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ARD-aktuell

28. Juli 2015

Ich hab ja nichts gegen Flüchtlinge, …

… aber man wird ja noch mal fragen dürfen, warum es so viele sind, warum die alle zu uns kommen, wieviel Geld die hier bekommen. Darf man? Ja, man darf. Ich gebe zu, bei manchen Kommentaren (vor allem bei solchen, die wir löschen), kriege ich richtig schlechte Stimmung und dann wächst meine Neigung, mal richtig abzuledern. Aber wem wäre damit geholfen? Weiterlesen

ARD-aktuell Chefredaktion

19. Juni 2015

Neue Richtlinien für Diskussions-Plattformen

Liebe User,
Social media lebt vom Dialog. Und der ist uns wichtig, denn auf keinem anderen Weg kommen Ihre HInweise, Lob und Kritik so schnell bei uns an. Das Kommentaraufkommen steigt seit Jahren – inzwischen schreiben Sie uns insgesamt täglich zwischen 2000 und 7000 Kommentare. Die meisten von Ihnen – und wir selbst natürlich auch – wollen eine Diskussion, die inhaltlich kontrovers, im Ton aber sachlich, respektvoll und höflich ist. Wir haben deshalb unsere Diskussionsrichtlinien modernisiert und an unsere Community angepasst. Weiterlesen

ARD-aktuell

26. Mai 2015

Ein Blick von außen auf die Tagesschau

Ab und zu laden wir externe Kritiker ein. Wir bitten sie, unmittelbar nach einer 20Uhr die Sendung zu besprechen und uns – wenn nötig – tüchtig einzuschenken. Dabei sichern wir selbst den härtesten Kritikern natürlich freies Geleit zu, denn uns ist klar, der Blick von außen kann uns nur helfen. Heute kam Annette Großbongardt zur Kritik, stellvertretende Ressortleiterin beim SPIEGEL. Weiterlesen

ARD-aktuell

10. Mai 2015

Was gerade passiert…

„Spannend“ ist ja ein im Zusammenhang mit Wahlabenden oft  benutzter Begriff. Für uns ist im Moment spannend, ob wir wie angekündigt in der 20 Uhr-Tagesschau eine Hochrechnung liefern können. Was passiert im Moment? Die Mitarbeiter des Statistischen Landesamtes zählen zentral die ersten Stimmen aus und hatten uns zugesagt zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr erste Zwischenergebnisse zur Verfügung zu stellen. Aus diesen Zwischenergebnissen und unseren eigenen Befragungen am Wahltag würde dann eine Hochrechnung entstehen. Jetzt, 19:50 Uhr ist die Datenlage aber noch ziemlich dünn. Mal sehen, was in den nächsten zehn Minuten noch passiert…

ARD-aktuell

10. Mai 2015

Bremen = Hamburg²

Die Wahlen in Bremen und Hamburg spannen uns besonders auf die Folter. In allen anderen Bundesländern gibt es um 18:15 Uhr, spätestens 18:20 Uhr eine erste Hochrechnung und dann wird es jede Viertelstunde etwas präziser. Das Wahlrecht in den beiden Hansestädten bringt die Dramaturgie der Wahlabende aber ziemlich durcheinander. In beiden Ländern haben die Wählerinnen und Wähler zehn Stimmen, je fünf für die Landesebene und fünf für die untere kommunale Ebene. Ab 18 Uhr wird es dadurch kompliziert: Anders als in Hamburg, wird hier in Bremen nicht im Wahllokal gezählt, sondern die Urnen werden mit dem Auto in drei Auszählzentren gebracht. Und anders als in Hamburg, gibt es keine Schnellauszählung, bei der sich die Wahlhelfer einen ersten Überblick über die Stimmverteilung unter den Parteien verschaffen – mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass diese ersten Zahlen für Hochrechnungen verwendet werden können. Nein, in Bremen wird von Beginn an gewissenhaft jeder Stimmzettel nicht nur auf die Parteien, sondern auch auf die einzelnen Kandidaten verteilt. Mit der ersten Hochrechnung ist deshalb vermutlich erst in der Tagesschau um 20 Uhr zu rechnen. Weiterlesen

ARD-aktuell

12. März 2015

Nachrichten im Wandel

Nachrichten zeichneten ein zu negatives Bild der Welt, kritisiert unter anderem der schwedische Medizinprofessor Hans Rosling. So gingen beispielsweise Hunger und Armut in der Welt zurück – doch das nähmen nur die wenigsten Menschen wahr.

Klimaerwärmung, Kriege und Katastrophen spielen jeden Tag eine wichtige Rolle in den Nachrichten – auch bei der Tagesschau. Wenn irgendwo ein Betrieb geschlossen wird und 1000 Menschen auf die Straße gesetzt werden, ist das tendenziell eher eine Meldung in der Tagesschau als wenn in 10.000 mittelständischen Betrieben jeweils drei Leute eingestellt werden.

Zur Gefahr, eher negative dramatische Ereignisse abzubilden und zu ersten Ansätzen, positive Nachrichten nicht durch den Rost fallen zu lassen, sehen Sie hier einen Beitrag der Kollegen des NDR Medienmagazins ZAPP.

Zum Angebot von Zapp zum Thema “Nachrichten im Wandel”

ARD-aktuell Chefredaktion

1. März 2015

20 Jahre nachtmagazin

20 Jahre Nachrichten nach Mitternacht! Happy Birthday nachtmagazin! Die erste Sendung lief am 1. März 1995 mit Claus-Erich Boetzkes als Moderator. Das nachtmagazin hat sich verändert, zuletzt durch das modernisierte Nachrichtenstudio mit der 17,5 Meter breiten Medienwand. Die Sendung ist noch bildstärker geworden. Lutz Marmor, ARD-Vorsitzender und NDR-Intendant: “Unser Anspruch ist es, die Menschen rund um die Uhr bestmöglich zu informieren. Das ‘nachtmagazin’ ist und bleibt daher fester Bestandteil unseres Informationsangebotes. In einer Zeit, in der sich Nachrichten rasant verbreiten, ist ein Magazin, das Themen vertieft und erläutert, besonders wichtig.” Weiterlesen

Auslandskorrespondenten

28. Februar 2015

Kritische Stimme mit Charisma – ein persönlicher Nachruf auf Boris Nemzow

von Olaf Bock

Boris Nemzow ist tot. Ermordet direkt vor den Toren des Kreml. Wieder wurde in Russland eine kritische Stimme für immer zum Schweigen gebracht. Wie vor ihm Politkowskaya, Markelow und Estimirowa. Das stimmt mich sehr traurig.

Ich habe Boris Nemzow in meiner Zeit als Russland-Korrespondent für die ARD mehrmals persönlich getroffen und ihn bei seinen Auftritten erlebt und dort interviewt.
Er konnte Menschen mobilisieren, wenn er bei Oppositionsdemos auftrat. Sie haben Nemzow zugehört, wenn er über Korruption und Demokratiemangel in Russland sprach. Im Gegensatz zu vielen anderen Oppositionspolitikern hatte er Charisma. Weiterlesen

ARD-Hauptstadtstudio

15. Februar 2015

Trendwende für die FDP

Klar, das entscheidende für eine Partei, die nicht im Bundestag ist, ist das Momentum. Und das hat die FDP getroffen. Das Dreikönigstreffen Anfang Januar mit dem Auftritt des neuen Parteivorsitzenden Christian Lindner, der Versuch einer neuen inhaltlichen Verortung, und in Hamburg eine Spitzenkandidatin, die durch unglückliche Fernsehbilder bundesweit bekannt wurde, all das erleichtert den Wiederaufstieg. Trotzdem gibt es nach unserer Wählerbefragung eher inhaltliche Motive die FDP zu wählen. Praktisch alle von uns befragten FDP-Wähler erklären, dass ihnen eine Partei wichtig ist, die “klar für die Marktwirtschaft eintritt”. Zwei Drittel der Hamburger FDP-Wähler/innen sind der Ansicht, dass der Partei “mit Christian Lindner an der Spitze der Neuanfang gelungen ist” und immerhin gut die Hälfte glaubt, dass die FDP ohne Katja Suding keine Chance gehabt hätte. Weiterlesen