Skip to Content

ARD-aktuell

10. Mai 2015

Bremen = Hamburg²

Die Wahlen in Bremen und Hamburg spannen uns besonders auf die Folter. In allen anderen Bundesländern gibt es um 18:15 Uhr, spätestens 18:20 Uhr eine erste Hochrechnung und dann wird es jede Viertelstunde etwas präziser. Das Wahlrecht in den beiden Hansestädten bringt die Dramaturgie der Wahlabende aber ziemlich durcheinander. In beiden Ländern haben die Wählerinnen und Wähler zehn Stimmen, je fünf für die Landesebene und fünf für die untere kommunale Ebene. Ab 18 Uhr wird es dadurch kompliziert: Anders als in Hamburg, wird hier in Bremen nicht im Wahllokal gezählt, sondern die Urnen werden mit dem Auto in drei Auszählzentren gebracht. Und anders als in Hamburg, gibt es keine Schnellauszählung, bei der sich die Wahlhelfer einen ersten Überblick über die Stimmverteilung unter den Parteien verschaffen – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass diese ersten Zahlen für Hochrechnungen verwendet werden können. Nein, in Bremen wird von Beginn an gewissenhaft jeder Stimmzettel nicht nur auf die Parteien, sondern auch auf die einzelnen Kandidaten verteilt. Mit der ersten Hochrechnung ist deshalb vermutlich erst in der Tagesschau um 20 Uhr zu rechnen. Weiterlesen