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ARD-aktuell

27. Januar 2018

Buhrufe gegen Trump

Gestern haben wir in sozialen Medien einen Redeausschnitt von Donald Trump in Davos gepostet, in dem er von einer „hinterhältigen, gemeinen, bösen und falschen Presse“ spricht. Daraufhin gab es Buhrufe im Saal, die in dem Video deutlich zu hören sind. Und heute gibt es deshalb Manipulationsvorwürfe gegen die Tagesschau.

Der Grund für diese Diskussion ist die Tatsache, dass wir den Originalton aus dem Saal während der Buhrufe mit einem hohen Tonpegel haben offen stehen lassen, um zu belegen, dass es diese Reaktion tatsächlich gab. Da das Mikrofon naturgemäß am Rednerpult stand und nicht im Saal, war der Tonpegel bei den Sätzen Trumps niedriger, weil dem User sonst ehrlich gesagt die Ohren weggeflogen wären. Das haben wir in einem weiteren Post transparent erklärt. Manche User, darunter Bild-Chef Julian Reichelt, empfinden das als Manipulation, ja sogar als eine Grenzüberschreitung. Nach Auffassung der Kritiker ist es unzulässig, den Tonpegel zu verändern, und auf diese Weise „nachzuhelfen“. Das sehe ich anders.

Das Wichtigste vorweg: Wenn ein Korrespondent die Information vermittelt, dass der US-Präsident ausgebuht worden ist, dann muss er das belegen. Dazu diente dieser Ton. Es ist der Original-Ton aus dem Saal, nichts wurde dazu erfunden, nichts wurde unterdrückt oder manipuliert. Genauso wie eine Kamera immer nur den Ausschnitt einer Szene einfangen kann, ist dies auch bei einem Mikrofon der Fall. Und genauso wie man bei einem Bild oder einer Filmszene dann einen bestimmten Ausschnitt vergrößert, um ihn besser zu erkennen, kann und sollte man das auch mit dem Tonpegel so halten. So lässt sich dann dokumentieren, was genau bei einem Ereignis vor sich gegangen ist. Beispiel: Ein Politiker flüstert im Vorbeigehen an den Kameras einen Satz von großer Tragweite. Natürlich wird man hinterher
alles tun, um dieses Original-Zitat hörbar zu machen. Vergleichbar gehen übrigens auch Zeitungen vor, wenn sie Bildausschnitte vergrößern und eventuell noch mit einem roten Kreis markieren. Niemand käme hier auf die Idee, dies Manipulation zu nennen, sondern eher journalistische Präzision.

Ich finde es gut, dass wir solche Dinge offen diskutieren. Und die Tagesschau muss ihre Arbeitsweise immer wieder offenlegen und sich bei Fragen oder Kritik dem Diskurs stellen. Darauf haben unsere User Anspruch.

110 Kommentare

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1: Aras Bacho:

27. Januar 2018 um 15:59 Uhr

Sehr geehrter Herr Geniffke,

Lassen Sie sich von "Bild" und AfD-Anhänger nicht kritisieren. Die Tagesschau (ARD) macht eine tolle Arbeit wovon alle träumen. Auch das was langen Texte bei der öffentlich rechtlichen angeht: Längere Texte sind willkommen. Wir Bürger bezahlen Gebühren (GEZ) was andere Privatanbieter wie die "Axelspringer) hart kritisieren.Sie sind bloß nur neidisch darauf. Lang lebe öffentlich rechtlichen Sender!

Viele Grüße,

Aras Bacho

2: M. Müller:

27. Januar 2018 um 15:59 Uhr

Leider überzeugt mich Ihre Erklärung überhaupt nicht.

Wenn Sie den Tonpegel verändern ohne dies zu kennzeichnen, dann ist das eine klare Irreführung.

Das können Sie nur vermeiden, indem z.B. sich die Kamera auf die Buhrufer fokussiert, damit man den Ton entsprechend zuordnen kann. Anderenfalls entsteht beim Zuschauer ein falscher Eindruck.

Leider haben Sie sich für mich hier an der Wahrheitsverdrehung in der Berichterstattung über den US Präsidenten beteiligt.

Ein Armutszeugnis, dass sowetas von einem deutschen öffentlich rechtlichen Sender kommt.

3: Markus Gernhard:

27. Januar 2018 um 16:01 Uhr

Allgemein kann man soetwas machen. Es sollte aber in der Tonspur in sparche mitgeteilt werden und nicht in einer separaten Mitteilung.
Ich finde eher das ungerechte dabei ist auch das bei Veranstaltungen in Deutschland Leute ausgebuht werden und das insbesondere nicht bei den Reden von Frau Merkel zu hören war. Das Problem besteht darin das bei einem gemacht wird und bei anderen nicht.
Das Bild der Öffentlichkeit das auch von der Tagesschau transportiert wird ist: CDU, Flüchtlinge ….. Gut und AFD, Trump und alles konservative schlecht. Viele Nachrichten werden neutral Berichtet aber man kann bei manchen Berichten eine Haltung der Journalist erkennen. Kritisch hinterfragen ja, aber auch alle OK. Meinungsbild bitte nur in einem Kommentar.
Und nochmal Final alle Ereignisse zukünftig bitte gleich "manipulieren"

4: directmarketing:

27. Januar 2018 um 16:02 Uhr

Diese Buhrufe sind in amerikanischen Videos ganz deutlich zu hören.
Vielleicht können diejenigen die hier von Manipulation reden diese einfach mal ansehen.

5: Claus Frech:

27. Januar 2018 um 16:12 Uhr

Der Chef der Tagesschau verteidigt die Manipulation des Originaltones weil ansonsten die Buh-Rufe gegen Präsident Trump nicht richtig zu hören gewesen seien. Ein Schelm der glaubt, das habe nichts mit der Aversion und Hass gegen Trump zu tun. Der Zuschauer hat ein Recht darauf diese Manipulation vor oder nach dem Bericht zu erfahren. Es gab sehr laute Buh-Rufe gegen Merkel im Wahlkampf. Damals hat man aber seitens der ARD die Lautstärke runter gedreht! Es ist bekannt zu welchem pol. Lager die überwältigende Mehrheit der Journalisten gehört. Überparteilich ist was anderes.

6: Klaus Lange:

27. Januar 2018 um 16:22 Uhr

Es waren eher Lacher und eine handvoll Buhrufer, die Sie mit Hilfe einer Lautstärkeanhebung hörbar gemacht haben. Damit haben Sie versucht eine Kleinigkeit zu überhöhen um Ihr Narrativ des "ungeliebten Donald Trump" am Leben zu erhalten. In Wirklichkeit ergibt sich für mich aus den zahlreichen Videoaufnahmen über andere und soziale Medien ein ganz anderes Bild. Donald Trump wurde in Davos begeistert empfangen und fast wie ein Rockstar mit Handys fotografiert und begrüßt. Sehr interessant ist auch das Dinner mit den Unternehmern und den Dax-Vorständen, die Donald Trump zu seiner Arbeit beglückwünscht haben. Aber das passt ja nicht in Ihr Bild und wird deshalb geflissentlich unterschlagen. Leider wird mehr und mehr bewußt, daß die Öffentlich-Rechtlichen Medien zur Meinungsbildung nicht mehr ausreichend sind.

7: Tom Geiger:

27. Januar 2018 um 16:29 Uhr

Natürlich, alles ganz normal… Aber moment mal: Wo sind eigentlich die Buhrufe bei Merkel-Aufritten? Oder gibt es die etwa nicht? Es ist schon traurig, dass ich diesen Saftladen auch noch finanzieren muss.

8: Ralf Becker:

27. Januar 2018 um 16:52 Uhr

Es ist ja nicht das erste Mal. Findet Herr Dr. Gniffke nicht, dass er langsam seinen Posten räumen sollte.Ich kann mich erinnern, dass bei einer Veranstaltung (Frau Merkel) die Protest- und Buhrufe runtergeregelt wurden ( eweiss aber nicht ob das ARD war), wenns gegen Trump geht wird der Pegel höher geregelt. Mit solchen Aktionen wird der ganze ÖR diskreditiert. Wenn das nicht so sein soll, sollte Dr. Gniffke zurücktreten oder abgelöst werden.

9: Elke:

27. Januar 2018 um 17:27 Uhr

Jaja, und bei Merkel wurden die Buhrufe im Wahlkampf garantiert leiser gedreht. ARD? Nein danke!

10: Hackl, Reinhardt:

27. Januar 2018 um 17:28 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
…einleuchtend !

11: Heinz Latschur:

27. Januar 2018 um 17:36 Uhr

Sehr geehrter Dr. Gniffke,

wortgewaltig erklären Sie, warum Ihre Berichterstattung keine Manipulation war, sondern eine reine Tatsachenberichterstattung. Und da liegt das Problem. Sie erkennen Ihre tendenziöse, meinungsinfiltrierte und schulmeisternde Nachrichtendarstellung überhaupt nicht mehr als solche bzw. machen uns glauben, es sei objektive Darstellung. Mitnichten. Die ÖR geben mittlerweile ein trauriges Bild und verheddern sich immer mehr in politischen Fängen. Vielleicht war es eine Illusion zu glauben, dass eine Nähe zu politischen Entscheidungsträgern Unabhängigkeit bedeuten kann.

12: Tenshi Hara:

27. Januar 2018 um 18:09 Uhr

Richtig so. Man könnte den Kritikern aber vorab den Wind aus den Segeln nehmen und deutlich einen Hinweis auf den Tonpegel geben.

13: Ben Álvarez:

27. Januar 2018 um 18:26 Uhr

Man sieht und hört letzendlich was man will. Ob der USA Burger nichts anderes gesagt hätte was für das Publikum (und nicht allein für die Presse) wichtig wäre. Lügen ist auch wenn man nicht die ganze Realität beschreibt, sie übertriebt oder sie leugnet.

14: Andreas Bock:

27. Januar 2018 um 18:51 Uhr

Wenn ein Trump nahe stehender Sender wie Fox den kaum hörbaren Applaus hochdrehen würde, wie wäre ihr Kommentar zu dieser Berichterstattung?

15: Timo:

27. Januar 2018 um 18:52 Uhr

mhh… bei den letzten Merkelauftritten wurden die Trillerpfeifen und Buhrufe sehr leise gedreht, ja nicht mal beiläufig erwähnt. Soll das dann die Liebe des Volkes zur Kanzlerin belegen?

16: ceterumcenseo:

27. Januar 2018 um 19:32 Uhr

ganz plausible Erklärung von Herrn Gniffke, ebenso wie die im Fall Kandel. Innerhalb weniger Wochen aber die zweite öffentl. Rechtfertigung der TS-Redaktion bezügl Berichterstattung ,gab es früher fast nie und macht nachdenklich. Inzwischen wissen alle, daß nach Bedarf manipuliert werden kann, Satellitenbilder, Menschenmengen , Bildausschnitte etc. Ist das Vetrauen verloren, ist es kaum zurückzugewinnen.

17: A. Steinbrenner:

27. Januar 2018 um 19:53 Uhr

Sie hätten vielleicht noch erwähnen können, dass die Buhrufe von der Presse kamen.

https://twitter.com/ishaantharoor/status/956882377900478465

Der Sachverhalt stellt sich also wie folgt dar:

Trump greuft Presse an-
Pressevertreter buhen ihn aus-
Tagesschau stellt dies mit hochgedrehtem Ton als Reaktion des ganzen Saals dar.

Die Bewertung überlasse ich dem Leser.

18: M. Müller:

27. Januar 2018 um 20:39 Uhr

Dass ein für seine linksradikalen und staatsfeindlichen Thesen bekannter Aras Bacho ausgerechnet im ersten Kommentar dieses Blogs nichts als Lob übrig hat ist leider bezeichnend für die Blamage, die sich die Tagesschau hier geleistet hat.

Das vollkommen fehlende Problembewusstsein eines Herrn Dr. Gniffke ist beschämend.

19: Winston Smith:

27. Januar 2018 um 20:58 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

ich finde Sie machen einen prima Job. Lassen Sie sich nicht von den ganzen Hatern runtermachen. Hören Sie lieber auf Ihre innere Stimme. Wenn die sagt, dass es völlig in Ordnung war, die Buhrufe lauter zu machen, dann ist das völlig okay. Und selbst, wenn nicht, zahlen müssen die Menschen ja sowieso.

Mit lieben Grüßen

Ihr Winston Smith

20: Vadomarius:

27. Januar 2018 um 21:06 Uhr

Die Frage ist doch, WARUM ihr gerade DIESE Reaktion hervorheben wolltet und ob die TS dasselbe getan hätte, wenn es Beifall für Trump gegeben hätte. Letzteres soll's ja durchaus schon mal gegeben haben…

21: wicklawatz:

27. Januar 2018 um 21:11 Uhr

Man stelle sich folgendes vor:
Der den Video-Ausschnitt begleitende Twitter-Text hätte geheißen „[…] hier wird Trump nach seiner Rede […] dafür applaudiert“. Ist diese Aussage wahr, bzw. liegt ihr ein Wahrheitsgehalt zu Grunde? Ja, zweifellos. Ist sie die Situation umfassend darstellend? Keinesfalls. Würden man nun diese gegensätzliche – und dennoch wahre – Formulierung als guten und objektiv neutralen Journalismus bezeichnen? Ich kann es mir jedenfalls kaum vorstellen.

Vielleicht sieht man anhand dieses Beispiels, was der eigentliche Kern der Vorwürfe ist. Dieses 'subtile Muster' ist in nahezu jeder Berichterstattung über bestimmte Personen oder Themen allumfänglich vorhanden. Ich möchte keine Gründe dafür herbeifantasieren, aber vielleicht wird man ja eines Tages mit einer überzeugenden Erklärung für diese Einseitigkeit überrascht.

22: B. Hellwig:

27. Januar 2018 um 21:22 Uhr

"Mit dem Zweiten sieht man besser" und mit dem Ersten hört man jetzt auch noch besser. Endlich wurde diese klaffende Lücke im ÖR-TV geschlossen – dafür meinen herzlichen Dank!

23: STOPP:

27. Januar 2018 um 21:54 Uhr

Der Ton macht schon die …

Dreht doch bitte mahl die schrecklichen Leidruhfe unschuldiger Menschen lauter, die dieser Staatsmann in Zukunft zu verantworten haben wird.

Unfähigkeit zur Menschlichkeit, kann einfach nur laut ausgebuht werden.

24: Mediator:

27. Januar 2018 um 21:55 Uhr

Ich finde die Vorgehensweise der ARD korrekt und transparent. Seriöse Journalisten behaupten nicht nur Dinge sondern sie belegen ihre Inhalte. Genau dies hat die ARD getan. Wer weis, wie sehr Journalisten sich bemühen zwischen Inhalt und Meinung bei einer Nachricht zu trennen, der kann die erhobenen Vorwürfe nicht wirklich nachvollziehen.

Selbstverständlich sind die Mikrofone bei einem Redner auf diesen ausgerichtet und eingepegelt, so dass Störgeräusche aus dem Saal möglichst unterdrückt werden und nicht vom eigentlichen Inhalt ablenken. Wenn aber plötzlich die Reaktion im Saal zum Inhalt wird, dann muss man eine technische Anpassung vornehmen.

Wer behauptet, dass nicht über die gezielten Störungen bei Auftritten von Frau Merkel oder Herrn Maas berichtet wurde der sollte dies belegen. Es gab ja sogar eigene Artikel über <rechte Groupies> die die Auftritte bestimmter Politiker gezielt störten.

25: sag ich nich:

27. Januar 2018 um 22:35 Uhr

Ihre Erklärung ist lächerlich! Es ist und bleibt ein manipulativer Eingriff! Die zwei Buh-Rufer muss man nicht extra herausheben, es sei denn, man möchte genau dieses Bild erzeugen! Das sind genau die kleinen und unsensiblen Dinge, die das schlechte und ramponierte Image des Staatsfunkes zu verantworten haben! Ich erwarte OBJEKTIVE Berichte und keine manipulierte Meinungsmache! Gegen die geballte Aufsicht des Internets könnt ihr nur verlieren…

26: Marc Albrecht:

27. Januar 2018 um 22:49 Uhr

Moin,

selbstverständlich ist das Vorgehen "Manipulation" – und zwar im eigentlichen Sinn. Die endgültige Tonspur wurde, bewusst, anders abgemischt, als dies normalerweise gemacht worden wäre (um etwas zu dokumentieren, das sonst schwer erkennbar gewesen wäre).
Man nennt sowas auch "editing". Es ist Alltag – in ALLEN MEDIEN. Unsere gesamten Sinne arbeiten genauso: (Vermeintlich) Wichtiges wird verstärkt (oder ungefiltert "durchgelassen"), "Unwichtiges" ausgeblendet. Auch das ist "editing" (durch unser Gehirn) – nur, dass wir keine "Hand anlegen" (read: manipulieren).

Das "Runterregeln der Zuschauergeräusche" ist auch Manipulieren, was sonst sollte es denn bitte sein? Was wäre also die "unmanipulierte" Version der Meldung? Unverständlicher Soundmüll!

Schaut Tagesschau UND Breitbart UND und und. Tellerrand und darüberhinaus. Die Tagesschau ist nicht alles, sie ist aber ein guter Start für einen Rundumblick. Sie darf genauso AUSWÄHLEN (read: manipulieren) wie alle anderen.

Hugh.

27: Maik Veit:

27. Januar 2018 um 22:49 Uhr

Herr Gniffke,
Ihre Rechtfertigung ist lächerlich. Bei Merkel-Kritik drehen Sie den Ton weg, bei Trump-Kritik voll auf. Sie machen politische Stimmung und keinen Journalismus. Immer so, wie es wohlwollend in Berlin zur Kenntnis genommen wird. Ihre Sendung ist inzwischen soweit weg von der dt. Bevölkerung, das man sie auch ganz abschaffen kann ….

28: Horst_Rudert:

27. Januar 2018 um 23:30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren. Die Tagesschau war meine heilige Kuh. Aber Sie schlachten die gerade. Sie machen sich selbst überflüssig, und merken das scheinbar nicht einmal. Sie scheinen Ihre Zuseher zu unterschätzen und beleidigen sie dadurch.
Wir haben auch Augen im Kopf und schauen z.B. BBC oder CNN, sehen dort die Videos am Stück aus denen sie einen Schnappschuss falsch kommentieren. Sie berichteten über Mrs. Trumps Stöckelschuhe im Hochwassergebiet obwohl das nicht stimmte und das Foto 3000km entfernt geschossen wurde, und davon wie er gegen augenärztlichen Rat in die Sonnenfinsternis starrte, auch das stimmte nicht, er lugte nur unter dem Balkon hervor um zu suchen wo die Sonne steht, setzte dann sofort die Brille auf. Daß Trump ein fall für sich ist wissen wir auch so, da müssen Sie keine Geschichten auf Regenbogen-Niveau für erfinden.
Geschenkt. Vielleicht lernen Sie ja draus, falls Sie doch noch realisieren daß Sie dem Zuschauer Wahrheit statt gefärbtem Kommentar schulden.

29: Christian:

27. Januar 2018 um 23:35 Uhr

Zwei einfache Fragen habe ich dazu.

1. Hätten Sie den Ton auch bei Applaus hochgedreht?

2. Haben Sie den Ton bei Wahlkampfveranstaltungen von Frau Merkel ebenso hochgedreht? Dort gab es ja ähnliche Reaktionen.

Ich vermute Sie können beruhigt beide Fragen mit Nein beantworten. Das öffentlich rechtliche Fernsehen wird immer schlimmer.

Immer mehr junge Menschen wenden sich diesem Medium ab und Sie fördern diesen Prozess auch noch immer weiter und weiter.

30: Stefan:

27. Januar 2018 um 23:44 Uhr

Die Frage ist, was wird in Zukunft wohl "rauf" oder "runter" geregelt. Und ein übler Nachgeschmack bleibt, ob dies nicht schon immer geschehen ist. Und ist es nicht so, dass die "Buhh-Rufe" nicht so oder so gehört worden wären, aber man den Eindruck einer Verstärkung erzielen wollte. Solche Aktionen sind ein Zutun für all diejenigen, die in öffentlichen Medien Manipulation sehen. Und dies ist leider eine. Denn es wird ein Bild dargestellt( der Eindruck von 10 Buhrufen), welches es so aber nicht gab (1 oder 2 Buhrufe)

31: Habakuck58:

28. Januar 2018 um 00:26 Uhr

Meine Güte! Was für ein Bohei, wenn es um die Lautstärke der Hintergrundgeräusche bei Trump und Merkel geht.
Zum Ersten: Bei Trump wurden gezielt Journalisten angegriffen deren Buh-Reaktion dann eben Themenbezogen angehoben wurden um genau diese Meldung zu belegen.
Zum Zweiten: Bei Merkel ging es zumeist um den Inhalt ihrer Ansprache, nicht um einen Kommentar an oder gegen die Buh-Rufer!
Wenn es selbigen von Frau Merkel gegeben hat, wurden auch dort die Buh-Rufe extra hervorgehoben oder gar gesondert dokumentiert!
Wer darin keine Unterschiede sieht oder gar von tendenziöser Manipulation spricht weiß es offenbar nicht besser.
Und hat offensichtlich noch keine "Nachrichtensendungen" der Privatsender gesehen. Aber dort wird tendenziöse Berichterstattung ja nicht nur geduldet sondern sogar beklatscht.
weia…

32: Martin Linder:

28. Januar 2018 um 05:45 Uhr

Wenn ich die Rechtschreibversuche der Kommentatoren sehe, weiß ich, daß wir an anderer Stelle erheblich größere Probleme (als das der Lautstärke) haben. Um es vorwegzunehmen: Mein Schulabschluß ist von 1986, ich habe die Rechtschreibreform(en) nicht übernommen. Einmal Schreibenlernen ist in meinen Augen genug.

33: Thomas Maurer:

28. Januar 2018 um 06:21 Uhr

Manipulieren Sie Auftritte deutscher Politiker ebenfalls?

34: Vernunftsuchender:

28. Januar 2018 um 08:38 Uhr

Die Tagesschau ist was Themengewichtung,Berichterstattung und vor allem Kommentare angeht,definitiv nicht mehr als neutral anzusehen.dies liegt aber nicht an "Druck von oben" oder einer "Lügenpresse" sondern klar an der politischen Neigung der Journalisten.
Trump,Diesel,Putin,Brexit,Menschen mit Ängsten vor muslim. Zuwanderung…schlecht,da nicht sein kann was ideologisch nicht sein darf.
Eine "Stellungnahme im Nachhinein" macht dies nicht besser. Das Land wird so noch weiter gespalten,statt geeint.
Daher:Berichten und gewichten sie doch bitte nach Relevanz (Nachfrage der Büeger) und neutral statt nach persönlicher Präferenz und streichen sie diese unsäglichen Kommentare von Journalisten (es sind doch de facto Laien, die über Ereignisse/Profis berichten).Dann können sie sich jegliche Rechtfertigungen sparen! Den Erziehungsauftrag haben im Grundgesetz Schule und Eltern,nicht die Medien. Öffentlich-rechtliche Neutralität müsste der Gegenentwurf zum Rest sein (Bild,TAZ etc.)

35: Klaus Delung:

28. Januar 2018 um 09:26 Uhr

"Vergleichbar gehen übrigens auch Zeitungen vor, wenn sie Bildausschnitte vergrößern und eventuell noch mit einem roten Kreis markieren." – Der Vergleich hinkt gewaltig. Wenn man etwas mit einem roten Kreis markiert, hebt man es heraus, ohne die Proportionen zu verändern. Dasselbe gilt für einen isoliert gezeigten vergrößerten Bildausschnitt. Wenn man aber ein gemeinsames Foto von Gysi und Seehofer zeigt und dieses so 'photoshopt', dass Gysi einen Kopf größer als Seehofer erscheint, dann ist das eine klare Verfälschung – und eben eine solche Verzerrung stellt der Trump-Bericht dar.

36: Marc U.:

28. Januar 2018 um 10:04 Uhr

Leider, leider ist sie recht fadenscheinig, Ihre Rechtfertigung. Denn auch gerade in den "kleinen" Dingen entscheidet es sich doch, ob der Zuschauer manipuliert wird!

Ob es nun ein zurechtgeschnittenes Bild ist oder jemandem subtil das Wort im Mund herumgedreht wird – Es wird dabei oft eine Agenda zugrunde liegen.

Waren ähnliche Diskussionen denn nicht schon in der Vergangenheit entstanden, als die TS über die Berichterstattung über das "böse" Russland kritisiert wurde?

Ihre Aufgabe, Herr Gnifke, sollte es doch sein, solche Sachen zu verhindern anstatt sie auch noch öffentlich zu rechtfertigen..!

37: Phonomatic:

28. Januar 2018 um 10:15 Uhr

@ 6: Klaus Lange
Wenn der US-Präsident irgendwo auftritt, dann wird er immer von Leuten bejubelt und fotografiert. Das hat wirklich nichts mit Trump zu tun.

Eine außergewöhnliche Reaktion, die direkt etwas mit Trump zu tun hat, sind die Buhrufe während der Rede eines US-Präsident vor einem derart ausgewählten Publikum.

PS: Dass Konzernchefs und Manager bei einem privaten Dinner mit ihm Gutwetter machen, das sollte Sie am allerwenigsten überraschen. Das sind keine politischen Äußerungen sondern die handeln da allein verantwortlich gegenüber ihren Geschäftsabsichten in den USA. Das wäre der allerletzte Platz, wo Sie auch nur einen Anflug von Kritik erwarten könnten.

38: Phonomatic:

28. Januar 2018 um 10:20 Uhr

Wer manipuliert hier?

Herrn Gniffkes Erklärung sollte jedem einleuchten … der Ton des Sprechermikros gibt allein Trumps Perspektive wieder. Manipulation ist vielmehr, diese als einzig wahre Perspektive hinzustellen.

PS: Wenn ich dort gewesen wäre, hätte ich sicherlich irgendwo im Publikum gesessen.

39: Max Barrett:

28. Januar 2018 um 11:50 Uhr

Alles richtig gemacht, Tagesschau. Danke für das Statement. Das die "Lügenpresseschreier" hier nun loslegen war klar.

40: Mein Name:

28. Januar 2018 um 11:57 Uhr

Ich finde es okay, dass der Ton aus den genannten Gründen lauter gestellt wurde. Aber: Bitte macht dies dann doch einfach mit einem kurzen Satz deutlich; dann wurde es nämlich von euch transparent wiedergegeben. Jeder weiß dann Bescheid, um sich seine eigene Meinung von dem Geschehen zu machen.

41: Thomas Haarmann:

28. Januar 2018 um 12:48 Uhr

Ich bin mir nicht sicher was mich mehr verstört,
die offensichtliche Manipulation oder diese Rechtfertigung von Herrn Gniffke.

Der Buhruf kam von einem „Journalist“.
Und ein zwangsfinanzierter „Journalist“ setzt es passend in Szene.
So geht Filterblase …

42: Stefan D:

28. Januar 2018 um 13:21 Uhr

Glaube keiner Wahrheit, die du nicht selber "überarbeitet" hast.Also, dass Trump in den deutschen Medien als depp dargestellt wird, weiss doch jeder schon lange. Aber was den Wahrheitsgehalt angeht, so muss man die Deutschen Medien als nicht neutral titulieren.Ich bin echt enttäuscht.Wenn es einmal eine demokratischen Wahl über die Abschaffung der "öffentlich rechtlichen" wie in der Schweiz gibt, weiss ich jetzt schon, wie die ausgehen wird.Ihr schafft euch selber ab!Werdet doch endlich wieder neutral und schreibt über Themen, ohne zu manipulieren.Und auch mal aus der Sicht des Volkes und nicht der Reichen.Danke für das Veröffentlichen.

43: Trojaner:

28. Januar 2018 um 14:01 Uhr

Wenn ein Politiker etwas in ein Mikrofon flüstert, Sie ihn im Bild zeigen und den Ton verstärken um den Wortlaut verständlich zu machen, ist das etwas völlig anderes als ein nicht durch den optischen Eindruck einzuordnenden Saal-Ton zu verstärken.
Im konkreten Fall melden Sie Buh-Rufe, die wohl im Raum kaum zu hören waren und außerdem nach anderen Meldungen ausnahmlos von nicht-amerikanischen Journalisten kamen.
Da diese Journalisten nicht einmal Teilnehmer des Treffens in Davos sind, sondern nur Begleiter dessen – also akkreditierte Zuhörer -, erweckt schon die Tatsache, dass Journalisten über unflätige Journalisten berichten, als wären diese Wirtschaftsführer und Staatsmänner einen sehr schalen Geschmack.
Und dann müssen Sie auch noch den Ton hochjubeln, damit man überhaupt etwas von den Unmutsbekundungen hört?
Das ist vielleicht im Fußballstadion Usus, dem Anspruch einer "Einordnung" von Geschehnissen ist es nur abträglich.

44: Dominik Maassen:

28. Januar 2018 um 14:32 Uhr

Mit dieser Art von Berichterstattung bereiten auch Sie den Boden für Leute wie Trump. Und für alle Kritiker, die sich inzwischen fragen, warum sie GEZ-Gebühren bezahlen müssen. Ich kann über Ihr selbstgerechtes Verhalten nur den Kopf schütteln. Das nichts mehr mit seriösen Journalismus zu tun, sondern Propaganda ist für eine vermeintlich politisch korrekte Sache. Unfassbar.

45: Jörg Tiedemann:

28. Januar 2018 um 14:42 Uhr

Die Entgegnung von Herrn Gniffke überzeugt mich nicht.
Wenn ein Bildausschnitt in einem roten Kreis vergrößert wiedergegeben wird, dann kann jeder erkennen, dass und wir stark die Größenverhältnisse verändert worden sind.
Diese lauter gedrehte Tonaufnahme aber wurde ohne einen entsprechenden Hinweis gesendet. Erst auf Nachfrage hat die Tagesschau im Tweet eingeräumt, wie sie hier vorgegangen ist.
Vielleicht ist Herr Gniffke noch zu jung, um sich daran zu erinnern:
Als Erich Honecker 1987 die Bundesrepublik besucht hat, haben die DDR-Fernsehberichterstatter den Ton heruntergeregelt, damit „ihre“ Bürger die Protestrufe gegen den Staatsratsvorsitzenden nicht hören konnten.

46: Dominik Maassen:

28. Januar 2018 um 14:46 Uhr

Sie machen Propaganda unter dem Deckmantel des Journalismus. Das ist die schlimmste Form der Manipulation.

47: Johannes Black:

28. Januar 2018 um 14:57 Uhr

Wenn Sie den Ton ohne das kenntlich zu machen lauter machen ist das sehr wohl eine bewusste Manipulation des Zuschauers.

Bei einer Vergrößerung eines Bildes oder einer roten Umrandung ist die Manipulation deutlich gekennzeichnet.

Schade dass die Öffentlich-Rechtlichen offensichtlich die Kritik nicht ernst nehmen und versuchen die Manipulation zu rechtfertigen.

48: rainer sta:

28. Januar 2018 um 15:42 Uhr

Vielleicht gibt es ja Geheiminformationen, die rechtfertigen, gegen Trump zu sein. Der Zuschauer kennt sie aber nicht und hört nur Banales als Begründung. Bei Helmut Kohl hatte man noch -bis auf die Euro Lobhudelei-das Gefühl einer unabhängigen Presse. Das ging dann scheibchenweise abwärts und ist seit 2015 völlig verloren gegangen. Nun wird via Fakenews/Maas/zunehmender Kriminalisierung regierungskritischer Stimmen versucht, wieder die Meinungshoheit zurück zu holen. Das endet dann wie in der DDR.

49: Chris Meyer:

28. Januar 2018 um 15:58 Uhr

Natürlich ist das Manipulation, sogar vorsätzliche, indem die Realität verstellt wird. Es geht nicht um Buhrufe für sich, sondern um Rufe in Relation zum Gesamtzuschauerverhalten. Wenn Buhrufe verstärkt werden, werden die Nicht-Buhrufer verringert und damit ein falsches Bild der Realität gegeben. Ein Reporter muss es nicht belegen, sondern kann auch darauf hinweisen, dass es vereinzelte, jedoch leise Buhrufe gegeben hat.

Erschreckend und tragisch, dass ein Chefradakteur selbst triviale Sachverhalte nicht auseinander halten kann. Etwas zu markieren in einem Bild oder Text ist eine Hervorhebung/Markierung ohne Änderung, keine Veränderung des Sachverhaltes, wie hier bei Ihnen. Sie hätten den Ton somit markieren können (z. B. durch Hinweise, ab wann er zu hören ist, wenn auch nur leise), nicht verstärken. Wenn Sie keine Möglichkeit zur Markierung von Töne haben, müssen Sie eine Erfinden oder es sein lassen.

50: Samuel Herzog:

28. Januar 2018 um 16:00 Uhr

Selbstverständlich ist eine solche Berichterstattung manipulativ, einfach deswegen, weil die Manipulation nicht als solche kenntlich gemacht wurde, wodurch der Eindruck eines authentischen, unbearbeiteten Materials entstand, und genau das ist es nicht. Für mich ist auch die Rechtfertigung "Vergleichbar gehen übrigens auch Zeitungen vor, wenn sie Bildausschnitte vergrößern und eventuell noch mit einem roten Kreis markieren" an den Haaren herbeigezogen: Bei einem roten Kreis sieht man die Bearbeitung, und eine Ausschnittvergrößerung gehört zum Handwerk, um Informationen zu transportieren. Aber Teile (!) des Hintergrundgeräusches absichtlich hervorzuheben ist Manipulation und eher vergleichbar mit dem Bild eines Rasens, der blau wirkt, weil das Gelb herausgefiltert wurde. Leider festigt sich damit das Bild einer Medienkampagne gegen Trump. Schade, es gibt bestimmt viel, was man ihm vorwerfen kann, die Berichterstattung wird dadurch aber nicht glaubhafter.

51: rainer sta:

28. Januar 2018 um 16:02 Uhr

Mag sein, das es in diesen turbulenten Zeiten gut ist, abzuwarten, ob Donald Trump oder die bisherigen Mächte siegreich sein werden. Die Art und Weise jedoch, mit der der ÖR seit 2015 jene Kräfte stützt, die aus Deutschland ein "Shithole Country" mit täglicher Bedrohung machen, ist entsetzlich.

52: Peter Kunde:

28. Januar 2018 um 16:15 Uhr

Gelobt sei die Tontechnik !
Nicht nur mit Bildern kann man manipulieren…..
Vielleicht sind nur dem Kollegen TonIng die patriotischen Nerven durchgegangen, und nun muss sich der Chef für ihn entschuldigen.

53: Matthias Vorndran:

28. Januar 2018 um 16:30 Uhr

Der Vorwurf der Manipulation ist in diesem Fall abwegig, denn es existiert von vornherein kein "neutrales" Original. Jeder einzelne Mensch hätte, je nach Position im Saal, den Vorgang anders wahrgenommen – und so ist auch die Mikrofonierung und Abmischung des Tons nur eine von vielen denkbaren und subjektiven Versionen. Der Beitrag behandelte eine Interaktion zwischen Redner und Publikum, deshalb wurde die Mischung verändert. Hätte ein Hörfunk-Reporter

54: Matthias Vorndran:

28. Januar 2018 um 16:36 Uhr

Der Vorwurf der Manipulation ist in diesem Fall abwegig, denn es existiert von vornherein kein "neutrales" Original. Jeder einzelne Mensch hätte, je nach Position im Saal, den Vorgang anders wahrgenommen – und so ist auch die Mikrofonierung und Abmischung des Tons nur eine von vielen denkbaren und subjektiven Versionen. Der Beitrag behandelte eine Interaktion zwischen Redner und Publikum, deshalb wurde die Mischung verändert, die sonst normalerweise den Redner in den Vordergrund stellt. Hätte ein Hörfunk-Reporter berichtet, hätte er sich vermutlich dem Geschehen zugewandt und sein Reportagemikrofon entspechend ausgerichtet. Wäre das in den Augen der Kritiker hier auch eine "Manipulation" gewesen? Nach dieser Argumentation wären fast alle Livemitschnitte von Konzerten ö.ä. unzulässig manipuliert, denn auch dort sorgen Tontechniker dafür, dass das Mischungsverhältnis von Bühne und Saal anlassbezogen angepasst wird.

55: Rudi:

28. Januar 2018 um 16:42 Uhr

Ab sofort schaue ich die Tagesnews nicht mehr um 20h00 sondern um 21h45!

56: timetunnel:

28. Januar 2018 um 16:48 Uhr

Ich kann den Vorwurf der Manipulation überhaupt nicht nachvollziehen, denn es gibt in einer solchen Situation schlicht und ergreifend keinen "richten" Ton.

Packt man das Mikro direkt vor Trump werden alle anderen Geräusche aus dem Raum nur schlecht oder gar nicht mit aufgezeichnet – unter anderem die Buh-Rufe, die es ja nachweislich gab.

Plaziert man das Mikro mitten im Raum hört man Trump eventuell nur schlecht. Ich bin mir sicher, das dann eine Mecker-Welle über die schlechte Tonqualität losbrechen würde.

Nimmt man 2 Mikros, eines für Trumps Mund und eines für den Raum, müssen diese beiden Tonspuren danach zusammen gemischt werden, und dann ist die Frage, nach welchen Kriterien: Trumps Rede im Vordergrund? Oder so, wie es eine Person mitten im Raum gehört hätte? Warum dann aber nicht so, wie es eine Person aus der ersten oder letzten Reihe gehört hätte?

Kurz: es gibt nicht den einen "richtigen" Ton. Man muss nur transparent machen, warum die Tonmischung so vorgenommen wurde.

57: Neue Zeit:

28. Januar 2018 um 16:55 Uhr

Heutzutage wird nur noch gerechtfertigt und schöngeredet, statt sich zu entschuldigen.

Wenn alle doch alles so richtig machen, warum läuft dann offensichtlich sovieles so schief?

Die Manipulation ist klar, und warum sie „unpassend“ war ebenfalls. Es ist selbsterklärend.

Aber warum versucht man nun erneut falsches als richtig dazustellen? Ist das die Art wie wir nun leben?

Im Feuer sitzen und „it’s fine“ sagen? Ich mag weder Trump noch AfD, aber diese Heuchelei die stattfindet wird immer unerträglicher.

58: Werner Becker:

28. Januar 2018 um 17:02 Uhr

Liebe Journalisten der ARD,
wieder ein Beispiel für Manipulation bei der politischen Berichterstattung nicht nur in der Ard sondern in vielen nicht nur öffentlich rechtlichen Medien in Deutschland. Das zieht sich wie ein roter Faden mindestens seit Beginn der Fluchtbewegungen wie ein roter Faden durch die Medien.
Das kann ich einordnen und ein Abbo eines Printmediums kündigen. Mein Problem ist es beim öffentlich rechtlichen Rundfunk Manipulierer und Meinungsjournalisten a la ihrer Kollegin Reschke mitfinanzieren zu müssen, ohne kündigen zu können. Mir bleibt nur der Umschaltknopf an der Fernbedienung.
Werner Becker

59: Thomas D.:

28. Januar 2018 um 17:08 Uhr

Ich erwarte eine ungeschönte und neutrale Berichterstattung für meine Gebühren, dies fördert Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Wer beim öffentlich-rechtlichen arbeitet sollte wissen, dass er eben nicht tendenziös poltern (Trump-bashing ist halt gerade hip, aber ist nicht neutral) oder in den Himmel loben (vgl. Grünenparteitagsbericht: Ja, Habeck kommt lässig rüber, ist aber auch nicht neutral) darf. Das kann er als freier Journalist bei der TAZ oder in irgendeinem Blog tun.
Allein, dass es einen Rechtfertigungs-Blog geben muss, sagt doch alles über Niveau und Qualität der Berichterstattung.
Die Tendenz äußert sich bei der ARD in der Themenauswahl, Nebensätzen, Adjektiven und Kommentaren. Auch der Beisatz:"ist nur die Meinung des Journalisten, nicht die der Redaktion" macht es doch nicht besser?! Lasst den "Mist" doch einfach weg, wenn er zu tendenziös ist, statt sich dann dafür zu rechtfertigen.

60: Dietrich R. Sachsenstein:

28. Januar 2018 um 17:33 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

die Buhrufe im Saal kamen von der Presse. Waren es etwa die ARD Mitarbeiter, deren Buhrufe die tagesschau verstärkt hat? Diese Information zu vermitteln wäre in Ihrem irreführenden Beispiel analog zum "Bildausschnitte vergrößern und eventuell noch mit einem roten Kreis markieren".

Von der tagesschau dagegen kam Stimmungsmache statt Information. Generell weniger Agitprop und mehr journalisitisches Handwerk darf der Gebührenzahler erwarten. Andernfalls entfällt die Existenzberechtigung des ÖR. Hofberichterstattung und Stimmungsmache kann schließlich jeder blog.

MfG

61: Andreas Kuhn:

28. Januar 2018 um 17:56 Uhr

Können wir also davon ausgehen, dass 1989 die Rufe "Wir sind das Volk" auch nur in der Lautstärke etwas angehoben worden sind?
Und dass die DDR-Bürger den Erich eigentlich behalten wollten?

Herr Kniffke, wenn Sie meinen, dass unterschiedliche Lautstärken nicht "manipuliert" sind, sollten Sie sich Ihr Lehrgeld als Journalist zurückgeben lassen.

62: Peter Kor:

28. Januar 2018 um 18:02 Uhr

Ich finde es bedauerlich, dass sich die Tagesschau so
verhalten hat. Es befeuert nur den Zweifel an der unabhängigen und neutralen Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sendern, das gleiche gilt für die Heute-Sendungen des ZDF.
Man wird an die Berichterstattung der aktuellen Kamera erinnert.

63: Bodo von Wolkenstein:

28. Januar 2018 um 18:07 Uhr

Werter Herr Gniffke,

es sind hanebüchene Schutzbehauptungen, die Sie hier aufstellen.
Es ist doch ganz einfach: Wenn Sie transparent sein wollen, müssen Sie auf solchen akustischen Manipulationen hinweisen, so einfach ist das.
Andernfalls gilt das Motto gerade bei Nachrichten-Sendungen "Gesendet wie gefilmt", ansonsten wird Ihnen der Vorwurf der boshalften Manipulation immer und immer wieder gemacht werden. Und es wird gemeinhin sofort eine Gegenöffentlichkeit hergestellt, wie Sie und Ihre Sendung ja nun bereits mehrfach schmerzhaft erfahren mussten.

Hören Sie auf zu manipulieren. Senden Sie, "was ist" und nicht, was in Ihren Augen "sein soll".

Sie kommen damit nicht mehr durch, das sollten Sie mittlerweile gelernt haben.

Mit freundlichen Grüßen
Bodo von Wolkenstein

64: Rudi:

28. Januar 2018 um 18:50 Uhr

Wenn ich eine Ansprache anhöre interessiert mich doch überhaupt nicht, was das anwesende Publikum von sich gibt. Es ist ohnehin meistens nur störend. Z.B. bei Talksendungen bei Anne Will oder Maybritt Illner hört man überhaupt nichts von der Ansage der Moderatorinnen, weil das Publkum eine Minute lang klatscht; für was eigentlich?

65: Hans Maiser:

28. Januar 2018 um 18:53 Uhr

Schritt für Schritt zerstört ihr eure Glaubwürdigkeit. Und ihr merkt es nicht mal (wie eure Chefin in Berlin)

66: achsoja:

28. Januar 2018 um 18:54 Uhr

Manipulation

Selbstverständlich ist das eine bewusste Manipulation. Die Veränderung dient doch ganz ausdrücklich dazu, die Buh-Rufe zu dokumentieren. Da der Verbraucher dieser Nachrichten keinerlei Möglichkeiten hat, die reale Situation zu beurteilen, bleibt es bei der aufbereiteten Wirklichkeit. Inwieweit hier schon Fake News erzeugt werden, könnte nur jemand beurteilen, der anwesend war.

67: Matthias Vorndran:

28. Januar 2018 um 19:32 Uhr

Die meisten Kommentare hier zeugen von mangelndem technischen Verständnis der Medienproduktion. Nochmal: Weder auf der Ton- oder Bildebene gibt es ein wirklich "neutrales" Signal. Jeder Bildausschnitt lässt etwas weg, jede Mikrofonierung eines Ereignisses bringt automatisch mit sich, dass Teilaspekte lauter oder leiser aufgenommen werden. Manipuliert bereits ein Kamermann, wenn er auf einen Buhrufer schwenkt, obwohl die Einstellung ursprünglich gar nicht vorgesehen war? Natürlich nicht. Wer kann behaupten, das ursprüngliche Tonsignal, dass vermutlich den Saal höchstens als Athmo mitgenommen hat, sei "neutral" und "unverfälscht"? Die Tagesschau wollte über einen Zwischenfall berichten, das zur Verfügung stehende Material war dazu nicht gut geeignet. Und das nicht, weil es irgendwie zu neutral gewesen wäre, sondern weil es in erster Linie dazu gedacht war, den Redner abzubilden.

68: Challo Spiranzo:

28. Januar 2018 um 19:38 Uhr

Etwas spät und vielleicht wurde es bereits erwähnt, aber für mich ist das Problem so offensichtlich die Tatsache dass Journalisten hier in einer mit selbstreferentiell noch ungenügend beschriebenen Art über die Stimmung von Journalisten berichten und dies frecherweise als Nachricht ansehen.
Dies ist ebenso fehlgeleitet wie es mich fassungslos hinterlässt dass dies nicht erkannt wird und man denkt es geht um Dinge wie Bildvergrösserungen.
Es gibt eine millionen Anlässe und Gründe einen Clown wie Donald Trump zu kritisieren und trotzdem schaffen sie es so regelmässig daneben zu liegen.
Wer eine sachliche Einschätzung der Trump Präsidentschaft aus konservativer Sicht hören will und des englischen mächtig ist, dem sei die Shapiro Show ans Herz gelegt, die es vier mal die Woche bei Youtube gibt, steinhart bis schmerzhaft konservativ aber eine der letzten rationalen Stimmen in diesem Wahn der gefühlsmässigen Einschätzungen

69: Manu Wiegand:

28. Januar 2018 um 19:39 Uhr

Laut Wall Street Journal vom 27.1. bezeichnete der finnische Aussenminister Timo Soini die Rede als Schritt in die richtige Richtung. Seine Rede erhielt Beifall, als es darum ging, keine unfairen Handelspraktiken vieler Laender mehr dulden zu wollen. Kardinal Peter Turkson sagte zu Trump's Rede: "I was glad to hear him say it is America First but not America alone. It begins to seem that they're thinking about the whole world". Deutsche Nachrichten in der ARD dagegen erhoehen den Tonpegel bei Buhrufen weil das besser zur politischen Ueberzeugung der verantwortlichen tagesschau-Redakteure passt. Diese Art der Berichterstattung haette ich vom DDR Fernsehen erwartet. Ich glaube es ist an der Zeit, darueber nachzudenken, die oeffentlich rechtlichen Sender ARD und ZDF zu verschmelzen und dadurch erstens enorme Kosten den Gebuehrenzahlern zu sparen als auch die offensichtliche Einseitigkeit der Berichterstattung einzudaemmen in die ich und andere seit 2015 viel Vertrauen verloren haben.

70: Lamberty:

28. Januar 2018 um 19:41 Uhr

Wenn etwa mit einem roten Kreis markiert wird, um es hervorzuheben, dann ist es deutlich gemacht worden. Das kann man überhaupt nicht vergleichen mit einem für den Zuschauer nicht öffentlich gemachten Herumdrehen am Lautstärkerregler. Aber diese Art der Manipulationen fallen auch auf beim Applaus bei Comedysendungen und Talkshows. Auch da soll dem Zuschauer Zustimmung oder Ablehnung eines Publikums suggeriert werden. Das ist schlicht Manipulation, Stimmungsmache und Propaganda.

71: Thomas Schwalbe:

28. Januar 2018 um 19:57 Uhr

Das schwierige am portraitierten Redner ist, dass er so unglaublich polarisiert. Alle kultivierten Menschen wünschen sich,ihn niemals auf der politischen Bühne gesehen zu haben. Wir sehen den Zorn und den Protest gegen seine Vernichtung der politischen Kultur und sehnen uns danach, darin das Ende seiner Zeit angekündigt zu wissen. Gleichzeitig vertritt er erfolgreich alle jene, die in den USA der globalen Komplexität durch Verweigerung begegnen wollen. Internationale Konzerne unterstützen ihn bei seiner Stammwählerschaft mit Liebedienerei. Die Buh-rufe in Davos und in den meisten Wohnzimmern weltweit wenn dieser Gesellschaftsfeind auftritt, erreichen seine Wähler nicht, bestätigen sie schlimmstenfalls. Aufgrund der historischen Beispielhaftigkeit der Gründung der USA hegen die Bürger dort noch heute geg. anachronistischen Zweifel, ob die internationale Rechtsprechung und -auffassung für die USA überhaupt ausschlaggebend sein darf, welche Bedeutung sollen da fremde Buh-Rufe haben?

72: Dirk Mahler:

28. Januar 2018 um 20:18 Uhr

Ich persönlich kann die Aufregung um hochgedrehte Tonpegel nicht nachvollziehen. Vor allem wenn dieser Sachverhalt mit Merkel-Reden verglichen wird, bei denen angeblich die Buh-Rufe runtergeregelt worden sein sollen. Weil es einfach nicht stimmt! Im Gegenteil, ich musste am heimischen TV selbst runterregeln, weil die Trillerpfeifen dermaßen schrill rüberkamen, dass der gesendete Redeausschnitt der BK weiland in Dresden nicht eindeutig zu hören war.

Aber überhaupt scheint es in diesem Land in Mode zu kommen, dass man Dinge an den Haaren herbeizieht, die Hauptsache, man kann seine eigenen Vorurteile gegen das Establishment feiern. Manch einer sollte sich mal fragen, ob er nicht auch schon dem Wahn der Weltverschwörung erlegen ist. Denn lustigerweise kann man das aus jedem zweiten Post herauslesen – falls ihr denkt, das merkt keiner… 😉

73: ton:

28. Januar 2018 um 21:47 Uhr

Super wie viele nationalbewegte sich urplötzlich für Tontechnik interessieren. Es liegt aber tatsächlich an der Ausrichtung . Dafür gibts halt die Raummikrofonierung. Achten sie mal darauf wie häufig sich die Hintergrundgeräusche drastisch verändern sobald der Sprecher anfängt. Da werden dann die Signale überblendet. Also Fake-Ton! Übrigens auch unerhört das die Berichte geschnitten werden. Ich fordere den kompletten Livestream von der Wohnung des Kameramanns zum Tatort. Uncut! Ach so…und grundsätzlich nur Kunstkopf für Tonaufnahmen von Politikern. Wär ja Fake sonst.

74: Tom Polm:

28. Januar 2018 um 22:58 Uhr

Liebe TS, danke für die Steilvorlage, die Trump sicher genüsslich vertweeten wird. Wie wärs beim nächsten Mal mit einem zweiten Mikro Richtung Saal, wenn Ihr vorhabt, Stimmungen einzufangen… Menschenskind Ihr tragt eine riesen Verantwortung! Werdet dem gefälligst gerecht!

75: Karl Heinz:

28. Januar 2018 um 23:34 Uhr

So langsam könnte man ja Mitleid bekommen mit Dr Gniffke. Immer wieder muss er irgendetwas rechtfertigen oder entschuldigen.
Aber eigentlich würde es vollkommen ausreichen Trump zu ignorieren. Das hat mit Pegida doch auch gut geklappt.
Wen interessiert Trump?
Gibts aus deutscher Politik nichts zu berichten?
Ein paar kritische Fragen an Gabriel oder Zypris wegen der Waffenlieferungen an aller Diktatoren Länder zB? Am deutschen Rüstungswesen wird die Welt wohl nicht genesen, wie wir und alle gerade angucken können. Aber Hauptsache wir machen bei dem Wahnsinn mit und die Medien gucken dabei zu.
In Kurdistan gibts auch wieder tote Kinder zu fotografieren. Getötet möglicherweise von deutschen Panzern!
Im Jemen ebenfalls!
Die Groko-Verkäufer versprechen auch wieder das Blaue vom Himmel und haben es schon nach dem letzten Grokovetrag nicht gehalten. Da gäbe es soviel zu berichten. Rente, Bildung, Minilöhne, Pflegenotstand usw, usw … Und ihr guckt auf Trump. Man, man, man …

76: Joaquin V:

29. Januar 2018 um 06:28 Uhr

Sieht hier keiner die Ironie? Trump spricht von einer "hinterhältigen, gemeinen, bösartigen, falschen Presse" … und was macht die Tagesschau? Sie ist so gnädig und bestätigt Donald Trump durch diese Manipulation mal wieder diesen Vorwurf.

So was …

77: Joaquin V:

29. Januar 2018 um 06:31 Uhr

@1: Aras Bacho:27. Januar 2018 um 15:59 Uhr

Lieber Hr. Bacho, Ihr Kommentar ist ja zum Schießen komisch.

Wieso soll man Medien nicht kritisieren, vor allem dann, wenn sie klar ein gewünschtes Bild herbeimanipuliert haben?

Sind Medien für Sie so etwas wie "sakrosankt"?

….

78: christerix:

29. Januar 2018 um 07:50 Uhr

Die Erklärung ist absolut stichaltig. Natürlich wäre es besser gewesen, auf die Tonanhebung hinzuweisen. Dennoch ist es ein authentisches Tondokument.
Und da Trump offensiv gegen die freie Presse arbeitet und Lügen über sie verbreitet, hat sie das Recht und auch die Pflicht, diesem offenbar lügenden Präsidenten der Vereinigten Staaten auch genauer auf die Finger zu sehen als Frau Merkel und anderen.
Den Trump-Verteidigern ist offenbar nicht klar, wie gefährlich Trumps Diskretditionen der Presse im Blick auf demokratische Wahlen sind. Oder sehen sie alle am Ende die Presse – wie Papa Trump – ebenfals als böse und verleumderisch an?

79: christianBW:

29. Januar 2018 um 08:41 Uhr

Nun ist die KIKA Philosphie des gerne Glaubenwollens und der die schlichte Trennung nach Gut und Böse, wie es deutsche Medien sehen, eben auch "hörbar" in der Tageschau angekommen.

Mir fällt zu dieser höchst bedenklichen Entwicklung der deutschen Medien, die öff.-Rechtlichen vorneweg, nur die Bezeichnung "Gesinnungsjournalismus" ein. Das Schlimme daran ist, dass sie es nicht einmal mehr merken, so sehr sind sie von Ihrer guten Mission überzeugt.

Jüngstes Beispiel: Der Jubel und die Begeisterung als die Grünen ihren Vorsitzende wählten. Tina Hassel (ARD) z.B. war dermaßen optimistisch und emotional überwältigt, dass sie nicht einmal mehr merkte, wie Kollegen sie angesichts ihrer distanzlosen Begeisterung verspotteten. Und das ist ja nur ein Beispiel aus den täglichen Berichten.

80: Karl:

29. Januar 2018 um 08:57 Uhr

Ich finde man sollte es nun auf sich beruhen lassen, und die Tagesschau in Zukunft einfach in vergleichbaren Fällen an diesem Beispiel messen.

Warten wir also bis die Kanzlerin das nächste Mal eine öffentliche "Wir schaffen das" – Rede zur Migration hält und achten dann darauf ob z.B. auch Buhrufe verstärkt werden damit man sie hört.

81: Dietrich R. Sachsenstein:

29. Januar 2018 um 09:15 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich staune über den diffamierenden Angriff einiger gegen ihnen unliebsame Kommentare.
Im ersten Linken Staat auf deutschem Boden waren technischen Manipulationen in Nachrichtensendungen sicherlich normal. Aber noch gibt es keinen neuen "antifaschistischen Schutzwall" der Linken, der jede Kritik und Opposition erstickt.

Es bleibt die Sorge um freie, insbesondere regierungskritische Medien. Mit kritischen Interviews mit Merkel statt lächelndem Hof halten bei Anne Will. Mit sachlichen Berichten statt manipulativ die Gegner der Kanzlerin ständig ins negativ Licht zu rücken (Trump, Kurz, Visegrád Staaten, Großbritanien etc.). Vielleicht bekommt sogar Claudia Zimmermann irgendwann wieder Aufträge vom WDR oder ÖR.

MfG

82: W.Machts:

29. Januar 2018 um 09:16 Uhr

Es werden und das ist schon Komisch bei Deutschen Politiker, Buhrufe in den sich Nachrichten aus Live-Übertragungen einfach aus dem Interview raus geschnitten! Geschehen bei einem Interview mit Schulz und Nahles im Willi -Brand – Haus! (Volks – Verräter)
Wenn schon, dann alle gleich behandeln!
Mit freundlichen Grüßen.
Der Zeit hat, sich Live – Übertragungen an zu schauen!

83: A. Hopfenschauer:

29. Januar 2018 um 09:27 Uhr

Nicht zu beanstanden. Umgekehrt wird ja auch während des Vortrags die Geräuschkulisse heruntergeregelt, damit man den Redner versteht.

Analog fokussiert der Kameramann während des Vortrags auf den Redner und beim Applaus auf's Publikum.

Standhaft bleiben!

84: Malte:

29. Januar 2018 um 09:41 Uhr

Die Tagesschau hat also den Originalton lauter gedreht und die Menschen empören sich. Empört man sich auch, wenn man an anderer Stelle ein Bild "einfriert" oder einen Bildausschnitt heran zoomt, um etwas deutlicher zu machen? Gerade in Zeiten hochauflösenden Bildmaterials wird das nicht immer deutlich. Manchmal wird sogar Zeitlupe eingesetzt und gerne gestohlenen Medien aus dem Sozialen Netz gegenüber gestellt. Und was Buhrufe bei Merkel angeht, so wurde darüber ebenfalls ausgiebig berichtet, Interviews mit den Buhrufern inklusive. Auch bei der ARD.

85: Dingenskirchen:

29. Januar 2018 um 10:06 Uhr

Vorschlag: In Zukunft den Ton nur noch mit dem Saalmikrofon aufnehmen. Dann gibt es keine "Manipulation", Julian Reichelt und die anderen Schreihälse vom rechten Rand haben nichts zu plärren, und die auf der Bühne sitzenden lauten Dampfplauderer bleiben angenehm leise.

86: Spottdrossel:

29. Januar 2018 um 10:53 Uhr

Ach, die blauen Brigaden haben wohl wieder Großkampftag? Sonst ist ja gerade keine Provokation am Laufen, die begleitet werden muss (natürlich keinesfalls über diverse Facebook- und WhatsApp Gruppen gesteuert, nein das sind alles "ehrlich besorgte Bürger!1!!1eins).

O-Ton wird hinsichtlich des Pegels angepasst, bei jedem Sender der Welt, wie oben geschrieben, damit niemandem die Ohren wegfliegen bei größeren Unterschieden.
Das wird sogar bei Musikaufnahmen gemacht, oh nein, Fake-Bethoven! Alternativ-Wagner!
Das solche Einstellugen zuweilen notwendig sind könnte man sich auch selbst erschließen, haben wir doch alle mal Mixtapes gebaut.
Und zu den Merkelkritikern hat Vorposter Malte ja schon die richtige Antwort gegeben.

Naja, viel Spaß noch in der Opferrolle und morgen dann viel Erfolg beim Ziel des morgigen Tages.

87: Dominik:

29. Januar 2018 um 11:05 Uhr

Naja, also gerade die BILD-Zeitung sollte bei dem Thema mal lieber schön die Füße stillhalten.
Geschichten wie die Trittin-Schlagstock-Foto-Affäre sind noch lange nicht vergessen: http://www.bildblog.de/13097/anfaengerfehler/. Hier ging es keinesfalls um eine journalistische Hervorhebung, sondern um Stimmungsmache.
Beim manipulieren kennen sich Reichelt und Kollegen wirklich aus – das macht das Blatt seit gut 50 Jahren so. Interessant daher, wenn der Vorwurf nun aus deren Richtung herbei schallt und das noch dazu zur Verteidigung von Donald Jay. Bin mal gespannt auf das erste Jubelinterview, Verzeihung, auf den "Exklusivbericht aus dem Zentrum der Macht"…

88: Timo von Oertzen:

29. Januar 2018 um 12:14 Uhr

Es ist nicht zu überhören, dass der Ton lauter geschaltet wird, das muss nicht in der Meldung erwähnt werden und ist völlig richtig. Es ist natürlich sehr ordentlich, den Umstand in einem eigenen Kommentar nochmal zu erklären, aber meiner Ansicht nach auch nicht nötig, verantwortungsbewusste Tagesschau-Hörer müssten das auch so wissen.

89: DvH:

29. Januar 2018 um 12:27 Uhr

An der Lautstärke des Beifalls oder der Ablehnung rumdrehen geht vielleicht bei Zapp. In einer Nachrichten-Sendung, die von sich den Anspruch hat, etwas Besseres als die Promi-News auf RTL-2 zu sein, darf es sowas nicht geben. Und danach eine Rechtfertigung in irgendeinem Blog – Totlacher !
Bei Interviews ist regelmässig die Ansage 'Das Gespräch wurde vor der Sendung aufgezeichnet' zu hören – wenn am Ton manipuliert wurde, muss genauso nach dem Bericht gesagt werden 'der Beifall wurde nach der Aufzeichung rauf/runter-gedreht' .
Eine wichtige Frage, die bei der ganzen Empörung noch gar nicht weiter beleuchtet wurde: gab es das schon öfter???

90: Andreas Waldheim:

29. Januar 2018 um 12:44 Uhr

Das mag im Prinzip richtig sein. Nur ist das, im Gegensatz zu Bildveränderungen, dem Zuschauer/ -hörer nicht geläufig. So wäre ein entsprechender Hinweis wünschenswert.

91: Johann Müller:

29. Januar 2018 um 12:44 Uhr

Journalistische Präzision wäre, wenn man im Video an der Stelle einen Hinweis in der Art wie "Ton verstärkt" einblenden würde.

Hätte die Tagesschau das so gemacht, müsste sie sich jetzt nicht mit den (zum Teil unsinnigen) Vorwürfen herumschlagen und Rechtvertigungsversuche vornehmen.

92: Jns Hl:

29. Januar 2018 um 12:56 Uhr

Ich denke, das grundlegende Problem ist hier, dass der Großteil der Kommentatoren nicht versteht wie Tonspuren funktionieren. Aber wenn jemand einfach nicht begreifen will, dass man ein Rednermikro grundlegend anders ansteuern muss, um Geräusche aus dem Publikum hörbar zu machen, dann ist ihm vielleicht auch nicht mehr zu helfen.
Wenn Sie eine Münze auf den Tisch legen, sehen sie nur die Seite, die ihnen zugewandt ist. Die andere Seite ist aber trotzdem da. Sie müssen nur die Lage der Münze manipulieren, um sie sichtbar zu machen. Das tun Sie, indem Sie die Münze umdrehen – jetzt haben Sie einen Eingriff vorgenommen, aber die Wahrheit nicht entstellt, denn: Die Seite der Münze war immer da. Wenn Sie nicht bereit sind zu versuchen zu verstehen inwiefern es sich mit den Tonpegeln in diesem Fall genauso verhält, dann werden Sie nie begreifen, warum hier kein Unrecht geschehen ist. So einfach können Sie es sich also mal wieder machen.

93: Pedrowitsch:

29. Januar 2018 um 14:28 Uhr

Wahnsinn, für was man sich heute alles rechtfertigen muss. Wer ein klein wenig Ahnung von der der Funktionsweise von Mikrofonen hat, weiß, dass Herr Gniffke recht hat.

Wer im Saal persönlich dabei war, konnte die Buhrufe deutlich hören. Das Mikrofon war aber darauf eingestellt, die Stimme von Herrn Trump aufzunehmen und möglichst wenig Umgebungsgeräusche. Wer also diese Geräusche – wie z. B. Buhrufe im Saal – im Fernsehbeitrag hörbar machen will, MUSS den Ton lauter drehen. Es geht gar nicht anders, wenn man die Wirklichkeit abbilden möchte. Alternativ müsste man ein Mikro direkt in den Saal stellen. Insofern: alles richtig gemacht, will man die tatsächliche Situation zeigen.

Dass sogar Meinungsmacher wie der Chef der B*LD darauf einsteigen, ist armselig.

94: Schmidt:

29. Januar 2018 um 14:35 Uhr

Traurig, dass man sich gegenüber einem Boulevardblatt, das es bekanntermaßen mit der Wahrheit selbst eher selten genau nimmt, rechtfertigen muss. Und dabei weiß eigentlich inzwischen jeder aufmerksame und verständige Medienkonsument, dass der Name Julian Reichelt eher nicht für umfangreiche intellektuelle Begabung steht und der Herr selbst eine erheblich selektive Wahrnehmung auf Realitäten pflegt.

Dafür aber ist er mit dem Mund recht schnell, wenn es darum geht, Kritik an Anderen zu üben.

Den Grund kann man sich unschwer denken.

95: Thomsn:

29. Januar 2018 um 14:42 Uhr

Die Journalisten, die nur anwesend sein sollten um zu berichten und nicht um sich einzumischen, sollten überhaupt nicht erwähnt, gescheige denn besonders hervorgehoben werden. Aber getroffene Hunde bellen eben.

96: HRO:

29. Januar 2018 um 15:15 Uhr

Es stört Sie gar nicht, dass es immer wieder die TS ist, die sich Manipulationen vorwerfen lassen muss, oder? Sie und ihr Team sind da einfach schmerzbefreit und schlagen verbal eher um sich, als je irgendwann sich mal selbstkritisch zu äußern.
Für mich ist das das gleiche Manipulationsniveau wie damals die Berichterstattung bei der charlie hebdo Demo.

97: H.Rieser:

29. Januar 2018 um 15:34 Uhr

Als Akademiker, ausgestattet mit dem notwendigen Rüstzeug an Verstand, Einsicht, Reife, Lebenserfahrung und geistiger Bildung, müssten sie eigentlich in der Lage sein zu erkennen, dass diese Manipulation trotz ihrer "Rechtfertigung" Unrecht war.

98: Michale Müller:

29. Januar 2018 um 16:19 Uhr

Fragt sich was als nächstes für eine Entschuldigung kommt, wenn die Info von TE ihre Runde gemacht hat, das Journalisten gebuht haben und sich selbst andere Gäste im Saal daran gestört haben.

99: Jan Dehner:

29. Januar 2018 um 18:27 Uhr

Sowohl die Argumentation als auch die Vergleiche sind natürlich Blödsinn.

Im "Flüsterbeispiel" spielt die Lautstärke tatsächlich keine Rolle, sondern nur der Inhalt. Bei Buhrufen ist es aber ein Unterschied, ob diese verhalten oder lautstark geäußert werden. Wer da am Pegel dreht, schummelt.

Dasselbe gilt übrigens auch für Bildausschnitte, bei denen es auf die Größe ankommt. Man kann Ameisen vergrößern oder Elefanten verkleinern, damit sie ins Bild passen. Wer aber Schäden oder Verletzungen größer oder kleiner darstellt als sie sind, schummelt.

All dies weiss die ARD selbstverständlich.

100: Arnd:

29. Januar 2018 um 18:49 Uhr

Ich halte es für nicht notwendig sich der Springer-Presse gegenüber in welcher Art und Weise auch immer erklären zu müssen.
Ansonsten kann ich die Kommentare nur belächeln. Der typische Jammer-Deutsche, der sich nur zu beklagen weiß, aber wenn es um Eigeninitiative geht nicht aus dem Knick kommt.
Bietet sich dann eine Person oder Partei (im weitesten Sinne) an, die ihm gleichtut, so ist ihm dies willkommen.
Aber auch Trump und die A(R)fD werden wir überleben.

101: Sami:

29. Januar 2018 um 18:58 Uhr

Noch nie hatte die Tagesschau so einen Vertrauensverlust wie jetzt…., permanente Rechtfertigung, massig Beschwerden über Manipulationen…, nicht nur der Chefredaktuer sollte den Hut nehmen sondern auch die ganzen Journalisten gleich mit.Bitte wahre neutral sachliche Berichterstattung.

102: Rainer sta:

29. Januar 2018 um 21:14 Uhr

Kaum legt Trump den Finger in die Wunde, fühlt sich ein (vermutlich politisch links stehender) Journalist getroffen. Und stört die Rede des zur Zeit wohl erfolgreichsten Präsidenten der Welt. Das diese Peinlichkeit statt zu löschen noch verstärkt wird spricht Bände. Wo bleibt eigentlich die Medien Kampagne zur Befreiung des VW Technikers Oliver Schmidt? Der sitzt wegen Banalitäten 7 Jahre im US Knast. Da hört man so garnichts. Weder von der Presse, der Bundeskanzlerin. Oder dem Bundespräsidenten. Oder dem Papst. Sonst doch immer alle im Gutmenschenmäntelchen.

103: Maier:

29. Januar 2018 um 21:39 Uhr

In der heutigen FAZ gibt einen sehr guten Kommentar zur seltsamen Stimmungsmache bei der Tagesschau bzw. der ARD von Michael Hanfeld, auch mit Blick auf verhätschelnde Berichterstattung der ARD zu den Grünen. Diesem lesenswerten bleibt eigentlich wenig hinzuzufügen. Außer vielleicht der Wunsch, Leute wie Kai Gniffke oder Tina Hassel mögen asap ihren Hut nehmen.

104: störschall:

30. Januar 2018 um 00:32 Uhr

"in dem er von einer „hinterhältigen, gemeinen, bösen und falschen Presse“ spricht. "

Trump denunziert scho wieder !

Und den Leuten fällt nichts besseres ein als sich über Buh-Rufe aufzuregen?

Das geht schon arg ins Krankhafte hier.

Was ist blos aus dem gesunden Menschenverstand geworden …

darüber mache ich mir ernsthaft sorgen.
Die Menschen scheinen massenweise ihren gesunden Menschenverstand zu verlieren … liegts am Trinkwasser/Luft/Nahrung ???

Warum wird so was wie Trump überhaupt eingeladen zu so einer Veranstaltung?

Auch das lässt am gesunden Menschenverstand der Veranstalter mächtig zweifeln.

"gesunder Menschen erstand" … vom Aussterben bedroht …

Wann wird er auf die rote Liste gesetzt?

105: Bruchpilot:

30. Januar 2018 um 01:56 Uhr

Ausgerechnet der Bild Chef beschwert sich über Manipulation. Ich bin beeindruckt, auf Grund jahrzehntelanger Erfahrung im eigenen Haus weiß der Mann wovon er redet. Dass sich Trump und AfD Unterstützer über angebliche Manipulation durch den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk erregen sollte als Bestätigung für guten Journalismus angesehen werden.
Von Menschen die alles als Lüge bezeichnen, was nicht in ihr eigenes oder das Weltbild ihrer politischen Vordenker (Höcke, Trump, von Storch, etc.) passt, kann man nicht erwarten, dass sie offensichtliches akzeptieren.

106: reini:

30. Januar 2018 um 03:05 Uhr

Das Wichtigste vorweg: Wenn ein Korrespondent die Information vermittelt, dass der US-Präsident ausgebuht worden ist, dann muss er das belegen. Dazu diente dieser Ton. Es ist der Original-Ton aus dem Saal, nichts wurde dazu erfunden, nichts wurde unterdrückt oder manipuliert. RICHTIG …. Bitte auch bei Reden von Frau Merkel anwenden.

107: Matti S.:

30. Januar 2018 um 11:08 Uhr

Und schon wieder sind hier gleich einige Wutbürger in Diskussionen über die öffentlich-rechtlichen Sender und die Rundfunkgebühren verstrickt. Das passt doch fast immer, oder? 😉
Die Zahlen zum Marktanteil der Tagesschau sprechen für sich!

Wenn die Buhrufe nun mal stattgefunden haben, dann darf man sie auch hörbar machen und wenn das Mikro bei Trump steht, dann hört man aus dem Saal nicht viel.

Der Bild Chef wird sich bestimmt auch bald wieder beruhigen. Er steht ja mit seinem Qualitätsjournalismus über den Dingen.

108: Bernd:

30. Januar 2018 um 11:25 Uhr

Es ist doch umgekehrt. Wenn die Buhrufe in anderen Videos kaum zu hören sind, haben deren Toningenieure ihre Arbeit nicht richtig gemacht. Mikrofone werden immer dynamisch eingepegelt und der Situation angepasst.
Man hätte auch ein zusätzliches Saalmikro aufstellen können: Währen dann Vorwürfe gekommen, dass dieses runtergeregelt war um Trump besser zu verstehen?

109: worschdbruzzler:

30. Januar 2018 um 12:06 Uhr

ich freue mich über die tollen und gut recherchierten Berichte des öffentlich rechtlichen Fernsehens. Macht weiter so!!!
Dennoch sollte jeder sich der Mühe unterziehen und sich aus verschiedenen Quellen über Themen informieren. Wenn jeder aus seiner Informationsblase herauskommt und über den Tellerrand hinausblickt, ist dies ein Schritt auf'm Weg zum mündigen Bürger

110: ag:

30. Januar 2018 um 13:45 Uhr

Wie wär's wenn man seine Arbeit einfach ordentlich neutral macht?

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