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ARD-aktuell

24. Oktober 2017

7 Parteien und die Tagesschau

Heute war die konstituierende Sitzung des Deutschen Bundestages. Dem Parlament gehören nun 7 Parteien in 6 Fraktionen an. Also einfach nur zwei Parteien mehr als vorher? Von wegen, die neue Zusammensetzung des Bundestages wird unsere Berichterstattung über Innenpolitik verändern.

Nehmen wir beispielsweise Bundestagsdebatten. Ja, wir werden auch weiterhin wichtige Debatten des frei gewählten Parlaments der Deutschen in der Tagesschau abbilden – macht ja sonst kaum noch einer. Aber wenn wir alle Parteien bzw. Fraktionen zu Wort kommen lassen wollen, werden die Reporterberichte schlichtweg länger. Da aber die Tagesschau bei einer Länge von 15 Minuten bleibt, werden andere Themen dann aus der Sendung fallen. Was wir sicher nicht schaffen werden (und wollen), sind O-Töne von allen Parteien zu jedem Thema in jeder Tagesschau. Also müssen wir stärker aussieben und auch mal eine Partei unerwähnt lassen. Und dabei müssen wir künftig darauf achten, dass wir alle Parteien wenigstens über einen längeren Zeitraum hinweg gesehen angemessen berücksichtigen. Ich ahne, da wird es muntere Diskussionen geben. Und wenn wir dann noch wie in den vergangenen Monaten politische Sachverhalte erst verständlich aufbereiten, bevor wir die Politiker auflaufen lassen, dann werden wir ganz schön ringen um die Frage, was passt noch in 15 Minuten Tagesschau.

Und dann gibt es da nun auch die AfD im Bundestag. Um es gleich ganz klar zu sagen: Die AfD ist in unserer Berichterstattung eine Partei wie jede andere auch. Wir berichten unvoreingenommen und unaufgeregt über alle politischen Strömungen, auch über Populismus. Die Frage, ob unsere Berichterstattung der AfD (oder irgendeiner anderen Partei) nutzt oder schadet, ist kein Nachrichtenkriterium und spielt für unsere Entscheidungen keine Rolle. Die Vorwürfe mancher (enttäuschter) Politiker am Wahlabend, die Öffentlich-Rechtlichen hätten die AfD erst groß gemacht, dürfen und werden uns in unserer journalistischen Beurteilung nicht beeinflussen.

30 Kommentare

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1: Tammo Lossau:

25. Oktober 2017 um 00:16 Uhr

Der Vorwurf der Politiker am Wahlabend, wenn man ihn gutmütig interpretiert, war ja eher folgender: Die meisten Medien, einschließlich der Tagesschau, haben sehr viel über die Flüchtlingskrise berichtet, auch noch zu einem Zeitpunkt zu dem die wesentlichen Probleme überwunden waren und abzusehen war dass katastrophale Folgen ausbleiben würden. Andere wichtige Themen (und auch die Position der AfD zu diesen) nahmen weit weniger Raum ein (z.B. im "TV-Duell"). Ich denke daran kann man kritisieren dass das auch unter positionsunabhängigen Relvanzkriterien nicht berechtigt war. Zum Teil drängte sich doch der Eindruck auf, dass die umfassende Berichterstattung über Zuwanderung eher von der Sorge getrieben war Zuschauer zu verärgern die dieses Thema für das bei weitem wichtigste Thema halten (das sind nicht alle). Zwar hat die subjektive Wichtigkeit eines Themas bei einigen Zuschauern auch einen gewissen Einfluss auf die Relevanz eines Themas, aber sie kann nicht der haupsächliche Faktor sein

2: Maier Hans:

25. Oktober 2017 um 00:16 Uhr

Wo ist das Problem die Länge der Tagesschau um 5 Minuten zu erhöhen. Ich frage mich auch bei den Talkshows wo wegen den Tagesthemen leider nicht ausführlich diskutiert werden kann. Die heiligen Tagestehemen kommen wir müssen leider aufhören. Eine längere Tagesschau und die Zuschauer werden massenhaft verrückt? In Zeiten des gesteigerten politischen Interesse, sollte dieser Wandel berücksichtigt werden.

3: Andrea Koeth:

25. Oktober 2017 um 00:18 Uhr

Hallo Herr Gniffke

Eine Frage zu dem hier:

"Da aber die Tagesschau bei einer Länge von 15 Minuten bleibt, werden andere Themen dann aus der Sendung fallen."

Warum kann man die Tagesschau bitte nicht auf 20 oder 30 Minuten verlängern?? Sowas fände ich wuenschenswert. Darueber hinaus widersprechen sich Ihre beiden Punkte:

"Was wir sicher nicht schaffen werden (und wollen), sind O-Töne von allen Parteien zu jedem Thema in jeder Tagesschau. Also müssen wir stärker aussieben und auch mal eine Partei unerwähnt lassen."

und

"Und dabei müssen wir künftig darauf achten, dass wir alle Parteien wenigstens über einen längeren Zeitraum hinweg gesehen angemessen berücksichtigen. "

gegenseitig. Genau weil alle Parteien beruecksichtigt werden muessen und damit wir keine wichtigen Themen uebergehen, muss die Tagesschau vom Zeitumfang her verlängert werden.

4: Andrea Koeth:

25. Oktober 2017 um 00:20 Uhr

Und genau aus diesem Grund:

"ch ahne, da wird es muntere Diskussionen geben."

haben Sie recht damit, dass es da Diskussionen geben wird. Und genau damit es hier in unserem Land weiterhin demokratisch zugeht, meine ich, dass die Tagesschau und eventuell auch die Tagesthemen echt verlängert werden muessen. Denn wenn wichtige Themen rausfallen, dann kann da einiges uebeles passieren, wie wir derzeit in Syrien, bei der heutigen Abschiebung nach Afghanistan – die ich nur als verwerflich und menschenverachtend bezeichnen kann – und bei anderen Themen sehen.

Und ich fände es schon gut, wenn auch in Zukunft die Themen gut aufbereitet wuerden:

"Und wenn wir dann noch wie in den vergangenen Monaten politische Sachverhalte erst verständlich aufbereiten, bevor wir die Politiker auflaufen lassen, dann werden wir ganz schön ringen um die Frage, was passt noch in 15 Minuten Tagesschau."

5: Göttrich Buselhock:

25. Oktober 2017 um 00:27 Uhr

"Aber wenn wir alle Parteien bzw. Fraktionen zu Wort kommen lassen wollen" – Ich sehe den Sinn darin nicht. Nur weil die AfD ständig beklagt, zu wenig Gehör zu finden? Sie hat mehr als ihr zusteht bekommen in Talkshows und Nachrichten.

Auch in der Vergangenheit wurde überhaupt nicht alle Parteien zu Wort kommen gelassen in der Tagesschau bei bestimmten Themen. Da wurden vielleicht mal die Grünen interviewt und die Position der Linken nur erwähnt…oder andersrum. Genauso kann man es auch zukünftig machen, ohne das andere Themen unter den Tisch fallen!

6: Gnom:

25. Oktober 2017 um 00:46 Uhr

>>Da aber die Tagesschau bei einer Länge von 15 Minuten bleibt, werden andere Themen dann aus der Sendung fallen.<<

Das ist eine sehr interessante Aussage, Herr Dr. Gniffke. Sicher spreche ich im Namen vieler, wenn ich behaupte, dass eine umfassendere und weltumspannendere Berichterstattung nötig wäre! Die darf man nicht auf Kosten der Innenpolitik unter den Tellerrand fallen lassen. Und bei Innen- und/ oder außenpolitischen Themen wurden bisher ja auch nicht alle Fraktionen interviewt. Regierungsparteien natürlich, dann vielleicht auch noch die Grünen, aber Linke äußerst selten…

7: tobias köhler:

25. Oktober 2017 um 00:56 Uhr

"heute" und "Zeit im Bild" (Österreich) dauern 20 minuten, die schweizer "Tagesschau" 25 minuten. Wenn allerdings die prime-time-sendungen der ARD täglich erst 20:20 beginnen (ist im fall von "Brennpunkten" eh schon der fall), müsste wohl irgendwann die ganze programmstruktur am abend umgeworfen werden ….

"Wir melden uns wieder um 22:30 mit den tagesthemen" – damit bin ich aufgewachsen; heute sind die tagesthemen schon um 22:15, das abendprogramm kann sicher noch um ein paar minuten verschoben werden.

8: Asparagus:

25. Oktober 2017 um 00:59 Uhr

Sg Hr. Dr. Gniffke, Sie schreiben

"Und dabei müssen wir künftig darauf achten, dass wir alle Parteien wenigstens über einen längeren Zeitraum hinweg gesehen angemessen berücksichtigen. Ich ahne, da wird es muntere Diskussionen geben."

Es sollte ja keine Schwierigkeiten bereiten, die Zeitdauer der gesendeten Redebeiträge von Politikern im BT zu dokumentieren. Diese Zahlen vielleicht jedes halbe Jahr zu veröffentlichen dürfte die Diskussion versachlichen.

Ich persönlich fände eine "Redezeitverteilung" gemäß der Sitze im BT fair, mit vielleicht einem kleinen Zuschlag von 5 bis höchstens 10 % für die Regierungsparteien.

MfG A.

9: barka:

25. Oktober 2017 um 01:39 Uhr

Entweder wie einige Vorredner erwähnen die 15min ausweiten oder eben die Themenschere ansetzten. Schaue zur Ergänzung auch immer das Artejournal und muss sagen: interessant wie viel Zeit man gewinnt wenn man Sport und Wetter rauswirft (die interessierten haben die Ergebnisse/vorhersagen doch eh schon vor der Tagesschau gelesen).

10: Phonomatic:

25. Oktober 2017 um 01:53 Uhr

@Asparagus
"Ich persönlich fände eine "Redezeitverteilung" gemäß der Sitze im BT fair, mit vielleicht einem kleinen Zuschlag von 5 bis höchstens 10 % für die Regierungsparteien."

Ich möchte über die wesentlichen Aspekte einer Diskussion informiert werden und mir nicht wegen irgendeinem Schema F gehaltlose Beiträge dazu anhören müssen. Eine derartige "Aufbereitung des Themas" würde auch ein Algorithmus schaffen.

11: René Hofstetter:

25. Oktober 2017 um 03:55 Uhr

15min. Tagesschau > 5min. Innenpolitik, 5min. Aussenpolitik, 5min. Sport+Wetter+Lottozahlen

Ich denke dass ist nicht mehr zeitgemäß. Wie kann man denn so ausgewogen und inhaltlich tief informieren, wenn die Zeit dafür schlicht nicht ausreicht.

Muten Sie Ihren Adressaten mehr zu. Seien Sie mutig liebe Tagesschau. Wir brauchen Sie jetzt mehr als 4. Gewalt denn je!

12: Frank Gerlinger:

25. Oktober 2017 um 06:02 Uhr

Meiner Meinung nach kann die Sportart Fußball, insbesondere "Bayern", wegfallen. Vor zig Jahren wurde "Sport" nur im Zusammenhang von großen Ereignissen berichtet.

13: Geheimdienst:

25. Oktober 2017 um 06:05 Uhr

Gegenvorschlag: Lasst doch einfach die Berichterstattung über die ganze korrupte Fußball- und Olympiamafia aus der Tagesschau weg. Ich ziehe 3 Minuten mehr Berichterstattung „Die Linke oder AfD“ der kostenlosen Fußballwerbung vor.

14: Blogleser:

25. Oktober 2017 um 06:50 Uhr

"Die AfD ist in unserer Berichterstattung eine Partei wie jede andere auch. Wir berichten unvoreingenommen und unaufgeregt über alle politischen Strömungen, auch über Populismus."

Scherz am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.
Meinen Sie das wirklich ernst???

15: Roland Brune:

25. Oktober 2017 um 07:38 Uhr

5 min. längere Tagesschau halte ich für eine gute Lösung. Sie ist immerhin eine meiner letzten Hoffnungen in diesem ganzen Medienmüll.

16: Mechelke:

25. Oktober 2017 um 07:51 Uhr

Der erste Gedanke wäre wohl, mit Propaganda einer Partei zu helfen/schaden. Eine Stufe abstrakter bringt es dem politischem System Schaden, wäre die Berichterstattung nicht objektiv. Man könnte hier das Übermaß von schlechten Nachrichten kritisieren, aber das wird sich wohl nicht ändern, denn die Menschen scheinen lieber unglücklich zu sein, als zufrieden. Die Tagesschau verweist soweit ich weiß häufig auf weiterführende Sendungen oder Internetseiten, es benötigt somit keiner Verlängerung der Tagesschau. Lustig fand ich den Hinweis, dass Leute versuchen mit falschen Nachrichten über Todesfälle Geld zu verdienen, auch weil dieser Nachricht unmittelbar „herzzerreißende“ Nachrichten über leidende Kinder in Krisenregionen folgten. Hier macht die Tagesschau im Prinzip ähnliches, aber mit realen Nachrichten. Was die Tagesschau unterlassen sollte sind überflüssige Anspielungen an Äußerungen von dritten, mittels Wortwahl oder Platzierung von Objekten in Fotos.

Mfg
Mechelke

17: ladycat:

25. Oktober 2017 um 07:55 Uhr

Das ist doch wohl ein Witz, dass die Öffentlich-Rechtlichen die AfD groß gemacht haben. Genau das Gegenteil war der Fall. Ich habe die Berichterstattung über die AfD genau verfolgt und sie war nie positiv, sondern immer abwertend. Trotzdem haben sich viele politisch informierte Bürger für diese Partei entschieden. Glückwunsch!

18: von Hagen:

25. Oktober 2017 um 08:03 Uhr

Hinsichtlich der Thematischen Auseinandersetzungen eines derartig großen Parlamentes, sowie der Tatsache, dass anscheinend gerne mal Themen in der Tageschau nicht / nur Randläufig erwähnt werden welche unter Umständen im Algemeininteresse liegen (ich meine nicht den Sport), sollte doch erwogen werden die Tageschau zu verlängern. Wenn sie nicht gewillt sind jehnseits von 20:15 zu gehen, können sie ja früher anfangen.

Durch die GEZ- Abgaben bedingt haben sie schließlich auch noch den Bildungsauftrag wehrte Herrschaften, welcher nicht durch einen solchen Kommentar einfach aus der Welt geschafft wird, weil es unbequem wäre.
Außer sie legen es drauf an, Informationsquelle dritten Ranges zu werden.

19: BigShrimp:

25. Oktober 2017 um 08:56 Uhr

Wenn man zukünftig Berichte über amerikanische Innenpolitik kürzt (z. B. das Ringen um Obamacare) und nicht mehr jeden Tweet von Präsident Trump sendet und kommentiert, bleibt wieder mehr Zeit für deutsche Innenpolitik.

20: Eidgenosse:

25. Oktober 2017 um 09:34 Uhr

Schon eigenartig das genau zu dem Zeitpunkt an dem einige Medienexperten eine "Neuordnung" der Nachrichtenformate in ARD und ZDF fordern, die Diskussion über eine mögliche Verlängerung der Sendezeit künstlich angestossen wird. Ein Schelm der böses dabei denkt……Nach 50ig Jahren dürfen auch die Redakteure der Tagesschau/Heutenachrichten mal über eine, stehts auf anderen Gebieten geforderte Anpassung hinarbeiten.

21: Heinz-Peter Martin:

25. Oktober 2017 um 09:39 Uhr

Eine Kürzung der Sportnachrichten, vor allem über
Fußball, wäre dringend nötig, denn nichts ist überflüssiger als das.

22: Marko:

25. Oktober 2017 um 09:48 Uhr

Bitte liebe Tagesschau, nutzt euren eigenen Sender sinnvoller – auch am Abend, z.B. mit einer Tagesschau+. Vielleicht geht es nicht nur mir so, aber dieses "weitere Infos in der App" geht mir ziemlich auf den Zeiger. Da fand ich tagesschau.de noch sinnvoller. Was ich mir wünschen würde: "Mehr Infos im Anschluss auf unserem Schwestersender Tagesschau24. Eine optionale Tagesschau+ im Anschluss fände ich wirklich spannend. Einfach noch mal ohne Quotendruck das ein oder andere Thema etwas tiefer beleuchten. Ist doch am Ende Wurscht, ob die Leute im Ersten dranbleiben oder einem anderen ARD-Sender, oder? Quote sollte für die ÖR keine Rolle spielen, sondern das Angebot muss da sein.

23: nie wieder spd:

25. Oktober 2017 um 09:53 Uhr

Ja,ja, der Herr Gniffke mal wieder. Da, wo ihr Zeit hättet, lange und ausführlich zu berichten, nämlich auf „Tagesschau 24“, da gibts unwichtige Meldungen im Schnelldurchlauf. Da könnte zB Sportberichterstattung den ganzen Tag laufen. In Verbindung mit „guten“ u/o neuen Serien, Dokus usw. könntet ihr da sogar neue Zuschauer gewinnen, die in „One“ nicht berücksichtigt werden. Ausserdem wäre für Sport auch noch im Internet mehr als ausreichend Platz. Bei Einschränkung der Unterstützung der Kommerzsportarten könnte viel Geld gespart werden.
Was die AfD angeht, war der Vorwurf war ja nicht, „dass“ die Tagesschau über die AfD berichtet, sondern „wie“ die Tagesschau über die AfD berichtet. Und da kann eben auch und gerade eine abwertende Berichterstattung förderlich sein. Ansonsten schließe ich mich den Vorschlägen, die hier schon genannt wurden, definitiv an: Über Sport muss nicht in der Tagesschau berichtet werden wir und schon gar nicht Ausführlich. Dafür gibts die jeweiligen „Dritten“.

24: Egon Ohlsen:

25. Oktober 2017 um 10:32 Uhr

Ich schlage die Zeiten der aktuellen Kamera vor.
Also eine halbe Stunde von 19:30 – 20:00 Uhr.
Dann muss das Abendprogramm nicht, bzw. nur geringfügig verschoben werden und alle sind glücklich.
Ein teil der Bevölkerung kennt die Zeiten noch von früher. 🙂

25: -Z-:

25. Oktober 2017 um 10:52 Uhr

Wie vorhersehbar.

Nun wird über die Länge der Sendezeit der Tagesschau gesprochen. Das ist nur ein Medium/Format.

Umfassende Information bedeutet auch mehr Eigeninitiative und verschiedene Quellen.

Ich bin kein Journalist. Diesen gestehe ich aber zu, Ihre Arbeit richtig zu machen. Bitte keine Vorgaben zum Berichteinhalt.

Wenn ein Format nicht gefällt, ein anderes wählen.
Sind noch fragen offen, Hände an die Tastatur und recherchieren…

Einen wunderbaren Tag.

26: HWZ:

25. Oktober 2017 um 11:05 Uhr

– Sport komplett in ein "Sportschautelegramm"
– Berichte über amerikanische Innenpolitik stark reduzieren
– Korrespondenten-Schalten nur, wenn dadurch ein tatsächlich wichtiger Informationsgewinn entsteht (meist sind diese Korrespondenten-Infos nicht sooo "heiß" und wichtig, dass sie nicht auch einfach verlesen werden könnten. "Sie sehen hinter mir nun die Politiker, wie sie in den Tagungsraum gehen…" – brauchen wir nicht!).
Dann reichen auch weiterhin 15 Minuten für gute politische und gesellschaftliche Tagesinformation!

27: Christoph:

25. Oktober 2017 um 12:31 Uhr

ein ausgegliedertes Sportschautelegramm halte auch ich für eine gute Idee,
Bitte auch amerikanische Innenpolitik nur wenn es relevant ist.
Bitte keine Fremdschäm-Interviews mehr mit Jusos und dergleichen.
Dafür keine relevanten und herausragenden Ereignisse aus Deutschland mehr unter den Tisch fallen lassen

28: Traumich:

25. Oktober 2017 um 16:29 Uhr

Ausgewogen betr. AFD – Ombudsmann?
Ausgewogenheit betr. AFD: Alle müssen drauf achten, der Chef vermutlich noch mal besonders. Weil dies Thema derzeit in der Gesellschaft so stark polarisiert (auch in der Redaktion?): Gut wäre es vielleicht, wenn es in der Redaktion eineN gäbe, der/die zusätzlich auf die Ausgewogenheit achtet. Vielleicht ein "Ombudsmann" – wie es zu ähnlichem Zweck anscheinend bei der bekannten großen deutschen Boulevardzeitung gemacht wird?

29: Dieter Weller:

25. Oktober 2017 um 20:00 Uhr

"Die AfD ist in unserer Berichterstattung eine Partei wie jede andere auch."
Ganz ehrlich Herr Dr. Gniffke, diesen Eindruck habe ich aber keinesfalls immer. Ich vermute, dass Ihnen und ihren (sicher durchgehend) AfD-ablehnenden Redakteuren das gar nicht bewußt ist, aber viele Berichte sind tendenziös und einseitig.

Ich gebe Ihnen einmal ein kleines Beispiel von der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern.
Der AfD-Vorsitzende Meuthen sagte einer Zeitung auf Nachfrage ob man mit der NPD im Landtag zusammenarbeiten wird: "Wenn die NPD vernünftige Vorschläge macht, würden wir genauso wenig gegen sie stimmen, wie wenn das bei den Linken der Fall wäre".
Was titelte die Tagesschau: "Meuthen für Zusammenarbeit mit der NPD"
Ist das seriöser Journalismus Herr Dr. Gniffke?

30: A-D-A:

26. Oktober 2017 um 11:05 Uhr

Muntere Diskussion ist doch ok. Abweichende Meinungen auch. Wie der allererste Kommentar oben bin ich der Meinung: Die Medien (nicht nur die ÖR). aber auch die Parteien haben zum Aufstieg der AfD beigetragen, weil sie zuviel auf die Themen der AfD eingestiegen sind, sich von jeder Provokation der AfD provozieren ließen, weil sie viel zu viel über die AfD berichtet haben (meist negativ, aber negative Werbung ist besser als gar keine). Zum Beispiel die konstituierende Sitzung des Bundestags lief sinngemäß unter der Schlagzeile "AfD trumpft auf".

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