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Palästinensisches Tagebuch – Teil 3: Keine Post aus Ramallah

von 25. November 2011 9:35 Uhr

 

Auch heute beginnt mein Tag an einem biblischen Ort: In der 15.000-Einwohner-Stadt Beit Sahour, auf deutsch: Feld der Schafhirten. Genau hier soll der Engel des Herrn damals erschienen sein, um den Hirten die Geburt Christi zu verkünden, erzählt mir Samer – um gleich darauf lachend hinzuzufügen: „Es gibt hier noch mehr Orte, die das von sich behaupten.“ Gemeinsam sitzen wir beim Frühstück. Ich habe die Nacht bei ihm und seiner Familie verbracht: seiner Frau Hanady und seinen vier Töchtern. Alle, auch die siebenjährige Mary sprechen Englisch, gut genug, um sich zu unterhalten. Ob wir in Deutschland auch Engel haben, fragt sie mich. Bestimmt. Aber wo? Das werde ich wohl erst noch recherchieren müssen.mehr

Palästinensisches Tagebuch – Teil 2: Die geteilte Moschee von Hebron

von 24. November 2011 4:37 Uhr

Mit dem Bus einer palästinensischen Reisegesellschaft geht es am Vormittag Richtung Süden, nach Hebron ins Westjordanland. Anders als in Bethlehem, das sich in der sogenannten A-Zone befindet, also unter palästinensischer Kontrolle steht, teilen sich Israelis und Palästinenser diese Stadt. Sowohl für Juden als auch für Muslime ist sie ein heiliger Ort, weil sich hier das Grab des gemeinsamen Stammvaters Abraham befindet. Das Gebäude, in dem sich der Gedenkstein befindet, ist heute auf der einen Seite eine Moschee, auf der anderen eine Synagoge.

Wahrzeichen der Stadt Hebron

Das Grab Abrahams ist das Wahrzeichen der Stadt Hebron. (Foto: Susanne Götze)

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Palästinensisches Tagebuch – 1. Tag: Ankunft in Bethlehem

von 23. November 2011 0:28 Uhr

“Sei bloss vorsichtig!” Das ist der Satz, den ich am häufigsten gehört habe, wenn ich erzählte, dass ich in die palästinensischen Autonomiegebiete fahre. Nach Bethlehem, Hebron, Ramallah. Noch weiss ich sehr wenig über diese Gegend. Muss ich wirklich vorsichtig sein (auch das Auswärtige Amt rät dazu), oder ist es nur ein Vorurteil, dem auch ich mich nicht ganz entziehen kann? Eine Woche werde ich hier verbringen, um diese Frage für mich zu beantworten, mich mit Politikern und Hilfsorganisationen treffen, vor allem aber die Menschen kennen lernen, die hier leben. Die Bevölkerung des Staates Palästina, den es offiziell nicht gibt, dessen Aufnahme in die UNO Palästinenserpräsident Abbas aber am 23. September beantragt hat.mehr

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