGSzahler, und offenbar KEINERLEI grundlegende Schulkenntnisse in Naturwissenschaften hat.

Sie glaubt nicht nur an ein Perpetuum Mobile, sondern berichtet – hundertprozentig selbstsicher, weil moderne Frau und so – einem Millionenpublikum ausführlich von etwas, was ganz offenkundiger Quark ist.

Wenn der Aufzug runterfällt weil der Ingenieur meint, auch ohne Seil würde esganz bestimmt halten weil er es so beim Voodoozauberer in Zimbabwe – ist das dann OK, weil Menschen machen Fehler?

Wie kommt die Fotodoku im Originalartikel zustande? Ist die werte Journalist*:in extra hingeflogen auf unsere Kosten? Wochenendtrip auf Zimbabwe mit dem charmanten Scharlatan, die Pflegekräfte uns Bauarbeiter bezahlen es ja über ihre "Beiträge"?

125: Didi Halerforden:

20. September 2022 um 07:14 Uhr

Tja , so sind sie halt … wenn es in ihr aktuelles Weltbild passt , wird der größte Blödsinn übernommen und verbreitet.
Arme Journalie und Sendemedien … alles ist im Niedergang

126: Rainer Bielefeld:

20. September 2022 um 07:25 Uhr

Shit happens. Und verglichen mit der 'Deutschen Welle', die für die gleiche Geschichte sofort auch noch ein Rassismus-Fass geöffnet haben, war der Tagesschaupatzer fast harmlos.
Obwohl, na ja, die Straßenlaternengeschichte – DAS war wirklich dusselig.

Gruß

Rainer Bielefeld

127: HMB:

20. September 2022 um 07:26 Uhr

Es gibt hat, insbesondere AUCH in der Journalistik, Leute, die nicht mal die geringste denkbare Kompetenz für ihren Job haben. Ich könnte hundert Beispiele jeden Tag bringen, daß viele nicht mehr die deutsche Rechtschreibung kennen, geschweige denn einen englischen Ausdruck interpretieren können ("relax" grundsätzlich als "entspannen" übersetzen, heisst bei uns "sich entspannen"). Kreuzigt sie nicht, aber gebt ihnen was Einfacheres zu tun. Schlimm ist es, wenn Menschen, ob in der Politik oder auch wie hier im Journalismus, in einem für ihre Karriere vorteilhaften ideologischen Umfeld in Jobs gehievt werden, die ihre Fähigkeiten wie z.B. das simpelste Allgemeinwissen übersteigen.

128: Storax:

20. September 2022 um 07:27 Uhr

Das "Wording" ist interessant "Es ist wahrscheinlich, dass sie auch nie belegt werden, weil sie physikalischen Grundsätzen widersprechen." sollte besser heißen: Sie widersprechen physikalischen Grundsätzen. Warum lässt die Autorin da noch eine Hintertür. Glaubt sie, dass Zeitreisende in naher Zukunft auftauchen und sagen, wir haben es doch erfunden.
Aber ich gebe zu, ich fürchte den Tag, an dem ich auf so etwas reinfalle. Denn dagegen ist keiner gefeit.

129: Hans Dampf:

20. September 2022 um 07:30 Uhr

Danke für die Korrektur. Ein kurzer Artikel zu der Erfindung und woran man erkennt dass das nicht funktionieren kann, also welche Gesetze genau verletzt werden, wäre sehr informativ.

130: Peter Jürgens:

20. September 2022 um 07:35 Uhr

Zum Glück unterlaufen ihnen sonst keine Fehler.

Fehler in der Corona-Berichterstattung wären schließlich fatal und würden die Bevölkerung beunruhigen…

131: fluxwwild:

20. September 2022 um 07:55 Uhr

Okay, die Erfindung selber war eine Falschmeldung, aber was ist mit anderen Botschaften des Artikels? Stimmt es, dass es Erfinder in Afrika gibt, die keine Chance haben, ihre Erfindungen auf dem Weltmarkt zu verbreiten? Diese Message verdient durchaus eine Nachricht.

132: Lars:

20. September 2022 um 08:06 Uhr

Als Physiker stimme ich @Ossi 100% zu. Ja, Fehler passieren – und nur wer macht kann Fehler machen. No Problem.
Aber: Hier wurde unkontrolliert uebernommen, dass saemtliche Energieprobleme der Menschheit geloest waeren (und saemtliche Groessen meiner Disziplin im Prinzip Idioten).

Meine Sorge: *Warum* wurde es uebernommen?

Und hier wage ich zu unterstellen: Weil der Artikel ach so gut ins vorherrschende Framing passt. Wir kennen die Untersuchungen zur politischen Ausrichtung der Mitarbeitier der OeR. Wenn das aber soweit geht, dass Idiologie ueber Fakten steht, dann haben wir ein echtes Problem.
Was ist bei anderen 'politischen' Themen, wie die Hypothese vom sog. Klimakollaps, die "Pandemie" Berichterstattung, usw.?
Ich wuerde schon erwarten, dass die ARD diesen Fall zum Anlass nimmt, zu untersuchen *warum* das passieren konnte und wie es in Zukunft verhindert wird.
Sich als "Qualitaetsmedien" zu vermarkten, das bedeutet auch Verantwortung etwas dafuer zu tun.

133: Hannes Pias:

20. September 2022 um 08:14 Uhr

@ Chemiker
Korrekturleser sind anscheinend abgeschafft … Vor Jahren habe ich mein Printmedium Tageszeitung zugeklappt, wenn ich einen Druckfehler gefunden habe. Manchmal war der schon auf der 1. Seite. Inzwischen ist unsere Zeitung als digitales Zeugs zu lesen und wieder alles voll mit Druckfehlern. Wenn ich schon bei WhatsApp und SignalApp beim Schreiben Fehler angemerkt bekomme und diese daraufhin korrigieren kann, sollten die Journalisten auch einfach mal die Rechtschreibprüfung aktivieren um korrigiert zu werden.
Um jetzt wieder von off Topic auf on zu kommen – Nicola Tesla hatte dereinst schon Anstrengungen untenommen, drahtlos Energie zu transportieren. In meiner elektrische Zahnbürste klappt das auch vorzüglich und jeder kennt das Geräusch, welches ein Handy in PC-Lautsprecherboxen erzeugt weil es dort mit seinen digitalen Signalen (Energie) einstreut.

134: Jürgen Mogalle:

20. September 2022 um 08:21 Uhr

Ja,die Physik… Würde auch helfen bei der Beurteilung des Zwangsumstieges von Gasheizung auf Wärmepumpe. Die Energiemengen die das Stromnetz transferieren muss werden sich um ein Vielfaches erhöhen. Ich rege mal an auch dort mal den Taschenrechner kurz zu bemühen…

135: Claus:

20. September 2022 um 08:25 Uhr

Die Qualität hier lässt ungemein nach…..so waren die Ausführungen zur Wiederaufnahme eines Verfahrens/einer Haftentschädigung vor ein paar Tagen auch….sagen wir mal ganz nüchtern und zurückhaltend….in der Sache nicht uneingeschränkt zutreffend….und das in einer Art, die einem nach kurzem Nachdenken auch als Nichtjuristen klar werden dürfte…
Es ist peinlich. Wenn ich diesen Unfug nicht gezwungenermassen mitfinanzieren müsste, wäre es schon fast wieder lustig.

136: Anden:

20. September 2022 um 08:26 Uhr

Dem eigentlich wichtigen Anliegen des Artikels, nämlich dass man Erfindungen und Nachrichten generell aus Afrika ernster nehmen soll, haben Sie durch diese Ente natürlich einen Bärendienst erwiesen.

Leider muss ich zugeben, dass ich zwar verwundert, aber dennoch mit Vertrauen den Artikel las und ihn nicht infrage gestellt habe. In Zukunft werde ich skeptischer sein, auch auf tagesschau.de

Insofern muss ich mich also bedanken für diese Lektion! Es ist anständig, einen Fehler zuzugeben.

137: Zahlmeister:

20. September 2022 um 08:28 Uhr

Das schlimme ist die tendenziöse Berichterstattung, dass offenbar keiner mehr seinen Job macht und die Leute trotzdem bezahlt werden. U.a. von mir.

138: Michi:

20. September 2022 um 08:46 Uhr

Wer in der Privatwirtschaft einen vergleichbaren Bock schießt, der fliegt hochkant raus. Wer einen Beitrag veröffentlicht, den Millionen Menschen lesen können, der hat auch gewisse Sorgfaltspflichten.
Wenn man schon im Physikunterricht nicht aufgepasst hat, dann sollte man wenigstens jemanden Fragen, der Ahnung hat.

Mein Vorschlag: Einführung eines FEHLER MELDEN Buttons.

139: Julian Manz:

20. September 2022 um 08:48 Uhr

Fehler zugeben ist an sich positiv zu bewerten, aber der Fehler hätte nicht passieren dürfen. Jedem müsste sofort auffallen, dass es sich bei der angeblichen Erfindung um ein Perpetuum Mobile handelt. Und die sind bekanntlich unmöglich. Die Qualitätssicherung hat offensichtlich vollkommen versagt. Dazu noch der belehrende Absatz über arme afrikanische Erfinder die keiner Ernst nimmt…

140: Neutral:

20. September 2022 um 08:50 Uhr

Eine ganz kurze Recherche oder ein Drüber-Lesen-Lassen vor der Veröffentlichung von Artikeln fände ich sehr gut! Gerade jetzt sollte nicht der erste Eindruck gleich an der Qualität zweifeln lassen und zum Wechsel auf nichtstaatlichen Nachrichtenquellen motivieren.

141: Dagmar Fuchs:

20. September 2022 um 08:52 Uhr

Ich habe meiner Nichte erklärt, dass es für eine Durchschnittsbuergerin wichtig ist, sich gute Medien zu suchen, um nicht alles selbst recherchieren zu müssen. Als Beispiel habe ich die Tagesschau genannt. Das hat sich erledigt. Meine Nichte und ich müssen halt doch mehr Aufwand betreiben, um informiert zu sein. Aber was soll jemand tun, der das aus welchem Grund auch immer nicht kann?

142: Zauberstolz:

20. September 2022 um 08:55 Uhr

Ich fasse für mich zusammen:
1. Der Artikel war schlecht.
2. Die redaktionelle Nachbearbeitung erfolgte nicht.
3. Die Rücknahme war semi-professionell. Zumindest aber erfolgte sie.

Zu vielen Kommentaren:
Auch hier schwankt die Qualität massiv.
a) Wenn ich schon Seitenhiebe wie "sog. Klimakollaps" lese.
Mein Garten ist in der Bodentiefe in den letzten Jahrzehnten so massiv in der Tiefe ausgetrocknet, dass ich mich um Ideen zur Bewässerung kümmern muss. Dies und der Wassermangel ist ein für mich existierendes Problem, dass zahlreiche Netz-"Wissende" als Übertreibung abtun.
b) Der Vergleich Ärzte etc. bzgl. Fehlern ist sinnig, denn es ist egal, ob es eine große persönliche Auswirkung oder eine quantitativ breite Wirkung hat.
-> Beides hat massive Auswirkungen.
Aber daher gibt es bei beiden eine entsprechende Ausbildung und niemand sollte in diesen Berufen allein handeln dürfen. Der Arzt hat sein Team und der Reporter seine Redaktion. Und damit sind wir wieder bei Fehler 2 (s.o.).

143: Hans:

20. September 2022 um 09:18 Uhr

Fehler passieren. Umso wichtiger find ich das in den Medien diese auch aufgearbeitet werden und der Leser nicht das Gefühl bekommt hier wird etwas unter den Tisch gekehrt. Super, bitte weitermachen 🙂

144: Tut nichts zur Sache:

20. September 2022 um 09:20 Uhr

Jana Genth ist der gleiche Fehler unterlaufen, der auch dem Bundesverkehrsminister laufend passiert. Die physikalische Grundlage, dass Energie nur gewandelt, nicht aber entsteht. Und so ist der Wunderfernseher das gleiche wie die Wunderautos, die gleichzeitig immer mehr, immer schwerer, immer leistungsstärker, immer komplexer werden und angeblich dabei immer weniger Energie "verbrauchen". Es ist die gleiche Illusion, nur, dass in einem Fall ein Betrüger in Afrika, im andern Fall die Entwicklungsabteilungen der Autombilkonzerne, Ihre PR- und Rechtsabteilungen am Werk sind (vermutlich zuzüglich geldwerter Vorteile).

Während die Richtige Entschuldigung bei der Wunderglotze gut ist, bleibt sie im anderen Fall aus und wird als Werbungspotts sogar in Einnahmen für den ÖR verbucht. Die Häme, dass hier wer die Grundlagen der Physik nicht drauf habe, trifft also die Falsche.

145: Tobias:

20. September 2022 um 09:29 Uhr

Habe den Beitrag auf BR24 gehört, hieß es nicht sie sei vor Ort gewesen und hat sich das angeschaut? Der Titel war vor allem irreführend gewählt, laut Bericht sollen anscheinend Funkwellen in elektrische Energie umgewandelt worden sein.

146: 1leser:

20. September 2022 um 09:30 Uhr

Unglaublich die Leute die auch noch sagen wie toll das ist den Fehler zuzugeben. Klar Fehler passieren, ist ja auch kein Problem, trotzdem hätte sich zumindest eine andere Person mit minimalem Fachverständnis den Artikel anschauen können bevor er veröffentlicht wird… Bisschen peinlich für die Tagesschau

147: Hans Henke:

20. September 2022 um 09:33 Uhr

Bei allem Respekt für das Eingeständnis unzureichender Recherche:

Dass eine solche Ente nicht nur als Text, sondern auch als Audioversion komplett ohne jeden Plausibilitätscheck oder minimale Qualitätskontrolle live gehen kann, zeigt doch, dass ein Problem in den Strukturen besteht. Denn an Personalmangel kann es ja im ÖRR nicht liegen.

Da sollte mal aufgearbeitet werden. In Zeiten von Faktenfinder und Co. reicht es definitiv nicht aus zu sagen, Schwamm drüber, da ist die Korrespondentin einem auf den Leim gegangen.

Zumal diese Ente fast für jeden ganz augenscheinlich von vorne bis hinten unglaubwürdig und physikalisch rätselhaft war.

148: Captain Obvious:

20. September 2022 um 09:35 Uhr

Richtigstellungen finde ich wichtig und richtig.
Solche Dinge sollten nicht einfach im Sande verlaufen.

Und zu einer Richtigstellung gehört für mich auch, dass man die Richtigstellung in der gleichen Dimension veröffentlicht wie die ursprüngliche Ente.
Es freut mich sehr, dass die Tagesschau zumindest in dieser Kategorie vorbildlich agiert.
Anders als gewisse "Printmedien mit Webauftritt".

Ich kann mir gut vorstellen, dass Ockhams Rasiermesser zukünftige Enten dieser Dimension verhindern kann.
Denn wenn etwas zu gut klingt um wahr zu sein, dann ist es das in den meisten Fällen vermutlich auch.

Und wenn ein Journalist bei einem Thema fachfremd ist, was ja durchaus vorkommen kann, sollte man in einem derartigen Fall nochmal jemanden drüberschauen lassen, der sich mit der Materie auskennt.

PS: @Zauberstolz
zu 1) korrekt
zu 2) wahrscheinlich (vor veröffentlichung)
zu 3) Nachbearbeitung erfolgte mit der Rücknahme würde ich meinen^^
Über die Professionalität vermag ich nicht zu urteilen

149: Franko:

20. September 2022 um 09:42 Uhr

Schlimm. Wo soll ich jetzt ohne Nachdenken Nachrichten konsumieren? Wenn Fehler passieren sollte die Tagesschau das gar nicht sagen, so erschüttert das Vertrauen in unsere Medien!

Wer Sarkasmus findet, denkt bereits zu viel!

150: BeWo:

20. September 2022 um 09:43 Uhr

Das Problem ist nicht, dass Fehler passieren, diese passieren immer und überall. Mit einer entsprechenden Kultur lernt das Gesamtsystem aus diesen Fehlern und wird dadurch besser/vermeidet zukünftige Fehler besser.

Das Problem ist eher, dass man das Gefühl hat, dass jeder Journalist nur noch irgendeiner Ideologie hinterherrennt und jegliche kritische Objektivität vermissen lässt.

Selbst das könnte man noch akzeptieren, wenn es dafür auch Contra-Meinungen gäbe und diese sich die Waage halten würden.

Zum Beispiel:
Ich werde vermutlich auch im gerade aktuellen Fall des Herrn Knie vergeblich darauf warten dürfen, eine Gegenmeinung zur Abschaffung der Entfernungspauschale lesen zu dürfen.
Da ist die Stoßrichtung schon seit Jahren recht eindeutig:
Landbevölkerung, Eigenheimbesitzer und Pendler sind ein Übel und müssen zu hochverdichteten Stadtbewohnern umerzogen werden 🙂

Es geht nicht mehr primär darum kritisch zu berichten, sondern erzieherisch.

Mission failed.

151: Muffi:

20. September 2022 um 09:46 Uhr

@Hans Dampf:

Prinzipiell würde das schon funktionieren die vorhandenen Funkwellen zu nutzen und die Energie da raus zu ziehen.

Nun zu den "aber"s.
1. Diese Energie muss ja vorher jemand in die Funkwellen reinstecken. Es ist also keine Energieerzeugung, sondern bestenfalls eine Energieübertragung.
2. So ein Funksender z.B. fürs Radio sendet mit Leistungen von (sagen wir grob) 100kW. Und das ist die Leistung für das komplette Sendegebiet. Jetzt können sie sich vorstellen wie viel sie davon mit ihrer kleinen Antenne abbekommen. Ich würde mal vermuten es liegt im Mikrowatt-Bereich.
3. Funkwellen zu nutzen, um damit Energie anzuzapfen ist soweit ich weiß in D verboten.

152: C. Kersten:

20. September 2022 um 09:52 Uhr

Ein paar Fun-Facts:

Im Rundfunk-Bereich wurden früher sog. Detektorempfänger genutzt.
"Detektorempfänger bestehen nur aus wenigen Bauteilen und arbeiten ohne eigene Stromversorgung, es fehlen also Batterien oder Netzteile. Die gesamte für den Betrieb nötige Energie wird aus der von der Sendeanlage empfangenen elektromagnetischen Wellen entnommen." [de.wikipedia]

Auch die kleinen RFID-Transponder werden meist per Funk durch ein Lesegerät mit Energie versorgt.

Freilich muss die entsprechende Energie zuvor von einem Sender freigesetzt werden. Im Artikel steht dazu "Betrieben wird der Fernseher – oder auch Generator – ausschließlich mit Funkwellen, sagt Chikumbotso."

Prinzipiel ist das also durchaus möglich (vgl. Solarenergie), lediglich die Formulierung, dass die "Energie erzeugt wird" ist umgangssprachlich.

Daher sehe ich das Ganze wirklich nicht so tragisch und halte die Reaktion der Journalistin und der Tagesschau für angemessen.

Schönen Tag noch!

153: Nachgefragt:

20. September 2022 um 10:17 Uhr

Es ist also nur 99% wahrscheinlich, daß es nicht moeglich ist? Die mit 1% unwahrscheinliche, aber nicht auszuschliessende Hoffnung auf selbstversorgende Elektrogeräte, selbstladende Autos und das Klimaproblem lesende Haartrockner darf nicht sterben! Ein Volk, ein Glaube, ein Rundfunk.

Was ist mit den Erfindern vom WDR, Umgebungswaerme? Das Gerät in den Koettel stecken und die Wohnung heizen?

154: HBW:

20. September 2022 um 10:19 Uhr

@C. Kersten: 20. September 2022 um 09:52 Uhr
Sie schreiben: "Auch die kleinen RFID-Transponder werden meist per Funk durch ein Lesegerät mit Energie versorgt. Freilich muss die entsprechende Energie zuvor von einem Sender freigesetzt werden".
Schlechtes Beispiel. Aus dem Technikwunder, dass die winzige Energie von Funksendungen, die ja im Quadrat der Entfernung abnimmt (1000 Meter statt 1 Meter neben dem Sendemast noch ein Millionstel) zu schließen, daß plötzlich alle Elektroautos, Haushalte, Straßenbeleuchtungen der Welt von den paar Rundfunksendern mit Energie versorgt werden, ist abwegig.
Ich hab' auch was aus Wikipedia:
"Höchste Sendeleistungen
Langwelle, Sender Taldom 2500 Kilowatt
Mittelwelle, Sender Bolshakovo 2500 Kilowatt"
2500 Kilowatt ist ein Vierhundertstel der Leistung eines Großkraftwerks – und von diesen starken Sendern gibt es nur zweie auf der Erde. Und, siehe oben, die abgestrahlte Energie vermindert sich im Quadrat.

155: MichaelW:

20. September 2022 um 10:26 Uhr

Es ist nicht der Fehler an sich, der hier zu den unterschiedlichsten Reaktionen führt – jeder macht Fehler, das ist menschlich. Die Umstände aber, die dazu geführt haben, und die anschließende Fehlerkorrektur lassen einen fassungslos zurück.

1) Die Autorin hat nicht den Hauch einer Recherche unternommen. Nichts! Sie hat zudem kein technisches Verständnis, was an sich nicht schlimm ist, aber im Kontext des Artikels (Afrikaner löst Weltproblem der Energieerzeugung mit einem Fernseher) erst recht zu einer Recherche führen MUSS. Sie hat bei der grundlegendsten journalistischen Pflicht versagt. Eine einzige Google-Anfrage hätte gereicht. So viel zu den ach so hohen journalistischen Qualitätsansprüchen.

2) Vertrauensverlust: Ich konnte den Artikel sofort als Ente erkennen. Jetzt frage ich mich aber: Wie ist es bei Artikeln, mit deren Thematik ich mich nicht so auskenne? Was wurde alles schon an Halbwahrheiten veröffentlicht, was ich nicht erkannt und für bare Münze gehalten habe?

156: MichaelW:

20. September 2022 um 10:26 Uhr

3) Der Artikel wurde völlig ungeprüft übernommen. Es gibt bei Korrespondentenberichten also Null (wirklich Null!) Kontrolle vor der Veröffentlichung, nicht einmal ein Korrekturlesen gegen Rechtschreibfehler. Das wird in der Fehlerkorrektur zugegeben, und das hätte ich nicht für möglich gehalten.
Nochmal: Es geht nicht um irgendein Hinterhofblatt, nicht um einen kleinen privaten Blog – das steht auf tagesschau.de!

4) Der Artikel wurde erst nach zahlreichen Hinweisen auf den offensichtlichen Quatsch entfernt, nicht weil jemand im Hause den Fehler bemerkt hat.

157: MichaelW:

20. September 2022 um 10:27 Uhr

5) Die Entschuldigung ist in meinen Augen nur eine halbe, denn:
“Die Forschungen des Simbabwers sind wissenschaftlich nicht belegt. Es ist wahrscheinlich, dass sie auch nie belegt werden, weil sie physikalischen Grundsätzen widersprechen“

Die Forschungen werden „wahrscheinlich“ nie belegt? Der Artikel ist also vielleicht doch nicht so ganz aus der Luft gegriffen? Diese Hintertür ist schäbig. Die Forschungen widersprechen physikalischen Grundsätzen(!) und werden nie belegt werden, Punkt. Das muß man in dieser Deutlichkeit klarstellen. Energieerzeugung aus umherschwirrenden Funkwellen ist in der behaupteten Größenordnung unmöglich. Das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand.

158: MichaelW:

20. September 2022 um 10:28 Uhr

Dann: Die Falschmeldung „… trifft mich zutiefst in meinem journalistischen Selbstverständnis und steht nicht für mein Ethos als Berichterstatterin.“ Das sind hochtrabende, aber nichtssagende Phrasen. Worin besteht ihr journalistisches Selbstverständnis? Welches Ethos wurde da getroffen?

Es tut mir leid, aber diese Entschuldigung hinterläßt bei mir einen schalen Beigeschmack.

Der ganze Vorgang schädigt einmal mehr das Vertrauen in den ÖRR, was mich sehr bestürzt, da ich den ÖRR in Deutschland grundsätzlich befürworte und für eine gute Sache halte.

159: Thorben:

20. September 2022 um 10:32 Uhr

Jeder darf mal einen Fehler machen und dafür einstehen. Ganz klar, nötig und sehr lobenswert.
Allerdings darf man aus meiner Sicht von hochsubventionierten Sendern/Journalisten etwas mehr Sorgfalt erwarten und besonders neue "Wunder" in Ruhe sorgfältig prüfen. Im Übrigen auch Aussagen von Politikern oder "Experten" jedweder Richtung.
Die meisten regen sich glaube ich weniger über den Fehler und den Umgang selbst aus, sondern die mehr und mehr umsichgreifende Sorglosigkeit.

160: Tja:

20. September 2022 um 10:40 Uhr

Schade, kann passieren, darf aber nicht. Kenne die Meldung nicht, aber offensichtlich fehlt Grundlagenwissen, das ist sehr gefährlich. ÖRR ist wichtiger denn je, deshalb muss auch kritisiert werden.
Manchmal vermisse ich die Urgesteine. Auch guter Journalismus muss lange gelernt werden. Eine inhaltliche Kontrolle fand zu spät statt. Dennoch: die Gesellschaft braucht den ÖRR, auch wenn einzelne das „Staatsfernsehen“ weghaben wollen. Diese sollten in Länder schauen, in denen es nur Staatsfernsehen gibt. Dort wären sie Ameisen oder säßen im Knast.

161: Norbert Hermes:

20. September 2022 um 10:42 Uhr

Kleiner Beitrag aus der Seefahrt zur Veranschaulichung der beschriebenen physikalischen Verhaeltnisse:

Beim Laden in unmittelbarer Naehe eines grossen Sendemastes einer Kuestenfunkstelle in Kalundborg/Daenemark wurde unser Schiff dermassen 'aufgeladen', dass beim Annaehern des (staehlernen) Ladegeschirrs an die (staehlerne) Ladung auf der Pier dicke Blitze uebersprangen vom Geschirr zur Ladung. Es hat richtig geknallt.

@ARD: Mann, Mann, Mann!

@Frau Genth: Bitte im Beruf bleiben, DER Fehler passiert Ihnen nicht wieder. Ich fuehle mit Ihnen!

Gruesse aus dem Roten Meer

162: Joe:

20. September 2022 um 10:45 Uhr

Geschickt von der ARD, dass sie hier ein persönliches Fehlereingeständnis der Autorin vorschiebt. Viele Kommentatoren fallen auch noch darauf herein.
Dabei verschleiert das doch nur, dass es sich hier vor allem um ein institutionelles Versagen handelt. Nach dem Relotius-Skandal sollte es um so mehr zum journalistischen Standard gehören, dass gerade die Berichte von Auslandskorrespondenten redaktionell geprüft werden. Stattdessen geht tagesschau.de einfach davon aus, dass solche Berichte "vorab geprüft wurden".

163: WiPoEthik:

20. September 2022 um 10:46 Uhr

Der Inhalt des Berichts war so doof, dass ich ihn zunächst für einen Fake von rechts gehalten habe um den Ruf des ÖRR zu beschädigen.

Fehler passieren. Aber veröffentlichte Fehler sind ungünstig.
Es geht mir hier weniger darum, dass Fehler passieren, (denn kleine Fehler findet man bei anderen Journalisten auch ständig) sondern darum, dass der Prozess nicht ausreichend vor Fehlern zu schützen scheint.

Die "Erfindung" hätte grundsätzlich für Skepsis sorgen sollen, da zu schön um wahr zu sein. Das Einholen unabhängiger Quellen, ggf. prüfen durch Fachexperten oder erfahrene Kollegen würde ich ebenfalls für Standardprozedere halten.

Wenn das nicht passiert, kann ich mich halt auch gleich auf YouTube informieren.

Den Beitrag zunächst einfach verschwinden zu lassen ist ebenfalls blöd. Die Richtigstellung ist ein guter Schritt, mir persönlich aber zu unspezifisch. Ich wüsste gern wie es zu so einem Fehler kommen konnte und was konkret geändert wird, um das künftig zu verhindern.

164: Ritchi:

20. September 2022 um 10:48 Uhr

Bei der Kommentierung des Artikels wird fast ausschließlich auf den groben Fehler der Autorin abgestellt. Dabei umfasst der Artikel noch einen anderen wichtigen Aspekt: Not invented here. So ist zu lesen: ""Es ist doch so, dass man als afrikanischer Innovator unterschätzt oder auf einen herabgesehen wird. Man glaubt, aus Afrika würde nie etwas Neues kommen, aber auch hier gibt es Erfinder", sagt Nyapokoto."
Ganz unberechtigt werden die Worte wohl nicht sein, allerdings zeigt das Beispiel sehr deutlich, dass auch vor der eigenen Haustüre gekehrt werden muss.

165: Leser:

20. September 2022 um 10:49 Uhr

Fehler gemacht + Fehler zugegeben = Alles gut

166: WiPoEthik:

20. September 2022 um 10:51 Uhr

@152: C. Kersten
Mag ja alles sein, aber überlegen Sie Mal wievielt Energie Sie für den Betrieb dieser Geräte und für den Betrieb eines Fernsehers brauchen.

167: Anderes1961:

20. September 2022 um 11:04 Uhr

"160: Tja:
20. September 2022 um 10:40 Uhr

Schade, kann passieren, darf aber nicht. Kenne die Meldung nicht, aber offensichtlich fehlt Grundlagenwissen, das ist sehr gefährlich. ÖRR ist wichtiger denn je, deshalb muss auch kritisiert werden.
Manchmal vermisse ich die Urgesteine. Auch guter Journalismus muss lange gelernt werden. Eine inhaltliche Kontrolle fand zu spät statt. Dennoch: die Gesellschaft braucht den ÖRR, auch wenn einzelne das „Staatsfernsehen“ weghaben wollen. Diese sollten in Länder schauen, in denen es nur Staatsfernsehen gibt. Dort wären sie Ameisen oder säßen im Knast""

Auch Urgesteine können Fehler machen und haben auch schon Fehler gemacht. Niemand ist fehlerfrei. Ansonsten habe ich nix zu meckern, ich stimme Ihnen zu.

168: Ömer:

20. September 2022 um 11:14 Uhr

Irgendwie bezeichnend, wie sich jetzt hier alle gegenseitig die Klinke in die Hand geben:
Die Verschwörungstheor., die ÖR-Hasser, die Verständnisvollen uswusf..
Dabei liegt das Problem auf der Hand:
Es ist gesamtgesellschaftlicher Art! Selbst wenn denn Artikel von Fr. Genth jemand gegengelesen hat, und *selbst wenn* der oder diejenige Zweifel hatte, werden die heutzutage im Keim erstickt, mit so wundervollen Sätzen und Angriffen wie "Du bist doch nur antiafrikanisch", "Bist Du etwa Rassistin?", "Wieso sollen die nicht auch was erfunden habe?".
Und da leider die "Vernünftigen" immer zu den Leisen gehören und die anderen eher die lauten Vertreter sind (siehe Verschwörungstheor., ÖR-Hasser, Corona-Leugner uswusf.), wurde dann sehr wahrscheinlich eher nachgegeben mit den Worten "Na gut, dann veröffentlichen wir es halt. Klingt ja auch gar nicht so schlecht."

Die Lösung _dieses_ gesamtgesellschaftlichen Problem interessiert niemanden, auf Genth und Tagesschau eintreten ist viel einfacher.

169: Ingo Ingenieur:

20. September 2022 um 11:33 Uhr

@GT / @ Hannes Pias:
Handys erzeugen keine Töne in Lautsprechern, sondern im Verstärker. Sonst könnte niemand mit Headset telefonieren – oder "pratzelt" da bei Ihnen was? -> einfach malbei ausgeschaltetem LS probieren.
Zwei Gründe:
a) Leistung: Handys senden räumlich fast 360°x360°, wegen des Raumwinkels kommt beim LS nur ein Bruchteil an, dazu Abstand² -> mW reduzieren sich zu nW/µW. Lautsprecher werden im Watt-Bereich angesprochen.

Das zeigt, wie kritisch der Abstand bei Energy Harvesting/RFID/… ist. Die elektr. Zahnbürste lädt schon bei 5 cm Abstand nicht mehr.

b) Frequenz: Selbst wenn 900 MHz..5 GHz in der (dafür viel zu trägen) Lautsprecherspule etwas Nennenswertes induzieren könnten – würde es niemand hören. Es fehlt der Demodulator (den aber ein Verstärker parasitär bilden kann).


Und Funkwellen als "grüne" Energie zu bezeichnen (siehe Artikel) .. okay, Funkwellen sind ja natürlichen Ursprungs und Sender brauchen bekanntlich keinen Strom…

170: Anderes1961:

20. September 2022 um 11:34 Uhr

Jeder Mensch macht Fehler. Der Fehler ist passiert, die Autorin Jana Genth hat sich erklärt und wenn man draus lernt, ist alles gut.

Dennoch stört mich etwas. Da geben sich Soziologen und Psychologen Mühe und erforschen, was man gegen Fakenews tun kann. Das scheint aber bei Tagesschau und Metatagesschau teilweise noch nicht angekommen zu sein.

Nehmen wir z.B. den Kommentar Nr. 3. Der wirft der Tagesschau vor, man würde nicht richtig recherchieren. Der Verfasser offenbart allerdings, daß er sich nicht an seinen eigenen Ratschlag hält. Denn der Kommentar ist schlicht falsch.

Und jetzt kommt das Problem: Die Korrekturen solcher falschen Beiträge sind nicht möglich, weil man sich auf Forenregeln beruft, z.B. Nicht zum Thema. Die Konsequenz: Falschbehauptungen bleiben einfach stehen. Schon mal was von False Balance gehört?

Korrekturen falscher Beiträge muß immer möglich sein, auch auf die Gefahr hin, daß eine Diskussion kippt. Sonst kann man sich die ganze Forschung sparen.

171: Winzag:

20. September 2022 um 12:07 Uhr

Einen Fehler zuzugeben, der so offensichtlich war, ist wohl umumgänglich und dafü dann Respekt zu zollen, ist meines Erachtens übertrieben. Was wäre den die Alternative gewesen?
Natürlich können und dürfen auch Fehler passieren, nur manche Fehler eben nicht.
Das hier war so, als ob man einen Steinway Flügel gekauft hätte, an dem eine Taste fehlt. Gute Besserung.

172: Stefan K.:

20. September 2022 um 12:08 Uhr

Es ist gut und richtig, dass Fehler zugegeben und öffentlich korrigiert werden. Auf der Korrespondentin muss man sicher nicht weiter rumhacken, die Aktion ist für sie schlimm genug.

Zu hinterfragen und kritisieren gibt es trotzdem genug.

Wie wird generell dem hier genannten Qualitätsanspruch genüge getan? Der Artikel und Quellen wurden offensichtlich ganz ohne Prüfung übernommen. Es ist davon auszugehen, dass das kein Einzelfall ist. Allein die Rechtschreibung in vielen Artikeln deutet darauf hin, dass nicht mal ein Korrekturlesen erfolgt. Grobe Übersetzungsfehler sind mir auch immer wieder mal aufgefallen.
Das erwarte ich bei einem Hobby-Blogger, aber nicht beim öffentlichen Rundfunk, der Milliarden erhält, und bei dem ich mir nicht aussuchen kann, ob ich zahle oder nicht.

Warum wird das hier verharmlosend als "Fehler zu…." betitelt und verlinkt, es ist nicht einfach ein Fehler im Bericht, es ist eine komplette Ente, eine Falschmeldung, Fake News.

173: Carsten:

20. September 2022 um 12:41 Uhr

Hmm, ich habs auf Twitter gelesen, dachte kurz noch an den Energieerhaltungssatz, schmunzelte sagte mir jaja, und klickte einfach weiter.

Was mir zu denken gibt, ist mehr das schwarz/weiss sehen vieler oder in Schubladen denken. Wenn du nicht dafür bist, kannst du nur dagegen sein! Gutbürger oder Wutbürger… noch schlimmer Querdenker!
Es gibt keine Grauszone, kein Platz, für kontruktive Kritik und Meinungsaustausch in unserer Gesellschaft, das spiegelt sich auch in den Medien leider oft wieder.

Das ist das eigentliche Problem!

Macht doch einfach mal eine Sendung daraus, die besten TV/Fernseh/Internet Enten? Wir hätten alle was zu lachen….

174: Hansi:

20. September 2022 um 13:07 Uhr

Sicher funktioniert das mit den Funkwellen, Hatte selbst ein solches Gerät, Detektor hieß das glaube ich. Da konnte ich Radio hören ohne Batterie oder Stromanschluss. Nur zu mehr reicht dies mit Sicherheit nicht.
Doch eigentlich finde ich dei teilweise sehr überheblichen Kommentare
viel peinlicher als die eingestandenen Ente.
Viel schlimmer sind Fehler die einfach unteren Teppich gekehrt werden oder weiter geleugnet werden. Beispiele gibt es jeden Tag genug im Internet.

175: Schall und Rauch:

20. September 2022 um 13:19 Uhr

Drei kurze Fragen:
"[W]ir gehen davon aus, dass alle Korrespondentenberichte, die wir veröffentlichen, vorab nach allen journalistischen Grundregeln geprüft wurden".

Wer bzw. welche Arbeitseinheit ist für diese Prüfung zuständig, von den jeweiligen Autor:innen einzelner Beiträge abgesehen, und wer hat in diesem Fall also die Arbeit vernachlässigt?

Wieso können Sie davon ausgehen, dass diese Prüfung stattfindet, wenn das Beispiel doch offensichtlich zeigt, dass sie nicht geschieht?

Gibt es Beispiele ähnlicher Art, wo ein ursprünglich zur Veröffentlichung vorgesehener Text nach dieser Prüfung verworfen wurde?

176: Anderes1961:

20. September 2022 um 13:23 Uhr

@173 Carsten:

Bei dem Artikel über energiesparendes Fernsehen gibt es tatsächlich eine Graus-Zone, aber keine Grau-Zone, die Sie sicherlich meinten.

Fakten sind wahr oder falsch. Wenn ich hier einen Kommentar abgeben will, muß ich als "Lebend-Test" eine Rechenaufgabe lösen. Die Lösung ist entweder richtig, oder falsch. Ich kann da nicht eingeben, ich bin der Meinung, daß 7+4=20 ist.

Sind sie falsch, muß man korrigieren. Der Beitrag von Frau Gehnt war falsch, er wurde gelöscht und es wird darüber diskutiert. Alles in Ordnung.

Verschiedene Ansichten aber gibt es nur bei Meinungen. Das wird häufig durcheinander gewürfelt.

Wer Falschbehauptungen von Querschwurblern und Wutbürgern verbreitet, muß sich nicht wundern, wenn er eben in dieser Schublade landet.

Wenn etwas watschelt wie eine Ente, aussieht wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann kann und darf man es auch Ente nennen. Auch wenn die Ente ständig behauptet, sie wäre ein stolzer Schwan.

Eine Entensendung wäre prima. 🙂

177: kay:

20. September 2022 um 13:34 Uhr

Einen Fehler einzugestehen ist annerkennenswert, aber muss man über etwas berichten, dessen Bedeutung Wahrheitsgehalt man nicht beurteilen kann? Und gibt es bei den ARD niemand mit entsprechender Expertise, den man vor Veröffentlichung um Rat fragen kann?

178: C. Kersten:

20. September 2022 um 13:46 Uhr

@154: HBW
@166: WiPoEthik
Vielen Dank für Ihre fachliche Ergänzung.

Angenommen, man befindet sich im Umfeld eines durchschnittlichen Rundfunksenders mit 100 kiloWatt Sendeleistung und der Fernseher läuft mit einer Leistung von 50 Watt. Wir wissen, dass die Energie quadratisch mit dem Abstand vom Sender abnimmt.
Sehr optimistisch gerechnet (d.h. unter Vernachlässigung diverser Verluste), könnte ein solcher Fernseher nur innerhalb eines Radius von ca. 45 Meter um den Funksender mit ausreichend Energie versorgt werden (gerundete Quadratwurzel aus 100.000/50).
So etwas würde ich auch nicht als massentaugliche Lösung bezeichnen.

Jemand aus der Fachredaktion der Tagesschau hätte die Sache vorher ähnlich grob überschlagen können und hätte wohl von der Veröffentlichung des Artikels abgeraten.

179: Mihai Alevra:

20. September 2022 um 13:51 Uhr

Danke für die Ankündigung besserer Vorabrecherche in der Zukunft. Vielleicht könnten z.B. auch Aussagen vorab geprüft werden, ob eFuels sinnvoll für Privatautos sind, ob Windkraft ein Problem für Vögel darstellt, oder ob 100% Erneuerbare unmöglich für die Energieversorgung wären.

Wie wäre es mit einem Kernteam aus Wissenschaftlern, welches generell die Berichterstattung durchleuchtet und z.B. ein Format wie KlimaVorAcht unterstützt? Es wäre ein Gewinn für alle Beteiligten.

180: Tsen:

20. September 2022 um 13:57 Uhr

Wer sagt denn, dass die Erfindung "fake" war? Haben das hier alle recherchiert?

Im Artikel hier auf Taggesschau und auch bei Deutsche Welle habe ich gelesen, dass solche Erfindungen aus (kolonialismusbedingtem) Rassismus durch die Industrienationen ignoriert werden – das leuchtet total ein.

Frau Genth, lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn rechte Netzwerke versuchen, Ihre Enthüllungen über Rassismus zu diskreditieren. Hier passiert meiner Meinung nach gerade genau das, was Sie im Artikel bemängelt haben.

Ich könnte heulen bei diesem strukturellen Rassismus in der Gesellschaft, der auch hier wieder überdeutlich wird. Danke für's Wachrütteln.

181: Thomas Weiland:

20. September 2022 um 13:58 Uhr

Fehler unterlaufen allen einmal.

Was mich sehr irritiert hat, ist die Dauer, bis der Beitrag gelöscht wurde. In den sozialen Netzwerken gab es neben Häme und Beschimpfungen genügend sachliche Kommentare, die in angemessenem Ton auf den Fehler aufmerksam gemacht hatten.

Mir scheint ganz allgemein ein grundsätzlicher Fehler darin zu bestehen, die sozialen Netzwerke zu unterschätzen.

Sie dürfen nicht etwa von Praktikanten oder Volontären betreut werden, sondern von Fachleuten, rund um die Uhr, die einen direkten Draht in die Redaktionsstuben besitzen.

Es geschehen immer Fehler, und es gibt immer besser Informierte, die darauf aufmerksam machen.

Das ist kein Neuland mehr, sondern eine Gratis-Korrektur-Abteilung höchster Kompetenz. Man muss sie nur zu nutzen wissen. Nicht für ungut, machen Sie es in Zukunft besser.

182: Professioneller Zuschauer:

20. September 2022 um 13:59 Uhr

Grundsätzlich – Fehlerkorrektur bitte genauso präsent wie der ursprüngliche Artikel, ansonsten wirkt es, als würde man das verstecken wollen. Und ein klein wenig Naturwissenschaft sollten Redakteure und Redakteurinnen schon kennen, Energieerhaltungssatz ist so Pi mal Daumen Schulwissen der achten Klasse.

Ansonsten finde ich die Geschichte amüsant, und andere Medien sollten sich mit Kritik zurückhalten, wenn ich mir anschaue, was für unwissenschaftlicher Quatsch da erscheint.

183: WiMonster:

20. September 2022 um 14:12 Uhr

@HBW:
Da Radiosender üblicherweise ungerichtet und damit in alle drei Dimensionen abstrahlen, nimmt die Sendeleistung mit der 3. Potenz der Entfernung ab. Dies ist auch der Grund, warum seinerzeit bei den Handys das Verlegen der Antenne auf die Hinterseite des Geräts die Wirkung der Strahlung auf das Gehirn wesentlich verringerte.

184: Anderes1961:

20. September 2022 um 14:24 Uhr

@183: WiMonster

Es bleibt bei der 2. Potenz. Die Sendeleistung nimmt mit der 2. Potenz ab. Einfach mal auf Wikipedia unter Abstandsgesetz nachsehen.

185: Daniel Dödel:

20. September 2022 um 14:55 Uhr

Ein solch Grober Schnitzer sollte nicht passieren.
Natürlich ist es kein Problem das die Autorin sich vertut oder mit der Thematik nicht vertraut ist, jedoch erwarte ich beim ÖR entsprechende Kontrollinstanzen…

186: WiMonster:

20. September 2022 um 15:15 Uhr

@Anderes1961:
Stimmt! Das Abstandsgesetz. Offensichtlich für mich zu lange her. Ich dachte, es geht in drei Dimensionen, also ^3. Aber die Projektion erfolgt auf eine Kugeloberfläche, nicht in den Raum. Danke für die Korrektur.

187: Gœldman Sachs:

20. September 2022 um 15:35 Uhr

Unglaublich finde ich die hier verteidigte Einstellung "Hat halt einen Fehler gemacht". Ein Fehler wäre, ein Wort falsch zu schreiben, aber doch keinen kompletten Artikel über einen Mann, zu deren Online Recherche es einschlägige Treffer gibt. Nein, nein – ein "Fehler" war das sicher nicht…

Hier wurde grundsätzliche jede journalistische Sorgfaltspflicht verletzt.

Es geht dabei auch weniger um die Autorin als um ein System fehlender Überprüfungen. Der Bezug auf Claas Relotius erscheint berechtigt. Was weiß, was sonst noch für Halb/Wahrheiten auf Tagesschau kursieren.

Gruß
Gœldman

188: Julian:

20. September 2022 um 16:15 Uhr

Ein Fehler passiert einmal. Ja, es ist physikalisch unmöglich. Ja, das hätte man rausfinden können. Aber wenn jemand viele Artikel schreibt, ist vielleicht mal einer nicht so toll.

Was mich stört ist das Framing, was an sich den Fehler schon offenbahrt.

Im Artikel war der Tenor "Die Erfindung ist aus Afrika, also nimmt niemand sie ernst."

Gleichzeitig ist es eine Erfindung, die wenn es sie gäbe, die Welt revolutionieren würde. Ein "Afrikaner nimmt keiner ernst" gibt es in einem solchen Falle nicht. Selbst wenn es wirklich so wäre, dass er Erfinder diskriminiert würde, dann gäbe es mit Sicherheit eine Firma, welche die Erfindung stiehlt, bzw. nachbaut und selber auf den Markt bringt.

Ein "Es wird totgeschwiegen weil es aus Afrika kommt" ergibt bei so etwas großem einfach keinen Sinn. Und das ist der Punkt wo man hätte sagen müssen "Wenn KEINE der Firmen die damit ein Heidengeld machen könnten es will, dann wird etwas daran faul sein."

189: werner:

20. September 2022 um 16:40 Uhr

Die mir grundsätzlich sympathische Jana Genth sollte inzwischen verstanden haben, dass ihr Bericht zu "Erfinder aus Simbabwe" bzw. auch ihre nachfolgenden Ausführungen an dieser Stelle (bei Twitter wurde es besser formuliert) ihre Autorität als Journalistin in Frage stellen könnte. Wie w.o. nachgelesen werden kann, bewertet tagesschau.de ihren Bericht mit der Schulnote 5 oder 6 und hat darüber hinaus weitere Konsequenzen gezogen!

Juliane Leopold schreibt:

"… und wir gehen davon aus, dass alle Korrespondentenberichte, die wir veröffentlichen, vorab nach allen journalistischen Grundregeln geprüft wurden. Jetzt arbeiten wir gemeinsam daran, die Abläufe weiter zu verbessern."

Die hier öfters geforderten Überprüfungen (Korrekturlesen, …) durch tagesschau.de vor einer Veröffentlichung sind natürlich Unsinn – Jana Genth ist keine Schülerin! Berichte vor Freigabe zu verifizieren (journalistische Grundregel) ist ihre Aufgabe. Nur sie ist verantwortlich für ihre Arbeit.

190: das merkel:

20. September 2022 um 16:41 Uhr

Das ist unverzeihlich und muss rückgängig gemacht werden. Und zwar nicht im Blog, den kaum einer kennt, sondern genau dort, wo auch der fake veröffentlicht wurde.

191: Peter:

20. September 2022 um 16:42 Uhr

Dass der Artikel ein Scherz war, das konnte man schon am Inhalt erkennen. Ich musste mich versichern, dass nicht der 1. April war, als ich den Artikel gelesen hatte.

Trotzdem vielen lieben Dank für die aufrichtige Entschuldigung. Diese unterscheidet Sie von vielen Ihren Kolleg*innen, die entweder zu stolz oder zu ignorant sind, sich Fehler einzugestehen. Auf so eine Entschuldigung kann man bei einem "Journalisten" bei den Springer-Medien Jahrtausende warten, sie wird nicht kommen.

Von daher kann ich nur sagen, Kopf hoch, kurz die Krone richten und weitermachen. Auf 400 Entscheidungen macht jeder Mensch mindestens einen Fehler. Wenn alle so eine aufrichtige Fehlerkultur wie Sie hätten, dann würde die Welt ein Stück besser sein.

192: BeeGone:

20. September 2022 um 17:31 Uhr

Als ich den Artikel gelesen hatte, habe ich erst einmal auf den Kalender geguckt ob wir nicht den 1. April haben oder so 😉
Naja, wie schon viele hier geschrieben haben ist es genau der richtige Weg das richtig zu stellen und zu dem Fehler zu stehen. Jemand, der NIE Fehler macht, dem traue ich nicht sofort. Er muss mich erst einmal überzeugen.

Bedenklich ist nur die Grundtendenz in den Medien und der Bevölkerung allgemein, das sie nur recht wenig 'Gefühl' für die reale Welt und ihre Auswirkungen entwickelt haben. Besonders im Physikalisch-mathematischen Bereich. Diesen Bericht hätte jemand mit etwas mehr davon SO nicht verfasst. Es wäre eher ein humorvoller Bericht, was es alles so gibt auf der Welt, geworden als das was es nun wurde.

193: der_Dude:

20. September 2022 um 17:31 Uhr

Zum Glück waren in diesem Fall die Konsequenzen überschaubar und harmlos, die Firma ist ja immerhin nicht börsennotiert.
Allen die das Wort "unverzeihlich" für unvermeidbar halten: Ich hoffe Sie legen die gleichen Maßstäbe auch bei sich selbst an. Sich selbst ins Recht definieren lasse ich nicht gelten, das wäre dann ein Fall für die Faktenchecker 😉

194: Soeren:

20. September 2022 um 17:37 Uhr

Das Problem ist nicht einen Fehler zu machen. Das kann jedem passieren. Und es ist ein gutes Zeichen, wenn man den Rücken gerade macht und zu einem Fehler steht. Mein Respekt!

Allerdings sehe ich den Fehler nicht in dem physikalisch völlig unplausiblen Bericht. Der Fehler liegt darin über etwas zu berichten, von dem man NULL Ahnung hat. Wenn man kein Schach kann, sollte man keine Züge kommentieren.

Als Journalist muß man sich also auf Gebiete beschränken die man kennt oder sich vorher richtig schlau machen. DAS war das Problem.

195: Nana:

20. September 2022 um 18:08 Uhr

Das muss dieser Qualitätsjournalismus sein, von dem ich schon so viel gehört habe…

Mal im Ernst: Es geht nicht darum, dass hier mal jemand einen Fehler macht. Wir sind alle Menschen. Nur haben Redaktionen Sicherungen eingebaut, damit so etwas nicht passiert. Man nennt dies auch "journalistische Standards". Genauer gesagt die der Sorgfaltspflicht. Das dies nicht funktionierte ist nicht damit zu erklären, dass zwei Menschen den gleichen Fehler gemacht haben, sondern das die Sorgfaltspflicht nicht eingehalten wurde. Und genau das sollte offiziell den Journalismus von den Geplapper im Internet unterscheiden. Denn sonst ist der "Haltungs"journalismus nur eine Geschmacksrichtung von Vielen.

Leider muss man sagen, dass dies bei Relotius schon gesehen hat. Dieser konnte den 4-, 6- oder 8-Augen Prinzip, mit dem sich der Spiegel rühmt, jahrelang verbergen. Wie wahrscheinlich das ist, kann sich jeder selbst denken. Es ist schon was faul wenn Otto Normal mit Google sowas flugs widerlegen kann.

196: Klaus:

20. September 2022 um 18:33 Uhr

Der Fehler ist zwar peinlich. Gleichzeitig verdient die Stellungnahme aber Respekt. So sollte es sein.

197: Kritischer Kritiker:

20. September 2022 um 18:34 Uhr

Zu Nr. 189 vom 20. September 2022 um 16:40 Uhr

Werner schreibt: »Die hier öfters geforderten Überprüfungen (Korrekturlesen, …) durch tagesschau.de vor einer Veröffentlichung sind natürlich Unsinn – Jana Genth ist keine Schülerin! Berichte vor Freigabe zu verifizieren (journalistische Grundregel) ist ihre Aufgabe. Nur sie ist verantwortlich für ihre Arbeit.«

Werner, Sie verwechseln Schule und das Korrigieren von Schulaufsätzen mit den Sorgfaltspflichten einer Redaktion. Um letzteres geht es hier. Natürlich ist Frau Genth keine Schülerin. Aber ihr Artikel ist auch kein Schulaufsatz, bei dem es reicht, hier und da etwas anzustreichen und am Schluss eine Note zu vergeben. Redakteure sind keine Lehrer.

Das Korrekturlesen gehört zur journalistischen Sorgfalt einer Redaktion. Dabei geht es um den Inhalt (Faktenprüfung), die Sprache (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Verständlichkeit, …) und um Tippfehler. Ich lese seit Jahren Korrektur.

Das Beschönigen von Frau Leopold ist unsäglich!

198: Hassan Abürak:

20. September 2022 um 19:47 Uhr

Sehr geehrtes Tagesschau-Team, sehr geehrte Frau Genth
zwei Sachen:

1.Respekt, dass Sie den Fehler eingestehen. Fehler sind menschlich. Diese eingestehen aber ist eine Tugend.

2.DOCH: Ich hätte mir dringend gewünscht, dass Sie sich auch etwas selbstkritisch dazu äußern, wie der Fehler entstehen konnte. Ich unterstelle jetzt einfach mal, dass ein (wenn nicht der) wesentliche(r) Grund war, dass Sie das Narrativ "böser Westen, armes Afrika" und "wenn ein Schwarzer sagt, es ist rassistisch, dann ist es rassistisch" wie viel zu viele andere hierzulande aus guter Motivation heraus, ziemlich blind überall einbauen. Das erlebe ich als kurdischer Türke mit Hochschulabschluss häufig und ehrlich gesagt kränkt es mich in meinem Humanismus. Das heißt nicht, dass man sich nicht gegen Rassismus positionieren soll, auch das würde mich in meinem Humanismus kränken, aber es muss einmal gesagt werden, dass nicht jeder Schrei nach Rassismus auch begründet ist.

199: benn:

20. September 2022 um 19:58 Uhr

An alle, die hier so viel Verständnis für die Dummheit haben, die jeder, der ein halbwegs solides Schulwissen hat, als solche erkannt hätte.
Ich wünsche euch, dass genau so ein Betrüger in baldiger Zukunft einen vom Pferd erzählt und ihr ihm den dargebotenen erlogenen Mist für euer schwer verdientes Geld abkauft.
Mal sehen, ob das Loblied auf die Dummheit dann immer noch gesungen wird wie es hier der Fall ist.

200: Peterchen:

20. September 2022 um 20:21 Uhr

@ dot:

Nur mal so

akbar heißt nicht "groß" sondern ist die Steigerungsform. Und die kann auch in keinem "Elativ" jemals mit "groß" übersetzt werden.

Wenn Sie Wikipedia aufrufen, müssen Sie den Artikel schon lesen.

Das arabische Wort für "groß" ist "kebir".

201: Der Andi:

20. September 2022 um 20:32 Uhr

Merkel sagte einmal sinngemäß: „ein unverzeihlicher Fehler, der sofort rückgängig gemacht werden muß“ und meinte damit eine demokratische Wahl mit unerwünschtem Ergebnis. Von Merkel unerwünscht. Im Gegensatz zu Merkel bin ich Demokrat und Christ und meine, daß diese Zeitungsente verzeihlich ist, natürlich. Schön wäre es darüber hinaus, wenn ein paar Leute davon etwas lernen könnten, z.B. auch, daß Rassismus viele Gesichter hat, nicht nur die von Fäser und Attamann erlaubten, und keine Einbahnstraße ist.

202: Siegmar:

20. September 2022 um 21:58 Uhr

was mich an der Richtigstellung massiv stört, dass alle Ausführungen vermeiden, das Thema klar zu benennen.

Nur durch intensives Lesen der Kommentare konnte ich verifizieren, dass es sich um den Strom erzeugenden Fernseher handelt.

Transparenz sieht für mich anders aus – Verschleierung ist unsympathisch.

Ansonsten enthalten viele Kommentare spannende, konstruktive Ideen.

Der Fall selbst ist so haarsträubend, dass es für mich einem journalistischem Offenbarungseid gleicht.

Auf die Worthülsen des eigenen Qualität-Anspruchs kann ich gut verzichten. Relevant kann doch nur sein, ob die Schwachstellen identifiziert und ausgemerzt werden.

203: Marc:

20. September 2022 um 22:04 Uhr

Liebe Redaktion, bitte bleiben Sie kritisch unabhängig vom jeweiligen Erzähler. Selbst angenommen ein Minister behauptet man könne Energie im Netz oder in Hühnchen speichern, dann ist es erlaubt das alte Schulwissen wieder auszupacken und Scharlatanen unabhängig ihrer Position zu widersprechen. Bitte bleiben Sie auch kritisch, wenn jemand versucht die Opferkarte zu spielen. Eine Presse, die nicht hinterfragt ist wertlos, eine die kritisch bleibt ist unbezahlbar. Vielen Dank. Liebe Grüsse

204: egal:

21. September 2022 um 08:49 Uhr

Dass so ein Artikel überhaupt durch die "Qualitätskontrolle" kommt und tatsächlich veröffentlicht wird ist ein Armutszeugnis für den ÖRR.

Wir reden hier nicht über redaktionelle Fehler sondern über einen grundsätzlichen Mangel an naturwissenschaftlichen Verständnis.

Die Leute, die hier vergeben und vergessen, sind sich der Tragweite überhaupt nicht bewusst.

205: Ritchi:

21. September 2022 um 09:29 Uhr

@ 180: Tsen:
"Wer sagt denn, dass die Erfindung "fake" war? Haben das hier alle recherchiert?
Im Artikel hier auf Taggesschau und auch bei Deutsche Welle habe ich gelesen, dass solche Erfindungen aus (kolonialismusbedingtem) Rassismus durch die Industrienationen ignoriert werden – das leuchtet total ein.
Frau Genth, lassen Sie sich nicht einschüchtern, wenn rechte Netzwerke versuchen, Ihre Enthüllungen über Rassismus zu diskreditieren. Hier passiert meiner Meinung nach gerade genau das, was Sie im Artikel bemängelt haben.
Ich könnte heulen bei diesem strukturellen Rassismus in der Gesellschaft, der auch hier wieder überdeutlich wird. Danke für's Wachrütteln."
Ironie dieser Art sollte gekennzeichnet sein, zu viele könnten sonst denken, dass Sie Ihren Kommentar ernsthaft meinen. Oder wollten Sie der Tagesschau gegenüber sogar zynisch sein und Frau Genth gegenüber sarkastisch?

206: TV Junky:

21. September 2022 um 10:26 Uhr

Was? Eine Ente?
Kann ich meine Bestellung noch stornieren? Ich habe 200 TVs bestellt. Verdammt! Container ist bereits beladen und unterwegs…

207: Stefan:

21. September 2022 um 11:38 Uhr

es ist gut, dass einsicht besteht & um entschuldigung gebeten wird. sollte bitteschön auch gerne gewährt werden, niemand ist unfehlbar. ich teile allerdings auch die meinung, dass einem erwachsenen, studierten menschen bei so einem absurden thema zu aller erst einmal fragen in den kopf kommen müssen und direkt nachfolgende recherche passieren muss. man muss heutzutage eine gewisse internet- und medienkompetenz haben, journalistInnen umso mehr.
dazu möchte ich noch sagen, dass das auch für zuschauer gilt. es ist leichtfertig und naiv, einem medium alles im blinden vertrauen zu glauben, das gilt auch für die tagesschau. das bedeutet nicht dass man der qualität der tagesschau grundsätzlich misstrauen sollte, sondern dass man zusätzlich zu dem input den man bekommt, selbst aufmerksam und kritisch sein muss. selbst denken und eine gewisse gedankliche distanz wahren sind wichtige fertigkeiten im umgang mit medien und nachrichten.

208: Toni Großer:

21. September 2022 um 11:42 Uhr

Boah….wir sind alle nur Menschen und machen halt manchmal Fehler. Ist doch großartig wenn jemand das zugeben kann und sich dafür entschuldigt!
Wo ist das Problem bei den Leuten die sich darüber aufregen? Langeweile, Alkohol oder einfach nur Dummheit?
Sucht euch mal Freunde;)

209: Maks:

21. September 2022 um 11:57 Uhr

"Nachdem uns viele Zweifel am Artikel und den Aussagen des „Erfinders“ erreichten"….
Ich kenne keinen Menschen, der nicht schon bei der Überschrift an der Glaubhaftigkeit gezweifelt hätte.
Das es dafür erst Hinweise von extern bedarf, ist schon mehr traurig.
Viel trauriger ist allerdings, dass die Bevölkerung dazu verpflichtet ist, für derartige Recherchen einen horrenden Preis zu zahlen.

210: Werner:

21. September 2022 um 12:19 Uhr

@197: Kritischer Kritiker:
20. September 2022 um 18:34 Uhr

"Werner, Sie verwechseln Schule und das Korrigieren von Schulaufsätzen mit den Sorgfaltspflichten einer Redaktion.

Das Korrekturlesen gehört zur journalistischen Sorgfalt einer Redaktion. Dabei geht es um den Inhalt (Faktenprüfung), die Sprache (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Verständlichkeit, …) und um Tippfehler. Ich lese seit Jahren Korrektur."

Das ARD-Studio Johannesburg hat einige Mitarbeiter. An welcher Stelle sollte also das Korrekturlesen stattfinden? Zentral bei der tagesschau.de oder im ARD-Studio Johannesburg? M.E. in Johannesburg – daher mein Einwand.

Ein Korrekturleser hat auch nur ein begrenztes Wissen. Es ist fraglich, ob dieser, bei fehlendem technischen Wissen, auf die Idee gekommen wäre, den Wahrheitsgehalt der Geschichte hinterfragen zu lassen. Außerdem: Von Chikumbutso wurden zu 500 kW Geräten technische Daten sowie Verkaufspreise im Internet präsentiert, Zeitungsartikel The Herald, 12.01.2022, …

211: Werner:

21. September 2022 um 12:39 Uhr

Erfinder aus Simbabwe
Der Fernseher, der Energie erzeugt
Stand: 16.09.2022 20:39 Uhr
Von Jana Genth, ARD-Studio Johannesburg

Den Bericht zu "Erfinder aus Simbabwe" bei tagesschau.de zu löschen halte ich für einen großen Fehler. Der Bericht wurde bereits von verschiedenen Stellen archiviert und kann daher zu beliebigen Zeiten via Internet wieder präsentiert werden.

Vorschlag:
tagesschau.de sollte den Bericht mit Stand 20:39 Uhr hier verlinken.
Jana Genth und andere sollten die Möglichkeit erhalten, sich bei Chikumbutso zu "revanchieren".
Das Rechercheergebnis über Chikumbutso würde dann auf tagesschau.de veröffentlicht und hier dauerhaft verlinkt.

Korrekturlesen:
Werden angelieferte Berichte an tagesschau.de grundsätzlich vor Freigabe auf Inhalt geprüft (m.E. ja), oder gibt bzw. gab es Ausnahmen von diesem Standardverfahren?

212: Andreas Grätz:

21. September 2022 um 12:48 Uhr

Man sollte immer bei augenscheinlichen Wunderdingen genau nachhaken und auch mal das Schulwissen berücksichtigen. Die ARD hat es nicht nötig, schnell und ungeprüft angebliche Sensationen zu verheischen.

213: Ebby Durst:

21. September 2022 um 13:35 Uhr

Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass in Simbabwe (wie auch auf dem afrikanischen Kontinent allgemein) noch nie irgendetwas von Belang erfunden worden ist. Ziemlich naiv, solch eine verrückte Story ungeprüft zu veröffentlichen!

214: Freier Bürger:

21. September 2022 um 13:54 Uhr

Wo war der Faktencheck? 😀
GEZ abschaffen, es reicht.
Sowohl die Korruptionsskandale als auch die Tatsache, dass das journalistische Niveau, wie diese Ente vorliegend eindrucksvoll belegt, teilweise unterirdisch ist, führen dazu, dass sich der ÖRR selbst delegitimiert.
Vergegenwärtigt man sich, dass sich einst intellektuelle Vordenker wie Joachim C. Fest oder Pete Scholl- Latour für das Programm ebendort verantwortlich zeichneten, wird der Niveauverfall deutlich. Heute erklären uns durchideologisierte Aktivisten, wie gendersensible Sprache auszusehen habe oder eben, dass die Energiekrise durch einen stromerzeugenden Fernseher, ein wahrhaftiges perpetuum mobile, gelöst werden könne.
Setzen Sechs, schämen Sie sich!

215: Tobias Fake:

21. September 2022 um 14:02 Uhr

Das ist sicherlich ein weiterer bzw. ein tieferer Tiefpunkt in der an Tiefpunkten reichen Berichterstattung des ÖRR.
Bedenklich ist es, dass die berechtigte und notwendige Kritik an einer journalistischen Fehlleistung von einigen delegitimiert wird. Der Volksverblödung muss Vorschub geleistet werden.
Es handelt sich auch um keine kleine Bagatelle, sondern um grob unsaubere Arbeit. Die Tatsache, dass die woke Frau Genth eine spannende Story kreieren wollte a la der arme POC-Prinz aus Simbabwe wird von den bösen alten weißen Männern in den Konzernen unterjocht, hat sie sämtliche journalistische Standards über Bord werfen lassen.
Das ist ein starkes Stück!
Vielleicht werden spätere Historiker, die untersuchen werden, wie es zur Abschaffung des ÖRR in Deutschland kam, auch diesen Vorgang einmal als Fußnote anführen.

216: FreeGeorgThiel:

21. September 2022 um 14:16 Uhr

Jana vor, noch ein Tor!

217: Grünen Wähler:

21. September 2022 um 14:20 Uhr

Wir sollten froh sein, dass wir so großartige Journalist:innen wie Jana Genther haben. Ich persönlich bezahle für diesen Qualitätsjournalismus gerne die Demokratieabgabe.
Der ÖRR ist ein Schatz, der uns Bürgern gehört. Die Debatte hierüber sollten wir nicht den Rechten überlassen.
Glück auf!

218: Lothar:

21. September 2022 um 14:27 Uhr

Fehler machen wir alle und meiner Ansicht nach zeigt es Größe, diese einzugestehen (passiert m.W. so gut wie nie bei 'unseren' Politikern).
Das Schlimme ist jedoch, wenn 'Journalisten' solch einer simplen Ente auf den Leim gehen, wie sieht es dann mit der Berichterstattung über experimentelle Impfstoffe aus, die eine milliardenschwere Industrie im Rücken haben?!

219: Hartmut:

21. September 2022 um 14:59 Uhr

Die Deutsche Welle gehört ja auch zur ARD, wann kommt da die Korrektur daß es nicht am Rassismus liegt daß man noch nicht die Energieprobleme der Welt gelöst hat? Da hatte ich diese Falschmeldung im Podcast zuerst vernommen und traute meinen Ohren nicht, so offensichtlich das nur Unsinn sein konnte. Made for minds? Eher nicht. Tschüss DW, es reicht.
Menschen akkumulieren sowas und es nagt innerlich.
Nehmen Sie endlich Ihren Job ernst, Sie leben in einer Blase aus Hybris, meinen den "einfachen" Leuten Ihren Weg auf­ok­t­ro­y­ie­ren zu müssen. Schon mal überlegt daß auch "einfache" Leute nicht ganz doof sind, vielleicht gar schlauer als Sie?
Und mir macht die genervte Stimmung in diesem Land, welche viele vielleicht aus Furcht vor Ausgrenzung offen noch nicht artikulieren wirklich Angst. Das kann ganz schnell von den falschen Leuten ausgenutzt werden, den Mist hatten wir vor neunzig Jahren schonmal.

220: Jörg Ufer:

21. September 2022 um 16:17 Uhr

1. Sehr geehrte Frau Jana Genth,
es ist keine Schande einen Fehler zu machen!

2. Es ist außerordentlich lobenswert,
wenn Sie Ihren fehlerhaften Bericht korrigieren!

3. Ich weiß nicht, wie oft solch eine herausragende
Leistung "Ich möchte meinen Fehler korrigieren."
bei tagesschau.de bereits vorgekommen ist.
Es wäre interessant.

4. Ich hatte bisher sogar öfters den Eindruck,
dass tagesschau.de absichtlich
falsche Informationen verbreitet.

Wie soll man es sonst nennen, wenn eindeutig falsche
Informationen veröffentlicht werden und später
(Nachdem in den Kommentaren darauf hingewiesen wurde.) diese fehlerhaften Informationen nicht korrigiert werden?

Man wartet einfach ab, bis die betreffende Falschmeldung in Vergessenheit gerät oder lässt den Eintrag einfach "verschwinden".

5. Also "Ein großes Lob!"

6. Ich wünsche mir, dass die anderen Korrespondenten/Autoren Frau Jana Genth nacheifern
und im Fall des Falles ihre fehlerhaften Texte korrigieren.

best regards

221: Klaus Mustermann:

21. September 2022 um 17:48 Uhr

Ich habe nichts anderes vom ÖR erwartet. Wie soll man auch? Bei dem Bildungssystem? In hohen Staatsämtern sind nur noch Studienabbrecher und Kinderbuchautoren. Jeder der in der freien Wirtschaft nichts schafft wird Experte oder Aktivist. Alles nur noch traurig.

222: Wolfgang Rodenbacher:

21. September 2022 um 18:15 Uhr

Gibt es denn überhaupt eine Erfindung oder maßgebliche Entdeckung die ihren Ursprung in Afrika hat oder hatte ?

223: Ralph Bauer:

21. September 2022 um 18:38 Uhr

Dass eine Redakteurin einen Fehler macht, ist eine Sache. Aber dass Verantwortliche diesen Unsinn durchwinken eine andere. Gerade wo der ÖR unter Beschuss steht, muss man sich da noch mehr Sorgfalt erwarten. Wer die nicht liefert, ist fehl am Platze, Frau Leopold!

224: HMB:

21. September 2022 um 21:15 Uhr

Zu 222: Wolfgang Rodenbacher: 21. September 2022 um 18:15 Uhr
"Gibt es denn überhaupt eine Erfindung oder maßgebliche Entdeckung die ihren Ursprung in Afrika hat oder hatte ?"
*Lach* Die Afrikaner hatten in Ife und Benin schon einen fortschrittlichen Bronzeguss (ich rede nicht von zurechtgehämmerten Pfeilspitzen, sondern von den erlesensten Kunstgegenständen der Menschheit), als unsere Vorfahren fast noch unter den Bäumen Thing hielten. Und unter Beachtung der lokalen Ressourcen, der Skalierbarkeit und der Anpassbarkeit bei Veränderungen wie z.B. Klima sind die Entwicklungen genial wie in anderen Kulturen auch. Wo kein Eisenerz, keine Kohle und keine Kapitalakkumulation, da kein Eisenpflug, sondern eben eine Holzhacke, wie ich mir sie aus Nigeria mitgebracht habe. Am afrikanischen Menschen liegt's nicht.

225: HMB:

21. September 2022 um 21:20 Uhr

ZU 220: Jörg Ufer: 21. September 2022 um 16:17 Uhr
"1. Sehr geehrte Frau Jana Genth,
es ist keine Schande einen Fehler zu machen!
2. Es ist außerordentlich lobenswert,
wenn Sie Ihren fehlerhaften Bericht korrigieren!"

'Tschuldigung, aber das war kein Tippfehler oder Augenblicksversagen der Dame, keine Verwechselung o.ä., sondern Fehlen von simpelstem Allgemeinwissen, vermengt mit Ideologie "die-afrikanischen-Erfinder-werden-unterdrückt". Es mag hunderte von Beruf(ung)en für die Dame geben, in ihrem Job, den deutschen zahlenden Lesern, Hörern und Zuschauern Einsichten nahezubringen, ist sie inkompetent und nutzlos.

226: Josef Dick:

21. September 2022 um 21:36 Uhr

Ich frage mich, wieviel Recherche zu dieser "Neuerung", welche nicht weniger als eine technische Revolution darstellen würde, denn betrieben worden ist. Offenbar nicht viel, denn die Aussagen des "Erfinders" zu den Leistungsmerkmalen des Fernsehers sind doch absolut unglaubwürdig; auf dem Niveau von "Ein Drucker, der bei Ihnen zuhause echte Geldscheine druckt". Bei dieser Ente wurde wohl relativ blind sowohl ein Artikel erstellt als auch veröffentlicht, und das deutet auf ein strukturelles Problem beim ÖR hin.

227: HBW:

21. September 2022 um 22:02 Uhr

210: Werner: 21. September 2022 um 12:19 Uhr

"Ein Korrekturleser hat auch nur ein begrenztes Wissen. Es ist fraglich, ob dieser, bei fehlendem technischen Wissen, auf die Idee gekommen wäre, den Wahrheitsgehalt der Geschichte hinterfragen zu lassen".
Erstens sollte man nicht engagiert über technische Entwicklungen berichten, vermengt mit Ideologie, wenn man kein Personal hat, das auch nur über das Einmaleins und die simpelsten Fakten Bescheid weiss.
Zweitens ist die Unwissenheit der Redakteurin phänomenal gewesen. Wenn so etwas bei jedem hundertsten Menschen vorkommt, dann würde sich die Wahrscheinlichkeit bei Einschaltung eines Korrekturlesers multiplizieren und der Artikel hätte nur ein Zehntausendstel Wahrscheinlichkeit gehabt, veröffentlicht zu werden. Jeder, der weiß, wie stark die Funkwellen verstärkt werden müssen, um eine Sendung sicht- und hörbar zu machen, hätte sich beim ersten Blick auf den Unsinn kaputtgelacht, daß diese irgendwas versorgen sollten.

228: Hugo Grotius:

21. September 2022 um 22:19 Uhr

Robert Habeck, Ricarda Lang und ich sind sehr traurig. Wir hatten gehofft, die Lösung für die Energiekrise in Deutschland gefunden zu haben. Es schien überdies so, dass der globale Süden endlich einmal an den Wertschöpfungsketten der Stromgewinnung hätte beteiligt werden können. Alles schien perfekt.
Lesen zu müssen, dass die sehr geschätzte Journalistin Jana Genth einem Betrüger aufgesessen ist, war hart. Ich kann es kaum glauben, dass das eine Ente war.
Vielleicht müssen es nun doch die Kobolde im Netz richten, die Annalena Baerbock, die größte Völkerrechtlerin seit mir (Hugo Grotius), ausgemacht hat.

229: Hanmac:

21. September 2022 um 22:20 Uhr

Gestohlene Energie als "Grün" und "kostenlos" zu bezeichnen ist schon ziemlich dreist.

230: peter:

22. September 2022 um 14:03 Uhr

Naja, Respekt zu zollen, dass sie den Fehler zugegeben hat ist ziemlich übertrieben, das war ja nach einem solchen haarsträbenden Fauxpas die einzig mögliche Reaktion.
Beunruhigend, dass diese Inkompetenz nicht auch an anderer stelle in der Redaktion vor der Veröffentlichung aufgefallen ist.

231: Sepp Blatter:

22. September 2022 um 14:41 Uhr

Manche Fehler sind unentschuldbar!

Ihr Kommentar

Bitte geben Sie einen Namen an.

Kommentarrichtlinien

Um zu verhindern, dass Gruppen oder einzelne Nutzer die Kommentarfunktion des Blogs für politische Werbung oder die Verbreitung von beleidigenden oder rassistischen Texten missbrauchen, sind wir gezwungen, Einträge nur nach vorheriger Kontrolle durch die Redaktion zu gestatten. Wir bitten um Verständnis.

Kommentarrichtlinien im Detail