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Auslandskorrespondenten

27. Oktober 2015

Statement zur Wahl in Polen

Liebe Internetgemeinde!

Als ehemaliger ARD-Korrespondent in Warschau (2009 – 2014) habe ich mich am Wahlabend über Twitter zu Wort gemeldet und meine Hoffnung zum Ausdruck gebracht, Kaczynski und seine “Partei für Recht und Gerechtigkeit” sollten die Wahl trotz entgegenlautender Umfragen nicht gewinnen. Ich habe das sehr flapsig formuliert und werde seitdem im Netz in übelster Weise angegriffen und beschimpft. Da aber auch ernsthafte Stimmen darunter waren, suche ich durchaus die Diskussion. Über Twitter ist das bei erlaubten 140 Zeichen nur schwer möglich. Da ich keine eigene Webseite habe und einer der Vorwürfe ist, als ehemaliger ARD-Korrespondent sei ich nie privat und könne ich mich doch nicht auf eine Seite schlagen, habe ich die Kollegen von tagesschau.de gebeten, mir Raum zur Verfügung zu stellen, damit ich meine Argumente ausbreiten kann. Freundlicherweise haben sie dem zugestimmt. Weiterlesen

ARD-aktuell

12. Oktober 2015

Die Tagesschau bis 2020

Ich möchte Sie nicht langweilen mit Weisheiten nach dem Motto, “Kinder, wie die Zeit vergeht”. Tatsächlich habe ich aber in diesem Jahr das Dutzend voll gemacht d.h. ich bin seit 12 Jahren Chefredakteur bei ARD-aktuell. Und nun hat mir die ARD die Chance gegeben, fünf weitere Jahre dranzuhängen. Ein großer Vertrauensvorschuss, eine Ehre und eine Gelegenheit, den Blick mal in Richtung 2020 zu richten. Weiterlesen

ARD-aktuell Chefredaktion

7. September 2015

Informieren aus Verantwortung

Tausende Flüchtlinge werden am Münchner Hauptbahnhof willkommen geheißen, Helfer verteilen Wasser, Eis für Kinder, fremde Menschen winken sich zu. Nachrichten im Wechselbad der Gefühle. Zuvor hatte der Tod des 3jährige Aylan Millionen Menschen aufgerüttelt. Erst in Syrien schutzlos den Kriegsparteien ausgeliefert, dann von Schleppern auf dem Meer dem Tod überlassen. Der Anblick ist unerträglich. Und der Gedanke, dass Aylan nur eines von womöglich hunderten Kindern ist, die auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken sind, lässt den Atem stocken. Es braucht diese Bilder, um zu verstehen, aus welchen Situationen Menschen als Kriegsflüchtlinge zu uns kommen. Davor hatte uns der Lastwagen, in dem 71 Menschen erstickten, aufgewühlt. Nachrichtenbeiträge aus Europa sind selten so emotional aufgeladen wie in den vergangenen Tagen.

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