1. Januar 2008, 00:27 Uhr - von Wulf Rohwedder
Die Redaktion von tagesschau.de besitzt alle modernen Möglichkeiten der Kommunikation: gleich zwei Methoden für internes Messaging, VPN-Zugänge, blogfähige Handys, ein Content Management System, das seinesgleichen sucht. Und trotzdem gibt es bei uns eine Mitteilungsform, die noch komplett auf Holz und Papier basiert: die Tür.

Die Tür ist nicht nur der Hort des einzigen, wahren Dienstplans - auf ihr sammelt sich alles, was uns irgendwie aufgefallen ist: Obskure Agenturmeldungen, Leserzuschriften, eigenartige Fehlermeldungen, schräge technische Phänomene und vieles mehr. Eine strategisch optimal platzierte Glasscheibe neben der Tür verhindert, zumindest meistens, dass der interessiert Lesende die Tür von einem Kollegen gegen den Kopf geknallt bekommt.
Spätestens im Herbst bedecken mehrere Lagen Papier die Tür. Zum Jahresende wird dann radikal abgeräumt, was gleichzeitig auch eine Gelegenheit ist, eine interne Jahresrückschau zu halten oder sich das eine oder andere Fundstück zu ergattern, bevor es entsorgt wird. Denn spätestens ab Anfang Januar wächst die Tür langsam wieder zu.
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Wulf Rohwedder |
1.01.2008 00:27 Uhr
Kategorie: tagesschau.de
Schlagworte: Nachrichtenagenturen, tagesschau.de, Zuschauerpost
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Am 1. Januar 2008 um 07:48 Uhr
…und natuerlich stand die Tuer auch Pate fuer Euer “Klinkeninvasion in den USA”-Schlusslicht. Ich habs mir schon gedacht
Am 1. Januar 2008 um 17:11 Uhr
Sehr interessant, Herr Rohwedder, wäre jetzt natürlich auch noch zu erfahren, was sich da so an Kuriositäten an der Tür gesammelt hat übers Jahr!
Am 1. Januar 2008 um 18:25 Uhr
@Carl Complaint: Tatächlich ist das Angebot der Agenturen und Bildarchiv in Richtung Klinkenfotos sehr schwach. Und wenn man schon mal die Kamera in der Hand hat… Allerdings handelt es sich um die Klinke auf der Rückseite der Tür, da sich die Jahresendreinigung 2007 etwas verzögert hat.
@Juri: In meinem Vertrag gibt es eine Verschwiegenheitserklärung, die mir die Beantwortung solcher Fragen leider nicht erlaubt.
Am 1. Januar 2008 um 21:34 Uhr
Und ich hielt den Beitrag schon für ge-tür-kt….
Aber nächstes Jahr dürfen wir doch hoffen, dass der Belag versteigert wird, für einen guten Zweck, natürlich.Aber immerhin hat es so eine gewisse Grenze der Speicherkapazität, sonst hübe es die Welt aus den Angeln,und nix mehr ‘Tagen hinter verschlossenen Türen’.
Ansonsten frohes neues Jahr noch
Am 2. Januar 2008 um 00:36 Uhr
Hallo Herr Rohwedder,
naja, in solchen Faellen bemuehe ich immer images.google.com, veraendere dann noch etwas die Farben im Bild, eventuell spiegele ich es horizontal und drehe es noch ein wenig, und hoffe, dass der Copyrightinhaber es nicht merkt
Am 4. Januar 2008 um 01:10 Uhr
Tagesthemen vom 2.1.2008
Die erste Tagesthemensendung in diesem Jahr war enttäuschend. Eine sehr schön verpackte Werbesendung für die CDU. Zwar hat Frau Miosga in ihrer Einleitung und ihrem Interview mit der Generalsekretärin der CSU sich mit der sogenannten Problematik gewalttätiger ausländischer Jugendlicher sehr kritisch auseinandergesetzt. Aber dann kam am Schluß ein Bejubler von Herrn Koch als Kommentator zum Wort. In dieser Sendung wurde der Standpunkt der hessischen CDU letztendlich als richtig dargestellt. Die aktuell vorhandenen Probleme in diesem Bundesland wurden im Zusammenhang der Sendung nicht erwähnt. Eine journalistische Fehlleistung. Es ziemt sich auch nicht, daß Frau Miosga auf eine hemdsärmlige Darstellung in der ersten Tagesthemensendung hinweist. Sollte das ein Eingeständnis “oben hui und unten pfui” sein?
M.f.
g.
Am 22. Januar 2008 um 14:05 Uhr
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