5. November 2008, 02:04 Uhr - von Jörg Schönenborn
Andreas Cichowicz hat es gerade zutreffend beschrieben. Wir haben ein Bauchgefühl, wie diese Wahl ausgehen wird, aber wir haben noch keine Fakten. Diese 19:30 Uhr Runde war natürlich eine kleine Enttäuschung. Nur “too close to call.” Das heißt weiter warten, dabei sind doch hier im Studio alle so gespannt. Die amerikanischen Kollegen haben sich mit zu frühen Calls, vor allem Jahr 2000, die Finger verbrannt. Damals ging Florida zuerst an Bush, dann an Gore und zum Ende dann nach wochenlangem Gezerre ja doch wieder an Bush. Damals hatten vor allen Dingen Fox und CNN keine ruhige Hand…
Eine feste Regel, wann ein Staat “too close to call” gerufen wird, gibt es nicht. Acht oder zehn Punkte Vorsprung bei der Wahltagsbefragung, also 55 zu 45 reichen jedenfalls in vielen Staaten nicht. Vor allem dann nicht, wenn, wie in Virginia oder Pennsylvania unterschiedliche Regionen eine jeweils völlig andere demografische Struktur haben. Das heißt, die Wahlforscher-Teams müssen dann die Auszählung genau beobachten. Und auch hier kommt es wieder darauf an, dass es aus allen Regionen des Staates genügend Ergebnisse gibt.
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Jörg Schönenborn |
5.11.2008 02:04 Uhr
Kategorie: US-Wahl
Schlagworte: Andreas Cichowicz, Florida, Pennsylvania, US-Wahl, USA, Virginia
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Am 5. November 2008 um 02:45 Uhr
Sie können das ruhig übersetzen: “to close to call” heißt “zu knapp zum Ausrufen”. Wörtlich. Kein Fachausdruck, sondern normale Umgangssprache.
Am 5. November 2008 um 08:46 Uhr
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