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ARD-aktuell/Verifikation

8. Juni 2016

Tote in Aleppo: Verifikation von YouTube-Videos

In kaum einem anderen Gebiet in Syrien gibt es in diesen Tagen so viel Gewalt und Tote wie in Aleppo und im Umland der Stadt. Regime, Rebellen und der “Islamische Staat” bekämpfen sich gegenseitig. Am Nachmittag lesen sich die Nachrichten der Agenturen wie folgt:

“Bei Luftangriffen auf Rebellengebiete in der nordsyrischen Stadt Aleppo sind mindestens 15 Zivilisten getötet worden, darunter Kinder. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, viele schwer, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch meldete. (…) Den Menschenrechtsbeobachtern zufolge starben in Aleppo allein zehn Menschen, als in dem Stadtteil Al-Schaar Bomben in unmittelbarer Nähe eines Krankenhauses einschlugen. Demnach setzte die syrische Luftwaffe international geächtete Fassbomben ein.” Quelle: dpa


Erster Hinweis über Twitter

Noch bevor die Agenturen über den Vorfall berichteten, wurde die Tagesschau-Redaktion über Twitter auf den Vorfall aufmerksam. Über das Recherche- und Organisationswerkzeug Tweetdeck stießen wir auf einen Video-Tweet auf dem Account von Hadi Alabdallah: Weiterlesen

ARD-aktuell/Verifikation

7. Juni 2016

Anschlag in Istanbul: Verifikation via Youtube und Twitter

Heute Morgen um 7:46 Uhr hat die Redaktion eine erste Eilmeldung der Agentur Reuters zu einem Anschlag in Istanbul erreicht:

“EXPLOSION ROCKS ISTANBUL DISTRICT NEAR BUS STOP, SOME WOUNDED – CNN TURK”

Im Anschluss wurden die Meldungen und Berichte sowohl der Nachrichtenagenturen als auch unserer Kollegen im ARD-Studio Istanbul immer konkreter. Demnach explodierte im Zentrum von Istanbul gegen 7.40 Uhr eine ferngezündete Bombe, als ein Fahrzeug mit Bereitschaftspolizisten vorbeifuhr. Erst später wurde bekannt: Die Bombe war gegenüber einem bei Touristen beliebten Hotel in der Nähe der U-Bahnstation Vezneciler platziert, von der aus zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der Altstadt wie der Große Basar oder die Süleymaniye-Moschee schnell zu erreichen sind.

Wie in solchen Fällen üblich, überprüfte die Tagesschau-Redaktion die bekanntesten Socialmedia-Kanäle wie u.a. YouTube, Facebook und Twitter, um mögliche Augenzeugenberichte zu finden und deren Inhalt und ihren Ursprung zu überprüfen. Weiterlesen