31. Oktober 2008, 23:37 Uhr - von Jörg Schönenborn
Freitag, vier Tage noch bis zur Wahl. Am Dienstagabend 22.45 Uhr deutscher Zeit beginnt unsere lange Wahlnacht – zehn Stunden live am Stück aus unserem Studio in Washington. Am Donnerstag sind wir von Köln aus hier eingetroffen. Die Korrespondenten und Techniker, die hier fest stationiert sind, mussten ein bisschen zusammenrücken. Wir teilen uns die Büros zu dritt oder zu viert, und auch auf den Fluren stehen Schreibtische. Die meisten waren schon 2000 und 2004 dabei und wissen, was auf uns zukommt: Einmal rund um die Uhr durchsenden. Denn außer der Wahlsendung selbst gibt es endlos viele Schaltungen in die Nachrichtensendungen.
Die Frage, die auch hier von morgens bis abends diskutiert wird: Kann Obama noch verlieren? Ich studiere seit Tagen die Daten der amerikanischen Kollegen. Und ich sehe nicht, wie dieses Rennen noch kippen sollte. Obama führt klar in allen Staaten, die die Demokraten auch 2004 geholt haben. Das sichert ihm schon mal die 252 Wahlmännerstimmen, die Kerry auch hatte. Zwei sogenannte „Red States“ (Staaten, in denen Bush gewonnen hat) sind längst gekippt: New Mexico und Iowa mit zusammen 12 Wahlmännern – macht 264. Fehlen ganze sechs Stimmen, um Präsident zu werden. Es reicht also, wenn Obama nur in einem der zahlreichen Swing States gewinnt, in denen er knappen Umfragenvorsprung hat: Indiana, Ohio, Virginia oder Florida.
Trotzdem glaube ich, der Höhepunkt der Sympathiewelle für Obama ist überschritten. Wer soviel Geld hat, dass er sich 30 Minuten Werbezeit am Stück leisten kann, muss sich schon die Frage gefallen lassen, ob er sich den Sieg kaufen will. Klar, das Geld kommt von Kleinspendern, von über drei Millionen einzelnen Wählerinnen und Wählern. Trotzdem, Bescheidenheit kann auch im Wahlkampf eine Tugend sein.
Im Wahlteam beschäftigen uns aber gerade ganz andere Fragen: Bekommen wir die Grafik-Computer, die seit Mittwoch am Flughafen stehen, rechtzeitig aus dem Zoll? Und funktionieren die Datenleitungen, über die uns der „National Election Pool“ in der Wahlnacht die Umfragedaten schickt?
Dieser „National Election Pool“ ist ein Institut, das alle amerikanischen Medien gemeinsam unterhalten, um die Wahltagsbefragungen durchzuführen. In 50 Staaten und Washington DC müssen es natürlich getrennte Erhebungen sein, weil jedes Ergebnis einzeln zählt. Das ist ein ziemlicher Aufwand, weshalb hier in Amerika viel kleinere Stichproben üblich sind als bei uns. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl in Bayern hat Infratest dimap für die ARD 30.000 Interviews gemacht als Grundlage für die Prognose. Im berüchtigten Florida werden es am nächsten Dienstag ganze 2500 sein. Das ist also alles mit viel mehr Vorsicht zu genießen.
Derweil wundern wir uns, was die amerikanischen Kollegen stattdessen so alles in Umfragen herausfinden. Bei Hundehaltern, meldet AP, liegt McCain mit 42 zu 37 vorn. Bei Nicht-Hundehaltern führt hingegen Obama 48 zu 34.
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Jörg Schönenborn |
31.10.2008 23:37 Uhr
Kategorie: US-Wahl
Schlagworte: Barack Obama, Demokraten, Florida, Indiana, John McCain, Ohio, Republikaner, US-Wahl, USA, Virginia
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Am 1. November 2008 um 12:42 Uhr
Ich freue mich auf eine faire und spannende Wahlberichterstattung von Ihrer Seite. Ich hoffe weiterhin, dass die Wahlmaschinen gut funktionieren und die Stimmen ehrlich ausgezählt werden. In Amerika heute keine Selbstverständlichkeit …siehe 2001.
Zur Frage, ob es ein erkaufter Sieg wäre, möchte ich doch zu Bedenken geben: Barack Obama hat die Herzen der Menschen schon längst erobert, weil es ihm sowohl hinsichtlich der technischen Fähigkeiten (seine Internetkampagne) wie auch durch seine - für meine Begriffe - klare Programmatik und symphatische Art plus Charisma gelungen ist, 100000 ende Amerikaner wieder für die Politik ihres Landes zu interessieren. Vielleicht war der TV-Ad nicht mehr notwendig, aber wissen wir, ob die McCains und Palins nicht Montag noch eine Riesensauerei auf den Tisch werfen werden???
In diesem Sinne zählt nach wie vor jede Stimme in den USA. Das sollte man bitte so sehen, denn nur mit einer starken Regierung kann Obama das Land tatsächlich verändern.
Am 1. November 2008 um 13:01 Uhr
Wie heißt da ein Werbespruch … ? Wenn sie wegg sind sind sie wegg! In diesem Sinne “Good by George” und sattle deine Pferde und ab nach Texas! Die Welt wurde durch deine ( Jahre wahrlich nicht sicherer!
Am 1. November 2008 um 13:05 Uhr
Ich habe 4 Jahre in den USA gelebt und dort die letzte Wahl mitbekommen. Mein Eindruck ist, dass amerikanische Prognosen extrem unzuverlässig sind. Ausserdem spielt der Rassismus immer noch eine sehr grosse Rolle, auch wenn es kaum jemand offen zugibt. Ich habe meine Zeifel, dass diejenigen, die am Ende doch nicht “für einen Farbigen” stimmen, in den aktuellen Umfragen richtig eingerechnet sind. Auch bei der letzten Wahl hatten viele meiner Bekannten in Illinois schon genug von Bush und haben am Ende doch einen Grund gefunden, nicht für Kerry zu stimmen. Dann geht man dort einfach gar nicht wählen. Leider.
Am 1. November 2008 um 13:08 Uhr
Leider ist den Amerikanern zuzutrauen, dass sie sich aller Umfragen zum Trotz einen 72-jährigen Tattergreis als Präsidenten wählen. Es gibt dort drüben so viele Menschen, die noch immer die farbigen Mitmenschen für eine niedere Lebensform halten…Wir müssen warten! Wir Deutschen sind mit unseren Umfragen ja auch nicht besser, man denke nur an Herrn Stoiber als Kanzlerkandidat, oder Frau Merkel…
Am 1. November 2008 um 13:09 Uhr
Ich kann es auch kaum erwarten bis es bei uns Montag Morgen ist. ich werde vermutlich kein Auge zutun bis ich ein vorläufiges Ergebnis habe. Ich war vor einigen Jahren für ein Jahr in den USA und kürzlich noch einmal für ein paar Monate. Dabei bin ich erschrocken welche Unwahrheiten zum Teil über die Kandidaten verbreitet werden. Vornehmlich ist davon Barack Obama betroffen, was nicht verwundert wenn man sieht welchen Weg die McCain Kampagne eingeschlagen hat (-> negative campaigning, welches McCain zuvor verdammt hatte).
Eine der ewas häufigeren Attacken, die ausnahmsweise in der Tat etwas wahrheitsgehalt haben ist der Vorwurf, dass Barack sich entgegen vorheriger Zusagen aus dem “Public Financing” der Campaign zurückgezogen hat. In diesem Zusammenhang wundert es einen Allerding weshalb man auf vielen (vornehmlich erzkonservativen/für unsere Verhältnisse fast schon radikal) Blogs, wie beispw. dem von “foxnews” den Vorwurf liest Barack “verschwende” Steuergelder (in diesem Zusammenhang auch oft der Vorwurf des “spreading the wealth around” - eine unglückliche Wortwahl seitens Obamas für das Solidaritätsprinzip) wenn er für 3 bis 5 Mio. Dollar eine halbe Stunde im prime time - Fernsehen kauft.
@Warzcha: ich stimme dir zu, Obama hat unter anderem deshalb die Herzen vieler gewonnen weil er eine solche “grassroots Campaign” gestartet hat und sich vornehmlich um die interessen des “kleinen Mannes” kümmert. “Erkauft” ist dieser Sieg (sollte es einer sein) dann zwar schon ein bischen, jedoch im Gegensatz zu vielen vorherigen Kampagnen von den Spenden vieler (Millionen an Spendern!) Otto Normal-Bürger.
zu guter letzte: war die Wahl und das Debakel in Florida nicht 2000?
Am 1. November 2008 um 13:17 Uhr
[...] Vier Tage vor der Wahl führt Obama klar in allen Staaten, die die Demokraten auch 2004 geholt haben. Dazu in New Mexico und Iowa, die Bush vor vier Jahren gewann. Fehlen noch ganze zwölf Wahlmänner-Stimmen. “Ich sehe nicht, wie das noch kippen sollte”, meint ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn. [mehr] [...]
Am 1. November 2008 um 13:18 Uhr
Guten Tag
Die Welt kann nur hoffen, dass am 9.11 die Ära der neoliberalen Republikaner mit dem miserabelen Präsident
Bush zu Ende ist und mit Obama eine neue Zeit beginnt.
Eine Zeit in der die Werte wieder im Vordergund stehen
und nicht die Rendite.
Am 1. November 2008 um 13:25 Uhr
Alles ist möglich, auch ein Umkippen in letzter Sekunde (man erinnere sich an die Wahlen in Spanien, als die Sozialisten um Zapatero sozusagen in letzter Minute durch die gezielt Wahl beeinflussenden Anschläge von Madrid das Ruder noch herum gerissen haben).
Ich hoffe inständig, dass so ein Szenario nicht auch in Amerika stattfinden wird und dann McCain und seine Hockey begeisterte ‘Bulldogge’ (wie sich Pailin ja selber mal nante) in letzter Minute noch ans Ziel gelangen. Obama hat die Chance verdient,für die er und seine Mannschaft und Unterstützer gekämpft haben und nis zur letzten Minute kämpfen. Ich finde es bemerkenswert, dass endlich mal jemand sagt: ‘ich werde nicht perfekt sein’ aber zusichert, dass er immer ehrlich sein und mitteilen wird, was er denkt. Spätestens nach der Lektüre seines zweiten Buches (The Audacity of Hope) habe ich keine Zweifel mehr, dass dieser Mann das Potential hat, im wahrsten Sinne des Wortes die Welt zu verändern - in einem positiven Sinne. Vorausgesetzt er gewinnt nächste Woche und er bekommt den nötigen Spielraum, seine Vorstellungen auch tatsächlich durchzusetzen.
Am 1. November 2008 um 13:32 Uhr
OBAMA FOR PRESIDENT!!
Am 1. November 2008 um 13:34 Uhr
Die Frage ob Obama den Sieg erkaufen könnte, muss man mit Nein beantworten.
Soll er doch 30 Minuten Werbung kriegen. Er schadet keinem damit, da es seine Wähler sind die das Geld für den Wahlkampf gaben. Somit auch für Werbung.
Man kann nur hoffen, dass die Investition in die Werbung ihre Wirkung auch erzielt und am Wahltag eine deutliche Mehrheit die bessere Entscheidung treffen wird.
Obama und seine Partei können nicht alles anders machen, aber vieles besser. Diese Möglichkeit haben die Wähler in den USA.
Man stelle sich, in Anbetracht des hohen Alters für einen Präsidenten, nur mal detailliert vor: Was wäre wenn McCain einen Schlaganfall bekommt und die gute Palin das Ruder KOMPLETT übernimmt???
Diese Frage wurde viel zu wenig erörtert und die reale Situation Palin als Präsidentin wurde zu wenig verdeutlicht.
Im Gegensatz dazu wurde Palins Konkurrent Biden auch leider viel zu wenig beleuchtet und hinterfragt.
Am 1. November 2008 um 13:34 Uhr
Ich kann nur hoffen, daß die Wahl fair abläuft; halten sich noch nach 8 Jahren zäh Gerüchte über Betrug und Manipulation.
Wir in Deutschland mögen noch so viele Journalisten in den Staaten postieren - nie werden wir die Stimmung in unsere Fernseher holen können.
Aber gerade die Stimmung, das Flair, die Angst und Hoffnung wird in diesen Tagen entscheiden, wer der mächtigste Mann der Welt wird.
Am 1. November 2008 um 13:44 Uhr
Jede Demokratie wählt ihren Henker selbst!
Erst Bush. Und jetzt Barack H. Obama. Ich bin gespannt, wie er angesichts des drohenden Staatsbankrotts und der Finanzkrise und seine Wahlversprechen halten will.
Am 1. November 2008 um 13:45 Uhr
Als Hunde- bzw. Nicht-Hundebesitzer würde ich mich jetzt ordentlich positiv diskriminiert fühlen. Ganz offensichtlich fehlen die
Katzenbesitzer vs. Nicht-Katzenbesitzer vs. Hund-+Katz-Besitzer
Briefmarken- vs. Münzsammler
Bier- vs. Weintrinker
Slip- vs. Boxershorts-Träger
Eigenheimbesitzer mit vs. ohne Koy-Teich
Kurzhaarige vs. langhaarige Frauen
Besitzer von Autos ohne vs. mit Aufkleber
Apple- vs. PC-Besitzer ???
Junge, Junge - für Ihre US-Kollegen bleibt nocht viel zu tun und nur noch wenig Zeit, besonders, wenn sie aus all’ dem noch Kombinationsprofile erstellen und vergleichen wollen.
Danke jedenfalls für Ihren Bericht.
Am 1. November 2008 um 14:24 Uhr
Ich finde man sollte sich, wenn man schon die Bücher der Kandidaten liest, auch BEIDE Seiten durchlesen. Nur die Biografie und weitere Bücher von Einem zu lesen reicht da einfach nicht aus!!!! Wie viele Obamabefürworter haben den sich die Mühe gemacht die Bücher der Gegenseite zu lesen? Irgendjemand hier unter den Kommentatoren?
Dennoch stimme ich zu : McCain darf einfach nicht in letzter Minute gewinnen.
Obama wird eine Veränderung bringen. Ob sich an den Usa mit ihrer obstrusen Außenpolitik und Klimaschutzpolitik wirklich was ändern wird, und somit auch das Bild was Europa von den Staaten hat - das wird sich zeigen.
Aber von der gegeben Auswahl, kann nur Obama die Notbremse ziehen.
Am 1. November 2008 um 14:24 Uhr
irre ich mich oder wählen die amerikaner ihren präsident und nicht nicht wir. ich wiederhole mich, aber ich glaube wir wissen mehr über die wahl in den usa als die amerikaner selbst…
Am 1. November 2008 um 14:43 Uhr
Wer auch immer gewählt wird - alle Wahlversprechen der vergangenen Monate werden mit Sicherheit nicht umgesetzt werden (können), aber es wird Zeit das in der Politik auch mal jüngere Leute zum Zuge kommen. Es kann jetzt irgendwie nur besser werden
Am 1. November 2008 um 14:47 Uhr
das wir mehr wissen als die amerikaner selbst, dieser eindruck entsteht eventuell nur aus unserer objektiven sichtweise.
ich denke aber schon, dass die amis da auch sehr gut bescheid wissen, man nehme sich mal cnn vor, pausenlos dreht sich es sich nur um das thema.
wer macht denn hier schon einen wahlwerbe POPsong wie “obamagirl” oder wie CHARLIE FINK auf YOUTUBE mit seinem Comic :The 2 Mc Cains?
Am 1. November 2008 um 15:00 Uhr
Hier in Arizona treffe ich jede Menge McCain/Palin supporters, insbesondere auch Leute die lieber Palin als Praesidentin sehen wuerden als McCain. Dennoch scheint es dass Obama selbst hier, dem Heimatstaat McCains, gewinnen koennte! In Deutschland haette dieses Team wohl ueberhaupt keine Chance? Ich kenne keinen einzigen Deutschen der Positives ueber Bush und die Republikaner zu sagen hat, diesen Unterschied zu den USA finde ich bemerkenswert! Uebrigens, auf die Erleichterung oder Enttaeuschung muss noch bis Mittwoch gewartet werden. Im Gegensatz zu Deutschland hat ein US Praesident 100% Macht, egal wie knapp die Wahl war. Siehe Bush.
Am 1. November 2008 um 15:02 Uhr
Ich denke, als Deutscher kann man nur hoffen, dass Obama Präsident wird, denn ob man Obama nun mag, seine Kampagne für übertrieben hält oder findet, dass er die falsche Hautfarbe hätte, er wird der bessere Präsident sein, denn McCain würde die Unbeliebtheit, die sich die USA in den letzten 8Jahren “erarbeitet” hat verstärken. Denn es ist Fakt das McCain die meisten Bush Entscheidungen toleriert bzw sogar unterstützt hat. Ausserdem braucht die Welt keine weitere Verschärfung der Konflikte zB. zwischen Russland und den USA, in die uns (also Deutschland) die USA sicher hineinziehen würde! Zur Finanzkrise will ich sagen, das selbst der dümmste Rassist in der USA sehen müsste, dass die neoliberale Politik der Republikaner versagt hat und ein (sehr) kleiner Links-rusch zu den Demokraten Abhilfe bringen könnte! Noch dazu habe ich vor Osama bin Laden weniger Angst, als vor der Möglichkeit das Palin Präsidentin werden könnte und ihre teilweise radikalen Ansichten umsetzt.
Also viel Glück Obama!!!
Am 1. November 2008 um 15:05 Uhr
hier in den usa gibt es keine demokratie! vielmehr handelt es sich um ein einpartei-system mit zwei seiten. alles wird von corporations und banken gesteuert. Die wiederum verbreiten ihre doktrin und luegen ueber die medien. z.b. gibt es den usa gibt es kein staatsfernsehen aus steuermittel finanziert. so ziemlich alles ist ueber werbung und stiftungen finanziert. Leider ist die welt nicht so wie sie scheint und ob sie die rote oder blaue pille schlucken liegt an ihnen.
nicht ‘democracy” sonder ‘corpocracy’!
Am 1. November 2008 um 15:10 Uhr
Für mich ist auch diese Wahl nur eine weitere traurige Entscheidung zwischen Regen oder Traufe. Denn mit beiden Kandidaten würde vermutlich etwas mehr politische Klugheit ins Weiße Haus einziehen. Was aber nicht bedeutet, dass es zugleich dadurch besser würde für die Welt. Eine Großmacht wie Amerika wird sich nie und von keinem die Butter vom Brot nehmen oder den Ölhahn zudrehen lassen! Also sollten wir auch von einem halbschwarzen Präsidenten keinen Weltfrieden erwarten.
Ich persönlich sehe überhaupt keinen Ausweg aus dem Desaster, das uns und vor allem den Menschen in der 3. Welt Herr Busch und seine Energie- und Rüstungslobby hinterlassen hat.
Am 1. November 2008 um 15:13 Uhr
Schicken die Vereinten Nationen zumindest dieses Mal Wahlbeobachter aus, um eine demokratische Wahl sicherzustellen?
Am 1. November 2008 um 15:14 Uhr
Don’t forget Colorade, Herr Schönenborn! Colorado zählt seit Wochen schon zu den Staaten, die sicher auf Obamas Seite sind. Das sind noch mal 9 Wahlmännerstimmen. Dazu kann man wohl auch Nevada rechnen (5). Damit ist er längst über den Berg.
Es ist in der Tat schwer vorstellbar, dass Obama die Wahl noch verliert. Die Höhe des Sieges wird sehr von der Wahlbeteiligung abhängen, sie seht hoch ausfallen wird. Zumindest wird dies erwartet. In meinem eigenen Heimatstaat Ohio werden 80% erwartet. Eine Binsenweisheit besagt, dass je höher die Wahlbeteiligung ist, desto höher die Chance für Demokraten. Und Republikaner sind sowieso ziemlich deprimiert dieses Jahr.
Ich bin sicher, Obama wird das schon schaukeln.
Am 1. November 2008 um 15:22 Uhr
ich sehe den derzeitigen stand mit geschmischten gefühle. der schritt mit obama an der spitze wäre riesig, erfolg für obama, evtl auch für die amerikaner. aber ist das amerikanische volk reif für einen schwarzen präsidenten? wenn ja, was ich aus eigenen erfahrungen her bezweifele, dann sind die usa im wahlkampft um 100 jahre weiter in der entwicklung vorangeschritten. daumen hoch für obama und seinen - hoffentlich kommt es dazu - mitsteiter aus den republikanischen reihen, den ebenfalls dunkelhäutigen colin powell. wenn sie anähernd so ehrlich sind wie sie herüberkommen, dann können sie sehr viel bewegen. hoffen wir also, dass das weiße establishment ihnen nicht in den rücken fällt.
Am 1. November 2008 um 15:37 Uhr
(…)”Ich finde es bemerkenswert, dass endlich mal jemand sagt: ‘ich werde nicht perfekt sein’ aber zusichert, dass er immer ehrlich sein und mitteilen wird, was er denkt.”(…)
Naja ^^ wollen wir doch mal sehen wie lange er sich daran halten wird
, ich für meinen Teil würde auf solche Aussagen nicht vertrauen.
Aber eine Veränderung muss her also wollen wir mal hoffen wer dort auch immer als Sieger vom Platze geht, wird sie auch bringen.
Am 1. November 2008 um 16:01 Uhr
Ich glaube schon,das Obama Präsident wird,weil er die
Hoffnung ist für viele Amerikaner ,die USA wieder zur
Weltmacht zu machen
Am 1. November 2008 um 16:01 Uhr
Ich bete inständig zu Gott, dass das amerikanische Volk nicht wieder den selben Fehler begeht, wie in den letzten beiden Wahlperioden. Diesmal wäre diese ‘Fehler’ vielleicht fataler und weittragender. Denn gesetzt den Fall, dass ein Präsident John McCain amtsunfähig werden sollte, dann liegt die Macht Amerikas in den Händen einer völlig unfähigen und verantwortungslosen Person: Sahra Palin. Ich mir nicht ausmalen, was das für Konsequenzen hätte
Am 1. November 2008 um 16:03 Uhr
Die Republikaner haben ihre letzte Bombe gezündet: Eine “Halbtante” (Halbschwester des Vaters?) lebt angeblich seit 2004 illegal in Boston. Auch wenn das wahr wäre, seit wann wissen die Republikaner davon? Vermutlich seit 2004…
Am 1. November 2008 um 16:10 Uhr
Ich finde es ehrlich gesagt sehr erstaunlich, dass mit der US-typischen Art und Weise des Wahlkampfs so unkritisch umgegangen wird. Ehrlich gesagt kann ich darin nicht besonders viel demokratischer Ideale wiederfinden - lediglich den harten Ehrgeiz, wenn es darum geht, die Wähler zu überzeugen. Doch wovon sollen sie eigentlich überzeugt werden? Von einer neuen Außenpolitik, einer eventuellen ökonomischen Umstrukturierung oder vielleicht einem Überdenken der sozialen Schichtung? - Nein!, einzig und allein von der Wahl des “einzig wahren” Kandidaten.
Dafür ist es natürlich auch legitim, “Wahlkampfspenden” in Millionenhöhe von der Industrie und den Bürgern anzunehmen sowie diese dann wiederum (zum Teil) selbst Wahlkampf betreiben zu lassen.
Ein 30-minütiger Werbespot direkt vor der Wahl setzt dem Ganzen das so genannte I-Tüpfelchen auf; denn wer meint, damit die Wähler überzeugen zu können, scheint sie ja bereits als unmündiges “Wahlvieh” zu verstehen. (Die beiden Hauptkandidaten gleichen sich in diesem Punkt.)
Ich glaube, ein großer Teil der US-Bevölkerung ist mehr als erleichtert, wenn diese gigantische Show endlich vorbei ist. Zu hoffen ist, dass sich der neue Präsident demokratischer und rationaler als der bisherige verhalten wird.
Überraschend wäre zumindest ein Präsident, der die Bervölkerung dazu bewegt, eigenständiger und kritischer zu denken.
Nur zur Versicherung:
Habe ich es richtig verstanden, dass es eine zehnstündige Live-Übertragung der Wahl geben wird?
Nochmal: Zehn Stunden?
Im obigen Artikel wurde doch bereits geschrieben, dass die Prognosen sehr unzuverlässig sein können. Wieso sollte man sich dann derart intensiv mit der Wahl in Echtzeit auseinander setzen?
Am 1. November 2008 um 16:12 Uhr
@ tilmaen:
Was ist denn Montagmorgen? Montag ist der 3.11., die Wahl ist am Dienstag und unserer Zeit in der Nacht auf den Mittwoch erst zu Ende (Hawaii und Alaska wählen bis nach jedem Redaktionsschluß unserer Zeitungen).
Meinten Sie vielleicht Mittwochmorgen?
Am 1. November 2008 um 16:36 Uhr
wohl eher Donnerstag oder Freitag bzw wenn’s wieder Recounts gibt 1 bis 2 Wochen später. Oder gar nicht wenn die Republikaner noch die ein oder andere Kugel aus dem Ärmel schiessen.
Nein, im Ernst. Barack Obama wird der nächste President der USA. Was mich freut denn ich werde nächstes Jahr in die USA nach Kalifornien ziehen und kann mich dann an einem vernünftigen HealthCare System à la “Europa” erfreuen.
Am 1. November 2008 um 16:40 Uhr
Ich hoffe Obama macht das Rennen.Und Besucher aus Deutschland werden bei der Einreise in die USA nicht mehr behandelt wie Schwerverbrecher von zum Teil total inkompetentem Sicherheitspersonal.Ein tolles Land,das eine anständige Regierung verdient hätte.
Am 1. November 2008 um 16:41 Uhr
Ich finde es schon sehr verwunderlich, wenn einige User hier vom “versteckten” Rassismus sprechen und diesen vielen Amerikanern unterstellen.
Gegenfrage: Wann haben wir denn den ersten Kanzlerkandidaten bei der CDU oder SPD, der türkische Wurzeln hat und dann auch noch tatsächlich zum Kanzler/in gewählt wird.
Meine Prognose: Nicht in 1000 Jahren!!!
Daher bitte ich folgenden klugen Spruch zu bedenken: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.
MFG,
Tim aus New York
Am 1. November 2008 um 16:45 Uhr
“das wir mehr wissen als die amerikaner selbst, dieser eindruck entsteht eventuell nur aus unserer objektiven sichtweise.”
Objektiv? Wie kommt es dann, dass sogar Leute, die politisch bei den Republikanern besser aufgehoben wären als bei den Demokraten, hierzulande Obama wollen? Glaubt ihr wirklich, wir haben hier eine objektive Berichterstattung, die beide Seiten in gleicher Weise beleuchtet?
Außerdem sind wir als Europäer genauso gut durch unsere Geschichte, Kultur etc. vorbelastet wie jeder Amerikaner, nur eben anders. Für Europäer ist Umweltschutz ein zentrales Thema, für Amerikaner eher ein Gimmick. Manches, worüber wir hier irritiert die Augenbrauen hochziehen, ist dort selbstverständlich oder sogar etwas, worauf man stolz ist.
Am 1. November 2008 um 17:25 Uhr
die riesige Spendensumme,bekommt Obahma von den Menschen,weil sie ihn als Präsidenten möchten.Ich denke,daß Obahma der richtige Mann ist,er hat etwas vom jungen John Kennedy und ich mag ihn auch.
Am 1. November 2008 um 17:47 Uhr
Ich bin auch der Meinung von Hampy (20)
Demokratie muss erst wieder Demokratie werden.
Ich bin überzeugt, dass so eine Art Politmaffia bestimmt, was die Politiker zu tun haben. Die Belange des Volkes sind uninteressant, es wird einfach über unsere Köpfe hinweg entschieden. Wir Steuerzahler sind nur noch zum
Abkassieren da. Ist es nicht so, dass der, der bezahlt auch das Anschaffen hat? Wir Bürger müssen uns über diese Art von Politik wehren.
Ja, Mister Obama wird es nicht leicht haben, wenn er die Wahl gewinnen sollte. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehört es, dass er die Gier der Wirtschaft drosselt, denn des Menschen Devise lautet: LEBEN UND LEBEN LASSEN
Am 1. November 2008 um 18:13 Uhr
Ich sage: Vorsicht! Rassismus ist immer noch sehr stark in den USA verteten. Es gibt leider immernoch zu viele Menschen welche der Meinung sind das man einem ‘Schwarzen’ Staatsbuerger nicht vertrauen kann. Und dies wird der Grund sein, dass sogar viele Demokraten nicht fuer Obama waehlen werden.
Ungebildete Kommentare ueber Obama sind weitverbreitet und scheinen wegen grosser Ignoranz nicht korrigierbar. Sogar Mitglieder in meiner Gemeinde wollen mich davon ueberzegen, dass Obama ein Muslim und Araber ist und nach Saddam Hussein benannt wurde.
Ich hoffe sehr, dass Obama gewinnt. Wenn nicht, sieht unsere Zukunft hier nicht sehr gut aus. McCain’s Plaene sind nicht zu vertreten. Beispiel: Er will durchsetzen, dass Firmen ihre Angestellten nicht mehr versichern muessen und uns Angestellten $5000 in Steuern zurueckgeben will, damit wir uns selbst versichern. Meine Krankenversicherung kostet mich ueber $12000 im Jahr und ist vom Arbeitgeber. Wenn ich selbst versichern muesste wuerde mich die Versicherung ueber $25000 kosten.
Ich verfolge die Wahlen mit grosser Hoffnung.
Am 1. November 2008 um 18:15 Uhr
Was interessiert die US Wahl? Für UNS ist es völlig egal ob McCain oder Obama die Wahl gewinnt. Es wird sich nicht im geringsten auf irgendetwas auswirken von dem wir was haben. Maximal innenpolitisch in den USA wird sich was ändern. Alles andere ist Wunschdenken!
Am 1. November 2008 um 18:16 Uhr
Ich hoffe natürlich das Obama gewinnt_
McCain hat schon eine mitelmässige politische Erfahrung und eine gewisse “gegen GWB” Haltung aufzuzeigen ….. aber Fr. Palin! … besser wär’s Alaska an den Russen zurückzugeben als diese Frau irgendwelche weiteres Amt in den Weg zu legen!
Dann dieser Vorwurf vom erkauften Wahl! GWB kam mit dem Geld der Öl-Multis zur Macht! Neid und Hilflosigkeit der Republikaner spielen hier eine ganz grosse Rolle.
Nein, auch von der Ferne hat Obama mich überzeugt und ich hoffe dass im letzten Moment die Frage der Hautfarbe nicht ein unerwartetes Ergebnis zugrunde liegt.
Am 1. November 2008 um 18:17 Uhr
Wenn Obama diese drei Regeln nicht befolgt kann er durchaus noch verlieren ;):
1. Keine wichtigen Dokumente im Watergate-Gebäude liegen lassen!
2. Nicht mit dem Cabrio durch Dallas fahren!
3. Finger weg von den Praktikantinnen!
(aus Auslandsjournal; 3sat)
Am 1. November 2008 um 18:23 Uhr
Ich würde wahrscheinlich auch Obama wählen. Jedoch finde ich es Schade, daß in Deutschland so einseitig über Obama berichtet wird. Ich war kürzlich für ein Auslandssemester im Mittleren Westen (BibleBelt) der Vereinigten Staaten und bin von dort aus ziemlich viel im ganzen Land herumgereist. Ich kann euch versichern, daß das Wahlkampfbild in Deutschland sehr verzerrt durch die Medien kommuniziert wird.
Wenn Obama Präsident wird so müssen wir uns im klaren sein, daß er amerikanische Interessen vertreten wird. Obama ist mit Sicherheit kein Messias oder Allheilsbringer.
Sollte McCain Präsident werden, so müssen wir die demokratische Entscheidung der Amerikaner akzeptieren und respektieren. Es ist deren Wahl - nicht unsere. Genau hier sehe ich das Problem der Berichterstattung in den deutschen Medien. Es wird förmlich eine Erwartungshaltung an die US-Amerikaner aufgebaut, nicht für McCain zu stimmen. Die Menschen werden enttäuscht und mit Vorurteilen belegt sein, sollte McCain die Wahl gewinnen. Enttäuschung oder auch Freude über das Wahlergebnis ist nicht angebracht. Wir müssen es ganz nüchtern hinnehmen wie es ist. Amerikaner und auch amerikanische Präsidenten sind ein Freund unseres Landes - egal wer gerade Präsident ist. Und wir sollten es auch sein, egal wer gerade US-Präsident ist.
Am 1. November 2008 um 18:24 Uhr
Die Euphorie für Obama ist ja gewaltig. Keiner sollten aber glauben, daß sich grundsätzlich an der Welt etwas ändern wird, sollte Obama Präsident werden. Der amerikanische Präsident hat die Interessen Amerikas zu vertreten. (Hey, Leute. Hört auf zu träumen). Man sollte sich da vor allzu viel Naivität hüten. Es wird nur darum gehen, wie diese Interessen verpackt werden. Wenn die Europäer mitspielen, werden sie als “Partner” betrachtet werden. Sonst eben nicht. Auch ob die Innenpolitik sich nachhaltig ändern wird, ist ebenso zweifelhaft. Man kann nicht ein ganzes Gesellschaftssystem auf den Kopf stellen. Außerdem sind die Amerikaner trotz allem zufriedener als viele Europäer und kämen nie auf die Idee, auszuwandern. In den USA wäre eine Fernsehsendung wie “Mein neues Leben XXL” undenkbar. Woran liegt das wohl?
Am 1. November 2008 um 18:26 Uhr
@placeholder
Lasse ich nicht gelten! Wem die Berichterstattung in Deutschland nicht objektiv genug ist, der kann sich ja nun wirklich problemlos Informationen aus dem europäischen Ausland oder Amerika besorgen.
Geht heute alles ganz toll übers Internet.
Naürlich ist uns hier ein Obama lieber als ein McCain, schon allein weil wir alle “24″ geguckt haben, wo ein Schwarzer ein richtig guter Präsident ist.
Am 1. November 2008 um 18:48 Uhr
Wie schön, dass in den kommenden Tagen eine Ära zu Ende geht, von der in den deutschen Medien zu lesen ist, dass sie weltweit als eine der dunkelsten in der amerikanischen Geschichte zu begreifen ist. Wie schön, dass alles für den Sieg eines hierzulande gern als stahlender Ritter gesehenen Kandidaten spricht. Aber wie uneuropäisch - weil unkritisch - doch diese eindeutige Sichtweise sich in unsere Herzen und Köpfe eingegraben hat: Die acht Jahre des Bösen sind vorbei, es erscheint der neue Messias, der die Welt eint, statt sie zu spalten. Ich bin _so_ gespannt auf den Ausgang der Wahl. Aber uns allen muss klar sein, dass sich der Triumphant erst noch zu erweisen hat. Leider erweist sich dabei allzu oft eine herb enttäuschende Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, zwischen Wahlkampf und der Möglichkeit, die Welt auch wirklich zu verändern.
Am 1. November 2008 um 18:56 Uhr
Also, was ist das besser Übel:
Ein Abtreibungspräsident?
Ein Kriegspräsident?
Mir wäre es egal, wenn doch einer nicht zum Schlächter seiner anvertrauten Kinder wäre.
Beide haben gelernt: Du sollst nicht töten. Und doch sind sie beide für den Tod.
Fasse, wer es fassen kann, das es da keine Alternativen gibt/gab.
Am 1. November 2008 um 19:11 Uhr
Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte sich einmal auf youtube umschauen. Es zeigt sich doch leider, dass viele Amerikaner wirklich nicht sehr viel Ahnung von der Wahl und seiner Kandidaten zu haben scheinen.
Fasst man die Kommentare zusammen, so sehen die Kandidaten für die jeweiligen gegnerischen Lager so aus:
McCain ist ein seniler, rechts außen stehender Kriegsveteran, der für Geld gerne mal seine Meinung ändert und Diplomatie gerne im Sinne der NRA mit Waffen denn mit Worten löst. Palin eine hinterwäldlerische, noch rechter eingestellte geschminkte Bulldogge mit Hockeystick in der einen und Lippenstift in der anderen Hand.
Barack Hussein (eindeutig Moslem![...]) Bi(de)n Laden Obama (wegen Osama…), ein erzlinker Sozialisten-Kommunist, Moslem, der nur in eine christliche Kirche geht, um sich von Black-Panther-Rassismus inspierieren zu lassen, um anschließend den Wohlstand gleichmäßig aufzuteilen, wenn nicht sogar Al Kaida und Ahmadinedjad mit Steuergeldern zu unterstützen.
So skurril das klingt, es ist leider wahr, so mein subjektiver Eindruck. (einfach selbst überzeugen)
Dennoch, was ich allgemein in der Politik vermisse, scheint Obama wahr zu machen. In der Vergangenheit wurden aus möglichem Interessenkonflikt Kirche und Staat getrennt. Durch sein fehlendes Interesse an Lobby-Geldern erscheint es möglich, dass er der erste Präsident wäre, der nun auch Wirtschaft und Staat voneinander trennt. So etwas wünsche ich mir auch für deutsche Politiker, und nicht nur von der Linkspartei (die zumindest eine Veröffentlichung der Sponsoren anstrebt). Darüber hinaus ist Obama Community Organizer, was den vermehrten Einsatz von Bürgerbüros und somit eine stärkere Einflußnahme der Bevölkerung selbst ermöglicht. Zwei Daumen hoch.
Am 1. November 2008 um 19:14 Uhr
Ich finde es peinlich, daß selbst Journalisten, die es besser wissen müßten, immer wieder von “Amerika” reden und schreiben, wenn sie die USA meinen. Amerika reicht von Chile bis Alaska. Diese Ausdrucksweise dokumentiert eine sehr verbreitete US-zentrierte Sichtweise und diskriminiert die vielen anderen Nationen dieser beiden Kontinente.
Am 1. November 2008 um 19:23 Uhr
Ich lebe seit fast 5 Jahren in den USA und habe aus Seattle im Staat Washington (einem der sicheren democrat-blue states) seit nunmehr fast 2 jahren tag fuer tag, woche fuer woche Barack Obama verfolgt. Es gibt so viele Menschen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten kaum noch oder gar nicht mehr fuer Politik interessierten, die nun angeregt mit-diskutieren und sich ueber Inhalte streiten. Und das ist doch das erfreuliche: trotz aller persoenlichen Angriffe und Tiefschlaege: in dieser Wahl geht es fuer die Amerikaner um Inhalte, Themen, “issues” wie sie kontrstreicher kaum sein koennten - eine ECHTE WAHL eben.
Wir Deutsche, die wir uns seit dem Berlin Besuch von Obama den ich vor Ort mit erleben durfte einen President Obama wuenschen sollten uns darueber im Klaren sein, dass es fuer uns sehr sehr schwer wird, uns den legitimen Forderungen nach mehr Unterstuetzung - auch militaerisch in Krisen- und Kriegsgebieten, dort wo es auf Basis von Konsens und Weltgemeinschaft erforderlich ist einzugreifen (z.B. Afghanistan), zu entziehen.
Die Welt drueckt Obama die Daumen - Deutschland drueckt mehrheitlich die Daumen… und wenn es gelingt, dann wird Amerika uns Deutschen zeigen was mit dem amerikanischen Traum gemeint ist… oder was glauben wir wieviele Jahere / Jahrzehnte noch vergehen muessen, bis in Deutschland jemand mit einem vergleichbaren Werdegang und ethnischen hintergrund Bundeskanzler werden koennte ???
Am 1. November 2008 um 19:57 Uhr
McCain kann gewinnen, wenn er das macht, was alle überraschen würde…Wenn er einen Tag vor der Wahl Palin rausschmeisst. Dann würden alle begeistert McCain wählen, da bin ich mir sicher. Und das ist es, was ich befürchte.
Am 1. November 2008 um 20:15 Uhr
Bei aller Sympathie für Obama - langsam habe ich Zweifel an dem Bild, dass ich von Ihm hatte. Ist er nicht doch vielleicht ein sehr berechnender, schauspielerisch-rhetorisch gut ausgebildeter bzw. begabter Politiker, der alle mehr oder weniger hinter’s Licht führt?
Gut, schlechter als unter Bush kann es nicht mehr werden, das ist schon mal die gute Nachricht.
Angesichts der jüngsten Ausgaben für die TV-Spots im Unverhältnis zu McCains Wahlkampf habe ich schon langsam Mitleid mit McCain (bei aller Angst vor Palins skrupellosen Auftritten und fragwürdigen Gesinnung) - und ich frage mich, ob nicht darin die große Chance für den Republikaner liegen könnte: Mitleid?
Wenn die ihm jetzt noch irgendeine horrende Ausgabe nachweisen bzw. nachsagen könnten (man denke an den Film “Mr. Smith geht nach Washington” mit James Stewart), dann könnte sich das Blatt schnell wenden.
Am 1. November 2008 um 20:52 Uhr
Irgendwie muss ich immer an einen Spruch bei diversen Umfragen denken:
“Man soll das Fell des Bären nicht verkaufen, bevor er nicht erlegt ist!”
Hoffe das sich mit Obama etwas in positiver Richtung verändert.
Am 1. November 2008 um 20:57 Uhr
Wesentlich ist für eine demokratische Wahl auch eine demokratische Meinungsbildung. Wenn Kandidaten promotet werden wie irgendeine beliebige Ware, die Meinungsbildung gezielt emotionalisiert wird und fundierte Information nur eine nebensächliche Rolle spielt, kann die Entscheidung des Souveräns beliebig manipuliert werden. Damit hat ja auch die im Prinzip demokratiefeindliche law-and-order Mentalität der Republikaner die letzten Wahlen gewonnen. Es stellt sich die Frage, ob Obama nicht auch deshalb so viele Gelder sammeln konnte, weil klar geworden ist, dass die Wirtschaftspolitik der Neo-cons ein Desaster verursacht hat und jetzt ein eher auf Konsens argumentierender Präsident die Bevölkerung eher ruhig halten kann. Trotzdem ist es wohl im “europäischen” aufgeklärten Interesse, dass das fundamentalistische und letzendlich mittelalterlich-absolutistische Gehabe der regierenden Ultras beendet wird.
Am 1. November 2008 um 21:06 Uhr
Mein Wahlspruch:
Amerika jagt Osama. Amerika wählt Obama.
Ein Wortspiel als Joke. Nicht Ernst nehmen
Am 1. November 2008 um 21:36 Uhr
Ich kann nur hoffen das Obama gewinnt, weitere 4 Jahre eine schießwütige Weltmacht zu verkraften, in der das Recht auf Schußwaffe wichtiger ist als eine Krankenversicherung halten die nicht diktatorischen Gesellschafts- und Finanzsysteme nicht mehr aus. Wenn er gewinnt, sollte seine erste Amtshandlung die sein, daß er dem Verbrecherregime unter G.W.Bush (Rumsfeld, Cheney,etc.) den Prozeß machen läßt, damit dem “kleinen Mann” ein wenig das Gefühl gegeben wird, Verbrechen lohnen sich nicht.
Wolfgang May
Am 1. November 2008 um 22:00 Uhr
Obama oder McCain, “das ist Jacke wie Hose”, wie es einer meiner Freunde gern zu sagen pflegte. In Amerika ist das Fernsehen der einflussreichste Faktor bei der Kuer eines neuen Praesidenten. Das Fernsehen jedoch ist weder gerecht noch frei (gegenueber der Einflussnahme bestimmter Menschen oder Institutionen). Folglich ist auch die Wahl nicht mehr so frei oder fair, wie es die Gruendungsvaeter Amerikas im Sinn hatten. So laesst sich auch erklaeren, warum Kandidaten wie Ron Paul bei der Praesidentschaftswahl nicht den Hauch einer Chance hatten. Der Inhalt der amerikanischen Politik wird sich daher nicht wesentlich veraendern. Sie wird uns lediglich in einer neuen Verpackung praesentiert werden. In einem halben Jahr findet auch hier im Iran die Wahl zum Praesidenten statt. Es bleibt abzuwarten ob wenigstens uns ein Neuanfang gegoennt ist.
Schoene Gruesse aus Teheran.
Am 1. November 2008 um 22:14 Uhr
Ich habe 20 Jahre in den USA gelebt. Mit 21 wanderte ich aus. Jetzt wohne ich wieder in Deutschland. Die Medienberichte hier, einschliesslich der ARD, sind so pro-Obama, so unobjektiv, und so USA nicht-verstehend, das ich mich wundere ob wir in Deutschland noch die Faehigkeit haben undogmatisch zu denken. Alles ist links angehaucht.
Es ist unwahrscheinlich das McCain noch gewinnt. Falls es aber ein comeback gibt, dann nicht weil Rassismus grasiert, sondern weil Senator Obama konstant links waehlte im Senat und sich jetzt als DIE MITTE ausgibt. Darueberhinaus kann er sich die Wahl jetzt erkaufen. Amerika wird jetzt sozial-demokratisch ohne es wirklich zu wollen.
Das es immer noch ein Rennen ist mit theoretischer Chance fuer McCain/Palin liegt einfach daran das die USA konservativer sind als Europa und wir die USA immer wieder mit Europa Blickwinkel analysieren. Schade das wir keine klare Berichterstattung hinkriegen.
Ingo
Am 1. November 2008 um 22:15 Uhr
Es ist dem Volk in den USA nur zu gönnen einen Präsidenten
Obama zu bekommen.Busch hat den Irak Krieg angezettelt mit
der Begründung (Suche der nie gefundenen Atomwaffen usw. ).
Dadurch müssen sich die USA erst mal wieder einen besseren Ruf
in der Welt erarbeiten.Dies ist nur mit dem sympatischen und jüngeren Obama zu erreichen.Nicht Auszudenken wenn die Frau
Palin einmal den Mc Cain vertreten müsste oder gar ersetzen
soll.Dies wäre für die ganze Welt unzumutbar und das Chaos
total perfekt.Möge so etwas hoffentlich nie eintreten deshalb
drücke ich beide Daumen für Barack Obama.
Am 1. November 2008 um 22:26 Uhr
@Simone (49) :
Daran habe ich noch nicht gedacht, aber in dem Falle waeren auch die Demokraten gestaerkt - indem sie McCains Inkompetenz aufzeigen, und natuerlich seine erste Wahl Palin. Kritisch wird es, wenn McCain stattdessen eine klasse Wahl als VP auftischt - Condoleezza Rice. Die kurze Zeit bis zum Wahltag wuerde den Medien dann kaum Zeit geben, alte Geschichten herauszukramen (angeblich hat sie eine Weile lang mit einer anderen Dame zusammengelebt - und das koennte fuer die ultra-konservativen Republikaner ein grosses Problem sein!) - und ihr Ansehen ist in den USA auch noch recht gut.
Angesichts der grossen Sympathien, die Palin aber auch so schon bei den Ultras geniesst, halte ich so etwas fuer arg unwahrscheinlich.
Am 1. November 2008 um 23:05 Uhr
Ich hoffe, dass McCain gewinnt. Obama ist, so wie ich verstanden habe Abtreibungsbefürworter, das heißt er würde in Zukunft wohl Richter einsetzen, die seine Meinung teilen, und als Ergebnis würde noch viel mehr unschuldiges Blut vergossen als z.B. im Irak, was aber nicht heißt, dass ich den Irak-Krieg von G. Bush gutheißen würde.
Am 1. November 2008 um 23:21 Uhr
Ich habe nicht alle oben stehenden Bemerkungen zu Herrn Schönenborns Artikel gelesen, deshalb entschuldige ich mich fals ich schon erwähntes wiederholen sollte. Doch, Herr oder Frau Warzecha, wie auch immer, die Wahlen, bei denen dubiose Wahlmaschinen Bush den Weg ins Weiße Haus bereitet haben, waren im Jahr 2000.
Wie dem auch sei…ich freue mich auf Dienstag, Schule wird am Mittwoch ziemlich drunter leiden :), auf change in den USA, vor allem Außen- und Sozialpolitisch und einen historischen Präsidenten…
Ich hoffe nach der Wahl bleibt zu sagen:
“Yes They Could”
Obama ‘08
Am 1. November 2008 um 23:54 Uhr
Bevor Sie Optimismus und europäisches Wunschdenken -jedenfalls vieler hier - verbreiten, lesen Sie doch bitte Reuters Zogby Poll für den 1. November und die Diskussion dazu auf amerikanischen Websites, und sie werden feststellen, dass die Sache keines wegs so klar ist: McCain gewinnt an Boden unter weissen Arbeitern, sowie unter weissen Männern und ebenso in der Gruppe der noch Unentschiedenen. Dazu ist der Bradley-Effekt zu rechnen, also dass unterschwellig Obamas nicht ganz weiße Hautfarbe ihn eben doch doch zum nicht wählbaren “Schwarzen” macht, was aber keinem Interviewer gesagt wird, und eine Reihe von kulturellen Faktoren (Ressentiments). Das Rennen ist überhaupt nicht gelaufen und McCain hat berechtigte Hoffnung auf einen “Rückfall” in letzer Minute.
Am 2. November 2008 um 01:30 Uhr
Bei der ganzen Hysterie gegen einen der demokratisch legitimierten Kandidaten, die sowohl in der Berichterstattung, als auch hier im Blog deutlich wird, freue ich mich über den Eintrag #41: Jawohl, es handelt sich hier um eine demokratische Entscheidung, das US-amerikanische Volk bestimmt seinen Regierungschef “and that’s it!”
Wir sind nicht legitimíert ein Wahlergebnis zu kritisieren, geschweige daraus ein Weltuntergangsszenario abzuleiten. (Dank an die FAZ von gestern mit dem Beitrag über die US-”Intellektuellen” die lieber kollektiven Suizid ertragen, denn eine gewählte Regierung, die evtl. nicht mit ihren Grundfesten übereinstimmt)
Es wird sich aussenpolitisch nichts Wesentliches ändern, egal wer an die Macht kommt. Die Probleme liegen in den US eher im Inneren - und da wird dann hoffentlich auch der Schwerpunkt der Arbeit des nächsten Präsidenten liegen.
Also, bitte ein wenig mehr Entspannung zu der Entscheidung die das Volk der Vereinigten Staaten am kommenden Diensgag treffen wird - Thomas-RdJ/Brasil
Am 2. November 2008 um 01:59 Uhr
Hier gibt es unglaublich viele Spinner. Die Lokalzeitung hat einen Bericht gebracht, in dem “ausgewogen” gefragt urde, ob die Buerger glauben, dass Barack Obama in den USA geboren wurde. In den Blogs kamen anschliessen hunderte hervor und haben seine Geburtsurkunde eine Faelschung genannt. Zum Glueck hat gestern AP berichtet, dass Offizielle die Originale im Archiv von Honolulu geprueft und fuer echt erklaert haben. Mal sehen, wie viele das wieder nicht glauben.
Eine texanische Zeitung hat eine Umfrage durchgefuehrt und 23% haben erklaert, dass Obama ein Moslem ist.
Aber wenn man die Rednecks bei den Wahlveranstaltungen so sieht, wundert mich garnichts mehr…
Am 2. November 2008 um 02:11 Uhr
Eben habe ich oben gelesen “Schlimmer als Bush kann es ja nicht mehr kommen.”
Oh doch: Wenn McCain gewinnt und stirbt (25% oder so Wahrscheinlichkeit - wenn sein Krebs nicht wieder aufflammt.)
“Ich haette ja fuer McCain gestimmt, aber Sarah Palin jagt mir Angst ein” oder so aehnlich hoere ich staendig. Mit gutem Grund.
Am 2. November 2008 um 06:38 Uhr
Es ist unangenehm und unangebracht, immer wieder herauszuhören, was der Wahlberichterstatter wählen würde. Ich habe die Berichterstattung von Herrn Schönenborn seit geraumer Zeit im Internet verfolgt und kann nicht umhin mich manipuliert zu fühlen. In diesem Sinne: Bericht erstatten - nicht Meinung machen.
Am 2. November 2008 um 06:59 Uhr
Natürlich ist Obama nicht perfekt aus europäischer Sicht. Er befürwortet Beispielsweise die Todesstrafe.
Die paar Kommentare die Obamas Abtreibungshaltung anprangern zeigen, warum der mittlere Westen brav republikanisch wählt, obwohl es seinen eigenen wirtschaftlichen zutiefst zuwieder läuft: God, Gays and Guns.
Liebe Abtreibungsgegner: Die Abtreibungsrate ist am höchsten in den tief-roten Staaten, nicht in den “Höllenlöchern” von New York oder San Francisco, was nicht zuletzt an den dortigen small town values bezüglich der Sexualaufklärung liegt.
Am 2. November 2008 um 07:04 Uhr
Oh außerdem: An der generellen Haltung der USA wird sich also nichts ändern? Ich glaube nicht, dass Obama die Bush-Doktrin befürwortet. Viel diskutiert wurde zwischen Obama und McCain auch, ob man mit Führern von “Schurkenstaaten” ohne Vorbedingungen sprechen sollte.
McCains Haltung ist, gleich ob innen oder außen: “Wir gegen die”. Obama möchte alle einbinden. Natürlich wird er dabei amerikanische Interessen vertreten, aber das kann man halt entweder auf die Rambo-Tour oder mit Diplomatie.
Am 2. November 2008 um 08:30 Uhr
Ich bin mir fast sicher,was passieren wird. Obama wird am Dienstag gewählt und in absehbarer Zeit,während seiner Präsidentschaft ermordet….In der amerikanischen Gesellschaft sind Kräfte im Hintergrund aktiv,die das Schlimmste befürchten lassen……Siehe J.F.Kennedy….In der Hoffnung dass ich mich täusche…….
Am 2. November 2008 um 09:57 Uhr
OBAMA hat schon gewonnen und wird…Google->”The Head of State”!!! Er hat alle Menschen auf der Welt über sich reden gemacht. Die Hauptsache dabei ist, daß er alle begeistert hat, egal welcher farbe. Damit hat er bereits gewonnen, da er allen gezeigt bzw. bewiesen hat wie es richtig geht und was man erreichen kann, wenn man für etwas kämpft. Das er sich den Sieg erkauft hat würde ich nicht zu 100% behaupten. Man überlege sich woher das Geld kommt!!! Wenn man das aus so einer Perspektive betrachtet, dann müßte man auch jeden Profisportler, der von seinen Sponsoren gefördert wird als gekaufte Marionette sehen. Außerdem hat Mc Cain bestimmt nicht weniger Mittel zur Verfügung und Obama damit nicht mit unfairen Waffen oder Tricks gekämpft. Die Überlegung von Beitrag 68: Hans Plasser, habe ich auch angestellt und kann dem durchaus zustimmen, jedoch mit einem kleinen aber doch enormen Unterschied: Es reicht vollkommen aus, wenn verkündet wird, daß Obama gewonnen hat. Zu diesem Zeitpunkt wird das wie ein Lauffäuer ein Inferno in der ganzen Welt verbreitet. Sollten dann stupide Kräfte es zustande kriegen Ihn zu ermorden, dann geht er sofort in die Geschichte ein und stirbt zudem einen Märtyrertod. Zuletzt noch etwas zu der Abtreibungssache, was ich bei Beitrag 59: Martin, gelesen habe. Ich bin auch kein befürworter der Abtreibung, auch aus dem Grund, weil ich tatsächlich selbst davon betroffen war. Jedoch sollte die Wahl eines Kandidaten nicht NUR von einem oder wenigen Gesichtspunkten abhängig sein. Ich weiß nicht wieviele Straßenkinder es in den USA gibt, oder wieviele Tag täglich mißbraucht, geschlagen, vergewaltigt………….. werden?
Aber eines weiß ich genau! Abtreibung ist keine Lösung auf ewig gesehen jedoch ist es momentan eine bessere Lösung, als ungewollte und zudem ungeliebte Kinder in die Welt zu setzen, die dann durch Drogen, Prostitution oder ähnlichen zu grunde gehen. Merke:” Man muß das Ganze betrachten und darf sich nicht aufgrund Einzelheiten diesem verschließen”.
MfG Julian -> OBAMA 08
Am 2. November 2008 um 10:21 Uhr
Guten Morgen, viele gute und inteligente Kommentare habe ich heute hier gelesen. Was mich gefreut hat sind die Komentar von den Menschen die einige Zeit Ihres Lebens in den Staaten gelebt haben und wissen von was sie reden. Die meisten Menschen haben die Staaten doch ur in einem zwei oder dreiwöchigen Urlaub gesehen. Ich selbst lebe seit fast 10 Jahren in Polen und weiss wie schnell Menschen mit Urteilen über Land und Leute sind.
Aber eines wundert mich doch sehr. Das soviele hier schreiben, dass Obama ehrlich sei. Wer bitte kennt auch nur einen einzigen Politiker auf dieser Welt, der ehrlich ist?! Ich kenne keinen. Egal wo und vonb welcher coleur ein Politiker ist. Sie alle haben eins gemeinsam. Sie haben das perfekte Lügengen. Also ich nenne es so. Ob es einer gibt entzieht sich meiner Kenntniss. Was ich unter anderem an Obama als Vorteil sehe ist, dass er nicht bereits wie viele Politiker auf dieser Welt bereits zum Altersheim gehört. Aber Lügen und Betrügen und die Menschen an der Nase herumzuführen, dass lernen alle Politiker/innen schon in der Wiege Ihrer Karriere.
Meiner Meinung nach gibt es kein Gewerbe was soviel Lügt und betrügt wie die Politik. Und es wundert mich immer wieder bei den Wahlen wie die Menschen diese Lügen auch noch immer glauben. Glaubt wirklich irgend jemand, das eine/n Politiker/in interessiert was seine Wähle denken und möchten??!!! Diese Menschen lieben NUR sich und IHRE Interessen. Wie können Sie in kurzer Zeit viel für Ihre eigene Zukunft nach der Zeit oder auch schon während der Zeit für sich tun und die meisten Vorteile darauf ziehen. Alles andere ist nur Augenwischerei. Und einer hat hier etwas über die Linkspartei geschrieben. Ich sage nur Herr Lafontaine. Das Fähnchen das sich nach dem Winde dreht.
Ich wünsche Obama das er gewinnen mag, weil er der erste farbige Präsident wird und alles was in diesem schmutzigen Geschäft das ertstemal sein wird, hat auch evtl. die Chance etwas zu verändern.
Am 2. November 2008 um 10:26 Uhr
Oh je - mir raucht der Kopf ob all dieser Kommentare! Natürlich sind wir als obrigkeitsgehörige Deutsche keine Amerikaner - aber schon in der Schule wurde uns gelehrt, daß die Ami’s doch unsere besten Freunde seien. Freunde? Wir mußten und müssen tun, was die wollen.
Wollten wir den Irak-Krieg, weil WIR das Öl wollten? Wir sollten uns Gedanken darüber machen, ob Mc Cain als als Veteran des Vietnam-Krieges der Schmach erlegen ist, auch den Irak-Krieg verloren zu haben und nun nach neuen Kriegsschauplätzen Ausschau hält - vielleicht jetzt der Iran - oder andere Ölländer, weil die Ami’s dringend ob ihrer Verschwendungssucht das Öl brauchen!?
Ich befürchte dasselbe Szenario wie #68: Erst gewählt und dann von Lobbyisten erschossen. Ich jedenfalls wünsche Obama alles Gute für seine Präsidentschaft und seiner Familie gute Nerven.
Am 2. November 2008 um 11:36 Uhr
der langen Rede(n) kurzer Sinn: jedes Volk bekommt die Regierung, die es wählt. Am Mittwoch 5.11.2008 wissen wir mehr!
Darling
Am 2. November 2008 um 12:36 Uhr
Auch ich habe eine zeitlang in den Staaten gelebt und zwei Wahlkämpfe live miterlebt und nun war ich 2 Wochen “drüben”. Viele meiner Mitdeutschen mosern immer wie einseitig amerikanische Medien sind…. selbst an die Füße fassen sollten wir uns… nach diesen zwei Wochen war mir mal wieder klar wie voreingenommen UNSERE Medien sind. Es gibt hier nur den glorreichen Obama und den miesen McCain, in den USA werden wenigstens noch beide auseinandergenommen. Zugegeben, einige wenige Medien, wie zB DIE ZEIT, berichten noch halbwegs unvoreingenommen, aber für was ich hier GEZ bezahle frage ich mich doch immer öfter….
Vor allem ist die Stimmung hier so furchtbar einseitig, es geht immer nur um Öl und Irak. Leute, erstmal ist es nicht unsere Wahl und vor allem geht es hauptsächlich um inneramerikanische Probleme, Finanzen, Steuern, Gesundheitssystem etc. Das kommt hier doch überhaupt nicht an. Ich habe jedenfalls die Amis die ich kenne noch nie so verwirrt gesehen, die mochten jedenfalls beide nicht wirklich. Mal sehen was passiert. Ich würde Nader wählen
Am 2. November 2008 um 13:18 Uhr
Einige hier haben echt Humor, sind für Obama, wobei man mal das Thema Altersdiskriminierungs ansprechen sollte, gegen den Irakkrieg natürlich auch, so wie es sich gefälligst für einen anstendigen Deutschen gehört, aber das Obama einen Herrn Powell in sein Beraterteam holt, interessiert wohl niemanden, bzw. wird elegant übersehen. Nur zur Errinnerung, Herr Powell war derjenige, der die ganze Welt vorgeführt und belogen hatte, mit seinen zweifelhaften Grafiken im Weltsicherheitsrat, die sich später alle als unwahr herausstellten. Da ist es wieder, das Kurzzeitgedächtnis !
Das Klimapacket von McCain, soll übrigens dem von Obama in nichts nachstehen, nur davon erfährt man hierzulande recht wenig.
Am 2. November 2008 um 14:25 Uhr
Dass Obama hierzulande so beliebt ist, erklärt sich ziemlich einfach: er vertritt Positionen, die in Deutschland populär sind (aber natürlich nicht deswegen), und er wird heftig angegriffen, zuerst von der Clinton-, danach von der McCain-Kampagne. Sein Rednertalent und dass er seine Ruhe bewahrt sprechen natürlich auch für ihn.
Aber der wesentliche Grund, warum McCain als so “mies” rüberkommt, ist die republikanische “Basis” (die Parteitagsdelegierten, nicht die Wähler), die nach 8 Jahren Bush noch weiter nach rechts wollte, vor allem in sozialer Hinsicht (aber auch den Falken und Steuersenkern wurde alles versprochen).
Statt dem traditionellen Schwenk zur Mitte, den Nixon, Reagan und auch Bush 2000 noch machen konnten, gab es diesmal wieder wie 2004 den Versuch, die eigenen Anhänger zu mobilisieren und den Gegner hemmungslos anzugreifen. Und vor dem Absturz der Börsen sah es auch so aus, als würde es wieder funktionieren. Und jetzt, wo es nicht mehr so weiter geht, sind immer noch viele konservative Wortführer der Ansicht, McCain würde verlieren, weil er nicht konservativ genug ist…
Am 2. November 2008 um 16:05 Uhr
Viele verstehen nicht, warum diese Wahl die Welt so elektrisiert.
Amerkia wählt einen schwarzen amerikanischen Präsidenten … Das wäre ein historisches Ereignis wie beispielsweise die Wahl eines Polen zum Papst oder Mandela zu Präsidenten von Südafrika.
Es mag den Amerikanern um Steuern, Waffengesetze, Gesundheitsfürsorge gehen. Für die Menschen in aller Welt geht es darum, ob eine neues Kapitel geschrieben wird. Ein Schwarzer könnte der mächtigste Mann der Welt werden. Nur wer diese Dimension begreift, die am Dienstag zur Wahrheit werden könnte, dem wird klar, weshalb unsere Medien so intensiv berichten und weshalb Obama so im Mittelpunkt steht. Mc Cains kommen und gehen, ein Obama nicht.
Am 2. November 2008 um 16:54 Uhr
Ich lebe seit 10 Jahren in den USA und bin immer wieder entsetzt wie einseitig die deutsche Presse dieses Land darstellt. Da ist mehr Wunschdenken dabei als offene und subjektive Berichterstattung. Das Barack die Wahl gewinnt ist laengst nicht so selbstverstaendlich…denn wie ein poster weiter oben richtig feststellte, ist es der verstecke Rassismus der ihn daran hindern koennte. Niemand gibt es zu, aber es gibt so viele Amerikaner die nie fuer einen “Farbigen” stimmen wuerden und am Ende wohl gar nicht waehlen gehen. Meiner Meinung nach haben es beide Parteien verpasst, idealere Kandidaten aufzustellen (nein ich meine nicht Hillary). Ich kann es trotzdem kaum erwarten, dass der Wahlkampf zum Ende kommt und das Land sich seinen wahren Problemen widmen kann, egal wer gewinnt. Und hier noch etwas fuer die negativen deutschen Medien: Trozt aller Schwierigkeiten und Nachteile der Amerikanischen Gesellschaft ist es ein tolles, einmaliges Land und ich schaetze mich gluecklich hier Leben zu duerfen.
Am 2. November 2008 um 17:46 Uhr
zu #74 - ja das mit Powell ist schon interessant. Mit seinem Auftritt vor dem Weltsicherheitsrat damals hat er bei mir jeglichen Respekt verspielt. Frage mich immer noch, warum er sich dafür hergegeben hat. Er war eigentlich von Anfang an ein Fremdkörper in Bush’s Regierung und konnte sich offenbar nicht gegen die Rumsfelds, Wolfowitzes und Cheneys durchsetzen. Es wäre konsequent gewesen, früher aus dem Amt zu scheiden und sich diesen peinlichen Auftritt zu ersparen. Ich kann nicht glauben, daß er seien eigenen Ausführungen selbst geblaubt hat.
Am 2. November 2008 um 18:14 Uhr
‘Klar, das Geld kommt von Kleinspendern, von über drei Millionen einzelnen Wählerinnen und Wählern’
Das glaubt wohl auch nur der Verfasser. Natuerlich ist Obamas Wahlkampf - ebenso wie der von McCain - von Lobby Gruppen gesponsert, deren Vorstellungen sich nachher in der Politik Obamas wiederspiegeln werden…
Am 2. November 2008 um 18:50 Uhr
Wenn McCain gewinnt wandere ich aus…
also nicht aus Deutschland sondern aus der Welt…
Am 2. November 2008 um 18:52 Uhr
bin selber zwar deutscher 23jahre alt und arbeite als abteilungsleiter in einem supermakrt würde obama wen es ihn in deutschland zu wählen gäbe sofort wählen mal was anderes wie die hiessige angy
@lucky bavaria augsburg
Am 2. November 2008 um 19:19 Uhr
“Aber gerade die Stimmung, das Flair, die Angst und Hoffnung wird in diesen Tagen entscheiden, wer der mächtigste Mann der Welt wird.”
Ich finde, genau die Kombination ist ungesund, wenn sie denn stimmt. Erstens, dass ein amerikanischer Präsident so mächtig ist, und zweitens, dass er durch “Stimmung, Flair, Angst und Hoffnung” gewählt wird. Aber da ist wohl nichts zu machen.
Am 2. November 2008 um 21:00 Uhr
Vielleicht kann die Aufregung abklingen. Natürlich wäre es ein Fortschritt, wenn ein Farbiger US-amerikanischer Präsident werden könnte. Aber vergessen wir nicht, dass es G.W. Bush mit seiner Berufungspolitik war, gezielt “Schwarze” in höchste Ämter zu berufen (Rice,Powell), der die amerikanische Öffentlichkeit (und uns) an den Gedanken gewöhnt hat, dass ein Farbiger auch das höchste Amt bekleiden könnte.
Wer die McCains Auftritt bei SNL Samstag nacht gesehen hat, kann nicht umhin, seinen Humor und seine souveräne Selbstironie zu bewundern - es war ein weiterer Beweis seiner persönlichen Integrität.
Er würde auch mit den Demokraten regieren können.
Warten wir es ab.
Am 2. November 2008 um 21:36 Uhr
@ Moonrain
“Es mag den Amerikanern um Steuern, Waffengesetze, Gesundheitsfürsorge gehen. Für die Menschen in aller Welt geht es darum, ob eine neues Kapitel geschrieben wird. Ein Schwarzer könnte der mächtigste Mann der Welt werden. Nur wer diese Dimension begreift, die am Dienstag zur Wahrheit werden könnte, dem wird klar, weshalb unsere Medien so intensiv berichten und weshalb Obama so im Mittelpunkt steht. Mc Cains kommen und gehen, ein Obama nicht.”
Heißt also auf den Punkt gebracht, die Hautfarbe spielt doch eine Rolle, oder wie meinen sie ?
Wenn man sich in bestimmte Diskussionen begibt, merkt man schnell, ist man nicht für Obama, kommt schnell dieser altbekannte unterschwellige Vorwurf des Rassismuses. So wie sie das “Schwarz” hervorheben, scheint es wohl doch eine gewisse Rolle, auch außerhalb der USA, zu spielen. Warum eigentlich ?
Der Bezug zu Mandela ist da irgendwie auch fehl am Platz, zumal Mandela ja schmerzlich in einem Interview zugegeben hat, daß er die AIDS-Thematik, nicht nur unterschätzt hat, sondern auch gar nicht beachtet hat, was ihm mittlerweile viele sehr übel nehmen, und zu noch mehr Infizierten geführt hat.
Von mir aus können die Usamerikaner auch einen Latino oder in den USA geborenen Asiaten wählen, vorrangig sollten doch die Konzepte zählen, zumal, wenn die Usamerikaner eine Frau zur mächtigsten Person der Welt gemacht hätten, das Signal für die Welt wäre wohl ganz anders und viel stärker, wenn man sich mal mit den Frauen weltweit beschäftigt. Aber wer tut das schon…
Am 3. November 2008 um 10:44 Uhr
Es ist doch egal wer Präsident in den USA wird. Es wird keinen Wechsel geben. Ein Kandidat der es soweit gebracht hat, ist vom politischen System der USA korrumpiert und muss sich in den engen Grenzen dieser Politikkultur bewegen. Der amerkanische militärisch-industrielle Komplex wird weiterhin die Politik bestimmen. Diese Einmischung wird weiterhin jeden Präsidenten dazu zwingen, in irgeneiner Gegend dieser Welt Kriege zu führen. (Diese Warnung stammt nicht von mit mir sondern von Eisenhower) Selbst der heilige Bill Clinton hat dieses Spiel munter betrieben. Damit fehlt auch das Geld in diesem tollen Land eine vernünftige Sozialpolitik zu machen oder die nötigen Investitionen für den Klimaschutz bereit zu stellen. Die Hautfarbe ist im Übrigen kein Qualitätsurteil für progressive Politik, siehe Condy Rice. Also viel Spaß mit dem neuen Präsidenten.
Am 3. November 2008 um 12:09 Uhr
man sollte ja immernoch daran denken, wie einfach die wahlmachinen, die von G.W. Bush Bruders firma gebaut wurden, manipulierbar sind.. unsere ccc.de hat das ja schoen gezeigt vor ein paar wochen.
Am 3. November 2008 um 13:06 Uhr
Hallo alle zusammen!
Natürlich kann, trotz der Euphorie über den neuen Retter Amerikas das Boot noch zum schaukeln gebracht werden.
Schauen wir zurück …
…Jahr 2000 , Alle waren sich sicher das Al Gore das rennen macht, aber was war das eine überwiegende mehrheit im Staat Florida, dort wo Bushs Bruder regiert… und huch was war das, es scheint das Tote auferstehen bei der Magie nur um Bush zu wählen!!!!
Dort kann man sehen alles ist möglich in “god old america!”
Also bin mal gespannt wie es ausgeht!!!
Am 3. November 2008 um 14:37 Uhr
Es ist immer wieder erstaunlich,daß die Massen eines Volkes,eigentlich jeden Volkes,immer wieder auf die großmundigen Versprechungen eines guten Rhetoriker, Schönredner- siehe auch Billy Graham,US-Massenprediger -
reinfallen.Jedenfalls habe ich vor diesen Wahlrummel in den USA
nichts von einem Senator OBAMA gehört.Also ist er auch
kaum durch außerordentliche Leistungen aufgefallen.
Ich verstehe auch nicht,warum er soviele Sympathisanten
in der BRD hat,unsere eigenen Politiker haben schon Schwierigkeiten,ihre Wahlversprechungen einzuhalten,die Welt kann er auch nicht verbessern,also was geht uns dieses Großmaul an.
Am 3. November 2008 um 14:38 Uhr
Ich lebe in den USA und wundere mich immer wieder nur ueber die Annahme in deutschen Medien, dass der Sieg Obamas schon sicher sei. Hier ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedanken. Rassismus spielt eine sehr grosse Rolle in den USA, zudem vertritt Obama fuer die Amerikaner keine konservativen Werte. Da Obama auch fuer die Einschraenkung des Waffenrechtes steht, ist hier in den USA sein Sieg bei weitem nicht so sicher gesehen, wie im Ausland.
Sehr viele Demokraten, die zuvor Hillary Clinton unterstuetzt haben, waehlen nun lieber McCain als Obama (”Democrats for McCain” ist eine sehr populaere Bewegung hier in den USA).
Rund ein Drittel aller Waehler (!) sind zudem unentschlossen und werden sich erst am Wahltag entscheiden.
Wie ich schon sagte, wundere ich mich immer wieder ueber die Berichterstattung in den deutschen Medien. Man sollte die Berichte lieber nicht zu euphorisch auffassen und abwarten, was wirklich am Dienstag geschehen wird. Die USA bestehen aus Gegensaetzen und der amerikanische Waehler wird ein unberechenbares Wahlverhalten zeigen. Sie wie die Vergangenheit es schon gezeigt hat und was es fuer Auslaender sehr schwierig macht, die Situation richtig einzuschaetzen.
Am 3. November 2008 um 15:06 Uhr
Mc Cain Befürworter begründen Ihre Ablehnung der Demokraten u.a. auch damit, dass sie nicht bereit sind Ihr Vermögen mit den sozial-schwachen zu teilen. Damit werden bezüglich Vermögensverlust Ängste geschürt. Hinzu kommt dann noch Obamas Hautfarbe.
Da die Gier der Wallstreet-Kapitalisten über gesellschaftliche Notwendigkeiten und Änderungen gestellt wird - befürchte ich, dass die Wahl anders ausgeht, als die Auguren vorhersagen.
Erst wenn bei den Turbo-Kapitalisten die Einsicht wächst, dass ein Fluss vertrocknet, und damit auch sie verdursten, wenn eine Quelle diesen nicht speist, wird sich daran was ändern.
Am 3. November 2008 um 15:51 Uhr
2000: als ich die Augen nicht mehr aufhalten konnte schlief ich beruhigt ein, weil Gore Florida geholt hatte. Als ich aufwachte war Bush Präsident.
2004: “Nach den vier Jahren kann doch echt keiner mehr Bush wählen”. Doch, wie die Geschichte zeigte.
Umfragen sind in den USA sehr schwierig und deshalb mit Vorsicht zu genießen. Auch der bereits erwähnte unterschwellige Rassismus kann immer noch ausschlaggebend sein.
Aber mal ehrlich: Wann ist Deutschland bereit für einen Kanzler mit dem Nachnamen Öztürk oder ähnlich? In Hessen gab es bei der letzten Landtagswahl Plakate mit der Aufschrift: “Ypsilanti, Al-Wazir und die Kommunisten stoppen”. Hmm, nicht so weit weg von dem, was in den USA passiert.
Ich finde es auch schwierig, den McCain/Palin Wählern Dummheit oder Ignoranz zu unterstellen. Ich habe mich in einigen Diskussionen von US-Zeitungen (und nicht nur NY Times) rumgetrieben und durchaus Bedenkenswertes auch zu Gunsten der Republikaner gelesen. Die Menschen beschäftigen sich sehr mit dieser Wahl und auch den Inhalten. Allerdings haben vielleicht kleine Unternehmer in Alabama einfach andere Sorgen als ein Angestellter aus Bottrop.
Also: Bitte kein “Amerikaner-Bashing”, ab und zu mal die eigene Nase anfassen - und warten wir es ab. Und ja, auch ich drücke Senator Obama die Daumen.
Am 3. November 2008 um 17:47 Uhr
Hallo Jörg,
was wir uns wünschen muß noch lange nicht die Realität wiederspiegeln. Wir wohnen seit 5 Jahren in Seattle und wünschen uns ebenfalls einen Demokraten. Bekanntlicherweise stirbt die Hoffnung als letztes. Vor 4 Jahren haben wir mit unseren Kollegen getrauert.
Am 3. November 2008 um 19:59 Uhr
Na klar kann er noch verlieren! Die ganzen Polls koennen angeben was sie wollen, am Ende kommt es darauf an was die Amerikanische Bevoelkerung morgen machen wird. Es ist bekannt, dass die Polls und die Realitaet oft nicht viel miteinander zu tun haben. Ich kann nur sagen, dass ich fuer den Obama waehlen werde! Hoffentlich muessen wir nicht wieder trauern!
Am 4. November 2008 um 02:31 Uhr
OHO
Ich würde zum Abwarten raten. 2008 wäre nicht die erste Wahl, die die Republikaner stehlen, sondern bereits die dritte.
Obama Präsident? Das glaube ich erst, wenn es amtlich ist …
Hoffen tue ich es allerdings schon jetzt …
Am 4. November 2008 um 02:35 Uhr
Ziatat von Thomas
Am 2. November 2008 um 01:30 Uhr
Bei der ganzen Hysterie gegen einen der demokratisch legitimierten Kandidaten, die sowohl in der Berichterstattung, als auch hier im Blog deutlich wird, freue ich mich über den Eintrag #41: Jawohl, es handelt sich hier um eine demokratische Entscheidung, das US-amerikanische Volk bestimmt seinen Regierungschef “and that’s it!”
Wir sind nicht legitimíert ein Wahlergebnis zu kritisieren, geschweige daraus ein Weltuntergangsszenario abzuleiten.
Naja. Wie war das noch als die Mehrheit gegen Bush war und er Präsident wurde? Also so richtig demokratisch ist es halt nicht wenn es nur über Wahlmänner geht und die alle für den Kandidaten stimmen der im Staat evt. 1 Stimme mehr bekommen hat als sein Gegner. Da kann es dann doch vorkommen das viel mehr Leute sich gegen den gewählten Präsidenten ausgesprochen haben, und das geht nun mal recht schnell. Wenn in einem Staat mit 10 Stimmen z.B. nur (sehr sehr übertrieben) 100 Leute zur Wahl gehen würden und 51 würden für McCain stimmen, dann hätte er 10 Stimmen, während in einem 5 Stimmen Staat evt. 5000 Leute abstimmen und 4000 für Obama stimmen und der hat dann trotzdem nur 5 Stimmen. Das ist dann nicht unbedingt am Ende so wie die Mehrheit der Menschen abgestimmt hat. Ein weiter Kritikpunkt ist ja auch dass die Stimmen nur alle 10 Jahre verteilt werden. So können die Staaten auch in der zwischenzeit viel weniger Einwohner haben bzw. viel mehr, trotzdem haben sie die Anzahl der Wahlmänner die irgendwann vor 8 Jahren mal festgelegt wurden. Solche extremen Unterschiede wird es wohl nicht geben, aber die Möglichkeit wäre da. Es ist also schon eine demokratische Wahl, aber das Ergebnis muss nicht unbedingt den Wunsch der Wähler entsprechen, und das ist schon komisch.
Ich selber bin für Obama. Welche Versprechen beide am Ende halten wenn sie gewählt werden, dass weiß eh keiner. Für Obama spricht eben das er eine symbolische Wirkung hat und das in vielerlei Hinsicht. Ein farbiger als Präsident, dass ist ein Symbol das die US Amerikaner es langsam geschafft haben die Trennungen wirklich zu überwinden. Es wird wohl noch dauern bis es bei den Indianern oder südamerikanischen Einwohnern auch soweit ist, aber es ist ein Anfang. Ein weiteres Symbol ist es das der amerikanische Traum lebt. Und für uns Europäer ist es ein Symbol das Bush endgültig weg ist.
Obama wäre ein junger Präsident,und wer sind die beliebtesten Präsidenten hier bei uns? Kennedy und Clinton, die jungen liegen weit vorne. Wir Deutschen mögen es wenn die USA junge Präsidenten hat. Andererseits wird seine Hautfarbe für Spannungen sorgen. Es gibt immer noch genug Leute die sowas nicht akzeptieren werden, und Obama muss damit leben das er ein ziel sein wird. Auch so ist er ein Symbol, das Symbol/die Botschaft das ein Rassist setzen würde wenn er ihn tötet und die Warnung die er damit an alle die Obaman folgen wollen senden würde. Ich kann mir vorstellen das solche ewig gestrigen es versuchen würden, den Fanatiker gibt es überall.
Was das Thema Abtreibungen ja/nein angeht, da muss ich sagen das die Abtreibungsgegner bei beiden ein Problem haben. Klar wer deren Feindbild ist, aber eine Regierung die eine gute Aufklärungskampagne betreibt, die könnte mehr erreichen als ein Abtreibungsgegner. Denn weniger ungewollte Schwangerschaften führen zu weniger Abtreibungen. Und das es mit Palin wohl kein Aufklärungsprogramm geben wird zeigt die Sache mit ihrer Tochter. Ich weiß es nicht, aber es wäre echt mal interessant zu wissen wann es mehr Abtreibungen gibt. Wenn man eine gute Aufklärungspolitik in den Schulen betreibt und das thema Tocker angeht, wozu es auch gehört das die betroffenen entscheiden dürfen ob sie die Verantwortung als Mutter tragen können, oder wenn das Thema ein Tabu ist und mangels Aufklärung die ungewollten Schwangerschaften zunehmen was sich auch in einem Anstieg der (dann halt illegalen, es wird immer einen Markt geben wenn die Nachfrage da ist) Abtreibungen niederschlagen wird. Ganz zu schweigen von den Folgen für Frau und Kind wenn ein Verbot dazu führt das Hausmittel versucht werden.
Alles hat seine Vor- und Nachteile. Wer weiß ob McCain nicht der bessere Präsident wäre? Aber eines ist klar, für das Gefühl der meisten Deutschen wäre er die schlechtere Wahl, so das man bei ihm nur das negative sehen würde und er hier nicht/nur schwer auf einen grünen Ast kommen würde. Obama hat hingegen die Sympathie, da kann er auch die schklechtere politik machen, solange es nicht zu extrem wird haben wir dann weiterhin das gefühl er sei die bessere Wahl und sehen eher das positive als das negative. Wir sind nun mal subjetiv denkende Wesen und sehen oft nur das was wir sehen wollen. Dadurch ist das Gras halt anderswo grüner, war früher alles besser und dadurch kann ein objektiv schlechterer Kandidat auch der subjektiv bessere sein. Wie hieß es letztens in einer Reportage im ZDF, Bush ist in Afrika der beliebteste Präsident der USA . ich weiß nicht ob es stimmt, was daran liegt das ich, und vermutlich die Mehrheit der Deutschen, keine Ahnung haben was der in Afrika so gemacht hat da es uns nicht direkt betrifft und damit nicht interessiert und weil da nicht so viele Nachrichten drüber berichten.
Am 4. November 2008 um 12:53 Uhr
“Trotzdem glaube ich, der Höhepunkt der Sympathiewelle für Obama ist überschritten. Wer soviel Geld hat, dass er sich 30 Minuten Werbezeit am Stück leisten kann, muss sich schon die Frage gefallen lassen, ob er sich den Sieg kaufen will. Klar, das Geld kommt von Kleinspendern, von über drei Millionen einzelnen Wählerinnen und Wählern. Trotzdem, Bescheidenheit kann auch im Wahlkampf eine Tugend sein.” (Schönenborn, s.o.)
Bedenklicher Absatz. Als GWB 2000 und 2004 die Wahl mit dem Geld der Ölmultis finanziert und gewonnen hat, kamen keine solchen Stimmen auf. Außerdem ist es doch vollkommen normal (UND bekannt), daß man in den USA den Wahlkampf nur mit Geld führen und gewinnen kann - und zwar mit VIEL Geld. Bescheidenheit im Umgang mit diesem (im Falle von Obama: gespendeten) Geld im US-Wahlkampf wäre also m.E. keine Tugend, sondern Dummheit.
“Ich kann nur hoffen, daß die Wahl fair abläuft; halten sich noch nach 8 Jahren zäh Gerüchte über Betrug und Manipulation.” (#11, Steve, s.o.)
Das sind keine Gerüchte, sondern inzwischen durch unabhängige Berichte belegte Tatsachen.
“Bei aller Sympathie für Obama - langsam habe ich Zweifel an dem Bild, dass ich von Ihm hatte. Ist er nicht doch vielleicht ein sehr berechnender, schauspielerisch-rhetorisch gut ausgebildeter bzw. begabter Politiker, der alle mehr oder weniger hinter’s Licht führt?” (#50, Stokowski, s.o.)
Also, wenn ein Politiker gut reden kann, dann führt er die Leute hinter’s Licht? Und wenn Leute sich und ihre Politik schlecht darstellen können, dann sind es glaubhafte Politiker? Interessante Einstellung … oder spricht hier die deutsche Politikverdrossenheit?
“Ich hoffe, dass McCain gewinnt. Obama ist, so wie ich verstanden habe Abtreibungsbefürworter, das heißt er würde in Zukunft wohl Richter einsetzen, die seine Meinung teilen, und als Ergebnis würde noch viel mehr unschuldiges Blut vergossen (…)” (#59, Martin, s.o.)
Alle Statistiken untermauern die These, daß die Abtreibungsrate genau dort besonders hoch ist, wo keinerlei Aufklärung stattfindet. Komischerweise ist das genau dort, wo mehrheitlich konservativ gewählt wird … Abtreibungsgegner sollten sich mal überlegen, ob ein vernünftiges Aufklärungsprogramm nicht einfach für ihr Anliegen unter dem Strich mehr bringen würde, als ein stures Ablehnen und die konstante Verweigerung sich mit dem Thema konstruktiv auseinanderzusetzen.
“Trozt aller Schwierigkeiten und Nachteile der Amerikanischen Gesellschaft ist es ein tolles, einmaliges Land und ich schaetze mich gluecklich hier Leben zu duerfen.” (#77, Angela D, s.o.)
Eine Frage sei mir zu Ihrem Beitrag gestattet: Welche Hautfarbe haben Sie?
Am 4. November 2008 um 13:35 Uhr
Alle anderen Argumente kann ich ja noch verstehen, aber dass der Sieg nur an der Hautfarbe scheitern sollte, finde ich unverständlich. Alle Menschen sind gleich. Mir ist es auch egal ob einer schwarz oder weiß, dick oder dünn ist, wichtig sind nur der Charakter und seine Fähigkeiten.
Ich hoffe sehr, dass Herr Obama gewinnt.
Am 4. November 2008 um 22:40 Uhr
Hallo Herr Schönenborn,
eine erfolgreiche Nacht wünsche ich Ihnen.
Ich hoffe allerdings auch, dass Obama es ins Weiße Haus schafft.
Amerika hat einen Wechsel nötig.
Den Weltpolizisten spielen und selbst mit kriminellen, militärischen Methoden gegen andere Staaten vorzugehen und alle Menschrechte außer Acht zu lassen, wird dann mit dem Wechsel von der unrühmlichen Bush jr.Ära zur Obama Zeit, hoffentlich der Vergangenheit angehören.
Amerika nach Bush jr. kann nur gewinnen.
MfG
M. Klug/Wuppertal
Am 6. November 2008 um 17:07 Uhr
10 Fleißbienchen für unkritische, tendenziöse Wahlkampf”berichterstattung” - toller “Journalismus”!!!!
We will survive Barack Hussein Obama - Yes, WE can!
Am 10. November 2008 um 15:07 Uhr
Gratulation an Barack Obama zum Sieg und alle Kraft der Welt für
soooooo ein “Erbe”.
Rocio