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21.11.2009

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Taschenspielertricks

8. Oktober 2008, 10:38 Uhr - von Christian Thiels

Als gestern der Bundesaußenminister im Parlament ankündigte, er werde sich dafür einsetzen, dass sich Deutschland künftig nicht mehr mit Soldaten des Kommando Spezialkräfte KSK in Afghanistan an der US-geführten Antiterrormission “Enduring Freedom” (OEF) beteiligt, erntete er dafür reichlich Applaus - vor allem von der Parteilinken in der SPD. Doch dieser Vorschlag ist nicht mehr als ein Taschenspielertrick.

Denn was sich so gut anhört (und vom SPD-Linken Niels Annen heute noch einmal im Deutschlandfunk gelobt wurde), ist seit Jahren gar kein Thema mehr. Die 100 deutschen Elitesoldaten, die theoretisch für den Antiterrorkampf zur Verfügung stehen, sind für “Enduring Freedom” seit Jahren nicht mehr angefordert worden. Es ist also denkbar einfach, etwas künftig nicht mehr anzubieten, was bei OEF augenscheinlich ohnehin niemand will.

Steinmeiers Vorschlag basiert auf einer fast naiven Unterscheidung: Auf der einen Seite steht die angeblich verwerfliche Antiterrormission (die unter Artikel 5 des NATO-Vertrages mit Billigung der UN läuft), auf der anderen die angeblich wichtige und richtige Stabilisierungsmission ISAF, die auf einer UN-Resolution beruht. Wenn man Steinmeier zuhörte, dann konnte man den Eindruck bekommen, dass OEF allein für alle zivilen Opfer bei Luftangriffen, für Tote und Verletzte in der afghanischen Bevölkerung verantwortlich sei. Doch das Gut/Böse-Schema ist Unsinn - das weiß natürlich auch der Außenminister. Denn der größte Teil der zu Recht heftig umstrittenen Luftangriffe mit zivilen Toten wird unter dem ISAF-Mandat geflogen. So zu tun, als ob ISAF grundsätzlich nur eine Hilfsmission zum Wiederaufbau sei und nur bei OEF geschossen werde, heißt, den Bürgern Sand in die Augen zu streuen.

Steinmeiers Kalkül ist klar: Mit der rein symbolischen Verabschiedung aus OEF in Afghanistan will er die Parlamentarier für den Einsatz deutscher Soldaten in AWACS-Aufklärungsflugzeugen gewogen stimmen. Denn deren Einsatz betonte der Außenminister in seiner Rede gleichzeitig als sehr wichtig. Übrigens: Das Kommando Spezialkräfte ist sehr wohl in Afghanistan im Einsatz - unter dem Mandat von ISAF.

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24 Reaktionen zu “Taschenspielertricks”

  1. 1: Matthias

    Liebe Freunde des deutschen Afghanistan- Krieges,

    Nach dem 2. Weltkrieg war man sich in Ost und West einig: Nie wieder Krieg von deutschem Boden aus.
    Was wir in Afghanistan mit deutschen Soldaten machen ist Krieg führen. Es gibt immer irgendwelche Gründe für den Krieg und sie sind immer nichts wert, wenn man nachher das Ergebnis sieht.
    Wir können noch 20 Jahre dort Krieg führen (solange die Finanzierung steht) und in wenigen Wochen “Frieden” werden die Taliban alles wieder umkrempeln.
    Gegen den Taliban- Terror hilft kein Krieg, nur der Wille und die Macht des afghanischen Volkes.

  2. 2: Kanzler Schroeder

    Die Deutsche Leitkultur ist unbesiegbar.
    Von Clausewitz hat’s bewiesen.

  3. 3: Günter

    Überall wo es stinkt auf der Welt, muss Deutschland seine Nase reinhalten. Der Balkan, am Horn von Afrika, vor dem Libanon und schließlich in Afghanistan! Wieviel Miliarden kostet eigentlich dem deutschen Steuerzahler pro Jahr der Afghanistaneinsatz? Darüber hält man das deutsche Wählervolk wohlweislich im Unklaren, denn im nächsten Jahr sind schließlich Bundestagswahlen. Trotz weltweiter Finanzkrise kommt es offenbar auf “ein paar Miliarden” Euro nun auch nicht mehr an - das ist wahrscheinlich nur Pinatz was da unten verballert wird. Was wurde bisher nach Entmachtung der Taliban erreicht? So gut wie nichts, denn was man uns Bürgern anfänglich als Hilfsmission für das afghanische Volk schmackhaft gemacht hat, ist in Wahrheit von Anfang an, ein auch deutschen mit Opfern verbundener Krieg. So genannte “Kolateralschäden” werden die bewaffneten “Missionare” zunehmend verhasster unter den Afghanen machen.
    Nun will man nach der diesjährigen Abstimmung erst nach der Bundestagswahl 2009 für eine weitere Fortsetzung der Mission abstimmen, setzt damit den jährlichen Tournus außer Kraft “…um das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten…”, wie es heißt! Ein starkes Stück!
    Ich finde schon, dass der Wähler seine Meinung zu diesem Thema mit seiner Wählerstimme deutlich machen soll. Denn bisher hat doch der Bundestag über die Fortsetzung der Afghanistaneinsätzes immer über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden.

  4. 4: Georg

    Die Politiker versuchen bei jeder kleinigkeit Ruhm zu ernten, aber was sie oftmals nicht wissen ist das die Bevölkerung längst drüber bescheit weiß was hier abläuft. Man sollte sich zukünftig einfach nicht bei solchen Konflikten einmischen das wär ein Grund zum jubel…

  5. 5: bambergforever

    Reiner Wahlkampf für die anstehende Bundeskanzlerwahl, mehr ist das Gerede nicht ;)

  6. 6: w.p.

    Jahrzehnte lang haben uns die Westmächte zum Pazifismus quasi erzogen. Deutschland wurde nie in einen Konflikt per Kampfeinsatz hineingezogen. Nach der Wiedervereinigung müssen wir auf einmal unserer internationalen Aufgabe gerecht werden. Was im Klartext heißt, jeden Mist, den sich die Amerikaner einbrocken, haben die Verbündeten mitzutragen.
    Wohin dies führt, kann man im Augenblick gut miterleben. Amerika ist fast pleite und reißt die anderen Staaten mit. Das haben sie gut hinbekommen Herr Bush. Unter Herrn Clinton hatten die USA einen Überschuss erwirtschaftet. Nun ein Defizit von ungeahntem Ausmaß.
    Der nächste Präsident, wer immer es sein mag, kann einem jetzt schon leidtun. Der hat alle Hände voll zu tun, um das Chaos, was der Alte ihm hinterlässt, einigermaßen zu beseitigen.

  7. 7: beobachter

    @ 1: Matthias

    Sie schreiben zuerst:
    “Nach dem 2. Weltkrieg war man sich in Ost und West einig: Nie wieder Krieg von deutschem Boden aus.”

    Am Schluß dann:
    “Gegen den Taliban- Terror hilft kein Krieg, nur der Wille und die Macht des afghanischen Volkes.”

    Das aber heißt doch, der Krieg der Terroristen kommt von den Taliban, geht also nicht von deutschem Boden aus.

    Den dieser Taliban-Terror ist deren Form der Kriegführung, den sie in die Welt und auch zu uns tragen (werden, falls noch nicht so geschehen oder man es zuläßt).

    Und das ist doch in Übereinstimmung mit Ihrem ersten Satz.

  8. 8: Pepe Engelmann

    Die Kämpfe in Afghanistan sind Teil des globalen Krieges gegen den Terror. Präsident Bush hat die neuartige Aggression erkannt und entschlossen gehandelt. Er hat dem Terror den Krieg erklärt.

    Um diesen Krieg erfolgreich zu beenden, behält sich die US-Regierung vor, mit ihren Truppen wirklich jede nationale Grenze zu überschreiten. Das ist richtig so.

    Die strategischen Positionen des Terrors müssen genommen und die Brutstätten des Terrors als logistisches Zentrum ausgetrocknet werden. Da war zunächst Afghanistan, dann Irak. Jedes weitere Rückzugsgebiet des Terrors wird das nächste Angriffsziel sein. Das ist richtig so.

    Gleichzeitig werden die taktischen Positionen des Terrors ins Visier genommen, überall auf der Welt, auch in Absprache mit Moskau und Peking. Da läuft viel. Aber — eher eine Herausforderung für die Dienste und die Polizeien denn für eine Armee.Das ist richtig so.

    Das deutsche Gezeter über die Vorgänge wirkt auf mich nur lächerlich.

    Wenn mir ein Feind in Vernichtungsabsicht gegenübersteht, trachte ich nach seiner rechtzeitigen Vernichtung.

    Wer anders handelt und mit langwierigen Diskussionen kostbare Zeit verstreichen läßt , wird Opfer. Allerdings dann auch selbstverschuldet. Und irgendwie wider die Natur und die Ratio.

  9. 9: Steri

    Auch wenn uns die scheinheiligen Gründe für derartige Einsätze oder Krieg verärgern, so können wir doch nicht leugnen, dass es handfeste Gründe - etwa die wirtschaftlichen Verflechtungen unseres Landes - gibt. Die Anliegen unserer wichtigsten Partner wie den USA können wir nicht einfach ignorieren, ohne dass das wirtschaftliche Folgen und damit auch Auswirkungen auf Otto Normalo hätte. Es ist doch völlig ungeklärt, ob eine kurzfristig günstigere und offenbar moralisch höherwertige Entscheidung - nämlich keine solchen Einsätze mehr mitzumachen - tatsächlich die wirtschaftlich bessere ist.

    Was feststeht: Letztendlich kommt es der Mehrheit darauf an, wie viele Euros in der eigenen Tasche sind oder sein werden.

    Kritisieren sollten wir also tatsächlich die Taschenspielertricks und die Tatsache, dass derartige Diskussion allzu selten mit Fakten gefüttert werden.

  10. 10: william wolfo

    Den maßgebenden Grund für die verlogen-formale Aufteilung zwischen den Mandaten wird von Herrn Thiels ständig übersehen.

    Sicher lügt die Bundesregierung die Bevölkerung wieder mal an, denn es ist in der Tat schon ein einziger koordinierte Einsatz, mit einem gemeinsamen Ziel: Der Unterstützung des US amerikanischen Vernichtungs- und Eroberungskrieges.

    Genau aus diesem Grund wird die künstliche Aufteilung aber auch benötigt. Ansonsten würde - wie das höchste deutsche Gericht wiederholt sehr leise angedeutet hat - die kostspielige Entsendung deutscher Bürger auf die andere Seite der Erdkugel illegal sein, der gesamte Einsatz wäre rechtswidrig, die Angriffskrieger müssten theoretisch sogar belangt werden.

    Wer wie Herr Thiels aber immer wieder im Interesse der Effizienz des Einsatzes einer offizielle Zusammenlegung das Wort redet, übersieht genau dies. Herr Steinmeier&Co sind also nicht zurückhaltender in Sachen Krieg, sie gehen nur einen geschickteren Weg, um zur Zielerreichung (s.o.) zu gelangen.

    Die Narrenfreiheit einiger Empfänger öffentlicher Gelder in unserem Namen zu sprechen und zu handeln sollte dringends beendet werden….

  11. 11: Helmut

    Man kann die Dinge drehen und wenden wie man will, meiner meinung nach haben wir in Afghanistan nichts verloren und werden auch bald auf verlorenem Posten stehen.Wenn die einheimische Bevölkerung sich nicht selbst gegen die Taliban wehrt und auch (dafür gibt es Anzeichen) die fremden Truppen nicht im Land haben will, dann nichts wie raus aus diesem Sumpf von War Lords und Opium Clans.
    Wenn Deutschland es nicht fertig bringt (aus angeblich rechtlichen Gründen) für die Ausweisung gewaltbereiter Islamisten in unserem Land zu sorgen und angeblich auch keine Handhabe gegen Leute hat, die sich als Terroristen ausbilden lassen, sollte es seine Soldaten nicht diesen Risiken aussetzen.

  12. 12: friguido

    @pepe engelmann: man kann terrorismus nicht den krieg erklären. wenn die taliban geschlagen werden wird al quaida weiter bestehen, selbst wenn man bin laden erwischt, terroristen sind nicht wie nationen an ein territorium gebunden, wenn sie aus einem gebiet vertrieben werden schlagen sie ihr lager halt woanders auf.
    @steri: sie denken also man sollte für diesen krieg sein, weil das gut für die deutsche wirtschaft ist und man so mehr geld in der tasche haben wird? geld rechtfertigt das menschen, soldaten wie zivilisten sterben müssen? das ist zutiefst zynisch…

  13. 13: arzuro

    Wenn man von Terrorismus bekämpfen spricht, muß man sagen
    welchen man bekämpfen wil. Den islamischen Terror, oder den
    USA Terror und seiner Willigen. Es gibt natürlich auch kleinere
    Terror Gruppen, die sind aber wohl nicht gemeint.
    Der islamischen Terror arbeitet aus dem Hinterhalt und bekämpft mit kleinem Kriegsgerät, die USA und seine willigen
    Hilfstruppen, wobei es nicht darauf ankommt ob unbeteiligte
    dabei ins Gras beißen. Hierbei ist der Schaden für die Umwelt
    vergleichsweise gering.
    Der USA Terror richtet sich natürlich auch gegen den islamischen
    Terror, aber auch gegen alle die sich der USA Macht nicht
    unterwerfen, oder ihre Rohstoffe nicht hergeben wollen.
    Hierzu hat die USA ca. 1000 Militärbasen eingerichtet, eine der
    letzten im Kosovo. Für die Versorgung werden riesige
    Schiffe benötigt, die USA hat weit über die Hälfte aller
    Flugzeugträger dieser Erde. 18% ihres Haushalts gibt die USA
    fürs Militär aus. Für einen Flugzeugträger werden 50 Mliard.
    für die Lebensdauer an Unkosten veranschlagt.
    Das Ergebnis dieses Terrors sind für die Umwelt katastrophal,
    für die Wirtschaft aller Länder, durch die daraus resultierende
    Energie Verteuerung, ebenfalls schlimm.
    Die jetzigen Zusammenbrüche der Banken haben auch in
    erheblichen Umfang ihren Grund darin.
    arzuro

  14. 14: Steri

    @friguido: Was ich beschrieben habe, ist nicht meine Meinung zum Krieg, sondern sind nach meiner Auffassung Beweggründe der Politik.

    Leider sind Entscheidungen in der Politik selten transparent und meist auch ziemlich komplex, so dass der Einzelne Schwierigkeiten haben wird, sich eine ausgewogene Meinung zu bilden. Aber das möchte er auch gar nicht, denn er ist ziemlich fix und fertig, wenn er abends von der Arbeit kommt, und dann möchte er auf seinem Sofa gemütlich Fernsehen und hat keine Lust, sich noch intensiv mit all den Themen, die für ihn direkt oder indirekt relevant sein könnten, zu beschäftigen. Das müsste er aber. Und wenn er sich dann intensiv damit auseinandersetzen würde, dann würde er vielleicht erkennen, dass wir global betrachtet - ähnlich wie die USA - am Status Quo nicht allzu viel ändern möchten oder dass wir über unsere Verhältnisse leben oder eine Menge mehr. Und dann hätte er vielleicht ein schlechtes Gewissen und würde sich denken “Hm, mir geht es nur so gut, weil wir - die reichen Nationen - egoistisch und selbstverlogen unseren Reichtum auch mit unrechten Mitteln verteidigen…” und dann würde er vielleicht sein Gewissen erleichtern und für Kinder in Afrika spenden und danach würde er sich vielleicht entscheiden, nie mehr so intensiv darüber nachzudenken, was, warum, wie gemacht wird. Denn eigentlich - so würde er vielleicht denken - muss er gar nicht wissen, warum genau es ihm eigentlich so gut geht.

    So lange er in einer Nation auf der Sonnenseite der Welt lebt.

  15. 15: beobachter

    @ 13: arzuro

    Was Sie von der Kostenseite der Rüstung und der Rohstoffe hier ausführen hat doch den inneren Widerspruch, daß es doch für die USA viel billiger wäre, diese Rohstoffe zu kaufen, statt darum den von Ihnen unterstellten Krieg zu führen.

    Wie erklären Sie denn diesen Widerspruch eigentlich sich und uns, den usern hier?

    Bitte darum, das einmal ausführlicher etwas zu erläutern hier.

  16. 16: AdamAnt

    @ 15:
    Es geht hier nicht ums Kaufen, beobachter, sondern ums Verkaufen.
    .
    Ein schönes Bsp. dafür liefert das sog. “Ölgesetz” mit dem man einen regelrechten Raubzug im Irak “legalisieren” will.
    http://www.wdr.de/tv/monitor/b.....mp;sid=187
    .
    Gehen Sie einfach einmal davon aus, dass es Unternehmen wie Exxon-Mobile oder auch KBR grundsätzlich ziemlich wurscht ist wie viel und womit der Steuerzahler dafür blechen muss.
    Und gehen Sie weiterhin davon aus, dass auch deutsche Unternehmen von einer solchen Entwicklung profitieren.
    http://www.tagesschau.de/ausland/ruestung4.html
    .
    Vom weltweit drittgrößten Exporteur für Rüstungsgüter, D-Land, lassen sich “Produkte” (z.B. das Sturmgewehr G 36 von Heckler&Koch) in nahezu jedem Krisenherd auf diesem Globus finden, sogar in Georgien.
    http://www.swr.de/nachrichten/.....58/mtbh3x/
    .
    Der “Witz”, oder auch “Taschenspielertrick” an dieser Sache ist folgender: angenommen die Waffen kamen irgendwie (bspw. als Lizenzprodukt) über die USA dorthin (und das wäre nicht unüblich), dann wären unsere Behörden gezwungen den Waffenexport in die USA komplett zu untersagen, es sei denn … Georgien ist keine “Krisenregion”, sondern “Partner” – sprich “NATO-Mitglied”.

  17. 17: das emil

    @15
    Seit wann ist Bezahlen günstiger als Stehlen? Erklären sie das doch mal, bitte ausführlich! Kein Dieb denkt doch daran, dass er erwischt und ihm die Hand abgeschlagen wird. Der Dieb denkt also, er sei besonders schlau, ist er aber nicht. Lernt man doch eigentlich schon als Kleinkind, diesen Unterschied in den Sichtweisen: ex ante, ex post und Schein gegen Sein, Lüge gegen Wahrheit. Die USA sind aber derart aufgebläht, dass sie nicht mehr anders können…. bei Individuen nennt man das Beschaffungskriminalität.

  18. 18: beobachter

    @ #16: AdamAnt sowie #17: das emil

    Im Kommentar #13 wurde doch geschlußfolgert, daß der Militärapparat der USA dazu dient, Rohstoffe anderer zu rauben, die “ihre Rohstoffe nicht hergeben wollen”, si das wörtliche Zitat. Das war die Quintessenz in diesem Kommentar.

    Die Passage mit diesem Zitat (mit der Verdeutlichung noch von mir) war doch:

    “Der USA Terror richtet sich natürlich auch gegen den islamischen
    Terror, aber auch gegen alle die sich der USA Macht nicht
    unterwerfen, oder ihre Rohstoffe nicht hergeben wollen.
    Hierzu hat die USA ca. 1000 Militärbasen eingerichtet
    , eine der
    letzten im Kosovo. Für die Versorgung werden riesige
    Schiffe benötigt, die USA hat weit über die Hälfte aller
    Flugzeugträger dieser Erde. 18% ihres Haushalts gibt die USA
    fürs Militär aus. Für einen Flugzeugträger werden 50 Mliard.
    für die Lebensdauer an Unkosten veranschlagt.
    Das Ergebnis dieses Terrors sind für die Umwelt katastrophal,
    für die Wirtschaft aller Länder, durch die daraus resultierende
    Energie Verteuerung, ebenfalls schlimm.”

    Und auf diesen Aspekt zielte meine Frage nämlich, denn Rohstoffe könnten die USA doch billiger kaufen.

  19. 19: Christian B.

    Zu den Kosten eines solchen Krieges von seiten der USA muss man natürlich die enormen volkswirtschaftlichen Aspekte dazu zählen. Die Rüstungsindustrie gäbe es in dieser Form nicht, wenn kein Bedarf wäre. Der Bedarf wird also künstlich geschaffen um Arbeitsplätze zu erhalten.
    Wenn man dann noch hinterfragt, wer den der Nutznießer der Rüstungsindustrie ist, wird man nach einigen Recherchen auf den “Carlyle-Konzern” stossen. Mit etwas Nachlesen wird man schnell die Macher und die Verflechtungen ein klein wenig erhelllen können. Somit weiss man welch wirklichen Interessen verfolgt werden und vor allem von wem.

    Die dummen Deutschen marschieren dann hinterher um hierdurch wiederrum Absatzvorteile geniessen zu können.
    Frei nach dem Motto:” Ein zerbombtes Land braucht Maschinen, Techniker und Logistik” Wir haben alles für sie.
    Nur wenn wir gleich mitmachen-bekommen wir ein Stück des Kuchens.
    Alles in allem eine Kriegspolitik der wirtschaftlichen Interessen-initiert von einem Haufen geldgeiler Amis. Mehr nicht.

  20. 20: Heinrich Blasius

    Die deutschen Soldaten wissen nicht ,warum sie in Afghanistan ihr Leben riskieren.Kriegsminister Jung geht über Leichen,um dem Kriegsverbrecher Bush zu huldigen.
    Eine Schande für Demokratie und Rechtsstaat!!
    Die amerikanischen Kriegsverbrecher üben gesetzeswidrig auf deutschem Boden (TRA Lauter,von Spangdahlem aus),um in Afghanistan unschuldige Menschen abzuschlachten.
    Die Menschen in der TRA Lauter-Übungszone (Saarland/Wetpfalz)werden täglich respektlos,menschenverachtend mit infernalischem Höllenlärm der Kampfjets gefoltert und terrorisiert.Die Umwelt wird durch die Abgase ebenfalls geschädigt.Das alles mit Duldung deutscher ,gewissenloser Politik,die die Anwesenheit der Amis mit 1 Milliarde EUR jährlich fördert.
    Sie erzählen das Märchen von der zu verteidigenden Sicherheit,die angeblich am Hindukusch erfolgen muß.
    Die massiven Bürgerproteste werden von der Politik ignoriert.
    Die Menschenrechte werden hier mit Füßen getreten,das Grundgesetz gebeugt und alle Welt schaut zu(Presse und Medien).Wann wacht Deutschland auf und verjagt die Amerikaner aus dem Land?Denn erst die Anwesenheit dieser Kriegsverbrecher lockt den Terror nach Deutschland.
    Schluß mit Spangdahlem und Ramstein,Schluß mit dem täglichen Kriegszustand in der TRA LAUTER!
    Die Menschen hier wollen in Ruhe und Frieden leben können.
    Heinrich Blasius/Saarland

  21. 21: Matthias

    @7 Vielleicht genauer beobachten:
    Der Terror der Islamisten kann von überall herkommen, momentan u.a. aus verschiedenen Regionen Afghanistans.
    Dafür das afghanische Volk mit Kriegseinsätzen unter deutscher Beteiligung zu überziehen, ist nicht mit unserem Selbstverständnis der Nachkriegszeit zu vereinbaren.
    Die Amis haben die Taliban jahrzehntelang großgefüttert und versorgt, als die die Sowjets bekriegten. Jetzt hat die Bestie sein “Herrchen” gebissen und das “Herrchen” muss sich jetzt um sein “Liebling” kümmern.

    @8 Wie kann man Terrorismus bekämpfen, besser gesagt loswerden? Genau, indem kein “Terrorist” mehr mitmacht. Nicht mit Angst oder Bedrohung, sondern mit Verständnis und Verständigung, Vertrauen und Zuversicht. Dass die Amis (infolge des 11.09.2001) das nicht können ist verständlich und offensichtlich. Deshalb liegt es an uns eine Neutralität zu entwickeln, die die Grundlage für eine Verständigung sein muss. Den Terror- Agitatoren müssen die Argumente ausgehen. Jedem Afghanen muss vor Augen liegen, dass die Zukunft nicht im Taliban Camp beginnt sondern in den neuen staatlichen Schulen.

    Die Amis sollten die Chance zum Dazulernen erhalten: Nicht jeder Gegner meines Gegners ist mein Freund.

  22. 22: beobachter

    @ 21: Matthias

    Sie schrieben doch:

    “Den Terror- Agitatoren müssen die Argumente ausgehen. Jedem Afghanen muss vor Augen liegen, dass die Zukunft nicht im Taliban Camp beginnt sondern in den neuen staatlichen Schulen.”

    Diese “Terror- Agitatoren” sind doch weltanschaulich motiviert aus dem Islam heraus und bekämpfen den “Westen”, den sie für das Übel oder den “großen Satan” halten.

    Wie wollen sie diese Komponente ausschalten denn?

    Reicht das denn:
    “Jedem Afghanen muss vor Augen liegen, dass die Zukunft nicht im Taliban Camp beginnt sondern in den neuen staatlichen Schulen.”

    Den weltanschaulich relogiös Motivierten könne sie doch damit nicht beikommen.

  23. 23: Matthias

    @beobachter
    Weltanschauung allein rechtfertigt keinen Terror auch nicht für bekennende Muslime. Das im Koran mehrfach über die Verdammnis der Ungläubigen geschrieben wurde, ist allen Muslimen klar, trotzdem gibt es den Koran schon viel länger als den islamist. Terrorismus. D. h. der expansive islamist. Terror nutzt noch weit mehr als nur die islam. Weltanschauung für seine Ziele: Die Unzufriedenheit, Hoffnungslosigkeit, Wut und Verzweiflung über die eigene Lage und die der eigenen Familie. Er nutzt Gefühle wie Ehre, Stolz, Ruhm, Macht usw. für die Motivierung seiner Anhänger (so wie Hitler die Deutschen verführt und vorgeführt hat), um den Hass auf den Westen zu generieren und zu verstärken: Der Westen ist verdorben, wir sind edel usw..
    Der Weg aus dem Terror führt hin zu den Menschen islamischen Glaubens. Schulen sind nur da ein kleiner Aspekt. Es muss v.a. international gerechter werden, dass die Muslime wieder an ihre wirtschaftlich gesicherte Zukunft glauben können. Die Willkür des Westens im Nahen Osten muss beendet werden. Dem Klimawandel, der die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verschlechtert muss schnellstens begegnet werden usw. .
    Religiöse Toleranz kann man keinesfalls herbeibomben, wie wir es gerade versuchen.

  24. 24: Lebbe geht weiter

    [...] Taschenspielertricks Als gestern der Bundesaußenminister im Parlament ankündigte, er werde sich dafür einsetzen, dass sich Deutschland künftig nicht mehr mit Soldaten des Kommando Spezialkräfte KSK in Afghanistan an der US-geführten Antiterrormission “Enduring Freedom” (OEF) beteiligt, erntete er dafür reichlich Applaus - vor allem von der Parteilinken in der SPD. Doch dieser Vorschlag ist nicht mehr als ein […] [...]

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