5. November 2008, 06:06 Uhr - von Christian Radler
Eigentlich meint er: “Hello Geschichte!” Die neue First Family hat gerade die Bühne betreten. “Yes-we-did”-Sprechchöre von unten. Winken, dann ist Barack Obama allein auf dem Podium, hält die Antrittsrede als designierter Präsident: “Wenn noch jemand da draußen ist, der zweifelt, dass in Amerika alles möglich ist; der sich fragt, ob der Traum unserer Gründerväter auch heute noch mit Leben erfüllt ist; der immer noch die Kraft unserer Demokratie bezweifelt - mit dem heutigen Abend haben Sie Ihre Antwort.” … “Der Wechsel ist in Amerika angekommen.” … Lob für McCain … Dank an Michelle Obama … Versprechen eines Hundewelpens für die beiden Töchter (sic!) … Erinnerung an die verstorbene Großmutter … Dank an den Kampagnenmanager … Dank an die Wahlhelfer … alles unterbrochen - oder eingerahmt - von euphorischem Jubel.
Und dann noch einmal eine leicht abgewandelte 20-minütige Bewerbungsrede, die in Elementen jedem auf dem Rasen bekannt sein dürfte, inklusive dem Versprechen, wahrhaftig zu sein und der Forderung an alle US-Bürger, mehr für ihr Land zu tun. Die logische Fortschreibung des Kennedy-Satzes “Frage nicht was Dein Land für Dich tun kann, frage was Du für Dein Land tun kannst”. … Die Beschwörung der US-Werte … Riesenbeifall … Biden auf der Bühne … Bidens Frau und Obamas Familie auf der Bühne … aufwühlende Orchestermusik (Disney?) … Euphorie unter den Zehntausenden.
Mit welchem Skript kommen die jetzt wieder von der Bühne runter?
Video vom Auftritt Obamas (Quelle: barackobama.com)
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Christian Radler |
5.11.2008 06:06 Uhr
Kategorie: US-Wahl
Schlagworte: Barack Obama, Chicago, Demokraten, John Biden, US-Wahl, USA
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Am 5. November 2008 um 06:33 Uhr
Also, da bin ich platt!
Ich muss dem Land und seinen Bürgern abbitte leisten.
Ich hatte darauf gewettet, dass “MR.Sixpack” keinen Afroamerikaner zum Präsidenten wählen wird.
Da hat sich offensichtlich ein gewaltiger Wandel getan.
Der Leidensdruck der letzten Jahre war wohl zu gross.
Alles Gute und herzlichen Glückwunsch, Mr. Obama
Am 5. November 2008 um 08:47 Uhr
[...] ein Meer aus Fahnen, 05:04 Uhr Die fast perfekte Kampagne, 06:06 Uhr “Hello Chicago”, ruft Obama, 06:06 Uhr 23:35, Washington DC, 06:07 [...]
Am 5. November 2008 um 10:16 Uhr
Herzlichen Glückwunsch Mister Obama!
Mit seinem Charisma brachte er die wahre Menschlichkeiten zu den Leuten rüber und deshalb hat er so viel gepunktet.
Wir dürfen von ihm keine Wunder erwarten, bei diesem Scherbenhaufen, den er übernehmen muss. Uns bleibt jedoch die Hoffnung auf ein Stück bessere Welt. Er wird auch manchmal Entscheidungen treffen müssen, die uns wahrscheinlich nicht so gefallen. So ist die Politik nun eben und manches lässt sich nicht vermeiden.
Am 5. November 2008 um 11:16 Uhr
Was für eine bewegende und schöne Siegesrede von Obama. Endlich wieder ein Demokrat im weißen Haus und dazu noch ein Schwarzer. Wer hätte das vor 20 Jahren gedacht
Es freut mich auch, dass die Wahlbeteiligung in den USA so hoch war. Ich wünsche den Amerikanern und ihrem neuen Präsident alles Gute!