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ARD-aktuell

26. März 2017

AKK-Effekt

Klar, im Vorfeld dieser Saarland-Wahl haben alle über den Schulz-Effekt gesprochen, aber je näher der Wahltag rückte, umso stärker wurde der AKK-Effekt sichtbar. Annegret Kramp-Karrenbauer, für nicht Saarländer vor allem ein Zungenbrecher, für Saarländer das Symbol einer positiven Entwicklung des Landes. Schon vor fünf Jahren erklärten 44 Prozent der CDU-Wählerinnen und Wähler die Partei vor allem wegen der Spitzenkandidatin gewählt zu haben. Diesen, auch damals schon beachtlichen Wert, hat sie erneut gesteigert, diesmal liegt der sogenannte Kandidatenfaktor bei 47 Prozent. Das ist, nach Ole van Beust in Hamburg 2008 mit 55 Prozent, und Peter Müller im Saarland 2004 mit 54 Prozent, der höchste Wert, den wir für eine CDU-Spitzenkandidatin je gemessen haben. Was der CDU zu ihren unerwartet deutlichen Erfolg verholfen hat, ist die Zugkraft, die sie vor allem in zwei Gruppen entwickelt hat. Zum einen bei den Erst- und Jungwählern. In der Gruppe der 18-24-jährigen legt die CDU nach vorläufigen Daten der Wahltagsbefragung von Infratest dimap um satte acht Punkte zu – und das in einer Gruppe, in der die CDU wirklich selten Erfolge feiert.

Die andere Gruppe sind die Nichtwähler des Jahres 2012. Auch im Saarland rechnen wir ja, die schon bei den Landtagswahlen des vergangenen Jahres, mit einer deutlich gestiegenen Wahlbeteiligung. Während davon aber 2016 praktisch durchweg die AfD profitierte, ist es nun im Saarland die CDU, die deutlich mobilisiert und Menschen zurück ins Wahllokal gebracht hat.

Kommentar

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1: Heinrich Sommerfeld:

26. März 2017 um 20:00 Uhr

AKK möchten die Leute im Saarland ganz offensichtlich als Ministerpräsidentin behalten.

Ich kann auch sehr gut verstehen, warum immer weniger Leute die Grünen wählen.

Die SPD darf wieder, so sie denn wirklich Verantwortung für das Saarland übernehmen möchte, Juniorpartner der CDU werden bzw. bleiben.

Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel kann also so schlecht auch nicht regiert haben, weil sich das ansonsten auch auf die Landtagswahl für die CDU negativ auswirkt hätte. Natürlich hoffe ich auch, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleiben wird.

Alles Gute und ein glückliches Händchen für AKK mit ihrer CDU in der neuen Legislaturperiode.

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