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ARD-aktuell

2. Juni 2021

So kam die Schülerin Louisa Arendt in die „tagesthemen“

Gestern Abend haben wir viele Zuschauerinnen und Zuschauer in den tagesthemen überrascht: Die 15-jährige Schülerin Louisa Arendt sprach die „Meinung“ zur Situation von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie. Anlass war der Internationale Kindertag. Wir wollten ein besonderes Zeichen setzen – nicht inhaltlich in die eine oder andere Richtung, sondern dass wir nicht über die Jungen in unserem Land reden, sondern sie selbst sprechen lassen. Dafür gab es viel Applaus aus dem Publikum, vor allem über Twitter und Facebook. Auch negative Rückmeldungen waren darunter, so wie wie wir es bei jeder Meinung in den tagesthemen erleben, da es inhaltlich immer unterschiedliche Ansichten gibt. Der Jugend an dieser Stelle eine Stimme zu geben, hat zu unserer Freude fast keine Kritik hervorgerufen. Und wir selbst haben das Gefühl, wir sollten junge Menschen in unserer Gesellschaft häufiger zu Wort kommen lassen an unterschiedlichen Stellen in den Medien. Denn ganz oft geht es um ihre Zukunft.

Louisa Arendt hat ihre Meinung souverän und selbstbewusst vorgetragen. Sie war zum ersten Mal in ihrem Leben in einem Fernsehstudio vor der Kamera. Wir haben die „Meinung“ mit ihr vor der Live-Sendung aufgezeichnet, so wie wir es fast immer mit dieser Rubrik handhaben. Ihre Meinung, also den Text, den sie präsentiert hat, hat Louisa Arendt selbst verfasst. Wir haben ihr keine Inhalte vorgegeben – nur die Länge, die für alle in dieser Rubrik gilt, etwa 90 Sekunden. 

Wir haben von einigen Zuschauerinnen und Zuschauern die Frage erhalten, wie wir auf Louisa Arendt gekommen sind. Dahinter steckt eine Geschichte, die wir gerne teilen: Kurz vor Beginn der Pandemie war Lennart Marx, Lehrer am Gymnasium Buckhorn in Hamburg, zu Besuch in unserer Redaktion mit mehreren seiner Schülerinnen und Schüler. Sie hatten sich zuvor im Unterricht mit Medien und Nachrichten beschäftigt, und uns als tagesthemen-Redaktion eine wertvolle Programmkritik vorgetragen. Die damaligen Abiturientinnen und Abiturienten sind inzwischen raus aus dem Schulleben und Lennart Marx hat als Klassenlehrer eine 9. Klasse übernommen, in der auch Louisa Arendt ist. Für den Internationalen Kindertag wurde sie uns auf Nachfrage vorgeschlagen – und wir sind sehr froh, dass sich Louisa Arendt getraut hat zu uns in die Sendung zu kommen. Vor einem Millionenpublikum im Fernsehen die Meinung kundzutun, dazu gehört ganz schön viel Mut!

59 Kommentare

RSS Feed der Kommentare

1: R. Schröder:

2. Juni 2021 um 11:31 Uhr

Ich bin 66 Jahre und habe mein Leben gelebt. Luisa hat vollkommen Recht. Viele in meinem Alter lehnen alles was digital ist ab. Daher liegen wir auch noch hinter Nigeria. Früher war alles besser? Nix war besser!!! Wer muss denn das alles bezahlen? Ich lasse mein Kind vor und alle anderen Jugendlichen gerne auch. Sie haben es verdient. Denn Sie müssen die nächsten Jahrzehnte dafür zahlen, dass raffgierige und unfähige Politiker sich erst mal die Taschen vollstopfen und Entscheidungen treffen, die mit einem gesunden Menschenverstand nicht nachzuvollziehen sind. Und dass die Alten zu unflexibel sind um neue Medien zu nutzen. Leider auch viele Lehrer und Schulleitungen. Luisa, weiter so!!!!!

2: Robert:

2. Juni 2021 um 11:56 Uhr

Wieso wird immerwieder "Meinung" in Anführungsstrichen geschrieben? Das vermittelt den Eindruck, als handle es sich nicht um eine valide Meinung/Position.

3: Lucas Lerekov:

2. Juni 2021 um 12:15 Uhr

Den letzten Satz mit dem Mut kann ich nur zustimmen. Gar mancher hat bei 10 Personen schon Probleme den Mund aufzumachen.
Ich werde mir die Sendung auf jeden Fall ider Mediathek raussuchen, denn dieser Artikel hat mich neugierig gemacht. Und ja, es ist wichtig und richtig, die Jugend bei den Themen, bei denen sie auch betroffen ist, zu Wort kommen zu lassen und ihre Meinung bei der Entscheidungs- findung zu berücksichtigen.

4: Lisa H.:

2. Juni 2021 um 12:20 Uhr

Hier hätte der ÖR einmal Gelegenheit gehabt, die wirkliche Mitte der Gesellschaft abzubilden, hat er leider verpasst.
Ein deutsches Mädchen, 9. Klasse eines Gymnasiums, das private Umfeld (Geschwister? Eltern? Wohnsituation? ..für diese Frage von absoluter Bedeutung!) unklar, gibt in bester Gender-Manier die Meinung wider, die man ihr von ÖR-Seite auch hätte aufschreiben können. Die Realität sieht oftmals anders aus und sollte auch in der Tagesschau als neutraler Berichterstatter aufgezeigt und angesprochen werden. Herzliche Grüße
Lisa H.

5: Torsten Kuhlmann:

2. Juni 2021 um 12:21 Uhr

Hallo ARD-Team, hallo Louisa Arendt,

das war eine wirklich gute Aktion. Louisa, Dein Vortrag war wirklich gut "Respekt"! Alle gesagten Punkte kann ich nur zustimmen.
Bitte gibt öfters der Jugend das Wort!

Gruß Torsten Kuhlmann

6: Fritz-Henning Schrader:

2. Juni 2021 um 12:24 Uhr

Aus meiner Sicht ist es eigentlich unabdingbar, "der Jugend" einen festen Platz im ÖRR, abseits einschlägiger Spartenformate zu geben. So dass auch sie eine öffentliche Plattform hat, von der sie nicht nur in der eigenen Bubble, sondern auch weit darüber hinaus Gehör bekommt.
Die Einbindung in die gesellschaftliche Meinungslandschaft ist wichtig, um endlich auch wieder einmal vorwärts gerichtete Interessen zu erleben.
Rückwärtsgewandheit gibt es bei Weitem genug.

7: Michael Jobst:

2. Juni 2021 um 12:29 Uhr

Das junge Menschen zu Wort kommen ist wichtig. Nur sollten Sie darüber informiert werden,das Rechte mit Pflichten verbunden sind

8: Norbert König:

2. Juni 2021 um 12:29 Uhr

Liebe Tagesthemen-Redaktion,
ich finde es positiv, dass sie mit dieser Kommentar-Funktion die Möglichkeit geben, meine Meinung zu diesem Experiment zu geben. Denn aus meiner Sicht ist dies ein Experiment gewesen, mit dem man vermutlich Bürgernähe oder ähnliches zeigen wollte.
Um ehrlich zu sein, halte ich es aber für kein gelungenes Experiment und zwar aus drei Gründen:
1. In Nachrichtensendungen erwarte ich journalistisch aufbereitete Berichterstattungen und Einordnungen, nicht Laienmeinungen von Personen aus der einen oder anderen gesellschaftlichen Gruppe.
2. Gestern war es die Gruppe der Kinder und Jugendlichen. Wann dürfen sämtliche anderen Altersgruppen oder auch Gruppen, die sich über ihre Herkunft oder ihren Bildungsstand oder ihre sexuelle Orientierung oder ihren Beruf, ihre regionale Verortung etc. definieren ihre jeweiligen Meinungen kundtun?
3. Louisa Arndt ist eine 15jährige Gymnasiastin aus den wohlhabenden Walddörfern in HH. Ist sie wirklich DIE Stimme der Jugendlichen?

9: Peter H. Graf:

2. Juni 2021 um 12:34 Uhr

Diese Aktion kann ein wenig Staub aus den Redaktionen holen. Oft bemerkt man daß "mainstreem"-Meinungen zu sehr die Oberhand gewinnen.
Und bitte: nicht nur junge Leute, sondern einfach Menschen aus dem Leben.
Grüße aus dem sonnigen Elsaß (10km westlich des Rheins).

10: Andreas Böcker:

2. Juni 2021 um 12:35 Uhr

Ich freue mich, dass einer Jugendlichen die Möglichkeit gegeben wurde, ihre Sichtweise zu einem Thema darzustellen. Ich hoffe, dass diese Vorgehensweise nicht die Ausnahme bleibt, sondern zur Regel wird. Im Alter von über 60 Jahren wünsche ich mir, dass Kinder und Jugendliche die Möglichkeit haben, ihre Sicht der aktuell wichtigen und interessanten Dinge einem allgemeinen Publikum aller Altersgruppen zur Kenntnis zu bringen. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie den jungen Menschen diese Möglichkeit nicht nur anlässlich des internationalen Kindertages geben würden, sondern sie zu einem festen Bestandteil Ihres Programmgestaltung machten.

11: Gerhard Dufner:

2. Juni 2021 um 12:39 Uhr

Hallo,
leider habe ich diesen Kommentar der Schülerin nicht mit bekommen, aber ich finde es echt mutig und richtig, grundsätzlich der jungen Generation mehr Raum zu geben, denn sie haben recht oft sehr gute Ideen und auch ein Recht auf das Gehört-werden. Leider wurde gerade in dieser Pandemie unseren Kindern und Jugendlichen sehr viel zu gemutet, und sie wurden nie wirklich gefragt.
Gerade deshalb ist es so wichtig, nun damit zu beginnen !!

12: Michael Meier:

2. Juni 2021 um 12:39 Uhr

Respekt, sich vor die Kamera zu stellen.

Leider wird hier viel gegendert aber dann falsch.

Den es ist nicht die Politik welche Fehler macht. Es sind die handelnden bzw. nicht handelnden Personen unisono.

Dabei ist und waren es auch Eltern, welche durch ihr handeln einen harten lockdown verhindert haben und auch die Forderung nach schneller Impfung der Jugend wird eher zu Einschränkungen führen. Party Sport und Co. werden die Infektion anheizen und dann werden eben die Eltern krank und arbeitslos. Die Lösung das Schuljahr zu verlängern wird immer noch ignoriert.

Das könnte Bildung und soziale schieflage verhindern und würde dem Ausbildungsplatzangebot gut tun.

13: Walter Goldmann:

2. Juni 2021 um 12:44 Uhr

Respekt für diese Schülerin, aber auch für die Redaktion es zuzulassen. Ja es wäre sehr wünschenswert, wenn in unserer Weltgesellschaft alle Menschen Berücksichtigung fänden, denn leben ist ein Geburtsrecht und sollte nicht vom Geld abhängig sein. JEDER sollte sein Handeln auf Nachhaltigkeit und "Wirkung auf Andere" prüfen.
Die Erde und seine Güter ist kein Besitz einzelner, sondern ein Geschenk ALLER.
Alle Kinder dieser Welt sollten darauf vertrauen können, dass wir ihr Erbe erhalten und lebenswert hinterlassen!

14: Eckhard Mey:

2. Juni 2021 um 12:45 Uhr

Ich habe den Kommentar von Louisa (leider) nicht gesehen, aber ich ziehe den Hut vor der Courage der Schülerin einerseits und auch vor dem Mut des Senders, sich auf dieses Experiment einzulassen!! Gerne mehr davon!

15: Petra:

2. Juni 2021 um 12:46 Uhr

Exzellenter Beitrag von Louisa Arendt! Fundierte Argumentation, souverän vorgetragen, klar im Ausdruck, sehr angenehme Stimme, Sprechtempo und Aussprache ausgezeichnet verständlich, auch für Schwerhörige.
Hervorragender Nachwuchs für qualitätsorientierte, sachliche Nachrichtenmoderation.

16: Petra K.:

2. Juni 2021 um 12:49 Uhr

Exzellenter Beitrag von Louisa Arendt! Fundierte Argumentation, souverän vorgetragen, klar im Ausdruck, sehr angenehme Stimme, Sprechtempo und Aussprache ausgezeichnet verständlich.
Hervorragender Nachwuchs für qualitätsorientierte, sachliche Nachrichtenmoderation.

17: Giuseppe Biundo:

2. Juni 2021 um 12:51 Uhr

Diejenigen, die an Louisas Meinung was zu kritisieren haben, sind diejenigen, die nicht den Mut haben, ihre Meinung öffentlich kund zu tun. Lieber hinter dem Smartphone oder PC verstecken. Und wie, ich soll Kindern helfen? Ich hab 45 Jahre gebuckelt, die sollen sehen, wie sie zurecht kommen. So wird da gedacht

18: Andreas B.:

2. Juni 2021 um 12:53 Uhr

Hallo Louisa! Respekt für Dein Statement! Als Vater einer 14 jährigen Tochter kann ich Dir sagen, dass Du uns aus dem Herzen gesprochen hast. Weiter so! VG Andreas

19: Student:

2. Juni 2021 um 12:54 Uhr

Es wäre schön, wenn beim Thema Bildung auch einmal über Hochschulbildung gesprochen würde. Politik und Medien reden in der Pandemie oft über Schulen und Kitas und fast nie über Hochschulen. Hochschulen haben aber viel mehr Einschränkungen und das auch schon viel länger. Auch beim Thema Impfen zeigt sich wieder, dass Hochschulen gar nicht mehr wahrgenommen werden. Studenten haben alten Menschen den Vortritt gelassen, da sollte nicht über Impfungen von Schülern diskutiert werden, wenn viele Studenten noch keinen Termin machen konnten. Die Frage, was es bedeutet für eine Gesellschaft, wenn viele Inhalte an Hochschulen nicht mehr richtig vermittelt werden, sollte mehr diskutiert werden. Die Pandemie hat Probleme im medizinischen Bereich aufgezeigt. Wenn das Medizinstudium nicht mehr vernünftig stattfinden kann, werden die Problem nicht kleiner werden. Generell ist zu sagen, dass Online-Unterricht keine Lösung ist und durch die Pandemie die Qualität der Hochschulbildung stark gelitten hat.

20: Elli M.:

2. Juni 2021 um 12:54 Uhr

@Lisa H.: Wie sieht die Realität in der "Mitte der Gesellschaft" denn aus? Meiner Meinung nach hat die Schülerin ein sehr objektives Bild abgegeben, Verbote galten für alle Schüler quer durch die Republik gleichermaßen. Es war wichtig und richtig diese Generation auch mal zu Wort kommen zu lassen.

21: Max Neuer:

2. Juni 2021 um 12:55 Uhr

Sehr geehrte Frau Arendt,
sehr geehrte Damen und Herren,

sie stehen für einen kleinen Genderteil. Die Regierung hat alles richtig gemacht und Corona unsere Stätte gesäubert. Hinterher ist man immer klüger, bleiben Sie unbesorgt, sie erhalten eine zweite Chance und können sich beweisen.

Mit freundlichen Grüßen

22: Elli:

2. Juni 2021 um 12:56 Uhr

@Lisa H.: Wie sieht die Realität in der "Mitte der Gesellschaft" denn aus? Meiner Meinung nach hat die Schülerin ein sehr objektives Bild abgegeben, Verbote galten für alle Schüler quer durch die Republik gleichermaßen. Es war wichtig und richtig diese Generation auch mal zu Wort kommen zu lassen.

23: TomTom:

2. Juni 2021 um 12:57 Uhr

Angeblich soll der ÖRR die "Meinungsvielfalt" innerhalb der Bevölkerung widerspiegeln (soweit die Theorie).
In über 20 Jahren habe ich noch nicht einen Kommentar gelesen, der auch nur halbwegs konservativ war.
Und alle die jetzt behaupten, dass das nicht stimmt, darf ich um entsprechende Belege bitten.

24: Arnold:

2. Juni 2021 um 13:03 Uhr

Vielleicht tue ich dem Mädchen ja unrecht: Aber ein 15-jähriges Mädchen schreibt solch einen Text und trägt ihn fehlerfrei vor? Entweder sie ist ein Superhirn oder ihr Vater ist PR-Manager und hat den Text geschrieben oder zumindest überarbeitet. Das klang mir für ein "Kind" doch alles wie reichlich überzogenes Politikerdeutsch. Wie gesagt: Vielleicht tue ich ihr ja unrecht…

25: Torsten:

2. Juni 2021 um 13:09 Uhr

Danke, Herr Schröder! Da ist nichts hinzuzufügen!

26: R.Svensson:

2. Juni 2021 um 13:14 Uhr

Dieser Ansatz ist allemal RICHTIG. Gerne der Jugend entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil einen regelmäßigen Meinungssendeplatz geben. Damit könnte auch der Eindruck des "Seniorenprogramms" abgemildert werden. Die Alten Männer haben schon zu lange überwiegend ihre Sichtweisen nicht nur vertreten sondern auch durchgesetzt. (Ich bin 75, männlich)

27: Kerr:

2. Juni 2021 um 13:18 Uhr

Total gut – wäre es beim nächsten Schüler eventuell möglich, einen Realschüler zu finden? Das wäre fantastisch, wenn diese Schüler mehr Würdigung erfahren.

28: der alte Norbert:

2. Juni 2021 um 13:21 Uhr

Ich bin 64 Jahre (eher jung) und befinde mich wg. Corona zweieinhalb Jahre früher als geplant im Ruhestand. Als ehemaliger Berufskollege finde ich die Idee hervorragend, die Jugendlichen selbst zu Wort kommen zu lassen. Chapeau für Louisa Arendt. Zu diesem Auftritt gehören Selbstbewusstsein und eine starke Persönlichkeit. Genau solche Leute brauchen wir für die Zukunft. Keine Duckmäuser, die nur im Strom mit schwimmen, sondern Leute mit eigener Meinung. Vorschlagen möchte ich, Lisa H., die offenbar ein ganz anderes Bild hat, zu kontaktieren. Gerne möchte die Gesellschaft, insbesondere wir älteren und erfahrenen Menschen, die sich auch um die Zukunft der nachrückenden Generationen Gedanken macht, genau die von ihr empfundene Realität erfahren. So kann verdeutlicht werden, wo die Probleme stecken. Vorschlag, vielleicht findet sich die Gelegenheit in dem einen oder Talk-Show-Format genau das immer mal wieder aufzugreifen. Es hakt an der Kommunikation zwischen den Jüngeren und Älteren.

29: A:Li.:

2. Juni 2021 um 13:22 Uhr

Zustimmung zu 4.(Lisa H.): bei allem persönlichen Respekt vor Louisas Auftritt repräsentiert sie letztlich doch auch sehr stark ein medien-taugliches Abbild. Das ist gewiss nicht "die wirkliche Mitte der Gesellschaft". Andererseits: was genau ist diese wirkliche Mitte? Und wer würde sie gut repräsentieren? Meine Antwort: niemand so wirklich… Aber: in gewohntem Reflex auf eben "medien-taugliche Repräsentanten" zurückzugreifen, ist dann eben doch nicht wirklich neutral und unabhängig. Genausowenig wie die gesamte Welt der Nachrichten- & Meinungs-Übermittler. Die ist hauptsächlich geprägt von extrovertierten sendungs- bzw geltungs-bedürftigen Personen.

30: Katharina:

2. Juni 2021 um 13:30 Uhr

Die Louisa hat das richtig toll gemacht- und auf viele wichtigen Dinge hingewiesen- ich befürchte aber, dass ihr Wunsch nach mehr Gehör durch die Politik sich erst erfüllt, wenn sie Wahlberechtigt ist/ die Schule hinter sich gebracht hat

31: Heiko Mordt:

2. Juni 2021 um 13:35 Uhr

Lisa H.: Ihre Familienverhältnisse oder ethnische Abstammung sind völlig irrelevant. Sie gehört ohne Geschwister genauso dazu wie mit drei oder mehr Geschwistern. Es ist eben ihre Sicht.

Generell an die Tagesschau und überhaupt die ÖR nicht nur bezüglich dieses Beitrags: Da wo ich aufgewachsen bin, mussten sich die Frauen zwar zu Hause (wie bis heute) oft noch das Teilnehmen des Mannes an den häuslichen Pflichten erkämpfen, nicht aber die Gleichberechtigung. Der "Homo-Paragraph" war auch längst Geschichte. Ich möchte also nicht ständiges Gegendere hören, weil man mir erst so "verklickern" muss, dass es zwei Geschlechter und auch Zwischen/ Mischformen aus verschiedenen biologischen Gründen – LGBTIQ – gibt, die ebenfalls gleichberechtigte Menschen sind. Wir leben im 21. Jahrhungert und es gilt der Duden.

32: Kevin Müller:

2. Juni 2021 um 13:37 Uhr

Nun ja, eine Sockenpuppe hatte ihren Auftritt.

33: Fritz Günther:

2. Juni 2021 um 13:50 Uhr

– Guter Beitrag mit viel korrektem Inhalt
– Dieses Gendergerede nervt unendlich im gesprochenen Wort, da finde ich den ARD-Ansatz, beide Geschlechter zu nennen, deutlich besser
– Schade nur, dass sich durch Politiker so gut wie nie etwas ändert, Corona ist ja nur ein Beispiel von vielen
– Vorrednerin Lisa liegt aber trotzdem richtig, wenn sie sagt, dass diese Meinung ggf nicht der Schnitt der Gesellschaft ist – ich unterstelle Louisa einfach mal, dass sie in einer priviligierten Umgebung aufwächst.
– Kinder im Grundschulalter leiden noch viel mehr, die kann man nur schlecht zu ihrer "Meinung" befragen, aber ich sehe es täglich und das macht einen nur fassungslos

Gerne mehr von Beiträgen aus der Jugend, dann aber bitte mit "Schülerinnen und Schülern" und nicht "Schüler*innen".

34: Horst-Dieter Deusser:

2. Juni 2021 um 13:51 Uhr

Ja, Respekt vor der Meinungsäußerung und Respekt vor der jungen Frau.
Aber, wenn man genau hinhört, muss man schließen daß Louisa ihren Text vom Teleprompter abliest. Sie hat ihn wohl selbst verfaßt.- Allerdings kann man kaum glauben, daß das konsequent angewandte -"innen" so ganz natürlich war.- Hier hat wohl jemand nachgeholfen und wenn nur mit "guten Ratschlägen".
Diese Genderisierung ist etwas von dem sich ein großer Teil der Deitschsprachigen vergewaltigt fühlt. Das gilt auch für mich.

35: Wolfgang Göthel:

2. Juni 2021 um 14:11 Uhr

Der Jugend gehört die Zukunft, somit auch ein großes Stück der Gegenwart!

Louisa zuzuhören, war ein Stück wahrgenommene Meinung aus und von der Jugend. Allen denen das nicht passt, waren auch damit gemeint.
Wir Alten (69+) hatten die Chancen.
Ändert doch die Dinge, die ihr ändern könnt, aber nehmt die anderen Dinge, die ihr nicht ändern könnt, hin! Und lernt verdammt nochmal, das eine, vom anderen zu unterscheiden!
Louisa, weiter so!

36: Sebastian B:

2. Juni 2021 um 14:23 Uhr

Leider habe ich den Beitrag verpasst. Es freut mich aber, zu lesen, dass eine Schülerin den Mut aufbringt, an solch prominenter Stelle Stellung zu beziehen, und dass der Sender ihr dies ermöglicht hat.
Auf jeden Fall werde ich mir den Beitrag heute in der Mediathek ansehen.

"Wieso wird immerwieder "Meinung" in Anführungsstrichen geschrieben? Das vermittelt den Eindruck, als handle es sich nicht um eine valide Meinung/Position."
Es handelt sich um den Namen eines Formats innerhalb der Sendung und es ist üblich, solche Namen in Anführungszeichen zu setzen, um Missverständnisse zu vermeiden. Stellen Sie Sich mal vor, das Format würde "Blödsinn" heißen und in ihm würde Stellung zu fragwürdigen Aussagen in den Medien bezogen, dann würde ohne Anführungszeichen der Text eine ganz andere Bedeutung erlangen.

37: Fischkopp:

2. Juni 2021 um 14:29 Uhr

Punktgenauer und in der Sache richtiger Kommentar ! Zudem engagiert, aber zugleich professionell vorgetragen. Bitte zukünftig mehr Kommentare, die direkt aus dem Leben gegriffen sind. Danke für diesen Kommentar.

38: Klara Braschwitz:

2. Juni 2021 um 16:05 Uhr

Ein GEFÜHL ist nicht hilfreich für die Beteiligung jüngerer Menschen. Die Haltung gibt den Ausschlag.

Junge Menschen, Frauen oder Menschen, die irgendwie "anders" sind, werden immer noch als nicht akzeptabel angesehen, wenn sie ihren Standpunkt deutlich machen und Wert auf Veränderung von Sprache legen.
Auch im Alltag ist das so und das ÖRF bildet genau das ab.
Es gibt keinen Grund, der das rechtfertigt.
Da hilft auch ein Feigenblatt nicht.

39: herrpio:

2. Juni 2021 um 17:01 Uhr

Sehr gut, inhaltlich legt Louisa den Finger in die Wunde. Die Jugendlichen (und Kinder) wurde nicht gefragt. Erwachsene haben entschieden und das meist getrieben von der öffentlichen Meinung.
Womit ich ein Problem habe ist das Gendern im Sprachgebrauch. Es darf auch gerne weiter von Schülerinnen und Schülern unsw. gesprochen werden 😉

40: Alex Sommer:

2. Juni 2021 um 17:24 Uhr

Spätestens bei vorgetragenen Gender-Sprech hat der Auftritt etwas indoktrinierendes (und bietet Wahlkampfhilfe für die AfD).
Liebe ARD, bitte zur Rechtschreibung zurückkehren und nicht versuchen, durch die Hintertür dem Zuschauer Gender-Gaga aufzuzwingen. Es wird im Regelfall ja auch nicht von Kameraden oder Genossen gesprochen.

41: Beatrix M.:

2. Juni 2021 um 17:46 Uhr

Fand den Beitrag sehr klar formuliert und genau auf den Punkt gebracht. Ich gehöre zu einer ganz anderen Altersklasse, dennoch bin ich auch der Meinung, dass es wichtig ist, was Louisa zum Ausdruck gebracht hat.

42: Philine:

2. Juni 2021 um 19:13 Uhr

Ich finde den Beitrag sehr gut, da ich, genau wie Louisa, oft zweifele an den Beschlüssen der Politik. Auch gerade jetzt am Ende der Pandemie sollte am meisten auf die Jugendlichen und Kinder eingegangen werden, da man meiner Meinung nach jede Lücke von Wissen wieder schließen muss um den Jugendlichen und Kindern nach der Pandemie genau der Lernstoff den auch die SchülerInnen die Jahre davor sich angeeignen konnten.

43: L.P.:

2. Juni 2021 um 19:23 Uhr

Ich finde den Beitrag sehr gut, da ich, genau wie Louisa, oft zweifele an den Beschlüssen der Politik. Ich gehe in die 7.Klasse und habe in den letzten 15 Monaten nicht annähernd so viel gelernt wie die SchülerInnen die Jahre davor, mit normalen Unterricht. Deswegen finde ich es jetzt besonders wichtig diesen Lernstoff noch einmal genau zu wiederholen, um das gleiche Wissen zu haben wie die Jahrgangsstufen davor. Außerdem fehlt mir genau wie Louisa der normale Alltag sehr (Unterricht mit der ganzen Klasse, FreundInnen treffen, Freizeitaktivitäten…).

44: RG:

2. Juni 2021 um 20:35 Uhr

Ich finde es erstaunlich wie sehr sich Menschen über das gendern echauffieren und dadurch den Inhalt gar nicht mehr wahrnehmen (beliebtes Thema in Kommentaren). Auch zu unterstellen das dies seitens des Mediums gepuscht wurde finde ich erstaunlich. Wobei diese tiefe Abneigung offenbar meist von männlicher Seite (den Nicknamen zu urteilen) kommt…
Sprache hat sich schon immer entwickelt und an die Gesellschaft angepasst – und hat auch so manchen Irrweg genommen. Aber Sprache lebt – und 'dieses gendern' kommt nicht nur in den Medien vor sondern auch da draußen im echten Leben – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Gesellschaftsschicht – vielleicht nur nicht in der eigenen "Bubble"?!

45: Martin Hinz:

2. Juni 2021 um 20:53 Uhr

Was hat sich die Redaktion bloß im Anschluss an die jugendliche Meinung ab 7:20 min gedacht?!
Am Beispiel eines Andreas Gursky Werkes (Punkrockkonzert) wird einmal mehr auf erschreckende Weise deutlich, wie von medialer Seite aus die Angst der Menschen geschürt wird. O-Ton Frau Mioska: "noch wird einem mulmig beim Anblick so vieler Menschen…" Nein, Frau Mioska. Mir wird mulmig, wenn ich solch eine suggestive Aussage von einem Nachrichtensprecher höre und wehmütig solche Konzerte hoffentlich schnell wieder genau so besuchen zu können. Oder gehörte diese Aussage noch zur persönlichen Meinung? Ich musste weggeschaltet.

46: Andreas K.:

3. Juni 2021 um 02:53 Uhr

In der Sache stimme ich Louisa zu: sie dürfte vielen Schülern aus der Seele gesprochen haben, was die Belastungen während der Covid19-Krise betraf.
In der Form muss ich Widerspruch einlegen: das mehrfache "innen"-Gegendere wertet den Beitrag ab zu einem ideologisch belasteten Kommentar, der so auch aus dem Eifelturm der Humboldtuni Berlin hätte kommen können.

47: Jan Spitzer:

3. Juni 2021 um 08:50 Uhr

Gehirnwäsche, 1.777 Teil

48: Sebastian B:

3. Juni 2021 um 10:47 Uhr

Inzwischen habe ich mir die "Meinung" von Louisa Arendt ansehen können. Ich möchte ihr dazu gratulieren. Der Beitrag war akustisch klar und deutlich vorgetragen, gut strukturiert und ihre Argumentation war sehr gut nachvollziehbar – was ich nicht deswegen sage, weil ich viele ihrer Ansichten teile.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist die Art und Weise, wie sie gegendert hat. Die durch das Genern bedingten Sprechpausen mitten im Wort haben den Hörfluss doch merklich beeinträchtigt. Pausen sollten doch an den üblichen Stellen vorkommen, also meist nach Satzzeichen.
Auch wenn das Format nur einen begrenzten Zeitrahmen zuließ, wäre die Zeit meiner Ansicht nach durchaus vorhanden gewesen, statt "Schüler_innen" "Schülerinnen und Schüler" auszusprechen. Auch hätten Begriffe wie "Lehrer_innen" durch vorhandene geschlechtsneutrale Begriffe wie "Lehrkräfte" ersetzen werden können.

49: Eva Baumann:

3. Juni 2021 um 10:56 Uhr

Super gemacht Louisa! Es war längst überfällig, dass die Meinung von Jugendlichen zum Thema Corona im öffentlichen Fernsehen einen Platz findet. Als Mutter stimme ich ihr in allen Punkten zu. Online Unterricht, Online Hausaufgaben, FREUNDE treffen nur Online, kein Sport zum Ausgleich. Jetzt Voll Präsenzunterricht mit Maske mit offenen Fenstern (zum Glück ist Sommer) und die Politiker bekommen eine Coronaprämie.
Gruß

50: Frank S:

3. Juni 2021 um 11:11 Uhr

Ich bin ganz dieser Meinung, dass wir den Jugendlichen auch eine Stimme in der Gesellschaft geben sollten.

Ich finde das großartig.

Viel zu oft meinen wir, zu wissen, was andere Gruppen benötigen, welche Probleme sie haben, ohne sie einzubeziehen. In vielen Talk Formaten ist es genau so.

51: Fischkopp:

3. Juni 2021 um 14:16 Uhr

@ Jan Spitzer: Manchmal muss einem in der Tat mal so richtig, wie sagte man früher doch gerne, der Kopf gewaschen werden. Diese Kopfwäsche ist Louisa Arendt überzeugend gelungen.

52: Emmy:

3. Juni 2021 um 17:54 Uhr

Kann gut sein, dass Louisa in 30 Jahren diesen Kommentar eher in peinlicher Erinnerung haben wird. Sie klingt wie eine animierte Sprechpuppe, die mit Gender- und Politiksprechsoftware programmiert wurde. Dass gerade überangepasste Gymnasiasten sich derzeit gern mit Sternchensprech hervortun, hat auch etwas Symptomatisches. Mit diesem pseudoelitären Gehabe glauben sie ein Ticket für beruflichen Erfolg und hohen sozialen Status zu lösen, sie setzen sich so vom gemeinen Volk ab. Distinktion ist eben alles. Gendern ist SUV-Fahren auf der sprachlichen Ebene. Es befördert die soziale Spaltung. Ich finde es skandalös, dass die Schulbehörden und Lehrkräfte diesen Spaltungsprozess aktiv befördern. Auch die Öffentlich-Rundfunkanstalten sind Akteure dabei. Es gibt keinen Grund, darauf stolz zu sein, ein 15-jähriges Mädchen für Genderpropaganda instrumentalisiert zu haben, liebe Tagesthemen-Redaktion!

53: abc:

3. Juni 2021 um 18:36 Uhr

Wieso sprechen nicht auch Senioren mal ein Kommentar, oder Migranten? Angehörige bestimmter Religionen? usw. Die Auswahl der Jugendlichen als "Meinungssprecherin" ist willkürlich. Peinlich.

54: Martin:

3. Juni 2021 um 19:11 Uhr

Könnten Sie bitte den Beitrag von Louisa Arendt in Ihrem Beitrag verlinken? (so funktioniert Internet 😉 )
Jetzt musste ich doch tatsächlich Ecosia bemühen:
https://www.ardmediathek.de/video/die-meinung-von-louisa-arendt-schuelerin-zur-wirkung-der-corona-einschraenkungen-auf-jugendliche/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3RhZ2Vzc2NoYXUgZXh0cmEvNmNjMzcxOWMtNzk1MS00NmFiLTg5ZmEtYTMyNzBjNzY0MjcyLzE/

55: Tensoya:

3. Juni 2021 um 20:32 Uhr

Ich habe mir das Video von ihr jetzt mal mit meinem Sohn (15 J.) gemeinsam angeschaut. Die Frage, ob es zu "Lehrer innen" und "Schüler innen" auch "Lehrer außen" und "Schüler außen" gibt, lassen wir mal außen vor. Mein Sohn hat vor dem katastrophalen Berliner Bildungssystem kapituliert und mit Hilfe seiner Eltern am 9.-Klasse-Onlineunterricht eines kolumbianischen Colegio teilgenommen. Klar hat sie irgendwo Recht, dass die Jugendpolitik über die Köpfe der Jugend hinweg gemacht wird, aber das Hauptproblem ist die technische Steinzeit, in der sich Deutschland befindet und die himmelschreiende IT-Inkompetenz der Mehrheit der überalterten Lehrerschaft. Wenn die "Dritte Welt" es kann und Deutschland nicht, sollte endlich nicht mehr am falschen Ende politisiert werden.
(Er hat im Online-Unterricht übrigens weit mehr gelernt, als jemals zuvor in vergleichbaren Zeiträumen im Präsenzunterricht.)

56: Franz:

3. Juni 2021 um 20:33 Uhr

In einer Tagesthemen-Sendung hat das nichts verloren!

57: M. Jentsch:

4. Juni 2021 um 08:48 Uhr

Hamburg, Hamburg, Hamburg. Der NDR ist der Lokalsender der Hansestadt. Man müsste mal über den Rundfunkstaatsvertrag sprechen, glaube ich.

58: abc:

4. Juni 2021 um 11:32 Uhr

Wenn Schüler sprechen dürfen, warum nicht Migranten? Senioren? Krankenpfleger? AfD- und andere Politiker?

59: Maximilian:

4. Juni 2021 um 16:27 Uhr

Der jungen Dame wurde es aufgrund des internationalen Kindertages ermöglicht, ihre Meinung öffentlich zu vertreten. Damit erübrigt sich in diesem Fall die Diskussion über den ausgewählten Personenkreis.
Die Aufgabe hat sie mit mit Bravour erledigt.
Inhaltlich bleiben mir nur 3 Punkte in Erinnerung:

Gendern, Jammern, Fordern !!

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