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ARD-Hauptstadtstudio

15. Oktober 2017

Niedersachsen: SPD durchbricht Abwärtstrend

Für die Union setzt sich der Abwärtstrend fort. Nach dem Absturz bei der Bundestagswahl kommt die CDU in Niedersachsen nun erneut auf ein historisch schlechtes Ergebnis. Zuletzt war der Stimmanteil 1959 mit damals 30,8 Prozent geringer. Die SPD hingegen hat den Abwärtstrend durchbrochen. So richtig ungetrübte Freude an einem Wahlabend hatte sie zuletzt vor fast fünf Jahren genau hier, in Hannover. Damals wurde die SPD zwar nicht stärkste Partei, hatte aber trotzdem mit starken Grünen den Regierungswechsel geschafft. Heute nun wird sie zum ersten Mal seit 1998 wieder stärkste Partei in Niedersachsen, dafür ist jetzt noch ziemlich offen, zu welcher politischen Konstellation das am Ende führt. Und noch eine Botschaft gibt es von diesem Wahlsonntag: Für die AfD wachsen die Bäume nicht in den Himmel.


Wie immer stellt sich die Frage, welche landespolitischen Effekte es gab und welche Rolle die bundespolitische Stimmung gespielt hat. Ganz klar: Drei Wochen nach der Bundestagswahl sind die Wähler immer noch- je nach Sichtweise- erschrocken oder beeindruckt vom bundesweiten Ergebnis. Die 12,6 Prozent für die AfD waren für viele ein deutliches und notwendiges Zeichen, für andere aber ein Alarmsignal. 65 Prozent der befragten Wählerinnen und Wähler in Niedersachsen erklären, dass sie mit Sorge auf die Ergebnisse der Bundestagswahl reagieren. Am stärksten empfinden das die Anhänger der Linken mit 82 Prozent und der SPD mit 71 Pozent. Vieles spricht dafür, dass aus dieser Sorge eine stärkere Mobilisierung in Niedersachsen erwachsen ist, denn die deutlich gestiegene Wahlbeteiligung nützt vor allem der SPD. Ihr ist es in erheblichem Umfang gelungen, Nichtwähler zurückzugewinnen. Diesen Effekt haben wir seit vielen Jahren nicht mehr beobachtet.

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