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ARD-aktuell

1. Februar 2019

Gute Nachrichten!

Heute bekam ich einen Brief von den Klassen 3 und 4 der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen. Darin beklagen die Schülerinnen und Schüler, dass die Tagesschau so viele schlechte Nachrichten verbreitet. „Manche von uns können deshalb nicht mehr gut schlafen“, heißt es in dem Brief. Für eine friedlichere Welt, sei es wichtig, auch über Gutes zu sprechen. „Helfen Sie uns, mit Vertrauen und Mut durch das Leben zu gehen“. Ich werde zwar häufig mit dem Wunsch nach „guten Nachrichten“ angesprochen, aber der Brief der Kinder hat mich heute doch besonders berührt. Deshalb hier der Brief und meine Antwort.

Liebe Schülerinnen und Schüler der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen,

vielen Dank für Euren Brief, der mir sehr zu denken gegeben hat. Mich sorgt sehr, dass einige von Euch wegen der Nachrichten schlecht schlafen können. In einem sind wir uns einig: Auch ich sehne mich nach einer friedlichen Welt und würde lieber über eine Welt ohne Kriege, Konflikte und Katastrophen berichten. Aber ich möchte versuchen, Euch zu erläutern, warum Nachrichten (also auch die Tagesschau) oft so negativ erscheinen.

Erstens hat das mit der Frage zu tun, worüber Nachrichten eigentlich berichten sollen. Wir glauben, dass Nachrichten über das Besondere berichten sollen, also über die Abweichung von der Normalität. Beispiel: Wir berichten nicht darüber, dass an einem Tag Tausende von Menschen sicher mit dem Flugzeug geflogen sind, sondern über den Flug, bei dem etwas schief gegangen ist. Aber wir tun dies nicht, weil wir Unglücke toll finden, sondern weil etwas passiert ist, was normalerweise nicht passiert und nicht passieren darf. Anderes Beispiel: Wir machen keine Nachricht, dass heute in Deutschland Frieden herrschte – einfach weil es Gott sei Dank in unserem Land der Normalfall ist, dass kein Krieg herrscht. Deshalb berichten wir dann, wenn es irgendwo keinen Frieden gibt, etwa in Syrien oder im Jemen. Auch diese Kriege gefallen hier niemandem, aber wir zeigen es, weil eben nicht der Normalzustand Frieden herrscht.

Zweitens gibt es noch einen anderen Grund, warum Dinge, die uns negativ erscheinen öfter in Nachrichten vorkommen, als Dinge, die wir positiv bewerten. Negative Dinge wie Anschläge, Katastrophen und Überfälle passieren oft von einem Moment zum anderen. Dann kommt so etwas in den Nachrichten vor. Dagegen vollziehen sich Dinge, die wir gut finden, oft langsam und über einen langen Zeitraum hinweg. Beispiel: Innerhalb der vergangenen 30 Jahre hat sich die Sterblichkeit von Kindern unter 5 Jahren halbiert. Oder: Innerhalb der vergangenen 30 Jahre hat sich die Zahl der Menschen in absoluter Armut ebenfalls halbiert. Aber weil das so ein langwieriger Prozess ist, kommt das vielleicht nur einmal im Jahr in den Nachrichten vor. Aber viel öfter gibt es in dieser Zeit Anschläge und Katastrophen, die in den Nachrichten gezeigt werden. So entsteht der Eindruck einer schlechter werdenden Welt, obwohl das Gegenteil der Fall ist.

Und deshalb nun zu Eurem Vorschlag, jeden Tag eine „gute Nachricht“ zu zeigen. Hier stehen wir bei der Tagesschau vor dem nächsten Problem. Wir sind verpflichtet, Ereignisse abzubilden, aber nicht zu sagen, ob wir sie gut oder schlecht finden. Deshalb steht uns eine Bewertung gar nicht zu. Und vor allem: Wann ist eine Nachricht „gut“? Auch hier ein Beispiel: Wenn wir melden, dass der VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg gewonnen hat, werden das alle Stuttgarter Fans als „gute“ Nachricht empfinden. Die Menschen in Augsburg sind da ganz anderer Meinung. Oder noch ein Beispiel: Wenn die Regierung beschließt, dass Arbeitslose mehr Geld bekommen, sagen die einen, dass das sehr gerecht ist und den Arbeitslosen hilft. Andere werden einwenden, dass man das Geld besser ausgeben sollte, um Arbeitsplätze zu schaffen, weil das den Arbeitslosen mehr hilft. Ist das nun also eine gute oder eine schlechte Nachricht?

Ich hoffe, ich konnte Euch ein bisschen klarer machen, warum der Eindruck entsteht, dass Nachrichten immer negativ sind. Wenn man genau drauf achtet, gibt es jeden Tag durchaus auch Nachrichten, die positiv sind oder zumindest die Lösung für ein Problem aufzeigen. Glaubt mir, wir wollen nicht negativ sein. Was wir uns aber fest vornehmen ist, dass wir die langsamen Entwicklungen wie zum Beispiel die Bekämpfung des Hungers in der Welt nicht aus dem Blick verlieren. Das ist und bleibt viel wichtiger als ein Terroranschlag. Das müssen wir uns immer wieder klar machen und auch in der Tagesschau berücksichtigen. Dafür war Euer Brief noch einmal ganz wichtig. Tausend Dank dafür!

Herzliche Grüße
Euer Kai Gniffke
Chefredakteur ARD-aktuell

197 Kommentare

RSS Feed der Kommentare

1: Kai:

1. Februar 2019 um 20:51 Uhr

Warum nicht mal versuchen auch mal erwas positives zu finden und darüber berichten. Ich mag die Idee der Schüler.

2: Peter Reinhold:

1. Februar 2019 um 21:00 Uhr

Das haben Sie sehr gut ausgedrückt, Herr Gniffke,
selbst ich alter Mann habe noch etwas gelernt.
Danke!

3: Isabel:

1. Februar 2019 um 21:02 Uhr

Liebe Kinder,
habt vielen Dank, Ihr sprecht mir aus dem Herzen!

Lieber Herr Gniffke,
Ihre Antwort hingegen überzeugt mich nicht. Gibt es nicht auch eine Menge Dinge, die plötzlich und unerwartet im Guten geschehen? Sie zeichnen eine Welt, in der das Allgegenwärtige gut und das Plötzliche schlecht ist. Und ja, bei einer solchen Berichterstattung bekommt man das Gefühl, die Welt sei nur noch schlecht und es gebe nur noch Dinge, die einem Angst machen. Dass Ihre Redaktion ebenso wie die vielen anderen damit die Kinder, und damit die Zukunft unserer Gesellschaft (v)erschrecken, beantworten Sie mit journalistischer Notwendigkeit. Ich glaube das nicht wirklich. Mit Angst und Schrecken bekommt man vermutlich mehr Klicks, es "lohnt" sich für Journalisten heutzutage nicht, über Gutes zu berichten. Diesen Eindruck bekommt man immer wieder.
Schade, denn es würde unsere Welt fröhlicher und damit auch friedlicher machen.

4: Mustermann:

1. Februar 2019 um 21:06 Uhr

Glückwunsch an die Klasse, die hier geschrieben hat und danke an Herrn Gniffke für die sehr gut verständnisvolle Antwort. Die Kinder haben es erkannt: Wir brauchen auch positive Nachrichten. Immer, wenn dann doch mal so ein seltener Beitrag kommt, hilft es uns unseren Ängsten etwas entgegen zu setzen und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit zu bekämpfen. Bitte, liebe Redaktion: Strengt euch an, wenigstens einen kleinen Beitrag am Ende jeder Sendung, der auch ein Lichtblick für das Gute in der Welt ist! Ist das zu viel verlangt?

5: tagesschau.de-Leser:

1. Februar 2019 um 21:08 Uhr

Sehr gute Antwort! Top!

6: störschall:

1. Februar 2019 um 21:09 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

wenn die Tagesschau beurteilt, was von der Norm abweicht,um darüber zu berichten, dann beurteilt sie im Grunde doch,was positiv und was negativ ist;)
Denn Abweichungen von der Norm oder von Recht und Gerechtigkeit,empfinden wir als"schlecht" oder"böse" oder "negativ",weil wir alle geprägt sind.
Insofern beurteilt die Tagesschau doch und trifft eine Entscheidung hinsichtlich"gute Nachricht"vs"ne. Nachrichten"

Und gute Nachrichten müssen mitnichten prozesshaft verlaufen.
Es können Handlungen sein. Auch insbesondere positive Handlungen, wohlwollende, schützende, effektive, die Andere POSITIV überraschen, begeistern, beeindrucken und beflügeln können.

In diesem Sinne stehe ich ganz auf der Seite der Kinder, der Verfasser dieses Briefes.

Das tägliche Berichten über Positive Handlungen als Ereignis erhöht die Wahrscheinlichkeit Nachahmer zu finden.

Die Argumentation der Kinder ist überzeugend.
Ich würde mich freuen, wenn die Tagesschau von ihnen lernen könnte.

7: Liz:

1. Februar 2019 um 21:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

mit Ihrem Kommentar zeigen Sie, wie wenig Sie verstanden haben. Es erklärt mir, den Zustand Ihres Senders. Konstruktiver Journalismus, ich habe ihn mir schon gewünscht. Aber leider, ich bin nicht klein und medial, gab es keine Antwort. Es wird Zeit, aus der Komfortzone zu kommen und zu lernen, zu ändern, zu erneuern.

Mit freundlichen Grüßen
Liz Jung

8: Cornelius Holtorf:

1. Februar 2019 um 21:13 Uhr

Danke für diese wichtige Diskussion! Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass viele Menschen "schlechte" Nachrichten über alle möglichen Krisen auch als besonders interessant empfinden. Deshalb bevorzugen sie oft solche Medien, die diese Aspekte besonders herausstellen. Manche glauben, dass ein Interesse für Gefahren und Risiken einmal ein Selektionsvorteil in der Evolution des Menschen gewesen sein könnte. – Es gibt aber durchaus auch viele ziemlich eindeutig positive Nachrichten über herausragende menschliche Leistungen und Erfolge, die sich durchaus vom 'Normalen' unterscheiden (für konkrete Beispiele braucht man nur nach "gute Nachrichten" auf dem Internet zu suchen). Die Tagesschau und andere Medie dürfen sich gerne etwas extra darum bemühen, dass solche positiven Neuigkeiten mehr Menschen erreichen.

9: Metty:

1. Februar 2019 um 21:24 Uhr

Ein sehr guter Blog Eintrag. Der gibt selbst mir zu denken und ich bin über 50. 🙂

10: Kindgerecht:

1. Februar 2019 um 21:28 Uhr

Die Tagesschau ist doch für Kinder in diesem Alter (9-10 Jahre) gar nicht geeignet. Nicht umsonst werden ab 20:15 häufig Filme gezeigt, die erst ab 12 Jahren geeignet sind. Selbiges gilt für die Tagesschau.

Und eigentlich auch für die hier ausgeführten Erklärungen bezüglich Flugzeugabstürzen und der Sterblichkeit von Kindern unter 5 Jahren.

11: U Frick:

1. Februar 2019 um 21:29 Uhr

Traditionell richtige Antwort, aber die Auswirkung auf die Meinung der Leser/ Zuschauer ist, daß Menschen eher Angst vor Terrorismus in Deutschland als vor dem Konsum von Zucker und Fett haben. Eigentlich müsste das berücksichtigt werden. Wie, können vielleicht Wissenschafter*Innen herausbekommen.

12: Wilfried Jöbgen:

1. Februar 2019 um 21:31 Uhr

Sehr einfühlsam und verständlich für Grundschüler geschrieben. Sehr gut !

13: steamtrain:

1. Februar 2019 um 21:39 Uhr

Man sollte hierbei auch erwähnen, daß "schlechte" Nachrichten uns und unsere Kinder dazu bringen sollten dem entgegen zu wirken. Daß wir nicht mehr bedingungslos wie die Lemminge hinter irgend welchen Porpagandisten her laufen sondern den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen hinterfragen und entsprechend handeln. Beim Thema Klinmawandel zeigt sich bereits eine entsprechende Reaktion gerade bei Kindern und Jugendlichen die sich gegen das bestehende System auflehnen und eine stringentere Handlungsweise der Regierenden einfordern. Unfälle können jederzeit geschehen und so manche Katastrophen sind unvermeidlich. Berichte hierüber können und sollen uns dazubringen zu überlegen wie wir den Opfern und ihren Angehörigen Hilfe bringen, also Menschlichkeit beweisen können. Somit sind "schlechte" Nachrichten auch "gute" Nachrichten, es kommt nur darauf an was wir daraus lernen und wie wir in Zukunft danach handeln.

14: Lutz:

1. Februar 2019 um 21:40 Uhr

Nicht in der Lage die Bitte eines Kindes zu erfüllen. Ohne Wertung gut oder schlecht.

15: Daniel Bohle:

1. Februar 2019 um 21:45 Uhr

Hallo Herr Gniffke,

Sie beschreiben hier sehr deutlich: "Euer Anliegen haben wir zur Kenntnis genommen, aber ändern können wir leider nichts und werden es auch nicht versuchen zu ändern". So liest sich Ihre Antwort. Ihre Beispiele finde ich auch nicht sonderlich sehr gelungen.

Und mal ehrlich Herr Gniffke: Krieg in Syrien und Anschläge und andere negative Meldungen sollen das Abnormale sein, das Besondere? Wieso berichtet dann "gefühlt" jeden Tag die Tagesschau über den nahen Osten, Krieg und Tote? Das gehört, wenn auch zur traurigen Realität, aber Besonders ist das keines Falls mehr. Auch ich würde mir sehr wünschen, dass die Tagesschau positiver über die Welt berichtet und den alltäglichen Krieg, wo auch immer, deutlich herunterfährt. So erlangen auch alle Terrororganisationen weniger Aufmerksamkeit.

Wir alle wissen: Friede, Freude, Eierkuchen ist leider nicht normal aber man muss auch nicht jeden Tweet von Donald Trump erwähnen, der nach x Minuten wieder revidiert wird.

Grüße

16: herzwort:

1. Februar 2019 um 21:49 Uhr

Nun ja,

die Antwort ist schon was an den Haaren herbeigezogen.

Erstens gibt es genug kurzfristige momentane positive Ereignisse.

Wer sagt denn überhaupt, daß Nachrichten zu Anschläge, Unfälle, Katastrophen für alle wichtig sind??

Und wie oft ist zwischen den Zeilen (bei Wortbeiträgen eben zwischen den Worten) eine gewisse Sensationgeilheit wahrzunehmen.

Wird also andersherum auch eine Portion Sensationslüsternheit bedient!!??

Wegen der Einschaltquoten etwa???

17: Udo:

1. Februar 2019 um 21:51 Uhr

Das womit wir unser Hirn füttern oder füttern lassen, wird gewissermaßen zu unserer Realität oder zu unserer Vorstellung derselbigen. Was die jungen Mitbürger vielleicht zum Ausdruck bringen wollten war das Bedürfnis nach >rührenden< Nachrichten. Eine Nachricht über jemanden, der sich besonders angestrengt hat, anderen zu helfen oder so. Woraus Optimismus zu schöpfen ist, ein inneres Lächeln zu verspüren. Wenn die Redaktion das journalistisch korrekt vermitteln will, so nehme sie doch eine Form wie die eines Kommentars eines beliebigen Redakteurs zu bestimmten politischen Ereignissen und das was er oder sie darüber denken. So könnte doch ein kleines Highlight werden, was die gesamte Redaktion an einem bestimmten Tag als besonders rührend erfahren hat und der Leserschaft mitteilen möchte. Die Leserschaft sitzt nicht neben dem Fax wo Reuteres und Konsorten reinkommen. Also, liebe Redakteure, setzt euch doch zusammen und überlegt, was Ihr Euern Lesern vielleicht noch mehr an Vergnüglichem

18: Udo:

1. Februar 2019 um 21:52 Uhr

von all den Weltereignissen kundtun wollt. Gewissermaßen eine Empfehlung der Redaktion, eine Rubrik, was die Redaktion besonders gerührt hat. Ähnlich vielleicht der Bilderchen, die sich ganz unten kontemplativ beschaulich anklicken lassen und Einblicke in die verschiedensten Phänomene auf unserer Erde geben. Die finde ich prima. Und ich finde, eine öffentlich-rechtliche Redaktion darf sich ruhig ein bißchen aus dem Fenster lehnen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunkauftrag mit unverfänglich Schönem also Rührendem garnieren. Vielleicht wirkt sich sowas auch auf Einschaltquoten aus…..

19: Margarete L.:

1. Februar 2019 um 21:56 Uhr

Großes Lob für Herrn Dr. Kai Gniffke für seinen m. E. einfühlsamen und auch kindgerechten Brieftext.

20: Frau M.:

1. Februar 2019 um 21:58 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
Danke für Ihre Antwort, aber auch ich frage mich regelmäßig, warum immer nur über Tragödien berichtet wird. Ich finde die Anfrage der Kinder durchaus gerechtfertigt. Auch frage ich mich, warum die Tagesschau die Videoblogs aus verschiedenen Weltregionen aufgegeben hat. Die haben nämlich oft ein sehr viel ausgewogeneres Bild vermittelt als die sonstige Berichterstattung.

21: Duke:

1. Februar 2019 um 22:02 Uhr

Alles, was betrachtet werden kann, ist immer nur ein Ausschnitt aus einer größeren Wirklichkeit. Es macht Sinn, wenn man seine persönliche Wirklichkeit so selektiert, dass sie "gut" ist.
Jeden Tag Nachrichten zu lesen ist wie sich ein Abflussrohr direkt in's Wohnzimmer zu legen.

22: TiGi:

1. Februar 2019 um 22:02 Uhr

Ja, da hat Herr Kniffke zwar nicht unrecht, aber trotzdem die Grundschüler eben auch. Das eine schließt das andere nicht aus. Trotz Neutralitätspflicht könnten die Medien dennoch häufiger über positive Ereignisse, Wendungen und vor allem Projekte und Personen berichten. Es gibt so viele Menschen mit so vielen Projekten, die gutes tun und positives bewirken. Oft gibt es da auch keine zwei Meinungen. Diese Menschen bekommen aber leider sehr viel weniger Aufmerksamkeit als die Kriminellen, Manipulierer, Egomanen und Psychopathen. Sie erzeugen leider auch weniger Faszination und somit Auflage. UnD am Ende des Tages ist das Mediengeschäft eben auch nur ein Geschäft, Neutralität hin oder her.

23: Leon:

1. Februar 2019 um 22:05 Uhr

Ich bin ganz gerührt von der besorgten Schülerfrage und ihrer wirklich sehr liebevoll geschriebenen Antwort und sorgfältigen Erklärung.

Oft sind es ja die einfachen Fragen, die uns in Erklärungsnot bringen. Und wer ist besser darin, den Sinn von Dingen zu hinterfragen als Kinder?

24: Yves Weis:

1. Februar 2019 um 22:05 Uhr

Das war eine schöne und erklärende Antwort. Hoffentlich können die Schüler*innen diese nachvollziehen und verstehen.
Schön gemacht!

25: Jan:

1. Februar 2019 um 22:06 Uhr

Tolle Antwort, wäre schön wenn ihr positive Entwicklungen mehr Gewicht/Aufmerksamkeit geben könnt. Ich verstehe die Kinder gut.

26: Harald Riese:

1. Februar 2019 um 22:07 Uhr

Die gute NAchricht heute für mich ist: Kinder im Alter von cirka 10 Jahren schreiben an den Chefredakteur Kai Gniffke – und erhalten zügig eine umfassende Antwort. Ich bin ein alter Mann – ich bin begeistert, wenn so junge Menschen ihre berechtigten Fragen haben, denn auch mir fällt es oft schwer, die gute NAchricht hinter allgemeinen Nachrichten zu erknennen, so wie sie Herr Gniffke beschreibt.Ihr Kinder: habt Mut und fordert sie immer wieder ein die "guten NAchrichten", denn wir brauchen menschenbildende Nachrichten, die uns bei der Bewältigung der Gegenwart dringend benötigen.

27: Holger:

1. Februar 2019 um 22:08 Uhr

Vielen Dank für den offenen Umgang mit diesem Thema. Ich finde jedoch, dass man die "schlechten Nachrichten" oft mit einem Satz in die richtige Relation setzen könnte. Zum Beispiel das Thema Stickoxid. Auch wenn der Grenzwert immernoch in vielen Städten überschritten wird, verbessern sich die Werte kontinuierlich seit Jahren!
"Zwischen 1990 und 2015 verringerte sich der Ausstoß von Stickstoffoxiden in Deutschland um 59 Prozent, von jährlich 2886 auf 1186 Kilotonnen" (https://ecomento.de/2017/08/07/stickoxide-emissionen-gesunken-belastung-immer-noch-zu-hoch/).
Das gleiche gilt für viele andere Themen. Hierzu würde ich gerne folgenden Artikel der faz empfehlen:
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-welt-wird-immer-besser-32-gute-nachrichten-15524076.html

28: Holger:

1. Februar 2019 um 22:08 Uhr

Ich verstehe Ihre Logik nicht:
"Wir glauben, dass Nachrichten über das Besondere berichten sollen, also über die Abweichung von der Normalität." und "Wir sind verpflichtet, Ereignisse abzubilden, aber nicht zu sagen, ob wir sie gut oder schlecht finden."
Wo sind die positiven Abweichungen, die sich die Kinder wünschen? Wie
– ein Friedensvertrag ist eingehalten worden.
– Donald Trump hat heute nicht gelogen.
Es ist doch nur eine scheinheilige Argumentation, um beim Gehabten bleiben zu können
– Der Rhein ist so sauber, dass Kinder darin baden können.
Oder, Herr Dr. Gniffke, suchen Sie doch bewusst nach den negativen Nachrichten, weil sie bessere Überschriften machen? Wie
– Steinmeier sitz in Äthiopien fest
– Russland fordert Beweise
– Vonn tritt zurück

29: Barb:

1. Februar 2019 um 22:09 Uhr

Die Begründung in der Antwort an die Schüler finde ich ziemlich dünn. Ich glaube, jeder weiß genau, wobei es sich um "gute Nachrichten" handelt. Der Vergleich in dem Antwortbrief kommt mir wie Haarspalterei vor. Eine gute Nachricht wäre doch z.B. ein Bericht über eine geglückte Rettungsaktion, der ehrenamtliche Einsatz von Menschen in den verschiedensten Bereichen, der Einsatz für den Tier- und/oder Umweltschutz oder eine Erfindung, die das Leben auf dieser Erde in irgendeiner Weise verbessert u.v.m.! Ich würde mir auch wünschen, dass die Tagesschau immer auch etwas (ganz) Positives im Programm hat.

30: Freddy Grün:

1. Februar 2019 um 22:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

meiner Recherche nach, handelt es sich bei der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen um eine offene Ganztagesschule.

Daher wundert mich Ihre christliche Begründung.

"einfach weil es Gott sei Dank in unserem Land der Normalfall ist, dass kein Krieg herrscht."

Vielleicht sollten Sie den Kindern die Nachrichten des Adenauerfernsehens empfehlen.

Meiner Meinung nach wird in den Heute-Nachrichten auch öfter positiv über "unser Land" berichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Freddy Grün

31: Klima-Leben:

1. Februar 2019 um 22:19 Uhr

Es gibt immer wieder auch kurzfristige Nachrichten die für alle Menschen gut sind. Zwei Beispiele: Klimaschutz- und Lebensrettungseinsätze. In den Bereichen die wirklich wichtig sind haben wir Menschen sehr viel gemeinsam. Die Tagesschau könnte das noch stärker als bisher berücksichtigen.

32: Ein Schwabe:

1. Februar 2019 um 22:21 Uhr

Hallo Herr Dr. Gniffke,

ihre Argumente sind natürlich richtig. Aber haben Sie schon einmal die Nachrichten beim SWR gehört? Die schaffen es immer wieder im Anschluss an all die "ernsten" Ereignisse eine kleine positive Nachricht – und sei es nur eine banale Herzerwärm- oder Schmunzelnachricht – anzuhängen.

Die ständige Flut an Hiobsbotschaften erzeugt ein Gefühl der Angst, Hilflosigkeit und allg. Verschlechterung, welches – wie sie auch befanden – nicht der Realität entspricht. Aber die Wirkung bleibt nicht aus.

Mit ein bisschen gutem Willen findet sich bestimmt jeden Tag ein positiver Abschluss. Bei Zeitnot kann man gern den Sport weglassen. Den sehe ich im Stream eh nur als schwarzen Screen wegen fehlender Rechte 🙁

Mit freundlichen Grüßen
Ein Tagesschau-Fan

33: Mikelory:

1. Februar 2019 um 22:22 Uhr

Geschätztes Tagesschau-Team, ich finde es super, sich so eines Briefes anzunehmen, zu reagieren und ihre Sichtweise/Themenauswahl darzulegen. Aber den KINDERN einer Grundschule ihre Berichterstattung unter Zuhilfenahme des Beispiels Kindersterblichkeit näher zu bringen…hätte es hier nicht kinderfreundlichere Themen/Beispiele gegeben?
Tatsächlich schließe ich mich sehr gern den Kindern an: eine inhaltlich positiv/erfreulich besetzte Nachricht – auch ohne eigene Wertung – lässt sich bestimmt hin und wieder am Ende aller Themen darstellen. Ich jedenfalls würde es sehr begrüßen.

34: Pedro Martínez:

1. Februar 2019 um 22:23 Uhr

Vielen Dank an Sie, Herr Gniffke: Auch für einen erwachsenen Menschen, wie mich, ist Ihr Text aufklärend und spendet Hoffnung.

35: Martina Droste:

1. Februar 2019 um 22:25 Uhr

Welch ein schöner Brief dieser Grundschule. Eine wunderbare Initiative, die dort im Religionsunterricht entwickelt wurde. Es sind ja nicht nur die Nachrichten, sondern unsere gesamte Gesellschaft, die überwiegend Negatives wahr nimmt und sich nur wenig an Gutem erfreuen kann. Die Kinder haben das in klaren Sätzen wunderbar auf den Punkt gebracht.
Überraschend war für mich die altersangemessene Antwort

36: netille:

1. Februar 2019 um 22:32 Uhr

Die Stellungnahme des Chefredakteur ist einerseits durchaus richtig, aber andererseits völlig falsch.

Sie Medien tragen durch ihre Berichterstattung wesentlich zur Meinungsbildung be und das ist auch gut so. Aber sie tragen auch genauso bei zur Bewusstseinsbildung und darin besteht die Gefahr. Wird überwiegend über das Außergewöhnliche berichtet, so wird dies im Laufe der Zeit zum fest verankerten Bild der Wirklichkeit im Bewußtsein mit fatalen Wirkungen auf das Handeln. Die Gesellschaft und die Politik konzentrieren sich zunehmend auf die seltenen Ereignisse.

Würde die Tagesschau beispielsweise jeden Tag auch nur kurz über die verdreckten und kaputten Schulen berichten und über Initiativen, dies im kleinen zu verbessern, so würden die Sparmaßnahmen an den Schulen nicht mehr lange Bestand haben können.

Medien erzeugen Angst vor dem Ungewöhnlichen und nähren so ungewollt den Boden der Populisten.

Die Kinder haben Recht. Bildung und Umweltschutz sind wichtiger als Krieg und Unfall.

37: Christian:

1. Februar 2019 um 22:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, ich schätze es sehr, dass Sie in dieser Form mit dem Brief umgehen. Bitte beachten Sie, dass Sie jedoch mit ihrer Arbeit das so genannte “Normale“ festigen. Auch nimmt man alarmierende Nachrichten vielfach stärker zur Kenntnis und bleibt als Leser mit Angst und Ungewissheit zurück. Ich wünschte mir,Sie würden die schrecklichen Ereignisse mit positiven flankieren oder zumindest in Relation zur Geschichte setzen, um als Leser die entstehenden akuten Sorgen verarbeiten zu können. Beste Grüße.

38: JanRos:

1. Februar 2019 um 22:34 Uhr

Ihre Idee zu antworten…finde ich gut.
Die Art wie sie es tun, nämlich öffentlich…
finde ich schlecht.
Hätten Sie der Klasse in einem einfach Brief geantwortet, wäre alles ok gewesen. Das hätte ich
toll gefunden.

Aber so…erstmal als Grundfrage ob Schüler der
3. und 4. Klasse wirklich bewußt "Tagesschau" um
20 Uhr gucken? Das halte ich für unwahrscheinlich.
Eher ist es auf Einfluss der Lehrer entstanden.
Allerdings ist das natürluch nur ein Verdacht,
beweisen kann ich es nicht.
Durch "Blog" und Verlinkung auf die HP der Tagesschau aber noch ein Event daraus zu machen…ist
nicht der richtige Weg.

Für mich ein Zeichen, das sie nicht der richtige
Mann an der richtigen Position sind. Seriöse
Chefs hätten so etwas im Leben nicht gemacht.

"Wir sind verpflichtet, Ereignisse abzubilden, aber nicht zu sagen, ob wir sie gut oder schlecht finden. Deshalb steht uns eine Bewertung gar nicht zu."
Das schlägt natürlich dem Fass den Boden
aus bei der massiven Kritik an der TS
weit und breit.

39: Sabine preuss:

1. Februar 2019 um 22:38 Uhr

Gute Frage – Gute antwort. Es soll nichts beschönigt werden. Auch Kinder im Grundschulalter verstehen klare antworten. Und Schönes gibt es ja hin und wieder auch, z. B. beim wetter.

40: störschall:

1. Februar 2019 um 22:39 Uhr

Normverständnis:

Lieber Herr Gniffke,

Noch was…

Der Effekt, der durchaus NICHT positiv ist,ist, dass Nachrichten durch die geballte Ladung täglicher neg.
Berichterstattung dazu führen,dass diese Normabweichungen als Norm wahrgenommen und interpretiert werden!

Das ist gefährlich.Von daher DARF die Berichterstattung nicht neutral sein.
Sie sollte klar kenntlich machen, dass Normabweichungen Normabweichungen darstellen,damit sie nicht als ihr Gegenteil fehlinterpretiert werden.

Im besten Fall sollte Berichterstattung eben doch als Gegengewicht und Normerziehung täglich einen positiven Bericht veröffentlichen.

Mut Menschenrechte und Demokratie zu schützen,ist auch Mut zur Sozialisierung.
Und ein Medienunternehmen darf und muss sich gerne als Sozialisierungsinsturment verstehen.Für was sollte sonst Berichterstattung gut sein?
Um lediglich Infomation zu verteilen oder Neugier zu befriedigen?
Damit würde sich doch die Berichterstattung doch selbst für wertloser verkaufen als sie ist

41: Mario:

1. Februar 2019 um 22:40 Uhr

Wetter Herr Gniffke, diesen Brief haben Sie heute bekommen und Ihre Antwort ist in aller Ausführlichkeit heute hier zu lesen!?!

Das glaube ich Ihnen nicht.

42: störschall:

1. Februar 2019 um 22:45 Uhr

Neutralität zu erhalten heißt nicht, keinen Standpunkt zu haben, oder nicht zu bewerten.

Im Gegenteil. Neutralität erfodert in erster Linie eines:

Nämlich Verantwortungsbewusstsein.
Und das setzt voraus, Ereignisse und Verhalten zu beurteilen.

43: Detlef S. aus L.:

1. Februar 2019 um 22:48 Uhr

Wenn aber Tag für Tag nur über die "Abweichung von der Normalität" berichtet wird, weil Berichterstatter "glauben", dass Nachrichten insbesondere darüber berichten müssen, und diese Abweichungen fast immer negativ sind, wird damit nicht auch der Eindruck vermittelt, dass das Negative die Normalität ist und wird nicht vielleicht auch dadurch dazu beigetragen, dass immer mehr Ängste entstehen, sich verbreiten und wachsen, dass Gewalt immer mehr um sich greift etc.pp. …ganz so, wie die Schüler das empfinden.

Vielleicht sollte genau deshalb der Vorschlag dieser Kinder ernster genommen werden als ihn mit einem wohlformulierten "Nein" zu beantworten.

44: Marcus:

1. Februar 2019 um 22:50 Uhr

Gute Nachrichten gibt, braucht und verbreitet wer? Der, der an den bestehenden Verhältnissen nichts ändern will, der Ungerechtigkeit nicht erkennen will, um nichts tun zu müssen, der nichts sehen will, was sich an der Welt verbessern lässt. Der alles so lassen will wie es ist. Der Verbrechen begeht, die es zu verstecken gilt. Der andere Menschen in schönen Träumen auf Wolke 7, 8, 9 und 10 selig vor sich hindämmernd ruhig stellen will.

45: RMN.FFM:

1. Februar 2019 um 22:50 Uhr

Hallo, sehe ich auch so wie ein paar andere hier. Es gibt sehr wohl plötzliche gute Nachrichten. Die würden mich wahrscheinlich nicht so sehr interessieren wie die schlechten. Ein Versuch wäre es dennoch wert. Das abwiegeln ist typisch für verkrustete Strukturen und alte ausgediente Männer. So ein Typen habe ich als Chef.

46: Susanne:

1. Februar 2019 um 22:51 Uhr

Wie wunderbar, dass diese Kinder (wohl gemeinsam mit einem engagierten und mutmachenden Lehrer) diesen Brief geschrieben haben. Der Stimme der Kinder zum Ausdruck zu helfen und sie in ihrer Selbstwirksamkeit zu unterstützen ist so wichtig, um im Leben das Vertrauen in eigene Fähigkeiten und Impulse zu entwicklen!
Danke für Euren Einsatz!

Ich finde den Ansatz der Antwort gut, denke aber auch, dass das bewusste aufnehmen als positiv wahrgenommener Meldungen (Ende von Hunger, Friedensgespräche) in die Nachrichten ein guter Anstoß wäre. Dass Kinder Angst beim Blick in die Nachrichten haben, kann nicht wünschenswert für die kommende Generation sein.

47: Martin:

1. Februar 2019 um 22:52 Uhr

Ich finde die Erklärung zunächst auch sehr informativ, aber bei genauerer Betrachtung doch eher als Ausrede. Die Kinder haben nicht verlangt, nur positive Nachrichten zu bringen, sondern lediglich eine pro Tag. Auch wenn die Bewertung dem Leser obliegt, ist es für unsere Gesellschaft schlecht bestellt, wenn sich nicht jeden Tag eine Meldung finden lässt, die zumindest für die meisten positiv ist.

48: störschall:

1. Februar 2019 um 22:54 Uhr

@10

Das stimmt. Und doch bekommen selbst kleine Kinder eine ganze Menge mit. Auch wenn es nicht für deren Alter bestimmt ist.
Und neun und zehnjährige Kinder bekommen doch nochmal deutlich mehr mit, als kleine Kinder und erst recht dann, wenn sie mit eigenen Smartphones usw. handtieren.

Ich denke eher, dass dieser Brief im Rahmen der Vermittlung von Medienkompetenz entstanden ist.
Und Kindern zu erklären, nach welchen Kriterien Berichte zusammengetragen werden und wie sie das einordnen müssen, ist unsagbar wichtig. Und da halte ich das angesprochene Alter für richtig.

Herr Gniffke hat verstanden, um was es in dem Brief geht, und adäquat geantwortet.

49: Koralle:

1. Februar 2019 um 22:55 Uhr

Ein grosser deutscher Radiosender meldet schon seit einigen Monaten "Daily Good News" , es kann also offenbar funktionieren 🙂

50: Soso…:

1. Februar 2019 um 22:57 Uhr

Die Medien sollten sich mal auch wieder neu ausrichten!
Wenn wir z.B. mehr Bienen als im Vorjahr haben , das ist eine positive Nachricht! Und wer bitte schön stört sich dadran?! So einfach ist das Herr Gniffke!
Haben Sie eigentlich Kinder?

51: Nico Körber:

1. Februar 2019 um 23:02 Uhr

Das Gute ist nicht das Normale,
sondern das Besondere.

Guten Abend Herr Gniffke,

danke, dass Sie den Kindern geantwortet haben.
Und vielleiht ist es richtig, wie ein Kommentator schreibt, dass Kinder in der 3. und 4. Klasse nicht die primäre Zielgruppe der Nachrichten sind.
In Ihrer Argumentation müssen Sie sich aber ehrlicherweise doch fragen, mit welchen Kriterien Sie die "Besonderheit" einer Nachricht beurteilen. Es ist besonders, dass Menschen in diesem Land – zum großen Teil – seit über 70 Jahren in Frieden leben. Es ist besonders, dass die allermeisten Kinder hier zur Schule gehen können. Es ist besonders, dass freiwillige Feuerwehren rund um die Uhr einsatzbereit sind. Es ist besonders, … . Da fällt uns allen doch einiges ein, was besonders und unumstritten "gut" ist, genauso wie wir Krieg und Katastrophen als unumstritten "negativ" beurteilen.

Es ist ein Versuch wert, die Macht der Medien dafür zu nutzen, positive Wirklichkeitskonzepte zu stärken – nicht nur bei Kindern

52: Jan D:

1. Februar 2019 um 23:05 Uhr

Die Kids haben absolut Recht – Nachrichten sollten nicht den Eindruck vermitteln, dass es mit der Zivilisation zu Ende geht. "Abweichungen von er Norm" gibt es sicher auch haufenweise im Positiven, und sicher nicht nur im Fußball!
Versucht es doch einfach mal!

53: Nico Körber:

1. Februar 2019 um 23:05 Uhr

…und was die Einschaltquoten angeht:
Ihre Kollegin Marietta Slomka hat vor vielen Jahren in der Zeit Rubrik "Ich habe einen Traum" einen tollen Text verfasst: Ihr Traum ist, dass es nichts zu berichten gibt, dass die Katastrophennachrichten ausbleiben. Und die Einschaltquoten…die höchsten allerzeiten. Vielleicht ein Traum, aber ein guter, anregender Text.

54: Stefan B.:

1. Februar 2019 um 23:06 Uhr

Bei LOGO (KiKa) geht es doch auch: Die Nachrichten schließend mit einer Meldung, die Kinder (und Erwachsene) als positiv empfinden.
Ich denke, auch die Tagesschau könnte sich auf die Suche nach solchen Meldungen machen.

55: andy:

1. Februar 2019 um 23:09 Uhr

Danke für die schön erläuterte Erklärung, Herr Gniffke!

56: Manuel H.:

1. Februar 2019 um 23:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
die Kinder haben Sie nicht um eine Rechtfertigung der negativen Nachrichtenpolitik gebeten, sondern erhoffen sich einfach ein Glaubensbekenntnis von Ihnen persönlich, dass Sie an eine Welt der Hoffnung und der Liebe glauben und als Chefredakteur nötige Schritte tun, dass man das auch über die Nachtichten zu spüren bekommt. Nachrichten sollten Mut machen und nicht Ängste verstärken!
Meiner Meinung nach haben Sie die Bitte höflich abgelehnt. Wie schade!

57: Winny:

1. Februar 2019 um 23:16 Uhr

Lieber Herr Gniffke,
Es gibt m.E. schon positive Nachrichten, die aber nicht so prägnant im Gedächtnis bleiben, wie die Krieg und Verdammnis. Einige Formate wie die Bilder des Tages oder die Auslandsreportagen sind hier ja schon genannt worden.

Dass dennoch die negativen Nachrichten überwiegen lässt sich wahrscheinlich nicht verhindern. Vielmehr ist es dann die Frage, wie mit diesen umgegangen wird. So finde ich Live-Ticker von Anschlägen u.ä. sehr perfide, da diese die eigentlichen Aufgaben eines Nachrichtenmagazins (Informationen sammeln, prüfen, gewichten, auswählen, zusammenfassen, einordnen, kontextualisieren, berichten) auf den Kopf stellen, und erst einmal alles berichten, den Rezipienten zuhause aber letztendlich mit den Informationen alleine lassen.

Dabei wäre Ihre Aufgabe genau das Gegenteil: Nicht schlechte Nachrichten weglassen, sondern Lösungen mitliefern (Was kann ich zuhause tun?). Dieses würde den Kindern sicherlich mehr helfen, als ein verschönter Blick auf die Welt.

58: Meikimeter:

1. Februar 2019 um 23:17 Uhr

Im Prinzip gute Antwort. Sie sagen ganz richtig "Wir sind verpflichtet, Ereignisse abzubilden, aber nicht zu sagen, ob wir sie gut oder schlecht finden. Deshalb steht uns eine Bewertung gar nicht zu". Schön wäre es! Bei den Nachrichten stimmt das auch meistens. Die sind aber oft mit tendenziösen Kommentaren aus der immer gleichen Gesinnungsrichtung gespickt. Kinder wissen also gleich was sie darüber denken sollen? Warum eigentlich?

59: Sven:

1. Februar 2019 um 23:20 Uhr

Ich stelle mich ebenfalls hinter die Kinder! Der sprachliche Unterton bei "Negativnachrichten" verrät eine Negativbewertung, eine moralische Verurteilung von Ereignissen, ebenso die große Häufigkeit ausgestrahlter Negativnachrichten. Meine Laune sinkt ebenso, ich muss mich regelrecht anstrengen, um selber "neutral" zu bleiben. Aber was heißt neutral, wir sind Menschen und fühlen mit den Geschehnissen mit. Da wäre es objektiv richtig, im Sinne des Gemütszustandes des Zuschauers eine gute Mischung aus Positiv- und Negativnachrichten zu wählen. Das wäre weise!

LG Sven

60: Thomas:

1. Februar 2019 um 23:25 Uhr

Ist denn die TS wirklich nur voller schlechter Nachrichten? Wenn Deutschland Weltmeister wird, ist das (für uns) eine gute Nachricht, fliegen wir in der Vorrunde raus, eine schlechte. Setzen sich Politiker an einem Tisch, um in einem Krisengebiet Frieden zu schaffen, ist das erst mal eine gute Nachricht, wenn die Verhandlungen scheitern, eine schlechte.
Ich denke, die Herausforderung ist, aus der Vielzahl von Ereignissen eines Tages die herauszufiltern, um daraus eine 15-Minuten Sendung zu stricken.

61: Er:

1. Februar 2019 um 23:28 Uhr

Wie Hr. Gniffke schon anmerkte, "gut" und "schlecht" liegen nunmal im Auge des Betrachters. Und dieser Brief zeigt eigentlich deutlich das 10 jährige scheinbar noch nicht über die nötige Erfahrung zur Beurteilung des weltpolitischen Geschehens verfügen.
Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein sehr nobles Anliegen, auch wenn es mir sehr naiv erscheint.
Ich denke Grundschüler, also Kinder, sollten lieber ihre Kindheit genießen anstatt sich schon mit den Nachrichten zu beschäftigen.

62: Ottokar:

1. Februar 2019 um 23:33 Uhr

Ich widerspreche der Aussage, dass die Welt besser werde. Die fortschreitende Klimakatastrophe, Umweltzerstörung und das Weltbevölkerungswachstum machen gerade für die Kinder die Zukunft zum Horrorszenario.
Um aber auf die Berichterstattung positiver Ereignisse zu kommen: Die gibt es durchaus, z.B. Die Rettung der Jugendfußballer aus der Höhle, Preisverleihungen, royale Babys, die Entwicklung von Heilmitteln etc.
Aber natürlich ist der Überlebensinstinkt auf Gefährdungen getriggert. der Mensch gibt immer Aufmerksamkeit dem angreifenden Tiger, als der friedlich weidenden Kuh. Das ist normal. Es gibt einen Fluch, der da lautet: „Mögest Du in interessanten Zeiten leben!“

63: Wolfram Stephan:

1. Februar 2019 um 23:56 Uhr

Meiner Meinung nach gibt es bei der Tagesschau täglich viele nachvollziehbare Bemühungen, auch positive Aspekte zu jeder Tageszeit zu vermitteln. Zumindest online. Das zeigen für mich die täglichen tollen Fotos von Landschaften und kulturellen Ereignissen weltweit, die Schlusslichter und die Berichte über Jubiläen besonders in kultureller Hinsicht. Mich beschämen die regelmäßig nörgelnden Kommentare der Kommentatoren. Für mich persönlich ist es der erste Beitrag in diesem Medium.

64: Per:

1. Februar 2019 um 23:57 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke, Ihre Bemühungen in allen Ehren, aber machen Sie sich eigentlich als Medienprofi überhaupt keine Gedanken, wie Ihre Inhalte beim Gegenüber ankommen? Kindersterblichkeit als Beruhigung für Grundschüler, wirklich? Jeder vernünftige Kinderarzt schüttelt doch den Kopf ob Ihres Textes und hüstelt ein leises 'Nocebo'- um mal vorsichtig mit dem Zaunpfahl zu winken. Sie haben recht, die Kinder: Weniger Drama, Schock, Meinung, weniger Politik, Clickbait und 'wir müssen beeinflussen' – dafür mehr Neutralität, Fakten und Aufklärung, so wie damals, als ich ein Kind war, das würde ich mir wünschen. Dann können Sie sich vielleicht auch irgendwann wieder glaubhaft darauf berufen, 'dass Die Welt nunmal so ist', wie die Tagesschau sie darstellt. Alles Gute!

65: Marius:

1. Februar 2019 um 23:59 Uhr

Berichtet doch über neue Erkenntnisse in der Wissenschaft wie zum Beispiel das eine Korrelation zwischen Parodontitis und Alzheimer nachgewiesen wurde. Dabei könnt ihr direkt den Unterschied zwischen Kolleration und Kausalität erklären.
Oder auch über die "eu directive for digital contract law" welche aktuell beschlossen wurde und welche Anbieter von z.b. SmartTVs zum Updaten von Produkten innerhalb von zwei Jahren zwingt, sofern diese nicht mehr funktionieren.

Es gibt also gute Nachtrichten. Man müsst nur danach suchen.

66: Ferishta:

2. Februar 2019 um 00:25 Uhr

Lieber Herr Kniffke,

wenn Sie tatsächlich nur von den der "Normalität abweichenden"-Dingen, den Besonderen berichten, wie kommt es, dass fast alle Nachrichten negativ sind?
Tagtäglich passieren außergewöhnlich guten Dinge, die von der Normalität abweichen, wie etwa die des 3-jährigen Jungen in den USA, der im Wald verloren ging und lebend und wohlauf wieder gefunden wurde?
https://news.yahoo.com/3-year-old-boy-lost-freezing-forest-two-days-says-bear-kept-safe-101510537.html

67: Tagesschau Fan:

2. Februar 2019 um 00:36 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

die Botschaft Ihrer Nachricht wirkt nicht sehr entgegenkommend für die Kinder, bedenklicher finde ich aber auch die Argumentationskette, die objektive Schwächen aufweist.

1. Sie begründen umfangreich, warum negative Meldungen häufiger vorkommen und von höherer Relevanz sind für die Berichterstattung. Dies ist jedoch inkonsistent zur Aussage, ihnen würden Bewertungen nicht zustehen. Daraus ließe sich schließen, dass sie unreflektiert handeln, aber das glaube ich nicht. Es wirkt aber unglaubwürdig.

2. Gleichwohl keine wertende Haltung angestrebt sein mag, finden sich in Berichten immer wieder wertende Färbungen, Tonalitäten, Suggestionen wieder – es stimmt einfach nicht, dass keine Wertungen enthalten sind.

3. Positive und von der Norm abweichende Ereignisse geschehen ebenso täglich und plötzlich wie negative – Ihr Kommentar hierzu hat mich schon etwas verstört. Ihr Argument können Sie doch nicht ernst gemeint haben.

Hochachtungsvoll

Ein Fan

68: Lars G.:

2. Februar 2019 um 00:42 Uhr

Ich schalte – dank Vodafone und der Umstellung auf digitales TV, was mein Fernseher nicht kann (zum Glück) – jetzt ab.

Warum?

Weil mein Bewusstsein NICHTS mit dem Elend der Welt anfangen kann und deshalb davor (von mir) geschützt wird.

Genauso ein Irrsinn ist nämlich auch, nach ÜBER 70 Jahren nach Kriegsende immer noch dieses zum Thema zu machen.

Lenkt endlich euer Bewusstsein auf das POSITIVE, dann wird euer Leben auch leichter! Aber das verstehen die meisten TV-Glotzer eh´ nicht, also macht bitte schön so weiter wie bisher, aber verdummt unsere Kinder nicht mit solchen Antworten!!!

69: Hansjörg Allgayer:

2. Februar 2019 um 00:46 Uhr

Die guten Nachrichten überwiegen, warum berichtet die ARD demgemäß nicht darüber? Wenn der Mensch ist was er liest und hört, so wird er durch überwiegend negative Nachrichten manipuliert. Ist das ein Staatsauftrag?

70: Dr. Kawasaki:

2. Februar 2019 um 00:51 Uhr

Schlecht schlafen? 9 – 10 Jahre sind die Kinder alt! Wen wundert das also? In diesem Alter ist die Tagesschau kein geeignetes Programm, was auch den Erziehungsberechtigten völlig klar sein sollte. Wenn 9- oder 10-Jährige wegen katastrophaler Nachrichten nicht schlafen können, sind also keinesfalls die Medien schuld. Es gibt schließlich auch Kindernachrichten, die altersgemäß gestaltet sind.

71: Thomas:

2. Februar 2019 um 00:52 Uhr

Über Europa könnte man etwas positiver berichten. Danke!

72: Mark:

2. Februar 2019 um 00:52 Uhr

Ich finde, dem Einwand der Kinder ist wieder viel zu erwachsen entgegengewirkt worden. Zudem haben auch wir Erwachsene den gleichen Wunsch. Die Antwort ist wie aus der Retorte. Die Welt hat doch sicherlich viel Gutes zu bieten. 15 x 60 Sek = 900 Sek.
Gebt den Kindern, gebt uns doch wenigstens 2 % eurer Zeit.

73: Andreas:

2. Februar 2019 um 00:56 Uhr

Die Tagesschau ist ein wichtiges Fenster zur Welt. Wenn ausschliesslich über die Abweichung von der Norm berichtet wird, beeinflusst dies das Bild von der Norm, und die Abweichung tritt gewissermaßen an ihre Stelle. Wenn diese Abweichungen hauptsächlich negativer oder gar schrecklicher Natur sind kann sich der Eindruck formen, dass dies die Norm ist.

Auch finde ich den Gedanken wichtig, dass die Nachrichten der Tagesschau eines der letzten Dinge sind, die man vor dem Zubettgehen auf- und in den Schlaf mitnimmt.

74: Carsten Schmidt:

2. Februar 2019 um 01:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, liebe Schüler,

für beide Seiten habe ich Verständnis. Die Tagesschau ist für mich eine Nachrichtenquelle, die ich als Empfänger schätze.

Vielleicht liegt das Problem einfach auch am komprimierten Zeitfenster und an der Gewichtung der Nachrichten. Als regelmäßiger Zuschauer würde ich mir wünschen, dass die Tagesschau um 20:00 Uhr nicht auf 15 Minuten Sendezeit beschränkt wird, sondern wie in anderen Ländern als Kernsendezeit für Nachrichten deutlich verlängert wird.
In den französischen Sendern sind die Zeitfenster beispielsweise sehr viel größer, so dass auch Themen, die das gemeinschaftliche Miteinander positiv tangieren, eine erheblichen Anteil der Sendezeit genießen. Ich kann mir gut vorstellen das Format der Tagesthemen auf das 20:00 Uhr Sendefenster zu verlegen, um Nachrichten profund und ausführlich zu hinterfragen. Ebenso kann dann auch eine "gute" Nachricht einen Abschluss der Sendung bilden. Ich kann somit auch die Reaktion Schüler verstehen.

75: Bert:

2. Februar 2019 um 01:15 Uhr

Ich glaube, die Kinder meinen, dass man am Ende der Tagesschau melden kann, dass ein Mensch einem anderen geholfen hat, ein Mensch von einer schweren Krankheit geheilt wurde, ein reicher Unbekannter als Weihnachtsmann armen Menschen Geld geschenkt hat. Die letzte Nachricht sollte vielleicht nicht mehr das Wetter sein. Wenn dadurch jeder etwas positiver wird, sehen die Probleme, die wir haben, vielleicht nicht mehr sooo riesig aus. Und weil der Glaube Berge versetzt, wird jeder einzelne besser durch den Schlaf kommen und am Folgetag die Welt wirklich etwas besser machen. Wir müssen endlich aufstehen und unseren Kindern zeigen, dass jeder einzelne die Welt ausmacht und etwas ändern kann. Wir lieben Geschichten über Helden. Wir wollen Helden auch in der Realität, um uns an ihnen zu orientieren und uns zu bessern. Denken Sie bitte wenigstens darüber nach.

76: Frau Starke:

2. Februar 2019 um 01:23 Uhr

Lieber Herr Kniffke! Ganz überzeugt mich Ihre Nachricht nicht. Es gibt bestimmt viele gute Dinge, die von der Norm abweichen und über die man berichten kann. Beispiel: über den Islam wird in unseren Medien fast nur negativ berichtet. Wie wäre es, wenn man z. B. über den Beginn des Ramadan in Ägypten berichtet. Unzählige Restaurants geben einen Monat lang Essen umsonst an arme Menschen aus.Ist das nicht wunderbar? Oder Sie könnten über kleine aber engagierte Umweltschützer im Alltag berichten. Das würde dann vielleicht Nachahmer finden… Ich denke man findet schöne Dinge, man muss nur die Augen aufmachen.

77: FH aus London:

2. Februar 2019 um 01:46 Uhr

Die Berichte der Tagesschau rauben auch mir mit über 50 manchmal den Schlaf: das menschliche Drama tagtäglich dargestellt, oft unerträglich. Mut und Vertrauen gewinnt man davon nicht, das habt ihr Kinder der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen frueh verstanden; auch "Abweichung von der Norm" erklärt da nichts weg.

Vielleicht versucht ihr selbst, gute Nachrichten zu machen, im Kleinen, für euch, in eurer Schülerzeitung, den lokalen Mitteilungen: berichtet wie einem Menschen aus der Not geholfen wurde, wie der einsamen Oma von nebenan jemand Tee brachte und eine Geschichte vorlas; oder jemand sagte "das Leben ist schön" und ihr erzählt warum – wir reden von den Grossen Dingen die uns zu Menschen und unser Leben lebenswert machen (wofür es keine Tagesschau braucht). Mut und Vertrauen werden eure Begleiter sein 😉

78: Clothildepuhvogel:

2. Februar 2019 um 01:50 Uhr

Mir geht es seit Jahrzehnten wie den Kindern, mich lassen schlimme Nachrichten nicht kalt und können mir auch mal den Schlaf rauben. Ich habe meinen Kindern damals im Grundschulalter noch keine Tagesschau und ähnliches zugemutet, wir haben die Tageszeitung immer mal zusammen gelesen und diskutiert, was die Kinder interessierte. Heute würde ich online vorsortieren und Vorschläge machen bzw. mache das so mit den Enkelkindern. Es gibt eigentlich immer auch schöne Meldungen, die einen mit der manchmal belastenden Realität versöhnen. Und trotzdem möchte ich für mich selbst wissen, was in Syrien und im Jemen passiert und wie ich meine persönliche Spendenkasse für UNHCR und Aktion Mensch, Frauennotruf, Vogelschutz und was auch immer am besten aufteilen kann. Aber ich muss mir dazu nicht Videonachrichten angucken, wie brutal Andere mit den größten Geschenken umgehen, die wir haben: unsere Leben, unsere Mitmenschen und die Natur.

79: Clothildepuhvogel:

2. Februar 2019 um 01:54 Uhr

Kinder, ich kann Euch hundertprozentig verstehen! Den Fernseher kann man aber auch jederzeit ausschalten… Wir haben seit Jahrzehnten gar keinen mehr. Und suchen uns aus, ob und was wir wissen wollen und was wir dafür vielleicht auch an Traurigkeit aushalten wollen. Und danach spielen wir etwas Schönes oder gehen nach draußen oder hören Musik und tanzen dazu. Oder wir lesen ein gutes Buch.
Ich wünsche Euch, dass Ihr immer Eure Meinung sagen könnt, das ist das Wichtigste!

80: Moya:

2. Februar 2019 um 02:25 Uhr

Stimme den Schülern voll und ganz zu… ich denk eh, dass man Terroranschläge gar nicht in den Nachrichten erwähnen sollte: Die wollen doch erwähnt werden, die wollen doch Terror verbreiten… lieber über Blümchen und Meeresrauschen berichten und alles ist gut!

81: Daniel:

2. Februar 2019 um 03:01 Uhr

Ich kann zwar die Antwort nachvollziehen, aber nicht in Gänze.

Die Kinder wollen ja keine "Bewertung" von Vorgängen erreichen, sondern eine Berichterstattung darüber. Ob das jemand gut findet oder nicht bleibt jedem Sselbst überlassen.

Auch bei den für die Allgemeinheit negativen Nachrichten gibt es schließlich genug Personen, die diese positiv werten.

In Hinsicht auf die Neutralität wäre es problemlos möglich über positive Ereignisse oder Aktionen zu berichten. Die TS muss ja nicht jubelnd darüber berichten, sondern einfach neutral ("In xy hat heute eine Gruppe von freiwilligen Näherinnen dem Krankenhaus ein Paket mit kindgerechten Hickman-Taschen übergeben. Diese werden für erkrankte Kinder benötigt um … und sind im Standard weiß gehalten. Die kindgerechte bunte Gestaltung bewirkt…" usw.).
Was daran nun gegen die Neutralität verstoßen soll ist mir schleierhaft.

Evtl. sollte Herr Kniffke seine Position nochmals von Dritten gegenprüfen lassen.

82: Yvonne:

2. Februar 2019 um 03:08 Uhr

Die Kinder sprechen mir aus dem Herzen.

Es ist doch auch etwas Besonderes, wenn etwas Gutes passiert, und es koennte darueber berichtet werden.
Dabei sind nicht Fussballergebnisse gemeint, sondern zB, wenn jemand etwas Gutes fuer einen anderen Menschen getan hat.

So berichtet man nicht nur ueber einen "besonderen" Terroranschlag, sondern ueber eine "besondere" positive Tat.
Mich wuerde das freuen.
Danke, liebe Kinder!

83: qwertz:

2. Februar 2019 um 03:20 Uhr

Prinzipiell haben die Kinder recht – und Herr Gniffke weiß es auch. Allein der Wille oder besser noch der Mut fehlt.
Die Chefredaktion tut so als wäre sie unparteiisch und nicht wertend. Ist sie de facto aber gar nicht.
Es liegen sicher Kriterien vor, die eine Nachricht zur Meldung erheben.
Und an diesen Kriterien könnte man tatsächlich ein bisschen was verändern. Da bricht man sich sicher keinen Zacken aus der Krone.
Es muss ja auch nicht unbedingt beim Flagschiff Tagesschau sein, sondern kann ja auch bei den etwas moderner gestalteten Tagesthemen sein – dann schlafen die Kinder allerdings schon…

84: Kai Bauer:

2. Februar 2019 um 03:28 Uhr

Sehr geehrter Herr Kniffe,
grundsätzlich haben Sie Recht!
Aber die Idee der Kinder könnte doch konstruktiver aufgegriffen werden! Es kann doch nicht unmöglich- dafür aber durchaus schwer sein, dass eine Redaktion auch konsensmäßig positive Entwicklungen aktiv sucht und besonders hervorhebt! So wäre doch die Wirkung, dass die Menschen auch mal Positives im Weltgeschehen sehen und erkennen, durchaus tiefgreifend und würde die gewisse Angst in vielen Köpfen vermeiden und verringern. Die von Ihnen genannten Beispiele entsprechen dieser Konsensfähigkeit und sie scheinen Ihnen gar nicht so schwer gefallen zu sein. Wieso also zumindest nicht stärker hervorheben?

85: Sebastian:

2. Februar 2019 um 04:01 Uhr

Liebe Kinder aus Bühlerzell,
herzlichen Dank für diesen Brief, eure Worte, die mich sehr berühren. Ihr seid wunderbar! Wir „Erwachsenen“ dürfen mutiger handeln, „Kind“ zu sein. Ich wünsche mir, dass wir bereit sind, mehr von Kindern, von euch, zu lernen, um die Welt jeden Tag etwas leichter und unbeschwerter für uns alle werden zu lassen. Danke, dass ihr mich und hoffentlich viele weitere Menschen dazu anregt.

Lieber Herr Dr. Gniffke,
für mich ist es eine Herausforderung, Ihrer Antwort zu folgen. Sie schreiben: „So entsteht der Eindruck einer schlechter werdenden Welt, obwohl das Gegenteil der Fall ist.“ – Ich finde, wir alle und auch Sie mit Ihren Kolleginnen und Kollegen, sollten versuchen, genau diesen Eindruck zum Guten zu ändern und mit wundervoll tollen Ereignissen des Tages bekräftigen. Gibt uns positives Handeln doch Mut & Kraft, uns den Herausforderungen der Welt zu stellen. – Ich glaube es!

86: Uwe:

2. Februar 2019 um 04:12 Uhr

Leider kann ich Ihre Argumentation Herr Gniffke nicht nachvollziehen. Wer entscheidet denn darüber, was eine „Nachricht“ ist und wie lange diese „Nachricht“ als solche anzusehen ist. Das sind Menschen in ihrem Sender und nicht anonyme Entscheider. Sie entscheiden bei der Tagesschau, was „unnormal“ und wichtig genug ist, um anderen Menschen dies jetzt als Nachricht zu senden. Wenn Sie schreiben, dass diese oder jene Katastrophen und Konflikte nicht normal sind und deshalb in die Nachrichten gehören, dann haben sie das so entschieden. Ich finde es normal, dass es Natur-„Katastrophen“ gibt und dass es nicht immer überall im Leben friedlich ist und Konflikte leider auch mit Gewalt ausgetragen werden. Sie haben sich unglücklicherweise dafür entschieden, genau diese Situationen in den Focus ihrer Berichterstattung als „Abweichung von der Normalität“ zu stellen und sind nicht einmal bereit, mit einem klarem "Ja", nur 1 mal pro Tag die „langweilige“ Realität zu senden. Schade.

87: Silke:

2. Februar 2019 um 04:21 Uhr

Bravo ihr Schüler – ihr seid die neue Generation! Ihr habt erkannt, dass
die Welt positiver werden muss. Das geschieht nicht, in dem man tagein, tagaus Weltuntergangsnachrichten bringt. Warum nicht z.B über Initiativen berichten, die die Umwelt verbessern – die gibt es nämlich auch. Die Hoffnung überträgt sich dann und Menschen stellen fest, dass sie was bewirken können.
Also, überlegt euch doch, ob ihr eine Schülerzeitung mit positiven Nachrichten aus eurem Umfeld herausbringen könnt. Und beobachtet die Veränderungen, die ihr damit bewirken könnt. Und dann freue ich mich auf eine Zukunft in der ihr Erwachsene seid!

88: Tim Kniffge:

2. Februar 2019 um 04:56 Uhr

Liebe Chefredaktion,

eine Absolute Realität gibt es nicht. Kommen sie davon ab, korrekt sein zu wollen. In der Schweere liegt genausoviel Tiefe wie in erfreulicher Berichterstattung.
Der Brief war weise, ihre Antwort darauf war erschreckend.

89: Iryna & Rene:

2. Februar 2019 um 05:19 Uhr

Sehr schlüssige Antwort! Es gäbe jedoch trotzdem Raum für weiterführende Berichterstattung. Diese erfolgt kontinuierlich für Kriege, jedoch nicht für den Wiederaufbau von Regionen nach Naturkatastrophen oder für die Erfolge bei der Bekämpfung von Umweltverschmutzung. Wir hatten die Idee, dass eine Retrospektive helfen könnte. Z.B. vor einem wurde berichtet und heute können schon erste Erfolge gefeiert werden: Thailand Maya Bay wurde wegen starken Einfluss auf die Natur und Tierwelt geschlossen, bereits jetzt sind einige Fischarten hier wieder zu finden.

90: michel56:

2. Februar 2019 um 05:22 Uhr

Wenn man Dinge verbessern will so muß man das benennen was noch nicht stimmt.Und schon ist die Nachricht vom Mangel;Schlechten usw. zu etwas mit"positivem "geworden?! Es gibt aber auch die Unart des Positiv-Denkens indem alles nur immer bloß nicht negativ sein soll?!
Als wäre das Glas nur immer halb leer bzw. voll was wohl oder übel das Geleiche ist!! Es klingt nur eben so wie man esjewels er hätt?Das eine ist des anderen Bruder/Schwester. So ist das nun mal mit dem Gegensatz. Ohne ihn gäb es nichts u. mit ihm kam die Erbsünde in die Welt für die du dich erst entscheiden mußt u. nie ganz frei sein kannst weil du nur das oder den einen Weg betreten kannst den du gehst aber nie gleichzeitig den andern sehen kannst den du gerade nicht gehst.

91: Denjo:

2. Februar 2019 um 05:42 Uhr

Das ist witzig…
Vor gut einem Monat habe ich (neben anderen) auch die Tagesschau App deinstalliert und meinen Nachrichtenkonsum stark eingeschränkt.
Als Ersatz gute Nachrichten Apps und Favoriten angelegt.
Habe für mich gemerkt, dass mein zu häufiger Blick auf die zeitnah verfügbaren Nachrichten meine Einstellung zur Welt unbegründet ins negative verkehrt hat.
Darauf gebracht haben mich die Argumente von Dieter Nuhr, der die Situation aus meiner Sicht immer und immer wieder in seinen Programmen sehr gut beschreibt.
Und: ich habe festgestellt, die guten News sind zum Glück gar nicht so selten…. und wenn man sich darauf einlassen kann auch interessant und erwähnenswert.

92: StefanoBedrich:

2. Februar 2019 um 05:47 Uhr

Habe lange nicht einen so guten Bericht gelesen. Ich hoffe,daß unsere Schüler dies bestätigen können. Macht Euch nicht allsoviele Sorgen! Das Leben hat sehr viele schöne Seiten.

93: Ingolf:

2. Februar 2019 um 05:56 Uhr

Es wird Zeit das Kinder eine Stimme bekommen und berücksichtigt wird was sie sich wünschen, wir leben in dieser traurigen Welt wohl schon zu lange um zu erkennen wievieles da an Ungerechtigkeiten um uns geschieht. Darum, frei nach Herrn Grönemeyer „ Kinder an die Macht „
Wenn bei uns auf Arbeit die Toiletten kaputt wären würden wir einen Aufstand machen. Bei den Kindern in der Schule ist das völlig ok und es ändert sich wenig, auch wenn diese die künftigen Steuerzahler sind.

94: Maho:

2. Februar 2019 um 06:11 Uhr

Wenigstens eine "gute/hoffnungsvolle/ermutigende" Nachricht pro Tag fände ich auch wichtig, gerade vor dem Hintergrund aller komplexen und schwierigen Themen und Herausforderungen, mit denen wir und die Welt uns tagtäglich konfrontiert sehen und auseinandersetzen. Das ist in einer Lokal- oder Regionalredaktion täglich sicherlich einfacher umzusetzen, als in der national und international ausgerichteten Tagesschau.
Gut finde ich trotzdem die Antwort von Dr Gniffke im Hinblick auf die Verpflichtung zu einer neutralen Berichterstattung, da das Weltgeschehen eben nicht schwarz/weiss ist, sondern immer auch stark von der individuellen/kollektiven Wahrnehmung des/der Empfänger der Nachricht abhängt.
Super, daß die Grundschüler der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Nur so können "mündige Bürger" geschaffen werden.

95: Konrad:

2. Februar 2019 um 06:20 Uhr

Der Brief der Schüler und die Antwort von Herrn Gniffke sind zusammen eine gute Nachricht.

96: AtariSTianer:

2. Februar 2019 um 06:26 Uhr

Meine Hoffnung ist, das die Berichte über das Schlechte auf der Welt, dazu dient die Menschen aufzurütteln, zum Nachdenken zu bringen und dadurch eventuell die Welt besser gemacht wird.

Es ist wie mit dem Buch Struwelpeter, die Geschichten dort sind ja auch alle eigentlich ziemliche grausam und schrecklich, aber man hofft, das die Leser und die Zuhörer, welche noch nicht lesen können, der Geschichten Ihre Lehren daraus ziehen und auf sich besser acht geben.

Deswegen muß über das negative berichtet werden, damit die Menschheit daraus lernt und die Welt hoffentlich besser wird.

97: Etelvina:

2. Februar 2019 um 06:31 Uhr

Ich schließe mich auch der Meinung der Kinder an. Redaktion setzt euch noch mal zusammen! Und die Wiederaufnahme des Blogs aus aller Welt fände ich auch gut. Den habe ich immer zuerst angeklickt.

98: Cliff:

2. Februar 2019 um 06:39 Uhr

Ich finde die Frage der Schüler auch sehr berechtigt und habe mich das Selbe auch schon oft gefragt. Die Antwort finde ich auch nur teilweise überzeugend. Über langsame Prozesse wie wirtschaftliche Entwicklung (Dax etc.) wird ja auch berichtet. Und dass Frieden die Regel und Krieg die Ausnahme ist, stimmt ja leider auch nur in Deutschland. Dieser Argumentation folgend dürfte über den Krieg in Syrien, Irak, Afghanistan überhaupt nicht mehr berichtet werden. Ich fände zumindest den Versuch, 1 gute Nachricht pro Tag zu finden, auch wenn dpa die nicht zur Verfügung stellt, auch gut und nicht zu viel verlangt.

99: AtariSTianer:

2. Februar 2019 um 06:39 Uhr

Wie wäre es mit einem Selbstversuch?
Ihr könnt doch mit eueren Lehrkräften versuchen an euerer Schule eine Schulzeitung oder einen Blog zu veröffentlichen, der nur die positiven Dinge, welche an euerer Schule oder in euerem Heimatort passierten veröffentlicht.
Vielleicht schafft Ihr es so, dass auch andere von dieser Idee überzeugt werden und Ihr vielleicht viele Nachahmer findet und so die Welt vielleicht auch etwas positiver wird.

Ich denke, so, oder so ähnlich lautet ein chinesisches Sprichwort (legt mich aber nicht darauf fest):
"Jeder See entsteht durch den ersten Tropfen Wasser"

100: Ma:

2. Februar 2019 um 06:41 Uhr

1. Warum schauen Grundschüler überhaupt schon Nachrichten der Tagesschau? Wäre nicht das Format bei Kika viel passender, kindgerechter, wenn überhaupt?

2. Wenn Julien überlebt hätte, wäre darüber auch berichtet worden. Wenn wie neulich ein Raketenstart misslingt und die Astronauten überleben, wird darüber auch berichtet

3. Neutralität der Berichterstattung gibt es vermutlich nie. Nicht nur bei der Auswahl der Nachrichten (z.B. nimmt Männerfussball einen viel größeren Teil der Berichterstattung ein als andere Sportarten – viele Zuschauer wollen es so; andere finden es blöd) noch in der Bewertung. Wir hatten die Diskussion vor einer Weile: ganz egal, wie man zur AfD steht: diese Partei grundsätzlich mit dem Adjektiv "rechtspopulistisch" zu betiteln war wertend (Die ARD, wie auch andere Medien, distanzierten sich damit eindeutig von dieser Partei) – entgegen ihrem Selbstverständnis nicht wertend zu sein

101: Helge W:

2. Februar 2019 um 06:43 Uhr

Als jemand, der sich der Antwort im Klaren ist, würde ich hinzu geben, dass es soetwas schon vereinzelt gibt:
Bspw. in Sachen Klimapolitik und Verbesserungen.
Jedoch sind wiederum kleine Besserungen für das methodisch im Kritischsein lernende Auge gern eine generierung von Behagen in einem unbehaglichen, oder schädlichem Ganzen und bedürften entsprechender Relativierung.

Dass Reporter die Verantwortung haben, Umstände mit zu nennen, die zu etwas führen wie eine schlechte Versorgungslage in einem Land wzb durch langjährige Sanktionen, anstatt Stimmungsmache mit zu betreiben, wäre auch soetwas.

Selbstkritisch sein und rundumblickend, statt Klienteljournalismus würde die Stimmung zu Jounalismus in den lobbyistischen Zeiten etwas aufhellen.

Journalismus hat vielmehr wissenschaftlich zu sein, anstatt Meinungsabgebilde von etabliertem mit seinen verharmlosten Investmentinteressen.

Kritisch wurde ansonsten bisher auf abseits liegende Sendeplätze gebannt und nur irgendwann benannt.

102: D. B.:

2. Februar 2019 um 06:47 Uhr

Mich haben verschiedene Elemente dieser Nachricht überrascht: erstens, dass sich Grundschüler an die Tagesschau wenden (Wo und wann begegnen sie der Tagesschau? Haben Sie sich auch an andere berichterstattende Medien gewandt? Steckt in diesem Brief nicht die beeindruckende Mitteilung eines politikinteressierten und offenen Grundschulunterrichts?!), zweitens, dass dieser Briefaustausch öffentlich wird und sogar ein breites Forum bekommt und drittens – und dies ist die größte Überraschung – , dass Herr Gniffke tatsächlich die Behauptung aufstellen mag, dass die Tagesschau wertfrei oder wertneutral berichterstatten könne! Natürlich können Sie sich bemühen aus verschiedenen Perspektiven einen Sachverhalt zu beschreiben, aber bereits die Auswahl der Perspektiven ist doch ebenso wie die Auswahl der Sachverhalte mit einer Wertung verbunden. Weiter oben wurde auch "Besonderheit" bereits als Wertung eingestuft, ja genau, Sie entscheiden, was für ihre Leser "wichtig" und somit auf einen

103: Jürgen:

2. Februar 2019 um 07:00 Uhr

Die Kinder haben recht. Deshalb habe ich den Fernseher abgeschafft seit meine Tochter geboren ist. Uns geht es sehr Gut damit.
Ich habe diese Diskussion zufällig über Internet gefunden und finde sie Erfrischend.
Danke dafür an alle die sich daran beteiligen.

104: Andreas:

2. Februar 2019 um 07:03 Uhr

Hallo,
ja, die Kinder der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen haben Recht.
Es wird zu viel über Krieg, Tod und Katastrophen berichtet. Und es sind seit Jahrzehnten immer "Dieselben" Katastrophen und politischen Meldungen.
Vielleicht muss man ja andere, Kinder und Erwachsene fragen, was sie gerne in den Nachrichten hören möchten?
Oder, die "schlechten" Nachrichten nicht mehr mit Filmmaterial verdeutlichen!
D.h. Differenzieren: Vom "Guten" mit Filmen berichten und vom "Schlechten" nur mit nüchternem distanziertem Text.

105: Ralf:

2. Februar 2019 um 07:26 Uhr

Den Schülern geht es um Frieden in der Welt. Und Frieden ist insbesondere da, wo Menschen anderen Menschen Gutes tun. Sie erwähnen, dass Sie ja auch – ab und zu – vom Hunger in der Welt berichten. Doch welche Bilder senden Sie uns dazu? Dürre, ausgemergelte, dem Tode nahe Menschen und vor allem Kinder. Dies sind wahrlich keine guten Nachrichten und geht am Thema der Schüler völlig vorbei. Sie hätten mit Ihrer Berichterstattung die Macht häufiger über positive, menschenfreundliche Begebenheiten zu berichten. Ich bin mir sicher, dass solche Ereignisse die Menschen positiv im Umgang miteinander beeinflussen würden. Allerdings befürchte ich, dass Sie und Ihre Mitarbeiter hierauf nicht allzuviel Zeit aufbringen. Denn letztlich geht es immer auch um die Einschaltquote. Und diese ist bei negativen Nachrichten leider erheblich höher als bei positiven. Im Sinne der Schüler würde auch ich es begrüßen, wenn pro Nachrichtensendung wenigstens eine positive Meldung dabei wäre

106: j.w.:

2. Februar 2019 um 07:37 Uhr

Die Welt gehört in Kinderhände… singt Herbert G.
Die Tagesschau in Kinderhände ist ein guter Anfang.

107: Martin:

2. Februar 2019 um 07:49 Uhr

Schade, dass nicht einmal versucht wird die Idee zu durchdenken.
Das wäre wohl zu anstrengend. Wenn in Asien eine Fabrik einstürzt, dann ist das tragisch. Nur hat niemand der die Tagesschau sieht auf die Gesetzgebung und Behörden dort einen Einfluss. Wo ist für Deutschland also die Relevanz? Für mich ist das nichts anderes als Gaffen.

108: Mik:

2. Februar 2019 um 08:01 Uhr

Schön geschrieben. Die Tagesschau ist eine Sendung für Erwachsene und muß einem strikten Neutralitätsgebot folgen.

Wer mit der Realität nicht umgehen kann, darf sich gerne eine Fühl-Dich-Gut Sendung suchen. Von denen gibt es genug.

Es ist ja erfreulich, daß bereits so junge Schüler bestrebt sind, eine Medienkompetenz zu entwickeln. Vielleicht wollen die betroffenen Lehrer mehr Energie darauf verwenden, ihren Schülern beizubringen, die guten Nachrichten dieser Welt zu finden und in einer Schülerzeitung aufzubereiten.

109: LunaSol:

2. Februar 2019 um 08:12 Uhr

Nachrichten gehören bereits in die Grundschule. Das die Kinder Dinge sehen die nicht altersgerechtvsind, stimmt. Es kommt auf die Aufarbeitung das Gespräch darüber an. Das leisten Eltern und Lehrer. Doch die Tagesschau und deren Online-Portal ist quasi das intellektuelle Grundnahrungsmittel. Und es gilt überall auf ausgewogene Kost zu achten. Daher sollte Platz geschaffen werden in der Sendezeit/in den Online-Beiträgen für jedes vorbildliche Ereignis. Beispiel: In Indien ist die Luft extrem gesundheitsschädlich (wurde berichtet), in Indien werden Solaranlagen aufgestellt, damit weniger Energie aus luftverschmutzenden Kohlekraftwerken gewonnen werden muss. Aber auch die Themenfelder können erweitert werden um Interesse zu schaffen. Beispiel: Es jährt sich der immer beliebter werdende Känguru-Wettbewerb – mehr Teilnehmer jedes Jahr. (Man muss nicht auf PISA-Ergebnisse warten, um über Bildung zu berichten.) Schicken Sie doch bitte Ihre Journalisten los mit dem Auftrag es zu versuchen.

110: Tim O.:

2. Februar 2019 um 08:20 Uhr

Hmm, die Antwort enttäuscht mich sehr. Wenn Sie tatsächlich nur über Abweichungen von der Norm berichten, warum dann über die zur Norm gehördenden Anschläge in vielen Krisenländern.

Ich hätte mich gefreut, wenn Sie den Brief der Kinder tatsächlich mal zum Anlass zum Sich-Hinterfragen und zum Neu-Justieren genutzt hätten, statt nur, wie Erwachsene es so gerne tun, den Kindern zu erklären, was sie nicht verstanden haben.

Gute Ideen kommen manchmal unerwartet. Wir Erwachsene sollten uns mal versuchen, ernsthaft darauf einzulassen.

111: Sue007:

2. Februar 2019 um 08:25 Uhr

Ich persönlich erwarte von mir, wenn ich ein Brief bekäme, „der mir sehr zu denken gegeben hat“ mehr als eine argumementative Zementierung des Status Quo. Erst recht, wenn ich in der Position eines Chefredakteurs öffentlich darauf antworte. Wenn Ihnen die Kinder wirklich einen Impuls gegeben haben, dann fände ich es gut, wenn Sie sich ernsthaft mit dem vorgebrachten Aspekt beschäftigten. Ich denke, es ich wichtig, dass in Zeiten des schwindenden Vertrauens in die öffentlich-rechtlichen Medien diese in die Reflektion und in den Dialog gehen. Ganz besonders mit jungen Menschen. Und warum nicht auch mit sehr jungen Menschen, wenn diese „sehr zu denken“ geben?

112: Hmm:

2. Februar 2019 um 08:34 Uhr

Der Tagesschau/ARD Nachrichtenredaktion im Allgemeinen würde aber auch kein Zacken aus der Krone fallen wenn 1x täglich (zb Mittags) ein kurzer Beitrag über 5 positive Entwicklungen/Ereignisse käme. Eine kurze Erwähnung mit Verweis auf eine Internetseite mit ausführlichen Informationen zu den Themen würde ja bereits genügen. Und glauben Sie mir bitte, dass daran nicht "bloß ein paar Kinder" Interesse hätten. Wenn Sie ein gutes Vorbild bzw Beispiel dafür brauchen schauen Sie sich Perspective Daily an, die genau das wöchentlich machen. Und diese Positiv-Beiträge gehören zu den meistgeteilten und beliebtesten von denen.

113: JanRos:

2. Februar 2019 um 08:41 Uhr

Nach einer geregelten Nachtruhe kam mir heute
morgen beim Frühstück die Idee wie dem Wunsch
der Kinder und einer erhöhten Qualität
gleichzeitig Folge geleistet werden kann.

Herr Gniffke,
führen sie einfach eine neue tägliche Rubrik ein,
die einen eigenen Artikel auf der Homepage der
Tagesschau bekommt.

Name: "Der Gute Test vom Tage"

Inhalt:
Da sie durch Kommentare, Emails, etc ja täglich
eine Menge Anregungen bekommen, was in ihren
Artikeln gut, schlecht, sachlich, unsachlich ist:
Nutzen sie dies und analysieren sie es intern.
Das Ergebnis präsentieren sie dann am nächsten
Tag im Artikel.

Inhalt wäre dann z.B. nach dem gestrigen
Trump-Artikel stellen wir fest, der Autor hatte
Recht, weil…XYZ…
Oder natürlich auch…wir stellen fest, der Inhalt
ist tendenziös und unausgeglichen dargestellt,
der Autor vorerst ins Archiv versetzt.

So oder so…sie würden eine "Gute" Nachricht
präsentieren. Produziert im eigenen Haus.
Selbstkritik wäre natürlich nötig.

114: Lutz Z.:

2. Februar 2019 um 08:43 Uhr

Was für eine Resonanz!
Ich konnte leider nicht alles lesen, aber auch auf die Gefahr etwas zu wiederholen:

Sie haben natürlich völlig Recht, lieber Herr Gniffke!

Das Problem ist: die Kinder haben auch Recht!

Die Frage ist eigentlich ganz einfach: wofür entscheide ich mich! Gründe gibt es für beide Positionen.
Mir gefällt der Vorschlag und ich werden heute gute Nachrichten verbreiten 🙂
Hat es nicht jeder von uns ein bisschen in der Hand?

115: HOS:

2. Februar 2019 um 08:47 Uhr

Lieber Herr Kniffke, der Grund für negative Meldungen ist ein ganz anderer! Positive Nachrichten verkaufen sich nicht gut, Katastrophen dagegen prächtig. Am besten es tropft sogar noch Blut aus der Meldung. Dann wird diese gelesen und geliked. Sie als Presse hätten es in der Hand, aber dann gehen die Zahlen zurück.

116: Ingrid:

2. Februar 2019 um 08:52 Uhr

Ich finde es toll, dass sich Kinder die Mühe machen und den Mut haben, an die Tagesschau zu schreiben. Ich finde, es geht schon, auch positive Nachrichten zu senden. Das würde Erwachsene auch freuen. Kika macht es doch bereits vor. Die Kindernachrichten dort sind viel ausgewogener mit einer Mischung von Situationen, die es weltweit gibt. Eben auch Situationen, die einen freuen können, die einen schmunzeln lassen, die Hoffnung machen. Diese Situationen lassen sich auch ohne gut und schlecht senden.

117: Uwe:

2. Februar 2019 um 08:54 Uhr

Schauen Sie doch auf Ihre Rubrik "Blickpunkte" auf Tagesschau.de Ich bin ein großer Fan davon. Diese Bilder mit den Texten, sind vlt. nicht unbedingt eine "gute Nachricht", aber meist schön, interessant oder lustig. Am Ende der Sendung 15-30 Sekunden dafür? Damit könnten Sie ein Gegengewicht zu den negativen Nachrichten setzen.

118: Andreas:

2. Februar 2019 um 08:57 Uhr

Hallo,
ich verstehe, dass es schwer fällt, das komplette Tagesgeschehen in 15 Minuten abzüglich Wetter abzubilden. Auch dringende Meldungen erhalten maximal 90 Sekunden Beitragszeit.
Doch es sollte schon die Möglichkeit geben eine Nachricht oder einen Sachverhalt in der Sendung positiv darzustellen.

In der Schweiz habe ich viele Bekannte, die berichten, dass es ein Unterschied ist die dortige deutsche und die französische Tagesschau des SRF zu sehen. Aufgrund der Unterschiede in der sprachlichen Kultur gibt es hier schon Unterschiede.

Das was bei uns in den Tagesthemen gegen Ende möglich ist (Bericht über kulturelle Ereignisse oder sportliche Anlässe, etwas skuriles, etc.), sollte in kurzer Form auch in der Tagesschau Platz finden.

Sie haben ja viele Plattformen, so wäre folgendes möglich:

– Tagesthemen, wie bisher
– Tagesschau, eine kurze Meldung
– tagesschau.de, das Schlusslicht wie bisher

In unserer Gesellschaft würde das die Moral heben und Verdruss am System bekämpfen.

119: Mark:

2. Februar 2019 um 08:59 Uhr

Liebe Tagesschau, mit der Einstellung bleiben Sie unter der Fünf-Prozent-Hürde. Macht es doch auch wie die Politik. Tut alles für die Wählerstimmen. :-)… nur bitte nicht so verbiegen

120: Lutz A.:

2. Februar 2019 um 09:02 Uhr

Wenn der Neutralitätsanspruch ernst genommen werden würde, stellte sich die Frage, wofür sich entscheiden, gar nicht. Herr Gniffke macht es doch ganz deutlich, welche Art Nachrichten seine Redaktion für sinnvoll hält.

Vielleicht erreichen wir dank der Medien bald den Zustand, daß der Schrecken der Welt bald unsere Normalität ist, dann gibt es endlich wieder Nachrichten zu außergewöhnlichem, was heute Gottseidank noch unsere tägliche Realität ist. Mal ganz naiv gedacht.

Die Kinder verspüren eine gewisse Ohnmacht, und Herr Gniffke erteilt ihrem Aufbegehren eine schön formulierte Absage.

Herzlichen Dank für diese Offenheit.

121: Waltraud:

2. Februar 2019 um 09:03 Uhr

Ich finde Ihre Antwort an die Schüler durchaus gut.
Trotzdem muss auch ich den Schülern recht geben.
Ein bis zwei bewusste positive Nachrichten würden helfen, weil zu viele negative Nachrichten, bewusst und unbewusst aufgenommen, unser Weltbild verändern und für Menschen die dies nicht reflektieren ein Nährboden für Radikalität und Extremismus sein kann…

122: Axel D.:

2. Februar 2019 um 09:05 Uhr

Vielen Dank für diesen Beitrag!

Insbesondere das Beispiel des Flugzeugabsturzes veranschaulicht perfekt, warum Menschen die Nachrichten (wie sie heute redigiert werden) schlichtweg ignorieren sollten.
Sie schreiben ja idR auch nicht dazu, wie unwahrscheinlich solch ein Absturz ist.
Die Nachrichten spiegeln somit ein unrealistisches Weltbild wider.

Leider kann unser emotionales Zentrum nicht unterscheiden zwischen der Welt, die aufgrund der Nachrichten in unserem Kopf entsteht und der, die aufgrund unserer eigenen Erfahrungen entsteht.
Psychologen fanden, dass Menschen, die weniger Nachrichten schauen, die Risiken und "Belohnungen" des Lebens realistischer einzuschätzen vermögen.
(Gerber, G. L., Gross, et al. (1980). The “main-streaming” of America: Violence profile no. 11. Journal of Communication, 30, 10–29. As cited in Barbara Fredrickson’s Positivity, at 173.)

Der Beitrag zeigt, die Kinder sind schlauer als Sie.

In diesem Sinne: Tschüss!

123: Humanist:

2. Februar 2019 um 09:05 Uhr

Ich habe die Nachricht der Grundschüler mit großer Freude gelesen. Ich bin zwar über 70, verstehe aber das Anliegen der Kinder sehr gut, weil ich immer noch eine AG in einer Grundschule betreue.
Auch mir fehlen in den Nachrichten positive Beiträge. Mit Ihren Beispielen, Herr Gniffke überzeugen Sie mich nicht. Das Ergebnis eines Fußballspiels dazu zu nutzen ist geradezu lächerlich. Auch die Senkung der Kindersterblichkeit ist kein gutes Beispiel. Irgendwie stellen sie sich ein Armutszeugnis aus. Es gibt in diesem Land viele sehr gute Nachrichten, wo Menschen einander helfen. Wo in Not geratenen Menschen geholfen wird oder wo Kinder und Jugendliche sich engagieren. Das wären für mich positive Nachrichten. Ich kann es nicht glauben, dass die Journalisten nicht jeden Tag eine Nachricht in diesem Sinne finden können.

124: Wolfgang ES:

2. Februar 2019 um 09:06 Uhr

Der Appell der Schüler hat mich sehr bewegt, und ich denke, die Schüler haben recht und eine bessere Antwort verdient, als eine Rechtfertigung, dass alles so bleiben muss wie gehabt.

Es sind die permanent einseitigen Nachrichten fast aller Medien über negative Dinge, die den Menschen suggerieren, die Welt werde ständig schlechter und die Gefahren für Leib und Leben immer größer. Damit wird ein verzerrtes Bild gezeichnet und den Populisten kräftig Vorschub geleistet.

Aus Forschungen zur Psychologie wissen wir, dass Menschen selten in der Lage sind, aus den gemeldeten Ereignissen eine Wahrscheinlichkeit abzuleiten, mit der sie eine Gefahr selbst treffen wird.

Wenn Sie, Herr Gniffke, um diese Wirkung von dauerhaft schlechten Nachrichten auf die Psyche von Menschen wissen, dann müssen Sie sich etwas einfallen lassen, wie Sie die Manipulation der Menschen durch einseitige Berichterstattung entschärfen können. Und da könnte der Vorschlag der Schüler ein Weg sein.

125: Theresia:

2. Februar 2019 um 09:43 Uhr

Das über Krieg und Krisen berichtet werden muss steht außer Frage, aber das in jeder Krise auch ein Pflanze der Hoffnung auf ein Ende des Konflikts wächst, daß der Mensch lernt aus seinen Fehlern, das ist es. Daran halten wir uns fest, wenn die Krise überstanden ist, wir bauen Museen und Denkmäler für mutigen Wiederstand und mutige Ideen. Es gibt so viele Bemühungen im Kleinen und ohne großes Aufsehen oder trotz fehlender Lobby, die es wert wären betont zu werden, die Hoffnung machen, daß die Welt nicht nur von einzelnen im Rampenlicht stehenden Menschen gestaltet wird. Ich vermute, daß es das ist, wonach sich alle sehnen, zu sehen, daß es sich noch lohnt positives zu bewirken, egal wie anstrengend es ist. Draufhauen kann jeder, kaputt machen erfordert nicht viel Intellekt und ist doch ein tief im Menschen verankertes Verhaltensmuster gegen das es sich lohnt mit Verstand und guten Nachrichten vor zu gehen.

126: Frank Kampmann:

2. Februar 2019 um 09:50 Uhr

Es liegt auch an den Menschen selbst, welche Nachricht begehrt ist.
Wenn an einem Kiosk zwei Zeitungen mit fetten Schlagzeilen ausliegen, von denen die eine negativ ist und die andere positiv, dann verkauft sich unglaublicher weise die mit den schlachten Nachrichten deutlich besser.
Aus diesem Grund vertraue ich übrigens lieber den Nachrichtenübermittlern, die ihre Botschaften nicht von Auflagenhöhen abhängig machen (müssen?)!

127: Klara:

2. Februar 2019 um 09:51 Uhr

Lieber Herr Gniffke!
Wenn ich die Tagesschau gucke, frage ich mich manchmal wirklich, wo denn die guten Nachrichten bleiben, weil man den Eindruck hat, dass die schlechten überwiegen. Aber ganz ehrlich: Oft gibt es Themen, die weder „gut“ noch „schlecht“ sind. Nehmen wir als Beispiel das Freihandelsabkommen Jefta: Ist das eine „gute“ oder eine „schlechte“ Nachricht? Die Aufgabe der Tagesschau ist es an dieser Stelle doch eigentlich so die Leser zu informieren, dass sie sich eine eigene Meinung darüber bilden können. Und an dieser Stelle wünsche ich mir, dass darauf bei jeder einzelnen Nachricht der Fokus liegt. Das ist das, was mir tatsächlich manchmal fehlt. Aber auch ich stimme hier vielen zu, dass es schön wäre auch ausführlicher über Themen, wie z.B. Ehrenamtler zu berichten um einmal Zuschauern oder Lesern zusätzlich solche, vielleicht nicht so polarisierenden Beiträge, zur Meinungsbildung und Selbstreflektion zur Verfügung zu stellen. Denn das ist die Aufgabe von Journalisten!

128: Gerd:

2. Februar 2019 um 09:53 Uhr

Ich finde die Tagesschau auch zu steif und auf das negative fokussiert. Es sind mir einige ehemalige Zuschauer bzw. Leser (online) bekannt, die sich deshalb abwenden und eher Wochenzeitschriften lesen, da sie es nicht mehr aushalten.

129: Michael Beck:

2. Februar 2019 um 10:13 Uhr

Ein wunderbares Anliegen der Kinder, welches mir mit meinen 58 Jahren selbst am Herzen liegt.
Lieber Hr. Gniffke, Ihre Antwort ist die eines Erwachsenen, der als Profi im Nachrichtengeschäft tätig ist. Letztlich lassen Sie sich von den Argumenten der Kinder nicht überzeugen.
Und noch etwas: was positiv und was negativ ist entscheidet letztlich immer auch der Empfänger der Nachricht! Aber wir haben ein "Grundgefühl" dafür, ob uns etwas aufbaut und stärkt oder eher schwächt.
Ich gehe davon aus, dass auch Sie, Hr. Gniffke, und Ihr Redaktionsteam solch ein Grundgefühl haben.
Meine Bitte: probieren Sie es doch einfach mal aus, uns sei es nur für eine befristete Zeit! Ich kann mir denken. dass dieser Schritt für Sie nicht einfach ist, aber einen Versuch ist es allemal wert.

130: Ellie:

2. Februar 2019 um 10:15 Uhr

Schwieriges Thema, obwohl ich die Kinder sooo gut verstehe.
Das Problem bleibt nur in der Tat, dass „gut“ und „schlecht“ Wertungen sind, die immer davon abhängen, 1. welche Interessen der Beobachter verfolgt und 2. welche politisch-religiös-weltanschauliche Position er einnimmt. Man kann eben FAST alle News (wie das Ergebnis des Fußballspiels) als erfreulich oder unerfreulich einschätzen, andere Schuldzuweisungen vornehmen, jeweils andere Akteure loben. Außer vielleicht die Meldung über eine erfolgreiche Rettung der Feuerwehr, aber das ist nicht direkt ein „Tagesschau“-Thema. Vielleicht könnte man bei mehr Meldungen unterschiedliche/gegensätzliche Kommentare daneben stellen (jetzt nicht gerade beim Fußball-Ergebnis), um zu verdeutlichen, dass die Sicht auf Dinge oft nicht einheitlich ist. Das würde sich dann, glaube ich, auch den jungen Kindern vermitteln.

131: Zweitklässlerpapa:

2. Februar 2019 um 10:16 Uhr

Mir fehlt der Verweis auf Formate mit kindertauglichen Nachrichten wie Logo. Die sind doch extra auf das junge Publikum zugeschnitten. Oder sind Dritt-/Viertklässler dafür schon zu alt?

132: Austria 1:

2. Februar 2019 um 10:18 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

Einen positiven Aspekt am Ende der doch leider zumeist negativ erscheinenden Nachrichten zu hinterlassen macht in jedem Falle Sinn um unsere Bevölkerung mit einem Gefühl in den weiteren Tagesverlauf zu entsenden, welches absolut und im Vergleich zu anderen Ländern, nur positiv sein kann. Im Österreichischen Radioprogramm ist es bereits verankert eine "Gute Nachricht zum Schluss"einzubetten, wobei ich aus rechtlicher Natur auf eine Namensbenennung verzichte.

Lg aus Wien

133: Supererwachsen:

2. Februar 2019 um 10:23 Uhr

Hallo

Ich finde, die Kinder stellen manchmal die richtigen Fragen, und wir nehmen alles als selbstverständlich, scheuen uns vor alternativen Weltsichten. Wir glauben, wir wären klug, gebildet, eben erwachsen, und wir glauben an die Wichtigkeit der Nachrichten. Wir glauben, diese Nachrichten würden keinen Effekt auf den Menschen haben. Naja, ich glaube als 45 jähriger vieles durchschaut zu haben, aber ich möchte die Anwesenden nicht verschrecken, mit solchen Aussagen wie: Ob man Nachrichten schaut oder nicht, ändert gar nichts an den Nachrichten und berichteten Problemen, aber es ändert eine Menge in unserem Kopf. Viele glauben, Nachrichtén seien für die politische Wahl wichtig. Ich glaube, die Wahl wird sogar beeinflusst, weil die Leute durch die Nachrichten Angst gemacht bekommen, ob SPD, CDU oder AFD WÄhler spielt da keine Rolle.- Die Sache sieht oft auch so aus, dass man Probleme der Gesellschaft vermittelt bekommt, aber keine Lösungen. Die Nachrichten werden m.E. überschätzt.

134: WiScho:

2. Februar 2019 um 10:25 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke, in Bezug auf die sehr begrüßenswerte Aktion der Kinder ist Ihre Antwort geradezu flach und enttäuschend. Ihre Antwort atmet den verkaufsfördernden Journalistengrundsatz "only a bad news is a good news". Meine Vorschreiber haben schon genügend Hinweise gegeben wie man es besser machen kann. Berichten Sie doch über die schwere und doch efolgreiche Arbeit der Amadeu Antonio Stiftung im Kampf gegen Rechts oder über erfolgreiche Bemühungen infrastruktuschwache Regionen wieder zu beleben (Ärzte, Eisenbahn u.s.w.). Auch ist die Auswahl der Nachrichten sehr selektiv und andere für das Leben der Menschen wichtige Nachrichten fehlen. Was macht der Kampf für die Transaktionssteuer oder gegen die Steuerflucht?

135: Dimmi:

2. Februar 2019 um 10:31 Uhr

Sie wissen sehr wohl, was die Schüler meinen: Die elende Konzentration auf Kriege und Gewalt, die Ihnen mehr Einschaltqoten beschert. Sie sind schon lange nicht mehr neutral und unvoreingenommen. Machen Sie sich nur weiter lustig.

136: Henrik:

2. Februar 2019 um 10:35 Uhr

Um dem formalen Aspekt zu widersprechen: Es gibt durchaus ein Mittel, auch wertende Beiträge zu bringen: den Kommentar.

Warum ist es nicht möglich, diesen (so wie in den Tagesthemen) einzuflechten? Kurze, positive 20-30 Sekunden. Konstruktiver Journalismus – gerade in der schreibenden Zunft deutlich auf dem Vormarsch.

Wo ein Wille ist…

137: H. Schorsch:

2. Februar 2019 um 10:43 Uhr

Natürlich hat Hr. Dr. Gniffke irgendwo recht, aber er beantwortet an sich nicht das Anliegen der Schüler sondern eher die Frage warum schlechte Nachrichten dominieren.

So wie es einen "Katalog" an "schlechten" Nachrichten gibt (Katastrophen, Ungerechtigkeit, Elend, etc.) lässt sich eine Liste objektiv guter Nachrichten/Informationen finden, die die Welt und das Zusammenleben erleichtern/verbessern: Kooperation, Grechtigkeit, Errungenschaften/Entwicklung, Technologie/Forschung, etc.

Es gilt diese Liste zu erstellen, mit aktuellen Ereignissen bzw. Informationen abzugleichen und daraus täglich mindestens eine für alle Leser/Zuschauer positive Meldung zu generieren.

Das dürfte, insbesondere in Zeiten von Datenbanken, globaler Vernetzung und *Trommelwirbel* Künstlicher Intelligenz ohne großen Aufwand machbar sein.

Ich bin von einer positiven Wirkung überzeugt, denn diese Negativ-Flut bedrückt selbst erfahrene bzw. erwachsene Leser.

Mit freundlichem Gruß,
H.Schorsch

138: Max Mustermann:

2. Februar 2019 um 10:44 Uhr

Liebe Kinder der Grundschule Bühlerzell-Geifertshofen,

ich finde es toll, dass ihr euch jetzt schon für Nachrichten interessiert und sogar kritisch hinterfragt. Ein solches Interesse an der Welt, ihren Geschehnissen und den Strukturen, die unser Denken bestimmen ist großartig. Damit habt ihr vielen Erwachsenen etwas voraus. Danke auch an eure Lehrer und Eltern, die so ein Engagement unterstützen.

Ich möchte euch und euren Lehrern/Eltern ein Buch empfehlen, dass ich vor kurzem gelesen habe. Es heißt „Factfullness“ und wurde geschrieben von Hans Rosling. Es beschreibt all die langfristigen Veränderungen, die nicht oder nur selten in den Nachrichten erscheinen. Ich denke Herr Gniffke hat es schon gelesen. Zumindest greift er einige der Aspekte auf, die auch in dem Buch vorgestellt werden.

139: Sohler:

2. Februar 2019 um 10:50 Uhr

Guten Morgen,

es ist eine schlechte Nachricht, dass ausgebildete und gut bezahlte Journalisten bei der ARD nicht in der Lage sind, sich auf die Ebene 10-jähriger Schüler zu begeben und sich öffentlich weigern, sich täglich für eine gute Nachricht einzusetzen.
Die Erklärung wirkt wie ein Feigenblatt. Sie zeigt sehr deutlich, wie arm der Träger eigentlich ist. Arme Tagesschau.

Mit traurigem Gruß

P.S. Allgemein gilt: Wer nur Schlechtes zu berichten weiß, der wird oder ist selbst erfüllt von schlechtem Geist. Für uns alle ein Auftrag, mehr das Gute zu suchen und hervorzuheben.

140: Christina Scheja:

2. Februar 2019 um 11:08 Uhr

Auch ich vermisse gute Nachrichten und schaue immer seltener die Tagesschau. Beispiel: Nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz (so schlimm er auch war) musste ich mit wohl oder übel den Namen des Mörders merken: Anis Amri. Warum? Weil er mir täglich über Wochen und Monate vom Fernseher aus genannt wurde. Ich würde mir viel lieber Namen von Wohltätern merken, von Nobelpreiträgern, von Menschen die was besonders gut gemacht haben. Leider blieb Anis Amri in meinem Kopf und den kann ich nicht mehr löschen.

141: Maar:

2. Februar 2019 um 11:14 Uhr

Die Kinder, und viele ander Zuschauer, bzw. auch Komentatoren wollen ja nicht eine reine "heile Welt" Nachrichten sendung, obwohl ein solches Format sicher spannend zu produzieren wäre, sondern einen Abschluss der Sendung (vieleicht nach dem Wetter) Mit einer schönen /Guten Nchricht die Hoffnung macht…
Wenn ich meine Kinder ins Bett bringe ist das ritual, dass es beim Zähneputzn streit gibt, (nicht gut) und im Bett über drei schöne sachen geredet wird, die am Tag passiert sind. Klingt erst mal albern, vertreibt aber die schlechten Gefühle und die Welt wird ja immer besser! Weniger Krieg, weniger Armut, weniger Verbrechen… nur sagt das irgendwie niemand.
Angst lässt sich halt besser regieren…

142: Mano:

2. Februar 2019 um 11:21 Uhr

Auch ich finde die Antwort von Herrn Gniffke ausgesprochen einseitig, der Sache überhaupt nicht angemessen und daher enttäuschend. Gründe dafür wurden bereits in anderen Kommentaren genannt.

Da die Wahrnehmung der o.g. Schüler und Schülerinnen von vielen (auch erwachsenen) Menschen geteilt wird, möchte ich auf die Internetseite https://www.gute-nachrichten.com.de/ hinweisen, auch wenn dies kein wirklicher Ersatz ist, denn leider wird sie nicht täglich mit neuen 'Guten Nachrichten' bestückt. Aber vielleicht ändert sich dies ja, wenn sie von mehr Menschen aufgerufen wird.

143: Thomas:

2. Februar 2019 um 11:32 Uhr

So ganz verstehe ich die Diskussion nicht. Soll die Tagesschau tatsächlich eine "gute Nachricht" zum Schluß der Sendung senden? Warum? Weil das die Kriege, die Attentate und Katastrophen für uns erträglicher macht? Und bitte keine Bilder mehr, die uns den Schlaf rauben? Ist das nicht so wie billiges Fleisch im Supermarkt kaufen, obwohl wir wissen, unter welchen Bedingungen das Fleisch produziert wird, wir es aber dennoch verzehren, weil wir ja alle bösen Bilder von uns fernhalten?
Die Welt wird nicht besser, indem wir alles Böse ignorieren. Schließlich ist die Welt nun mal nicht so, wie sie ist, sondern so, wie wir sie geschaffen haben. Nur Leid, das wir sehen bringt uns schließlich auch zum Handeln, und vielleicht wird dadurch auch die Welt ein bißchen besser. Das hoffe ich zumindest.

144: klaus:

2. Februar 2019 um 11:35 Uhr

Nachrichten auswählen erschafft Realität und richtet zensierend den Blick auf die Welt. …

145: Isi:

2. Februar 2019 um 11:38 Uhr

Warum wird über z.B. ein Fährunglück in Indien mit x Toten berichtet? Es ist absolut tragisch für die Betroffenen aber für uns völlig ohne Belang. Es wird damit der Eindruck erweckt, dass generell das Fahren mit einer Fähre gefährlich ist. Ist es aber nicht, denn es passiert sogut wie nichts, wenn man das eine Unglück in Relation zu allen gefahrenen Fährkilometern in Relation setzt. Da Menschen mit kleinen Wahrscheinlichkeiten schlecht umgehen können, sollte man sich als Journalist schon sehr genau überlegen was und wie man etwas verbreitet. So gesehen haben die Kinder schon Recht. Das mit der Fähre ist nur ein Beispiel, man könnte dies 1000 fach fortsetzen.

146: störschall:

2. Februar 2019 um 11:48 Uhr

135: Dimmi: 2. Februar 2019 um 10:31 Uhr

>Sie wissen sehr wohl, was die Schüler meinen: Die elende Konzentration auf Kriege und Gewalt, die Ihnen mehr Einschaltqoten beschert. <

Glaube nicht, dass das mehr Einschaltquoten beschert. Im Gegenteil: Ich z.B. kann als keine Nachrichten mehr lesen und lass es dann …. genau aus dem Grund.
Und dass ich mich überhaupt dazu entschieden habe regelmäßig Nachrichten zu lesen, ist der Tatsache geschuldet, dass es mittlerweile die Kommentarfunktion gibt. Ohne die wäre ich weiterhin Nachrichtenabstinent.
Bei Nachrichten ist es wie mit verdorbenem Essen. Nimmt es den Weg rein in den Organismus, muss es unbedingt auch wieder raus, sonst vergiftets einen.

Über die Kommentarfunktion kann man sich des Inhalts meistens wieder halbwegs entledigen.

147: Ernie:

2. Februar 2019 um 11:51 Uhr

An Thomas:Nein, sondern weil das Gute im Kleinen entsteht. Es soll wie ein Samen, täglich gestreut, aufgehen und die Welt bessern. Nicht z.B. der große kalte Krieg hat die Mauer zum Einsturz gebracht, sondern die Idee einer besseren Welt in den Köpfen Einzelner, die sich dann weiter verbreitet hat. Jeder hat es in der Hand, der Ursprung einer guten Sache zu sein. Guter Schlaf gehört übrigens dazu, um Gutes zu tun und nicht mürrisch zu sein.

148: Marc:

2. Februar 2019 um 11:53 Uhr

Diesen Brief haben NICHT die Schüler geschrieben. Die Initiative kommt hier bestimmt von den Eltern und Lehrer.
Übrigens Eltern die diesen jungen Menschen die Tagesschau anschauen lassen, sollten sich fragen, ob die Tagesschau das richtige Programm für Kinder ist.

149: Gerd:

2. Februar 2019 um 12:03 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Gniffke,

Ihre Antwort zeigt, dass Sie das Anliegen der Schüler nicht verstanden haben. Sie schreiben, dass die Tagesschau "über die Abweichung von der Normalität" berichtet. Warum also nicht über etwas berichten, dass sich positiv von der Normalität abhebt.

Ihre Kollegen vom Focus haben vor einiger Zeit begonnen solche Nachrichten zu publizieren. Dabei handelt es sich nicht immer, meistens sogar gar nicht, um weltbewegende Vorkommnisse. Aber es tut trotzdem gut zu lesen, dass es auch positive Nachrichten gibt (https://www.focus.de/perspektiven). Auch das sind Nachrichten! Allerdings keine, die große Schlagzeilen rechtfertigen. Darum sind sie wichtig.

Deshalb lieber Herr Dr. Gniffke, bitte ich Sie, statt zu sagen das geht nicht, darüber nachzudenken, wie Sie die Anregungen Ihrer, vermutlich jüngsten Leser und Zuschauer, in Ihr starres Schema der Nachrichtenauswahl, einbauen können. Weil es schon immer so gemacht wurde, ist das kein Grund, daran festzuhalten.

150: störschall:

2. Februar 2019 um 12:04 Uhr

145: Isi: 2. Februar 2019 um 11:38 Uhr

>Warum wird über z.B. ein Fährunglück in Indien mit x Toten berichtet? Es ist absolut tragisch für die Betroffenen aber für uns völlig ohne Belang.<

Ohne Belang?

Für Sie vielleicht.

Für mich ist sowas nicht ohne Belang.

Wenn man über Lebens- und Arbeitsstandards anderer Menschen in anderen Ländern erfährt. Dann kann man mal feststellen wie gut es uns geht.

Und man kann zu der Einstellung gelangen, dass wir eine richtig tolle Infrastuktur haben.

Und man kann zu der Einsicht kommen, dass man dieses System erhalten möchte und auf keinen Fall gegen ein weltenschlechteres tauschem möchte.

Ich finde das sehr hilfreich, um Vergleichswerte zu schaffen. Von daher alles andere als ohne Belang.

Den Blick in Richtung Verbesserung richten können, heißt , das Schlechtere betrachten, bewerten, beurteilen und für sich als nicht akzeptabel zurückweisen.

Denn man kann auch aus Fehlern anderer lernen… man muss sie nicht selbst machen.

151: Klasube:

2. Februar 2019 um 12:10 Uhr

Zitat: "Wir sind verpflichtet, Ereignisse abzubilden, aber nicht zu sagen, ob wir sie gut oder schlecht finden. Deshalb steht uns eine Bewertung gar nicht zu."
Lieber Herr Gniffke, geben Sie diese Ihre Meinung doch noch einmal klar und deutlich an Ihre Mitarbeiter weiter. Dort scheinen viele noch nicht verstanden zu haben, welche Aufgabe der Journalismus im Allgemeinen und der Journalismus der öffentlich-rechtlichen Anstalten im Besonderen hat.

152: störschall:

2. Februar 2019 um 12:15 Uhr

148: Marc: 2. Februar 2019 um 11:53 Uhr

>Diesen Brief haben NICHT die Schüler geschrieben. Die Initiative kommt hier bestimmt von den Eltern und Lehrer.<

Woher wollen Sie das wissen? Waren Sie dabei, als der Brief verfasst wurde?

>Übrigens Eltern die diesen jungen Menschen die Tagesschau anschauen lassen, sollten sich fragen, ob die Tagesschau das richtige Programm für Kinder ist.<

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Kinder keine Tagesschauleser oder -seher sind.

Und trotzdem muss man mit Kindern darüber sprechen, WIE Berichterstattung funktioniert.

Stichwort : Medienkompetenz

Medienkompetenz haben Kinder bitter nötig, um in Zeiten von socialmedia usw. in diesen Mülllawinen von Müllinformationen nicht unterzugehen und zu ersticken.

Dazu gehört es zu hinterfragen und sich die Kriterien nach z.B. Berichten erklären zu lassen.
Das macht das Ganze Überschaubarer und man lernt eine gewisse innere Distanz zu entwickeln.DAS IST GUT.

Mir fehlt als eine innere Distanz.

153: Moos:

2. Februar 2019 um 12:18 Uhr

Ich finde es schade, dass man sehr gut aufpassen muss, dass auch ältere Kinder Sendungen wie die Tagesschau NICHT sehen, denn die Tagesschau zeigt leider schockierende Bilder von verletzten Personen und Leichen welche sehr verstörend für Kinder sind. Diese Schockbilder sind nicht nötig um eine Nachricht zu transportieren!

154: Gerd H.:

2. Februar 2019 um 12:23 Uhr

Tolle und wichtige Anregung, die die Kinder da formuliert und auf den Weg gebracht haben. Freundliche aber gedankenlose Standardantwort des erwachsenen Herrn Gniffke. Es gibt sicherlich jeden Tag auf dieser Welt mindestens einen mutigen Menschen, der wertvolles und besonderes leistet. Mit ein wenig Mühe ließe sich das finden (siehe Weltspiegel). Das würde vielleicht auch ein wenig dazu beitragen, dass wir den Rückgang gemeinsamer Werte weniger bedauern müssten. Dafür könnt die Aufmerksamkeit, die wir rechten Parolen einräumen durchaus ein wenig reduziert werden.

155: sachlicher Kommentator:

2. Februar 2019 um 12:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
eine Zustandsbeschreibung sagt nichts über die Hintergründe aus. Dann unterscheidet sich Sensationsheische nicht von Whistleblowing. Vielleicht sollten Sie in Ihrer Arbeit den Fokus auch auf das Ziel der Nachrichtenvermittlung legen: Das 'Besondere' wird hervorgehoben, WEIL wir via Informationen über einen Zustandswechsel darüber entscheiden können, wie wir etwas gestalten möchten: Soll es so bleiben oder ist die Änderung gut? Warum hat sich etwas verändert? Abweichungen von der Norm sind Angebote, Optionen. Bei Nachrichten in einfacher Sprache kommen Worte wie 'weil' etc. häufiger vor. Als Beispiel:(Die Kommission hat xy untersucht, um fest zu stellen, dass etwas geändert werden sollte. Sie unterbreitet Vorschläge)statt (Die Kindersterblichkeit ist auf dem Niveau yz).
Nicht alle Menschen haben Ihr Bildungsniveau. Bitte machen Sie Nachrichten auch für die Anderen, die schlicht gehaltene FakeNews besser verstehen können. Die wandern Ihnen sonst ab.

156: lampengeist:

2. Februar 2019 um 12:42 Uhr

Ich lese kaum noch Nachrichten.
Das Lesen all dieser negativen Nachrichten unterstützt meine akute Depression doch nur.
Trotzdem möchte ich dann doch informiert sein und so schließt sich der Teufelskreis.
Eine gute Nachricht am Tag ist eine super Idee!

157: Karl:

2. Februar 2019 um 12:45 Uhr

ich finde man könnte schon auch mal berichten, wenn eine Krankenhaus ein besseres Röntgengerät gekauft hat und was das den Patienten in Zukunft nützt.
Oder dass in Bayern gerade Unterschriften für eine Volksabstimmung zu Naturschutzgesetzen gesammelt werden.
Oder, ob die Bayern deswegen so viele Ingenieure aus anderen Länbdern und Bundesländern einstellen müssen, weil dort zu wenig Kinder aufs Gymnasium dürfen.
Oder ….

158: conte di mantova:

2. Februar 2019 um 12:51 Uhr

Geehrter Herr Gniffke,

Sie erklären in Ihrer Antwort lediglich, warum Sie es wichtig finden, Nachrichten an einem negativen Grundton auszurichten, und verstehen es leider nicht, die Intention der Schüler zu würdigen.

Dies mag mit unserer aller christlichen Prägung zu tun; da lernen wir, daß Zusammenleben über negative Verstärkung (Sanktionsandrohung) funktioniert. Es gibt andere Religionen, die mit positiver Verstärkung arbeiten (z.B. der Buddhismus); davon könnten wir uns eine Scheibe abschneiden.

Zusammengefaßt würde ich Ihrer Antwort leider die Schulnote 5 verpassen und hoffe inständig, daß Ihr Schluß: "Das müssen wir uns immer wieder klar machen und auch in der Tagesschau berücksichtigen. Dafür war Euer Brief noch einmal ganz wichtig. Tausend Dank dafür!" nicht nur eine leere Floskel bleibt.

Ein enttäuschter Leser, der seit 45 Jahren kein Grundschüler mehr ist.

159: Jay:

2. Februar 2019 um 13:06 Uhr

Es ist gut, dass der Brief der Kinder Ernst genommen wird.

Da ist nur zu viel Belehrung als Eigenreflexion in der Antwort.

Die Kinder haben Recht. Warum also nicht mal einfach den Hinweis annehmen und sagen "Künftig eine gute Nachricht mindestens in den Top 5-Meldungen".

Nein, es muss belehrt werden, warum man bei der TS Redaktion – wie immer – alles richtig macht.

160: Jula:

2. Februar 2019 um 13:11 Uhr

Ehrlich gesagt, verstehe ich das Problem nicht. Die Nachrichten berichten durchaus von positiven Geschehnissen. Die Welt ist aber am brodeln, überall passieren Dinge, für die es jetzt schon nicht genug Zeit in 15 Minuten Tagesschau gibt. Die Redaktion muss die Themen bestimmen, die sie für relevant erachtet. Wenn dann auch noch über Röntgengeräte in Krankenhäusern berichtet wird und dafür wichtige Ereignisse in der Welt weggelassen werden… Wer macht denn dafür den Fernseher an?! Ausserdem gibt es eine Reihe Sender, die Nachrichten anbieten, die leichter verdaulich sind. Mein Interesse ist das nicht, dass sich dieser Trend auf die Öffentlich-Rechtlichen ausdehnt.

Ich finde den Sachverhalt hier auch sehr schön erklärt. Danke!

161: Max:

2. Februar 2019 um 13:13 Uhr

Gute Taten und Ereignisse berühren uns Menschen ebenso wie schlechte. Berichtet wird darüber worauf bzw. woran wir uns ausrichten!

162: Phineas:

2. Februar 2019 um 13:39 Uhr

Also ich habe als Kind auch die Tagesschau im Vorbeigehen gesehen, weil mein Vater sie immer sah. Sie war für mich langweilig, für meinen Vater nicht. Die Welt war schon immer am Brodeln. Aber wenn Kinder mit den Lehrern jetzt einen Brief schreiben, finde ich, sollte man das Ernst nehmen. Vielleicht ist es Zeit, etwas zu ändern, kein Konzept ist für die Ewigkeit.

163: Gregor:

2. Februar 2019 um 13:39 Uhr

Leider kann ich Ihren Standpunkt nicht vollständig nachvollziehen.
Ein Beispiel:
Sie schreiben "Wir glauben, dass Nachrichten über das Besondere berichten sollen, also über die Abweichung von der Normalität." und doch tauchen in Ihren Nachrichten dann Artikel wie "Die "Wettervorhersage" von Murmeltier Phil ist in den USA seit Jahrzehnten eine Tradition." auf.
Traditionen beruhen darauf, dass sie sich seit Jahren so eingebürgert haben. Warum ist dies also nun eine "Abweichung von der Normalität"?
Auch schreiben Sie "Wir sind verpflichtet, Ereignisse abzubilden, aber nicht zu sagen, ob wir sie gut oder schlecht finden. Deshalb steht uns eine Bewertung gar nicht zu.". Um eine Auswahl von Nachrichten zu treffen, müssen Sie aber automatisch bewerten. Nicht nach gut und schlecht, aber nach interessant oder uninteressant. Suchen Sie also bitte auch nach den guten und interessanten Nachrichten. Notfalls können Sie in einem Kommentar davon berichten, dort ist Ihre Meinung ja erlaubt.

164: RS:

2. Februar 2019 um 14:05 Uhr

Dieser Brief ist ein Geschenk, ein wunderbarer Anlass, um in Ihrer eigenen Redaktion für den konstruktiven Journalismus zu werben: Nicht nur die klassischen W-Fragen – Wer? Wann? Wo? Was? Wie? Warum? – abzuarbeiten, sondern durch die Frage „Was nun?“ beziehungsweise „Wie weiter?“ jeder Berichterstattung am Ende eine konstruktive Perspektive zu geben.

"Deshalb steht uns eine Bewertung gar nicht zu." Sie wissen selbst, dass eine rein objektive Berichterstattung gar nicht möglich ist und deswegen eine Bewertung der Redaktion immer mit dabei ist. Es entsteht aber leider der Eindruck, dass in Ihrer Redaktion objektive Berichterstattung nicht mal mehr angestrebt wird (Es macht viel mehr Freude, die eigenen Argumente in die öffentliche Debatte zu streuen als deren Kontra-Argumente, die bei einer objektiven Berichterstattung normalerweise gleich gewichtet werden.) Mut zur Erfüllung des Medien-Kodex und Ihres öffentlichen Auftrages: Streben Sie eine objektive Berichterstattung an!

165: Lucia Krause:

2. Februar 2019 um 14:10 Uhr

Lieber Herr Gniffke,
auch ich finde Ihre Antwort zwar an sich richtig, aber nicht als Argument dafür, nicht jeden Tag eine "gute Nachricht" in den Nachrichten zu bringen. Ich glaube nicht, dass Sie nicht verstehen, was unter „guten Nachrichten“ gemeint ist: Nachrichten, die davon berichten, dass sich Menschen füreinander engagieren und damit Erfolg haben, dass es bei der Lösung von Problemen mit Umwelt, Migration, Ungerechtigkeiten (und mit vielem, das uns Menschen Angst macht und uns lähmt) Fortschritte gibt…
Bitte helfen Sie uns allen, und BESONDERS DEN JUNGEN MENSCHEN, mehr Hoffnung für unsere Welt zu entwickeln (oder zu bewahren…)!
Vielleicht kennen Sie das Buch von Jacques Lecomte: "Der Welt geht es besser als Sie glauben". Auch wenn es nicht in allem 100% zutrifft, es hilft ein wenig, optimistischer im Blick auf unsere Gegenwart und Zukunft zu werden, und vielleicht hilft es auch Ihnen, Herr Gniffke, zu verstehen, was die Schüler – und ganz sicher außer ihnen noch viele andere

166: Claudius Bosten:

2. Februar 2019 um 14:16 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
die von Ihnen hier zugelassene Diskussion ist erfrischend. Ich habe allerdings die Befürchtung, dass sie im Ergebnis nicht fruchtbar sein wird. Eine Institution wie die Tagesschau wird sich vermutlich nicht von lediglich einer Grundschulklasse hinsichtlich der Berichte beeinflussen lassen. Dazu bedarf es vermutlich mindestens mehrerer zig Schulklassen und anderer Gruppen.
Mein Vorschlag: an einem Tag im Monat oder wenigstens an gesetzlichen Feiertagen wie Ostern und Weihnachten ist grundsätzlich mindestens eine gute Nachricht wie z.B. eine unverhoffte Rettung oder Ähnliches zu senden.
Aber auch dies ist mutmaßlich ein nicht erhörter Apell…

167: Moritz Tümmler:

2. Februar 2019 um 14:22 Uhr

Ich finde es schade, wenn Erwachsene Kinder instrumentalisieren, um ihre Vorstellungen von der Welt, nach dem Motto "Kindermund tut Wahrheit kund", anderen moralisierend aufzudrängen.
Natürlich sind Nachrichten nicht immer gut und ja das mag uns allen und damit auch Kindern Angst machen, aber einfache Lösungen gibt es nicht. Gerade im Religions- bzw. Ethikunterricht sollte darüber umsichtig diskutiert werden können. Kinder in diesem Alter sind viel cleverer als hier dargestellt. Ich bin nicht der Meinung das ein Weihnachtsengel und das Friede auf Erden hier hilfreich sind. Gerade dieser Dogmatismus in Verbindung mit Schuldzuweisungen ist ein wesentliches Übel in unserer Welt, eben weil damit ein vernünftiges diskutieren nicht möglich ist. Liebe Lehrerin, das wäre doch ein Thema für die nächste Stunde, gern auch in Verbindung mit der Bergpredigt, wenn diese kritisch ausgelegt und auch hinsichtlich ihrer Schwächen analysiert wird.

168: Peter Müller:

2. Februar 2019 um 14:28 Uhr

Eine sehr schöne Antwort, Herr Gniffke. Ich werde sie mir speichern und mal in meinem Deutschunterricht in Klasse 9 besprechen, da ist nämlich die Medienlandschaft ein wichtiges Thema.
Aber Grundschule? Die nächstliegende Antwort findet sich bei Ihnen nicht: Tagesschau ist nichts für kleine Kinder! Die sollten um 20 Uhr bereits auf dem Weg ins Bett oder sogar darinnen sein.
Liebe Kinder, schaut euch lieber eine Stunde vorher 'Logo' an. Da gibt es zwar auch viel von den schlechten Nachrichten, aber sie werden immerhin gut erklärt. Wenn man etwas besser versteht, kann man dann auch beruhigter schlafen.

169: störschall:

2. Februar 2019 um 14:29 Uhr

68: Lars G.: 2. Februar 2019 um 00:42 Uhr

>Ich schalte – dank Vodafone und der Umstellung auf digitales TV, was mein Fernseher nicht kann (zum Glück) – jetzt ab.

Warum?

Weil mein Bewusstsein NICHTS mit dem Elend der Welt anfangen kann und deshalb davor (von mir) geschützt wird.<

Ausblenden geht nur bedingt bzw. so lange gut, inwieweit man selbst von Unglücken verschont bleibt.
Aber glauben Sie mir, von einem Unglück überrollt zu werden, geht schneller als man denkt.

Und wenn Sie sich rechtzeitig mit unschönen Dingen auseinandergesetzt haben, können sie im Augenblick des Überrollens geistesgegenwärtiger handeln.

Im Tiefschlaf leben, verbessert im Übrigen keine Lebensbedingungen. Für niemanden.

170: Bambauer:

2. Februar 2019 um 14:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

Ihre Antwort ueberzeugt nicht. Es gibt durchaus positive Nachrichten. Der Vergleich mit Flugzeugabstuerzen oder Kriegen hinkt gewaltig. Natuerlich sollte man davon berichten, aber nicht ausschliesslich. Es gibt auch Dinge, die gelingen, Sachen, die erfunden werden, Situationen , die besser werden, Menschen, die gerettet werden und Leute, die sich freuen. Auch die Natur zeigt nicht nur Katastrophen.

Ihre Antwort hat genau den Geschmack der erzieherischen Besserwisserei, den man von der ARD so gewohnt ist.

Was Sie auch verschwiegen haben ist, dass ein Grossteil der Meldungen nicht "neutrale Nachrichten" sind, sondern Kommentare und Meinungen. Da koennte man auch nachbessern und mal Eine Meinung/Kommentar zu einem positiven Thema bringen.

Insgesamt haben diese Kinder Recht und Sie haben Eine Chance vertan , POSITIV darauf einzugehen. Motivieren nicht entmutigen ist angesagt.

Mit freundlichen Gruessen

171: peter:

2. Februar 2019 um 14:36 Uhr

Ich denke, es geht nicht so sehr um gute oder schlechte Nachrichten, ( der Vergleich mit dem Fussballergebnis ist eigentlich schon eine Beleidigung für die Schüler), sondern darum, dass man mit einer Hilflosigkeit entlassen wird. Zählen Sie doch mal die Worte Skepsis oder optimistisch in Ihren Nachrichten/Berichten). Die Zahl der Menschen, die an Depressionen leiden steigt ständig. Aus Depression/ Hilflosigkeit geht auch oft Gewalt und Aggression voraus – auch zu Hause gegen Kinder und Frauen.
Weiterhin, …wenn mal eine Katastrophe ( Schnee/Wasser/Hitze etc. ) stattfindet, berichtet einer Ihrer kanäle all paar Minuten darüber. Updates alle paar Minuten – hilft das jemanden oder befriedigt es nur die niederen Instinkte in uns. Nachrichten sind eine Ware und ein Geschäft, in dem auch die öffentlich rechtlichen sich behaupten müssen. Was in Nachrichten gesagt wir ist von ihren Redaktionen ausgesucht und desghalb schon nicht neutral. Berichterstattung Saudi Arabien und Iran

172: Jogy:

2. Februar 2019 um 14:37 Uhr

Die guten Nachrichten:
Das Engagement der Schülerinnen und Schüler und der anderen Personen, die an diesem Brief beteiligt waren. Außerdem: eine schnelle Antwort eines Verantwortlichen der Tagesschau – engangiert und im Bemühen geschrieben, die Fragen der Briefeschreibendenden zu beantworten. Über die Argumente lässt sich wird sich wohlwollend ausgetauscht (auch das ist übrigens eine gute Nachricht).
Die schlechten Nachrichten, oft sogar von den Bloggern formuliert, die sich mit den Briefeschreibenden solidarisieren: negative Unterstellungen ("macht die Tagesschau so, weil sie damit höhere Einschaltquoten erreicht"), Unwahrheiten (unwürdige, würdelose bildliche Darstellung von Toten etc. in der Tagesschau zum Zweck höhere Quoten zu erreichen")und zunutze machen dieses offenen Austausches um den Brief, um seinen politisch motivierten Frust über die humanistisch ausgerichtete Tagesschau und die zugrunde liegende journalistische Arbeit abschätzend und diffamierend zu äußern. Erwachsene!

173: Susanne Brück:

2. Februar 2019 um 14:42 Uhr

Den Wunsch der Grundschulklasse kann ich sehr gut nachvollziehen und teile ihn.
Ich würde sogar noch weitergehen und wünsche mir, dass gute und schlechte Nachrichten sich die Waage halten.
Es gibt nicht wenige Tage, an denen ich keine Nachrichten schaue,lese oder höre, weil mich die vielen negativen Nachrichten belasten.
Herr Gniffke hat natürlich recht, dass gute Nachrichten auch immer mit der Position der Betrachterin oder des Betrachters zusammenhängen.
Und doch wünsche ich mir, dass das Anliegen der Grundschulklasse vermehrt aufgegriffen wird.
Beispiele für gute Nachrichten könnten positive Entwicklungen in unserer Gesellschaft und weltweit sein, Engagement, das gute Früchte trägt, ein gelöster Konflikt … .
„Schlechte Nachrichten“ zu senden hat eine lange Tradition. Warum auch immer das so ist.
Sie sind wahr und Teil unserer Wirklichkeit, aber eben nicht nur.
Durch die verstärkte Verbreitung dieser Nachrichten entsteht tendenziell das Bild einer „schlechten Welt.“

174: peppe:

2. Februar 2019 um 15:53 Uhr

Auf die Tagesschau-Sendung selbst lässt sich's bequem verzichten, bietet doch die Heimseite Themen zur Auswahl an und so Nachrichten negativ zu empfindenden Inhalts zu meiden.

Solange – "störschall" bringt es so treffend auf den Punkt – die Berichterstattung primär auf die Darstellung von Kriegen, Katastrophen und Gewalt fokussiert bleibt, sollten mündige Zuschauer sich nicht länger mit derlei Nachrichten der Tagesschau 'vergewaltigen' lassen und – schon allein mit Rücksicht auf Kinder – vom Um-/Ausschaltknopf Gebrauch machen. Wer weiterhin interessiert bleibt, möge die Tagesthemen während Schlafenszeit der Kinder verfolgen, deren Niveau sich ebenso wenig wie tagesschau24 als reißerisch darstellt.

Und nicht vergessen: Je mehr Zuschauer die Tagesschau meiden, desto mehr Einfluss üben sie auf Einschaltquoten und Darstellungspolitik der Redaktion aus !

175: Herb:

2. Februar 2019 um 16:37 Uhr

Warum wird eigentlich nicht die eigentliche Ursache einmal beim Namen genannt, warum schlechte Nachrichten wie Katastrophen von den Medien generell ausgeschlachtet werden? Von der BILD Zeitung erwartet man dies ja, aber nicht von öffentlich rechtlichen Medien, für die Zwangsabgaben anfallen.
Und ich schreibe jetzt wegen genau dieser Nachricht auf TS: https://www.tagesschau.de/ausland/brasilien-dammbruch-113.html
Keinerlei neue Informationen, aber der Voyeurismus wird bedient – und ich habe das Video NICHT angeklickt, da ich so etwas nicht sehen will, und es ist verwerflich, so etwas auf dieser öffentlich finanzierten Plattform anzubieten. Dann bitte auch Enthauptungsvideos veröffentlichen.

176: JanRos:

2. Februar 2019 um 19:05 Uhr

Ich vermisse heute die Gute Nachricht bei der
Tagesschau.
Sogar seit Wochen vermisse ich sie.

Welche?
Na über die Gelbwesten/Dieselproteste in
der Republik.
2000 und mehr Teilnehmer…aber es wird nichts
darüber an die Öffenlichkeit gebracht.

Was sollen die Kinder der 3. und 4. Klasse davon
halten, das man sie nicht über die Geschehnisse
in ihrer Heimat und vor allem ihre Zukunft
betreffend unterrichtet?

Verpacken sie es einfach in eine positive
Überschrift:

"Friedliche Gelbwesten nehmen Meinungsfreiheit
in Deutschland wahr!"

"Diskussion und Realität erreichen Öffenlichkeit!"

Es wäre so einfach. Oder passt das nicht in das
Gesamtkonzept das ihre Sendung "vermitteln"
möchte? Könnte es etwas damit zu tun haben,
dass der Schwerpunkt in Stuttgart liegt…
Grünes Hoheitsgebiet.

Es erscheint einfach nicht mehr Glaubwürdig,
wie sie berichten. Das wäre der Satz, den
ich den Kindern mitteilen würde.

177: Moritz Tümmler:

2. Februar 2019 um 19:21 Uhr

Meine Kritik Lehrerin, s. o. (167)
Darüber hinaus finde ich es erschreckend, dass grob geschätzte, 60% der Foristen dieser meines Erachtens verkindlichten Meinung der Lehrerin unkritisch folgen. Wie soll denn bitte die Welt besser werden, wenn keiner Missstände anspricht?
Was ist denn die Aufgabe der Tagesschau?
Gefühlte 20-30% führen hier einen konstruktiven Dialog, was ich anerkenne und schätze: Ja "Die gute Nachricht vom Tage" ist eine Idee, aber ich für meinen Teil lach mich bspw. über das Schlusslicht oft kaputt.
So gut ich es finde konstruktiv mit Meinungen umzugehen, finde ich es jedoch erschreckend, dass lediglich 10%, wenn überhaupt, Klartext reden.
Ja die Tagesschau ist nötig in dieser Härte, damit wir überhaupt wissen was los ist. Tendenziös? Manchmal -vielleicht, aber sie liefert den Diskurs, der Änderungen auf lange Sicht ermöglicht. Deshalb werden Medien durch das GG geschützt.
Dass "Kinder" hinterfragen find ich gut, dass so wenige Erwachsene das tun, ist BEÄNGSTIGEND.

178: Tom609:

2. Februar 2019 um 20:14 Uhr

Sehr gute Frage von den Kindern. Hab ich mich auch schon gefragt. Die Antwort von Herr Dr. Gniffke finde ich unbefriedigend. Nachrichten sollen doch das aktuelle Tagesgeschehen abbilden. Das sind natürlich leider oft Katastrophen, Unglücke, Kriege usw. Aber es passieren auch jeden Tag schöne und gute Dinge. Ob es eine Spielplatzeröffnung in Düsseldorf oder sonst was ist. Man muss nur etwas genauer hinschauen. Und sportliche Wettkämpfe eignen sich eher nicht dafür.

179: H. Maelzer:

2. Februar 2019 um 23:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Kniffke,
das Problem der Grundschulklasse erkenne ich genauso bei der älteren Generation. Sie wird verunsichert und verängstigt durch die Häufung schlechter Nachrichten. Sie schreiben:
"Aber viel öfter gibt es in dieser Zeit Anschläge und Katastrophen, die in den Nachrichten gezeigt werden. So entsteht der Eindruck einer schlechter werdenden Welt, obwohl das Gegenteil der Fall ist".
Vermitteln Sie, die Tagesschau, also den Zuschauern einen falschen Eindruck?
"Anschläge und Katastrophen", Flugzeugabsturz und Hurrikan, Kriege, Mord und Totschlag sind Ihrer "Schau" der Regelfall. Das macht Angst.
"Nur eine schlechte Nachricht ist eine gute (für die Einschaltquote)", lautet eine journalistische Grundregel. Muss das so bleiben?
Genau das ist Ihre Herausforderung. Die Wahrheit ist, dass in Deutschland seit 1945 Frieden herrscht und die Europäische Einigung, die EU, das sensationelle Friedensprojekt ist und uns Wohlstand gebracht hat: eine gute Nachricht für jeden Tag…

180: H.Maelzer:

2. Februar 2019 um 23:22 Uhr

Wenn die zahlreichen schlechten Nachrichten "… Anschläge und Katastrophen…" in der Tagesschau den "Normalfall" abbilden, dann wird das vermeintlich "Normale" (z. B. die Freizügigkeit in Europa, Schengener Abkommen, Zollfreiheit, Reisefreiheit, Niederlassungsfreiheit) zu etwas Außergewöhnlichem, was in der Tagesschau an immer neuen Beispielen aktualisiert werden kann, damit wir, jung und alt, diese Errungenschaften nach den beiden Weltkriegen und dem "kalten Krieg"/"Eiserner Vorhang" wertschätzen lernen.
Cave (Hüte Dich vor): "Brexit", "America first"! In der Vergangenheit hieß es "Deutschland über alles". Heute höre ich gerne die Europahymne im Deutschlandfunk um Mitternacht: Beethovens "An die Freude". Warum nicht auch mal zur Eröffnung der Tagessschau? Wer kennt schon diese Hymne? Die ist fantastisch!
Viel Erfolg wünsche ich Ihnen beim Wandel Ihrer Schau, damit sich die junge Generation angesprochen fühlt und die alte angstfrei bleibt.

181: Ines:

2. Februar 2019 um 23:50 Uhr

Auch ich bin der Meinung, dass man auf Grund der ständigen schlechten Nachrichten allmählich den Eindruck bekommt, die Welt sei abgrundtief schlecht, die Menschheit völlig verdorben, unvernünftig,brutal und nicht mehr zu retten. Da fast nur von negativen Beispielen berichtet wird, könnte man meinen,keiner tut etwas Gutes. Dem ist aber nicht so.
Es gibt schon viele Menschen, die versuchen,die Welt ein klein wenig besser zu machen, die noch an das Gute glauben, aber wer berichtet von ihnen? Warum zeigen Sie dem Rest der Welt nicht, das es auch anders geht in Ihren Berichten?
Es gibt Menschen, die für die Rettung des Regenwaldes und seiner Bewohner eintreten oder durch Plastikfasten dem Plastikmüll den Kampf ansagen.
Es gibt Unternehmen,die resourcenschonend, ökologisch, arbeitnehmerfreundlich und nicht gewinnorientiert wirtschaften ( nach Gemeinwohlökonomie) usw. Warum berichten Sie nicht mal darüber? Auch ich habe schlechte Nachrichten satt,die mich nur ängstigen und mutlos machen!!!!

182: Jonathan:

3. Februar 2019 um 08:29 Uhr

Liebe Tagesschau,
es gab eine Zeit in der ich alle Nachrichten gemieden habe, weil sie fast nur schreckliche Nachrichten über Krieg, Gewalt und Probleme brachten. Mittlerweile schaue ich fast jeden Tag die Tagesschau, um über die Ereignisse bescheid zu wissen, die dringend Gebet brauchen.
Es ist wichtig, dass wir über den Tellerrand blicken und mitbekommen was in der Welt für Nöte sind. Es lässt uns auch erkennen wie unfassbar dankbar wir sein können in einem so reichen und friedlichen Land leben zu dürfen. Wichtig ist, dass Ihre Berichterstattung nicht die Angst fördert. Denn Angst ist kein guter Ratgeber. Wenn unsere Gesellschaft und Politik sich von Angst leiten lässt, geht sie in die falsche Richtung. Sie sollte sich viel mehr von Nächstenliebe und Vertrauen auf Gott leiten lassen. Aber zurück zur Idee der Kinder: Wenn sie bewusst ein Beitrag "Gute Nachricht des Tages" machen, wird das Ihre Berichterstattung nicht schmälern und dennoch unsere Gesellschaft motivieren Gutes zu tun

183: Stephan – Berliner:

3. Februar 2019 um 09:16 Uhr

… Ich seh's so: … Es ist eine Frage, von Schülern einer Grundschule. Und Herrn Gniffkes Antwort ist im Wortlaut entsprechend an diese Schüler gewannt! …

Warum betone ich das? … Nun, die gleiche Bitte (mehr positive Nachrichten) aus dem Mund, oder wie in diesen Kommentarzeilen aus der Hand, von erwachsenen Menschen, halte ich – sorry dafür – entweder für berechnend oder aber für naiv! Herr Gniffken vermeided in seiner Antwort nämlich einen wichtigen Aspekt: … Den, daß Medien Teil der öffentlichen Meinungsbildung sind und das auch schlimme Nachrichten Einfluss auf diese Meinung nehmen müssen. Alles andere würde eine nicht vothandene, heile Welt vorgaukeln – so wie dies staatliche Medien in autokratisch regierten Staaten oder Wohlfühlkanäle auf Youtube praktizieren.

Wer die Realität und den eigenen Beitrag daran nicht erträgt, besitzt heute die Freiheit sich in seiner eigenen Filterblase einzurichten. … Ich hingegen genieße meine Freiheit auch das Negative zu wissen!

184: Dirk Hofmann:

3. Februar 2019 um 10:15 Uhr

Muss es denn immer so viel Politik sein?? Eben nicht! Dass es auch anders geht, beweisen die Nachrichten-Sendungen anderer Sender, die angenehmerweise mit deutlich weniger Politik auskommen. Vor allem an Wahltagen verkommt die TAGESSCHAU immer mehr zu einer Wahlsendung: Befragung der Kandidaten, Hochrechnungen, Analysen, Reaktionen auf Landes- und Bundesebene, abschließender Kommentar – das alles in einer nur 15-Minütigen Nachrichten-Sendung?!?! Das muss echt nicht sein!!

185: Sicht_weise:

3. Februar 2019 um 10:50 Uhr

…mal aus ganz anderer Sicht beleuchtet:
Diese Welt kann nur in Erscheinung treten, wenn 'gut' und 'schlecht' sich die Waage halten, da sie dual ist, gegensätzlich. Alles ist also scheinbar nur durch das Gegensteil wahrnehmbar. So wüssten wir nicht was Frieden ist, wenn es keinen Krieg gäbe, das Eine bedingt das Andere wie Licht und Schatten.
Durch die Identifizierung mit 'gut' oder 'schlecht' entsteht das Dilemma. Die Einen identifizieren sich mit Krieg führen als eine gute Sache, die anderen entsprechend mit Frieden machen.
Der universale Frieden, der in Allem und Jedem zuhause ist, bräuchte unsere ganze Aufmerksamkeit – die Erscheinungen geschehen von selbst,
Die Berichterstattung der Tagesschau besteht zu je 50% aus guten und schlechten Nachrichten – wenn man genz genau hinschaut. Die Sichtweise macht es.

186: Mohnblume:

3. Februar 2019 um 11:08 Uhr

Eine positive Nachricht am Tag? Das Beispiel mit dem Fußballverein finde ich schlecht gewählt. Niemand wird bestreiten, dass eine Meldung wie "Durchbruch in der Medizin:…" als positiv von den allermeisten aufgenommen wird.
Die Russen machen es uns vor: auf dem Nachrichtenportal Lenta.ru gibt es einen Schieber "Möchten Sie nur gute Nachrichten sehen?". Wenn ich den einschalte lautet die erste Meldung vom heutigen Tag: "Ein geheimnisvolles uraltes Manuskript von König Arthur gefunden". Die Nächte heißt: "Ire suchte sein ganzes Leben lang nach seiner eigenen Mutter und fand sie in 73 Jahren".

187: Simone Axelsson:

3. Februar 2019 um 12:04 Uhr

Vielen Dank an die Schüler! Ich bin der selben Meinung. Natürlich gibt es ganz klar gute Nachrichten und die Argumente der Tagesschau haben mich nicht überzeugt. Elefant aus Zirkus gerettet oder Schüler helfen Obdachlosem sind gute Nachrichten, da braucht man nicht lange zu philosophieren. Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser. Tatsache. Keine faulen Ausreden! Ein anderer Sender präsentiert schon lange abschließend eine gute Nachricht am Ende der Sendung, denn es gibt es wirklich. Der Apell steht also: Tagesschau! Bringt auch mal gute Nachrichten!

188: isso:

3. Februar 2019 um 16:48 Uhr

https://www.tagesschau.de/ausland/murmeltier-105.html

Auch ganz besondere Nachrichten..
Vielleicht noch,wenn ich in den USA lebe.

189: Heinz:

4. Februar 2019 um 04:55 Uhr

Danke, dass Sie über diesen Brief berichten. Auch mich hat er berührt.
Unsere Tochter hatte vor ca 3 Jahren eine Angststörung, als das Thema Enthauptungen /IS so stark in den Medien vertreten war. Sie war damals in der Grundschule und einige Klassenkameraden hatten in allen Einzelheiten von den Vorfällen berichtet.
Wir als Familie nehmen die in dem Brief beschriebene Angst (Schlafstörungen! ) also sehr ernst, auch aufgrund unserer persönlichen Erlebnisse.
Hier besteht Handlungsbedarf. Nicht zuletzt haben auch bereits einige Grundschüler schon ungeschützten (Politik) und unkontrollierten (Eltern) Zugang zum Internet.

190: Chocolate Angel:

4. Februar 2019 um 07:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich finde die Sorge der Schüler sehr verständlich und Ihre Antwort sehr gut. Trotzdem denke ich es ist möglich einen guten Ausgleich zu finden.

Es gibt in der Welt viele positive und spannende Geschichten die von der Norm abweichen, und die es wert sind in die Welt getragen zu werden. Man muss nur dafür offen sein, dann findet man solche.

Vielleicht könnten Sie ein Team dafür abstellen solche positiven Momente einzu'fangen' und darüber zu berichten.

Ich bin mir sicher es sind nicht nur Kinder die Inspirationen brauchen um das Gute in der Welt zu sehen.

Mit vielen Grüßen von dem Deutschen
Chocolate Angel der ins glücklichste Land der Welt ausgewandert ist, um die Menschheit zum Lächeln zu bringen 🙂

191: ohrenzwicker:

4. Februar 2019 um 10:18 Uhr

Ich denke, die Kinder wollen auch die positiven Ergebnisse sehen, die es zu wenig gibt.
Am WEF wurde das 16-jährige Poster-Girl des Klimaschutzes, Greta Thunberg, umschwärmt. Aber hatten wir nicht schon mal ein kleines Mädchen … ?
Was ist aus ihr geworden und aus den Forderungen …?

https://www.youtube.com/watch?v=wNSV4zMquCk

Rede der Kinder zur UN Klimakonferenz 1992 in Rio de Janeiro mit deutschem Untertitel *korrigiert*

192: Denktnach:

4. Februar 2019 um 13:37 Uhr

Was ist gut, was ist böse? Ich verstehe den Brief der Kinder sehr gut, aber umso mehr verstehe ich aber auch die Antwort von Herrn Dr. Gniffke. Die Tagesschau ist ein Medium, das nur zur Information dient und nicht zur Generierung von Gefühlen. Der Anschlag am 11. September 2001 führte zu einem Schock in der westlichen Welt, in vielen arabischen Länder wurde gejubelt. Wer legt fest, was gut und was schlecht ist? Die Tagesschau macht dies nicht. Sie dient zur Information und muss in der heutigen Zeit, in der wir von Informationen überschüttet werden, Prioritäten festlegen. Nach welchen Kriterien dies erfolgt, wurde sehr schön dargelegt. Natürlich sind Nachrichten heute eine Ware, mit der man Geld verdient. Der Vorwurf nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten sollte aber dann doch eher an Bildzeitung, Pro7, RTL und Co gerichtet werden, als an die Tagesschau.

193: Problem:

4. Februar 2019 um 13:53 Uhr

Ich kann die vielen Menschen, die auch hier nach positiven Nachrichten rufen, gut verstehen, aber Herr Gniffke hat aus journalistischer Sicht Recht. Nicht nur wegen der Einschaltquoten, sondern weil gute Nachrichten mit großer Reichweite verhältnismäßig selten sind. Das gilt sogar im Lokalen: die meisten Zeitungsleser fragen sich, was berichtenswert daran ist, dass der örtliche Kleingartenverein gerettet wird, für die Mitglieder des KGV ist das aber eine gute Nachricht und natürlich auch berichtenswert.

Und nein, leider sind auch gute Nachrichten selten Momentaufnahmen. Eine gute Nachricht kann sein, wenn sich zwei Parteien, die sonst zerstritten sind, wieder treffen. Aber das muss nicht heißen, dass wir es langfristig mit einer guten Nachricht zu tun haben und es muss auch nicht direkt ersichtlich sein, dass es eine gute Nachricht ist.

Zudem: Unsere Welt mag nicht so schrecklich sein, wie sie uns durch Nachrichten suggeriert wird. Aber wir können das Schlechte nicht ausblenden.

194: LennyZ:

4. Februar 2019 um 14:03 Uhr

Tolle Antwort von Herrn Gniffke. Allerdings sollten die Kids dieser katholischen Schule nicht das alte Testament lesen, da es neuesten Studien zufolge die Aggressivität steigert, wenn man nicht schon bereits den Kontext kennt. Für christliche Kinder kann das AT ebenfalls traumatisierend wirken.

In der Geschichte von der Sintflut beispielsweise wird das Leben auf der Erde ausgelöscht, weil die Menschen »durch und durch böse« sind (1 Mose/Genesis 6,5).

»Auge um Auge, Zahn um Zahn« (2 Mose/Exodus 21,23-25) war zur Zeit des Alten Testaments eine sehr humane Regelung: Sie sollte die sich endlos steigernde Spirale der damals üblichen Blutrache begrenzen.

„Wer Vater oder Mutter verflucht, soll mit dem Tod bestraft werden.“ Puh.

Bei diesen Stellen könnten unsere sensiblen Zärtlinge vermutlich verstört werden. Und das ist auch gut so, gehört es eben zum älter werden dazu. Wir schätzen den Frieden nicht, solange wir den Krieg nicht kennen.

195: Alzi:

4. Februar 2019 um 14:27 Uhr

…Herr Kästner, wo bleibt das Positive?
Ja, weiß der Teufel, wo das bleibt!

nur mal so 🙂

196: Sören:

4. Februar 2019 um 20:14 Uhr

Ich träume davon, dass die Tagesschau mit den Worten beginnt:
"Sehr geehrte Damen und Herren, heute ist nichts passiert."

197: Franz Weber:

6. Februar 2019 um 07:32 Uhr

Herr Gniffke vielen Dank dafür, dass Sie sich mit dem Brief der Kinder Auseinander setzen. Allerdings machen Sie es sich etwas zu einfach. Es wäre angebracht etwas den Horizont zu öffnen, denn es gibt eben auch täglich genau so viele positive Ereignisse und Taten, die von der Norm in diese Richtung abweichen, aber diese sind deutlich unterrepräsentiert. Wenn jemand Nachrichten macht, dann sollte er sich auch in dieser Richtung anstrengen. Das vermisse ich bei Ihrem Sender. Sie vermitteln dadurch ein einseitiges Weltbild.

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