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ARD-aktuell

14. Mai 2017

Machtwechsel in NRW

Ein Machtwechsel in NRW ist immer etwas Besonderes, aber dieser ist schon drastisch. So deutlich ist eine NRW-Regierung noch nicht abgestraft worden. Und die SPD hatte bisher ihr historisch schlechtestes Ergebnis im Land 1947 mit 32 Prozent. Umgekehrt triumphiert die FDP, die Höhen und Tiefen in NRW kennt. Aber über 12,1 Prozent im Jahr 1950 ist sie noch nicht hinaus gekommen. Für den Wahlsieger CDU ist der Erfolg zwar deutlich, aber historisch gesehen bescheiden. Denn in der Geschichte des Landes hatte die Union überhaupt nur zwei Mal Ergebnisse unter 35 Prozent. Weiterlesen

ARD-aktuell

7. Mai 2017

Schleswig-Holstein: Und schon wieder eine Überraschung…

Die Situation erinnert an das Saarland Ende März: Wenige Wochen vor der Wahl lagen die beiden großen Parteien Kopf an Kopf, dann schiebt sich die CDU zwar erkennbar nach vorn, aber am Wahlabend ist der Abstand viel größer als gedacht. Die erste Erkenntnis ist banal und alt bekannt: Umfragen sind Umfragen und nicht mehr als eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Erhebung. Sie sind interessanter Stoff für Unentschiedene und können bei der Wahlentscheidung helfen. Aber die dramatischen Verschiebungen zu Gunsten der CDU und zu Lasten der SPD auf den letzten Metern in Schleswig-Holstein, müssen andere Gründe haben. Weiterlesen

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7. Mai 2017

Präsidentschaftswahl Frankreich

So spannend es sein mag, wer in Schleswig-Holstein künftig regiert: Die Präsidentschaftswahl in Frankreich ist eine Schicksalswahl für Europa. Ein Sieg von Marine Le Pen würde nicht nur Frankreich, sondern die ganze Europäische Union verändern. Deshalb behalten wir aus dem ARD-Wahlstudio beide Länder genau im Blick. Um Punkt 20 Uhr, mit Beginn der Tagesschau, zeigen wir die erste Hochrechnung des französischen Wahlforschungsinstitut Kantar Sofres, das uns als Partner von Infratest dimap die Daten auch für das deutsche Fernsehen zur Verfügung stellt. Weiterlesen

ARD-aktuell

26. März 2017

AKK-Effekt

Klar, im Vorfeld dieser Saarland-Wahl haben alle über den Schulz-Effekt gesprochen, aber je näher der Wahltag rückte, umso stärker wurde der AKK-Effekt sichtbar. Annegret Kramp-Karrenbauer, für nicht Saarländer vor allem ein Zungenbrecher, für Saarländer das Symbol einer positiven Entwicklung des Landes. Schon vor fünf Jahren erklärten 44 Prozent der CDU-Wählerinnen und Wähler die Partei vor allem wegen der Spitzenkandidatin gewählt zu haben. Diesen, auch damals schon beachtlichen Wert, hat sie erneut gesteigert, diesmal liegt der sogenannte Kandidatenfaktor bei 47 Prozent. Das ist, nach Ole van Beust in Hamburg 2008 mit 55 Prozent, und Peter Müller im Saarland 2004 mit 54 Prozent, der höchste Wert, den wir für eine CDU-Spitzenkandidatin je gemessen haben. Was der CDU zu ihren unerwartet deutlichen Erfolg verholfen hat, ist die Zugkraft, die sie vor allem in zwei Gruppen entwickelt hat. Zum einen bei den Erst- und Jungwählern. In der Gruppe der 18-24-jährigen legt die CDU nach vorläufigen Daten der Wahltagsbefragung von Infratest dimap um satte acht Punkte zu – und das in einer Gruppe, in der die CDU wirklich selten Erfolge feiert. Weiterlesen

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9. November 2016

Trump: Für die Überraschung gibt es Gründe

Es zeichnet sich klar ab, wie diese unerwartete Wende zustande gekommen ist. Donald Trump hat vor allem im mittleren Westen, aber auch in anderen Bundesstaaten sehr viel stärker bei Männern ohne College-Abschluss gepunktet als erwartet und von den Demoskopen bei ihren Berechnungen unterstellt. Hillary Clinton hat es umgekehrt nicht geschafft das Potential der Minderheitenwähler auszuschöpfen. Sowohl bei den Schwarzen als auch bei den Hispanics bleibt sie deutlich hinter den Werten zurück, die Barack Obama vor vier Jahren erreicht hat. Bei den Hispanics kommt Clinton laut Wahltagsbefragung nur auf 65 Prozent, Obama erreichte 2012 71. Bei den Schwarzen erreicht sie 88 Prozent, Obama lag weit über 90. All ihre Versuche in Staaten wie Florida gerade diese Gruppen in den letzten Tagen zur Wahl zu motivieren, sind offenbar gescheitert. Weiterlesen

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8. November 2016

Kaum Trump-Versteher in Deutschland

Es ist die Frage, die mir in den letzten Wochen am häufigsten gestellt worden ist: „Bist du denn ganz sicher, dass Trump am Ende nicht doch Präsident werden kann?“ Im DeutschlandTrend vor einer Woche erklärten gerade mal vier Prozent der Deutschen, dass sie Trump wählen würden. Das sieht in den USA ganz anders aus: 43 Prozent sollen es nach der heutigen letzten ABC-Vorwahlumfrage sein. Da schütteln viele Deutsche den Kopf und verstehen die Welt nicht mehr. Weiterlesen

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4. September 2016

Struktur der AfD-Wählerschaft

Mit Mecklenburg-Vorpommern zieht die AfD nun in den neunten Landtag ein und die demografische Struktur der Wählerschaft ist von Wahl zu Wahl sehr ähnlich. Infratest dimap hat für die ARD die Wählerschaften der AfD aus den acht Bundesländern, in denen sie bereits in den Landtag eingezogen ist, zusammen gefügt. Insgesamt geht es dabei um rund 1,8 Millionen Stimmen. Weiterlesen

ARD-DeutschlandTrend

4. September 2016

Flüchtlingspolitik entscheidet die Wahl

Zu den Standardfragen in unserer Wahltagsbefragung, also unter jenen Wählerinnen und Wählern, die direkt nach der Stimmabgabe noch einmal einen Stimmzettel für die ARD ausfüllen, gehört die Frage nach den wahlentscheidenden Themen. Hier kann jeder Befragte zwei Kreuze machen, unter verschiedenen vorgegebenen Themen addieren sich die Werte oft auf mehr als 100 Prozent. Die erste Auswertung macht deutlich: Das Wählerlager ist klar gespalten. In jene Gruppe, für die klassische Themen wie Gerechtigkeit und Wirtschaftspolitik am wichtigsten sind, und eine andere Gruppe, für die die Flüchtlingspolitik und innere Sicherheit über allem stehen. Weiterlesen

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4. September 2016

Trendwende bei der SPD auf den letzten Metern

Auch dieser Wahlabend zeigt wieder einmal: Umfragen sind keine Prognosen. In den Tagesthemen weisen wir bei unserer Vorwahlumfrage ja regelmäßig darauf hin, dass sie 10 Tage vor der Wahl nur ein Stimmungsbild darstellt und den Wählerinnen und Wählern als Orientierung dienen soll. Eine große Zahl von ihnen trifft die Wahlentscheidung ohnehin erst in den letzten Tagen. Weiterlesen