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ARD-aktuell

4. Dezember 2016

Der Mordfall von Freiburg

Viele Menschen diskutieren gerade intensiv die Frage, ob die Tagesschau um 20 Uhr am Samstag über die Festnahme eines Tatverdächtigen in Freiburg hätte berichten sollen. In sozialen Netzwerken und in manchen Medien kritisieren Kommentatoren unseren Kurs, nicht über den Mordfall von Freiburg zu berichten. Deshalb nehme ich hier persönlich noch einmal Stellung. Mir fällt es unendlich schwer, jetzt quasi technokratisch zu erklären, nach welchen Nachrichtenkriterien wir diesen Fall bewertet haben. Denn es geht um ein Menschenleben. Was müssen die Eltern, Angehörigen und Freunde des Opfers denken, wenn wir durchdeklinieren, warum es der Tod ihrer Tochter nicht in die Tagesschau geschafft hat. Aber es ist ein wichtiges journalistisches Thema. Deshalb will ich es versuchen.

Jeder Mord ist fürchterlich. Der Fall in Freiburg besonders, weil ein junges Menschenleben ausgelöscht wurde. Die Redakteurinnen und Redakteure bei der Tagesschau sind nicht gefühllos. Aber wir berichten nur sehr selten über einzelne Kriminalfälle. Es gibt im Medienmarkt Redaktionen, die sich auf die Berichterstattung über Kriminalfälle spezialisiert haben und dies in der Regel auch sehr angemessen tun. Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse. Da zählt ein Mordfall nicht dazu. Das heißt nicht, dass in der Tagesschau Verbrechen niemals thematisiert werden. Natürlich ist die Entwicklung von Verbrechen in Deutschland ein wichtiges Thema. Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten (wobei interessant ist, dass diese Zahl in den vergangenen 15 Jahren dramatisch abgenommen hat).

Also mussten wir in den vergangenen Tagen prüfen, ob sich der Freiburger Fall von anderen Mordfällen abhebt. Dies haben wir nicht so gesehen und deshalb den Tod der jungen Frau nicht gemeldet. Und genau aus demselben Grund haben wir auch gestern bei der Verhaftung des Tatverdächtigen diesen Maßstab nicht verschoben. Die Herkunft des mutmaßlichen Täters hat also mit dieser Entscheidung nichts zu tun. Im Gegenteil, dass wir kein Problem damit haben, gegebenenfalls auch die Herkunft von Tatverdächtigen zu nennen, konnte man bei unserer Kölner Silvester-Berichterstattung sehen, bei der wir von Anfang an die Herkunft der mutmaßlichen Täter genannt haben.

Hätten wir auch anders entscheiden können? Ja, hätten wir. Man hätte durchaus mit dem Gesprächswert dieses Mordfalls argumentieren können, denn tatsächlich hatten die beiden jüngsten Vergewaltigungs- bzw. Mordfälle in Freiburg (von denen man nicht weiß, ob sie zusammenhängen) zu einer größeren Aufmerksamkeit der Medien geführt, auch über die Region Freiburg hinaus. Da wir für die Tagesschau den Gesprächswert eines Themas aber etwas geringer gegenüber dem Kriterium der Relevanz gewichten, haben wir uns gegen den Mordfall in der Sendung entschieden. Bitte glauben Sie mir, dass ich mich schwer tue, bei einem Mordopfer von fehlender Relevanz zu sprechen. Das klingt zynisch. Der Gedanke, ein Mensch aus dem eigenen Umfeld könnte das Opfer sein, nimmt einem jeglichen Zynismus. Die Tagesschau-Redaktion empfindet wie alle anderen auch Mitgefühl. Das schließt aber nicht aus, dass wir nach unseren Kriterien Nachrichten machen, die ich versucht habe zu verdeutlichen.

673 Kommentare

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1: Matthias:

5. Dezember 2016 um 00:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

vielen Dank für Ihre Äußerung!

Ihre Haltung akzeptiere ich,
finde wichtig, auch so etwas lesen zu können in unserer schnelllebigen (Medien)Zeit.

Für mich ist jeder Missbrauch beunruhigend
und einer zu viel.

Auch das aktuelle Beispiel in Freiburg stimmt mich
sehr traurig, ich ringe um Worte.

Mir bleibt nur das Mitgefühl mit
… den Angehörigen und allen Nahestehenden,
… der Familie, die den jungen Mann bei sich aufgenommen hat und hoffentlich die Kraft findet, ihn so weit möglich weiterhin zu begleiten,
… den Studenten insbesondere der Medizin, die wochenlang den Täter unter sich wähnten – auch hier gilt es, neues Vertrauen aufzubauen,
… den verunsicherten Frauen,
… und allen Flüchtlingen, die ebenso beunruhigt sind.

Ich bemühe mich, wachsam zu sein.

Jeder “Fall”, der verhindert wird –
auch das gibt es –
ist ein gutes Beispiel für den Zusammenhalt
in unserer Gesellschaft.

Die Diskussion geht auch ohne Tagesschau-Erwähnung weiter.

2: Ole Halefeldt:

5. Dezember 2016 um 00:21 Uhr

Kriterium der Relevanz? Jeder Waldbrand in den USA schafft es zur PrimeTime in die Tagesschau…!

3: Klaus Eichmüller:

5. Dezember 2016 um 01:15 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider gelingt es mir nicht, Ihre Argumentation nachzuvollziehen. Ehrlich gesagt bin ich entsetzt. Ich habe vier konkrete Fragen:
1. Basiert Ihre Entscheidung auf einem Wunsch der Angehörigen des Opfers?
Ihre Argumentation lässt zumindest nicht darauf schließen.Falls nein:
2. Meinen Sie nicht, dass eine Entscheidung, die offensichtlich in weiten Kreisen als Nachrichtenunterdrückung aufgefasst wird, fremdenfeindlichen Argumentationen in die Hände spielt?
3. Meinen Sie, dass man mit dem als Unterdrückung von Nachrichten, die außerhalb Deutschlands offenbar sehr wohl als überregional wahrgenommen werden, aufgefassten Verhalten einen positiven Beitrag zum Demokratieverständnis der Allgemeinheit leistet?
4. Wenn der Eindruck entsteht, dass Journalisten tendenziös entscheiden, wie wollen Sie vermitteln, Sie seien moralisch besser als diejenigen, die Sie als z.B. fremdenfeindlich oder antidemokratisch anprangern?

4: Stimmt,:

5. Dezember 2016 um 08:04 Uhr

Die Redaktion kann selbst entscheiden,worüber sie berichtet. Dass die tagesschau nicht voreilig die Flüchtlingsdebatte anfeuert (wegen des Tatverdächtigen), finde ich auch gut, jedoch steht dem das öffentliche Informationsinteresse entgegen. Ich sehe den Konflikt und verstehe die Entscheidung, finde aber man sollte vorsichtig damit umgehen, da es viele Menschen gibt, die die Entscheidung nicht nachvollziehen können/wollen und sich für dumm verkauft fühlen.
Meine einzige Kritik an dem Kommentar: Wenn es sich, wie Medienberichten zufolge, um einen Sexualmord und nicht “normalem Mord” handelt, dann sind es in Deutschland nicht 300, sondern ca.15 Taten pro Jahr.

5: Carsten Peiler:

5. Dezember 2016 um 08:07 Uhr

Lieber Herr Gniffke,
ich kann Ihre Argumentation 100%ig nachvollziehen!
Das einizige, was ich Sie bitte, mir und allen anderen so ehrlich, wie Ihr Statement war, zu beantworten, ist: Sind Sie ganz, ganz sicher, dass, hätte ein Minderjähriger mit möglichen Kontakten zur AfD oder sogar zur rechtsradikalen Szene ein Flüchtlingsmädchen entführt, missbraucht und getötet, die Tagesthemen dies auch in keiner Weise erwähnt hätten?
Wenn Sie dies ehrlich mit “Ja, ich bin hundertprozentig sicher” beantworten könnten, wäre alles gut und ich wüsste, dass meine Rundfunkgebühren in den richtigen Händen sind…
Mit freundlichen Grüßen
Carsten Peiler

6: Oliver Meyer:

5. Dezember 2016 um 08:09 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Sie haben sehr gute Worte gefunden mir die Entscheidungskriterien der Tagesschau für diesen Bericht nahezubringen. Obwohl Ihr Beitrag aus meiner Echoblase stammt, halte ich ihn für besonders gelungen.

Danke und mit freundlichen Grüßen,
Dr. Meyer

7: Phonomatic:

5. Dezember 2016 um 08:11 Uhr

Sicher treffen Sie redaktionelle Entscheidungen mit Bedacht, aber Sie brechen das jetzt auf das Thema Mord herunter, was an der Kritik sicherlich vorbei geht. Die meisten Kritiker sehen das wohl im Kontext Flüchtlinge. Von Geflüchteten wiederum, finde ich auf tagesschau.de fast ausschließlich zwei Kategorien – Flüchtlinge, die sich ganz Prima integrieren (wollen), oder Terroristen.

8: Markus Habenicht:

5. Dezember 2016 um 08:14 Uhr

Ihr musstet doch vorher wissen, daß die Populisten nur darauf gewartet haben, daß ihr nicht darüber berichtet. Warum macht ihr Euch so angreifbar? Man weiß einfach nicht mehr, wie man diesen fürchterlichen Parolen begegnen soll. Sie haben darauf gewartet. Schon unmittelbar nach Ende der 20.00 Uhr Ausgabe der Tagesschau posteten die Besorgtbürger bei Facebook und anderen sozialen Medien, daß das Flaggschiff der ÖR nicht berichtet. Man verzweifelt. Ihr liefert ihnen die Munition, die sie haben wollen. Ich finde es ein extrem mangelndes Gespür für eine aktuelle Situation im Land, nicht darüber zu berichten. Vor allem Euer Rumgeiere als Begründung. Erst heißt es “nur regional bedeutend”, jetzt ist es das “Kriterium der Relevanz”. Im Gegensatz zum “Gesprächswert eines Themas”. Sorry. Aber das ist hilfloses Geschwurbel. Es fällt immer schwerer, Euch in Schutz zu nehmen. Demjenigem, der da entscheidet, fehlt jegliches Gespür.

9: Geerthe:

5. Dezember 2016 um 08:19 Uhr

Jeder Mensch muß täglich schnell entscheiden was für ihn persönlich Priorität hat.
Ausgenommen davon ist auch nicht das Berufsleben und somit die Mitarbeiter in einem Nachrichtenteam.
Diese Darstellung im blog zeigt noch einmal auf, wie schwer es ist eindeutige Linen zu ziehen .

10: Stefan:

5. Dezember 2016 um 08:22 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

schön, dass Sie dazu öffentlich Stellung nehmen. Das Verhalten der Tagesschau verwundert doch sehr.

Allerdings ist Ihre Erklärung der Auswahl schon mehr als lächerlich. Nach Ihren Kriterien, müsste die Hälfte des täglich bei der Tagesschau berichteten, einfach nicht gesendet werden. Denn die Situation in Freiburg in den vergangenen Monaten ist alles andere als “normal” – ein Umstand, den nicht einmal der Spiegel verheimlicht.

Ihre Entscheidung ist daher Wasser auf die Mühlen derjenigen, die bereits viel zu viel Oberwasser haben!!
Daher haben Sie mir Ihrer Entscheidung unserem Land einen Bärendienst erwiesen!

11: Christoph H:

5. Dezember 2016 um 08:24 Uhr

Das “Komische” an der gesamten Sache ist, dass die Tagesschau, wie bereits in Köln auch, nicht, bzw. verspätet berichtet, wenn Ereignisse stattgefunden haben, bei denen Flüchtlinge involviert waren.
Man stelle sich vor, ein PEGIDA-Teilnehmer hätte nach einer PEGIDA-Demonstration einen Flüchtling an der Dreisam in Freiburg ermordert. Hätte in diesem Fall die Tagesschau auch das “Mäntelchen des Schweigens” ausgebreitet oder wäre es nicht so gewesen, dass neben der “normalen” Tagesschau im Anschluss eine “Brennpunkt-Sendung” ausgestrahlt worden wäre, indem die zunehmende Gewalt gegen Flüchtlinge und die Gewaltbereitschaft sämtlicher PEGIDA-Teilnehmer im besonderen thematisiert worden wäre?
Im Gegensatz hierzu wird der Fall Tröglitz (fraglich, ob hierbei überhaupt Straftaten begangen wurden, bzw. “nur” Straftaten im mittleren Kriminalitsbereich wie Nötigung und/oder Beleidigung)als überregional eingestuft…
Es drängt sich hierbei bei Vielen der berechtigte Verdacht der “LÜCKENMEDIEN”auf

12: ANNIE HOECKERN VDI:

5. Dezember 2016 um 08:29 Uhr

So sehr ich Ihre Motivation verstehe, (war dies auch der Grund dafür, dass die Tagesschau auch nicht über die Übergriffe im Müncher Rathaus berichtete?), so sehr denke ich auch, dass hier gut gemeint nicht gut gemacht bedeutet.
Berichten Sie offen über die Probleme, die Flüchtlinge bereiten. Alles andere wird langfristig mehr Schaden anrichten als Nutzen. Und zwar für die Flüchtlinge als auch für alle anderen Menschen hier im Land.

13: ClausH:

5. Dezember 2016 um 08:29 Uhr

Uneingeschränkte Zustimmung.

Genau diese differenzierten Abwägung unterscheidet Qualitäts-Journalismus von plakativem Populismus. Der Mord erfüllt alle Voraussetzungen für reißerische Headlines und ich schätze die Tagesschau dafür, dass sie dieser Versuchung widersteht.

14: Norbert Linke:

5. Dezember 2016 um 08:30 Uhr

Wäre es nicht andersherum eine Chance gewesen, die Meldung zu bringen – aber eben in “Tagesschau-Qualität”, um dem allgegenwärtigen Hass (v.a. in den sozialen Medien) eine abgewogene Darstellung entgegenzusetzen, die keinen Aspekt außen vor lässt, aber eben sachlich ist und auf voreilige Schlussfolgerungen und Verallgemeinerungen verzichtet.

15: ohrenzwicker:

5. Dezember 2016 um 08:31 Uhr

Alles richtig gemacht, die “Tagesschau” ist kein Boulevard-Magazin, sondern eine politische Nachrichtensendung. Ich finde auch, dass dort zu viel Sendezeit für den Sport abgezwackt wird. Es gibt so viele politische Themen und Hintergründe, die sogar für eine längere “Tagesschau” reichen würde.

16: Marcus:

5. Dezember 2016 um 08:33 Uhr

Es wirkt etwas befremdlich wenn sich gerade die Medienvertreter der öffentlich rechtlichen für ihre Berichterstattung über die Sylvester Ereignisse loben.
Ich kann dieses Selbstlob nicht nachvollziehen.
In Anbetracht der Kommentarrichtlinien fände ich es auch “journalistischer” bei der sinkenden Mordrate eine konkrete Zahl zu nennen. “dramatisch” ist was? 50%? 90%? Ein Beispiel der Art von Meldung,die, vielleicht nur bei mir?, die Glaubwürdigkeit der Medien stark reduziert. Es wird nicht neutral berichtet sondern versucht zu emotionalisieren.

17: Sebastian Hoos:

5. Dezember 2016 um 08:34 Uhr

Geradezu grotesk mutet es an, hier die Silvesterübergriffe in Köln als Beispiel für offene Berichterstattung heranzuziehen. Gäbe es keine Alternativen online Medien hätten sie den Fall überhaupt nicht bemerkt. Weil nach der Staatsfunkdoktrin nicht sein kann, was nicht sein darf.

18: Korrekt!:

5. Dezember 2016 um 08:38 Uhr

Die Redaktion kann selbst entscheiden,worüber sie berichtet und der Bürger kann selbst entscheiden ob er für diese Berichterstattung bezahlt oder nicht. In einem Rechtsstaat wird man ja nicht gleich eingesperrt nur weil man mit der politischen Richtung der öffentlich rechtlichen nicht einverstanden ist, oder etwa doch?

19: *zakkke:

5. Dezember 2016 um 08:39 Uhr

Ich kann die Begründung nachvollziehen und finde ehrlich gesagt die Reaktionen auch jetzt hier auf die Argumentation überzogen. Es gibt Kriminelle, in allen Nationen, kriminelle Deutsche, kriminelle Flüchtlinge. Soll die Tagesschau über Krimaltaten von Flüchtlingen bevorzugt (vor den Taten von Deutschen) berichten, nur weil die Stimmung in Deutschland gerade so ist????? Die Argumentation des Chefredakteurs ist total nachvollziehbar. Wenn sich mehr Fakten ergeben und man mehr über Motiv, Tathergang etc. weiss, wird sicherlich erneut entschieden wie relevant sowas für die Nachrichten ist.
Ein jeder Mord ist furchtbar, und eben nicht von jedem Mord wird sofort in der Tageschau berichtet.
Wer das ganze aufbläst hat inzwischen einfach viel zu viel Angst vor den “Besorgtbürgern” (Zitat eines Kommentars hier).

20: Kurt Nährich:

5. Dezember 2016 um 08:43 Uhr

Eine Frage möchte ich gerne stellen:
Wurde denn damals, als diese schreckliche Tat geschah, in der Tagesschau darüber berichtet? Falls nicht, ist es für mich konsequent und nachvollziehbar, auch jetzt nicht darüber zu berichten. Wenn doch, würde mich interessieren, warum sich die Bewertung der Relevanz geändert hat.

21: A. Rooseboom:

5. Dezember 2016 um 08:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Vertreter der “vierte Gewalt” wundern sich, dass der Begriff “Lügenpresse” in der Öffentlichkeit immer häufiger verwendet wird.

Werden die Bürger, die sich von den Öffentlich-Rechtlichen-Fernsehsendern durch das “scheinbare Unterdrücken” solcher Nachrichten bewusst desinformiert fühlen nicht in der Meinung einer politisch gesteuerten Informationspolitik (=Propaganda) bestärkt?

Gerade die ARD, in der über Landesmedienanstalten die Landesregierungen starken Einfluss haben, sollte ein Vorbild der neutralen Berichterstattung sein.

Hierzu gehören auch, das unabhängig von einer politischen Meinung, wertende Begriffe vor Parteinamen nichts in einer neutralen Berichterstattung zu suchen haben.

Fehlverhalten von Parteien sind durch neutrale Berichte offen zu legen. Die Persönliche Meinung der Redaktion hat in neutralen Berichten nichts zu suchen. Diese kann als Kommentar entsprechend geäussert werden.

22: Richard Neubauer:

5. Dezember 2016 um 08:45 Uhr

Vor ein paar Tagen hat Frau Maischberger versucht das ramponierte Image der etablierten Medien aufzupolieren und sich mit dem Vorwurf “Lügenpresse” ehrlich auseinandergesetzt. Die Menschen in Deutschland haben einfach das Gefühl, dass ihnen beim Thema Flüchtlinge alles verschwiegen wird was nicht “ins Konzept” passt. Hier liegt möglicherweise ein Fall von Doppelmord vor und es wird nicht darüber berichtet?? Wenn die Fallkonstellation andersherum wäre, also ein Deutscher brächte zwei Flüchtlinge um, dann würde wochenlang darüber berichtet. Selbst eine “Bürgerwehr” die einen Flüchtling bis zum Eintreffen der Polizei an einen Baum bindet, schafft es bis in die Tagesschau – aber der Mord an einer Studentin ist keine Silbe wert… Wann lernt ihr denn endlich aus euren Fehlern und berichtet schonungslos auch wenn die Wahrheit unbequem ist?

23: Bambauer:

5. Dezember 2016 um 08:46 Uhr

Die Sylvesternacht zeigte die Tendenz der Berichterstattung.

Zunaechst wurde versucht gar nicht oder nur am Rande darueber zu berichten.

Dann wurde Muehe darauf verwendet die Angriffe herunterzuspielen. Ich erinnern mich ungern an den unsaeglichen Kommentar, der mit “Antanzen” Angrabschen und Vergewaltigung verharmloste.

Spater kamen ARD willige Experten, die dieses und jenes erklaerten, insbesondere, dass ja die Mehrheit usw….

Es gab kaum follow ups, wie das bei anderen solchen “Grossereignissen” der Fall ist.

Kam auch ein Opfer zu Wort? Erinnere mich nicht.

Diese und andere Angriffe sind Angriffe auf unsere freiheitliche Kultur.

Wehret den Anfaengen. Wir koennen den Mitbuergern vertrauen auch den Einwanderern. Die koennen mindestens so gut differenzieren, wier die ARD das kann. Auch Einwanderer haben Interesse daran dass sie nicht wegen zweifelhafter Subjekte ins Gerede kommen. Helfen wir denen, die sich integrieren wollen.

Kein Grund was Schoenzureden Herr Gniffke.

24: Mischpoke West:

5. Dezember 2016 um 08:47 Uhr

Ist schon komisch. Wenn ein paar Spinner vor einer Flüchtlingsunterkunft ein paar Parolen grölen, schafft es das Thema in die Hauptnachrichten. Ein Sexualmord nicht.
Man fühlt sich somit in seiner Meinung bestätigt, dass der Täter schlichtweg nicht der Strategie der ÖR-Medien entspricht.

25: Markus:

5. Dezember 2016 um 08:48 Uhr

Weder die Tagesschau noch irgendein anderes Medium hat am 1., 2. oder 3. Januar über die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln berichtet. Dieses Thema wurde von Polizei, Politik und Medien totgeschwiegen. Erst durch die Sozialen Medien wurde es aufgedeckt. Dieses Totschweigen verunsichert die Menschen. Die Tagesschau hat aus diesem Fehler nicht gelernt, sondern schweigt zu den Hintergründen des Mordes in Freiburg.

Wenn Sie nur Nachrichten bringen, die ins Weltbild Ihrer Zuschauer passen, dann sollten Sie die Tagesschau besser abschaffen. Mit Journalismus hat selektives Totschweigen jedenfalls nichts zu tun.

26: A. Krüger:

5. Dezember 2016 um 08:49 Uhr

Selbstverständlich muss über Straftaten von Flüchtlingen/Asylbewerbern in Deutschland medial berichtet werden. Hier besteht für die gesamte Bevölkerung überregional ein erhebliches Interesse und Informationsbedürfnis – egal ob Terroranschlag, Sexualmord oder Brandstiftung in der eigenen Unterkunft. Oder war Köln nur ein Sylvesterscherz und der Mord in Freiburg einer von vielen? Schließlich schafft es jedes “populistische Klein Klein” in die öffentl.rechtl. Medien. Es dürfte doch wohl unbestritten sein, dass sich unter der Masse an Flüchtlingen durchaus tickende Zeitbomben befinden.

27: Frederic Ch. Reuter:

5. Dezember 2016 um 08:49 Uhr

Es sollte eigentlich gar keine Frage sein, dass es jedem selbst obliegt was er tut und was nicht und eigentlich muss auch zugestanden werden, dass eine Entscheidung gefällt wurde – wie dann auch immer.

Wenn sich dann aber schon einer der höchsten Verantwortlichen erklärt -höflich, respektvoll, sachlicH und faktisch- sollte man auch schon bald den Punkt erreichen, an dem man einfach nur respektvoll zur Kenntnis nimmt, was man erklärt bekommt und entweder damit nachvollziehbar abschließen kann oder eben anderer Meinung ist – Punkt.

Bei allem Verständnis für eines jeden Meinung! Natürlich darf ein jeder glauben, dass man hier bewusst eine Information NICHT weitergeben wollte, damit sie andere nicht vor ihren Karren spannen dürfen. Aber zu glauben, dass es man damit verhindern könnte – so naiv kann doch keiner sein, oder?! Muss man das jetzt tagelang “durchs Dorf treiben”?
Echt jetzt?

28: Carlo 58:

5. Dezember 2016 um 08:50 Uhr

Leider hat die Tagesschau über diesen Fall nicht berichtet, was ich sehr bedauerlich finde und auch die Erklärung auf Facebook hat bei mir nur Kopfschütteln hervorgerufen. Denn damit wird den Lügenpresse – Hetzern nur weiterhin Recht gegeben.Wurde nicht berichtet weil es ein Flüchtling ist ? Was wäre, wenn der Täter ein Deutscher ist ? Wenn Flüchtlinge ertrinken oder wieder mal eine Unterkunft brennt dann wird doch auch sofort berichtet. Negative Meldungen über Flüchtlinge sind wohl unerwünscht.

29: H. Münchner:

5. Dezember 2016 um 08:51 Uhr

Wer die Nachrichten für die Hauptausgabe der Tagesschau auswählt, hat eine große Verantwortung. Dieser sollten die Zuständigen neutral und ohne Rücksicht auf die eigene politische Ausrichtung nachkommen.
Immer häufiger werden Zweifel an neutraler Berichterstattung geäußert, wenn es um kritische Themen im Zusammenhang mit Flüchtlingen geht. Und diese Entscheidung der Redaktion, nicht über die Verhaftung des Tatverdächtigen zu berichten, nährt leider weitere Spekulationen und Zweifel.
“Relevanz”… nun, wir alle wissen, dass es manchmal Meldungen in die 20-Uhr-Tagesschau schaffen, die für Deutschland null Relevanz haben. Ein Zugunfall in Nepal zum Beispiel. Aber ein Mordfall, über den ganz Deutschland wochenlang diskutierte, ist nicht relevant? Dieses Argument ist leider sehr schwach.
Es bleibt die Sorge, dass man vorauseilend politisch korrekt sein wollte. Aber mit dieser Entscheidung hat man es nur noch schlimmer gemacht.

30: TreuerZuschauer:

5. Dezember 2016 um 08:52 Uhr

Auch die Tagesschau hatte immer wieder über Gewalt gegen Frauen in islamischen Ländern berichtet, die durch das Frauenbild in diesen Ländern gefördert wird. Genau aus diesem Grund hatte der Zentralrat der Muslime in D. vor über einem Jahr gewarnt, dass diese Gewalt mit den Millionen islamischer Asylanten nach Deutschland importiert wird. Die Debatte darüber, wie man dieser Gewalt begegen kann ist eine der wichtigsten in unserer Gesellschaft überhaupt und entscheidet am Ende über die Akzeptanz von Asylanten. Wenn die TS dieser Debatte ausweicht indem man, wie in letzter Zeit mehrfach geschehen, Verbrechen durch Ausländer totschweigt verliert sie ihre gesellschaftliche Relevanz und damit auch die Legitimation der Finanzierung durch öffentliche Gebühren. Die Gewalttaten in Freiburg (es gab fast ein halbes dutzend in den letzten Wochen) mögen als solche keine hohe Relevanz haben, als Teil der genannten Debatte aber gehören sie ganz sicher in die Abendausgabe der Tagesschau.

31: Karina:

5. Dezember 2016 um 08:52 Uhr

Ich kann es ehrlich nicht nachvollziehen, denn was war denn mit dem Mord an Tucge vor 2 Jahren? Das ging in den Medien hoch und runter. Diesmal war es eine 19jährige Studentin die auch noch als Flüchtlingshelferin mitgewirkt hat, allein das ist ja schon erwähnenswert, weil sie Merkels Politik unterstützte, doch der Täter hat nicht in die Nachrichten gepasst. Es passieren in den Großstädten zig Raubüberfälle, sexuelle Belästigungen durch die, die noch nicht so lange hier leben. Aber das wird in ARD/ZDF nie erwähnt, im Gegenteil, es wird heruntergespielt, alles rechte Hetze. Mir scheint, ihr handelt im Auftrag der AfD. Einfach mal ehrlich bereichten, und nicht dem Bürger seine eigene politische Meinung auf`s Auge drücken. Dann klappt es auch mit dem Vertrauen wieder!

32: Thomas Pommeroy:

5. Dezember 2016 um 08:53 Uhr

Sie können das so sehen, ob es tatsächlich der Wahrheit entspricht, kann ich nicht beurteilen. Man kann ja jede Ansicht diskutieren, irgendwie, wenn sie begründet ist.

Ich sehe es krass gegenteilig und suche mir aufgrund dieser Differenz jetzt andere Nachrichtenquellen als tägliche Informationsbasis. Derartige Vorfälle häufen sich leider mittlerweile zu oft. Ihre Entscheidung ist für mich nicht der alleinige Grund, aber eben der Tropfen, der das Fass eben zum Überlaufen bringt.

33: Hardy Prothmann:

5. Dezember 2016 um 08:56 Uhr

Sehr geehrter Herr Kollege Dr. Gniffke,

ich kann Ihrer Argumentation überhaupt nicht folgen. Es handelt sich nicht um einen “einfachen Mordfall”. Der Täter ist ein Jugendlicher in Obhut. Das Opfer war in der Flüchtlingshilfe engagiert. Die Familie ruft zu Spenden auf. In Freiburg geht es drunter und drüber zwischen Willkommenskultur und “Ernüchterung”.
Der Fall ist von nationaler Bedeutung, weil Befürworter wie Gegner den Mord zu instrumentalisieren versuchen.
Der “Gesprächswert” dieses Themas macht seine Relevanz aus, Herr Dr. Gniffke.
Sie geben selbst zu, dass die tagesschau das Thema hätte machen können. Warum sind Sie nicht einfach ehrlich, das wäre glaubwürdig, und gestehen ein, dass die Redaktion überfordert ist?
Dass sie nicht allwissend ist, sondern zögert, zaudert und bislang keinen adäquaten Zugang gefunden hat?
Weil die tagesschau heilig ist? Come on. Mehr Mut!
Beste Grüße
Hardy Prothmann

34: Hanno Grundmann:

5. Dezember 2016 um 08:56 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Sie haben mit ihrem Statement eine Situation zur Sprache gebracht, die wir Journalisten tagtäglich erleben. Dafür vielen Dank!

In unserer Hörfunkredaktion im lokalen NRW-System arbeiten wir nach dem Rump-Raster: Wichtigkeit, Relevanz, Aktualität und Lokalität, wobei lokal auch das ist, was lokal interessiert, nicht nur passiert.

Nach diesem Raster hätten Sie den Mordfall mit in die Sendung nehmen können, aber nicht müssen.

Auch wenn meine Entscheidung anders gewesen wäre, halte ich Ihre für äußerst vertretbar!

Bei uns diskutieren wir auch oft und lange, ob wir die Herkunft der Täter überhaupt thematisieren sollen. Denn schlechte Menschen und Straftäter gibt es in jeder Gesellschaft. So auch unter den Flüchtlingen.

Dieser Fall zeigt ein Mal mehr, dass wir Journalisten oft harte Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit treffen müssen, was alles andere als leicht ist.

Vielleicht sollten wir dem Publikum alle mehr Einblick gewähren.

35: Thea Thea:

5. Dezember 2016 um 08:57 Uhr

Ich kann die grundsätzlichen Überlegungen zur Frage der Berichterstattung nachvollziehen, ebenfalls, dass es nicht einfach ist, eine Grenze der Angemessenheit oder Dringlichkeit zu definieren.
Wenn ein Flüchtlingsmädchen das Opfer eines Neonazis gewesen wäre, wäre Ihnen die Entscheidung auch nicht leicht gefallen über eine Berichterstattung zu entscheiden. Gleichwohl sind es Nachrichten, die die Gesamtheit der Bürger interessiert, sei es nun so oder so.
In der Woche gab es auch einen umfangreichen Bericht zu den unsäglichen Übergriffen auf weibliche Flüchtlinge und zwar auf allen Ebenen, bishin zu den Tätern, die sich unter dem Betreuungspersonal finden.Das gehört auch in die Öffentlichkeit, genauso wie alle anderen Randerscheinungen unserer Willkommenssituation.
Sie als ÖR Journalisten haben eine verantwortungsvolle Arbeit, müssen Ihren Vorgaben und der politischen Erwartenshaltung gerecht werden. Aber denken Sie bitte auch an den neutralen Informationsanspruch der Beitragszahler.

36: Popp:

5. Dezember 2016 um 08:58 Uhr

Wenn ein Reichsbürger einen Polizisten erschießt ist das drin, wenn ein Flüchtling eine Medizinstudentin schändet ist das nicht drin! Komisches Abwägen!

37: Martin Klinger:

5. Dezember 2016 um 08:59 Uhr

Nun mit der Berichterstattung zu Köln als Beispiel für “offene” Berichterstattung zu Argumentieren ist ja wohl der Planke Hohn. War es nicht genmau die TS die von den ÖR erst zum 4.1 Bericht hat? Während der Kölner Stadtanzeiger am 2. berichtete?

Ich lasse mich Geren verbessern, wen dem ich so ist.

Und ein Mädchen fliegt aus der ÖVPN angeblich wegen Kopftuch, wie sich später herausstellte ganz normal, weil sie den Döner nicht wegpackte? Das ist Relevant?

Relevants verloren, Vertrauen weg.

(So und nun bin ich gespannt, ob das veröffentlicht wird, oder wegen Verstoßes gegen die Ehrlichkeit gelöscht wird.)

38: ladycat:

5. Dezember 2016 um 08:59 Uhr

ja, die Tagesschau hätte unbedingt darüber berichten müssen. Sie hat schließlich Informationspflicht gegenüber den GEZ-Bürgern. Viele Bürger hat dieser Mord an der 19jährigen Maria stark bewegt. Aus diesem Grund darf man die Zuschauer nicht unbehelligt lassen. Es gibt für mich kein Argument, welches das Weglassen dieser wichtigen Nachricht rechtfertigen würde.

39: Stella:

5. Dezember 2016 um 09:00 Uhr

Nein, Herr Gniffke,

die Tagesschau hat die Öffentlichkeit über diesen Fall nicht informiert, weil der Täter ein sog. “Flüchtling” ist. Sie wollten das unter dem Teppich kehren. Regional ist jeder Fall. Deswegen ist es eine große infame Lüge, die Sie mir hier auftischen wollen.
Wenn der Täter ein Deutscher gewesen wäre und das Opfer ein Ausländer – dann hätten Sie berichtet!
Kommen wir nochmal auf Regional: der Fall ist nicht nur regional, da der Fall sich in tausenden von anderen Fällen, wo die sog. “Flüchtlinge” und sog. “Schutzsuchende” Deutsche ermorden, totschlagen und berauben einreiht. Der Fall wurde sogar bei der Sendung XY behandelt,und nicht in einem Dritten Programm! Die Öffentlichkeit hatte also dementsprechend Informationsbedarf.
Wenn es darum geht, die Deutschen zu beschuldigen als rechtsradikal, dann ist die Tagesschau an erster Stelle! Da kennt die Tagesschau keine Regionalität.

40: Mario:

5. Dezember 2016 um 09:00 Uhr

Ich glaube ich lese nicht richtig. Was soll diese sinnlose Diskussion über was die TS berichtet und was nicht. Seid ihr wirklich so kleinkariert oder informiert ihr euch womöglich nur bei der TS über aktuelle Themen? Die TS berichtet über das was sie berichtet und das hat man zu akzeptieren. Es gibt 1000 andere Möglichkeit sich zu informieren. Man das ist echt nur peinlich mit was für meckernden Mitmenschen ich es zu tun habe. Ihr habt echt keine Probleme in eurem Leben.

41: Bambauer:

5. Dezember 2016 um 09:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Ohne die privaten Medien waeren wir den oeffentlich rechtlichen Meinungsmachern schutzlos ausgeliefert.

Gerade die Vorfaelle in der Sylvesternacht haben dies gezeigt.

Man muss sich fragen, ob Staatsmedien noch zeitgemaess. Es gibt Sie auch nur noch in wenigen Staaten und die sind keine Vorzeigelaender. Es erscheint mir , dass in unserer freiheitlichen Gesellschaft ein Spektrum von Print und Sende medien dafuer sorgt, dass Ausgewogenheit jederzeit hergestellt werden kann.

Der Urteilskraft des Buergers kann man ebenso vertrauen.

Insofern denke ich sind Ihre Ueberlegungen historisch. Wagen Sie den Schritt nach vorne.

42: Fridoline:

5. Dezember 2016 um 09:03 Uhr

Die Stellungnahme von Herrn Dr. Gniffke sollte reichen. Sicher ist jeder Mord für die Angehörigen, das soziale Umfeld der Opfer und die nähere Umgebung relevant, auch ich bin seit mittlerweile langer Zeit Angehörige eines Mordopfers. Aber um auf Herrn Eichmüller (Kommentar Nr. 3) einzugehen:
Was Sie als “Nachrichtenunterdrückung” bezeichnen, wäre für den Fall, dass der Täter keinen Migrationshintergrund gehabt hätte, von Ihnen wohl keineswegs als nationales und sogar über Deutschland hinausgehendes Gesprächsthema verstanden worden.
Ich finde die Entscheidung gegen die Berichterstattung sehr richtig, genauso, wie es richtig ist, täglich auf die Umstände hinzuweisen, die Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen, an denen sicher, wenn auch nicht messbar, Herr Eichmüller und im Übrigen auch ich selbst eine Mitschuld tragen.
Darum sollten sich alle viel mehr Sorgen machen.

43: André Langer:

5. Dezember 2016 um 09:04 Uhr

Sparen sie sich doch diese Erklärungsversuche !!
Nach den von Ihnen gesetzten Maßstäben zur Medienrelevanz, ist die Detonation eines Pyrosprengkörpers vor der Tür einer Moschee in Dresden von höherer Relevanz, als die Vergewaltigung und der Mord einer jungen Frau.
Das muss wie Hohn und Spott in den Ohren der Hinterbliebenen klingen.

https://www.youtube.com/watch?v=hzFl_JbbRZw

44: Der Wolf:

5. Dezember 2016 um 09:04 Uhr

Hätte der Täter auch nur einen leisen Verdacht erwecken können, es gäbe zwischen ihm und dem Onkel eines AfD-Mitglieds eine Beziehung, wäre auch die Tagesschau voll von Empörung und Entsetzen gewesen. Ihre Argumetation ist deshalb allein schon nicht mehr glaubwürdig, wie man auch alle ihre Meldungen, die oft nur sehr einseitig sind (Ukraine, Russland, Trump, AfD, Syrien u.v.a. mehr), immer noch mehrmals mit anderen Nachrichtenagenturen oder Meldungen von Leuten, die vor Ort sind, abgleichen solltem, bevor man sich eine Meinung bildet. Gott sei dank leben wir im Zeitalter des Internets.

45: Otto N.:

5. Dezember 2016 um 09:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke

Ich bin etsetzt darüber, das die Tagesschau diesen Mord an einem jungen Mädchen als “Regionalereignis” herunterspielt.

Ich stelle mir vor, wenn ein 17-jähriger “Jung-Alternativer” ein 19-jähriges Flüchtlingsmädchen vergewaltigt und ermordet hätte. Mit Sicherheit wäre dies ein meldung in der Tagesschua wert gewesen. Und natürlich hätten dann (zu recht) Tausende mit Lichterketten um das tote Mädchen getrauert und die ARD einen Brennpunkt zum Thema Gewalt gegen Flüchtlinge gemacht.

Merken Sie Herr Gniffke, wie unterschiedlich ihr Ansatz bei ein und dem gleichen schlimmen Verbrechen ist?

Sie belegen genau damit die Aussagen von pegida oder AFD, dass es sich bei weiten Teilen um Lücken- oder Lügenpresse handelt. Wollen Sie dies wirklich? Oder ist es nicht vielleicht sinnvoller, eine neuetrale Berichterstattung in alle Richtungen anzustreben? Warum macht sich die Tagesschau wiederholt so angreifbar?

46: Rotfunk-Beobachter:

5. Dezember 2016 um 09:07 Uhr

Ich kann mich nur den Kommentaren von Carsten Peiler und Christoph H. anschließen.

Hätte jemand mit vermuteten Kontakten zur AfD oder gar der “rechten Szene” etwas Ähnliches getan, gäbe es sofort einen Riesen-Aufmacher mit diversen Sondersendungen und Diskussionsrunden, draußen Lichterketten und Politikeransprachen mit Forderungen nach mehr Zensur, weniger Datenschutz, härterem Vorgehen “gegen Rechts” und was den Polit-Experten und -Eliten sonst noch so einfällt.

Da der mutmaßliche Täter aber Flüchtling ist und das Opfer “Biodeutsche”, wird gar nicht erst darüber berichtet und nach einen Sturm der Entrüstung in den sozialen Medien dann erstmal nur mittels viel Palaver relativiert.

Und da wundert ihr euch wirklich noch darüber, dass die Rechten so massiv an Zulauf gewinnen und 60 % der Bevölkerung euch mittlerweile misstrauen? Hab ich schon “Lügenpresse” gesagt, oder wie lautet der neue Begriff? Lückenmedien?

47: haruwa:

5. Dezember 2016 um 09:09 Uhr

Lieber Markus Habenicht,

natürlich ging sofort der rechtsradikale Shitstorm in den Social medias los – das ist doch die gängige Form und das übliche Medium dieser rassistischen, antidemokratischen Hasspropaganda. Die Diskreditierung der freien Presse mit dem politischen Ziel ihrer Abschaffung steht bekanntlich auch ganz oben auf der politischen Agenda der neofaschistischen Welle, von der derzeit alle westlichen Gesellschaften heimgesucht werden. Nur: Der Shitstorm wäre auch losgegangen, wenn die Tagesschau über den Fall berichtet hätte – nur mit etwas anderem Akzent, etwa so: “Selbst die Lügenpresse der Wallstreet und des internationalen Kapitalismus gibt zu, dass die Ausländer alle Vergewaltiger, Frauenschänder, Mörder etc. sind! Deshalb zerschlagt das System! Weg mit der Lügenpresse! Alle Ausländer raus aus Deutschland! Führt den Schießbefehl wieder ein! Schafft den Euro ab! Zerschlagt die EU! Stellt Angela Merkel an die Wand!”
Die Hetze selbst wäre endlich einmal zu thematisieren!

48: MichaelMeissner:

5. Dezember 2016 um 09:10 Uhr

Guten Tag Herr Herr Dr. Gniffke,

vielen Dank für diese Stellungnahme, die mich aber leider nicht überzeugt.

Die öffentlich-rechtlichen Sender sind beitragsfinanziert und haben damit eine ganz besondere Pflicht objektiv über Vorfälle zu berichten, die das Land bewegen.

In diesem Fall hat ein Flüchtling eine Studentin umgebracht die zuvor auch noch in der Flüchtlingshilfe aktiv tätig war. Dies ist kein Mord wie 300 andere Morde sondern hier kommt es auf ein ganz besonderes Zusammenspiel an, dass Sie oder Ihre Redaktion offenbar gar nicht wahrnehmen. Es ist eben ein Unterschied, ob jemand bei einem Unfall ums Leben kommt oder ob er von einem Flüchtling, von dem man besondere Dankbarkeit für die Aufnahme in unserem Land erwarten würde, nach einer Vergewaltigung getötet wird.

Zudem ist gerade die ARD seit Monaten dem Vorwurf der Verfälschung von Nachrichten ausgesetzt. Hier hätte man daher besonders sensibel agieren müssen.

Schade, dass Sie das nicht erkennen.

MfG M.

49: Julian Kieling:

5. Dezember 2016 um 09:12 Uhr

Die Entscheidung, nicht zu berichten, mag unbedeutend oder falsch gewesen sein, darüber kann man streiten, richtig war sie jedenfalls nicht. Für mich war sie falsch, da der Fall spätestens seit Aktenzeichen XY europaweite Präsenz hatte. Bei allen (Foristen) die schreiben “Gut so, da hierdurch die Flüchtlingsdebatte nicht noch mehr angeheizt wurde” kann ich nur den Kopf schütteln, da dies genau den Wunsch nach Verzerrung und Abmilderung der Tatsachen hervorruft, der von großen Bevölkerungsteilen so sehr kritisiert wird.
Das leider etwas nicht ganz stimmen kann, entnehme ich zudem auch den gut 50% meiner übrigen Forenkommentare auf tagesschau.de, die mit rot aussortiert werden, wenn sie kritischer Natur sind, in keinster Weise aber verletzend, verhetzend gegen die Regeln oder sonstwas.

50: Jan Fischer:

5. Dezember 2016 um 09:14 Uhr

Naja, aber über die Todesfälle Peggy und Tugce wurde über Tage berichtet. Irgendwie liegt hier double standard vor! Ich bin zu tiefst enttäuscht, dass sich die Tagesschau so passiv verhielt!

51: friedrich peter peeters:

5. Dezember 2016 um 09:14 Uhr

Berichten Sie bitte offen und ehrlich ueber die Probleme die Fluechtlinge verursachen. Das zunehmende Verschweigen ist falsch und ich muss es einfach anders interpretieren.

52: Frau Schlau:

5. Dezember 2016 um 09:14 Uhr

Sehr gut.
Diesen Fall als einen von Vielen zu betrachten rückt ihn in die richtige Reihe.
In diesem Fall hat die Tagesschau einen Beitrag geleistet für verantwortlichen Journalismus, der sich nicht populistischen, moralischen fragwürdigen Methoden anschließt, um gehört zu werden.
Danke.

53: Peter Paul:

5. Dezember 2016 um 09:15 Uhr

Ich fasse zusammen.

Auch nach der Silvesternacht von Köln, Hamburg, Stuttgart und Baden-Baden.

Hat die ARD so überhaupt nichts dazu gelernt und verbessert.

Die Nachrichten werden noch immer Ideologisch “gesäubert” und aufbereitet.

Und nun schieben Sie die Begründung der Relevanz vor sich. Das ist mehr als befremdlich. Nicht weil sie in gewissen Fällen nicht nachvollziehbar wäre, sondern weil Sie hartnäckig und systematisch die Relevanz dieses Falles ignoriert haben.

Herr Dr. Kai Gniffke .. seien Sie froh das Sie bei den öffentlich rechtlichen angestellt sind. In einem Wirtschaftsunternehmen wären für eine derartige Fehlleistung und einem derartigen selbstgerechten Rechtfertigung sofort entfernt worden.

54: Karlheinz Kaspar:

5. Dezember 2016 um 09:16 Uhr

“Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten (wobei interessant ist, dass diese Zahl in den vergangenen 15 Jahren dramatisch abgenommen hat).”
Wieso ist dieser Rückgang “dramatisch”? Er ist doch höchst erfreulich !

55: Jürgen Kirsten:

5. Dezember 2016 um 09:18 Uhr

Ich kann Ihre Ausführungen nicht akzeptieren, denn meiner Meinung nach ist Mord nicht gleich Mord – Straftat nicht gleich Sraftat.
Bricht bei mir ein Fremder ein und bestiehlt mich, ist das schlimm.
Sehr viel schlimmer allerdings sehe ich es an, wenn Gleiches ein Fremder tut, den ich vertrauensvoll bei mir aufnehme, diesen ohne jegliche Gegenleistung versorge und behüte.
Hier ist es identisch: Diese Einwanderer (oder auch Flüchtlinge) sind angeblich vor Gewalt zu uns geflohen, um Frieden und Sicherheit zu finden.
Und bringen nun die Gewalt, die rücksichtslose Gewalt zu uns? Auch wenn es nur Einzelne und nicht das Gr0s der Zuwanderer betrifft.
Darüber zu berichten scheint mir wichtiger, als die schon personenkultartig wirkenden Selfies der Kanzlerin mit Flüchtlingen!

56: El Cid:

5. Dezember 2016 um 09:19 Uhr

Herr Gniffke!
Sie und Ihre Mitarbeiter erfüllen den Vorwurf, Lücken-oder gar Lügenmedien zu sein, vollständig. Täter schützen, Opfer verhöhnen, ist scheinbar Ihr Anliegen. Für mich werden Sie damit genau zu dem, das zu bekämpfen Sie gern vorgeben:geistige Brandstifter!
Solche Arten der “freien Berichterstattung” sind erbärmlich.

57: Christian Junker:

5. Dezember 2016 um 09:21 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
Mich verwundert ihr Entscheidung sehr. Ein Thema das ganz Deutschland beschäftigt und seit Monaten in Medien wie auch in privaten Unterhaltungen die Menschen bewegt wird nicht in der Tagesschau thematisiert!? So bekommt man den Eindruck das alle Straftaten von Flüchtlingen totgeschwiegen werden, genau das ist der Grund für den Vertrauensverlust in die Medien wie auch die Politik. Man fühlt sich wie ein kleines Kind das vor der Realität beschützen werden soll. Was sind denn dann wichtige Nachrichten? Die Börse? (Also ich hab keine Aktien ) ..oder ob ein Weihnachtbaum in NY aufgestellt wird!?

58: Stimme:

5. Dezember 2016 um 09:22 Uhr

Entschuldigung, aber die hohe Relevanz war für jeden klar ersichtlich. Nicht nur das: auch die Folgen einer Nichtaufnahme in die Tagesschau waren mehr als deutlich abzusehen. Die größte und wichtigste Nachrichtensendung Deutschlands sollte eigentlich wissen, wie es gerade in Deutschland aussieht, was die Menschen bewegt und welche Zeichen zu setzen sind. Es fällt mir daher schwer, Verständnis aufzubringen. Auf mich wirkt es, als säßen die Verantwortlichen in einem Elfenbeinturm, an dem die Realität abprallt. Gerade das brauchen wir in diesem Land momentan nicht. Wie gesagt: das müsstet ihr eigentlich wissen.

59: Thomas Beuster:

5. Dezember 2016 um 09:23 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
natürlich kann die Reaktion entscheiden, worüber berichtet wird.
Auf der anderen Seite wird die ARD auch von den Rundfunk und Fernsehgebühren finanziert, so dass die Zahlenden auch das Recht haben, umgehend informiert zu werden.
Vermutlich steckt dahinter, dass das Wort “Flüchtling” nicht mit Mord in Verbindung gebracht werden sollte, um die Stimmung nicht weiter negativ anzuheizen.
Ich für meinen Teil fand die Nicht-Berichtung skandalös.

60: @Carsten Peiler:

5. Dezember 2016 um 09:24 Uhr

Das Beispiel eines Rechtsradikalen, der sich an einem Flüchtlingsmädchen vergeht, hätte eine gewisse politische Relevanz, weil der Verdacht nahe läge, dass das Verbrechen aus politischen Motiven geschah. Ich würde daher Ihre Frage dahingehend abändern, dass ein AfD-naher oder rechtsradikaler Minderjähriger ein deutsches Mädchen entführt, missbraucht und tötet. Ich denke, in diesem Fall würde nicht nur die Tagesschau nicht berichten, auch ander Medien würden die politische Einstellung des Täters nicht erwähnen. Warum auch?

61: eine_anmerkung:

5. Dezember 2016 um 09:24 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Ihre Argumentation lässt sich meinerseits nicht nachvollziehen? Über Mord im Einzelfall wird im Migrationszusammenhang nicht berichtet; über einen sexuellen Übergriff auf einen weiblichen Flüchtling durch einen Security-Angestellten schon. Ich möchte jetzt nicht eine zynische Debatte führen, was schwerwiegender zu werten ist. Es fällt aber dem geneigten Leser, der fortlaufend Ihre Berichterstattung liest auf, dass diese doch sehr einseitig pro Migration gestaltet wird. Ich denke, dass der geneigte Leser ein Anrecht auf eine etwas neutralere Berichterstattung hat.

62: Marion:

5. Dezember 2016 um 09:26 Uhr

“Informationsinteresse”? Dieses wachsende “Interesse” am Elend und Leid Anderer, das dann auch so richtig in den sozialen Netzwerken ausgelebt werden kann und wunderbar der Volksverhetzung dient, ist für mich sehr befremdlich.
Wem hätte denn eine ausführliche Berichterstattung über diesen speziellen – und sehr traurigen – Fall geholfen?

63: StöRschall:

5. Dezember 2016 um 09:28 Uhr

@a.rooseboom; Richard Neubauer

Ich weiß nicht, was es an Herrn Gniffkes Ausführungen nicht zu verstehen gibt.

Denken Sie doch mal nach:
Gäbe es eine “Lügenpresse” würden Sie und ich doch gar nicht wissen, dass es sich um einen minderjährigen Flüchtling als Tatverdächtigen handelt!

Oder halten sie etwa diese Aussage für gelogen und in Ihren Augen handelt es sich eigentlich um einen anderen Tatverdächtigen? Einen Deutschen vielleicht?

64: ladycat:

5. Dezember 2016 um 09:29 Uhr

Ja, die Tagesschau hätte unbedingt darüber berichten müssen. Sie hat schließlich Informationspflicht gegenüber den zahlenden Bürgern. Viele Bürger hat dieser Mord an der 19jährigen Maria stark bewegt. Aus diesem Grund darf man die Zuschauer nicht unbehelligt lassen. Es gibt für mich kein Argument, welches das Weglassen dieser wichtigen Nachricht rechtfertigen würde.

65: Anonymus:

5. Dezember 2016 um 09:29 Uhr

Ich kann die Begründung der Redaktion nicht einmal ansatzweise nachvollziehen.
Mit der AFD oder Pegida habe ich wirklich nichts am Hut, aber mein erster Gedanke war, dass der Vorwurf der “Lügenpresse” durch das Verschweigen weiter befeuert wird.

66: Georg Rohm:

5. Dezember 2016 um 09:29 Uhr

“…konnte man bei unserer Kölner Silvester-Berichterstattung sehen, bei der wir von Anfang an die Herkunft der mutmaßlichen Täter genannt haben.”

Dies entspricht schlichtweg nicht den Tatsachen.
Als zwei Tage nach der Sylvesternacht in den Mitteilungen der Polizei “deutlich” von Tätern mit Migrationshintergrund gesprochen wurde, erinnere ich mich an die Tagesschau, die hier immer noch den Konjunktiv verwendete.

Die Tagesschau bleibt natürlich meine erste Adresse für Informationen, Herr Gniffke, nur muss auch in klarer Sprache zu erkennen sein, daß der TS-Journalismus frei vom “medialen Chorgeist” ist und bleibt.

67: rw:

5. Dezember 2016 um 09:30 Uhr

Sehr schön, dass sie hier Stellung beziehen.
Ich würde hier noch etwas mehr an die “WarumHabtIhrNichtBerichtet”-Leute appelieren.

Stellt euch doch einfach mal eine Tagesschau vor, die über jeden der 300 Morde, fast 7000 Vergewaltigungen oder mehr als 13000 Kindesmisshandlungen, die jedes Jahr in Deutschland begangen werden, berichten würde.

68: Silverfuxx:

5. Dezember 2016 um 09:31 Uhr

Ich finde die Erklärung nachvollziehbar. Man hätte darüber berichten können, aber genauso konnte man es eben nicht tun. Es gab im letzten (?) Jahr einen Sexualmord in Norddeutschland, der ebenfalls nicht Thema in der TS gewesen ist.
Manche argumentieren hier damit, dass man mit einem Bericht darüber den “besorgten Bürgen” und Neonazis vorab den Wind aus den Segeln hätte nehmen können.
Das ist absurd ! `Wir´ sollen uns von denen diktieren lassen, wie `wir´ uns zu verhalten haben ? Ganz sicher nicht ! Sollen sie doch Lügenpresse schreien und sich in ihren Ansichten bestätigt fühlen, daran würde auch eine andere Entscheidung der TS nichts ändern. Aber `wir´ sollten uns ganz sicher nicht von denen einschüchtern lassen.

69: ladycat:

5. Dezember 2016 um 09:33 Uhr

#40 Mario
Also, ich muss schon sehr bitten. Wir Bürger bezahlen doch alle GEZ. Dafür verlange ich eine informative, neutrale und ausgewogene Berichterstattung.
Oder sollen wir alle akzeptieren, dass die Tagesschau nur noch das berichtet, was den eigenen Journalisten und Redakteuren gefällt? Unglaublich!

70: Burkhard:

5. Dezember 2016 um 09:34 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Gniffke!

Sie schreiben:
“Jeder Mord ist fürchterlich. Der Fall in Freiburg besonders, weil ein junges Menschenleben ausgelöscht wurde. Die Redakteurinnen und Redakteure bei der Tagesschau sind nicht gefühllos. Aber wir berichten nur sehr selten über einzelne Kriminalfälle.”

Sie unterscheiden zwischen einem Kriminalfall, bei dem es dann um ein prominentes Opfer geht, oder wo evtl. ein Prominenter sogar der Täter wäre? Das würde es dann interessanter machen darüber zu berichten, oder wer muss das Opfer sein, damit es von der Tagesschau berichtet wird?
Wie soll sich denn ein Mordfall von anderen abheben? In der Grausamkeit der Tat? Jeder Mord ist grausam. Die Würde des Menschen ist unantastbar und wir Menschen sind alle gleich. Daher sollte man nicht unterscheiden zwischen Grausamkeit oder über den Status bekannt oder unbekanntes Opfer (Promi), damit dann berichtet wird.
Stellen sie sich die Frage: “Was ist Journalismus?”

71: M. Eggerichs:

5. Dezember 2016 um 09:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
vor 1989 könnte Ihre Argumentation, in ähnlicher Form, auch in einer Redaktionssitzung des “Neuen Deutschlands” in Ostberlin entstanden sein. Diese Herrschaften entschieden stets danach, was und wie viel man den Mitbürgern berichten kann, denn sie waren die “Guten” und “Weisen”. Ich gebe die Hoffnung auf, dass Sie begreifen werden, mit dieser Form von Bevormundung nur das Misstrauen in die Öffentlich-Rechtlichen Medien zu verstärken.

72: Malte Steinert:

5. Dezember 2016 um 09:38 Uhr

Vielen Dank für die ausführliche Erläuterung.
Leider sieht man an vielen Kommentaren, dass die Erklärung wieder nicht den Geschmack einiger Menschen trifft.
Erklärungen werden scheinbar oft nur noch akzeptiert, wenn Sie die eigene Meinung bestätigen.

73: Philip Baum:

5. Dezember 2016 um 09:39 Uhr

Vielen Dank für diesen ausgewogenen und nachvollziehbaren Kommentar!
Lassen sie sich nicht vom Geschrei der “besorgten Bürger” irrtieren, die nur mal wieder einen Grund suchen, ihre politische Hetze in jeden Kontext zu pressen. Auch wenn diese in den sozialen Netzwerken gerade besonders laut sind: Es ist keine Mehrheit und aus Laustärke ergibt sich kein Geltungsanspruch. Ihre Berichterstattung und der prinzipientreue Journalismus werden von vielen geschätzt! Das haben Sie hiermit wieder bewiesen.

74: HP:

5. Dezember 2016 um 09:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
ich kann Ihre Haltung „Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse“ nachvollziehen. Dennoch müsste man wohl im Einzelfall jeweils prüfen, was als in diesem Sinne relevant angesehen wird.„Fremdenfeindlichen Ausschreitungen“ in Clausnitz und Bautzen“ zum Beispiel wurden thematisiert (“‘Wer solche Dinge wie in Clausnitz oder Bautzen macht, tritt die Werte unseres Landes mit Füßen. Das sind keine besorgten Bürger, sondern schlichtweg Verbrecher’, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber.“) Sie (die Medien generell) sollten sich schlicht nicht dem Verdacht aussetzen, migrantische Täter nach anderen Maßstäben zu bewerten als „deutsche“.

75: Rainer:

5. Dezember 2016 um 09:42 Uhr

Danke Herr Gniffke für Ihre Stellungnahme. Genau diese Kriterien muss die Tagesschau für die Hauptsendung anwenden. Wenn in anderen Mordfällen Tatverdächtige festgenommen werden, ist dies auch kein Umstand, der es in die 20:00 Sendung gehört. Und diesmal nur, weil die sensationsgeilen Besorgten Bürger dies gern so hätten um weiter Stimmung gegen Ausländer und Flüchtlinge zu machen? Nein. Es gibt sicher eine Menge an der deutschen und der europäischen Flüchtlingspolitik zu kritisieren, das zu thematisieren und darüber zu berichten ist auch Aufgabe der Tagesschau. Aber nicht auf Kosten des Mordopfers und ihren Angehörigen.

76: Hans Barth:

5. Dezember 2016 um 09:45 Uhr

Schaue regelmäßig Tagesschau. Über jeden Quatsch wird berichtet. So etwas ist dann “regional”. Lächerlich!

77: Kauter:

5. Dezember 2016 um 09:46 Uhr

Schlimm genug, dass die Tagesschau sich für ihren Nachrichtenauswahl mitlerweile rechtfertigen muss. Schlimmer noch, dass die nachvollziehbaren Argumente nicht reichen und weiter diksutiert werden muss. Seit Samstagmittag haben soviele Medien über die neue Entwicklung in dem Mordfall berichtet. Von Verschweigen kann also keine Rede sein.
Wenn der sexuell motivierte Mord an einer erwachsenen Frau nicht erwähnt wird, ist es nur Konsequent auch die weitere Entwicklung nicht zu erwähnen.
Wenn ein Flüchtling 1 von 15 sexuell motivierten Morden (ich bezieh mich auf den Kommentar von “Stimmt,”) begeht, ist es 1 von 15. Dass 14 von 15 sexuell motivierte Morde von anderen Personengruppen verübt wurden, ist den Kritikern egal? Ich verstehe nicht, wieso Flüchtlinge eine höheres öffentliches Intresse haben als Millionen Deutsche im eigenen Land, die für ein vielfaches an Verbrechen verantwortlich sind?
Liebes Team der Tagesschau, bleibt so seriös wie ihr immer wart.

78: Michel:

5. Dezember 2016 um 09:47 Uhr

Vielen Dank für das Verhalten der Tagesschau und die anschließende Stellungnahme von Dr. Gniffke. Jetzt dürfte der letzte Wissen was alles unter demBegriff “Lügenpresse” zu subsumieren ist.

79: Uwe Fritz:

5. Dezember 2016 um 09:50 Uhr

Ich finde, Herr Gniffke hat durchaus nachvollziehbar die Kriterien erklärt, nach denen es die Festnahme eines mutmaßlichen Täters des Mordes von Freiburg es nicht in die 20-Uhr Tagesschau geschafft hat. Es ist ja nicht so, dass die Festnahme in der ARD komplett verschwiegen wurde, nur für die Hauptnachrichtensendung der ARD hat es für diese Meldung halt nicht “gereicht”. Wenn hier in den Kommentaren von “Lückenmedien” die Rede ist, nun, das kann ja auch gar nicht anders sein, denn es passiert nun mal viel zu viel in Deutschland und der Welt als das man jede Meldung in den 15 Minuten der Tagesschau unterbringen könnte. Und so ist es ganz selbstverständlich, dass die Redaktion die einzelnen Meldungen nach Relevanz bewertet.

80: Henrik Rinnert:

5. Dezember 2016 um 09:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, liebes ARD Aktuell Team,
da haben Sie Mist gebaut! Die glänzende Polizeiarbeit in Freiburg und die rasche Überführung des Mordverdächtigen nicht zum Gegenstand Ihrer Berichterstattung zu machen, ist ein grober journalistischer Fehler, der leider den populistischen Vorwurf der Manipulation durch öffentlich-rechtliche Medien befeuert. Sie hatten über den Mord berichtet, also mussten Sie auch wegen des geweckten öffentlichen Interesses an dem Fall über den Tatverdächtigen berichten, unabhängig davon, dass er als Flüchtling in dieses Land gekommen ist und unsere Gastfreundschaft schändlich missbraucht hat. Ihr Handeln bestätigt den Verdacht, dass Sie manipulieren wollen – leider. Sie bereiten damit den Demagogen und Hasspredigern ungewollt den Boden – das Gegenteil ist aber Ihre Aufgabe, dafür schützt das Grundgesetz Ihren Bestand. MfG Henrik Rinnert

81: Blauer Fasan:

5. Dezember 2016 um 09:53 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau

Auch ich kann ihre Entscheidung trotz der Begründung nicht wirklich nachvollziehen.
Vor allem finde ich, dass gerade dieser Fall von enormer Relevanz ist – gerade weil es hier ein Flüchtling ist. Klar bei einem Mord kommt es nicht auf die Herkunft an, aber ich finde es geht hier mehr darum, gerade den Verdacht der “Lügenpresse” entgegenzuwirken. Diese Entscheidung spielt den Rechten bei Ihrer Argumentation direkt in die Hände. Und ich sage dies, obwohl ich Moslem bin, ich unter dieser Entscheidung also mehr leiden werde als viele andere.
Für uns Muslime geht es neben dem Mitgefühl oft nur noch darum zu hoffen, dass es kein Moslem oder Flüchtling ist. Die Stimmung in dem Land verschärft sich immer mehr, ja mittlerweile kann man nicht mal mehr Battlefield 1 spielen ohne moslemfeindliche Beschimpfungen lesen zu müssen.
Aber ein Schweigen über solche Ereignisse macht meiner Meinung nach alles nur noch schlimmer.
Die Relevanz des Falles ist einfach zu gross.

Grüsse

82: Ihr Name:

5. Dezember 2016 um 09:54 Uhr

Danke für die Info – aber gut gemeint … ist in diesem Fall eben nicht gut gemacht.
Das ist der springende Punkt.

83: Klaus Scherer:

5. Dezember 2016 um 09:55 Uhr

Katastrophale Fehlentscheidung!

Bisher war die Tagesschau und besonders tagesschau.de meine primäre Informationsquelle (und Startseite meines Browsers). Leider habe ich nur zufällig aufgrund eines Telefonates gestern mit meinem Vater von der Festnahme des 17 jährigen (?) afghanischen Flüchtlings gehört!
Die Tat kam bei uns (wohne in BaWü) häufig im Radio (SWR), aufgrund der unglaublichen Brutalität und der Tatsache, dass ein hoffnungsvolles Leben ausgelöscht wurde. Dann wurde der Fall vor kurzem noch in “Aktenzeichen XY” erwähnt. Das hatte doch schon längst keine regionale Bedeutung mehr! Da musste ich gestern erst auf der Homepage der Bild-Zeitung nachlesen, was sich ereignet hat (dort “Top-Thema”).
Dann noch eines: Es kamen hunderttausende junge Männer mehr Flüchtlinge als Frauen, wie soll das enden? Das war nicht der letzte Mord/Vergewaltigung durch Flüchtlinge!

84: Heinz:

5. Dezember 2016 um 09:56 Uhr

Wenn ein deutscher Student aus Freiburg sowas einem Flüchtling antun würde. Sagen wir mal einer aus Syrien abstammenden Frau aus einem Flüchtlingsheim ca. 19 Jahre alt.
Würde so ein Fall dann die Relevanz erhalten, dass man eher darüber berichten würde?

“Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse. Da zählt ein Mordfall nicht dazu.”

Na dann gute Nacht Tagesschau! Wenn ich in den Nachrichten um 20:15 Uhr von einem Sack Reis erfahre, der in China umgefallen ist, aber von einem Mordfall nichts erfahre, der in Deutschland passierte, dann ist das also ein relevanteres Ereignis. Alles klar. Dann kann ich den TV auch auslassen. Bevor man von internationalen total unwichtigen Dingen berichtet, sollte man doch erst einmal die lokalen wichtigen Dinge berichten.
Wenn ihnen so ein Mordfall nicht wichtig genug erscheint, haben sie den falschen Beruf gewählt.
Auf solche Medien verzichte ich gerne.

85: Hanna:

5. Dezember 2016 um 09:56 Uhr

Liebe Mit-kommentatoren ;)

Um etwas zeitlich in die Vergangenheit zu gehen, die einzelnen NSU Morde wurden bis zur Aufdeckung des NSU Trios auch nur wenig oder gar nicht auf tagesschau.de publiziert. Erst als sie dann politisch und gesellschaftlich relevant wurden, wurde über sie berichtet.

Dahin ist die Redaktion hier mit der nicht bis wenig Erwähnung des Falles in Freiburg einzig ihrer bisherigen Linie treu geblieben.

Tagesschau.de gehört für mich nachwievor zu den objektiven und gut recherchierten Nachrichtenseiten, die ich zur Meinungsbildung *mit* heranziehe. Ich schätze gerade die eher zurückhaltende Art, die nicht versucht aus jedem Kriminalfall Kapital zu schlagen.

86: Sebastian:

5. Dezember 2016 um 09:57 Uhr

Ich glaube, hätte ein 17 jähriger Neonazi, ein 19jähriges Flüchtlingsmädchen vergewaltigt und getötet, dann wäre es sehr wohl in der Tagesschau gekommen vermutlich sogar 3-4 Tage, ohne große Erklärung und Prüfung und viele Politiker hätten sich zu Wort gemeldet.
Die Einschätzung der ARD ist nicht nachvollziehbar.
Ich glaube es gab politischen Einfluss, dass man die populistische Stimmung nicht weiter anfachen möchte, daher hat man es lieber “klein” gehalten.

87: Hans Unger:

5. Dezember 2016 um 09:58 Uhr

Ich habe kein Verständnis über diese Nichtberichterstattung. Wäre der Mord aus der rechts-oder linksradikalen Ecke erfolgt hätte die Tagesschau garantiert dies aufgegriffen. Und so nebenbei, der zweite Mord ist bis heute noch nicht aufgeklärt. All das hat ein sehr übles politisches Geschmäckle.

88: K. Beh:

5. Dezember 2016 um 09:58 Uhr

Ihre Darstellung ist unglaubwürdig. Sie haben die Chance verpasst einen schwerwiegenden Fehler einzugestehen. Stattdessen versuchen Sie mit vermeintlichen Kriterien zu argumentieren, die für jeden einigermaßen objektiven Leser als Scheinargumente erkennbar sind. Leider zieht sich diese fast schon peinliche Vorgehensweise seit einigen Monaten wie ein roter Faden durch Ihre Berichterstattung. Damit werden Sie dem Anspruch eines unabhängigen Journalismus nicht mehr gerecht. Sie treten das Erbe von Friedrichs “… Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten ..” mit Füssen. Daß bereits Millionen Menschen nicht mehr bereit sind dies auch noch finanziell zu unterstützen zeigt die hohe Anzahl der Beitragsverweigerer.
Ich wünsche mir wieder eine Berichterstattung, auf die ich mich verlassen kann. Zur Zeit muß ich wichtige Informationen mehrfach abgleichen um ein aussagefähiges Bild zu bekommen.

89: Hermann:

5. Dezember 2016 um 10:00 Uhr

Weshalb berichten Sie dann z.B.tagelang über Bautzen, über einen explodierten Böller an einer Moscheetür und den darauf folgenden Mahnwachen?
Nee, nee, es war in diesem Fall einfach der falsche Täter, Sie machen Nachrichten im Sinne der Regierung und das nicht erst seit Freiburg.

90: Koelle-am-rhing:

5. Dezember 2016 um 10:01 Uhr

Herr Gnifke,
das Hauptproblem ist, dass die Gebührenzahler nicht zu Unrecht mitbekommen, dass über die Probleme der Masseneinwanderung in der ARD gezielt (!) geschwiegen wird. Dazu gehören auch die Fälle in Freiburg.
Über die Grossrazzia in Garmisch im Migrantenheim aufgrund des Hilferufes der Bürgeemeisterin: kein wort.

Sexuelle Belästigung im Münchner rathaus auf einer 18-jahr Feier: nix.

Als Bürger kann man aber in anderen Medien darüber lesen. Nur nicht bei Ihnen. Und das ist KEIN zufall.

Ein Einzelfall mag nicht erwähnenswert sein, aber die Masse machts und sie berichten auch über andere wirklich unrelevanten Themen wie Waldbrände irgendwo in der Welt.

Das Problem Herr Gnifke ist, dass die ARD aus politischen Gründen einseitig berichtet. Sei es beim Brexit, bei den US-Wahlen,bei den österr. Wahlen, bzgl. Konservativer Parteien usw.

Leider muss ich Ihre “Erklärung” damit als vorgeschoben betrachten.

Bitte treten Sie wg dieser tendenziösen Ausrichtung zurück

91: Andreas Krupp:

5. Dezember 2016 um 10:02 Uhr

… jeder Stein der gegen ein Flüchtlingsheim fliegt ist für Sie relevant. Sie messen seit Jahren mit zweierlei Maß.
MfG,
A. Krupp

92: Hybris:

5. Dezember 2016 um 10:03 Uhr

Sind Sie ganz sicher,
dass sie über einen deutschen minderjährigen Täter, der ein Flüchtlingsmädchen entführt, missbraucht und tötet ebenfalls nicht berichtet hätten ?
Leider bin ich mir sicher, das die Antwort “Nein” lautet.
Man kann auch die Mehrheitsgesellschaft gezielt diskriminieren/desinformieren.
Ich werde keine GEZ mehr zahlen.

93: Malor:

5. Dezember 2016 um 10:03 Uhr

Der Unterschied bei der Ermordung eines Flüchtlings durch einen Pegida-Anhänger bestünde in der Motivation. Ein politisch motivierter Mord wäre Terrorismus. Der Versuch, politische Ziele durch die Begehung von Verbrechen zu erreichen, ist für eine Demokratie grds. gefährlicher, also von höherer Bedeutung als ein sexuell motivierter Mord. Daneben finde ich es aus Gründen der Rechtstaatlichkeit sinnvoll, weniger von insb. sehr frischen Festnahmen (Polizei hält Täterschaft für wahrscheinlich) zu berichten, mehr von Anklagen (Staatsanwaltschaft sieht Schuld als erwiesen an) oder Urteilen (Gericht sieht Schuld als erwiesen an).

Gibt man “Mord” in die Suchmaske bei Tagesschau.de ein, sieht man auch, dass die Tagesschau tatsächlich wenig über nicht politisch motivierte Morde berichtet. Falls sie es tut dann meistens erst dann, wenn eine politische Konsequenz aus dem Mord gezogen wurde.

Insofern durchaus nachvollziehbar, jedenfalls wenn man nicht die gesamten Auswahlkriterien missbilligt.

94: Dirk Grote:

5. Dezember 2016 um 10:05 Uhr

Über Freital in Sachsen wurde mehrfach mehr als ausführlich berichtet – es waren ja die bösen Rechten.

Beim Mordfall von Freiburg fehlt die Relevanz?

Und Ihr wundert Euch, dass man Euch “Lügenpresse” nennt?

95: Susanne Haas:

5. Dezember 2016 um 10:06 Uhr

Wunderbar, nur weiter so. Es sollte sich niemand von dem Wahlergebnis in Österreich einlullen lassen. Solche Statements wie oben von dem Tagesschau Verantwortlichen sind Wasser auf den Mühlen der Rechtspopulisten. Wobei was ist ein Populist? Shakespeare definierte ihn wie folgt: “Eine Populist nennt einen Spaten Spaten und eine Katze Katze” hm…
Auf jeden Fall bei uns im kommenden Jahr gewählt. Macht weiter so Tagesschau, unterschätzt weiterhin die Polizisten, die alles zu Hause und im Freundeskreis oder Stammtisch erzählen, was sie in der Schicht täglich erleben und ignoriert Herrn Wendt von der PolGew, dann gebt ihr die besten Steilvorlagen und liefert den roten Teppich für den Wahlerfolg derer, die man eigentlich nicht haben will! Klasse gemacht Tagesschau, well done! :-(

96: Mischpoke W.:

5. Dezember 2016 um 10:07 Uhr

@63: StöRschall
>>> Gäbe es eine “Lügenpresse” würden Sie und ich doch gar nicht wissen, dass es sich um einen minderjährigen Flüchtling als Tatverdächtigen handelt.
.
Sie vergessen, dass mit Lügenpresse vor allem die ÖR-Medien gemeint sind.
Und Sie vergessen, dass es noch tatsächlich andere, weniger manipulative Medien gibt, die nicht den politisch gesteuerten Mainstream verkörpern.

97: Rafael:

5. Dezember 2016 um 10:08 Uhr

Ich danke für diese Selektion und möchte auch in Zukunft nur allgemein relevante Informationen über die Tagesschau verbreitet wissen.

98: Bernd Trilling:

5. Dezember 2016 um 10:08 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

politisch links verortet und im örtlichen Asylkreis aktiv, habe ich sofort nach der ARD-Nichtmeldung auf diversen Plattformen gepostet:

„Die Privatsender N24 und n.tv übertrugen heute ab 15:00 Uhr die Pressekonferenz der Freiburger Polizei live. Auf dem öffentlichen Sender PHOENIX konnte man derweil „Wilde Heimat – Der Sommer“ betrachten. Um 15:10 Uhr überschlugen sich auf Twitter und den von mir gefühlt 20 regionalen und überregionalen Zeitungen und TV-Sendern die aktuellen Meldungen.

Spätestens nachdem in den ZDF-Heute-Nachrichten um 19:15 Uhr die Kurzmeldung ausgestrahlt wurde, hätten die ARD-Verantwortlichen ihre Entscheidungsbegründung „besonderer Schutz der Jugendlichen“ überdenken müssen. Wasser auf die Mühlen von Pegida und AfD!“

Nach Ihrem Statement füge ich hinzu: …

99: Formosa51:

5. Dezember 2016 um 10:09 Uhr

Die Begründung der Nichtmeldung wegen des Regionalitätsbezuges ist doch offensichtlich mehr als hilflos an den Haaren herbeigezogen, da durch viele andere regional gesendete und oftmals triviale Meldungen der ARD jederzeit leichtens widerlegbar.

Mit dem Verschweigen des Mordes & der hilflosen Begründung wird der Beitragszahler offensichtlich bevormundet & für naiv gehalten.

Viel naiver ist jedoch des Verschweigen des Mordes, da auf diese Weise rechtsradikale Strömungen in unserer Gesellschaft förmlich herrangezogen werden.

Den gleichen großen Fehler begehen unsere “etablierten” Parteien seit Beginn der Flüchtlingskrise, so dass man daraus schlussfolgern kann, wer den hier Einfluss auf diese Entscheidung des Senders ausgeübt haben könnte….

100: Bernd Trilling:

5. Dezember 2016 um 10:10 Uhr

Nach Ihrem Statement füge ich hinzu:

Sie argumentieren, der Mordfall sei kein gesellschaftlich, national und international relevantes Ereignis und verweisen auf die jährlich rund 300 Morde. Da haben Sie recht. Gesellschaftlich relevant sind aber die absehbaren Wirkungen einer solchen Meldung! Und die spielten bei Ihrer Entscheidungsfindung sicherlich auch eine Rolle. Darüber hätte ich in Ihrer Stellungnahme gerne ein paar Sätze gelesen.

Fazit: In Zeiten der blitzschnellen Nachrichtenverbreitung über Twitter und Co. Online-Diensten von in- und ausländischen Zeitungen bzw. TV-Sendern bewirkt die Unterdrückung einer Meldung das Gegenteil!

Mit freundlichem Gruß
Bernd Trilling

101: Ju:

5. Dezember 2016 um 10:11 Uhr

Als gebürtige Freiburger kann ich nur sagen, dass ich auch vor 25 Jahren mit ungutem Gefühl alleine auf einsamen Wegen unterwegs war. Auch damals hatten wir berechtigte Angst vor Überfällen, da hat sich nicht wirklich etwas geändert seit 2015…nur wurde damals nicht über jeden Vorfall so ausführlich überregional diskutiert, da es kein Internet gab. Sind wir mal ehrlich – die meisten Menschen bekommen ihre Informationen aus dem Internet-egal ob die Tagesschau darüber berichtet oder nicht. Unabhängig davon, woher der Täter kommt – es ist und war schon immer schrecklich, dass Menschen zu einem solchen Verbrechen fähig sind.

102: Riki tiki tik:

5. Dezember 2016 um 10:13 Uhr

Ich finde die Erklärung von H. Kniffke gut und nachvollziehbar.
Natürlich macht es die Tagesschau angreifbar, wenn ausgewählt wird, über was berichtet und über was nicht.
Aber, und das ist doch der Punkt, diese “Angreifbarkeit” besteht immer.
Wird über diesen Mordfall nicht berichtet, dann unterdrückt die “Lügenpresse” die Wahrheit. Berichtet sie darüber, ist es ein weiterer Fall von der “Islamisierung des Abendlandes”.
Die Tagesschau kann schreiben was man will, entweder entspricht dem eigenen Weltbild oder nicht.
In der heutigen Zeit kann sich jeder die Nachrichten raussuchen, die zu seiner Weltsicht am besten passen.
Damit muss man leben.

Weiter unten in den Nachrichten wird über sexuelle Gewalt an Flüchtlingen geschrieben, mit einer Beschreibung, dass ein (vermutlich) deutscher Mitarbeiter des “Deutschen Roten Kreuzes” ein 12jähriges Mädchen versucht hat, zu vergewaltigen. Sollen wir jetzt das DRK deswegen verbieten?

103: Die Wahrheit bitte!:

5. Dezember 2016 um 10:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

auf einen Schwarzen Kanal 2.0 können wir gerne verzichten.
Leider ist es schon soweit, daß ich mich bei ausländischen Medien informiere!
Klingelt es da nicht langsam?

mfg

104: Connerac7:

5. Dezember 2016 um 10:13 Uhr

Der letzte Satz des Statements von Herrn Gniffke spricht für sich: die Tagesschau will offenbar Nachrichten “machen” anstatt objektiv zu berichten. Darum wohl auch in derselben Sendung 3
Minuten “relevante” Berichterstattung über eine Aktion von Sioux-Indianern gegen einen Pipeline-Bau in Dakota. Das ist ja fast so wie früher die
Aktuelle Kamera des DDR-Fernsehens mit ihren gefilterten und selektiven Nachrichten.

105: Landius:

5. Dezember 2016 um 10:15 Uhr

Ich finde es ehrlich gesagt unglaublich, mit welcher Penetranz die öffentlich-rechtlichen ständig schlecht geredet werden.
Für die abendliche Tagesschau die Nachrichten auszuwählen, stelle ich mir schwierig vor. Gerade die doch sehr begrenzte Sendezeit führt doch dazu, dass man immer Nachrichten weglassen muss, wenn man über andere Themen berichtet. Das ist ja keine Zeitung, in der man sehr viel mehr Platz hat und nahezu über alles berichten könnte.

Für ein Publikum in ganz Deutschland sind dann schnell andere Sachen wichtiger, z.B. das Thema Tengelmann, von dem ein paar tausend Arbeitende in Deutschland direkt betroffen sind. Da finde ich auch ein einzelnes Verbrechen (so schlimm es auch ist), persönlich weniger wichtig.

Die meisten Foristen hier finden das Thema doch selbst nur deswegen wichtig, weil der Verdächtige ein Flüchtling ist. Wäre er beispielsweise ein Hesse, wäre es ihnen egal.
Schön, dass die Redaktion neutrale Maßstäbe anlegt und vor allem auch bei ihnen bleibt.

106: Dichter:

5. Dezember 2016 um 10:18 Uhr

Wieso berichtet dann die Tagesschau darüber, dass ein oder mehrere Flüchtlinge sich mit Deutschen geprügelt haben – bzw. von Deutschen angegriffen wurden (nie das Gegenteil gehört oder gelesen…)? Wieso sollte die Tagesschau denn bitte über eine Schlägerei berichten?

107: Donkey Pie:

5. Dezember 2016 um 10:18 Uhr

Ich kann die Erklärung von Herrn Dr. Gniffke nicht akzeptieren. Die Tagesschau berichtet sehr wohl auch über regionale Themen. Wenn ein paar Leute in Hintertüpfingen einen Bus mit Flüchtlingen anpöbeln, wird daraus sogar ein Aufhänger gemacht.

Und das die Berichterstattung der Sylvestergeschehnisse tatsächlich als Beweis für ausgewogene Berichterstattung angeführt wird, kann ja wohl nicht wirklich ernst gemeint sein!?!

108: Jürgen Zipperle:

5. Dezember 2016 um 10:19 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Ihre Stellungnahme überzeugt mich nicht.
Sie sagen daß Mordfälle grundsätzlich in der Tagesschau nicht thematisiert würden.

Aber warum wird dann regelmäßig von niederschwelligeren Delikten wie z.B. Sachbeschädigungen, Körperverletzungsdelikte z.T. sehr ausfürlich berichtet, wenn sie sich gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen richten (z.B. Asylbewerber, Flüchtlinge)?

Warum verkneift man sich die wirkliche Erklärung warum nicht informiert wurde?
Weil es nicht ins politische Bild paßt!

109: H.B.:

5. Dezember 2016 um 10:20 Uhr

Ich bin voll auf der Seite der Tagesschau. Und ich finde es auch in keiner Weise zynisch, einen Mord als nicht “relevant” genug für eine deutschlandweite Nachrichtensendung einzustufen. Wer sich an der Beschauung von Kriminalfällen ergötzen möchte, findet doch bei RTL u.ä. genügend Berichte. Weiter so TS, lassen Sie sich nicht von der polemsichen Stimmung in Deutschland das journalistische Handwerk versauen!

110: klausrentel:

5. Dezember 2016 um 10:21 Uhr

es handelt sich um einen tatverdächtigen, (noch) nicht um einen täter. das macht erstmal einen unterschied.

111: popeye:

5. Dezember 2016 um 10:21 Uhr

..so kann der Vorwurf der Vertuschung bestens untermauert werden. Leider steht die TS in vorderster Front bei diesen Bemühungen. Die AfD kann sich freuen.

112: Joachim:

5. Dezember 2016 um 10:22 Uhr

Als vor einiger Zeit ein Asylbewerber in Dresden erstochen aufgefunden wurde, war das sofort in den Medien. Unter anderem die Tagesschau berichtete darüber und mit Pegida war auch sofort ein Schuldiger gefunden. Als die Polizei dann den mutmaßlichen Täter vorweisen konnte, der selbst Asylbewerber war, war das öffentliche Interesse plötzlich erloschen.

Und jetzt soll dieser Fall keine innenpolitische Relevanz haben?!
Es ist doch offensichtlich, dass Straftaten, die von Asylbewerbern begangen werden, ganz massiv unter den Tisch gekehrt werden sollen. Das ist sowohl im Bereich der Kleinkriminalität so als auch bei Kapitalverbrechen.

113: Waldemar Rimmel:

5. Dezember 2016 um 10:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

mit diesen Aktionen spielen Sie denen in die Hände, die Sie und andere Medien als Lügenpresse bezeichnen. Ich finde dass das “Unter den Teppich kehren” eine total fasche Strategie ist – und in der Tat, wenn diese abscheuliche Tat von einem AfD-Mitglied od. einem Mitglied einer rechtsgerichteten Organisation begangen worden wäre, hätten wir nicht nur in der Tagesschau, Riesen-Schlagzeilen gehabt.
Traurig, dass unsere Medien offensichtlich nicht mehr unabhängig und neutral berichten können.

114: Andreas vom Scheidt:

5. Dezember 2016 um 10:25 Uhr

Die Erklärung nehme ich zur Kenntnis, kann sie aber in keiner Weise nachvollziehen. Jeder der wollte konnte feststellen wie groß das Interesse an den beiden Tötungsdelikten in Südbaden war und ist. Viele haben mit großer Anspannung die Meldungen verfolgt und die überwiegende Mehrheit dürfte gehofft haben, dass die Taten schnell geklärt werden. Sie haben sicher recht, dass nicht alles was bei anderen Nachrichtensendern Anlass für eine Sondersendung ist, auch tatsächlich von allgemeinem Interesse ist. Dennoch müssen Sie sich die Kritik schon gefallen lassen, dass Ihre Bewertung einfach falsch war. Weder die Rücksicht auf die Opferfamilien, dazu zählen für mich auch die Gastfamilie und die Familie des Täters noch die Rücksicht auf den Jugendlichen Täter sind überzeugende Argumente.
Seit vielen Jahren informiere ich mich zunehmend bei anderen Nachrichtensendern z.B NTV, N24, CNN u.a. Um aktuelle Meldungen zu erhalten, weil die ARD nicht zeitnah oder wie in diesem Fall gar nicht berichtet.

115: Fridoline:

5. Dezember 2016 um 10:26 Uhr

Es ist geradezu lächerlich, dass hier ständig der Begriff der “Lügenpresse” bemüht wird. Die Mitkommentatoren sollten sich darüber Gedanken machen, was bereits rw (Kommentar 67) geschrieben hat: Wenn auch alle 13000 Kindesmisshandlungen in der Tagesschau thematisiert werden würden, wäre jeglicher Platz für die Nachrichten aus z.B. Syrien ausgeschöpft. Die ARD müsste zum ausschliesslichen Nachrichtensender mutieren.
Aber die dortigen Ereignisse, z.B. in Aleppo scheinen viele in diesem Blog eher kalt zu lassen, wird die Diskussionsebene hier doch immer mehr auf die Frage danach reduziert, warum nicht von einem Morsfall berichtet wird, der von einem Flüchtling begangen wurde. Wäre es ein Deutscher ohne Migrationshintergrund gewesen, gäbe es hier wohl kaum eine solche Resonanz.
Vielleicht soll die ARD auch mal über jeden einzelnen gewaltsamen Tod aus Aleppo berichten. Die Ignoranz vieler Kommentatoren hier ist wirklich erschreckend!

116: Thorsten Terweiden:

5. Dezember 2016 um 10:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke
Sicherlich sollten Sie nicht nur ihre Vorgehensweise verteidigen. Etwas Selbstkritik wäre angebracht. Sie haben die Relevanz dieses Falles falsch eingeschätzt und ich gebe einem der Kommentare recht, dass man den Rechten in die Hände spielt, wenn man nicht auch über solche Fälle berichtet.
Über den Mordfall der Freiburger Studentin Maria habe ich am 2. Dezember von einem jungen Chinesen während einer Geschäftsreise in China erfahren.
Dieser junge Chinese hat in Freiburg studiert und dort seine chinesische Frau kennengelernt (die dort Medizin studiert hatte).
Mein Punkt ist, dass es mir seltsam vorkommt, dass ich trotz regelmäßigen Konsums von öffentlich-rechtlichen Medien nichts von dem Fall wusste und erst durch eine zufällige Begegnung in China erfahren habe. Mein Eindruck ist, dass dieser Fall im Ausland sehr große Beachtung findet.
Ich werde mich definitiv in Zukunft noch mehr über privatwirtschaftliche sowie soziale Medien informieren.

117: Lichtspiele:

5. Dezember 2016 um 10:29 Uhr

Ich denke, die Debatte, die “überregional” zu diesem schrecklichen Geschehen geführt wird, zeigt, dass es sich bei der Entscheidung der Tagesschau um eine Fehleinschätzung handelt.

118: Hans:

5. Dezember 2016 um 10:32 Uhr

Wenn die Kritiker der Entscheidung eh schon alles wissen, wieso regen sie sich so auf? Schon der hier oft zitierte Vergleich zwischen einem UMF und PEGIDA ist total schräg. Wie die ganze Debatte … Mord ist Mord und die Tagesschau arbeitet sehr gewissenhaft und professionell!

119: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 10:37 Uhr

Im Mai dieses Jahres wurde eine chinesische Studentin in Dessau Opfer eines Sexualmordes. Täter war ein deutsches Paar.

Hat die Tagesschau darüber berichtet?

Es gab im Jahre 2015 13 Sexualmorde in Deutschland.

Hat die Tagesschau über auch nur einen davon berichtet?

Im Jahre 1991 gab es 41 Sexualmorde. Also fast jede Woche einen.

Hätte die Tagesschau darüber berichtet, also wöchentlich einmal, so wäre eine Hysterie im Lande ausgebrochen.

Die Eltern des ermordeten Mädchens haben übrigens dazu aufgerufen, für einen Verein zu spenden, der in der Glüchtlingshilfe tätig ist.

Das sollte all diejenigen beschämen, die versuchen, diesen Fall für ihre fremdenfeindliche Agenda zu instrumentalisieren.

Wird es aber wahrscheinlich nicht, denn schamlose Menschen sind schwer zu beschämen.

120: Josef Wein:

5. Dezember 2016 um 10:38 Uhr

Verehrter Herr Dr. Gniffke,
ich unterrrichte seit 30 jahren junge Menschen bis zum Abitur in Freiburg und habe bisher immer die öffentlichen Medien verteidigt gegen den plumben Vorwurf der “Lügenpresse”.
Ich werde zwar weithin gegen das Label der Lügenpresse argumentieren, aber guten Gewissens kann ich nicht mehr die “Tagesschau” gegen den Vorwurf des gezielten Verschweigens und der Manipulation verteidigen. Wie soll ich meine Schüler auch vom Gegenteil überzeugen?
Besonders erschüttert bin ich von der so absurden wie tumben Rechtfertigung, der regionalen Relevanz. Der Fall “Tugce” in Offenbach z.B. und die vielen kleinen Regionachrichten aus dem Ausland straft die Rechtfertigung Lügen. Oder sind Sie und Ihre Kollegen schon so weit weg von der Realität, dass man sich ohne schamrot zu werden in die eigene Tasche lügt?
Warum muss ausgerechnet die Tageschau durch ihr Verhalten Leute reflexartig zur AfD treiben!

121: Stimme:

5. Dezember 2016 um 10:39 Uhr

Gestern gab es einen Bericht über Fidel Castros Beisetzung, in dem nichts anderes gesagt wurde, als das ein Verstorbener beigesetzt wurde. Natürlich war sein Ableben sehr relevant, aber ist es auch noch relevant, dass er beigesetzt wurde, wie es alle Verstorbenen werden?

122: Rudolpho:

5. Dezember 2016 um 10:40 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

diese Stellungnahme ist einfach nur erbärmlich. Wie oft berichten Sie in der Tagesschau über weniger wichtige Ereignisse der Welt. Wie oft wurde schon über Tötungsdelikte berichtet? Machen Sie ihren Job und informieren Sie die Leute korrekt. Gerade bei solch einem brisanten Hintergrund sollte transparent und Aufklärung erfolgen. Sie erschaffen den Nährboden für Populisten und Hetzer. Danke für Ihr Totalversagen!! Warum die Leute nur kein Vertrauen in die Presse haben und dann “Lügenpresse” skandieren?? Bestimmt wegen solchen intellektuellen Eliten, die Denken, dass Sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben!

123: Weinmann:

5. Dezember 2016 um 10:40 Uhr

Wenn man schweigt, muss man nicht lügen.
Natürlich fühl ich mich als GEZ Zahler manipuliert,wenn solche relevanten Meldungen unter den Tisch gekehrt werden. Ich wohne 300km von Freiburg entfernt und habe sehr wohl die Nachrichten zeitnah verfolgt, von den Ermittlungen bis hin zur Klärung des schrecklichen Falls.

124: Anna:

5. Dezember 2016 um 10:41 Uhr

Liebe Nachrichten-Auswähler.
Fussballergebnisse sind also relevant? Klatsch und Tratsch ist schon seit langem in den Nachrichten angekommen. Sportereignisse werden behandelt als wären sie Weltpolitik als hätten sie die gleiche Relevanz. Der Bekanntheitsgrad von Schauspielern reicht, um ihr Privatleben als relevante Information für Millionen zu werten. Ob ein Autoschnellfahrer nicht mehr so schnell fahren möchte ist in aller Breite mit Bildern dokumentiert. Flugzeugabstürze in Südamerika…
Ich kann verstehen, dass im Moment sehr vorsichtig informiert wird über Straftaten von Ausländern und halte es auch für klug, die “gefühlte Gefahr” nicht weiter anzuheizen. Die Statistiken zeigen, dass es tatsächlich nicht notwendig ist, ängstlicher zu sein als vor zehn Jahren. Aber mit Relevanz zu argumentieren kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen.
Liebe Grüße aus Bonn mit der Hoffnung, dass Nachrichten sich befreien werden von Klatsch und Tratsch.
Anna

125: RM:

5. Dezember 2016 um 10:41 Uhr

Ich nenne nur den Fall Tugce als Gegenbeispiel. Hier wurde von Anfang an berichtet.

Warum eine Pipeline in den USA für mich mehr Relevanz hat als der Mordfall in Freiburg? Den Grund kennt wohl nur die Tagesschau Redaktion selbst.

126: psychopath:

5. Dezember 2016 um 10:42 Uhr

liebe tagesschau, ich stimme Ihnen zu.

mein argumentationsverlauf sieht so aus (chronologische reihenfolge):

1) morde gab es immer schon
2) morde wird es immer geben
3) daran werden flüchtlinge nichts ändern
4) und die polizeigewerkschaft wird daran auch nichts ändern
5) und jesus wird daran auch nichts ändern
6) und gott wird daran auch nichts ändern
7) und nicht ein einziger mensch wird daran etwas ändern
8) nicht mal das gesamte universum wird daran etwas ändern.
9) irgendwas halt
10) springe zurück zu 1)
11) egal. weil ja schon zu 1) gesprungen wurde

an die polizeigewerkschaft und an die politiker:
zu unterstellen, mit flüchtlingen würden (potentielle) mörder ins land “geholt” , erfüllt meines erachtens den tatbestand der volksverhetzung und ist nicht nur eine “harmlose” vorverurteilung.

127: Heinrich Zimmerer:

5. Dezember 2016 um 10:44 Uhr

Gesprächswert ungleich Relevanz? Eine merkwürdige Ungleichung, finden Sie nicht?
Nur nebenbei bemerkt: Wenn sie diesen Mord schon in die Reihe von den 300 gewöhnlichen Morden in Deutschland stellen, die angeblich jedes Jahr passieren. Können Sie mir dann bitte noch kurz schreiben, in wie vielen Fällen ein (dringend tatverdächtiger) Minderjähriger eine Erwachsene vergewaltigt UND ermordet? Solche Fälle kann ich berufsbedingt an einer Hand abzählen; aber vlt. wissen sie da ja mehr als ich…

Zudem: Auch Sie haben in der Vergangenheit schon über eine “rape-culture” in muslimisch geprägten Ländern berichtet. Der Zusmannehang zwischen kultureller Prägung und frühem Alter der Straffälligkeit scheint für sie auch nicht relevant zu sein? Fragen über Fragen.

128: Bernd:

5. Dezember 2016 um 10:44 Uhr

Ihren Umgang mit diesem Fall halte ich fuer recht ungluecklich. Dieser Mordfall an sich mag vielleicht “nur” von regionaler Bedeutung gewesen sein, ihn allerdings nirgends erwaehnt zu haben obgleich die anderen Medien darueber berichteten brachte Sie in die Defensive. Nun mussten Sie reagieren aus einer Position der Schwaeche heraus.
Es entstand der Eindruck, dass die Tatumstaende politisch ungluecklich sind, und nicht zu dem Bild passen, wenn Frau Merkel Einwanderer auf diversen CDU-Partteitagsbuehnen die Hand schuettelt.
Anstatt offen zu berichten entsteht der Eindruck man versuche problematische Themen, Umstaende welche die Integration der Fluechtlinge bzw. den gesellschaftlichen Frieden bedrohen koennte auszublenden. Der Effekt, eine Wiederholung von Koeln: Im Nachhinehin laesst sicht Vertrauen in die Medien nur sehr schwer zurueck gewinnen.
Gewollt oder ungewollt, mein Vertrauen in eine objektive Berichterstattung Ihrerseits schwindet weiter.

129: Lisa:

5. Dezember 2016 um 10:47 Uhr

Ich wünschte, so wie hier würde häufiger “diskutiert”. Unter Beachtung gewisser Kommunikations- und Umgangsregeln. Bei der aufgeheizten Stimmungsmache, die zur Zeit in der Social Media herrscht, ist es nämlich nicht mehr möglich, sich mit klarem Kopf eine Meinung zu bilden.
Hier hingegen habe ich viele Argumente gefunden, die mich zum Nachdenken gebracht haben.
Ich bin durchaus der Ansicht, dass es sinnvoll ist, genau abzuwägen, welche Nachrichten auf welche Weise gebracht werden, da sie massive Auswirkungen haben können. Dass dabei Fehlentscheidungen getroffen werden, ist menschlich und es ist trotzdem in Ordnung, daran Kritik zu üben. Dieser Meinungsaustausch hilft bei der Meinungsbildung und es ist nie verkehrt, die eigene Meinung zu hinterfragen und abzugleichen. Nur so bleibt unsere Demokratie lebendig.
Bleibt dabei offen und respektvoll – und vergesst nicht: Auch Menschen mit unterschiedlichen Ansichten können friedlich miteinander leben! Das geht in letzer Zeit oft unter.

130: pelideluxe:

5. Dezember 2016 um 10:49 Uhr

Wieder einmal frage ich mich, nach welchen Kriterien Prioritäten gesetzt werden.

1)Bei jeder EM oder WM werden in der “Tagesschau” und bei “Heute” nicht nur die deutschen Tore gezeigt, sondern auch der Torjubel zu diesen Toren aus verschiedenen deutschen Großstädten.
Torjubel=gesellschaftlich relevant?

2)Jeder etwas größere Waldbrand dieser Welt, jedes etwas größere Erdbeben dieser Welt und diverse Schlammlawinen dieser Welt schaffen es in die Nachrichtensendung.

3)Diverse Verkehrsunfälle schaffen es in die Nachrichtensendung.

usw.

Natürlich kann und soll nicht über jedes Tötungsdelikt berichtet werden, aber in diesem Fall hätte man der BILD Zeitung nicht das Feld überlassen dürfen.

131: StellaRocks:

5. Dezember 2016 um 10:49 Uhr

Ich hätte eine Berichterstattung sinnvoll gefunden. Und zwar mit dem Hauptthema: ein junges Mädchen wurde aus sexuellen Gründen brutal getötet von einem Flüchtling aus Afghanistan. Stattdessen lautet der Haupt-Tenor: man darf jetzt nicht alle Flüchtlinge verurteilen. Hier geht es doch aber um die tatsächlich(!) tote Frau, nicht um vielleicht irgendwo mögliche(!) Intoleranz. Wenn die Tagesschau das mal verstehen würde. Schaut doch mal die Schlagzeile auf Tagesschau.de an: “Politiker warnen vor Stimmungsmache”.

Die Schlagzeile: “Junge Frau von afghanischem Flüchtling ermordet” wäre angemessener und auch neutraler als die reflexartige, vorsorgliche Zurechtweisung. Nur so kann man sich doch auch über eventuelle Zusammenhänge (Culture-Clash, Islam als Religion männlicher Dominanz, Isolation des Jungen, Kriegstraumata u.ä.) Gedanken machen und auch Gefahren diskutieren. Es kann nämlich durchaus sein, dass der Junge nicht einfach nur ein “normaler” Triebtäter war.

132: Christian Junker:

5. Dezember 2016 um 10:51 Uhr

Und ja,es ist ein Unterschied ob ein Fluchtsuchender als Gast in einem Land mordet oder jemand der hier geboren ist. Den einen Mord muss die soziale Gemeinschaft ertragen den anderen Mord ist gefühlt ein Angriff von außen auf eine bestehende Gemeinschaft und deren Werte. Es gibt keine sozialen Gemeinschaften die so etwas mitmacht, ob es jetzt 10 Personen oder 80 Millionen sind.
Die Menschen in Deutschland haben nicht das Gefühl das wir das Flüchtlingsproblem im Griff haben. Negative Auswirkungen der Flüchtlingspolitik werden nicht wirklich thematisiert in Medien und Politik. Flüchtlinge benötigen eine zeitaufwändige Betreuung um diese zu integrieren, das ist aber gar nicht möglich bzw. wird von der Bundesregierung nicht wirklich verfolgt da es finanziell auch gar nicht machbar ist. Die Normalbürger warten ja schon seit Jahrzehnten auf Erhöhung der Ausgaben für soziales um mehr Lehrer einzustelle. Wir sollten nur so viele Flüchtlinge aufnehmen wie wir auch persönlich betreuen können

133: rig2016:

5. Dezember 2016 um 10:52 Uhr

Fadenscheinig ist in meinen Augen die Argumentation der überregionalen Bedeutung. Gestern, am 4.12.16 erschien ein Artikel auf tagesschau.de in dem es über sexuelle Gewalt gegen weibliche Flüchtlinge ging: Was Frauen auf der Flucht erleiden (Link: http://tinyurl.com/zv92z4l)
.
Dort wird einigermaßen detailliert auf die versuchte Vergewaltigung eines Flüchtlingsmädchens durch einen DRK Mitarbeiter in einer Flüchtlingsunterkunft in Höxter eingegangen.
.
Wo bitteschön liegt in diesem Fall die überregionale Bedeutung?

134: Julian G.:

5. Dezember 2016 um 10:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

wenn Sie bis heute nicht verstanden haben, dass die Flüchtlingspolitik und deren Folgen von gesondertem öffentlichem Interesse sind, sollten Sie umgehend zurücktreten. Sie verstärken nur das öffentliche Misstrauen gegenüber den Medien. Sie sollten sich die Erklärungsversuche und Ausflüchte an dieser Stelle sparen und stattdessen Platz für einen Nachfolger machen, der hoffentlich wieder uneingeschrenkte Berichterstattung, auch zum Flüchtlingsthema, zulässt.

MfG
Julian G.

135: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 10:53 Uhr

@Waldemar Rimmel, Kommentar 113

Sie schreiben:
>>wenn diese abscheuliche Tat von einem AfD-Mitglied od. einem Mitglied einer rechtsgerichteten Organisation begangen worden wäre, hätten wir nicht nur in der Tagesschau, Riesen-Schlagzeilen gehabt.<<

Das wäre nur dann der Fall gewesen, wenn es sich um eine politische Tat gehandelt hätte, sie also aus Fremdenfeindlichkeit begangen worden wäre.

Das ist bei Sexualmorden eher selten der Fall.

Bei einem Sexualmord sind Parteimitgliedschaft und Nationalität von Täter und Opfer irrelevant, da das Motiv mit beidem nichts zu tun hat.

136: Forester:

5. Dezember 2016 um 10:54 Uhr

Da hier mehrfach mit der Frage argumentiert wurde, ob die Tagesschau denn bei einem Mord an einem Flüchtling durch einen AFD-Anhänger auch nicht berichten würde:

Doch natürlich würde sie das! Denn dabei würde es sich höchstwahrscheinlich um einen politisch motivierten Mord (= Kategorie Terroranschlag), der selbstverständlich in ein politisches Nachrichtenmagazin gehört.

Gleiches wäre übrigens der Fall, wenn es sich bei der ermordeten Studentin um eine AFD Aktivistin gehandelt hätte und anzunehmen wäre, dass ein afghanischer Flüchtling sie aus politischen Motiven ermordet hat.

137: Jakob Riez:

5. Dezember 2016 um 10:55 Uhr

Warum haben die New York Times, Washington Post und andere Weltmedien dann über dieses “regionale” Thema berichtet?

Warum ist der Tod von Tugce Ihrer Meinung dann ein Unterschied, denn über diesen haben Sie tagelang berichtet?

Warum wird über jede Art von Sachbeschädigung an Flüchtlingsheimen in Ostdeutschland sofort berichtet? Ist dies relevanter als ein Sexualmord eines Flüchtlings?

Ich denke hier wird – wie bei der gesamten Ard – mit zweierlei Maß gemessen- im Zweifel gegegen objektive Berichterstattung, falls es mal aus ideologischen Gründen nicht passt!

138: huel:

5. Dezember 2016 um 10:57 Uhr

Ich kann nicht ganz verstehen, warum die Tagesschau jetzt hier kritisiert wird, weil sie nicht direkt vom Mordfall berichtet hat.
Als der Mord geschehen ist, war doch noch gar nicht klar, dass ein jugendlicher Afghane der mutmaßlicher Täter war.
Hier greift also die umrissene Darstellung, dass die Tagesschau nicht über jeden Mordfall berichtet.

Erst nach neuesten Erkenntnissen in ein Afghane ein Hauptverdächtiger. Und damit scheint die Frage nach der Berichterstattung neu gegeben. Und, wie der Kommentar darlegt, kann man für und wider die Berichterstattung argumentieren.

Vergleiche mit der prompten Berichterstattung von Morde an Ausländern, bei denen das politische Motiv im Vordergrund steht sind an dieser Stelle nicht zulässig.

139: Mensch:

5. Dezember 2016 um 11:02 Uhr

Wenn es doch so ein unwichtiges Thema ist, wieso melden sich dann Vize-Kanzler um vor Stimmungsmache zu warnen?

140: Andrea Liebig:

5. Dezember 2016 um 11:03 Uhr

Liebe Schreiber, liebes Tagesschauteam,ich habe einen Traum.Ich träume davon, dass jede/r von uns es wieder schafft, seinen inneren Reichtum zu behüten oder ggf wiederzufinden; etwas, was heute schwer ist. Ich träume davon, dass wir diejenigen, die hergekommen sind, herzlich aufnehmen und darauf bauen, dass restriktive Regelungen dazu führen, dass sich die Situation in Zukunft verlässich entspannen wird. Denn objektiv könnte unser Land vielleicht mehr Menschen aufnehmen, aber leider leider sind die subjektiven Grenzen unserer Gesellschaft nun erreicht. Das ist traurig (!), aber man muss es hinnehmen für den Frieden in Europa.
Ich wünsche mir, dass wir wieder viel lesen,fröhlich und herzlich im Miteinander sind, auf Gott vertrauen oder auf die Liebe in uns. Dann werden die Diskussionen, die hier stattfinden wieder unwichtig. Ich habe einen Traum: Ich wünsche mir, dass ganz Deutschland, Europa aufsteht und einen Tag lang miteinander singt. Die Hymne des Friedens und des Miteinanders.

141: Gerd Rupp:

5. Dezember 2016 um 11:04 Uhr

Tut mir leid, aber das nimmt Ihnen wirklich nur jemand ab der in seiner political correctness Welt lebt. Mein subjektiver Eindruck:
Sie unterscheiden ganz klar, von wem die Gewalt ausgeht ( natürlich ist jede Gewalt verdammenswert).
Gewalt von rechts: Sondermeldung, Brennpunkt, von links: verharmlosend, relativierend, von Asylanten, Moslem: kommt fast nicht vor, nicht erwähnenswert.

142: Medienflüchter:

5. Dezember 2016 um 11:05 Uhr

Nach ZDF- nun auch ARD- Nachrichten……=tabu!!!!

143: Detlef Jösch:

5. Dezember 2016 um 11:06 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

vielen Dank für Ihre offenen Worte und diesen Beitrag. Auch wenn ich nicht in allen Fällen Ihrer Meinung bin, was die Sensibilisierung einer Meldung in der Tagesschau, im Zusammenhang mit den wachsenden Ängsten der Bevölkerung, angeht – so bin ich doch auch erschrocken, dass eine professionelle Redaktion die Gefahr von rechts nicht erkennt wenn solche brisanten Meldungen in der besten Sendezeit nicht zur Ausstrahlung kommen.

Bitte beantworten Sie mir eine Frage – diese aber bitte ehrlich!

Wäre die Tagesschau Meldung ggf. gesendet worden wenn es sich bei den polizeilichen Ermittlungen um einen Täter aus der rechten Szene gehandelt hätte?

Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir diese Frage offen und ehrlich beantworten.

Ihr
Detlef Jösch

144: Hermann M.:

5. Dezember 2016 um 11:07 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, mit der Unterlassung der Meldung und Ihrer “Klarstellung” haben Sie der Tagesschau keinen guten Dienst erwiesen. Journalismus in einer Demokratie hat sachlich und neutral über Vorgänge, z.B in unserem Land, zu berichten. Leider ist festzustellen, dass unter Ihrer Führung die Tagesschau als Beispiel für guten Journalismus immer weiter an Ansehen verliert.
Darüber sollten Sie mal ernsthaft nachdenken.

Mit freundlichen Grüßen.
H.M

145: f.b:

5. Dezember 2016 um 11:08 Uhr

Das Wort Lügenpresse bekommt immer mehr Nahrung von den eigenen Medien, wenn sie auch nur verschweigen was ihnen von oben diktiert wird, was in unserer politischen Landschaft nicht passt, wird verschwiegen. Ich hoffe, dass immer mehr Menschen begreifen, wie sehr unsere Medien von unseren Politikern missbraucht und ausgenutzt werden. Es wird Zeit, diesen Drahtziehern die Quittung bei der nächsten Wahl zu geben. Es wird Zeit dem Wort Pressefreiheit wieder eine Geltung zu verschaffen.

146: Fugel:

5. Dezember 2016 um 11:10 Uhr

Das sollen wir glauben?
Ich mag mir gar nicht ausmalen, was berichtet worden wäre, wenn eine afganische Migrantin das Opfer und ein Deutscher der Täter gewesen wäre… Lichterketten, Demonstrationen gegen rechts, Herr Kretschmann nebst Herrn Gauck und anderen Vertretern der Bundesregierung wären zur Beerdigung gekommen…
Es ist deutlich sichtbar, dass mittlerweile mit zweierlei Maß gewertet wird.

147: Barfüsser:

5. Dezember 2016 um 11:11 Uhr

Mir machen nicht die Einzelfälle von kriminellen Migranten Angst (ich bekomme ja auch nicht vor allen Sozialhilfeempfängern Panik, wenn in der Zeitung wiederholt ein Hartz 4-Empfänger als Straftäter benannt wird), sondern die, die alle Probleme mit jenen beharrlich leugnen und alle(!)diejenigen, die diese Probleme benennen in die fremdenfeindliche Ecke stellen. Denn die erst besorgen dem ultrarechen Spektrum die Argumente und den Zulauf – und DAS macht mir weit mehr Sorgen.

Und – Zitat aus der Begründung:
“…ob sich der Freiburger Fall von anderen Mordfällen abhebt. Dies haben wir nicht so gesehen und deshalb den Tod der jungen Frau nicht gemeldet.”

Heikle Aussage ! Denn die könnte man auch so interpretieren dass sich der Täterkreis nicht von anderen Mordfällen abhob. Es handelte sich hier aber im Einzelfall um einen minderjährigen unbegleiteten Flüchtling. Zudem hat das durchaus am Rande auch überregional-politische Dimensionen…

148: Tobias:

5. Dezember 2016 um 11:12 Uhr

Ich kann die Argumentation der TS nicht nachvollziehen und gehe von gezielter nicht-Berichterstattung aus um keine ungewollten politischen Tendenzen zu unterstützen. Leider geht dieser Ansatz in die falsche Richtung und treibt immer mehr politisch neutrale Bürger ins AfD Lager, die den Vorwurf der Lückenberichterstattung nicht zu unrecht bestätigt sehen. Ich unterstütze im Groben die Flüchtlingspolitik der deutschen Regierung, verstehe aber nicht, dass man den Bürgern nicht zutraut mit Fakten umgehen zu können. Liebe Politiker, liebe Medien. Verkauft uns nicht für dumm. Legt die Fakten auf den Tisch. Lasst die Bevölkerung an euren Entscheidungsprozessen teilhaben. Nehmt uns mit. Bitte versteht, dass die Mehrheit der Deutschen zwar Alylbewerbern Heimat gewähren wollen, aber es nicht wollen, das gedultete und Straftäter durch nicht gestopfte Schlupflöcher hier bleiben können. Lieber jetzt reagieren und konstequent sein, bevor es zu spät ist. Habe Angst vor den Konsequenzen eurer Politik.

149: Kermit:

5. Dezember 2016 um 11:14 Uhr

Ihre absichtliche Nicht-Berichterstattung jetzt mit diesem Schwafel zu entschuldigen, bestätigt mich nur in meinen Beobachtungen, dass sie Teil der Lückenpresse sind.
Geschickt noch einen “erklärenden” Blog hinten angehängt und schon schreiben alle “jaaaaa, genau, der hat ja sooo Recht” und sie haben wieder alle Bauern gefangen.
Toll !

150: herbert2:

5. Dezember 2016 um 11:14 Uhr

Die eigentliche Frage der Ausstrahlung ist für mich schon auch relevant. Hier geht es immer noch um einen jungen Menschen der durch Umstände ums Leben gekommen ist die schon eine eigene Grausamkeit haben. Ist den das Leben gar nichts mehr wert. Auch Politiker die hier nur noch mit der Keule schwingen, als sich mal vor Augen zu halten was wäre wen es das eigene Kind wäre.
Und da in Österreich eine Wahl war, kommt bei mir schon langsam auch ein komisches Gefühl auf, ob da nicht bewusst was ein wenig später gesendet wurde.

151: R.Maier:

5. Dezember 2016 um 11:16 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Gniffke,
leider ist Ihr Statement sehr dürftig wegen dieser Tat ausgefallen. Aber ich habe insofern Verständnis
für Ihre Argumentation.Da Sie Angestellter bei einer öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalt sind müssen Sie natürlich die Meinung der Politiker vertreten.Bei denen ist ja bekanntlich alles in Ordnung was die Flüchtlinge betrifft auch wem dem nicht so ist.Wenn ARD/ZDF ihre sonntäglichen Politshows ausstrahlen sieht man immer die gleichen Personen aus Politik und Presse hauptsächlich Meinungsmacher die der Meinung sind man muß die Zuschauer alle verdummen und ihnen die Meinung eintrichtern die man vertritt.Der einzige der die Wahrheit zu dieser Tat angesprochen hat war der Polizeipräsident von Freiburg. Dieser Mann Hut ab hat die Fakten so geschildert wie diese sich zu getragen haben.Die Frage ist Lügenpresse Ja oder nein.Als Journalist solte man ernsthaft darüber nachdenken warum viele Leute so reden.Oder doch nicht mea culba. Wir bilden die Meinung.

152: Klaus:

5. Dezember 2016 um 11:17 Uhr

Danke für Ihre Stellungnahme. Dennoch kann ich Ihrer Argumentation nicht folgen. Ich schaue täglich die Tagesschau wie auch die Tagesthemen. Hier wurde schon immer über ganz andere „regionale“ Themen mit weitaus weniger Präsenz berichtet. Ebenso bin ich der festen Überzeugung, dass bei einem Mord eines Flüchtlings durch einen Deutschen, in Ihren Nachrichten sehr wohl davon berichtet worden wäre. Es macht mich sprachlos, mit welch unterschiedlichem Maße eine Bewertung zur Berichterstattung in Ihrem Hause stattfindet. Die Frau wurde nicht nur vergewaltigt, sondern anschließend wie ein Stück Müll weggeworfen, was dann zu ihrem Tote führte. Wenn man sich die Nachrichten aus dem Freiburger Raum der vergangenen Wochen anschaut, so häufen sich die Straftaten durch Flüchtlinge enorm. Im Falle von deutschen Tatbeteiligten, würde man augenblicklich von einer neuen rechten Bewegung sprechen und alle Nachrichtenkanäle und Talkshows damit füllen.

153: Elvenpath:

5. Dezember 2016 um 11:18 Uhr

Eine Vergewaltigung mit anschließenden Mord. Vermutlich begangen aus rein persönlichen Motiven.

So was wurde früher nie in den ÖR berichtet.

Im Moment haben wir allerdings das Problem, das rechtsextreme Kreise, Vorfälle in denen Nicht-Deutsche, speziell Muslime mit aller Macht aufbauschen wollen, mit dem Ziel, Fremdenhass zu verbreiten.

Wenn die Meldung gebracht wird, hat man diesem perversen Druck nachgegeben. Bringt man die Meldung nicht (so wie früher), wird man als Lügenpresse beschimpft.

Ganz schwierige Situation. Unsere “besorgten Bürger” haben es geschafft, ein Klima der Angst aufzubauen. Und in diesem Klima der Angst sind solche Meldungen natürlich wichtig.

154: lisa:

5. Dezember 2016 um 11:19 Uhr

ein bitterer Beigeschmack bleibt,liebe Tagesschau-MA..Am Samstag wurde die Pressekonferenz der Polizei und Staatsanwaltschaft in N24 und NTV um 15 Uhr live übertragen..In Aktenzeichen XY im ZDF wurde jüngst über diese grausame Tat berichtet und in vielen auch überregionalen Medien…Das öffentliche Interesse war also groß,warum und wie diese junge Frau zu Tode kam.
Nun stellte sich heraus,dass der mutmaßliche Täter ein Afghane war,der 2015 in unserem Lande eingereist ist..Und viele Menschen haben das Gefühl,dass wegen dem PC nicht darüber berichtet wurde..Wenn man dann wie die ARD von einem regionalen Vorfall berichtet,muss man sich die Frage stellen,warum denn andererseits übe so viele “regionalen” Geschehnisse berichtet wird?Hier habt ihr Euch und vielen anderen Medien mal wieder einen Bärendienst erwiesen und spielt damit auch den Populisten in die Hände…

155: Karin Fleig:

5. Dezember 2016 um 11:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
Ihre Erklärungen kann ich nicht ganz nachvollziehen, aber ich muss mich wohl damit abfinden. Sie sind schliesslich von Ihrem “Arbeitgeber” abhängig.
Sprachlos macht mich jedoch Ihr im Kommentar genannter Satz: “Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten (wobei interessant ist, dass diese Zahl in den vergangenen 15 Jahren DRAMATISCH abgenommen hat).”
Ist es für Sie ein DRAMA, wenn sich die Anzahl der Mordfälle reduziert ???
Mein Vertrauen in die öffentlich-rechtliche Berichterstattung hat wiederum Schaden genommen. Jetzt wird uns nicht nur der Rundfunkbeitrag gesetzlich aufgezwungen, sondern auch noch eine politische Richtung. Armes Deutschland – wohin wirst Du getrieben?

156: Marc S:

5. Dezember 2016 um 11:23 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
die Berichterstattung der ARD über die Silvestervorfälle auch noch als Muster für die tolle Arbeit der ÖR-Medien darstellen zu wollen, kann wohl nur als Witz betrachtet werden.
War es nicht eher so, dass “Focus” und “Kölner Express” schon am 01. Januar darüber berichtet haben und die ARD es bis zum 04. Januar (!!!) scheinbar bewusst verschwiegen hat?
Kann man sogar ganz leicht ergoogeln.
Ich glaub ich steh im Wald…
Am aktuellen Sexualmord in Freiburg kann man erkennen, dass Sie scheinbar nichts aus der Vergangenheit gelernt haben.
Warum hat die “Daily Mail” über diesen Fall ausführlich berichtet? Ist das eine Freiburger Lokalzeitung?

157: F.M.:

5. Dezember 2016 um 11:25 Uhr

Die Verhaftung des Flüchtlings fand letzten Freitag statt. Am gestrigen Sonntag war die Bundespräsidentenwahl in Österreich. Über die Verhaftung wurde von Ihnen nicht berichtet, am Samstag nicht und am Sonntag ebenso nicht. Auch in anderen Medien wurde nicht berichtet. Erst am heutigen Montag steht’s in der FAZ auf Seite 1. Natürlich: da gibt es keine Zusammenhänge. Nein, die Nachricht der Verhaftung wurde von den Medien nicht zurückgehalten. Alles nur Zufall, stimmt’s Herr Gniffke?

158: Hans-Jürgen von Wensierski:

5. Dezember 2016 um 11:25 Uhr

Sexualdelikt Vergewaltigung in der Kriminalstatistik
Bei Vergewaltigungen beträgt der Anteil der nicht-deutschen Täter knapp ein Drittel (ca. 30%), bei einem Bevölkerungsanteil von etwa 9% – ist statistisch also dreimal so hoch (PKS). Altersaufbau und Geschlecht sind bei Ausländern ähnlich verteilt wie bei Deutschen. In verschiedenen Phasen wächst auch der prozentuale Anteil von nichtdeutschen Tätern an der Deliktgruppe Vergewaltigungen: In den Spitzen auf 35,5% (1991), 35,7% (1997), auch aktuell wieder seit 2011 (28,2%) auf jetzt 33,1% (2015). Diese Zeitpunkte sind jeweils auch Daten mit hohen Zuwanderungsquoten bei den Flüchtlingen. Die Prozentanteile sinken bei höheren Quoten an Einbürgerung (z.B. 1997-2000). Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) weist den Zusammenhang von Fallzahlen und Täterzahlen nur ohne den Bezug zu den Bevölkerungsgruppen aus. Im statistischen Durchschnitt entfallen heute 1,2 Vergewaltigungen auf einen Täter; 1990 waren dies noch 1,45.

159: Alsid:

5. Dezember 2016 um 11:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Kniffke,
die Entscheidung, über diesen Vorfall nicht zu berichten, war schon schlimm genug. Ihre Rechtfertigung macht diese Fehlentscheidung zum gesellschaftlichen Supergau: Sie betreiben effektive Propaganda für Rassisten, weit rechts von der AFD!
Offenbar wissen Sie nicht, was landauf, landab diskutiert wird, sonst hätten Sie anders entscheiden müssen. Zumindest hätte Ihre nachgelieferte Erklärung plausibel sein müssen. Die Diskussionsbeiträge zeigen, dass Ihre Argumente nicht überzeugend sind, um es vorsichtig auszudrücken.
Damit sind Sie in meinen Augen mit Ihrem Job überfordert und sollten selbigen schleunigst aufgeben, um weiteren Vertrauensverlust von den ÖR-Medien abzuhalten.
Schlechte Arbeit bleibt schlechte Arbeit, auch wenn eine gute Absicht dahinter steht. Es kann doch nicht sein, dass man zusätzlich Facebook und ähnliche Quellen benützen muss, um sich ein objektives Bild zu verschaffen. Das wäre doch die eigentliche die Aufgabe der ÖR-Medien!

160: Wolfgang Renner:

5. Dezember 2016 um 11:33 Uhr

Ich finde, Journalisten und öffentliche Medien sind der Wahrheit verpflichtet. Der Wahrheit, um es nochmals zu sagen, und sonst nichts. Und wenn der Täter hier in diesem Fall ein Asylbewerber war, dann ist das eben so und muß mit berichtet werden, ansonsten könnte man die Berichterstattung über den Fall gleich ganz unterlassen. Und ich kann nur dringend davor warnen, es mit der Political Correctness zu übertreiben, indem politisch unliebsame Sachverhalte, die aber den Tatsachen entsprechen, unterdrückt, manipuliert oder gezielt verschwiegen werden. Denn das geht garantiert nach hinten los und ist letztlich Wasser auf die Mühlen derjenigen, die Medien und ÖR als “Systemmedien” oder “Lügenpresse” abstempeln.
Im übrigen finde ich die Begründung des Nichtberichtens wegen vorgeblich “nur regionalen Interesses” oder dem angeblich besonderen Schutzbedürfnis des minderjährigen Tatverdächtigen als gelinde gesagt empörend. Es geht hier immerhin um einen Mordfall und nicht um Kleinkriminalität.

161: Marco Wagner:

5. Dezember 2016 um 11:33 Uhr

Sie erklären leider nur formal ihre Entscheidung, nicht sachlich. Mit anderen Worten, Sie reden drum herum.
Morden Rechtsextreme oder Islamisten, wird in der Tagesschau gerne eine “Relevanz” erkannt. Der Grund: Man teilt die zugrunde liegende Meinung, dass dies Probleme sind, die als eigenständige Phänomene thematisiert und bekämpft werden müssen.
Bei Flüchtlingen sehen sie das nicht so. Andere Menschen tun das. Und das ist es, worum es hier eigentlich geht. Und da ich es Ihnen persönlich absolut zu traue, dies selbst zu begreifen, kann ich nur bedauern, dass sie dann nicht auch dazu stehen, sondern es vorziehen, sich hinter gesichtslosen Verallgemeinerungen zu ducken.

162: Inga:

5. Dezember 2016 um 11:33 Uhr

Würden Sie über einen deutschen minderjährigen Täter, der ein Flüchtlingsmädchen missbraucht und tötet ebenfalls nicht berichten?

Über jedes flüchtlingsfeindliche Wort oder Bild berichten Sie mehr als ausführlich – es sind ja “die bösen dummen Rechten”.

Schade um die GEZ, die wir zahlen…

163: Kai Schweder:

5. Dezember 2016 um 11:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke!
Die ARD entwickelt sich zunehmend zum Ersten Deutschen Staatsfernsehen!
Immer wieder wundert man sich über unvollständige Berichterstattung und erfährt dann bei anderen Sendern durchaus interessante, weitere Details.
Ich denke seit geraumer Zeit, dass sich die ARD durch die Politik steuern lässt.
Warum?
Es ist auffällig, dass immer dann, wenn es um Fragen der Flüchtlingspolitik geht und ein Bericht hierfür negativ ausfallen würde, Details weggelassen oder gar nicht berichtet wird.
Bei Talkshows der ARD werden z.B. Politiker der AfD (demokratisch gewählte Partei) grundsätzlich versucht lächerlich zu machen.
Ich kann mich an derartiges Gebaren bei den Grünen seiner Zeit nicht erinnern, obwohl diese sich teilweise wie Schmierlappen gegeben haben.
Die Entscheidung des Nichtsendens mit Rücksicht auf Angehörige zu begründen halte ich für pietätlos. Menschen, die sich die Tagesschau ansehen, wollen informiert sein, was immer weniger gelingt

164: nie wieder spd:

5. Dezember 2016 um 11:37 Uhr

Von Beginn an hat auch die ARD die zahllosen Taten von Rechtsradikalen so sehr ignoriert, dass man vermuten konnte, daß es verantwortliche Journalisten in den Anstalten gab, die den Rechtsradikalismus verharmlosen und fördern wollten. Btw: Wieviel Nazis haben nach 1945 eigentlich bei der ARD Unterschlupf gefunden? Selbst in Ministerien wird sowas ja gerade erforscht. Werner Höfer ist mit Sicherheit nur ein Beispiel dafür. Heute werden die Rechtsradikalen durch eine derartige Berichterstattung unterstützt, wie sie in diesem Fall eben nicht stattfand. In mehreren Fällen sind ARD-Anstalten von den eigenen Aufsichtsgremien gerügt worden wg einseitiger und tendenziöser Berichte, zB über die Ukrainekrise und auch über Syrien. Und Herr Gniffke verkommt hier zum Rechtfertiguns-August der ARD. Aber wenn das seinem journalistischen Anspruch genügt, kann man wohl nichts tun.

165: Eduard:

5. Dezember 2016 um 11:37 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich schäume gerade vor Wut auf Sie und Ihresgleichen! In welch einer Welt leben Sie eigentlich?
Ich zitiere Ihre Aussage: „Da wir für die Tagesschau den Gesprächswert eines Themas aber etwas geringer gegenüber dem Kriterium der Relevanz gewichten, haben wir uns gegen den Mordfall in der Sendung entschieden“

Ich verrate Ihnen etwas! In Zeiten in denen man Angst haben muss, seine Frau allein mit Ihren Freundinnen zum Christkindlsmarkt gehen zu lassen, interessiert es mich einen feuchten Kehricht ob es in Amerika eine „neue Route“ für irgendeine verlauste Pipeline gibt. Vielmehr interessiert es mich brennend, dass der bestialische Mord an einer jungen unschuldigen Frau, die noch ihr ganzes Leben vor sich hatte, aufgeklärt wurde.
In Zeiten mit neuen „Herausforderungen (Flüchtlinge, Eurokrise, Putin usw.) sollten Sie und ihre Kollegen die fragwürdige „Gewichtung“ der Themen überdenken und ggf. anpassen.

Genau aus diesem Grund werde ich AFD wählen!

166: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 11:37 Uhr

@117: Lichtspiele:

>>Ich denke, die Debatte, die “überregional” zu diesem schrecklichen Geschehen geführt wird, zeigt, dass es sich bei der Entscheidung der Tagesschau um eine Fehleinschätzung handelt.<<

Sie sollten sich vielleicht auch mal ansehen, wo, von wem und auf welche Weise die Debatte geführt wird.

Es ist nicht Aufgabe der Tagesschau, sich von den Rechten die Agenda setzen zu lassen.

Was ist mit all den anderen Sexualmorden, die dieses Jahr geschahen? Wo werden die debattiert?

Und wenn nicht, warum nicht?

Und warum wird gerade dieser hier debattiert?

167: Marcel Melzer:

5. Dezember 2016 um 11:39 Uhr

Offenbar konnte Ihre Stellungnahme, sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, die Kriterien für “politische Relevanz” wohl nicht Jedem verdeutlich.

Hier also noch einmal für Alle, die sich jetzt darüber aufregen, dass ein mutmaßlicher Mord durch einen Flüchtling nicht, Gewalt oder Pöbeleien von Deutschen gegen Ausländer aber sehr wohl politisch relevant seien:

Ja, genau so ist es. Ein Gewaltverbrechen wie ein Vergewaltigungsmord ist unserem Rechtssystem entsprechend zu bestrafen. Die Herkunft des Täters ist völlig belanglos. Der Täter ist ein Flüchtling: wollen Sie nun alle Flüchtlinge ausweisen? – Der Täter ist ein Deutscher: Wollen Sie nun alle Deutschen ausweisen? Wie absurd…

Ganz anders Gewalt gegen Flüchtlinge: Menschen nehmen sich hier das “Recht” heraus, gewaltsam oder mit Pöbeleien gegen Menschen vorzugehen, um ihre politischen Überzeugungen kundzutun, die in dieser Gesellschaft keine Mehrheit haben. Insofern gefärdet dieses Verhalten unsere Demokratie und also politisch relevant.

168: Riki tiki tik:

5. Dezember 2016 um 11:41 Uhr

Mal eine Meinung im Bezug auf überregionales Interesse.
So verabscheuungswürdig diese Tat auch ist, so sehr ich auch mit Freunden und Verwandten des Opfers mitfühle….
Besonderes Interesse habe ich an dem Fall nicht. Ich bin nicht direkt betroffen, wohne nicht in der Region.
Ausser das hier wieder eine “Populisten” vs “Gutmenschen” Diskussion hier entbrennt ist dieser Fall nicht von besonderen Interesse.
Ich finde auch die anderen rund 300 Morde in Deutschland (abgesehen von den 20 Morden täglich in Mexiko) zwar schrecklich, aber ebenfalls nicht besonders relevant.
Die Relevanz zieht sich alleine an der vergifteten Spaltung unserer deutschen Gesellschaft hoch. Und an dieser Spaltung haben wir alle als Teil dieser Gesellschafft einen Anteil.
Das jetzt hier ein überregionales Interesse herrscht, liegt nicht am Fall, sondern daran, was wir aus diesem Fall machen.
Manche Verbrechen schaffen es in die TS, andere nicht. Vermutlich je nach dem, wieviel los war.
Keine große Sache.

169: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 11:44 Uhr

Was ist eigentlich das wirkliche Interesse an solchen Mordmeldungen? Es wäre hilfreich, wenn sich das geneigte Publikum da mal ehrlich malchen würde. Denke ich mir so.
Man stelle sich mal die entsprechenden Nachrichtensendungen in USA, Venezuela, China,… vor.

Vielleicht hilft nur noch die tägliche Veröffentlichung einer ausführlichen BKA-Statistik. Opfer, Täter, Motivation, Religion, Herkunftsland etc.? Sollte das Böse tatsächlich aus dem Ausland gekommen sein?
Die BKA-Statistik sagt, dass es keine nennenswerte Zunahme der Kriminalität im Zusammenhang mit den Flüchtlingen gibt. Ob die, gar noch auf alleroberste Anweisung, gefälscht ist? Muss ja doch, irgendwie. Für nicht wenige Deutsche scheint das ein, bei manchen noch uneingestandener Wunsch zu sein.

In D hat es, wiederum laut Statistik, weit über 1000 Angriffe auf Flüchtlingsheime und Ausländer gegeben. Von Deutschen!!! Christen, vermute ich mal, waren da wohl eher nicht darunter.

170: Alexander Tönges:

5. Dezember 2016 um 11:45 Uhr

Ich denke, dass verschweigen – egal aus welchen Gründen – die Menschen in Ihrer Meinung bestärkt, die sowieso glauben, dass es sich bei den öffentlich-rechtlichen Medien um “Lügenpresse” handelt. Regionale Tat – Schutz von Minderjährigen sind doch nur vorgeschobene Gründe. Fakt ist, dass die Tagesschau auch von einem Busunglück in Indien berichtet hat . Ehrlichkeit täte Not und wohlmeinende “Gutmenschen” mit der Selbstzensur im Kopf sprechen gegen journalistische Qualität!

171: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 11:46 Uhr

@127: Heinrich Zimmerer

>>Nur nebenbei bemerkt: Wenn sie diesen Mord schon in die Reihe von den 300 gewöhnlichen Morden in Deutschland stellen, die angeblich jedes Jahr passieren. Können Sie mir dann bitte noch kurz schreiben, in wie vielen Fällen ein (dringend tatverdächtiger) Minderjähriger eine Erwachsene vergewaltigt UND ermordet?<<

Diese Morde passieren nicht angeblich, sondern tatsächlich jedes Jahr, und den Minderjährigen und die Erwachsene trennen zwei Lebensjahre.

Was bezwecken Sie mit solcher Art Kommentar?

172: Dimitri:

5. Dezember 2016 um 11:47 Uhr

Als der Flüchtling Khaled I. in Dresden ermordet wurde, hat tagesschau.de sofort darüber berichtet. Zahlreiche (zu Unrecht erfolgte) Unterstellungen an “Pegida” und “die Rechten” waren zu lesen.

Hier soll es sich um ein rein regionales Ereignis handeln?

Mir drängt sich eher der Eindruck auf, dass Straftaten verschiedener Gruppen unterschiedlich dargestellt werden. Aus erzieherischen, oder besser gesagt, politischen Gründen.

173: Björn M.:

5. Dezember 2016 um 11:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke.

Ihre Argumentation und Rechtfertigung ist grotesk. Gegenbeispiel: Ein junger deutscher Neonazi ermordet eine junge Flüchtlingsfrau auf die gleiche Weise. Diese Nachricht wäre bei Ihnen in den Headlines aufgetaucht und im Nachrichtenticker gelaufen. Dazu eine Talkrunde bei Anne Will, wie sehr PEGIDA und AFD die Atmosphäre in Deutschland vergiftet hätten.

Der Vorwurf der Lügenpresse ist hiermit naheliegend. Es wird nicht mehr berichtet, sondern durch Verschweigen politisch derzeit ungewünschter Zustände manipuliert! Es werden Meinungen kreiert, die Wahrheit kaschiert…

Dazu haben Sie in keinster Weise das Recht noch die Befugnis als steuerfinanziertes Medium. Wenn sich Privatsender eine solch tendenziöse Berichterstattung und Emotionalisierung erlauben, dann ist das deren gutes Recht. Aber Sie als Vertreter eines ÖR Mediums haben einen anderen Auftrag, dem Sie und Ihre Kollegen immer seltener gerecht werden, nämlich “informieren” statt “desinformieren”

174: Daniel Muck:

5. Dezember 2016 um 11:52 Uhr

Als in Dresden Khaled (Flüchtling) umgebracht wurde und sich Politik und Medien sofort sicher waren das es ein Rechter war, berichteten sie live….intensiv…sogar von der Demo für Khaled.
Als es rauskam das es sein Mitbewohner aus Eritrea war, war es dann wieder eine regionale Sache….
Waren denn Heidenau, Freital,Bautzen, Pegida irgendwo, das Dresdner Bürgertreffen (mit nicht einmal 1000 Besuchern) etwa keine regionalen Dinge? Auch hier berichten sie äußerst intensiv….es gab keinen Mord,keine Vergewaltigung und auch keine Opfer tätlicher Gewalt….

Insofern kann ich mich nur schwer mit ihrer Erklärung anfreunden. Ich denke sie sind politisch geknebelt und sie wenden eine Art Selbstzensur an von der sie denken das sie richtig sei.

Ein wenig mehr Neutralität stände den ÖR besser….
Auch wenn es ihnen und den Intendanten nicht gefällt, aber die Menschen wollen endlich wieder die Seriosität und die Souveränität der ÖR zurück…und zwar NEUTRAL, getreu dem Ehrenkodex des Journalismus!

175: Arnold Heisterbach:

5. Dezember 2016 um 11:54 Uhr

Mir tun die Deutschen bzw. die “in Deutschland Lebenden” einfach nur leid. Sie muessen hart arbeiten, um Steuern zu zahlen und diesen ganzen Wahnsinn (inkl. ARD) mitzufinanzieren.
Wenn der Michel dann die Zeitung aufschlaegt oder auf den HPs der “Qualitaetsmedien” oder ARD surft, muss er sich halbinformieren, schreckliche Simplifizierungen ueber sich ergehen, sich erziehen und beschimpfen lassen (z.B. in Syrien kaempfen demokratische Aktivisten, Al-Nusra gehoert zu den gemaessigten Rebellen, die nationalistischen Garden in der Ukraine sind europafreundlich, die Schutzsuchenden sind unschuldig, aber in den Deutschen lebt das Boese als fiese faschistische Fratze weiter, Merkel macht alles richtig, die Medien und die ARD machen alles richtig usw. und so fort).
Was Trump ueber die amerikanischen Medien gesagt hat, gilt erst recht fuer die deutschen: The american incorporated media is not involved in journalism anymorre.”
Herr Dr. Dr. Dr. Dr. Kniffke, schaemen Sie sich!!!

176: Merkelopfer:

5. Dezember 2016 um 11:56 Uhr

Natürlich sollte Merkel sich fragen, ob sie eine Schuld und Verantwortung an den durch ihre Flüchtlinge begangenen Morde an Flüchtlingshelferinnen in Europa hat – immerhin ist die Freiburger Studentin ja schon mind. die Zweite, nachdem im Januar auch in Schweden eine Flüchtlingshelferin ermordet wurde. Hat darüber die Tagesschau auch nicht berichtet, oder ist Schweden nicht so lokal wie Freiburg?

177: Gertrud Huber:

5. Dezember 2016 um 11:59 Uhr

Die Nichtberichterstattung ist ein Eigentor. Die Begründung dafür ist hanebüchen und entsetzt mich. Man stellt sich die Frage ob an “Lügenpresse” doch was dran ist. Ich erinnere and den Fall Tugce. Da konnte die Tagesschau mit Berichten kein Ende finden. Die Sendungen sind noch heute in der Mediathek abrufbar.

178: Tom Jasper:

5. Dezember 2016 um 12:01 Uhr

Diese Diskussion zeigt, wie weit rechte Parteien, Gedanken und Ansprüche in unserer Gesellschaft vorgedrungen sind.
Es gibt keinerlei nachweisbaren Zusammenhänge zwischen staatlicher Herkunft, Religion oder ethnischer Gruppenzugehörigkeit und dem Delikt Vergewaltigung. Das einzige Interesse der Kritiker an der Berichterstattung der ARD über diesen Fall besteht in der Tatsache, dass der Verdächtige ein Flüchtling ist. Man muss sich nur auf AfD-Seiten und anderen einschlägigen Portalen umschauen, um zu sehen, wie genüsslich und widerlich diese Fall dort ausgeschlachtet wird. Dass es dabei nicht um die Vergewaltigung und den Mord geht, zeigt sich schon daran, dass auf diesen Seiten nichts zu finden ist über den Fall, der z.Zt. in Dessau verhandelt wird (Vergewaltigung und Mord an einer chinesischen Studentin durch ein urdeutsches Paar).
Der Fall Freiburg wurde ja von der ARD nicht verschwiegen, sondern es gab Berichte beim SWR mit Verweisen auf tagesschau.de.

179: K. Heiß:

5. Dezember 2016 um 12:04 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau Redaktion,
Gemessen an der Heftigkeit, der inzwischen aufbrandenden Diskussion zwischen Politik, Polizei und Verbänden bezüglich des Mordes in Freiburg, war es meines Erachtens eine fatale Fehleinschätzung Ihrerseits darüber nicht zu berichten. Ihre Begründung dazu ist schon eine Posse. Dann hätte ein Amokläufer von München auch nur regionale Bedeutung und als Heranwachsender(18) den gleichen Schutz gehabt? Darüber hat die ARD aber sehr ausgiebig berichtet!

180: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 12:05 Uhr

@139: Mensch: 5. Dezember 2016 um 11:02 Uhr

>>Wenn es doch so ein unwichtiges Thema ist, wieso melden sich dann Vize-Kanzler um vor Stimmungsmache zu warnen?<<

Weil das Thema zur Stimmungsmache mißbraucht wird.

Wie auch hier im Thread deutlich zu erkennen ist.

181: Knipperdolling:

5. Dezember 2016 um 12:07 Uhr

Herr Dr. Gnifke,
sie sprechen allerdings bei einem Mordopfer von fehlender Relevanz. Das klingt nicht nur zynisch, das ist zynisch! Zudem ist ihre Feststellung „Der Fall in Freiburg besonders, weil ein junges Menschenleben ausgelöscht wurde.“ fürchterlich respektlos. Demnach wäre die „Auslöschung“ eines älteren Menschenlebens nicht so besonders gewesen?
Grundsätzlich sollte die Tagesschauredaktion über den Stellenwert ihre Berichte nachdenken. Mir sind Berichte über Geschehnisse in Deutschland und die Sicherheit in Deutschland wichtiger, als Berichte über eine Öl-Pipeline und heilige Städten von Indianern, Geldgeschäfte im Profi-Fußball (Ronaldo-Steuern) oder den Deutschtest der BKA-Bewerber!

182: Blonder Deutscher:

5. Dezember 2016 um 12:08 Uhr

Nachdem bereits das ZDF in Aktenzeichen XY dem Fall eine außerordentliche und sogar ungewöhnlich zeitnahe Aufmerksamkeit gewidmet hat, übersieht die ARD/Tagesschau die enorme Brisanz der Festnahme eines mutmaßlichen Mörders? Ich kann verstehen, daß die Tagesschau nicht zu dem privaten Umfeld der katholischen Opfer von muslimischen Flüchtlingen berichtet, weil der Terrorverdacht bisher nur Spekulation ist, aber die Meldung der Festnahme wäre sogar als Erstmeldung wichtig gewesen. Die Tagesschau sollte deshalb eingestampft werden. Niemand braucht sie noch. Sie hat Jahrzehnte lang einen guten Dienst gemacht, jetzt ist sie verbrannt. Andere Medien sind schneller, besser, ehrlicher.

183: hamburgerpsychologe:

5. Dezember 2016 um 12:09 Uhr

Es ist schon verwunderlich wie ungenau die Leute lesen, oder liegt es vielleicht daran, dass einige Herrn Dr. Gniffke nicht verstehen wollen? Denn nur so kann ich mir hier einige Kommentare erklären. In dem Mord Fall in Freiburg, geht es bisher um eine Einzelltat, da es noch keine Hinweise auf einen Zusammenhang auf die anderen Morde im Großraum Freiburg gibt. So lange dies so ist, bleibt dieser Mord ein Mord wie jeder andere auch, egal welcher Natur er war oder von wem er verübt wurde. Genau das ist der Grund warum die Tagesschau nich darüber berichtet hat. Es spielt schlicht keine Rolle oder der Täter ein Jude, Muslim, Christ oder Ateist ist. Er hat wahrscheinlich ein schlimmes Verbrechen begangen und so lange es keine Anhaltspunkte auf einen religiösen Zusammenhang gibt (ja auch Nicht-Christen morden einfach so) oder einen Zusammenhang zu den anderen Morden, ist dieser Mord nicht berichtenswert, da er kein Interesse für die Offentlichkeit darstellt.

184: Werner Senking:

5. Dezember 2016 um 12:10 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Giffke,

Ihre Rechtfertigung ist wirklich lächerlich. Ich habe überhaupt den Eindruck, dass Sie bzw. die Redaktion denken, dass man den Zuschauern nicht alle Informationen geben darf, weil sie daraus falsche Schlüsse ziehen könnten. Offensichtlich ist nur die Redaktion intellektuell in der Lage mit den Ereignissen richtig umzugehen. Der Zuschauer ist aus Ihrer Sicht einfach zu dumm. Eine Steilvorlage für die AfD !

185: schnurzer:

5. Dezember 2016 um 12:12 Uhr

Hallo Herr Gniffke,

ich erkenne erschreckende Parallelen zur “Aktuellen Kamera” aus den letzten Tagen der DDR.

Die Haltung des Medien-Funktionärs Günther Schabowskis 2-3 Jahre vor … und 2-3 Jahre nach der Wende sprachen Bände in der persönlichen und politischen Selbsterkenntnis.

Cui bono? („Wem zum Vorteil?“)

186: Jens Daniel:

5. Dezember 2016 um 12:14 Uhr

Wahrheit ist unbequem – auch im Journalismus
Das Freiburger Delikt ist vor allem eine Sexualdelikt. Der Mord dient der Vertuschung der Straftat. Vergewaltigungen haben nicht dramatisch abgenommen. Gegenüber 1990 hat ihre Zahl um 37% zugenommen. Bei Vergewaltigungen gibt es keine lineare Zu- oder Abnahme. Die Entwicklung folgt periodisch demographischen Entwicklungen. Sie wollen nicht über Einzelfälle und nicht über Stereotype berichten. Sie trauen sich aber auch nicht, die empirischen Daten zu Vergewaltigungen in Zusammenhang mit demographischen Prozessen zu publizieren. Was bedeutet dann aber nachrichten- und faktenbasierte Berichterstattung? Wenn affektive Stimmungen nicht der Kern Ihres Journalismus sein soll, dann darf die Wahrheit auch nicht aus Angst vor Stimmungen verschleiert werden. Wahrheit ist immer unbequem.

187: Günter:

5. Dezember 2016 um 12:15 Uhr

Liebe ARD,
warum ersetzt ihr nicht diesen Redakteur der viele unbedeutende Worte, noch dazu persönliche braucht,um sein Versagen zu dokumentieren.
Die Tagesschau gibt es für mich nicht mehr.

188: Nixalsverdrus:

5. Dezember 2016 um 12:15 Uhr

Wenn man sich im Ausland darüber informieren muss, was im eigenen Land passiert, dann lebt man entweder in Nord-Korea oder in Deutschland.

Traurig…

189: Jan Kuchenbecker:

5. Dezember 2016 um 12:16 Uhr

Sehr geehrter Dr. Griffke,

dass die Redakteure der Tagesschau der Ergreifung des Täters in Freiburg die überregionale gesellschaftliche Relevanz aberkannten, ist für mich mehr als unglaubwürdig. Schließlich schaffte es ja auch ein Beitrag, der über die Probleme der BKA-Bewerber beim Deutschtest berichtete, auf die Startseite von tagesschau.de.
Vielmehr liegt es doch sehr nahe, dass die politisch ungünstige Täter-Opfer-Konstellation in diesem Fall für die mangelnde Berichterstattung ausschlaggebend war.
Das Schweigen der großen ÖR-Medien in den ersten Tagen nach der Kölner Silversternacht sehen Sie ernsthaft als Beispiel für gute sachliche Berichterstattung? Das ist nicht Ihr Ernst, oder?
Hätten damals nicht irgendwann ausländischen Medien die Thematik aufgegriffen, wüssten die meisten Deutschen wahrscheinlich heute noch nichts von den Geschehnissen.

Mit freundlichem Gruß

Jan Kuchenbecker

190: schluss mit lustig:

5. Dezember 2016 um 12:16 Uhr

Kann man davon ausgehen das ,wenn das nächste Asylbewerberheim brennt, die Berichterstattung dann auch der lokalen Presse überlassen wird oder ist es der Tagesschau dann doch eine Schlagzeile wert?. Ich meine, nachdem Gabriel solch einen Stuss von sich gegeben hat ,kann ich auch relativieren und sagen ,na und , Asylbewerberheime haben ja auch schon vor der grossen Flüchtlingswelle gebrannt.

191: Kathrin:

5. Dezember 2016 um 12:20 Uhr

Ich habe dieses Problem gelöst, indem ich Tagesschau nicht mehr in mein Wohnzimmer lasse. Die Begründung, dass dieser Fall regional sei, bestärkt mich erneut in dieser Entscheidung. Sie ist einfach nur dumm und zeigt mir, wie hoch die Verachtung uns Zusehern gegenüber ist.

192: armin:

5. Dezember 2016 um 12:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

auch ich war etwas irritiert wegen der Nicht Berichterstattung! Regionale Bedeutung?? Nun in der besagten 20 Uhr Tagesschau kam ein 2 Minuten Bericht über eine regionale Untertunnelung im Dakotagebiet der USA.Nun bei uns in Stuttgart werden gerade ganz andere Tunnels anlässlich S21 gebohrt.Jedenfalls bin ich der Meinung über den Mord in Freiburg hätte Berichtet werden müssen.

193: Wanda:

5. Dezember 2016 um 12:25 Uhr

Stellen wir uns doch mal den umgekehrten Fall vor, ein Flüchtling wird ermordet aufgefunden (lassen wir mal die Vergewaltigung weg).

Und es stellt sich heraus, dass ein Deutscher der Mörder war, der letztes Wochenende überführt und eingesperrt wurde.

Hätten wir das nicht auf ALLEN Kanälen gehört? In ALLEN Nachrichtensendungen und natürlich AUCH in allen zig (überflüssigen) Talkshows von ARD und ZDF, bis zum Ermüden??

Eine fremdenfeindliche Tat ist wohl NIE nur “regional” relevant.

Hier wird wie IMMER mit zweierlei Maß gemessen. Und es ist nicht mehr zu ertragen!!

Wo sind die Lichterketten für die Ermordete? Wo sind die Aufschreie der sogenannten Feministinnen, wo die tiefe Betroffenheit der Politik, wo die öffentlichen Trauerbekundungen??

Nö, die gibts NUR bei “fremdenfeindlichen” Vorkommnissen, bis zum Abwinken.

Meine GEZ-Gebühr in solche unfaire und manipulative Machenschaften der Öffentlich-Rechtlichen zu versenken finde ich abgrundtief zum Kotzen!

Schönen Tag noch!

194: Anonym:

5. Dezember 2016 um 12:26 Uhr

Kurze Anmeldung zur Relevanz von Titelstories bei Tagesschau.de.

Wenn Sie einer solchen Meldung “Brand in Kalifornien Neun Tote nach Feuer auf Party” (https://www.tagesschau.de/ausland/feuer-131.html) mehr Relevanz zuordnen als der Entwicklung eines Mordfalles in Freiburg, dann sollten Sie Ihre Maßstäbe überdenken.

195: Tamylee:

5. Dezember 2016 um 12:28 Uhr

Diese “Berichterstattung” über Morde (u.a.17jähriges Opfer in Hamburg)von Flüchtlingen – gehen die Bevölkerung sehr wohl etwas an….schließlich finanzieren diese deren Kosten durch Steuergelder in die Solidarkassen mit und bergen auch für die übrige Bevölkerung eine weitere Gefahr, wenn man “nicht” davon berichtet und die Mörder noch frei herumlaufen um evt. weitere Taten zu begehen.
Ich beobachte schon einige Jahren, dass überwiegend nur vom Ausland berichtet wird und bei uns höchstens mal eine negative Nachricht über AFD etc.kommt.
Diese Sondierung über die Wahl der Nachrichten ist höchst fragwürdig und regen einem zum Nachdenken an.
Es ist die Pflicht eines staatlichen Nachrichtendsenders – die Öffentlichkeit sofort über solche Vorkommnisse im vollen Umfang aufzuklären, jedenfalls sehe ich das so….

196: Dr. med. Beltz Edmund:

5. Dezember 2016 um 12:30 Uhr

Nein das ist kein Einzelfall,die Menschen haben es reichlich satt falsch oder nicht informiert zu werden.
Das ein afghanischer Flüchtling eine junge Frau ermordet hat, passt einfach nicht in die Beschwichtigungspolitik einer Angela Merkel.Hier werden leider grundlegende Eckpfeiler einer sauberen Medienpolitik und Journalismus missachtet. Geben Sie bitte diese Merkel-konforme “Lakai – Politik” auf, auch dann wenn sie ihren gut bezahlten Chefsessel räumen müssen.

197: Marx Murx:

5. Dezember 2016 um 12:31 Uhr

Ein paar Gedanken zum Thema: Über gut durchdachte Gegenargumente freue ich mich, mfG MM

Für Menschen, die sich jetzt beschweren, dass nicht berichtet wurde:

War der Mordfall für Sie auch ein nationales Thema, bevor die Identität des mutmaßlichen Täters feststand? Wenn sie diese Frage mit Nein beantworten, dann hätte eine Thematisierung des Themas durch die Tagesschau Ihnen auch keinen Spaß gemacht, denn:

Falls die Tagesschau berichtet hätte, dann hätte sie vermutlich auf die Nennung der Herkunft des mutmaßlichen Täters verzichtet. Zurecht?

Vermutlich schon, denn das Motiv ist entscheidend. Wenn die Herkunft für den Mord keine Rolle spielte, dann sollte sie nicht genannt werden. Wer das anders sieht, müsste begründen, warum es eine Rolle spielt (etwa “Asylbewerber sind häufiger Mörder”). Wenn es dafür keine statistischen Belege gibt, dann fordern Sie eigentlich mit einer Nennung der Herkunft eine Sippenhaft für andere Asylbewerber.

198: Bellheim:

5. Dezember 2016 um 12:32 Uhr

Ich finde die politischen Inhalte der Partei AFD nicht in Ordnung und finde die etablierten Parteien bisher noch deutlich besser als die AFD.
Um so länger ich die Geschehnisse in Deutschland aber verfolge, um so mehr fühle ich mich gedrängt, diese Partei zu wählen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich sonst etwas zum Positiven ändert.
Nach all den Geschehnissen in den letzten Monaten/Jahren, hätte die Redaktion der ARD wissen müssen, wie brisant dieser Fall ist.
Ihr Kommentar, Herr Gniffke, suggeriert, dass Sie diese Brisanz nicht erkannt haben.
Das halte ich für äußerst unglaubwürdig und es ärgert mich sehr.
Die ARD verliert mehr und mehr die Glaubwürdigkeit, die sie sich über viele Jahre mühsam aufgebaut hat.

199: reinhard foertsch:

5. Dezember 2016 um 12:33 Uhr

guten tag,

da ich die tagesschau nicht mehr sehe, bin ich über eine frage nicht informiert: ob die tagesschau in den folgetagen dann doch noch über den fall berichtet hat und wenn ja, was sich dann an den kriterien geändert hätte.

natürlich kann der jugendschutz, wenn das jugendliche opfer schon tot ist, nur noch auf den jugendlichen mutmasslichen täter angewendet werden. das hat seine eigene logik.

gruss,
reinhard foertsch

200: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 12:33 Uhr

@174
Neutralität ist, erst recht im Journalismus, absolut unmöglich. Diese zu fordern weltfremd!

Es ist übrigens nicht nur die Berichterstattung nicht neutral. Es ist in weit größerem Umfang die Rezeption der Berichte nicht neutral. Und hier schlummert ein unlösbares Problem. Nur sind sich dessen viele überhaupt nicht bewusst.

TS hat also schlichtweg keine Chance. Und dem Deckmantel der Forderung nach neutraler und unabhängiger(!) Berichterstattung scheint mir sehr viel eher, sagen wir, eine unreflektierte Abneigung gegen Ausländer zu finden zu sein. DIE bösen Muslime…

Würde ich mich um alle Straftaten, die hier in Berlin so stattfinden, erregen, ich müsste sofort die Stadt verlassen. Überall Gefahren. Merkt jemand was?

201: Hanna:

5. Dezember 2016 um 12:37 Uhr

Ich würde mir auch wünschen, dass mehr über Tepcos treiben in Fukushima berichtet werden würde.

Ich beschuldige nun aber nicht Tagesschau.de, dass sie von der Atomkraftwerkslobby gekauft sind, nur weil sie eben über den undichten Eiswall und die Kostenexplosion nicht berichtet haben ;)

Stattdessen gehe ich rüber zu focus, spiegel und zeit und lese dort darüber.

Um ganz ehrlich zu sein, ich verstehe das ganze getue nun nicht. Nur weil jetzt einmal ein Flüchtling vermutlich eine schwere Straftat begangen hat soll diese Straftat in der Öffentlichkeit breitgetreten werden?
Möglichst auch noch mit öffentlichem Schauprozess, schlecht sitzender Kleidung ohne Hosenträger/Gürtel und anschließend öffentlicher Hinrichtung?

Widerlich.

202: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 12:38 Uhr

Wir sind offensichtlich an einem Punkt angekommen, wo Menschen nur die erwünschten Nachrichten wahrnehmen wollen. Sehr, sehr, sehr eigenartig.

Man möchte das gar nicht weiterdenken.

Man könnte z.B. mal kurz oder auch länger darüber nachdenken, warum diese Menschen hierher gekomme sind. Und ganz sicher auch weiterhin kommen. Dafür gibt es auch für uns sehr unangenehme Wahrheiten. Die traut sich die TS in aller Regel allerdings wirklich nicht zu senden.

203: Marcus:

5. Dezember 2016 um 12:39 Uhr

@47: haruwa
“…Ausländer alle Vergewaltiger, Frauenschänder, Mörder…zerschlagt das System… Alle Ausländer raus… Führt den Schießbefehl wieder ein…Stellt Angela Merkel an die Wand!”
Sind häufige/ nicht seltene Kommentare in den sozialen Medien?
Kann ich mangels Nutzung nicht beurteilen.
‘Diskreditierung der freien Presse ..Ziel..Abschaffung steht bekanntlich …politischen Agenda der neofaschistischen Welle’
‘..rassistischen, antidemokratischen Hasspropaganda…’

Ihre Wortwahl ist ein gutes Beispiel wie Emotionalität einer möglicherweise guten Sache schaden kann. Die Begründung der Wortwahl fehlt, es überwiegt der Eindruck dass pauschal schlecht gemacht werden soll. Statt zu versuchen hinter die Beweggründe der “Faschisten” zu kommen erlaubt die pauschale Abwertung sich mit dem Thema der anderen nicht ausseinandersetzen zu müssen.
Das in abgeschwächter Form ist was viele vom jetzigen Zustand der öffentlich rechtlichen wahrnehnen.

204: Volker:

5. Dezember 2016 um 12:43 Uhr

Unglaublich das der ” freie ” Bürger für Ihren linkspopulistischen Sender zahlen muss. Ich schaue Ihrem Sender schon lange nicht mehr zu, habe das Thema aus dem web. Wenn dumme Jungs die als harte Nazis auf dicke Hose machen wollen mit einem Stein eine Scheibe eines leerstehenden Gebäudes einschmeissen berichten Sie voller Bestürzung und Fassungslosigkeit über diesen Kriminalfall. Wäre das Opfer ein Flüchtling gewesen hätten Sie sofort Sondersendungen zu der Berichterstattung in der Tagesschau gebracht, ganz sicher. Übrigens, das von Ihnen als irrelevant verschmähte Opfer hat mit Ihren Zwangsbeiträgen der Gema – Wegelagerei Ihr Team mitfinanziert, der von Ihnen geschützte Täter sicher nicht. Ich kann Sie aber beruhigen, der andere ” öffentlich rechtliche ” ist auch nicht besser als Ihr Sender. Hätte Deutschland einen neutralen Sender würde selbst ich gerne zahlen und zuschauen.

205: Toni:

5. Dezember 2016 um 12:44 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau Redaktion,

wenn Medien aus England,Frankreich,Schweiz,Österreich,Norwegen usw. über die Ergreifung des mutmaßlichen Täters im Fall 1 Freiburg berichten, reicht diese Nachricht über “regionale Bedeutung” hinaus. Als Redaktion wissen Sie dies natürlich.
Die zwei Morde in der Region Freiburg beschäftigen seit Wochen Menschen und Medien. Das bekommt auch die Tagesschau Redaktion mit.

Ich möchte von Ihrer Redaktion informiert werden und Nachrichten, die (wie Sie an den Reaktionen sehen) in Deutschland Wellen schlagen, nicht vorenthalten bekommen.

206: I .Kilian:

5. Dezember 2016 um 12:45 Uhr

Als in den kleinen (regionalen) sächsischen Clausnitz einige Flüchtlinge von einen Mob beschimpft wurden war ihnen das einen Beitrag ganz vorne in den Tagesthemen (immer noch einsehbar) wert. Ich glaube damals gab es sogar noch einen Brennpunkt da bin ich jetzt aber nicht sicher.
Wird aber eine deutsche Frau vergewaltigt und ermordet und der Täter gefasst ist das nicht berichtenswert ?
Und sei es auch nur um die Bevölkerung zu beruhigen das der Täter gefasst wurde?

https://www.tagesschau.de/inland/clausnitz-105.html

Es ist traurig das man mittlerweile im Ausland über bestimmte regionale Ereignisse in Deutschland besser informiert wird als bei ihnen.

207: Joachim Ott:

5. Dezember 2016 um 12:45 Uhr

Tagesschau: “nie wieder”

ENDE

208: Ralf Sattler:

5. Dezember 2016 um 12:46 Uhr

Ich spare mir einen längeren Text, denn wie würde der Volksmund zu der Argumentation der ARD sagen? “Dümmer gehts nimmer” ;-)

209: lichtspiele:

5. Dezember 2016 um 12:47 Uhr

166: fathaland slim

Dass Sie selbst an der Debatte teilnehmen, zeigt doch deren Bedeutung, lieber fathaland slim.

Ja, auch Ihre Fragen sind – neben den anderen Fragen – berechtigt.

210: nie wieder spd:

5. Dezember 2016 um 12:48 Uhr

@K.Gniffke: Wenn sie sich selbst Ernst nähmen, gäbe es diesen Erklärungsversuch heute Abend um 20 Uhr in der Tagesschau.

211: Klasube:

5. Dezember 2016 um 12:48 Uhr

Wenn selbst ausländische Medien zu den beiden Sexualmorden in Freiburg berichten, kann man wohl kaum von einem regionalen Charakter der Taten sprechen!
Außerdem haben diese Fälle eine Diskussion über die Verwertbarkeit der DNA-Spuren losgetreten, die von unserer Strafprozessordnung verhindert wird. Hierzu gibt es bereits online-Petitionen, die von Tausenden unterschrieben wurden, also Material genug für eine Berichterstattung, die sich nicht nur auf die Herkunft des Täters beschränken muss.
Bislang war meine Nachrichtenquelle vor allem die Tagesschau und tagesschau.de – die Betonung liegt auf “war”…

212: Hugo:

5. Dezember 2016 um 12:49 Uhr

Es ist schwierig, die Frage zu entscheiden. Nur sollten diejenigen, die den Vorwurf der Lügenpresse erheben, bedenken, dass auch sie eine Auswahl treffen würden, die genauso angreifbar ist. Sie blenden dabei aus, dass viele Einheimische (Eingeborene) Morde begehen. Ist dies weniger relevant? Letztlich instrumentalisieren die Kritiker den Mord in Freiburg für ihre eigene Perspektive und Medienbeschimpfung! Merken Sie das überhaupt noch?

213: Andreas Krupp:

5. Dezember 2016 um 12:49 Uhr

@ 132: Christian Junker, 5. Dezember 2016 um 10:51 Uhr

>> Und ja,es ist ein Unterschied ob ein Fluchtsuchender als Gast in einem Land mordet oder jemand der hier geboren ist. Den einen Mord muss die soziale Gemeinschaft ertragen den anderen Mord ist gefühlt ein Angriff von außen auf eine bestehende Gemeinschaft und deren Werte. Es gibt keine sozialen Gemeinschaften die so etwas mitmacht, ob es jetzt 10 Personen oder 80 Millionen sind.<<

Ein Mord eines Deutschen ist nicht zu verhindern, den müssen wir akzeptieren, aber wäre der Flüchtling nicht hergekommen, wäre die Vergewaltigung und der Mord nicht passiert.

Und das ist so und kann nicht wegdiskutiert werden!

214: Tom Jasper:

5. Dezember 2016 um 12:50 Uhr

Die ARD sollte sich nicht von Lautsprechern in die Defensive drängen lassen. Selbst wenn der Freiburger Fall in den TV-Abendnachrichten von Tagesschau und Tagesthemen gelandet wäre, würden sich dieselben Leute über die Platzierung oder die Bilder oder den Text oder sonstwas beschweren.
Brennende Flüchtlingsheime sind politische Handlungen und gehören selbstverständlich in die ARD-Nachrichten. Vergewaltigungen haben mit Politik nichts zu tun, sondern sie werden für politische Ziele instrumentalisiert. Und das ist für mich unerträglich.

215: R.Maier:

5. Dezember 2016 um 12:51 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr Gniffke,
die Wahrheit wurde ans Licht gebracht,auch wenn
ihre ARD nicht darüber berichten wollte oder sollte.
Weil die Polizeigewerkschaft und der Polizeipräsident aus Freiburg sehr genau die Fakten und den Hintergrund zur Tat geschildert haben wurden sie vom Sozialdemokratischen Pessimisten Vize Stegner aufs schärfste verurteilt s. Internet. Immer politische ‘Einrede egal von welcher Partei. Natürlich passt die Wahrheit nicht immer in das politische Gutmenschenbild dieser Politkaste. Bevor solche nicht relevanten Sätze aus dem Munde eines Politikers kommen sollte er erst einmal genau nachdenken
was er sagt.Die Aussage wir schaffen das ist längst überholt.Wir sollten uns die Frage stellen ab wann fangen die ethnischen Auseinadersetzungen wegen diesen politischen und Gutmenschen Aussagen an. Die Geschichte wiederholt sich oder.

216: Claus mader:

5. Dezember 2016 um 12:52 Uhr

Also sowas geht garnicht!
Das einzige was gehen sollte sind die dafür Verantwortlichen. Diese werden sich aber wiedermal den Konsequenzen entziehen. Aber das ist ja auch verständlich, weil man dafür nicht nur ein gewisses Maß an Moral und Anstand, sondern auch “Eier in der Hose” braucht. Daß die beim ARD zur Gänze abhandengekommen zu sein scheinen beweisen sie vortrefflich mit dem todschweigen der Nachricht.
Trotzdem finde ich gut daß es passiert ist. Nicht weil das aktive Werbung für alle (Rechts)Populisten ist, sondern weil sie mir persönlich dabei geholfen habe meine letzten Bedenken zu zerstreuen was ich bei der nächsten Wahl anzukreuzen habe.
Und obwohl ich Ihnen dafür sehr dankbar bin, frage ich mich ob ich der einzige bin der die rechtmäsigkeit des Mißbrauchs der zwangserhoben GEZ-Gebühren zu AfD-Werbezwecken in Zweifel zieht.

217: Mattheis:

5. Dezember 2016 um 12:52 Uhr

Liebes ARD-Team,
ich lebe am Rand der Hauptstadt der Kriminalität von Baden-Württemberg.
Nach vier sehr angstvollen Berührungen mit Antänzern im Freiburger Hauptbahnhof, nach 4-fachen Anpöbelungen von “Neu”-bürgern nachts am ICE-Gleis (22.00Uhr) muss mein Mann mit dem Taxi nach Hause fahren. Wir haben mittlerweile Stadtteile in Freiburg, die ich früher nur in Berlin erlebt habe. Polizei ist nur während der Fußballspiele in der Stadt oder wenn der Papst oder Frau Merkel kommen.
Ich bin Deutschland – alte Werbung der Bundesregierung – und ich muss beschützt werden. Personen dürfen Bahnangestellte und mich als Nazi beschimpfen – Anzeigen laufen ins Leere – eht doch einmal spät abends in die Bahnhöfe ganz allein als Frau .Sicherheitsdienste gibt es nur für illegal eingewanderte Personen aber nicht für uns. Seit langer Zeit schaue ich keine Tagesschau usw mehr, da mich das zu sehr an Zensur erinnert oder an Umerziehung wie im kath. Religionsunterricht – Moslem ist gut – Atheist ist bös

218: Julia:

5. Dezember 2016 um 12:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Gniffke,
ich finde die Entscheidung absolut richtig, konzequent und nachvollziehbar über diesen Fall nicht zu berichten! (und ich bin Freiburgerin!)
Sie haben nicht darüber berichtet, als der Mord passierte, warum sollte das nun der Fall sein, als der Täter gefasst wurde? Das würde doch bedeuten, der Fall erlange Relevanz, aufgrund der Herkunft des Täters. Das wäre absolut reißerisch und populistisch!!!
Wie wäre es mit der Tatsache, dass der Täter ein “Mann” ist?
Haben wir deshalb pauschal ein Problem mit Männern in Deutschland??? Ich bin mir sicher “Nein”! Der junge “Mann” hat in dunkler Nacht an der Dreisam sicherlich nicht unterscheiden können, ob es sich um eine deutsche Frau oder um eine Frau mit ausländischer Herkunft handelt. Seine Wahl war willkürlich, also, nach jetzigem Kenntnisstand, ein schimmes Verbrechen von einem Mann an einer Frau. Nicht mehr und nicht weniger!Daher ist es auch nicht relevant für die Berichterstattung in der Tagesschau!

219: Spaziergängerin:

5. Dezember 2016 um 12:54 Uhr

Als Frau interessieren mich Frauenmorde im öffentlichen Raum zwangsläufig. Bislang war nicht klar, ob in Süddeutschland ein Serienmörder unterwegs ist, der eine allgemeine Gefahr darstellt. Welche Informationen sind denn senderelevant wenn nicht die, daß man einen der Typen offenbar erwischt hat?. Sie spielen mit dem naiven Verschweigemanöver den Rechtspopulisten in die Hände und vernachlässigen Ihre Informationspflicht. Schade.

220: Nick:

5. Dezember 2016 um 12:56 Uhr

1. Wir erwarten eine angemessene Berichterstattung. Es kann nicht sein, dass man durch die ausländischen englischsprachigen Medien mehr erfährt als im eigenen öffentlich rechtlichen Runfuck, den wir mit Gebühren unterstützen.

2. Es kommt das komische Gefühl auf, dass die Tagesschau Redaktion ähnlich wie nach der Sylvesternacht in Köln Informationen zurückhält.

3. Ist völlig unklar, ob der mutmaßliche afghanisch stämmige Täter tatsächlich minderjährig ist. Fakt ist, dass dies ein Präzedenzfall ist, der uns den nachlässigen Umgang der Bundesregierung mit unbegleiteten “minderjährigen” Flüchtlingen vor Augen führt. Dieser Kerl hätte vor Mitternacht zuhause bei seiner Gastfamilie sein müssen.

221: Max:

5. Dezember 2016 um 12:58 Uhr

Bei einer solch selektiven Berichterstattung, echauffieren Sie sich über den Bergiff “Lügenpresse”?
Wäre die Täter – Opfer Konstellation eine andere gewesen, hätten Sie sehrwohl in den Tagesthemen darüber berichtet, plus anschließendem Brennpunkt.

222: Andreas M.:

5. Dezember 2016 um 13:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
danke für die Erläuterungen. Ich kann Ihre Argumentation vollkommen verstehen und kann Ihrer Entscheidung nur zustimmen. So traurig und empörend der Fall ist, er gehört nicht in die Tagesschau.
Mit freundlichen Grüßen
Andreas M.

223: Christian Seibel:

5. Dezember 2016 um 13:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

als Vater einer Tochter im selben Alter wie das Opfer hat mich der Mord an der Freiburger Studentin sehr aufgewühlt und ich habe eine Vorstellung von dem Leid und der verzweifelten Situation der Eltern.
Darüber hinaus bin ich über die Berichterstattung in diesem und in vielen ähnlichen Fällen furchtbar entsetzt!

Sie schreiben: “Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse. Da zählt ein Mordfall nicht dazu. “.
Aus meiner Sicht gibt es kein höheres Maß an Zynismus, um die gesellschaftliche Relevanz des Falles abzuwerten und zu banalisieren.

Durch die hohe, stetig anwachsende Zahl völlig ungehemmter und alltäglicher Übergriffe durch junge Flüchtlinge auf unsere Kinder, ist ein neues und massives Sicherheitsproblem entstanden.

Deswegen hätte der grauenvolle Mord an der Freiburger Studentin eine weitaus höhere Relevanz als jeder andere Bericht im Programm der Tagesschau gehabt.

224: Stefanie Günther:

5. Dezember 2016 um 13:04 Uhr

Es war vollkommen richtig, nicht zu berichten und ich bin froh, dass ich mit der Tagesschau Website ein Medium habe, das sachlich berichtet und noch nicht zum Boulevardblatt verkommen ist. Es ist schlimm genug, mit was für einem Mist wir durch manch andere Medien überschwemmt werden. Ich finde auch nicht, dass sich die Tagesschauredaktion in irgendeiner Weise von rechten Stimmungsmachern in den sozialen Medien unter Druck setzen lassen muss. Man muss es nicht auch noch honorieren, wenn manche Menschen diese Netzwerke konstant dafür missbrauchen, um gegen Dritte zu hetzen.

225: MickM:

5. Dezember 2016 um 13:04 Uhr

Die Erklärung ist unglaubwürdig, nicht nur weil die ARD (wie gerade schon gepostet wurde) Waldbrände in Übersee gür bedeutender hält als Morde DURCH Flüchtlinge. Gewalttaten GEGEN Flüchtlinge schaffen es nämlich problemlos in die Sendung – da ist es dann auf einen Schlag aus mit dem “nur regionalen Bezug“.

226: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 13:07 Uhr

Mal eine Frage an die hier versammelte Gemeinde:

Wollen Sie, daß die Tagesschau in Zukunft über jeden Sexualmord, der in Deutschland begangen wird, berichtet?

Oder nur über die, die von Flüchtlingen begangen werden?

227: Peter Müller:

5. Dezember 2016 um 13:07 Uhr

Die Tagesschau sieht keine deutschlandweite Relevanz, wird international anders gesehen. Beispielsweise war es noch am Samstag in der New York Times zu lesen:

“Afghan Teenager Detained in Rape, Slaying of German Student, December 3, 2016″

Merken Sie eigentlich wie sehr die unsägliche tendenziöse Ausrichtung der Tagesschau den Ruf einer ganzen Branche beschädigt?

228: peterp:

5. Dezember 2016 um 13:08 Uhr

Es wurde nicht nur in der Tagesschau über die Festnahme des Täters nicht berichtet, sondern auch in den anderen Programmen der ARD, z.B. Brisant, die über jeden Autounfall sonst berichten, wurde nichts veröffentlicht. Fast alle größeren Tageszeitungen haben berichtet, bis auf die (staatseigenen ?) ARD und Spiegel online.

229: Julia:

5. Dezember 2016 um 13:08 Uhr

Fortsetzung(ich bin aus Freiburg) :
Wenn jemand eine Flüchtlingsunterkunft attackiert, dann ist es ein Rechtsgesinnter, der pauschal Flüchtlinge angreift, daher ist das gesellschaftlich relevant und daher relevant für die Berichterstattung. Nochmal: In diesem Fall wählte der Täter sein Opfer bei dunkler Nacht an der Dreisam, nach jetzigem Wissensstand, willkürlich und unabhängig von dessen Nationalität. Daher ist es ein schlimmes Verbrechen eines Mannes an einer Frau, daher auch nicht gesellschaftlich relevant. Relevant macht den Fall nur, dass sich so viele daran “aufhängen” und darüber hermachen, wie über ein gefundenes Fressen und den Fall damit unangemessen aufblasen. Ich bin dankbar dass die Tagesschau nicht dafür hergibt! Vielen Dank!

230: Alsid:

5. Dezember 2016 um 13:09 Uhr

@180: fathaland slim:5. Dezember 2016 um 12:05 Uhr
>>Wenn es doch so ein unwichtiges Thema ist, wieso melden sich dann Vize-Kanzler um vor Stimmungsmache zu warnen?<>>Weil das Thema zur Stimmungsmache mißbraucht wird. <<<
Genau das ist ja das Problem: Die ÖR-Medien haben in den Augen derer, die sie finanzieren, ihren Informationsauftrag aufgegeben und sind zu Oberlehrern der Nation mutiert. Immer mehr suchen sich deshalb(!) zusätzliche Informationsquellen. Dass sie dabei gerade im Wildwuchs des Internets auch auf andere(!) manipulierte Informationen hereinfallen, ist wohl unvermeidlich.
Objektive Information (ohne pädagogische Hintergedanken) ist keine Stimmungsmache. Der Bürger ist durchaus fähig, sich seine eigenen Gedanken zu machen – nicht nur bei der Wahl.

231: Glumanda:

5. Dezember 2016 um 13:10 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich verstehe Ihre Argumentation ausdrücklich nicht. Vor allen Dingen aus zwei Gründen:

1) Es waren ja nicht “nur” zwei Morde mit vorangegangenen Vergewaltigungen und auch sonst mit quasi identischem Tatmuster in Freiburg, sondern eine komplett verunsicherte Region. In halb Baden-Württemberg haben insbesondere Frauen ihren Alltag an den frei herumlaufenden vermeintlichen Serienmörder angepasst. Es waren also nicht einfach einer, bzw. zwei von 300 jährlichen Morden, sondern einer der eine ganze Region zum Teil in Angst versetzt hat.

2) Über Gewalt und Straftaten zum Nachteil von Flüchtlingen wurde in der Tagesschau dutzendfach berichtet (auch Einzelfälle (z.B. dem Gröhlen von Parolen)), auch wenn es sich nicht um Kapitalverbrechen handelte.

Aus Angst vor rechten Idioten sollten Sie – wie ich finde – über die derzeitigen Kriminalitätsprobleme mit Flüchtlingen in Deutschland nicht einfach hinwegsehen.

Mit freundlichen Grüßen
Glumanda

232: Klaus:

5. Dezember 2016 um 13:11 Uhr

@183: hamburgerpsychologe:

„So lange dies so ist, bleibt dieser Mord ein Mord wie jeder andere auch, egal welcher Natur er war oder von wem er verübt wurde. Genau das ist der Grund warum die Tagesschau nicht darüber berichtet hat. Es spielt schlicht keine Rolle oder der Täter ein Jude, Muslim, Christ oder Ateist ist.“

Ihre Ausführungen treffen auch auf den Fall „Tuğçe“ ebenso zu. Damals erfolgte aber eine ausführliche Berichterstattung. Ihre Darstellung ist daher nur ein Beleg für unterschiedliche Maßstäbe für Meldungen in der Tagesschau.

233: Dr. No:

5. Dezember 2016 um 13:12 Uhr

Verlogenheit allenthalben, und Sie als Mainstream wundern sich, dass auch Akademiker inzwischen zur AfD laufen, und nicht nur der “rechte Pöbel”, wie Sie und Glauben machen wollen?

Als vor einiger Zeit eine Handgranate vor ein Flüchtlingsheim geworfen wurde, da war das eine Schlagzeile, auch bei Ihnen, und natürlich waren die üblichen Verdächtigen schnell ausgemacht und die rotgrünen Betroffenheitsbeauftragten ausreichend aufgeregt.

Als sich herausstellte, dass es keine Nazis waren, sondern mafiöse Strukturen im Bewachungsmillieu, da gab es bei Ihnen nichts und anderswo nur einen Zweizeiler auf Seite 4.

Verlogen, einfach nur verlogen…

234: Martin M.:

5. Dezember 2016 um 13:13 Uhr

Ich studiere derzeit in Großbritannien. Wenn man hier die Medien verfolgt und mit deutschen Nachrichten vergleicht, sieht man, wie selektiv und voreingenommen in Deutschland von der ARD berichtet wird. Mit Beginn der Migrationskrise hat sich diese Tendenz extrem verstärkt. Während sogar britische Medien über die Festnahme berichteten (z.B. Dailymail), verschweigt die ARD dieses Ereignis von eindeutig überregionaler Relevanz in den Hauptnachrichten bewusst. Nach den Geschehnissen an Silvester (für deren Verschweigen sich die ARD ganz sicher nicht rühmen sollte!) ist dies ein weiterer journalistischer Tiefpunkt. Es geht gerade nicht – wie in der Stellungnahme impliziert – darum, dass nicht jeder Mord aufgegriffen werden kann; es geht um die Relevanz dieser Tat für die Politik. Die deutsche Geschichte ist reich an Beispielen von Medien, die durch einseitige Berichterstattung zu manipulieren versucht haben. Es ist sehr schade, dass die ARD nun auch diesen Weg beschreitet.

235: Neumann Gunnar:

5. Dezember 2016 um 13:13 Uhr

Wenn das keine Propaganda ist, was ist es dann?

236: Freddy:

5. Dezember 2016 um 13:14 Uhr

Genau diese “Nicht”-Berichterstattung erzeugt beim Bürger eine Art Ohnmacht und Hilflosigkeit, die sich zusehends in Aggression umwandelt. Denkt mal drüber nach.

237: Joaquin Veyron:

5. Dezember 2016 um 13:16 Uhr

Hallo Hr. Gniffke,

es ist richtig, dass die Tagesschau nicht jeden regionalen Mordfall/Vergewaltigung behandeln kann bzw. sollte, da der Auftrag der Tagesschau (siehe § 11 RfSV) darin besteht, über alle RELEVANTEN Ereignisse im In- und Ausland kritisch, neutral und unvoreingenommen zu berichten. Regionale Ereignisse gehören normalerweise nicht dazu. Das ist richtig.

Da der schändliche Mordfall jedoch von einem illegalen muslimischen Flüchtling verübt wurde, hat dieser nmE auf jeden Fall nationale Relevanz, da dieser die direkte Folge der gesetzeswidrigen Asylpolitik der aktuellen Bundesregierung ist.

Oder wieso wird dann ebenso in der Tagesschau, wenn Bürger – sei es in Heidenau oder Görlitz – ihren Unmut Lokalpolitikern durch Pöbeleien kundtun? Das wäre dann ja wohl auch nur ein Thema, das die Lokalpolitik betreffen würde.

238: Bolko Kölle:

5. Dezember 2016 um 13:17 Uhr

Die Verfahresnweise ähnelt der, die “Populisten” vorgeworfen wird:

Schritt 1 Verschweigen:
Vorwurf an Populisten provozieren-Tabubruch
Schritt 2 Nach der Empörungswelle: zurückrudern
Schritt 3 Rationaliseren
Vorwurf an Populisten bagatellisieren

Der Hinweis auf die offene Berichterstattung nach Köln ist ein Witz. Ich habe noch meine Mails mit den Rückfragen an ARD und deren Antworten in der ersten Januarwoche.

Ursache für das Fehlverhalten bei ARD, insbesondere NDR und WDR in der Berichterstattung über die Flüchtlingskrise:

Ersatz eines professionellen, distanzierten Journalismus durch eine moralisierenden, sich überlegen gebenden, pädagogisierenden Propagandastil und Einnahme der Position des politischen Aktivisten für die “Gute Sache”, die das dumme, gebührenzahlende Publikum nicht versteht

239: Jan Martin:

5. Dezember 2016 um 13:17 Uhr

Danke für ihre Stellungnahme.

Nicht jeder muss ihre Meinung teilen, aber es ist wichtig und richtig, Aufzuzeigen, wie eine Meldung zu Stande kommt; oder eben nicht.

Ich persönlich habe von dem Mord erst einen Tag vor Auffinden des Täters erfahren und kann unabhängig von der Nationalität des Täters keine höhere Relevanz als bei anderen Mordfällen feststellen.
Angenommen jeder Mordfall wäre eine Nachricht wert, und in 2/3 der Fälle wird der Täter nicht sofort gefasst, dann sähen wir ja im Schnitt 10 Meldungen die Woche dazu.
So bitter es für die Angehörigen und natürlich erst recht die Opfer ist, die meisten Mordfälle sind nun mal keine National relevanten Ereignisse. Wie ein vorheriger Kommentator schon angemerkt hat: Wenn die Tagesschau sich gegen die Berichterstattung zum Mord entschieden hat, sollte sie sich dieser Linie auch nach Identifizierung des Täters Treu bleiben, so sich der bekannte Zusammenhang nicht geändert hat.

240: skyman:

5. Dezember 2016 um 13:18 Uhr

Also wenn zu politischen und gesellschaftlichen Themen eine Meinung nicht mehr zu ertragen ist, dann ist es die von diesem Chef”Redakteur” Gniffke.

Wie die Tagesschau in Gniffkes Jahren zu einem erbärmlichen, zahnlosen Regierungsorgan verkommen ist, dass ist ja mit Worten nicht mehr zu beschreiben!

Und wenn jener Gniffke dann auch wieder die Heulsuse spielt, weil er die Kritik an seinem Bockmist nicht verträgt, dann müssen schnell wieder joviale Belehrungen her, die zeigen, wie arrogant und verbohrt man gleichzeitig ist.

Genau so wird die millionenschwere Tagesschau kaputt gemacht.

Gniffke dabei ganz weit vorneweg.

241: Joaquin Veyron:

5. Dezember 2016 um 13:19 Uhr

Hallo Hr. Gniffke,

wenn die TS über diesen Mordfall – obwohl er eine direkte Folge der illegalen Asylpolitik der Bundesregierung ist – nicht berichtet, weil dieser Mordfall Sache der lokalen Berichterstattung ist und die TS sich als überregionale Berichterstatterin sieht, dann verstehe ich nicht, warum dann die TS berichtet, wenn Bürger in Heidenau oder Görlitz ihren Unmut – vielleicht ein weniger höflich, als akzeptabel – über die Asylpolitik der Regierung kundtun.

242: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 13:19 Uhr

Auch wenn Herr K. auf die Sensibilität des Themas hinweist, empfinde ich den defensiven Versuch der TS, sich mit vorgeschobenen Standards zu rechtfertigen als taktlos und beschämend. Zum einen handelt es sich offensichtlich nicht um einen “normalen” Mord. Zwar ist jeder Mord abscheulich, doch scheinen die ZWEI Morde in FR (allein die Duplizität – ob direkter Zusammenhang oder nicht – verdient eine erhöhte Aufmerksamkeit) eine besonders abscheuliche Qualität aufzuweisen. Zum anderen ist die (überreg.) gesellschaftliche Relevanz durch die entsprechende Aufmerksamkeit, die durch die gegebenen Umstände erzeugt wurde, nun mehr als gegeben. Ihre Aussage, die Ausstrahlung sei an der Durchsiebung mittels Standardkriterien gescheitert, da es ein gewöhnlicher von 300 Morden jährlich sei (der Hinweis auf die gesunkene Rate ist an dieser Stelle irrelevant und daher unangebracht und muß nun endgültig wie kaltherziger Hohn in den Ohren der Angehörigen klingen), ist daher zynisch und sehr fragwürdig.

243: Michael den Hoet:

5. Dezember 2016 um 13:20 Uhr

Dann sehen wir mal, ob Sie ihre Konsequenz durchhalten und nicht (!) über die Bestürzung der Bürger, die eine oder andere überzogene Reaktion im Internet und vor allem: die vielen Politiker-Reaktionen dazu berichten werden.

244: Peter Dahm:

5. Dezember 2016 um 13:21 Uhr

Herr Dr. Gniffke!

Ihre Begründungen wirken auf mich exakt wie indoktriniertes Mainstreamgeschwurbel des inhaltlichen Wesens gesteuerter Staatsmedien. Meines Erachtens erfüllen Sie leider nicht die hohen Ansprüche, die an Ihren Job eigentlich gestellt werden müssen. Daran ändern Ihre Schutzbehauptungen herzlich wenig, sie verstärken allenfalls noch den Eindruck, Sie äußern sich nicht neutral, sind als Person aber ggf. gezielt platziert worden! Ihnen scheint leider jeglicher Zugang zu den Überzeugungen – ganz bewußt? – zu fehlen, daß die Tagesschau ganz offensichtlich vorsätzlich tendenziös und insbesondere regierungsfreundlich informiert. Dabei ist das Gegenteil davon der Fall. Es kann aber von jedem Bürger der Bundesrepublik Deutschland erwartet werden, daß er von ARD und ZDF neutral informiert wird! Entsprechende Hinweise dieser durchaus kritischen Situation wurden an dieser Stelle schon von zahlreichen Kommentatoren zur Genüge vorgelegt.

245: Christian Seibel:

5. Dezember 2016 um 13:21 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

bitte versetzen Sie sich doch einmal in die Lage der Eltern:

Wir beobachten alltäglich eine wachsende Anzahl von sexuellen Übergriffen auf junge Frauen und Kinder durch junge Flüchtlinge – völlig ungehemmt in der Öffentlichkeit – in Parkanlagen, auf Bahnhöfen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, auf dem Schulweg, in Freibädern, sogar auf Kinderspielplätzen oder vor der Haustür des elterlichen Hauses.
Wir stehen dieser neuen Entwicklung im Alltag leider völlig schutzlos gegenüber und müssen die damit verbundenen Sorgen und Ängste tragen.

Und wenn dieses anwachsende gesellschaftliche Sicherheitsproblem in der Ermordung Ihrer Tochter gipfelt, dann ist es der Berichterstattung in der Tagesschau nicht wert?

Aus meiner Sicht eine geradezu entwürdigende Haltung gegenüber den Eltern des Opfers und allen anderen Eltern, welche sich nun noch stärker um das Leben Ihrer Kinder sorgen!

246: Matt:

5. Dezember 2016 um 13:23 Uhr

Der Mordfall ist eben kein “normaler” Mordfall, sondern hat eine politische Dimension. Der Staat hat in 2015 in seinen Kernaufgaben – ie Schutz der Grenzen – versagt bzw. diese bewusst nicht wahrgenommen. Die Folgen sehen wir jetzt. Herrn Gniffke ist diese Politische Relevanz sehr wohl bewusst, handelt aber weiter nach dem Motto der Desinformation, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Viele Verbrechensopfer würde es ohne das Versagen des Staates nicht geben.

247: hfin:

5. Dezember 2016 um 13:25 Uhr

Danke, ich finde es Schade, dass Sie vor dem Shitstorm einknicken/eingeknickt sind.

248: Randerscheinung:

5. Dezember 2016 um 13:26 Uhr

Hui, was für eine Aufregung hier. Kann mir mal jemand erklären, wieso es so geil sein soll, so eine traurige Nachricht als Headline auf TS zu setzen? Wer sich entsetzen möchte, braucht doch bloß einen Link weiter im Regionalen seine Emotionen ausbaden. Ich will sowas nicht vorgesetzt bekommen, weil tatsächlich ohne Nährwert als Information, sondern nur ein moralinsaurer Drops, der von dem Einen oder Anderen gelutscht sein will. Und ständig die NS-Vokabel”Lügenpresse” zu intonieren ist so was von *gähn* …

249: ohrenzwicker:

5. Dezember 2016 um 13:27 Uhr

Mittlerweile nerven die “Blonden Deutschen” AfD-Fans in allen Sozial-Plattformen herum und wollen unbedingt dass die Stimmung hier gegen “andere Mitbürger” gedreht wird. Mich interessiert vielmehr wer die AfD eigentlich finanziert. Früher haben Viele blond mit dumm gleichgesetzt. Ich würde das ja auf keinen Fall tun ;-)

250: Alfred Bader:

5. Dezember 2016 um 13:28 Uhr

Hallo Herr Dr. Gniffke,
beim Lesen Ihres statements ist mir bedauerlicherweise die Kaffeetasse (gefüllt) auf die Tastatur gefallen. Die Berichterstattung der Tagesschau über die “Silvesterereignisse” in Köln, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg, München etc. als Beispiel für die Problemfreiheit Ihrer Redaktion heranzuziehen, über kriminelle “Schutzsuchende” zu berichten, ist dann eher ein Treppenwitz. Wenn es selbstironisch formuliert war, dann sorry – habe ich dann nicht erkannt.
Aber wenn man als verantwortungsvoller Journalist die aktuelle Situation aufmerksam verfolgt und die Ergebnisse der gross angekündigten PK NICHT publiziert, dann macht man sich eigentlich – bewusst oder unbewusst – zum Wahlhelfer derer, die Fähnchen mit den Worten Lücken- oder Lügenpresse schwenken. Wer einmal lückt, dem glaubt man nicht …

251: Hermann M.:

5. Dezember 2016 um 13:29 Uhr

Die ganze Angelegenheit wirft noch eine ganz andere Frage auf: Warum berichten andere ARD Sender über den Mordfall und nur die Tagesschau als Format des NDR verschweigt diese Tat? Der NDR mit seinem linken Magazin “Panorama” scheint ein Hort des linken Journalismus in unserem Land zu sein, der sich verpflichtet fühlt nicht nur Fakten zu liefern, sondern auch das Volk erziehen zu wollen und dabei Nachrichten zu filtern. Ich glaube es wäre an der Zeit beim NDR mal die Parteibücher der Chefredakteure und Programmmacher zu überprüfen. Öffentlich rechtliches Fernsehen stelle ich mir anders vor. Da der Fisch bekanntlich vom Kopf her stinkt, sollten einige Damen und Herren einmal intensiv über die eigene Verhaltensweise als Journalist nachdenken.

252: Steffen:

5. Dezember 2016 um 13:29 Uhr

Leider ist Ihre Begründung wenig glaubwürdig.
Über die Übergriffe in der Silvesternacht hat die Tagesschau erst berichtet, nachdem das Thema in vielen anderen Medien so massiv diskutiert wurde, dass ein Verschweigen nicht mehr möglich war. Sich da jetzt selbst auf die Schulter zu klopfen für diese “offene Berichterstattung”, ist doch äußerst zweifelhaft.
Über rechtsmotivierte oder vermeintlich rechtsmotivierte Straftaten berichtet die Tagesschau in aller Ausführlichkeit. Setzen Sie zum Beispiel mal Ihre Berichterstattung über den unschönen Fall der Beleidigung bzw. Bedrohung eines afrikanischen Priesters in Bayern einmal ins Verhältnis zu diesem schrecklichen Verbrechen. Hier werden offensichtlich bewusst unterschiedliche Maßstäbe angelegt – Lokalität spielt nicht immer eine Rolle.
Und was soll uns der Verweis auf die (sinkende) Zahl von Morddelikten sagen? Dem kann man entgegenhalten: Sexualmorde sind äußerst selten in Deutschland.

253: MickM:

5. Dezember 2016 um 13:31 Uhr

Da die ARD ja ständig Umfragen durchführt, könnte man ja einfach die Bevölkerung fragen, ob sie Waldbrände in Kalifornien wichtiger finden als diesen Fall.

254: M.O. Cato:

5. Dezember 2016 um 13:32 Uhr

Da wir es hier nicht nur mit einem Mordfall zu tun haben, sondern insbesondere mit einer Konsequenz der wichtigsten politischen Entscheidung des letzten Jahres, die seit nunmehr über 1 Jahr die Deutschen bewegt, entweder als entschiedene Kritiker oder glühende Befürworter dieser Politik,macht die Bewertung dieses Falls als Regionalnachricht vorsichtig ausgedrückt unglücklich.

Entsprechend hoffe ich, dass sie sollte solche Fälle in Zukunft auftauchen die Transferleistung zu aktuellen politischen Ereignissen herstellen, bevor sie einen Fall der internationale Aufmerksamkeit erfährt unter den Tisch fallen lassen.

255: hergenhuhn:

5. Dezember 2016 um 13:33 Uhr

Ich bin einfach nur erschüttert und bekomme immer mehr angst. wenn in einem flüchtlingsheim etwas passiert wird durch die Tagesschau tagelang berichtet und hier heißt es, da der Mörder erst 17 ist steht er unter besonderem Schutz. das ist nur noch peinlich, genauso wie die ganzen Kommentare der Politiker, Kirchenvertreter usw. wie immer bei flüchtlingstaten wird der Täterschutz höher gehängt als der Opferschutz. die Mitarbeiter der Tagesschau und all die anderen Flüchtlingsverteidiger sollten mal die Augen schließen und sich vorstellen, es wäre ein Kind von ihnen…..

256: Dirk:

5. Dezember 2016 um 13:35 Uhr

Ihre Einschätzung ist fatal falsch und politisch bestimmt, was widerwärtig ist. Denn sie schaufelt noch mehr Wasser auf die Mühlen der Rassisten. Somit eigentlich ein Eigentor – sollte nach Köln eigentlich nicht mehr vorkommen. Dass Sie anschließend auch noch die Menschen für dumm verkaufen und fadenscheinige Erklärungen vorschieben, macht alles noch schlimmer. 6, setzen.

257: Bernhard Fendrich:

5. Dezember 2016 um 13:40 Uhr

“Aber wir berichten nur sehr selten über einzelne Kriminalfälle.” Zitat Ende.
Aber über den Fall von einer Tat, wo eine Moschee Eingangstür angezündet wurde, da wo es kein Menschenleben forderte (Auch dieser Fall ist natürlich auch eine Straftat zumindest eine Sachbeschädigung) ja über diesen Einzelfall wurde aber berichtet war ja auch schrecklicher als ein Mord an einer Studentin.

258: rig2016:

5. Dezember 2016 um 13:41 Uhr

@ 183: hamburgerpsychologe: 5. Dezember 2016 um 12:09 Uhr
.

“…so lange es keine Anhaltspunkte auf einen religiösen Zusammenhang gibt (ja auch Nicht-Christen morden einfach so) oder einen Zusammenhang zu den anderen Morden, ist dieser Mord nicht berichtenswert, da er kein Interesse für die Offentlichkeit darstellt….”
.
Wo lag nach Ihrer Einschätzung dann das überregionale öffentliche Interesse an der versuchten Vergewaltigung eines Flüchtlingsmädchens in Höxter durch einen DRK Mitarbeiter, über den auf tagesschau.de vorgestern, also einen Tag früher berichtet wurde?
.
Es ist genau diese nicht nachvollziehbare Gewichtung, die der Tagesschau die Kritik einbringt.

259: s.Braun:

5. Dezember 2016 um 13:42 Uhr

Mich würde interessieren, ob im es umgekehrten Fall- Täter Deutscher und Opfer Migrantin / Flüchtling – die Nachricht auch nicht , nach den o.g. Gründen in die Hauptnachrichten geschafft hätte ! Höchstwahrscheinlich aber doch ! Mit Brennpunkt Sondersendungen, Talkshow mit den üblichen Gästen zum Thema “Rechte Gewalt” und was sonst noch dazugehört !

260: Factotum:

5. Dezember 2016 um 13:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

verschweigen ist auch lügen.
Spätestens seit der letzten Silvesternacht hängt die Glaubwürdigkeit der öffentlich-rechtlichen Berichterstatter am seidenen Faden. Sie und ihre Redaktion hängen sich da auch noch dran.

261: Mario:

5. Dezember 2016 um 13:45 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Giffke,
ihre Darstellung ist absolut nachvollziehbar. Vielen Dank, dass Sie sich nicht vom Populismus anstecken lassen.

262: ladycat:

5. Dezember 2016 um 13:48 Uhr

#183 hamburgerpsychologe
Es wird wieder mal mit zweierlei Mass gemessen.
Wenn es um Taten von Merkels Gästen geht, ist alles unwichtig. Aber so bald sich irgendein Rechter etwas zu Schulden kommen lässt, wird es medial aufgebauscht. Eine einseitige Berichterstattung darf nicht sein.

263: Rainer Traube:

5. Dezember 2016 um 13:49 Uhr

Wenn Sie auch nur eine Ahnung davon hätten, wie
intensiv die Debatte um Sicherheit, Angst und Kriminalität meine Heimatstadt inzwischen beschäftigt, würden Sie nicht über Relevanz sprechen.
Der aktuelle Fall ist nur die Spitze des Eisbergs.

Aber Hamburg liegt sehr, sehr weit entfernt von
Freiburg. So weit entfernt wie die Tagesschau inzwischen von der Wirklichkeit.

(PS: Ich empfehle z.B. die Lektüre des guten SPON-Artikels des Kollegen Ch. Ruf http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mord-an-studentin-in-freiburg-risse-im-idyll-a-1124344.html).

264: S.Schäfer:

5. Dezember 2016 um 13:50 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Giffke,

der Mordfall an der 19 Jährigen Medizinstudentin war im öffentlich Rechtlichen Radio SWR3 sehr Medienpräsent. Unabhängig von der Redaktionellen Gewichtung im Medium Fehrsehen bleiben drei Fakten bestehen. Vorweg ein 40s Bericht sehre ich Jouranlistisch verpfichtend. Erster Fakt ist wurde eine hervorragende Polizeiarbeit geleistet, insbesondere die komplizierte Auswertung in Stuttgart und die Sonderkommission Dreisam haben eine hervorragende Arbeit geleistet, das ist Berichtenswert. Der Nachrichtenwert besteht darin, das es für uns freie Bürger beruhigend ist, das Fälle unpolitisch schnell aufgeklärt werden können. Zweiter Fakt Sie konnten davon aus gehen das Sexualverbrechen die Lokal und Zeitlich dicht beieinanderligen mglw. von einem Täter begangen wurden (ein Anruf im FR Polizeipräsidium). Drittens Sie sollen unabhängig Berichten und haben aus meiner Sicht weing Feingefühl, wie sich Nachrichtenwerte posttum aufbauen und dadurch Ausgenutzt werden.

265: Marek Böllesch:

5. Dezember 2016 um 13:51 Uhr

An die Tagesschau-Redaktion: Danke für die Darlegung der Kriterien; sie sind nachvollziehbar.

An die Mitkommentatoren/Mitkommentatorinnen: Wenn sie nicht verstehen wie Nachrichten entstehen, sollten sie sich jegliche Kritik sparen. Wenn fünf Tage lang in Deutschland “nichts passiert”, dann kann eine Redaktion auch “regionale” oder “kleine” Themen aufnehmen. Stichwort: Sommerflaute.

Aber daraus eine Regel oder gar den üblichen Vorwurf “Doppelmoral/ nach zweierlei Maß messen” abzulesen, zeigt leider nur, dass sie nicht begreifen, wie eine solche Redaktion arbeitet/ arbeiten muss.

Schnelle Berichterstattung ist nicht besser. “Unabhängige” Berichterstattung gibt es nicht, nur die Medien, die es mit dem Journalismus ernstnehmen, erklären sich. Wie die Tagesschau-Redaktion.

Die meisten Kommentare zeigen, dass die Leute sich über etwas aufregen, was ihnen gerade in den Kram passt. Es gibt keinen Beweis für Flüchtlinge = Gewalt.

Aber Bautzen & Co. = Gewalt bewiesen.

266: Meier Georg:

5. Dezember 2016 um 13:52 Uhr

Ihre Rechtfertigung macht (fast) sprachlos. Die Tagesschau hat wie der gesamte ÖR Medienbereich an Glaubwürdigkeit verloren. In abgewandelter Form fallen mir die Worte von Herrn Sarrazin ein: nur noch Bauchredner!!!

267: keinTagträumer:

5. Dezember 2016 um 13:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Giffke,

Zwischenbilanz aller bisherigen Kommentare :

- neutral-weniger als 5%

-ca.20% glauben noch immer an all das was sie bzw. die ÖR erzählen,

- ca.75% halten ihre Erklärung für inakzeptabel, unglaubwürdig bzw. glatt gelogen.

das(!!!)ist die Realität in ganz Deutschland … nicht nur hier !
schlafen sie nachts noch gut oder ist ihnen das vollkommen egal ?

268: Jens Grosser:

5. Dezember 2016 um 13:54 Uhr

Aber wenn es irgendwo im Osten ein Anschlag auf eine Asylunterkunft und zwar ohne Opfer gibt, dann hat das keine regionale Bedeutung. Darüber muss laut und breit berichtet werden. Diese Medien, die diese Linie vertreten, machen sich doch nur noch unglaubwürdig und lächerlich!

269: Jonas J.:

5. Dezember 2016 um 13:55 Uhr

Dieser Mord ist von erheblichem Interesse für die Öffentlichkeit. Die Umstände sind äußerst brisant. Dass nach erheblichem Medienecho eine Rechtfertigung ihrerseits erscheint, erscheint paradox. Für eine Berichterstattung ist es noch nicht zu spät.

270: Tobias:

5. Dezember 2016 um 13:56 Uhr

Wenn “Relevanz” das wichtigste Kriterium ist um in der 20-Uhr-tagesschau Sendezeit zu bekommen (im Gegensatz zum “Gesprächswert”, was für ein furchtbares Wort) dann frage ich mich weshalb ein paar steuerhinterziehende Fußballstars für Deutschland RELEVANTER sind als eine ermordete Studentin aus Freiburg. ZWEI Minuten Sendezeit für die Fußballer, NULL Sekunden für die Studentin.

271: steffen jonda:

5. Dezember 2016 um 14:01 Uhr

Die Tagesschau, früher Referenz für Wissensvermittlung verkommt zum Spielball gesinnungstreuer Meinungsmache.

Durch die GEZ bezahlt jeder Bürger diese Sendung mit. Die Stellungnahme ist – sorry für die harten Worte – blödsinnig.

In Freiburg wurde eine Frau ermordet, die Stadt in Angst versetzt und – als die Fakten darauf hindeuteten dass ein Flüchtling (ein geschenkter Mensch) diese Frau, welche sich FÜR Flüchtlinge eingesetzt hat vergewaltigt und dann ermordet hatte – gerade von der TS totgeschwiegen. Das ist gelinde gesagt erbärmlich – ein Vergleich mit der aktuellen Kamera drängt sich auf.

Zudem ist es Wasser auf den Mühlen derer, die in jedem Flüchtling einen Vergewaltiger sehen. Toll gemacht.
Und die Politiker-Darsteller betonen hier nur, dass man diese Info nicht “mißbrauchen” dürfe. Darf man nicht? Sagt wer?
Der Rechte wird das als Beweis nehmen – das ist aber nicht IHR Problem.

Die TS hat Nachrichten zu machen, nichts weiter…

272: Wiesinger:

5. Dezember 2016 um 14:02 Uhr

Wäre es eine junge Frau mit Migrationshintergrund gewesen, wäre der Aufschrei unendlich gewesen. Die Mittel gegen Rechts wären sofort augestockt worden und es gäbe eine Lichterketten rund um den Erdball. Es war aber leider nur ein einheimisches junges Mädchen von 19 Jahren, welches von einen Asylbewerber in einem Fluß ertränkt wurde, nachdem es vergewaltigt wurde – wieder mal ein bedauerlicher Einzelfall. Das Schlimmste daran aber ist, dass wir diese einseitige Berichterstattungen Ihres Senders mit den erzwungenen GEZ-Gebühren finanzieren müssen, ohne Vetomöglichkeit.

Antwort schreiben
.

273: Fritz Steuer:

5. Dezember 2016 um 14:04 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
wenn Sie bestimmte Nachrichten, Themen und Meinungen unterdrücken oder schönfärben und dann, wenn der öffentliche Druck zu groß wird, irgendwelche vorgeschobenen Argumente finden, um ihr kaum nachvollziehbares Verhalten zu rechtfertigen, ist das eine Sache. Wenn Sie aber diese Meldungen, die nahezu alle Deutschen brennend interessieren, überhaupt nicht erwähnen, verlieren Sie meines Erachtens auch die Berechtigung, sich von allen diesen (dummen) Deutschen finanzieren zu lassen. Seit den Silvestervorfällen bin ich sehr sensibilisiert und beobachtige die Medien sehr genau. Und ich wäre vor der Tagesschau am Samstag jede Wette eingegangen, dass diese nicht über den Mord an Maria L. in Freiburg berichten wird. Tausende von Einzelfällen sind aber irgendwann auch systemisch.
MfG,
F. Steuer

274: Matthias:

5. Dezember 2016 um 14:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

ich akzeptiere Ihre Haltung,
wie ich in meinem obigen Kommentar Nr. 1 zum Ausdruck brachte.

Dringend
bitte ich Sie jedoch,
bei den Politikern nachzuhaken:
Was tun Sie für die Polizisten, konkret?

Im Fall des tatverdächtigen Afghanen
kam die Wahrheit nur dank extremen(!) Zeiteinsatzes der Ermittler so schnell ans Licht,
siehe Pressekonferenz:

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/tote-studentin-in-freiburg-polizei-prueft-umfeld-des-verdaechtigen/-/id=1622/did=18597430/nid=1622/qs6yj1/index.html

25 Polizisten extra
zur Stärkung des Sicherheitsgefühls in Freiburg,
die an anderer Stelle abgezogen werden
bei gleichzeitiger Zunahme der Einbrüche
und Abnahme der Streifenfahrten,
DAS scheint mir zu wenig.

Kritische Rückfragen an Menschen wie
Herrn Gabriel halte ich für nötig.

Im Voraus vielen Dank!

275: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 14:06 Uhr

@209: lichtspiele: 5. Dezember 2016 um 12:47 Uhr

>>166: fathaland slim
Dass Sie selbst an der Debatte teilnehmen, zeigt doch deren Bedeutung, lieber fathaland slim.<<

Sie überschätzen mich maßlos.

Die Tatsache, daß ich mich mit zahlreichen Beiträgen an dieser Diskussion hier beteilige, beweist, daß mich das Thema und das, was damit verbunden ist, sehr berührt und umtreibt.

Nicht mehr und nicht weniger.

Trotzdem danke für die Blumen.

276: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 14:09 Uhr

@226: fathaland slim

Dahinter steckt letzten Endes eine sehr merkwürdige Angst. DIE müsste angeschaut werden.

Die Türkei hat so ca. 3 (in Worten:DREI) Millionen Menschen aufgenommen. Das ist keine Relativierung für diese kriminelle Tat. Nur scheint mir diese überdimensionale Aufregung hier doch einen uneingestandenen anderen Hintergrund zu haben.
Ich würde ja mal darüber nachdenken, dass noch sehr viel mehr Flüchtlinge kommen könnten. Es gibt da einen gewissen Erdogan mit den bekannten Möglichkeiten. Und dessen Grenzer erschießen mittlerweile a la DDR Flüchtlinge an der syrisch-türkischen Grenze. Ist das ev. auch Meldungen wert?

Warum wird eigentlich nicht seit Jahrzehnten vehement die TS-Meldung über entsprechende Untaten von Deutschen gefordert? Ich halte diese Empörung, die sich ja vor allem an dessen afghanischen Herkunft entzündet, für dringend diskussionsbedürftig.

277: Andreas S.:

5. Dezember 2016 um 14:11 Uhr

Leider wieder mal ein Fall, die den “Lügenpressen” Vorwürfen von Pegida und Co in die Hände spielt. Wie schon in den vorigen Kommentaren erwähnt, kann man in der Abwägung der Berichte nur zu dem Schluss kommen, das ein derartiger Bericht politisch nicht gewollt ist. Die ARD erweist mit diser Art von (Nicht-)Berichterstattung der Demokratie einen Bärendienst und “schenkt” der AFD mal wieder nicht unwenige Wählerstimmen. Ich kann über dieses Fehlverhalten, Mißstände die mit Flüchtlingen zusammenhängen, nicht beim Namen zu nennen, nur noch resigniert den Kopf schütteln

278: Sushi:

5. Dezember 2016 um 14:13 Uhr

Und wieder muss man mit Erschrecken die Kommentare unter einem Beitrag lesen. Mit welcher Emotionalität und mit wie wenig Rationalität hier Kommentare unter einen informierendes Statement verbreitet werden, kann ich nicht verstehen.

Die ARD wird für das Weglassen eines Beitrags kritisiert und nimmt dazu Stellung. Das die ARD darauf reagiert, ist doch zunächst mal eine gute Sache, denn die Redaktion versucht auf diese Weise ein wenig mehr Transparenz zu schaffen, wie die Abläufe hinter den Kulissen sind.

Die Argumentation, dass über eine Tat eines AFD-Anhängers berichtet worden wäre, halte ich für absolut richtig. Greift ein vermeintlich “Rechter” einen Flüchtling oder Ausländer an, ist das für mich eine politisch motivierte Tat. Politisch motivierte Straftaten gefährden unseren Rechtsstaat und haben damit auch eine Relevanz für die ÖR-Nachrichten. Eine sexuell motivierte Tat nicht in selbem Maße.

279: Heiko Bütehorn:

5. Dezember 2016 um 14:15 Uhr

Sehr geehrte Damen Herren,
dieser Versuch der Rechtfertigung ist schlimm, weil er genau das Gegenteil erzeugt. Das Beispiel Sylvesternacht Köln zu bringen ist der blanke Hohn, hat doch “die Presse” lange – nachweislich- versucht, den Fall runterzuspielen. Fakt ist auch, dass sogar die Polizei angewiesen war, so wenig wie möglich aktenkundig machen, was auf eine überwiegend von Ausländern/Asylsuchenden schliessen lässt. So könnt Ihr die Bürger nicht behandeln, dass erzeugt Wut und direkt oder indirekt Unterstützung für die braune Bewegung, die die Mehrheit der Bevölkerung noch ablehnt. Eine offene Berichterstattung ist gefragt, und kein Verheimlichen! Kürzlich wurde in Hammeln eine Frau mit dem Auto und Seil am Hals durch die Stadt geschleift. In der Berichterstattung 2 Tage kein Hinweis auf den Täter, obwohl der sich gleich danach der Polizei stellate. Warum keine Info? Es hätte doch sofort geklärt sein können, dass es sich um einen Deutschen handelte – kurdischer Abstammung.

280: M.H.:

5. Dezember 2016 um 14:15 Uhr

Wenn ich in den Medien die scheinbare Tendenz sehe, dass die Berichterstattung über bestimmte Probleme aus Angst vor dem Vorwurf des Populismus vermieden wird, bekomme ich ein ganz mulmiges Gefühl. Die Argumentation von Herrn Gniffke wirkt auf mich vorgeschoben. Die Gründe dafür haben andere hier bereits zutreffend dargestellt. Qualitätsjournalismus muss auch kontroverse Themen ansprechen, gerade wenn sie offensichtlich im Fokus des öffentlichen Interesses stehen. Dies ist aus meiner Sicht ein wichtiger Teil des öffentlichen Informations- und Bildungsauftrags der ARD. Die SZ hat in ihrem Onlineauftritt gezeigt, wie es richtig geht, ohne dabei nach meinem Verständnis in Populismus zu verfallen. Ein Bericht über diesen Vorfall wäre daher auch in der Tagesschau als Grundlage einer objektiven Meinungsbildung geboten gewesen.

281: Tom Jasper:

5. Dezember 2016 um 14:17 Uhr

@213 Andreas Krupp
zu den “importierten” Mördern:
Im Juli 2016 wurde in der Schweiz eine 38-jährige Schweizerin von einem 59-jährigen Deutschen ermordet. Also hatte sich die Schweiz diese Mörder “importiert”. Welche Konsequenz müsste die Schweiz jetzt Ihrer Ansicht nach ziehen? Grenzen dicht machen für alle Deutschen?
Deutsche morden in der Schweiz, Schweizer in Italien, Franzosen in Spanien, Afghanen in Deutschland, Amerikaner in Mexiko usw.usw..
Wenn Sie das verhindern wollen, dürften Sie jeden Staatsbürger nur noch in seinem Herkunftsstaat leben lassen und die Grenzen dicht machen. Diese Vorstellung ist völlig absurd.

282: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 14:17 Uhr

Ich finde die zahlreichen Beleidigungen und Diffamierungen Herrn Gniffkes sowie die schamlose Instrumentalisierung der Eltern des Mädchens, die durch ihre Bitte, an eine Organisation, die in der Flüchtlingshilfe tätig ist, zu spenden, mehr als deutlich gemacht haben, daß sie mit dem Gedankenschlecht, welches sich hier brüllend bemerkbar macht, nichts zu tun haben wollen, mehr als unerträglich.

Man stürzt sich hier wie die Aasgeier auf die Leiche, um sie für die eigene Agenda auszuschlachten.

Zum Kotzen.

283: Andreas Müller:

5. Dezember 2016 um 14:18 Uhr

Es gibt in der Tatortnähe einen zweiten Mordfall an einer jungen Frau. Daher sehe ich hier schon eine Relevanz für eine Meldung in der Tagesschau. Gerade da ein solches Verbrechen, wäre es durch Rechtsradikale begangen worden, mit Sicherheit den Platz in die Tagesschau gefunden hätte.

284: Joaquin Veyron:

5. Dezember 2016 um 14:19 Uhr

Hallo Hr. Gniffke,

eines verstehe ich als “besorgter Bürger” mal wieder nicht.

Über die schändliche Tat in Freiburg berichtet die TS nicht. Sehr wohl aber sind die Ermahnungen der Politiker, die für die verfassungswidrige Asylpolitik verantwortlich sind, hier mal wieder “nicht Pauschalverurteilungen” anheim zu fallen und “den Recht nicht in die Karten zu spielen”.

Wie passt dies zusammen, wenn es doch nur ein Fall für die regionale Berichterstattung sei?

285: Thorben:

5. Dezember 2016 um 14:23 Uhr

Aha, regionale Bedeutung.
“Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse. Da zählt ein Mordfall nicht dazu.”

Als der Asylbewerber in Dresden seinerzeit ermordet wurde und noch nichts bekannt darüber war wer der Täter war, da wurde das Ereignis zum deutschlandweiten Thema erklärt und tagelang nonstop berichtet. Erst als klar war, das ein Landsmann des Toten der Täter war, wurde wie von Geisterhand die Berichterstattung in der Tagesschau ganz plötzlich eingestellt.
Muss ich den Mordfall des “Reichsbürgers” an dem Polizisten erwähnen, der tagelang das Nr. 1 Thema in der Tagesschau war?
Schon seltsam, Sie schrieben doch gerade in ihrem Text “ein Mordfall zählt nicht zu den relevanten Ereignissen”.
Ja was denn nun?

286: Laubenpieper:

5. Dezember 2016 um 14:23 Uhr

Allein die riesige Zahl der Kommentare belegt, dass der Sexualmord eben kein regionales Randthema war. Die Profis der ARD -Nachrichten wussten das auch, es passte nur nicht ins politische Schema.
Wären Sie das Thema offensiv angegangen, dann hätten sie z B über die Schwere Jugend des Täters berichten können

287: Volker:

5. Dezember 2016 um 14:23 Uhr

“Was sind das für Zeiten, in denen ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen darstellt, weil es ein Schweigen über soviele Untaten einschließt.”(Bert Brecht)
Vielleicht idt die 24 Stunden Tagesschau die Lösung.
Ich kann die Argumentation des Herrn Gniffke gut nachvollziehen – auch wenn die die Gefahr birgt einmal daneben zu liegen.

288: Peter Wirtz:

5. Dezember 2016 um 14:24 Uhr

Die Begründung für die Nicht-Berichterstattung ist doch wieder die pure Heuchelei! Wäre ein Promi
Opfer eines solchen Verbrechens geworden, hätte unser Staatsfernsehen ausführlichst darüber berichtet, egal welcher Nationalität der Täter gewesen ist.
Doch in diesem Fall ist der Täter ein Flüchlting und deshalb wird das Verbrechen am liebsten gar nicht erwähnt. Schämen Sie sich!

289: kurt:

5. Dezember 2016 um 14:25 Uhr

Wenn Sie das selbst glauben und mit diesen Worten ruhig schlafen gehen können dann ist ja Alles gut.

Für mich persönlich sieht das so aus wie bereits ähnliche Vorkommnisse die nicht an die Grosse Glocke gehängt wurden (es sei denn es handelt sich bei Tätern um Deutsche Rechtsradikale).

290: Stossaxt:

5. Dezember 2016 um 14:27 Uhr

Aber wenn Frau Merkel einen Schnupfen hat das müssen wir alle wissen.

291: Carsten Knigge:

5. Dezember 2016 um 14:27 Uhr

Ich verlängere die Reihe der teilweise unterirdischen Kommentare nur ungern. Dennoch folgende Punkte:
1. Ich bin nicht der Meinung, dass sich Herr Gniffke überhaupt hätte rechtfertigen müssen.
2. Dass er es dennoch tut, spricht für das ehrliche Bemühen, für etwas mehr Transparenz und Hintergrundinfos für die TS-Konsumierenden zu sorgen.
3. Dass “Relevanz” ein entscheidendes Auswahlkriterium sein muss, ist völlig unstrittig. Doch ist zu hoffen, dass dieses Kriterium in der TS-Redaktion auch DURCHGÄNGIG angewendet wird. Wenn ich zukünftig von allen Christkindlmarkt-, Fasnachtsumzugs-, Fasnachtsumzugsverlegungs- und “Unwort des Jahres”-Meldungen während der Hauptnachrichten verschont bleibe, ist das “Relevanz”-Argument für mich wirklich nachvollziehbar und der Verzicht auf weitere, relevant erscheinende Meldungen akzeptabel.

292: Patricia Krekel:

5. Dezember 2016 um 14:29 Uhr

Natürlich will die Tagesschau mal wieder keinen Fremdenhass provozieren, aber sie soll- von Seiten der Regierung – eine positive Grundstimmung für diese Masseneinwanderung schaffen.
Gerade die Sprachwahl in der ARD ist immer wieder verräterisch, da denke sich jeder sein Teil.
Wenn ein Flüchtling von Rechtsradikalen gehetzt wird, ist das für Sie bestimmt nicht ” regional “. Ich lerne jeden Tag bei Ihren Sendungen. Auf jeden Fall kann ich mittlerweile zwischen den Zeilen lesen.

293: entejens:

5. Dezember 2016 um 14:30 Uhr

“Jeder Mord ist fürchterlich. Der Fall in Freiburg besonders, weil ein junges Menschenleben ausgelöscht wurde.”
Wieso ist der gewaltsame Tod eines jungen Menschen “besonders fürchterlich”? Das bedeutet ja im Umkehrschluß, daß der gewaltsame Tod eines Rentners “weniger fürchterlich” ist. Ist das wirklich die Intention Ihrerseits?
Zum konkreten Fall: Sollte der Tod der Studentin im Oktober tatsächlich nicht in der Tagesschau gemeldet worden sein, dann ist die Entscheidung jetzt konsequent, wie sie im umgekehrten Fall ebenso konsequent gewesen wäre. Denn nur weil der Tatverdächtige (was noch nicht zwangsläufig “der Täter” ist – man denke nur an Emden vor ein paar Jahren) ein minderjähriger Flüchtling ist, bekommt der Fall nicht zwangsläufig eine größere überregionale Bedeutung. Das passiert logischerweise auch nicht, wenn der Tatverdächtige z. B. Christ, schwul, Polizist, Mann usw. usf. wäre.

294: Frank Gerhard:

5. Dezember 2016 um 14:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Sie können Ihre Formalien gern erklären. Sich frei sprechen von dem Vorwurf, tendenziös zu berichten, können Sie sich dadurch allerdings nicht. Einzelne Mordfälle und Täter haben es immer wieder in die Tagesschau geschafft, wenn diese für die Öffentlichkeit von Interesse waren. Dies trifft im Fall der geschändeten und ermordeten Studentin aus Freiburg allemal zu (an dieser Stelle mein Mitgefühl mit den Angehörigen). In einer Zeit, in der man seine Frau nur noch mit einem unguten Gefühl allein auf öffentliche Plätze und Veranstaltungen lässt, haben solche Meldungen Relevanz, denn die Sicherheit in Deutschland leidet, insbesondere seitdem unsere Grenzen keine mehr sind. Die sozialen Medien und Polizeiberichte zeigen dies eindrucksvoll, allerdings nicht die ÖR. Gewalt ist immer zu verurteilen, aber wenn Sie häufig von Gewalt gegen Flüchtlinge berichten, dann sollten Sie auch über die Gewalt berichten, die von Flüchtlingen ausgeht.

295: Selbstdenker:

5. Dezember 2016 um 14:33 Uhr

Es bleibt letztendlich Spekulation, aus welchen Beweggründen man bei der Tagesschau nicht berichtet hat. Die Regeln der “Relevanz” spielen eine Rolle, aber sicherlich wollte man vermeiden, dass ein “Flüchtling” als Mörder publik wird. Man erfährt es sowieso auch von anderen Medien, also nur Mut.
Es ist ein Mord. Egal an wem und egal von wem begangen, so gemein das jetzt klingt, dies sollte ungefiltert berichtet werden. Der Leser darf sich seine Meinung selbst bilden, denn das ist auch Demokratie. Man muss also nicht die Nachrichten erst vorkauen und zurechtbiegen aus Sorge, dass es missverstanden werden könnte. Das wird immer so sein, egal was man berichtet. So ein Mord hat Relevanz für Deutschland!
Liebe Tagesschau! Überlassen sie doch den Bürgern selbst, wie sie mit Nachrichten umgehen! Wer dabei was Böses denken will, tut es sowieso und wer weder auf Herkunft, noch auf Hautfarbe bei Opfern und Tätern achtet, der hat doch ein Recht auf Information für die er noch GEZ bezahlt!

296: Robert Klein:

5. Dezember 2016 um 14:34 Uhr

Liebe Redaktion, wie sieht es mit staatsgefährdenden Aktivitäten aus? Sind die auch nur von regionalem Interesse? Ich finde die Meldungen auf der Seite des Generalbundesanwaltes jedenfalls sehr beunruhigend – und daher frage ich, warum diese nachrichtlich nicht thematisiert werden?

Quelle: https://www.generalbundesanwalt.de/de/aktuell.php

297: Stefan Geiss:

5. Dezember 2016 um 14:35 Uhr

Was wollen die erbosten Kritiker der Tagesschau eigentlich? Was sollen die Vorwürfe der “Lügenpresse”?
Dazu fallen mir spontan zwei Dinge ein:

1. Die Kritiker wollen genau das lesen, hören und sehen, was ihrer Meinung und Weltbild entspricht – nichts anderes. Sie können es nicht ertragen, dass es (gute) Gründe gibt, die Meldung nicht zu bringen. Und daher wird wie in einem Reflex “Lügenpresse” gebrüllt. Das erinnert ein wenig an Trump-Wähler, die sich überwiegend bei FOX news u.ä. informieren und mittlerweile nicht mehr in der Lage sind andere Nachrichtensender zu schauen ohne Hassattacken zu erleiden.

2. Der Mordverdächtige ist ein “Flüchtling”! Und genau deswegen wollen so viele, dass es gesendet wird. Denn dieser “Verdacht” entspricht ihrem ganz persönlichen Vorurteil, dass “Ausländer” viel häufiger morden. Nun gibt es überhaupt keine Statistik die dieses Vorurteil unterstützt – für die Anhänger der “Lügenpresse” ist das natürlich egal. Hauptsache Randale – anonym natürlich…

298: Gerald S.:

5. Dezember 2016 um 14:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke!
Ich habe Ihr Statement gelesen und finde es durchaus ehrenwert. Trotzdem bin ich sauer, dass ich mir Infos zu einem Verbrechen, dass Deutschland bewegt,aus Beiträgen anderer Sendern zusammensuchen muss. Ein dürrer Zweizeiler, wie in den ZDF Nachrichten hätte mir schon gereicht.

299: Andreas:

5. Dezember 2016 um 14:40 Uhr

Diese Erklärung will die Zwangszahler einfach nur für dumm verkaufen. Was war an den friedlichen Protesten von 100 Menschen in Clausnitz so bedeutsam dass man darüber berichten musste? Oder an dem Mordversuch an H. Recker die bishin außerhalb Köln niemand kannte. Über jedes brennende (geplante) Asylbewerberheim wird auch berichtet, jedenfalls so lange man einfach “Rechte” der Tat beschuldigen kann. Stellt sich eine andere Tätergruppe heraus: Schweigen im Walde- Analog sieht es bei Morden aus. Als in Dresden der erste Asylsuchende ermordet wurde war die Empörung, Trauer und Berichterstattung groß, böse Pegida sei schuld, dann kam raus es war ein Landsmann und … Wo sind da die Leute die erstmal auf abwarten und Fakten sammeln beharren? Würde man in den Medien mal Ostdeutsche/Sachsen durch Flüchtlinge austauschen wäre wohl 80% aller Medien wegen Volksverhetzung verboten.

300: Julia:

5. Dezember 2016 um 14:45 Uhr

Ich möchte mal eine Frage stellen an die vielen hetzenden Schreiberlinge hier.Was ist mit den vielen deutschen Sexualstraftätern, die hierzulande in den Gefängnissen sitzen? Haben wir ein Problem mit dem “deutschen Mann” ansich? Wollen wir über jeden einzelnen dieser Fälle in der Tagesschau informiert werden? Soviel Aufmerksamkeit haben diese Menschen doch gar nicht verdient!

301: Alexander:

5. Dezember 2016 um 14:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

ich kann Ihrer Erklärung keinen positiven Aspekt abgewinnen und sie haben vollkommen recht, dass sie für Außenstehende nicht besonders überzeugend klingt. Dass es zu den alltäglichen Aufgaben eines Journalisten gehört, Ereignisse nach ihrer Relevanz zu sortieren, würde ich sogar noch verstehen, wenngleich ich Ihr ungutes Bauchgefühl in diesem Fall durchaus teile.

Doch wie kann es sein, dass Sie sich anmaßen, Mordfälle nach Ihrer Qualität zu sortieren, um dann (zumindest in der Tagesschau-App) gleichzeitig noch Platz für einen völlig unpassenden Beitrag über einen technischen Fehler, den Frau Rakers professionell überspielt hat, zu finden? In der Konsequenz heißt das für mich, dass Sie irgendeiner belanglosen technischen Panne mehr Relevanz zusprechen als einem tatsächlichen Ereignis. Das ist nicht nur geschmacklos, sondern meiner Ansicht nach auch gefährlich für den bröckelnden Ruf Ihrer Zunft.

Etwas mehr Selbstkritik hätte ich mir gewünscht!

302: o. Äberle:

5. Dezember 2016 um 14:49 Uhr

Der Fall war so unbedeutend und regional, daß in England, Frankreich, Italien, Belgien und sogar in Rumänien darüber berichtet wurde. Gott sei Dank kann ich diese Sprachen und bin nicht auf Ihre tendenziöse und lückenhafte Berichterstattung angewiesen. Ich bekomme so ein kompletteres Bild von dem, was in Deutschland passiert, als wenn ich mir ARD und ZDF antue. Euch fehlt Wahrhaftigkeit. Die ÖR Anstalten sind zu Volkserziehungs- und Gehirnwaschkanälen verkommen oder degradiert worden. So ist die Nichtberichterstattung in diesem Fall nur ein kleines, weiteres Mosaiksteinchen im miesen Gestamtbild. Schade um die Gebühren, die da verpulvert werden.

303: Koelle-am-rhing:

5. Dezember 2016 um 14:50 Uhr

Fathaland slim
Googlen Sie bitte einmal “badische zeitung kriminalität statistik freiburg”

38% der Straftaten (aufenthaltsdelikte bereits abgezogen) werden von ausländern verübt davon nicht wenige durch die neu angekommenen migranten.

25 neue landespolizisten wurden nach hilferufen der stadt nur für die altstadt kurzfristig hinbeordert.

Das sind die Realitäten in D. Nur bei der ARD erfährt man davon: Nichts

304: Martin Lindemann:

5. Dezember 2016 um 14:51 Uhr

Ich kann es kaum glauben, was Dr. Gniffke uns hier – sorry – weissmachen will. Den Nachrichtenwert dieses speziellen Mordfalls mit ganz besonderem öffentlichen Interesse kann man gar doch nicht hoch genug bewerten und nicht mit den üblichen Mordfällen in einen Topf werfen. Das – wieder sorry – feige Schweigen der Mainsteammedien hat und wird fatale Folgen haben. Ich kann leider nur wieder den Kopf schütteln über diese falschen Entscheidungen unserer obersten Entscheidungsträger.

305: schmidmi:

5. Dezember 2016 um 14:52 Uhr

Als wenn es irgendeine Rolle spielen würde, ob der Täter ein Flüchtling war, oder nicht!
Es handelt sich um einen Menschen wie wir mit allen Fehlern, denen auch “wir” unterliegen können.

Damit sollte man den Geist ruhen lassen, oder sollen die ö.r. Medien Tatsächlich über jeden Mordfall unterrichten???
Die Länge der Taggeschau möchte ich mir nicht antun..

306: fremdschämen:

5. Dezember 2016 um 14:54 Uhr

Wehe, ein Deutscher hätte das einer Migrantin angetan, womöglich noch einer mit Kopftuch! Bis ins Detail wäre das medial ausgeschlachtet worden!
Die Türen stehen offen, und viele der hier sozialisierten Menschen, die niemand gefragt hat, inwieweit sie mit unkontrollierter Masseneinwanderung einverstanden sind, wollen wenigstens wissen, in welchem Umfang diese Gastfreundschaft missbraucht und ausgelöscht wird. Und es ist eine moralische Pflicht der TS-Macher darüber zu berichten.

307: Marcus:

5. Dezember 2016 um 14:56 Uhr

Bezug Relevanz
Mit dem Bekanntwerden des Status des Mordverdächtigen ist es eine Meldung wert.
Wie schon erwähnt bei Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte wegen der Wahrscheinlichkeit eines politischen Hintergrundes.
Bei einem Flüchtling aus Afghanistan aber genauso wegen des möglichen kulturellen/religiösen Hintergrundes. ( über 70% in Afghanistan gegen Gleichberechtigung für Durchsetzung der Scharia als Recht… Pew Research)
Es wäre produktiv gewesen eben eine kurze Meldung mit diesem Hintergrund abzusetzen beispielsweise: “Mord in Freiburg offenbar aufgeklärt. Das Motiv des afghanischen Tatverdächtigen ist unklar. Eine kulturell religiös bedingte Tat gilt zur Zeit als unwahrscheinlich.”

308: peggy:

5. Dezember 2016 um 14:56 Uhr

Ich erinnere mich daran, dass über den vermeintlichen Zusammenhang von der NSU und dem Mord an Peggy in allen öffentlich-rechtlichen Medien einfach berichtet wurde, obwohl es sich wohl um eine DNA-Verunreinigung handelte.
Hier wurde direkt gesendet…bei einem deutschlandweit diskutierten Mord, der in gewissem Zusammenhang mit der Massenzuwanderung (dem wohl wichtigsten Thema der letzten Jahrzehnte)steht, wird von “Einzelfall” und “fehlender Relevant” rumgeeiert…Gniffke hat ja zuletzt schon indirekt bestätigt, dass ihm die “Erziehung” der Bevölkerung besonders wichtig sei. Leider nicht tragbar als Gebührenzahler!!!

309: Marx Murx:

5. Dezember 2016 um 14:57 Uhr

Die New York Times berichtet auch, schreiben hier viele. Ja, das tut sie, aber soweit ich sehen kann nur online und auch nur in Form einer kleinen Meldung, die eins zu eins aus den Agenturen übernommen wurde. Was die Menschen hier fordern ist ja etwas ganz anderes, und zwar einen Spitzenplatz im wichtigsten Nachrichtenfernsehmagazin der Republik.

310: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 14:59 Uhr

Ich bin der Erste, der befürwortet der Flüchtlingskrise mit humanitärer Hilfe zu begegnen, da es für uns als reiches Land eine moralische Pflicht ist. Alles andere wäre menschenverachtend.
Dennoch müssen wir vorsichtig sein aus falscher PolCor die Dinge verzerrt zu beleuchten. Und Zensur ist nach Desinformation das stärkste Mittel der Verzerrung.
Die nachvollziehbaren aber heiklen Beschwichtigungsversuche der Politiker (“früher gab es auch schon Morde” – wie zynisch und argumentativ absurd ist das denn) schlagen in die selbe Kerbe. Nach “Köln” war es genau so. Dazugelernt haben seitdem weder die Politiker noch die Medien, zumindest nicht die TS. Diese Art mit Bürgern umzugehen und zu bevormunden ist genau der Grund, wieso sich viele für dumm verkauft und hintergehbar gehalten fühlen.
Aspekte:
-kein Flüchtling kein totes Mädchen in FR
-zu diskutieren: steigt die kriminelle Bedrohung in der BRD durch Teile der Flüchtlinge? offensichtlich – Scheuklappen sind dabei nicht dienlich

311: Senol Agac:

5. Dezember 2016 um 14:59 Uhr

Guten Tag Herr Gniffke,

für Ihren Rechtfertigung habe ich keinerlei Verständnis. Es ist doch kein Wunder, wenn mittlerweile das halbe Land von Lügenpresse spricht, wenn Sie die Nachrichten, die unser Land bewegen nicht bringen.
Ich als Bürger zahle für diese Dienstleistung und wenn ich sehe, wie viel Sendezeit Sie für Nachrichten bereitstellen, die sehr weit weg von uns sind, dann finde ich Ihre Erklärung eine Frechheit und eine unerhörte Respektlosigkeit gegenüber den Angehörigen des Opfers. Sie machen genau das gleiche wie die CDU: ich als Bürger wähle & bezahle und werde nicht vertreten!!! Ihren Kommentar kann ich nur als anstandslos und sittenwidrig bezeichnen. Ein kluger Rat von mir für Ihren weiteren persönlichen Werdegang: wenn Sie nichts zu sagen haben, dann sagen Sie einfach nichts. Gruß Senol Agac

312: Willi Behrens:

5. Dezember 2016 um 15:10 Uhr

Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass Sie unserem Gemeinwesen einen kollosalen Bärendienst erwiesen haben, wenn nicht sogar großen Schaden angerichtet haben.

Den “besorgten” Bürgern derart unsensibel derart in die Hände zu spielen, das ist einfach unverantwortlich.

Im Übrigen wirft das Posting mit der Nummer 5 eine Frage auf, die ich ebenfalls sehr gerne beantwortet bekäme.

Bitte versuchen Sie in Zukunft, sensibler zu werden.

313: Sebastian Tiedemann:

5. Dezember 2016 um 15:11 Uhr

Dass Sie sich äußern Herr Kiffke, ist dann doch überraschend. Anscheinend hat am Wochenende die Hütte bei ARD AKTUELL gebrannt!?
Die viel zitierte (Fehl-)Entscheidung macht mich sprachlos. Da wartet man 15 Minuten auf einen entsprechenden Beitrag, aber es kommt – nichts. Aber die mangelnden Deutschkenntnisse irgendwelcher Bewerber ist wichtiger? Irgendwas läuft hier falsch. ARD Aktuell hat dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk einen Bärendienst erwiesen. Denn dieser steht ja ohnehin in der Kritik. Jetzt können wieder viele Skeptiker “Lügenpresse” rufen, und haben damit sogar ein wenig recht. Es war eben kein rein regionales Ereignis, Herr Kniffke. Ich hoffe, dass Ihr Team und Sie in Zukunft besser abwägen. Wir sind die Gebührenzahler, ob wir wollen oder nicht. Deshalb kann ich auch einen guten Journalismus erwarten! Sie haben mein Vertrauen in die TS schwer beschädigt!

314: ANNIE HOECKERN VDI:

5. Dezember 2016 um 15:13 Uhr

Herr Gniffke, sie schreiben “konnte man bei unserer Kölner Silvester-Berichterstattung sehen, bei der wir von Anfang an die Herkunft der mutmaßlichen Täter genannt haben.”

Ich nehme an, Sie haben einen besseren Zugriff auf Ihre Archive als ich, aber ich kann vor dem 5.1.2016 keine Berichterstattung der Tagesschau zu den Taten der Kölner Sylvesternacht nichts finden.
Kölner Stadt-Anzeiger und die Rundschau berichteten schon am 1.1.
Am 2.1 konnte man schon in der internationalen Presse über die Vorkommnisse lesen. als die Tagesschau am 5.1. berichtete war zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit es totzuschweigen vertan und es blieb der Tagesschau nichts anderes übrig als ebenfalls darüber zu berichten.
Das Verhalten der Tagesschau bezüglich der Silvesterereignisse jetzt als Beispiel für eine vorbildliche Berichterstattung anzugeben, ist mehr als zynisch.

315: Johanna:

5. Dezember 2016 um 15:14 Uhr

3. Ich in selbst Ärztin und muss sagen, dass ich teilweise übelsten Attacken von Mitbürgern (jung, männlich) mit Migrationshintergrund ausgesetzt bin. So extrem hat sich mir gegenüber noch kein deutscher Mitbürger verhalten. Begründet wird das dann immer mit dem anderen Kulturkreis…
4. Zeigt für mich der Mordfall der Studentin die allgemeine Meinungsmache wieder. Ich habe das Gefühl, eine aufgeladene schuld aus der Nazizeit (und so hat sich zB Herr Wickert kürzlich auch in einer Talkshow geäußert) wird jetzt irgendwie wieder gutgemacht indem wir uns so offen und positiv gegenüber Flüchtlingen verhalten. Aber meine Generation hat keine Schuld auf sich genommen, niemals würde ich eine Politik wie im 3. Reich unterstützen. Aber das Verhalten von Medien und Politik begünstigt rechte Gruppierungen weil sich einfach nur kritische Stimmen nicht gehört und wahrgenommen fühlen.
5. Würde ich ihnen gerne aus meinem Arbeitsalltag berichten. Aber die Eliten bekommen so etwas nicht mit…

316: Peter Boytin:

5. Dezember 2016 um 15:15 Uhr

Die Darlegungen der ARD überzeugen nicht. Über den Mord in Freiburg haben die „Washington Post“ und die „New York Times“ berichtet. Herr Dr. Gniffke schreibt: “Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse”. Damit missachtet die ARD die bereits eingetretene internationale Relevanz des Falles, die sich nicht nur auf eine regionale Dimension reduzieren lässt. Ich frage mich jetzt, von wem wird die ARD gesteuert?

317: Marianne W.:

5. Dezember 2016 um 15:17 Uhr

Offenbar hält man diesen Mord in Großbritannien für sehr wichtig:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3998478/Teenage-Afghan-immigrant-arrested-Germany-murder-medical-student.html
Mehr als 1.400 Leserkommentare bisher!

318: fathaland slim:

5. Dezember 2016 um 15:17 Uhr

@303: Koelle-am-rhing: 5. Dezember 2016 um 14:50 Uhr
Fathaland slim

>>Googlen Sie bitte einmal “badische zeitung kriminalität statistik freiburg”
38% der Straftaten (aufenthaltsdelikte bereits abgezogen) werden von ausländern verübt davon nicht wenige durch die neu angekommenen migranten.<<

Dann schauen Sie sich doch bitte die Statistik ein wenig genauer an und betrachten Sie bitte, welche Straftaten nun genau von welchen Ausländern begangen werden.

Kleiner Tip: Freiburg ist grenznah gelegen.

319: CK:

5. Dezember 2016 um 15:17 Uhr

Die Tagesschau berichtet so gut wie nie über alltägliche Kriminalität, Morde und Vergewaltigungen in Deutschland. Weder über die Tat an sich noch über die spätere Festnahme von Tatverdächtigen. Nur weil der Täter ein Ausländer ist soll jetzt also plötzlich eine Ausnahme gemacht und darüber berichtet werden? Oder soll in Zukunft sogar nur noch berichtet werden, wenn Ausländer die evtl. Täter sind? Eine gute Stellungnahme zu dieser absurden Argumentation findet sich zB hier: http://uebermedien.de/10506/warum-die-luegenpresse-vorwuerfe-gegen-die-tagesschau-falsch-sind/
Hass auf fremde Kulturen oder Rasen und die Ideologie von minderwertigem Leben als Motive für Gewalt, Mord und Brandstiftung sind nun mal etwas völlig anderes als Alltagskriminalität. Daher wird dort auch anders berichtet.
Liebes Tagessschau-Team, bei aller Kritik: Diese ganze Lügenpresse-Hysterie wird gezielt von rechtsextremen und Neonazis geschürt und manipuliert.

320: H. Kübler:

5. Dezember 2016 um 15:19 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau-Redaktion,
ich schaue seit Jahrzehnten um 20 Uhr die Tagesschau. Aber – auch Köln hat mich schon recht geärgert – dass Sie die Meldung des Flüchtling-Täters unter den Tisch fallen ließen, lässt mich an Ihnen grundlegend zweifeln. Nur regional interessant? Das glauben Sie doch selbst nicht. Sie schreiben, es gäbe 300 Morde jedes Jahr. Auch Demonstrationen gibt es 300 jedes Jahr, trotzdem brachten Sie die Dakota-Indianer. Jeden (bedauerlichen) Übergriff, der Flüchtlinge zum Ziel hatte, den thematisieren Sie. Gut so. Wenn Flüchtlinge zum Täter werden, ist der erste Satz, den ich lese “keine Pauschalverurteilungen!”. Nein, das will keiner. Aber die Wahrheit, die würde ich schon gern lesen. Von beiden Seiten! An Flüchtlingen und von Flüchtlingen! Ohne sofortige reflexartige Beschönigung und Beschwichtigung und Relativierung. Die Meinung darüber bilde ich mir dann selbst. SIE sind für die Information zuständig. Nicht für die Zensur.

321: Lisa:

5. Dezember 2016 um 15:21 Uhr

Puh, wenn ich die Kommentare nun in ihrer Gesamtheit betrachte, bekomme ich Bauchschmerzen.
1. Wenn der Täter kein Afghane gewesen wäre, hätte sich niemand aufgeregt. Ich beobachte schon seit Beginn der Flüchtlingsdebatte, dass sich auf einmal unheimlich viele besorgte Bürger um die Sicherheit der “deutschen” Frauen sorgen, weil es sich so gut vor den rechten Karren spannen lässt. Früher hat das Thema sexuelle Belästigung bis hin zu Vergewaltigung oder Mord kaum jemanden interessiert (und zwar nicht deshalb, weil es das nicht gab! Das gab es damals wie heute und zwar von männlichen Wesen jeglichen Alters und jeglicher Nationalität). Was ich mir alles an sexuell anzüglichen verbalen Entgleisungen bis hin zum Angrabschen gefallen lassen musste, ist ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft. Aber das wird immer wieder als “Kavaliersdelikt” abgetan und anerkannt. Frauen sind in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft noch lange nicht genug geschützt und das liegt nicht an den Flüchtlingen.

322: Carina:

5. Dezember 2016 um 15:25 Uhr

Erkennen Sie denn nicht einmal jetzt im Nachhinein, an dem Sturm der Empörung, wie “RELEVANT” eine Berichterstattung gewesen wäre bzw. ist?! Schutz des Jugendlichen? Wie schutzlos war das Mädchen, welches den abartigen Trieben dieses Jugendlichen zum Opfer fiel. Er IST ein Flüchtling. Das ist Fakt und wird nicht dadurch besser oder unwahr, weil man es nicht öffentlich ausspricht. Wäre dieser Verbrecher nicht ins Land gekommen, würde die junge Studentin noch leben.

323: Stefan T:

5. Dezember 2016 um 15:26 Uhr

Ich finde es traurig, dass die Kommentarfunktion von tagesschau.de zur Plattform von Hasspropaganda geworden ist. Beispiel gefällig: Kommentar 39: “tausenden von anderen Fällen, wo die sog. “Flüchtlinge” und sog. “Schutzsuchende” Deutsche ermorden”. Aha, es sind also “tausende” Deutsche von Flüchlingen ermordet worden. Eine ganz offensichtliche Lüge. Was sagen Ihre Kommentarrichtlinien dazu? Ich will nicht wissen, wie die Komentare ausfallen würden, wenn die tagesschau immer hinzufügen würde, dass der Täter z.B. ein Ostdeutscher oder ein Katholik gewesen ist. Dann würde es heißen: wieso wird das immer erwähnt?

324: Lisa:

5. Dezember 2016 um 15:28 Uhr

2. Wer glaubt, das Nachrichtenportale (egal welcher Art) ihre Nachrichten absolut objektiv auswählen und darstellen ist vollkommen naiv. Das war noch nie so und wird nie so sein. Dies zu erwarten ist also nicht angemessen. Alle, die das jetzt auf einmal fordern, sollen mir mal bitte ein einziges objektives Nachrichtenportal nennen.
Ich bringe schon meinen Grundschülern bei, dass sie sich bei wichtigen Themen immer von mehreren Seiten Informationen und Meinungen einholen sollen, bevor sie sich eine Meinung bilden. Als Erwachsener sollte man dazu von selbst in der Lage sein.
Nun mit der Peitsche auf die TS zu schlagen, weil sie eine Nachricht nicht in der Prime Time gebracht hat, die man selbst aber für dessen würdig erachtet hat, ist kindisch. Dann noch beleidigt zu sagen: nie wieder TS! ist noch viel kindischer. Kommt doch bitte alle mal wieder ein bisschen runter. Geht in der Sonne spazieren und schaut euch das reale Leben draußen an.

325: Günther:

5. Dezember 2016 um 15:28 Uhr

Natürlich entscheidet eine Redaktion über Sendungsinhalte. Dennoch halte ich die Rechtfertigung von Herrn Gniffke für scheinheilig.
Es ist mir völlig egal ob die Tat ein Deutscher oder ein Flüchtling begangen hat. Dennoch handelt es sich um einen herausragenden Kriminalfall, der wirklich die Menschen in der ganzen Republik bewegt. Darüber nicht zu berichten, halte ich schlichtweg für Nachrichtenunterdrückung. Herr Gniffke sollte sich nicht wundern, wenn die rechten Kameraden wieder gute Argumente zur Lügenpresse haben.
Dinge beim Namen zu nennen, ist angebracht. Warum wird es den AFD – Brunnenvergiftern so leicht gemacht?

326: PNS:

5. Dezember 2016 um 15:30 Uhr

Ihre Rechtfertigungsversuche wirken fadenscheinig und an den Haaren herbeigezogen. Gerade weil bei uns die Debatte um die sof. “Lügenpresse” so virulent ist, hätte ein offener Bericht geholfen, diesem Vorwurf entgegenzutreten. Stattdessen haben Sie Wasser auf diese Mühlen gegossen. Es ist mir unverständlich, weshalb Sie in Ihren Nachrichten seit Tagen dem Trauerzug für den verbohrten Kommunisten Castro – der uns an den Rand eines Weltkrieges gebracht hat – unendlich viel Zeit widmen, aber nicht mal einen Zweizeiler über dieses abscheuliche Verbrechen einstellen. Allein die Umstände, wie der Tatverdächtige ermittelt wurde, wären einen Bericht wert gewesen.

327: Lisa:

5. Dezember 2016 um 15:33 Uhr

3. Der Hinweis darauf, dass man hätte ausländische Berichterstattung zur Hilfe nehmen müssen, um zu wissen, was in diesem Land passiert ist natürlich extrem seltsam.
Vielleicht sollte sich der eine oder die andere mal Gedanken darüber machen, warum gerade ausländische Medien (und vor allem: welche!) über diesen Fall berichten – na, klingelt es? Sonst als kleine Unterstützung: Der Vorfall lässt sich wunderbar reißerisch ausschlachten; er dient dazu, Angst zu schüren und kann das Verhalten der eigenen Regierung zu rechtfertigen, sich der Verantwortung, Flüchtlinge aufzunehmen, nicht ausreichend zu stellen usw. Diese Liste kann endlos weitergeführt werden.
Man kann gerne darüber streiten, inwiefern es richtig war, über diesen Vorfall zur Prime Time zu berichten, oder nicht, aber die Art und Weise wie das mittlerweile geschieht ist dem Vorfall in keinster Weise angemessen.

328: Awsen Antpine:

5. Dezember 2016 um 15:33 Uhr

Nochmals DANKE, DANKE, DANKE zu dem excellenten Post Nummer 5 (fünf), von Carsten Peiler
-
Selten wurde eine Problematik besser dargestellt.
-
Ich fürchte, es wird von der ARD darauf aber niemals eine (ehrliche) Antwort geben!

329: zahlen?:

5. Dezember 2016 um 15:34 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

wieso finde ich keine Visualisierung der Zahlen der 15 Jahre, auf die sie sich beziehen? Wieso werden Tagesschau-Artikel nicht mit Daten ordentlich aufbereitet?

330: Michael W.:

5. Dezember 2016 um 15:34 Uhr

Danke liebe Tagesschau-Redaktion, dass Ihr euch m.E. richtig entschieden habt, nicht über dieses Thema zu berichten.
Wie Ihr korrekt ausführt, handelt es sich um einen sehr tragischen Einzelfall !
Eine mediale Berichterstattung / Aufarbeitung ist in den lokalen Medien durchaus sinnvoll.

Für alle auf Grund des Migrationshintergrundes des mutmaßlichen Täters eine besondere Berichterstattung erwarten:
Wenn wir 1 Mio Deutsche im Alter von 1-50 Jahren nehmen, diese die Odysee der Flüchtlinge durchleben lassen und sodann in Flüchtlingscamps einsperren … dann möchte ich mal unsere Kriminalitätsstatistik sehen …

331: Werner Zapf:

5. Dezember 2016 um 15:35 Uhr

Geehrte Redakteure,
viele Bürger haben schon resigniert
, bei den nächsten Wahlen werden sie es merken ! Ist ja die einzige Möglichkeit seinen Unmut Ausdruck zu verleihen. Ihre Berichterstattungen ob ARD oder ZDF ist oft nur mehr Einseitig und geben den Bürger der etwas anders denkt das Gefühl in der Rechten Ecke zu stehen. Als Generation der 70er war ich immer weltoffen und Tolerant aber was zur Zeit in Deutschland passiert verstehen die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht mehr.Politiker und die sogenannte Elite in Deutschland sollten sich mal unters Volk mischen und hören was sie denken .Dann würden die Fehleinschätzungen und Verwunderungen über Wahlausgänge nicht so sein.

332: Max Permoser:

5. Dezember 2016 um 15:41 Uhr

Das ist nicht irgendein Mord. Dieser Mord geschieht im Kontext von importierten Problemen, die gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung durch nicht demokratisch legitimierte Einzelentscheidungen und unkontrollierte Abläufe bei der Einreise auch dieses Täters geschaffen wurden. Damit ist die Aussage von Herrn Gniffke völlig fehl am Platze:

“Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse. Da zählt ein Mordfall nicht dazu.”

Dies ist nicht ein gewöhnlicher Mordfall. Und genau diese Behandlung durch die “offiziellen” Medien fördert eine Dynamik und Entwicklungen, die der Demokratie abträglich sind. Muss es wirklich erst bis zu einem unumkehrbaren Punkt gehen. Es reicht 30 Jahre in der Geschichte zurückzugehen. Man kann auch ca 85 Jahre zurückgehen. Deja-vu…

333: Christian:

5. Dezember 2016 um 15:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich bin entsetzt darüber, wie in Ihrem Hause mit zweierlei Maß gemessen wird. Beispiele wurden im Verlauf bereits mehrfach gebracht. Wie lautet Ihre Antwort auf die Frage, warum ein “Sprengkörper” vor der Tür einer Moschee in Dresden relevant ist, die Vergewaltigung und Ermordung von Maria L. nicht. Diese Tat steht im direkten Zusammenhang mit der Flüchtlingspolitik und zeigt wie komplex die Situation ist, da das Opfer selbst aktiv mit Flüchtlingen gearbeitet hat. Ich fühle mich von Ihnen für dumm verkauft und Ihr schwammiger Erklärungsversuch ist nicht überzeugend.

Und nun, weiter im Tagegeschäft?

334: Marion Süßmilch:

5. Dezember 2016 um 15:44 Uhr

Guten Tag Herr Dr. Gniffke,
inhaltlich möchte ich Ihre Erklärung nicht kommentieren; man kann das so sehen. Aufgefallen ist mir allerdings am Schluss “…dass wir nach unseren Kriterien Nachrichten machen …”.
Sie “machen” Nachrichten? Bitte und hoffentlich nicht. Natürlich weiß ich, wie das gemeint war, aber leider spielt eine solche Formulierung den “Experten für die Lügenpresse” ohne Not in die Hände.

335: Nadine:

5. Dezember 2016 um 15:45 Uhr

Danke für diese Erklärung.

Wenn ich mir die Kommentare hier durchlese, kenne ich dieses Land nicht wieder. Verkehrte Welt, Aufklärung und Vernunft passé. Offensichtlich auch nicht nur ein ostdeutsches Phänomen.

Wo soll das hinführen, wenn einen nur noch Vorurteile und Hass treiben? Beide sind schlechte Ratgeber für unser Handeln.

336: Benjamin:

5. Dezember 2016 um 15:47 Uhr

Dies ist eine Fehleinschätzung historischen Ausmaßes. Ich bin mir sicher, dass dieses Beispiel Eingang in die Lehrbücher für zukünftige Kommunikationswissenschaftler finden wird. Die Zuspitzung dieses Falls könnte für die aktuelle Debatte nicht dramatischer sein. Sie sind mit Ihrer Fehleinschätzung nun zum Akteur geworden.

337: Bernhard Schlösser:

5. Dezember 2016 um 15:49 Uhr

Das die Tagesschau nicht berichtet hat kann ich garnicht verstehen. Das nährt die Vermutung, dass hier etwas verschwiegen werden sollte, nämlich die Herkunft des Täters. Das spielt allen in die Hände, die bei einer Pegida-Demonstration “Lügenpresse” skandieren. Was wäre wohl passiert, wenn ein Rechter oder ein Pegida Teilnehmer als Mörder identifiziert worden wäre? Mit einer solchen Berichterstattung gewinnt man nicht den Eindruck, dass fair und neutral berichtet wird.

338: André Philipp:

5. Dezember 2016 um 15:51 Uhr

Zum ersten Mal gebe ich in einem solchem Forum einen Kommentar ab, weil es dieses Mal Wert ist ! Sehr traurig die vorgeschobenen Erklärungen von Herrn Gniffke … die Tagesschau berichtet über wesentlich unbedeutende Dinge ! Unschwer die politische Motivation dahinter zu erkennen … freie Presse in Deutschland, dies war vielleicht einmal. Hätte ein Rechtsradikaler ein Flüchtlingsmädchen umgebracht, so wäre darüber ausgiebig in der Tagesschau berichtet worden. Herr Gniffke, schauen Sie sich selbst im Spiegel an und verantworten Sie sich !

339: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 15:55 Uhr

pro TS:
-Nachrichtenfilterung ist unvermeidlich
-für sich gesehen bleibt es eine Einzeltat; valide Rückschlüsse auf die Allgemeinheit kaum möglich – man kann also prinzipiell über die Sendungsdringlichkeit diskutieren
-Schuld noch nicht bewiesen, Schutz eines minderjährigen Verdächtigen (eher ein Scheinargument)
-Festsetzung des Täters tatsächlich in erster Linie regional (sicherheits)relevant

contra TS:
-das Argument “nicht relevant genug” nicht nachvollziehbar, da
–offensichtlich große Aufmerksamkeit nicht nur regional (wie man auch hier im Blog sieht)
–kein Einzelfall, sondern zwei Sexualmorde in kurzer Zeit in Freiburg
–nicht 300 Sexualmorde im Jahr, sondern nur einige wenige; Argument mit Nachrichtenfilter damit hinfällig
–gerade weil der Zusammenhang zur Flüchtlingskrise sofort assoziiert wird, sollte es vermieden werden, Freiraum für Spekulationen durch Nichtberichten zu erzeugen
–anstatt den Fehler zu korrigieren/einzugestehen nur defensive Rechtfertigung

340: Heiko Gerdes-Janssen:

5. Dezember 2016 um 15:56 Uhr

Ihre nachträglichen Erklärungsversuche verschlimmbessern diese journalistische Fehlleistung einer Nachrichtensendung, die ich bis dahin noch als schlechthin seriöses Format angesehen habe. Sie sind Ihren ZuschauerInnen und den Angehörigen des Opfers, aber auch einer wahrhaftigen Berichterstattung durch Unterlassung viel schuldig geblieben. Auch die Tagesschau als Flaggschiff der Nachrichtenpresse hat nunmehr ein Glaubwürdigkeitsproblem.

341: Pressewarze:

5. Dezember 2016 um 15:57 Uhr

Na ja,sie geben sich doch die größte Mühe! Die Werbeberieslung steigt,die Brot- und Spiele- Events stehen da nicht zurück. Alles um das Volk ruhig zu halten geschieht immer häufiger und hektischer. Da passen eben solche für die friedvolle Stimmung ungeeignete Ereignisse nicht ins Medienbild.

342: Bernd:

5. Dezember 2016 um 15:58 Uhr

Also sich gerade auf die Berichterstattung über Köln zu beziehen halte ich gelinde gesagt für einen schlechten Witz. Über Köln wurde mit großer Verspätung berichtet , ich habe darüber das erste mal bereits am 1. Januar gelesen. Ich halte die Stellungnahme für ein weiteres Versagen der ARD. Wer heute informiert sein will kann das dank Internet überall. Indem man aber wie in dem vorliegenden Fall nicht berichtet und sich dann noch mit fragwürdigen Stellungnahmen heraus redet befeuert man nur die Gerüchtebildung und das die Medien an Vertrauen verlieren.

343: Thorsten Geissler:

5. Dezember 2016 um 16:00 Uhr

Einfach nur peinlich der Herr Chefredakteur!

344: Hartmut Schlenther:

5. Dezember 2016 um 16:01 Uhr

Ich halte die Entscheidung, nicht über die Festnahme des Täters zu berichten, als eine eklatante Fehlentscheidung. Mit dieser Entscheidung geben Sie einmal mehr Wasser auf die Mühlen der Leute, die immer wieder behaupten, dass die Presse uns nur Informationen erfahren läßt, die zuvor von anderen Menschen zensiert und begutachtet wurden. Also eine selektive Berichterstattung. Dies, so finde ich, sollte unter allen Umständen vermieden werden. Es wird immer so viel über die Meinungsmache des Internet gewettert, das dort nur selektierte Informationen, also Info’s die dem Mitteilenden genehm sind weiter gegeben werden. Jedoch haben Sie genau dies nun auch getan. Dies sollten Sie vermeiden, sonst verlieren Sie zurecht übrigens, ihre Glaubwürdigkeit bei den interessierten Menschen.

345: vic:

5. Dezember 2016 um 16:04 Uhr

Bem ZDF um 19.00 Uhr (3. Dezember) hatte man für diese Meldung etwas Platz gefunden. Gleich nach dem Beitrag bezüglich schlechtem Recycling von Styropor,… aber immerhin noch vor den Sport-Nachrichten.

346: bubu:

5. Dezember 2016 um 16:06 Uhr

verbrechen von flüchtlingen zum schaden von inländern werden von den medienkritikern allzugerne mit verbrechen von deutschen zum schaden von flüchtlingen veglichen, ihnen scheint es naheliegend zu sein, dass medien, die dauernd über anschläge auf asylbeweber berichten, auch über strafteten durch ausländern berichten sollen.

der vergleich zwischen beidem hinkt aber, und diese kritiker irren in einem wichtigen punkt.

der deutsche, der aus hass einen ausländer anzündet, begeht nämlich im gegensatz zu (z.b.)vergewaltigern ausländischer herkunft eine politisch und gesellschaftlich motivierte straftat.

die ist deswegen dann auch gesellschaftlich und politisch “relevanter” als eine straftat, die mir der herkunft des täters und des opfers nicht zu tun hat.

um es krass auszudrücken:
es gibt auch flüchtlinge, die flüchtlinge töten, und es gibt auch deutsche männer, die ausländerinnen vergewaltigen.
es gibgt aber nur sehr selten ausländer, die aus ausländerhass ihre eigenen leute angreifen.

347: keinTagträumer:

5. Dezember 2016 um 16:10 Uhr

ich würde sagen das hier ist inzwischen ein so genannter “Shitstorm”

erstaunlich das die Kommentarfunktion noch nicht eingestellt wurde

bin mal gespannt wie lange das noch öffentlich zugänglich ist

jedes Kind kann sich hier nun ein wirkliches Bild der derzeitigen, öffentlichen Meinung machen

348: Egon Goldschmidt:

5. Dezember 2016 um 16:11 Uhr

Das ZDF hat berichtet. Wie erklärt sich die ARD das? Auch alle anderen Sender haben berichtet.

349: YinYangFish:

5. Dezember 2016 um 16:11 Uhr

Man kann über die Argumentation streiten, ja. Ohne alle derzeit 337 (!) Kommentare zu lesen möchte ich auch auf die Gefahr hin, dass das hier schon steht, eines zu bedenken geben:

Die Tagesschau und der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk unter dem Dach der ARD sind nicht identisch. Der SWR hat (auch im Internet) über die neusten Entwicklungen in diesem Fall berichtet. Eine grundsätzliche Verschleierungsannahme halte ich daher für eine nicht belegbare Unterstellung. Wir haben einen Medienpluralismus, wo das gar nicht möglich ist.
Und nachdem sich die Politik zu der Angelegenheit geäußert hat, taucht sie heute auch auf der Internetseite der Tagesschau auf. Die Redaktion hat das zunächst als nicht überregional relevant eingestuft (aus vorgetragenen, aber diskutierbaren Gründen), berichtet jetzt aber, wo die die überregionale Relevanz unabweisbar ist. Vielleicht nicht optimal, aber man stellt sich – siehe diese Diskussion – so dass hier am Ende niemandem etwas entgeht.

350: Helmut:

5. Dezember 2016 um 16:13 Uhr

Im Mai 2010 hat in Augsburg ein 17-jähriger ein Mädchen auf dem Heimweg von Disco vergewaltigt und ermordet.
Damals gab es noch kein Flüchtlingsproblem und über die Staatsangehörigkeit des Täters wurde kein Wort verloren. Hat auch niemanden interessiert.
Es gab auch mit Sicherheit keine Diskussion, ob über diese Tat in der Tagesschau berichtet werden sollte.
Gäbe es die gleichen Reaktionen wenn im aktuellen Fall der Täter ein Deutscher oder Westeuropäer gewesen wäre?

351: Dr. Alexander Alexas:

5. Dezember 2016 um 16:23 Uhr

Lieber Herr Dr. Gniffke,
1. Sie sind offenbar überfordert oder Sie unterschätzen die Intelligenz Ihrer Zusschauer, wenn sie sagen: “Mir fällt es unendlich schwer, jetzt quasi technokratisch zu erklären, nach welchen Nachrichtenkriterien wir diesen Fall bewertet haben.”
2. Sie nehmen es auch mit der Gramatik nicht so genau, wenn Sie schreiben “Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten (wobei interessant ist, dass diese Zahl in den vergangenen 15 Jahren dramatisch abgenommen hat” (Hier müsste es “deren” Zahl heissen).
3. Das Beste kommt aber zum Schluß:
Sie schreiben: “Das schließt aber nicht aus, dass wir nach unseren Kriterien Nachrichten machen…”
Damit ist wohl alles gesagt! SIE MACHEN Nachrichten! Und wäre das Opfer ein türkischer Dönerbesitzer und der mutmassliche Täter ein der rechten Szene zugeordneter Jugendlicher, hätten Sie ANDERE Nachrichten gemacht! Ich wette!
MfG

352: Robert Groenewold:

5. Dezember 2016 um 16:24 Uhr

Ich wüsste gerne von Herrn Gniffke, warum seiner Meinung nach:

1.) sowohl den britischen Zeitungen “Daily Mail” und “Daily Telegraph” sowie den US-amerikanischen Zeitungen “Washington Post” und “New York Times” der “regionale” Mord an Maria L. sowie die diesbezügliche Festnahme des afghanischen Tatverdächtigen eine Meldung wert war, der “Tagesschau” aber nicht und

2.) Warum z.B. im Fall Tugce seinerzeit mit einem anderen Maß gemessen wurde und SEHR WOHL darüber in der “Tagesschau” berichtet wurde, obwohl alle Kriterien der vermeintlichen “Wichtigkeit” oder angeblichen “Unwichtigkeit” bzw. “Regionalität” auf den Fall Tugce doch ebenso zutrafen wie auf den Fall Maria L.

353: Olaf:

5. Dezember 2016 um 16:25 Uhr

Kritik an der Entscheidung der ARD kam allerdings auch vom Deutschen Journalistenverband (DJV). Sich “vornehm zurückhalten” sei in diesem Fall die falsche Entscheidung gewesen, erklärte DJV-Pressesprecher Hendrik Zörner.

354: ohrenzwicker:

5. Dezember 2016 um 16:26 Uhr

Guckt doch RTL, ihr habt doch die Wahl! Die Tagesschau ist keine Boulevard-Sendung!

355: Dr. M.H.:

5. Dezember 2016 um 16:27 Uhr

Die “Tagesschau” stand in der Vergangenheit immer für objektive Berichterstattung im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrags. Doch bereits die verspätete Berichterstattung über die Vorfälle von Köln haben bei vielen Bürgern den Eindruck entstehen lassen, dass die “Öffentlich-Rechtlichen” beim Thema Flüchtlinge unangenehme Wahrheiten lieber verschweigen oder unterdrücken. Schon damals hat die AFD diesen Fehler genüsslich ausgeschlachtet. Haben Sie, Herr Kiffke, daraus nichts gelernt? Dann sollten Sie den Hut nehmen!

356: Mampfred:

5. Dezember 2016 um 16:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

vielleicht ist es ihnen entgangen, aber vor dem Hintergrund, dass nur wenige Tage nach dem Mord an der Studentin in Freiburg eine weitere junge Frau nur wenige Kilometer entfernt in Endingen beim Joggen überfallen, sexuell mißbraucht und ebenfalls ermordet wurde, kann man hier bestimmt nicht von fehlender Relevanz sprechen. Der zweite Mord ist noch nicht geklärt und ein Zusammenhang konnte/kann deshalb nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Dies alles hat doch zu einer starken Verunsicherung in der Bevölkerung geführt und wäre ohne Zweifel eine saubere Berichterstattung der ÖR wert gewesen.

357: Senol Agac:

5. Dezember 2016 um 16:27 Uhr

Herr Gniffke, wir sind das Volk. Das scheinen Sie vergessen zu haben. Wir bezahlen Ihr Gehalt und wir wählen und wir wählen wieder ab…

358: Thomas Brück:

5. Dezember 2016 um 16:28 Uhr

Guten Tag,
ja, es ist richtig, dass eine Redaktion sehr sorgfältig darüber entscheiden muss, was als Thema in die knappe 15 Minuten- Sendung einfließt. In diesem Fall hat sich die Tagesschau- Redation zumindest beim allgemeinen Interesse verspekuliert. Damit sollte die Kritik auch enden und die Tagesschau- Redaktion es so berücksichtigen. Mir persönlich liegt mehr daran, dass Nachrichten korrekt und sauber recherchiert widergegeben werden und nicht einfach ungeprüft übernommen werden. So war es beim Störfall der Telekom, der allzu schnell und unreflektiert russischen Cyber- Soldaten angelastet wurde und von der Schlampigkeit der Telekom, die eine 2 Jahre alte, bekannte Sicherheitslücke nicht schloss, abgelenkt wurde.

359: Philipp:

5. Dezember 2016 um 16:28 Uhr

Die Tagesschau berichtet NICHT von einer Sexualstraftat, die von einem minderjährigen Flüchtling begangen wurde und begründet dies mit folgender Kernaussage: „Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse“. Das ist zumindest nachvollziehbar wenn auch, wie vom Chefredakteur eingeräumt wird, durchaus diskussionswürdig.
Die Kommentare dazu sind es nicht. Wiederholt empören sich what-the-f*ck-für-Bürger mit folgender Aussage (sinngemäß): „Nach einer PEGIDA-Demo vergewaltigen und töten Demonstranten ein Flüchtlingsmädchen“ – Darüber würde dann aber garantiert berichtet werden. JA! Müsste man auch. Es wäre nämlich ein „gesellschaftlich, national und international relevantes Ereignis“. Eine Triebtat, so schlimm sie ist, nicht. Wenn ich darüber „informiert“ werden möchte, schau ich die „News“ auf RTL.

360: Heiko Biel:

5. Dezember 2016 um 16:31 Uhr

Ich persönlich finde, das es hätte gesendet werden sollen.
Als der Anschlag auf die Mosche Anfang des Jahres statt fand und niemand verletzt wurde, wurde tagelang darüber berichtet.
Jetzt wo aber ein Flüchtling der Täter ist, herrscht stillschweigen von Seiten der Tagesschau.
Meine Meinung ist, das sie den Leuten die solche schrecklichen Dinge voraus gesagt haben, nur nicht in die Hände spielen wollen.
Wenn irgendwo in Amerika ein Mensch erschossen wird, kommt das auch in der Tagesschau.
Ich fand die Tagesschau bis heute seriös und ehrlich, bis heute. Schade

361: Andrej:

5. Dezember 2016 um 16:32 Uhr

Wie bitte? Einzelfall… nicht überregional…
http://www.mopo.de/hamburg/politik/neue-zahlen-wie-kriminell-sind-hamburgs-fluechtlinge–25171436
Und dann spricht man noch vom AfD-Effekt!

362: Rotherin:

5. Dezember 2016 um 16:32 Uhr

Hallo Nummer 347,
Mit Shitstorm hat das nichts zu tun. Kommentar 5 der exzellent ist, ist ja davon weit weg.
Viele Menschen sind über die Meinungsmache der Medien verärgert und bringen ihre Argumente, den Kommentar zu schließen wäre das verkehrteste was man tun kann. Ich weiß nicht welcher gesellschaftlichen Schicht sie angehören, gehen sie zB nach Roth und sehen sich dort um und dann überlegen sie ob sie sich mit Kindern so noch wohlfühlen würden.
Fakt ist, dass über jeden (vermuteten) rechten Anschlag oder Übergriff berichtet wird, bei Flüchtlingen schweigt man. Und zu Köln: Lange hat es gedauert, bis klar wurde, wer die Täter waren. Was nicht wegzudiskutieren ist: Diese Männer haben weniger Achtung vor Frauen, das gibt nun mal Ärger und Probleme und führt zwangsläufig zur Zunahme sexuell motivierter Gewalttaten. Und das muss auch diskutiert und ausgesprochen werden dürfen.

363: steffen jonda:

5. Dezember 2016 um 16:36 Uhr

@300 Julia: und @323 Stefan T: Wo lesen Sie Hassbeiträge heraus?
Das Thema eskaliert, weil die TS eine relevante Information (bewusst) weggelassen hat.
Damit wurde aus einem seriösen Informationsdienst eine “Erziehungsanstalt”. Man muss das so nicht sehen, viele – darunter ich – sehen es aber so.
Ich zünde niemanden an, werfe keine Steine oder verübe Gewalt. Ob ich die Migrationsbewegung befürworte oder nicht, geht niemanden was an.
Was erschütternd ist – die TS hat vorsätzlich einen natürlich extrem relevanten Vorfall unter den Teppich kehren wollen. Das sieht man doch auch daran, dass die üblichen Politiker “besorgt” sind.

Wenn ein Flüchtling einen Mord begeht dass SOLL, nein MUSS darüber berichtetet werden. IMMER. Totschweigen führt zum “Lügenpresse”_Vorwurf. Und ja, die Welcome-Freunde kriegen deswegen MEHR Gegenwind. Aber das ist die Faktenlage. Die TS MUSS berichten, egal wie der Journalist das findet. Alles andere ist unterirdisch und schlecht. Darum geht es.

364: DamenMannschaft:

5. Dezember 2016 um 16:44 Uhr

Sehr geehrte Redaktion!
Hier 4 Fragen zu Ihrer Entscheidung:
1. Hatte die Meldung aus Ihrer Sicht auch keine Relevanz für die Tagesthemen?
2. Hätten Sie die Meldung auch unterdrückt, wenn ein minderjähriger Pegida-Anhänger im Verdacht steht, ein 19jähriges Flüchtlingsmädchen vergewaltigt und ermordet zu haben?
3. Ist Ihr Schutzbedürfnis für einen minderjährigen Verdächtigen ohne Namens-/Adressnennung und Bild ernst gemeint?
4. Wird die Tagesschau in Zukunft konsequent bei “regionalen” Nachrichten auf deren Meldung verzichten?

365: Asparagus:

5. Dezember 2016 um 16:46 Uhr

Wenn es doch nicht so vorhersehbar wäre! Leider wird dies wahrscheinlich nicht der letzte derartige Fall gewesen sein, und ich bin mir sicher, dass die meisten ÖR-Medien in einem hypothetischen zukünftigen Fall wieder ganz genauso handeln werden – Verheimlichen, solange es geht, dann Beschwichtigen, dann die Stellungnahmen irgendwelcher Politiker gegen “Vorverurteilungen” an ganz prominenter Stelle, und am Schluss vielleicht auch der eine oder andere pseudo-selbstkritische Kommentar, warum man so gehandelt hat und dabei ganz vielleicht auch einen Fehler gemacht hat … aber natürlich, ohne Konsequenzen zu ziehen. Es ist so ermüdend!

Und das Misstrauen und die Wut Etlicher wachsen und wachsen … wirklich grandios, was unsere “Qualitätsmedien” so schaffen.

MfG A.

366: Sandra Schubert:

5. Dezember 2016 um 16:48 Uhr

Nicht nur dass es Ihnen und Ihrer Redaktion bei der Schändung und dem anschließenden Mord an einer Studentin unseres Landes an der entsprechenden Relevanz mangelt, ebenso ist es Ihnen auch keinen Bericht wert, die umfangreiche und aufwendige Ermittlungsarbeit unserer Behörden zu erwähnen, die hier eine hervorragende kriminalistische Arbeit geleistet haben. Gerade dass, würde Vertrauen schaffen.

Sie haben einen Auftrag zu erfüllen und dabei haben Sie versagt! Wären Sie Politiker, würde man bereits über Rücktritt nachdenken.

367: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 16:49 Uhr

Den meisten Kommentierern geht es doch erkennbar überhaupt nicht um journalistische Sorgfalt.

Hier entlädt sich doch ganz was anderes. Je eher die sich das eingestehen umso besser.

Es geht offensichtlich um die 4,37€ pro Woche und Wohnung. Eine einzige Kinokarte kostet übrigens um die 8€ für 1,5 h plus Werbungsmüll.

368: Spiros:

5. Dezember 2016 um 16:49 Uhr

Ich finde es wirklich falsch und skandalös, dass das eigentliche Problem nicht beherzt, offen und nüchtern angesprochen, sondern lieber tabuisiert wird: Wie soll eine demokratische Gesellschaft dagegen reagieren, dass in bestimmten Religionsrichtungen bzw. Kulturkreisen die menschlichen Rechte (in diesem Fall: die der Frauen) grausam verletzt werden und dass Männer aus diesen Kreisen sich entweder nicht beherrschen können oder es für nicht nötig halten, oder sogar die Frauen nicht auf Augenhöhe sehen und respektieren können? Denn es geht nicht um Einzelfälle, wenn hunderte von Männern in Köln, Hamburg, Stuttgart usw. Frauen belästigen und Ähnliches immer wieder hier und da vorkommt. Im Namen der Demokratie sollen wir uns nicht nur vor Vorurteilen hüten, sondern genauso vor Toleranz gegenüber der Menschenverachtung nach dem Motto “andere Menschen andere Sitten”! Ich komme selber aus dem Ausland und finde es berechtigt, wenn viele Deutschen Wut für dieses Schweigen bzw. Tabu empfinden.

369: M. Endres:

5. Dezember 2016 um 16:53 Uhr

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass bei der Tagesschau mitunter verschiedene Maßstäbe bei der Nachrichtenauswahl angesetzt werden. Hier wurden in der Vergangenheit Nichtigkeiten (z.B. ein Waldbrand irgendwo im Weitweitweg oder Erdbeben etc.) berücksichtigt, wo mir jeglicher Bezug fehlt. Der Blick auf Ereignisse in Deutschland ist meiner Meinung nicht immer ausgewogen. Man hätte zum Freiburger Mordfall auch eine elegantere Lösung sprich Berichterstattung wählen können, zumal gerade Freiburg wegen der Häufung der Gewaltverbrechen besonders im Blickpunkt des Interesses steht. Auf der anderen Seite “lebt” die ARD von allen Gebührenzahlern – da sollte auch nichts unter den Tisch gekehrt werden. Solche gefilterte Berichterstattung befeuert ja geradezu den Vorwurf der Lügenpresse – das Image der Tagesschau als objektive Nachrichtensendung hat nicht zuletzt nach den Silvestervorkommnissen in Köln deutliche Kratzer bekommen.

370: Franz S:

5. Dezember 2016 um 16:54 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
jeder Pups in Amerika wird zur besten Sendezeit im Fernsehen gezeigt. Aber das was uns angeht wird unter fadenscheinigen Ausreden verschwiegen. Ist das die Aufgabe der Öffentl.,Rechtl.. ???
Außerdem wird behauptet, dass die Anzahl der Morde signifikant zurückgegangen sind. Zählen sie doch mal die unaufgeklärten Morde und die, die nicht als Mord im juristischen Sinne gelten aber durch menschliche Gewalteinwirkung z.B. Todschlag dazu, dann sieht die Sache schon anders aus.

371: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 16:55 Uhr

@351: Dr. Alexander Alexas
Ihre Nachhilfeübung greift aber nicht so recht. Aber egal.
Verstehendes Lesen – altes Problem. Natürlich wird eine Nachrichtensendung von den Redakteuren und Redakteurinnen (!) “gemacht”. Ihr lustiger Hinweis ist… Nunja, egal.

Mein Kommentar übrigens auch.

Hier geht es nicht um journalistische Sorgfalt. Hier geht es darum, dass ein großer Teil der hier lebenden Deutschen die Ausländer raushaben wollen. Und nicht so recht den Mut haben, DAS auch so zu formulieren.
Noch gar nicht so lange her, da war in D eine andere Personengruppe für schier alles Elend verantwortlich. Zumindest sahen das damals auch so ähnlich Empörte….

372: Ingrid:

5. Dezember 2016 um 16:57 Uhr

Für mich ist die frühere seriöse Berichterstattung der Tagesschau heutzutage nur noch unter folgendem Terminus zusammenzufassen: HEUCHELEI!

Es waren schlicht die falschen Nationalitäten, die eine Berichterstattung – wie im Falle von Silvester in Köln, Hamburg, Stuttgart etc. – verhindert haben:
es war ein deutsches Mädchen als Opfer und afghanischer “Flüchtling” als Täter!
Das – und nur das- ist meiner Meinung nach der einzige Grund für das laute Schweigen der ARD, welches nun unter Druck der öffentlichen Meinung zurückrudert.
Schämt Euch!

373: Leonardo:

5. Dezember 2016 um 16:58 Uhr

Ich finde auch, dass die Tagesschau über diesen Fall hätte berichten müssen. Allerdings sind die Macher der Tagesschau eben auch nur Menschen, und das dann auch noch unter öffentlicher Beobachtung, da darf man sich schon auch mal Fehlentscheidungen erlauben, absolut.

Desweiteren stehen seriöse Medien, und das ist die Tagesschau ohne Frage, unter einem enormen Druck, da die gesellschaftliche Meinungsfindung durch die Äußerungen der Politiker massiv beeinflusst wird, und das ist einfach fakt.

Schlimm in diesem Zusammenhang, das gerade unsere Politker die Moralapostel spielen, obwohl sie als Vorbildfunktion spätestens seit Googleberg und Wullf vollkommmen ausgedient haben, besonders die Kanzlerin.

374: Thorben:

5. Dezember 2016 um 16:59 Uhr

@367: Gerhard:

Äpfel und Birnen.
Seit wann werde ich gezwungen, die 8€ für die Kinokarte zu bezahlen? Das ist meine frei Entscheidung.
Sieht beim “Rundfunkbeitrag” schon etwas anders aus, meinen Sie nicht?

375: Stephan Wessels:

5. Dezember 2016 um 17:00 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

legen Sie selbst ihren Chefposten nieder, bevor der Rundfunkrat Ihre Suspendierung fordert.

Sie sind Ihrem verantwortungsvollen Posten in keinster Weise gewachsen – bei einer solchen desolaten Fehleinschätzung. Man kann sich nur der Berichterstattung des Sterns anschließen.

Übernehmen Sie Verantwortung und nehmen Sie Ihren Hut, um noch zu retten, was zu retten ist.

376: Olaf Heimener:

5. Dezember 2016 um 17:01 Uhr

Ich habe nur eine Frage: Hätte die Tat ein Neonazi begangen und wäre das Opfer eine Afghanin gewesen, hätte die Tagesschau dann genauso entschieden und nicht berichtet?

377: Stephan:

5. Dezember 2016 um 17:04 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

übernehmen Sie bitte Verantwortung und legen Sie ihren Chefposten bitte mit sofortiger Wirkung nieder, bevor der Rundfunkrat Ihre Suspendierung fordert.

Sie werden der Verantwortung Ihres Postens nicht gerecht. Ihre Einschätzung kommt einem Totalausfall in Führungshandeln gleich.

Wenn selbst der Journalistenverband Sie massiv kritisiert, treten Sie zurück, um weiteren Schaden von der Tagesschau fernzuhalten

378: Senol Agac:

5. Dezember 2016 um 17:05 Uhr

Also das war wohl ein mediales Eigentor Hr. Gniffke, oder?

Ja, wir wollen alles wissen, was in unserem Land passiert. Egal, wer die Täter sind. Die Nicht-Berichterstattung der ARD ist eine Gefahr für unsere Demokratie und alles, was diese Gesellschaft ausmacht.

379: Erich Faber:

5. Dezember 2016 um 17:10 Uhr

Ich komme gerade aus Österreich zurück, wo dieser regionale und unbedeutende Mordfall am Wochenende ausführlich durch alle Medien ging. Ihre Erklärung ist dagegen kläglich. Anspruch und Realität passen da überhaupt nicht zusammen. Das Weglassen oder Schönschreiben von Informationen ist die moderne Zensur unserer Medien. Aber nicht gelogen macht dann trotzdem die Lügenmedien. Als öffentlich-rechtliche Anstalt lassen sie sich auch noch durch die Rundfunksteuer finanzieren, ohne ihren Auftrag und Anspruch zu erfüllen. So sind ihre Mitbürger zweimal die Lackierten.

380: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 17:11 Uhr

355: Dr. M.H.:
Die “Tagesschau” stand in der Vergangenheit immer für objektive Berichterstattung im Sinne des öffentlich-rechtlichen Auftrags.
Objektive Berichterstattung? Und das glauben Sie, fürchte ich, wahrscheinlich tatsächlich. Mit welcher Begründung eigentlich?

Medien sind NIE objektiv. NIEMALS!!! Medienkonsumenten übrigens ebenfalls nicht! Angekommen?

381: Christiane Sende:

5. Dezember 2016 um 17:11 Uhr

Ich bin mit der Tagesschau aufgewachsen und habe sie immer als seriöse Nachrichtensendung gesehen. Wie oft habe ich mir gesagt, wenn ich verwertbare und umfassende Informationen bekommen möchte, schaue ich mir die Tagesschau an. Wieviele Bürger denken oder dachten so wie ich, über viele Jahre hinweg. Aber in seit dem letzten Jahr hat sich etwas geändert. Es ist eine Schwarz/Weiss und Gut/Böse Berichterstattung, kurz gefasst es ist eine sehr tendenziöse Berichterstattung geworden, fühlt sich an wie Regierungsfernsehen der DDR, unfassbar!. Das bekommt man aber nur mit, wenn die Möglichkeit besteht,sich anderweitig zu informieren. Doch wie viele Menschen in diesem Land haben dazu keinen Zugang? Die fehlende Berichterstattung über den Mord in Freiburg arbeitet genau mit diesem Kalkül. Lächerlich die Argumentation über die Regionalität.Und das ist es was die Leute in diesem den Foren zum Großteil fassungslos und wütend macht.Diese Unmündigkeitserklärung der Bürger!!!

382: H. Kübler:

5. Dezember 2016 um 17:12 Uhr

Schade, Herr Dr. Gniffke,
dass Sie das nicht fertigbringen. Einfach zu schreiben: “Ja, das hätten wir anders machen sollen. Bei den Kölner Übergriffen hätten wir schon schneller und ehrlicher sein können. Und jetzt wollten wir wieder lieber schweigen…” Dieses bemühte, wortreiche Geschwurbele und diese rhetorischen Verrenkungen – das hätten Sie sich alles schenken können. Nur ein paar ehrliche, selbstkritische Sätze.

383: Reinhard:

5. Dezember 2016 um 17:13 Uhr

Unglaublich welche Menge von Besorgtbürgern und Wutbürgern hier unterwegs ist. Das Abendland geht unter.
Jetzt haltet doch mal die Luft an, trinkt ein Bier und geht spazieren.
Die TS bringt eine Meldung nicht, aus welchen Gründen auch immer, und hier wird daraus Informationsunterdrückung.
Die TS macht Nachrichten, andere machen andere Nachrichten. Und wenn ihr euch weitergehend informieren wollt, schaut/lest Magazine.
Euer Aufgeblähe kann man ja nicht ernstnehmen.

384: Klaus Pappenheim:

5. Dezember 2016 um 17:15 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte bisher immer eine gute Meinung von unseren öffentlich-rechtlichen Medien, und ganz besonders von der Tagesschau.

Allerdings muss ich leider zugeben, dass mir der aktuelle Sachverhalt Tränen vor Wut in die Augen treibt: Ganz offensichtlich soll der Mord unter den Tisch gekehrt werden, damit die Bevölkerung davon nichts mitbekommt.

Sobald ein betrunkener Spinner ausländerfeindliche Parolen schreit, ist das Thema in der Tagesschau, aber Vergewaltigung und Mord ist natürlich nicht relevant.
Man stelle sich vor, ein Deutscher (oder AFD-ler) hätte das einem Flüchtlingsmädchen angetan! Das wäre das Topthema bei der Tagesschau (siehe der schreckliche Mord an den Flüchtlingskindern Mohammed und Elias). Da hat uns kein Redakteur erklärt, dass dieser zu unwichtig für eine Berichterstattung wäre.

Aber Gott sei Dank ist der aktuelle Vorfall nur nur ein Einzelfall, so wie die 1.000 Vorfälle an Silvester.

385: Stefan Geiss:

5. Dezember 2016 um 17:19 Uhr

Der Mord war also relevant, weil ein allgemeines Interesse besteht? So so. Wenn ich die Berichte der letzten Tage so anschaue, dann hätte die TS auch über Sarah und Pietro berichten müssen, denn die waren ja nun wirklich über Wochen überall zu sehen!

Und ist der Mord deshalb als nationales Ereignis zu bewerten, weil der afghanische Tatverdächtige im Zusammenhnag mit der Flüchtlingpolitik zu sehen ist? (vgl. Kommentar 333 u.a.)

Gegenfrage: Müsste die TS über einen jüdischen Bankräuber berichten, weil Leute behaupten es gibt einen Zusammenhang zwischen Juden und Banküberfällen? NEIN !!! Da sträuben sich uns zu Recht alle Nackenhaare – aber einen 17 jährigen afghanischen Tatverdächtigen direkt mit der Flüchtlingspolitik in Verbindung zu bringen, das ist ok?

Zum Schluß: Ich hätte vermutlich die Meldung gebracht – aber ich kann verstehen, dass in der 20 Uhr TS die Meldung nicht lief. Dafür gabs die Meldung auf tagesschau.de und 1.000 Mal in anderen Medien. Nix “Lügenpresse” !!!

386: Peter:

5. Dezember 2016 um 17:19 Uhr

@Erich Faber
So, in Ö ging das also durch ALLE Median. Sie merken selber das dies wohl Unsinn ist. Und nun werfen Sie der TS-Redaktion vor dass sie dies in der Primetime nicht gebracht hat. Es gab doch auch auch andere deutsche Nachrichten die darüber berichtet haben.
Im übrigen begrüße ich dass nich alle über die gleichen Themen berichten. Man könnte sich sonst nicht informieren.

387: Lisa:

5. Dezember 2016 um 17:19 Uhr

Ich komme einfach nicht von diesem Thema los… Deshalb nun mein fünfter Kommentar dazu, nur zum Nachdenken (und ich wünsche mir, bei allem, was ich hier lese, dass viele dazu noch in der Lage sind und nicht nur schwarzweiß sehen und denken (wollen)):
In vielen Kommentaren wird der TS vorgeworfen, sie habe die Meldung absichtlich und aufgrund der dadurch befürchteten “unpassenden” Meinungsbildung nicht gebracht. Wenn sie diese Meldung aber gebracht hätte, wäre es natürlich keine Beeinflussung der Meinung gewesen?!!! Jede Nachricht beeinflusst Meinungen und zwar auch gerne mal ein und dieselbe Meldung ganz unterschiedliche Meinungen, je nach Einstellung des Rezipienten.
Der TS wird ferner vorgeworfen, sie messe mit zweierlei Maß – was aber tun denn die Kritiker? Doch nichts anderes, nur eben andersherum.
Ich bin unglaublich traurig über den unnötigen Tod der Studentin. Und der Täter gehört hart bestraft. All das andere hier, all dieser Hass hat damit leider nichts mehr zu tun.

388: EinChinese:

5. Dezember 2016 um 17:20 Uhr

Als Gast im Land bin ich froh, dass ich bald nicht mehr in Deutschland bleiben werde. Die Sicherheitslage hat seit einem Jahr dermaßen verschlechtert. Dass ARD nicht mal Mut hat, darüber zu berichten? Allein von den Anzahl der Kommentare hier und sonstwo kann man doch feststellen, das über-reginoale Interesse doch vorhanden? Wie kann ein Chefredakteur die Lage so falsch einschätzen?

389: Neumann:

5. Dezember 2016 um 17:21 Uhr

Es wurde vorab berichtet in der Tagesschau über den Mord,nun hat man den Mörder und es ist kein Deutscher ,schon wird nichts mehr berichtet.

390: Andrej:

5. Dezember 2016 um 17:27 Uhr

@381 (Aber in seit dem letzten Jahr hat sich etwas geändert. Es ist eine Schwarz/Weiss und Gut/Böse Berichterstattung, kurz gefasst es ist eine sehr tendenziöse Berichterstattung geworden, fühlt sich an wie Regierungsfernsehen der DDR, unfassbar!) BIN GANZ DER MEINUNG!!!

391: Gerhard:

5. Dezember 2016 um 17:33 Uhr

374: Thorben

Danke für die Bestätigung meiner Vermutung.

Aber mal ehrlich. 4,37€ pro Woche und Wohnung für äußerst umfangreiche und oft sehr gute Sendungen. Das ist eine lächerliche Summe, die niemandem wehtut. Auf flächendeckend Private kann ich schon aus hygienischen Gründen sehr gut verzichten.

Und mal noch ein wenig off-topic:Schon mal darüber aufgeregt, dass Ihr Handy permanent abgesaugt wird?

392: Robert Groenewold:

5. Dezember 2016 um 17:34 Uhr

Re 385: Stefan Geiss:

2003 wurde über die Kokain- und Zwangsprostituiertenaffäre des jüdischen Journalisten Michel Friedman ausführlich berichtet.

393: Becker, Uwe:

5. Dezember 2016 um 17:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Kai Gniffke,

auch wenn ich bewusst, nicht den aktuellen Fall, in Verbíndung mit auch von mir z.T. belächelten Äußerungen wie Lügenpresse bringen möchte , stellt sich mir die Frage inwieweit Sie zu einer solchen Einschätzung kommen konnten. Zum einen die Tat bisweilen mehrfach in den Nachrichten zu erwähnen und dann beim bekannt werden aller Einzelheiten der Straftat dann nur noch von einem mangelnden Interesse (weil ja nur ein regionaler Bezug vorliegt) zu sprechen erschließt sich mir nicht. Den Schutz des Täters ( nicht volljährig etc.) dann noch vorzuschieben macht mich im Hinblick auf das Opfer noch trauriger und wütender.

394: Erik Peter:

5. Dezember 2016 um 17:35 Uhr

Mich macht es seit längerem fassungslos, wie sehr die öffentlich-rechtlichen Medien, den Deutschlandfunk mit eingeschlossen, versuchen, Meinung (im Sinne Merkel’scher Flüchtlingspolitik) zu machen, anstatt neutral, sachlich und objektiv zu informieren!
Die ARD hatte über Monate einen Faktencheck auf ihrer Homepage, der das friedliche Verhalten vieler Flüchtlinge bei uns wissenschaftlich unterstreichen sollte (Kriminalitätsstatistik), die Zahlen vom Landgericht Stuttgart jedoch sprechen da eine ganz andere Sprache! Es nervt ungeheuerlich, als mündiger und kritischer Bürger für dumm verkauft zu werden. Freiburg und die Berichterstattung darüber passen voll ins Bild!

395: Highlander:

5. Dezember 2016 um 17:35 Uhr

Es ist nur eines komisch an dieser ganzen Sache. Wieso wird immer berichtet, wenn ein Flüchtlingsheim brennt?

Eines ist auch sicher. Dieser Fall läuft bei der Justiz unter Jugendstrafrecht, d. h. er bekommt schlussendlich weniger Jahre aufgebrummt, wie wenn einer Steuern hinterzieht.
Ein Menschenleben zählt bei uns hier nichts mehr. Da fällt mir nur eines noch ein. Da tickt etwas nicht mehr richtig bei uns im Staat.

In solchen Fällen müsste die Strafe nach amerikanischem Recht erfolgen und dann aber ganz schnell aus unserem Land.

396: Eugen:

5. Dezember 2016 um 17:36 Uhr

Die Tagesschau hat damit Ihr letztes Quentchen Glaubwürdigkeit beim Bürger verspielt. Wenn ausländische Nachrichten davon berichten ist es sehr wohl wichtig für ganz Deutschland. Ein Schande ist das. Und diese scheinheilige Begründung das der brutale Täter geschützt werden muss, setzt dem noch einen drauf.
So geht das nicht weiter! Ab jetzt nie wieder TS!

397: ustdigital:

5. Dezember 2016 um 17:36 Uhr

Die Medien befinden sich in einem großem, selbst gemachten Dilemma.
Nachrichten zu verbreiten sollte deren “Kerngeschäft” sein. Das wurde bis vor ein paar Jahren auch verantwortungsvoll so gehandhabt. Als man anfing Nachrichten zu interpretieren, politisch zu klassifizieren, begab man sich in eine selbst gemachte Falle. Mit dieser Vorgehensweise hat man sich dem wichtigsten Mittel des Journalismus beraubt – Vertrauen. Es ist/war egal ob man diese traurige Meldung verbreitet oder nicht. Es wird immer der Gedanke an eine gesteuerte “Aktion” in den Hinterköpfen hängen bleiben. Um da wieder raus zu kommen bedarf es Zeit, Mut, politisch gebildete Konsumenten und vor allem Wahrhaftigkeit.
Ansonsten wird es wirklich egal was gemeldet wird.

398: Rolf:

5. Dezember 2016 um 17:36 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke
Die ÖR und Sie sind leider ein Instrument der Politik geworden, ob Sie es nun wahrhaben wollen, oder nicht !
Die ÖR haben doch jetzt offensichtlich für alle den Auftrag, vor der Wahl Negativschlagzeilen aller Art zu filtern, die die Kanzlerin und die CDU und deren Flüchtlingskurs in ein schlechtes Licht rücken könnte.
Ich bin definitiv kein AVD`ler, sondern ein Familienvater, der sich Sorgen macht um seine kleine Tochter und die Sicherheit in unserem Land.
Warum berichten Sie nicht über die zahllosen Vorkommnisse und Straftaten, die von Flüchtlingen verübt werden ? Über die massiven Probleme, die die Ordnungskräfte und unsere Polizei völlig überlasten. Über die täglich zahlreich vorkommende, teils schwere körperliche Gewalt unter Flüchtlingen verschiedener Ethnien in Flüchtlingsheimen ?
Warum wird zur besten Sendezeit nicht die Wahrheit gesagt ? Weil das, wie Sie sagen, niemanden interessiert ? Oder vielleicht eher, weil es die CDU nicht wünscht ?

399: Anita Emmel:

5. Dezember 2016 um 17:37 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren
ein Bericht über diese abscheuliche Tat war der Tagesschau nicht mal eine Randbemerkung wert. Stattdessen wurde wie so oft, aus langsam nicht mehr ertragbarer Political Correctness lieber nichts gesagt bzw. eine völlig unglaubwürdige Begründungen ” regionale Bedeutung des Falls ” für das Schweigen erfunden.
So geht das in der Bevölkerung nur noch wenig vorhandene Vertrauen in die Berichterstattung der öffentlich rechtlichen Medien gänzlich verloren.

400: Heinz Beier:

5. Dezember 2016 um 17:39 Uhr

Ich will hier keine Diskussion über das Für und Wider einer Berichterstattung anfangen, aber meiner Sorge Ausdruck verleihen, dass ich das Gefühl habe, dass die Redakteure und vor Allem Sie Herr Dr. Kniffke es sich doch recht leicht machen mit den jetzt zusammen gestammelten Erklärungen. Sie behaupten regional nicht berichten zu wollen und Mordfälle erst garnicht. Das stimmt leider überhaupt nicht. Es hängt sehr davon ab, welcher Art ein Ereignis ist und vor Allem wer der vermutliche Täter war, ob Sie berichten oder nicht. Das werden Sie als Pauschalurteil abtun, ist aber in den Köpfen Ihrer zahlenden Fernsehzuschauer zum großen Teil wie beschrieben angekommen. Es wäre schön gewesen, wenn Sie sich einfach entschuldigt hätten, ohne fadenscheinige Erklärungen abzugeben.

401: R.Schmidt:

5. Dezember 2016 um 17:40 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
mit Ihrer Einstellung dürfen wir uns nicht wundern, dass die Rechtspopulisten immer mehr zu lauf haben.
Sie treiben mit der Bestätigung der Aussage “Lückenpresse” denen diese Leute doch zu!
Und dann noch die Aussage von Relevanz.
Für Ihre Fehlendscheidung wünsche ich Ihnen Einsicht und alles Gute.

402: lohse:

5. Dezember 2016 um 17:42 Uhr

Ich verstehe das Argument und stimme dem zu. Die eigentliche Nachricht ist die Skepsis gegenüber der Tagesschau.
Wäre es nicht sinnvoll, statistische Daten zu veröffentlichen, die das Publikations-Verhalten belegen? Zum Beispiel: über wie viele Morde wurde in den letzten drei Jahren berichtet. Generell würde ich mir wünschen weit mehr statistische Rohdaten einzusehen, die eine Interpretation erklären.

403: Peter Schmitz:

5. Dezember 2016 um 17:42 Uhr

Schon witzig: Flüchtlinge die ein Portmonee “finden” und zur Polizei bringen schaffen es in die Nachrichten und bei einem schrecklichen Mord (man denke was das arme Mädchen mitmachen musste) findet man das Schweigen im Walde. – Zum Glück kann ich mich als sogenannter “besorgter” Bürger auch anders informieren.

Mittlerweile kann ich mit dem Begriff “besorgter” Bürger gut leben…Es gibt allen Grund Sorge zu haben wie man sieht. – Ich weiß nicht was passiert wenn meinen Töchtern (13 und 16) was zustößt…könnte dann für nichts mehr garantieren.

404: Marcus:

5. Dezember 2016 um 17:43 Uhr

@346:bubu
Ihre Anmerkung “Ausländer greifen selten Ausländer aus Ausländerhass an”
In Flüchtlingsheimen ist ein Großteil der Konflikte zwischen “Ausländern” die sich gegenseitig angreifen. Suniten gegen Shiiten, stark religiöse Moslems gegen liberale Moslems,unterschiedlichste ethnische Gruppen gegeneinander…,der letzte Punkt ist mit “Ausländer gegen Ausländer” ziemlich gut beschrieben.

405: Dieter Henke:

5. Dezember 2016 um 17:44 Uhr

Dr. Gniffke Freiburg:
Ihre Auslassungen sind ein Witz und eine Verhöhnung. Sie wollten doch nur verhindern das eine Nachricht verbreitet wird, in der ein afghanischer Flüchtling des Mordes bezichtigt wird. Mit Ihrer Haltung gehören Sie nicht auf den Posten eines Chefredakteurs.
Dieter Henke

406: Pressewarze:

5. Dezember 2016 um 17:45 Uhr

Und solche verhinderten Informationen halten so manchen vorsichtigen Bürger davon ab, gefährliche Gebiete/Städte zu meiden.

Wird da nicht auch die mächtige Konsumindustrie verschont?
Ist das hier heute schon zu einer Industriediktatur mit Alibipolitikern verkommen?

Ich will wissen in welche Gebiete ich mich besonders geschützt begeben muß. Und das hat nicht unbedingt mit einer Vergewaltigung zu tun.

407: Bernhard:

5. Dezember 2016 um 17:46 Uhr

Natürlich weiß jeder Idiot, dass es immer schon deutsche Vergewaltiger und Mörder bei uns gegeben hat. Auch in der ehemaligen DDR gab es Mörder und Kindermörder, was aber nicht im Fernsehen oder in der Presse der DDR veröffentlicht wurde. Die ARD verhält sich genau so wie der Staatsfunk in der ehemaligen DDR.
Als die Studentin vermisst wurde, haben alle Medien ausführlich darüber berichtet, und nun wird der Täter weil er Flüchtling ist geschützt.
Über die Wahl von Uli Hoeneß zum Präsidenten des FC Bayern wurde ausführlich berichtet, dies war wohl kein regionales Ereignis, oder?
Gestern bei RTL in der Sendung Menschen 2016 wurden zwei Frauen, die in der Silvesternacht 2015 auf der Kölner Domplatte sexuell gedemütigt wurden, von Jauch abgefertigt und haben sich mehr oder weniger dafür entschuldigt keine Ausländerhasser zu sein.
Habe seit den siebziger Jahren immer SPD gewählt, nächstes Jahr wohl nicht mehr. Durch solche Hirnis bei der ARD treibt man ja die Menschen zur AFD.

408: KH. Wittek:

5. Dezember 2016 um 17:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
genau auf diese Weise verschaffen Sie der AFD die
Wählerstimmen. Seit Jahrzehnten gibt es in der BRD und der gesamten EU große Probleme mit bestimmten Bevölkerungsgruppen, die durch massenhaften Zuzug bestimmt nicht kleiner werden.”Wohlmeinende”: Journalisten glauben, wenn sie die Öffentlichkeit nicht unnötig beunruhigen; … Juristen die Täter schonen und die Opfer damit bestrafen und … Politiker mantrahaft wiederholen das dies doch alles nur “Einzelfälle” sind und vermutlich denken, die Probleme werden sich schon von selbst in Luft auflösen, all das wird die AFD u.ä. rechtsradikale Vereinigungen nur weiter stärken.

409: Carlo Engel:

5. Dezember 2016 um 17:47 Uhr

Sie sollten mal tief in sich gehen als meinungsmachende Institution und sich dafür entscheiden ob subjektive Themen in dem Hauptspot des Nachrichtengeschehens der Tagesschau etwas zu suchen haben oder nicht . Ich wäre ganz bei Ihnen wenn sie subjektive Ereignisse aussen vor lassen . Jeder Sender auch der Ihre findet für so etwas genügend Raum ,im Regionalen oder Gesellschafts Tv. Solange sie aber über Morde berichten ist es eine Zensur ,wenn sie entscheiden daß es Morde gibt ,die man nicht landesweit öffentlich publiziert, andere hingegen schon . Sie haben nicht zu entscheiden ob ein Mord von öffentlichem Interesse ist oder nicht . Öffentliches Interesse auszusprechen ist der Judikativen in diesem Land vorbehalten , keinen Gebührenempfängern ! Sie sind dazu da ,diejenigen zu informieren die sie bezahlen , so verstehe ich den Staatsauftrag den das Ö.r. Fernsehen hat ! Nichts als Wasser auf die Mühlen von verblödeten Rassisten zu gießen erreicht.

410: Andrej:

5. Dezember 2016 um 17:49 Uhr

Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft: “Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind. Und während Angehörige trauern und Opfer unsägliches Leid erfahren, schweigen die Vertreter der “Willkommenskultur”.”

411: Pressewarze:

5. Dezember 2016 um 17:50 Uhr

Und diese Endlosschleifen von Politikrunden mit fast immer den gleichen Figuren und ausgewähltem Publikum kanzeln. Das sieht sich doch kein normaler Mensch mehr an. Sollen diese krankhaften Selbstdarsteller in die Primitivwerbesender als Konsummarktschreier überwechseln, wenn sie von denen akzeptiert werden.

412: Svetlana Bogovic:

5. Dezember 2016 um 17:53 Uhr

Regionale Bedeutung und Einzelfall. ist klar. Und sich dann über Lügenpresse wundern.

413: MickM:

5. Dezember 2016 um 17:55 Uhr

n-tv meldet, dass die Bochumer Polizei den Doppel-Vergewaltiger der beiden Frauen in der Nähe des Uni-Gelände festgenommen hat. Mal sehen, wie die Tagesschau berichten wird.

414: @Lisa:

5. Dezember 2016 um 17:57 Uhr

Liebe Lisa,
Ihre Kommentare in allen Ehren : Es gibt nicht DEN bösen Flüchtling oder DEN lieben Deutschen ! Es ist nun mal absolut richtig, daß hunderttausende alleinstehende, junge Männer aus teils extrem frauenverachtenden Kulturkreisen nach Deutschland gekommen sind. Wollen Sie das etwa leugnen ?

Diese Gruppe macht definitiv Probleme, siehe Köln, siehe Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund,Bremen usw.

Vor dieser Gruppe habe nicht nur ich Angst ! Viele haben Angst, und die regierenden Parteien versuchen alles, die heile Welt zu wahren, zu vertuschen und zu beschönigen. Dieses ignorante und überhebliche Verhalten dieser Regierung erzeugt den Hass und treibt die Werte der AFD in ungesehene Höhen! Die Bürger sind besorgt, fühlen sich nicht ernstgenommen. Ich wünsche Ihnen persönlich nie, daß Sie alleine abends auf solch eine Gruppe treffen. Wenn Sie Glück haben, werden Sie nur verbal attackiert…

415: MickM:

5. Dezember 2016 um 17:57 Uhr

@Peter Schmitz:

“Schon witzig: Flüchtlinge die ein Portmonee “finden” und zur Polizei bringen schaffen es in die Nachrichten und bei einem schrecklichen Mord (man denke was das arme Mädchen mitmachen musste) findet man das Schweigen im Walde”

Guter Vergleich – vielleicht erklärt Herr Gniffke noch die nationale oder internationale Bedeutung des gefundenen Geldes.

416: Matthias Polak:

5. Dezember 2016 um 17:58 Uhr

Herr Dr. Gniffke,
wie viele andere auch war ich regelrecht schockiert über die fehlende Berichterstattung der Tagesschau zu diesem Verbrechen in Freiburg. Wie Sie nun versuchen diesen Umstand zu rechtfertigen ist für mich nicht überzeugend, sondern vielmehr besorgniserregend, denn es drängt sich der Eindruck auf, sie schieben in Ihrer Argumentation den Begriff “Relevanz” vor, um vom Thema “(Selbst-)Zensur” abzulenken.

417: H. Groth:

5. Dezember 2016 um 17:59 Uhr

Dieser Fall beweist, daß die öffentlich-rechtlichen Medien tatsächlich ein Zweikanalsystem sind: Beim 2. Programm geht der Nachrichensprecher in die Regierung, beim 1. Pogramm… Alles in trockenen Tüchern, Herr Gniffke!

418: puma752:

5. Dezember 2016 um 18:03 Uhr

Ich finde die Entscheidung absolut richtig, natürlich ist jedes Opfer eines zuviel. Aber 1. möchte die Familie des Opfers vielleicht gar keine zivile Aufmerksamkeit, weil es schon Schlimm genug ist, dass so etwas überhaupt passiert ist. 2. würden sich viele in diesem Thema ungebildete Leute wieder in Ihrer Meinung bestätigt fühlen, dass Flüchtlinge uns nur Nachteile bringen. Und das ist mit nichten so!!
Es gibt genauso wie hier Täter & Opfer, es muss nicht jedes Thema in die Medien kommen. Dann müssten wir auch jeden Autounfall, jeden Diebstahl, jeden Missbrauch etc. in den Medien haben. Das würde einfach nicht funktionieren.
Ich würde mich freuen, wenn jeder von Ihnen Mal zu einem Flüchtlingscamp fährt und versucht mit den Leuten dort zu reden und sie kennen zu lernen. Dann würde ein Großteil sehen, dass es genauso Menschen sind wie alle anderen auch. Dass es genauso Hartz IV heuchler gibt, böse dabei sind, aber auch liebenswerte, westlich orientierte und gut gebildete. ARD-Top!!

419: Klaus:

5. Dezember 2016 um 18:03 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
es ist doch Aufgabe eines Journalisten unabhängig und wahrheitsgemäß zu berichten. Sie kennen doch die derzeitige Situation. Es wird zeit, daß heute Roß und Reiter genannt wird, nicht Täterschutz vor Opferschutz! Ein 17jähriger Täter mit Migrationshintergrund soll nur dem örtlichen Interesse unterliegen?
Herr Gniffke, ich glaube Sie haben nichts, aber auch gar nichts verstanden! Dieses Handeln führt zu weiteren zukünftigen AFD-Wählern und Politikverdrossenheit! Wenn Sie nicht umdenken können, nehmen Sie Ihren Hut und gehen!

420: Bodo Schäfer:

5. Dezember 2016 um 18:04 Uhr

Es geht bei dem brutalen Verbrechen an Maria L. nicht nur um einen von 300 Morden. Dieser Mord ist politisch. Er ist der größtmögliche Btennpunkt Flüchtlingskrise. Auf der einen Seite steht die Tochter eines hohen EU-Beamten aus gutbürgerlichem und katholischem Haus. Sie setzt sich für Flüchtlinge, auch unbegleitete Jugendliche Flüchtlinge ein. Noch auf ihrer Beerdigung wurde Geld für Flüchtlinge gesammelt.

Auf der anderen Seite steht ein angeblich 17 Jähriger Afghane, der in einer Pflegefamilie aufgenommen wurde. Möglicherweise kannte der Täter das gemeinnützige Engagement von Maria.

Hier wird die Frage aufgeworfen, ob auch Deutsche ein Recht auf Sicherheit und Heimat haben? Wo sind die Grenzen einer Willkomenskultur?

Das weltweite Medienecho und die breite Diskussion in den sozialen Netwerken belegt: Dieser Fall ist nicht von regionaler Bedeutung.

421: Koelle-am-rhing:

5. Dezember 2016 um 18:06 Uhr

@33
@Hardy Prothmann,
sehr ausgewogener kommentar und gute neue Aspekte.

422: Jürgen Glomb:

5. Dezember 2016 um 18:07 Uhr

Lieber Herr Gniffke,
alles nur Ausreden.
Wenn ich in die ARD Mediatek schaue, sehe ich genügend Beispiele die alles was sie sagen wiederlegen. Ich bin selbst immer für sachliche Berichterstattung, aber dieses mal haben sie einen Fehler gemacht. Es wäre schön wenn Sie den Mut hätten einfach zu sagen, ich habe die Sache falsch eingeschätzt. Aber was sie jetzt machen ist Mist.

423: patrick:

5. Dezember 2016 um 18:09 Uhr

Wichtige Daten und Fakten oder ganze Nachrichten wegzulassen ist auch eine Art “Zensur” !T-Online.de kann das auch super gut.Die sind richtig gut im Zensieren.Ich geh dann immer auf die Orginale Polizeimeldung und erfahre dann auch welche Nationalität die Täter haben.Für mich ist das wichtig.

424: Hallenser:

5. Dezember 2016 um 18:10 Uhr

Dieser Fall und viele andere unterlassenen Nachrichten in Zusammenhang mit Migranten als Tätern machen immer deutlicher wie groß der Einfluss der etablierten Parteien und der Bundesregierung auf die öffentlich-rechtlichen Medien ist. Auch wenn deren Vertreter dies immer wieder von sich weisen, so entsteht bei immer mehr GEZ-Zahlern die Überzeugung, dass sich ARD und ZDF zu stattshörigen Medien entwickelt haben. Es mag zwar kein zentrales Propagandaministerium wie in der NS-Zeit geben, aber die Selbstkognition und -beschneidung im Kopf ist bei vielen Journalisten und Redakteuren deutlich und führt zur Unterlassung wahrheitsgetreuer Berichterstattung. Zum Glück gibt es noch die relativ unabhängigen lokalen Medien und andere vom Staat und Parteien unabhängige Zeitungen.

425: Thomas:

5. Dezember 2016 um 18:11 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

wie wäre es mit einer Sendung zum Thema Gewalttaten in Deutschland. Alle Morde (Todschläge) im Jahr 2016 werden aufgearbeitet und die tatsächlichen oder mutmaßlichen Täter im Rahmen des Erlaubten dargestellt. Macht etwas Arbeit, müsste aber möglich sein. Sie könnten damit ganz offensiv dem Vorurteil begegnen, dass die Täter überdurchschnittlich nicht deutscher Herkunft sind. Hohe Einschaltquoten garantiert.

426: Reinhard (nicht der von 17.13 Uhr):

5. Dezember 2016 um 18:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
nicht nur die Masse der Kommentare hier und anderswo zum Weglassen der Meldung und Ihrer Rechtfertigung dazu, müsste bei Ihnen und der Redaktion zu einem Umdenken führen. Berichten Sie endlich (wieder) vollständig und neutral. Dies scheint seit geraumer Zeit nicht mehr der Fall zu sein, es wird nicht nur aus meiner Sicht, tendenziös berichtet, sei es durch kommentierende Formulierungen in den Meldungen, sei es durch Weglassen, wie in diesem bedauernswerten Fall. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen.

427: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 18:13 Uhr

Shitstorm?
Auch wenn die Kommentare sehr einseitig sind, trifft der Begriff für die allermeisten nicht zu, es sei denn, man definiert den Begriff extrem scharf. Es zeigt in erster Linie, wie eindeutig fehlerhaft das Verhalten der TS von den meisten gesehen wird. Daher finde ich es gut, daß dies durch Nicht-Schließung der Kommentarfunktion abgebildet werden kann. Ich hoffe, daß sich dann vielleicht auch noch etwas Konstruktives ergibt.
Es sind ja sogar eher die TS-Verteidiger, die hier rumtrollen. (354 “Guckt doch RTL, ihr habt doch die Wahl! Die Tagesschau ist keine Boulevard-Sendung!”)
Eins muß ich aber auch sagen: Das “Argument” “wenn es ‘andersherum’ wäre, würde ein großer medialer Aufriß gemacht werden” kann ich nicht mehr hören. Nicht nur, weil es so gut wie jeglicher argumentativer Kraft entbehrt (in dieser Formulierung ohnehin), sondern weil es wiederum die eigenen Vorurteile und Abneigungen offenbart und sich damit selbst disqualifiziert. Es geht hier vor allem um Zensur.

428: Christmann:

5. Dezember 2016 um 18:14 Uhr

Diese Frage stellen sich doch viele: “Warum z.B. war der Tod einer Deutsch-Türkin vor zwei Jahren tagelange Sondersendungen wert (zur Erinnerung: Der Täter hatte ebenfalls einen Migrationshintergrund), während man den Mord an einer deutschen Studentin durch einen Migranten als zu unbedeutend für eine Berichterstattung in den Hauptnachrichten einstuft? Es drängt sich der Eindruck auf, die Herkunft des Opfers könnte ausschlaggebend sein.”

429: Anna:

5. Dezember 2016 um 18:17 Uhr

Hallo,
hatte gerade einen Text verfasst.
Er war nicht rassistisch aber die Wahrheit.Es könnte sein dass sie mein Schreiben falsch auffassen, bin deshalb still.

430: Peter:

5. Dezember 2016 um 18:18 Uhr

@peter Schmitz
Sie schreiben “Flüchtlinge die ein Portmonee “finden” und zur Polizei bringen schaffen es in die Nachrichten…”.
War das eine Meldung in der TS? Wohl kaum, also vergleichen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen.

431: Irmi:

5. Dezember 2016 um 18:19 Uhr

Auch ich bin schwer enttäuscht über Ihre Nichtberichterstattung! Ein Brand in Oakland wurde den ganzen Sonntag Nachmittag priorisiert. Das ist traurig! Und Ihr Brief der Rechtfertigung lächerlich! Hoffentlich findet man bald den Täter des 2. Mordopfers. Gespannt sehe ich dann Ihrem Umgang damit entgegen.

432: cowboy8:

5. Dezember 2016 um 18:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Der Vorwurf, dass die ÖR Medien durch Flüchtlinge begangene Straftaten bewusst verschweigen (zumindest solange es geht) und die Politik sie zerredet, ist ja nicht neu.

Der shitstorm in diesem Fall war zu erwarten, speziell weil – wie Sie selbst einräumen – man nach Ihren eigenen Kriterien auch hätte anders entscheiden können. Wenn Sie hier überrascht wurden, dann frage ich mich, wo Sie eigentlich in den letzten Monaten waren.

Was für die öffentliche Diskussion relevant ist, entscheiden seit Privatfernehen und Internet nicht länger Sie, sondern die Öffentlichkeit. Die Diskussion über krimenelle Flüchtlinge findet statt, nur eben (leider) ohne Sie.

MfG

433: Hannah Koch:

5. Dezember 2016 um 18:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Kai Gniffke,

ich habe ihre Erläuterungen verstanden. Dennoch möchte ich wissen wieso ihre Kollegen bei dem umgekehrten Fall, der Tötung der Flüchtlingskindes Mohamed durch einen dt. Staatsbürger anders verfahren ist.

Auch hier handelte es sich um eine Vergewaltigung mit anschließendem Mord.

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-191631.html

Leider kann ich keinen durchgehend journalistischen Standard erkennen.

434: montideluxe:

5. Dezember 2016 um 18:23 Uhr

Lieber Herr Gniffke,

hoffentlich erinnern Sie sich an Ihre Worte wenn die Tagesschau das nächste mal über einen 17 jährigen Deutschen berichtet der betrunken irgendwelche ausländerfeindlichen Parolen an die Hauswand einer Asylbewerberunterkunft gesprüht hat. Nicht dass ich solche Typen in Schutz nehmen oder deren Taten rechtfertigen will, der stetige Versuch von zumindest Teilen der Tagesschau Redaktion, die Straftaten von Migrationswilligen unter den Teppich zu kehren spricht aber nicht unbedingt für Qualitätsjournalismus.

435: rig2016:

5. Dezember 2016 um 18:24 Uhr

Weil ich es hier so oft gelesen habe … und mich deshalb sehr ärgere: Die These wenn ein AfD oder Pegida oder sonst irgendein Nazi ein Flüchtlingsmädchen vergewaltigte … würde darüber “zurecht” in den Medien berichtet weil es eine politische Tat mit dazugehörigem überregionalen Interesse wäre (wohingegen es sich beim Fall von Freiburg ja nur um einen regionalen Mordfall handeln würde).
.
Zur Info: Auch wenn ein Nazi, AfD`ler oder Pegida Marschierer ein Flüchtlingsmädchen vergewaltigen würde … es wäre immer noch eine “normale” Sexualstraftat, zumindest solange bis eindeutig bewiesen wäre dass sich der Täter das Opfer gezielt nach ihrer ethnischen Herkunft ausgesucht hat. Denn sonst könnte man genauso argumentieren, der Freiburger Verdächtige hätte sich gezielt ein christliches Mädchen ausgesucht … und das wäre natürlich Unsinn.
.
Andererseits bin ich mir dennoch sicher dass im umgekehrten Fall bundesweit berichtet worden wäre.

436: Wolfgang M.:

5. Dezember 2016 um 18:25 Uhr

Diese Gemengelage dürfte wesentlich dazu beitragen, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten auch weiterhin ihre Akzeptanz bei den Zuschauer verlieren.
In Anlehnung an ein Sprichwort fällt mir dazu ein:
Alle rufen “Ihr sägt den Ast ab, auf dem ihr sitzt! Antwort: “Kann nicht sein !”

437: Klaus Wittmann:

5. Dezember 2016 um 18:27 Uhr

Die Nicht-Berichterstattung schlägt höhere Wellen als es eine Berichterstattung je getan hätte.
Für mich als Laien nicht unerwartet, was mich am politischen Emphatievermögen des Herrn Gniffke zweifeln läßt.

438: Reinhard:

5. Dezember 2016 um 18:28 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

nachdem was ich hier so lese kann ich mich nur annähernd vorstellen wie schwierig Ihr Job ist.
Ich kann Ihre Ausführungen vollumfänglich nachvollziehen.
Ich wünsche Ihnen weiterhin die Stärke welche Sie hier offensichtlich brauchen.

439: Claus Noppeney:

5. Dezember 2016 um 18:31 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke

die Kritik an Ihrer Entscheidung möchte ich gerne etwas akzentuieren:

Denn der Fall in Freiburg müsste doch eigentlich sofortige Nachforschungen Ihrer Redaktion auslösen:

Was heisst hier eigentlich Flüchtling? Was ist der aufenthaltsrechtliche Status des Verdächtigen? Seit wann? Was hat es mit der illegalen Einreise des Verdächtigen auf sich? Warum sind sich die Behörden sicher, dass der Verdächtige erst 17 Jahre alt ist?

In der Pressekonferenz wurde keine dieser Fragen gestellt.

Wem dient eine Tagesschau, die verschweigt und die Fragen nicht stellt?

Was muss eigentlich noch geschehen, damit Sie Ihren Auftrag im Sinne Ihres Auftraggebers – und das sind letztlich die Gebührenzahler und nicht irgendwelche Gremien – wahrnehmen?

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Claus Noppeney.

440: Isabelle:

5. Dezember 2016 um 18:32 Uhr

Für mich ist die Entscheidung, in der Tagesschau nicht über den Mordfall und die Festnahme zu berichten absolut nachvollziehbar. Unterschiedliche Medien setzen unterschiedliche Schwerpunkte.

Worum ich die Tagesschau und vielleicht auch andere ARD-Infomagazine angesichts der Debatte, die losgetreten wurde und die u.a. von der AfD und der CSU jetzt gepusht wird, bitten würde, noch offener mit den unterschiedlichsten verfügbaren Kriminalitätsstatistiken umzugehen und sie zu einem regelmäßigen Thema zu machen.

Aktuell vielleicht mal einen Bericht über die Entwicklung der Mordstatistiken in Deutschland, die Aufklärungsquoten sowie die Einordnung der Morde in Motivgruppen (Familie, Gangs, Sexualdelikte – wie auch immer da eingeteilt werden kann)?

441: Max:

5. Dezember 2016 um 18:33 Uhr

Ist es eigentlich so schwer zu verstehen, welche Nachrichten gesendet werden und welche nicht? Die ts hat einen engen Zeitrahmen, ist ein Medium mit landesweiter Ausstrahlung und kann nunmal nicht jedes Interesse bedienen.
Der Vergleich ala “wenn ein AFD/Deutscher/* irgendwas gemacht hätte, würde es sofort berichtet” ist mehr als scheinheilig, v.a. wenn dann noch von der ts eingefordert wird, alle möglichen Statistiken darzureichen. Selber recherchieren und weiter als über seinen eigenen Tellerrand zu schaun, klappt wohl nicht mehr. Wer den Unterschied einer Tat mit einem gesellschaftsgefährdenden Inhalt, also einem der jeden betrifft, und zugleich auch potential systemisch zu werden und einer Tat, die von ein Individuum ausgelöst wird, nicht versteht, sollte evtl. den Fehler nicht bei anderen suchen.
Wo ist denn eigentlich die Forderung endlich mal einen “Brennpunkt” nach einem anderen “Monitor spezial” für die Fluchtursachen oder der Verteilung von Macht und Geld weltweit zu bring?

442: Heinz:

5. Dezember 2016 um 18:34 Uhr

Herr Dr. Kniffke,

ich habe gerade eben Ihre Erklärung in der Tagesschau gesehen und muss sagen, dass ich es kaum fassen kann, Sie haben immer noch nicht begriffen, dass ein Fehler unterlaufen ist, Sie entschuldigen sich natürlich nicht, aber das Schlimmste ist, dass Sie sagen, Sie würden wieder so entscheiden. Ihr Gesamteindruck war überdies recht erbärmlich und läßt Zweifel aufkommen, ob Ihre Position von Ihnen kompetent ausgefüllt wird. Treten Sie ab.

443: Rüdiger Brettschneider:

5. Dezember 2016 um 18:36 Uhr

Die Begründung des Herrn Gniffke, dass es eine große Anzahl von kriminellen Taten gibt und deshalb nicht über ” jede ” einzelne Tat berichtet werden kann und auch alle anderen Erklärungen des besagten Herrn, sind einfach nur Schutzbehauptungen. Kaum ist ein sogenannter ” Promi ” in einem Fall involviert, erfolgt selbsverständlich eine Meldung in der Tagesschau. Das die Mehrheit der Zuschauer der Begründungen des Herrn Gniffke keinen Glauben schenkt, ist somit kein Wunder. Ein Vorteil: Es gibt zum Glück andere Nachrichtensender!

444: Michael K.:

5. Dezember 2016 um 18:38 Uhr

Für mich ist es UNERTRÄGLICH, dass eine derart fürchterliche Straftat, welche über Wochen die GESAMTE BRD erschüttert und verunsichert hat (und dies noch weiterhin!), hier fast ins lächerliche gezogen wird. Wenn irgendeine eine Person behauptet, dass ein solcher Fall lediglich regionale Bedeutung hat, spreche ich diesem seine journalistische Fähigkeit oder sein Urteilsvermögen ab.
Das sog. “Gschmäckle” schlägt hier voll durch, wenn es um die Frage der Herkunft des Täters geht.
Für mich erscheint es sich bei dem abgegebenen Statement um nichts anderes als peinliche Ausreden zu handeln.

445: SOS Pressefreiheit:

5. Dezember 2016 um 18:41 Uhr

Ich bin der Tagesschau sehr dankbar, dass sie sich in Sachen Kriminalitätsberichterstattung zurückhält. So schlimm für jedes Opfer eine Straftat ist, wäre es unangemessen, wenn die Tagesschau eine tägliche Rubrik “Verbrechen des Tages” einführen würde. Dass die AFD diese Angelegenheit zum Anlass nimmt, in den Landesparlamenten die jeweiligen Rundfunkstaatsverträge anzugreifen, zeigt, wie diese Partei es mit der Pressefreiheit hält. Sie will Berichterstattung auf Bestellung und ist da viel schlimmer als die angeblichen etablierten Parteien. Alles, was der AFD nicht passt, wird beschimpft und verunglimpft. Das ist ein Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Ich wünsche mir sehr, dass die ARD und die Tagesschau Redaktion sich davon nicht beeindrucken lassen.

446: Norbert Schäfer:

5. Dezember 2016 um 18:44 Uhr

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, von Seiten der “Tagesschau”/”Tagesthemen” nicht über den Mordfall und den Mordverdächtigen zu berichten, so wie es u.a. ZDF und RTL getan haben. Im Vorfeld hatte die Tagesschau ja auch über den Fall bzw. die Mordfälle in und um Freiburg berichtet!!! Will man sich wirklich dem Vorwurf des Verschweigens (=Lügenpresse) aussetzen…?! Von der ARD erwarte ich eine entsprechende (Nach-)Berichterstattung und Kommentierung (Entschuldigung)!

447: Karl:

5. Dezember 2016 um 18:45 Uhr

Am vergangenen Wochenende stand in der Süddeutschen Zeitung ein Bericht über Gefängnisinsassen in Bayern. Die Zahlen stammten vom Bayerischen Statistischen Landesamt. Darin wurde berichtet, dass 65,5 Prozent der in Bayern Einsitzenden die deutsche Staatsangehörigkeit hätten.

448: Tanja:

5. Dezember 2016 um 18:48 Uhr

Also für mich klingt die Argumentation mehr als fadenscheinig.
Der Mord an der Studentin in Freiburg hat ÜBERREGIONAL
für Schlagzeilen gesorgt und deshalb ist es eben auch nicht nachvollziehbar, dass die Aufklärung dieses Verbrechens keine Erwähnung in der Tagesschau wert war.
Im Grunde weiß jeder warum, es ist einfach ZU offensichtlich:
Man will die aufgeheizte Stimmung gegen Flüchtlinge
nicht noch befeuern, das ist meiner Meinung nach aber genau der falsche Weg.
Es ist wieder mal ein Argument mehr dafür, dass man manchen Medien sehr wohl den Vorwurf einer staatlich gesteuerten “Lügenpresse” machen kann.
Wir haben echte Probleme im Land, sie tot zu schweigen mindert sie nicht.

449: Reinhard:

5. Dezember 2016 um 18:49 Uhr

Es erinnert mich hier ein wenig an Fußball WM. Auf einmal gibt es 80 Millionen Nationaltrainer, äh Chefredakteure.
Vielleicht erinnern sich ja noch einige daran dass es hier nur um die Prime-Sendung der TS ging. Hier wird ja so getan als hätte kein ÖR Sender über das Thema berichtet.
Aber wahrscheinlich ließt hier keiner richtig mit, es wird nur gebasht und das nennt man dann Demokratie.

450: Ignaz:

5. Dezember 2016 um 18:50 Uhr

Herr Dr. Kniffke,
Ihnen und allen anderen, die es immer noch nicht begriffen haben, empfehle ich die Lektüre des Dramas “Biedermann und die Brandstifter” von Max Frisch.

451: Lisa:

5. Dezember 2016 um 18:51 Uhr

@@Lisa
Sie haben meine Kommentare nicht richtig gelesen und/oder nicht richtig verstanden. Das, was Sie mir unterstellen, schrieb ich nicht. Aber darum geht es Ihnen ja sicherlich auch nicht. Schwarzweiß- und Schubladendenken ist eben einfach.
Mit dem letzten Absatz Ihres Kommentares (Ich wünsche Ihnen…) haben Sie sich übrigens für jede weitere ernsthafte Auseinandersetzung mit Ihrer Meinung disqualifiziert.
Ich erkläre es Ihnen auch: Ich setze grundsätzlich als selbstverständlich voraus, dass niemand der Kommentatoren hier einem anderen Menschen wünscht, vergewaltigt und evtl. sogar ermordet zu werden. So auch Sie nicht. Aber Sie betonen das nun extra. Auch noch als Schlusssatz. Das gibt mir zu denken und sollte Ihnen zu denken geben. Was bezwecken Sie wohl damit? Wollen Sie mir Angst machen? Wollen Sie andeuten, dass ich, würde mir das Angedrohte passieren, es nicht anders verdient hätte? Weil ich (Ihrer Ansicht nach) die “Wahrheit” nicht erkenne (die Sie aber kennen)?

452: Hami:

5. Dezember 2016 um 18:52 Uhr

Hallo,
der Begriff “Lückenpresse” hat ja offensichtlich wohl doch eine Daseinsberechtigung…..
Durchsichtige Ausreden haben die Verantwortlichen hinterher, wenn`s denn doch aufgefallen ist, immer!

453: Peter:

5. Dezember 2016 um 18:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke
Ihre Berichterstattung ist für mich persönlich in den
letzten Monaten dermaßen politisch einseitig geprägt
das ich mich ab sofort mir über das aktuellen Tagesgeschehen woanders informiere.

454: amaretto:

5. Dezember 2016 um 18:59 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
vielleicht geht es ja mehr um die Erklärung, warum darüber nicht berichtet wurde. Diese war grotesk. Die Begründung, es ist eine regionale Nachricht und man muß den minderjährigen Täter schützen ist ganz neu. Ich erinnere an den Jungen, der den Amoklauf im Münchner OEZ begangen hat. Er war minderjährig und das dürfte dann auch bitte nur in Isar TV gesendet werden. Warum diese zweierlei Mass? Dank Internet und der Auswahl mehrerer Sender, die Nachrichten bringen, ist der Bürger ja doch bestens informiert und muß nicht Tagesschau einschalten. Ich verzichte auch auf veraltete Nachrichten in den öffentlich rechtlichen Sendern. Vor allem wenn es 20:00 Tagesschau und nicht Wochenrückblick heißt.

455: Ignaz:

5. Dezember 2016 um 19:01 Uhr

Hier der Link für die Zusammenfassung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Biedermann_und_die_Brandstifter

456: Karl:

5. Dezember 2016 um 19:03 Uhr

Um es gleich vorweg zu sagen – nein, ich bin kein Verschwörungstheoretiker und Anhänger der Lügenpresse-Fraktion.

Dennoch fasse ich meinen Kommentar zu den Äußerungen des Herrn Gniffke kurz zusammen:

Ich glaube Ihnen kein einziges Wort.

Seit etwa 20 Jahren beobachte ich einen schleichenden Verfall des Journalismus in diesem Land,und gerade in den Jahren ab 2009 (Finanzkrise und folgende) geht es immer schneller bergab. Und mit dieser Glanzleistung ist ein weiterer Tiefpunkt erreicht.

457: federico:

5. Dezember 2016 um 19:04 Uhr

schlimm an diesem fall ist doch, es regen sich viel zu wenige auf! die sich hier austoben – machen woanders keinen rabbatz …
und wenn dann das kreuzchen gemacht wird, bei wem wohl ?
und mehrheitlich – von wem ?
das ist die brd :-(

458: Mike F.:

5. Dezember 2016 um 19:04 Uhr

Ich kann Herr Dr. Gniffkes Argumentation durchaus nachvollziehen, aber wenn man sieht, über was für andere Themen in der TS berichtet wird, kann man da nur noch den Kopf schütteln. Dass dieser Sexualmord durchaus ein überregional Interesse erweckt, sieht man allein daran, dass ganz Deutschland darüber diskutiert und sogar die Weltpresse das Themas aufgreift.

Und wenn deutsche Frauen nachts nicht mehr alleine aus dem Haus gehen können, ohne sich Sorgen um die zunehmende Kriminalität durch Flüchtlinge machen zu müssen, dann ist es die Pflicht der ÖR darüber zu berichten, alleine schon um zu verhindern, dass ein falsches Sicherheitsgefühl vermittelt wird und um sicherzustellen, dass sich jeder der Realität bewusst ist, in der wir uns durch Merkels Politik der offenen Grenzen befinden.

459: Begüm Tahal:

5. Dezember 2016 um 19:04 Uhr

Hallo liebe Tagesschauredaktion,

die Stimmung gegen Flüchtlinge und Deutsche mit Migrationshintergrund ist auf einem Siedepunkt angelangt.

Allerdings: Wenn mich meine dt. Freunde gestern fragten: Wieso wurde über den Mord an der Ägypterin, die wegen ihres Kopftuches, ermordet wurde berichtet und über die Tat in Freiburg nicht, kann ich Ihnen leider keine Antwort geben.

Die einzige Möglichkeit diese Gesellschaft wieder zu vereinen ist über diese abscheuliche Taten gleichwertig zu berichten. Denn die Empörung unter Migranten über diesen schrecklichen Mord ist genauso groß.

460: Friedensreich Fischer:

5. Dezember 2016 um 19:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Griffke,

Ihre Argumantation finde ich durchaus nachvollziehbar. Allerdings erscheint es mir widersprüchlich, dass die ARD regelmäßig über Autounfälle mit Todesfolge auf deutschen Straßen berichtet. Bei ca. 3.500 Verkehrstoten in Deutschland jährlich sehe ich auch hier keine gesellschaftliche Relevanz – von einem Zugunglück in Pakistan ganz zu schweigen. Servieren Sie uns den Tod vielleicht immer dann, wenn Sie schöne Bilder davon haben?

Mit freundlichen Grüßen

Friedensreich Fischer

461: Wilfried:

5. Dezember 2016 um 19:06 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

da ich selbst zwei Kinder habe, die in Freiburg studieren und… Freiburg bundesweit als Universitätsstadt beste Adresse war und hoffentlich auch noch ist…, ist es für uns als Familie nicht nachvollziehbar, derartige Informationen nur regional zu verbreiten. Wie Sie sicherlich wissen, sind gerade in Freiburg nicht nur Schwarzwälder Studentinnen und Studenten untergebracht, im Gegenteil, Freiburg war und ist eine weltoffene Stadt mit tausenden Studenten aus dem In- und Ausland. Somit ist eine Berichterstattung über dieses furchtbare Ereignis nicht nur bundesweit, sondern von internationalem Interesse.

Mit freundlichen Grüßen

W. Nierobisch

462: Karl M.:

5. Dezember 2016 um 19:08 Uhr

Guten Abend!

Ich bin immer noch entsetzt von der hanebüchenen Ausrede der Tageschau-Redaktion zur Nicht-Berichterstattung über den tragischen Mord an einer jungen Frau!

Ich stelle mir gerade vor, ein AfD-Jünger hätte ein 19-jähriges Flüchtlingsmädchen vergewaltigt und ermordet – es hätte tagellang Sondersendungen und Diskussionsrunden gegeben. Wird hingegen “nur” autochthone junge Frau ermordet, hat das “keine Relevanz”!

Ich bin fassungslos, ich weiß(!) nun, dass es zwar keine Lügenpresse gibt, aber GARANTIERT eine Lückenpresse!

464: summerday:

5. Dezember 2016 um 19:12 Uhr

Hallo,
Ihre lückenhafte Berichterstattung ist skandalös und fadenscheinig, denn viele Ereignisse, über die Sie berichten, sind “regional”. Ich informiere mich nur noch über die Tageszeitungen, die “Tagesschau” ist für mich unerträglich einseitig geworden.
MfG

465: Presserat:

5. Dezember 2016 um 19:14 Uhr

Regionale Relevanz, wenn New York Times. Washington Post, CNN darüber berichten, um nur wenige zu nennen?

Also noch weniger Fingerspitzgefühl kann man ja wohl nicht an den Tag legen…bei RTL II kam es kurz vor 20 Uhr als erste Meldung…dachte stets TS hat mehr Qualität als die Privaten…falsch gedacht.

466: Monika:

5. Dezember 2016 um 19:16 Uhr

Schade um die GEZ Gebühren.

467: Ingo:

5. Dezember 2016 um 19:17 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
aufgrund dieser und anderer Fehlleistungen, die Sie und ihre Redaktion unbelehrbar an den Tag legen, werde ich mich nun zu den Schätzungsweise 4 Mio anderen Beitragsverweigerern dazu gesellen.

Ich glaube Ihnen kein Wort.

468: Max:

5. Dezember 2016 um 19:18 Uhr

Die massiven Reaktionen auf die Nichtberichterstattung der Tagesschau sind ein gewichtiges Indiz dafür, dass viele Menschen in Deutschland den Freiburger Mordfall für relevant halten. Nun kann es sich dabei natürlich um eine lautstarke Minderheit handeln, die nicht repräsentativ ist. Oder aber die Tagesschau-Redaktion hat die gesellschaftliche Stimmung in Deutschland falsch eingeschätzt.

Ich denke, dass die Tagesschau bisher in Deutschland über die Parteigrenzen hinweg als objektiv angsehen wird. Meine Hoffnung ist, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Dafür sollte die Tagesschau-Redaktion den vorliegenden Fall kritisch reflektieren. Leider scheint Herr Gniffke dazu nicht fähig, wenn er die Berichterstattung der Tagesschau zur Kölner Silvesternacht als positives Beispiel hervorhebt. Mit dieser Selbstgefälligkeit, Herr Gniffke, schaden Sie der Tagesschau. Eine angemessene Reaktion wäre: “Wir haben das Interesse der Zuschauer falsch eingeschätzt und machen es beim nächsten Mal besser.”

469: Roman:

5. Dezember 2016 um 19:20 Uhr

Die Diskussion erinnert mich an kleine Kinder, die sich hinter den Vorhang stellen und die Augen zuhalten… weil sie denken “wenn ich meine Eltern nicht sehe, sehen die mich auch nicht”… übertragen könnte man meinen, dass die Tagesschau durch den Nichtbericht von Asylanten-Straftaten das gesellschaftliche Problem negiert. Es ist nunmal ein gesellschaftliches Problem, wenn Menschen aus Kriegsgebieten, wo sie schreckliche Greuel erlebt haben, in ein Wohlstandsland kommen, in dem eine andere Kultur herrscht. Dazu muss man kein Afghane sein. Das wäre auch für Deutsche ein Problem. Bevor über einen Waldbrand in Australien berichtet wird, würde ich mir wünschen, dass die Tagesschau über Verbrechen in Deutschland berichtet. Und nicht aus Angst, dass dann diskutiert wird, gleich den Bericht weglässt. Hätte ein Däne die Frau umgebracht, wäre es auch gebracht worden.

470: Kirsten:

5. Dezember 2016 um 19:22 Uhr

Es ist grotesk, wenn man argumentiert, der Fall wäre nur “regional” von Interesse.
Seit 2 Jahren wird man jeden Tag in den Medien mit Meldungen über Flüchtlinge bombardiert und dann soll ein Mord, der eben von einem dieser Schutzsuchenden verübt wurde nicht von überregionalem Interesse sein?
Ich fühle mich wirklich für dumm verkauft, wenn man wenigstens ehrlich wäre und dazu stehen würde, dass man es BEWUSST nicht gebracht hat, um der aufgeheizten Stimmung gegen Flüchtlinge keinen Vorschub zu leisten.
Denn nur das ist die Wahrheit, das weiß im Grunde jeder.
Ich war nie ein Freund von Verschwörungstheorien, aber man kann es bald wirklich glauben, dass es keine wirklich neutrale Berichterstattung mehr in diesem Land gibt und alles wie früher in der DDR von “oben” gesteuert wird.
Traurig.

471: R. Uhlig:

5. Dezember 2016 um 19:23 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
alles soweit so gut und nachvollziehbar. Damit habe ich kein Problem und möchte auch nicht täglich solche Entscheidungen treffen. Vielleicht muss jedoch der Rahmen überprüft werden, um dem Makel der “lückenhaften” Berichterstattung entgegenzutreten.

Was mir mehr Sorgen bereitet ist dieses Zitat aus der SHZ.de (mir sonst nicht bekannt):”
“Auch auf den allgemeinen Vorwurf, die «Tagesschau» sei Propagandamedium und zensiere, antwortete Gniffke: «Ich versichere Ihnen, dass ich nicht jeden Tag aus dem Bundeskanzleramt oder Nato-Hauptquartier einen Anruf bekomme.»” – Das impliziert doch wenn nicht täglich, dann doch öfter oder hin und wieder. Ein Schelm der böses dabei denkt.

472: Melanie:

5. Dezember 2016 um 19:24 Uhr

435
Denn sonst könnte man genauso argumentieren, der Freiburger Verdächtige hätte sich gezielt ein christliches Mädchen ausgesucht … und das wäre natürlich Unsinn.
.
.
Da irren Sie sich aber gewaltig, Muslimen ist es verboten sich an Muslimien zu vergehen, da dies im KOran schwerr bestraft wird, während die Vergewaltigung einer Ungläubigen nicht als Stratat bei den Muslimen gilt. Erstmal sich richtig informieren, bevor man vorschnell Meinungen verbreitet.

473: Stephan Kaufmann:

5. Dezember 2016 um 19:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

Tagesschau 14.6.2016: …Prozessauftakt im Fall der ermordeten Kinder Mohamed und Elias
Tagesschau 26.7.2016: …Lebenslänglich für Silvio S. nach Ermordung zweier Jungen

Werden wir auch von dem Prozess gegen den Mörder der Freiburger Studentin aus Ihrer Sendung erfahren?

474: Johannes Gerl:

5. Dezember 2016 um 19:27 Uhr

Diese Nachricht wurde m.E. aus den gleichen Gründen unterdrückt, warum auch z.B. keine Statistiken über die Beteiligung von Ausländern, Asylanten und Flüchtlingen an Straftaten veröffentlicht werden. Es würde sich nämlich herausstellen, dass solche Gruppen überproportional an Straftaten beteiligt sind. Aber man will kein Öl ins Feuer gießen bzw. der rechten Szene Themen und Ansatzpunkte liefern. Also werden wir Bürger jetzt nicht nur von der Politik sondern auch von den öfftl. Medien in die rechte Ecke gestellt weshalb man uns solche Nachrichten verheimlichen muss?
Gerade das ist es was uns Bürger zu “Wutbürgern” macht. Wegen ein paar extremen Gruppen werden uns Nachrichten vorenthalten Sachverhalte verheimlicht kurz: wir werden für “dumm verkauft”. Die Folge: Man stärkt ungewollt, wie man immer wieder sieht, gerade diese politischen Gruppen (z. B. AVD u. a).
Schlage neuen Sendungstitel vor: nicht Tagesschau sondern Tagesscheu!

475: Habenicht:

5. Dezember 2016 um 19:28 Uhr

Hallo haruwa,

aber wäre es nicht besser, es wäre andersrum? Die Tagesschau hätte berichtet? Auch wenn dann die Hetzer sicherlich irgendwelche Argumente für sich fänden, auch darüber zu hetzen; dann hätte man aber selbst bessere Argumente zu sagen, was wollt ihr eigentlich? So hat man nun kaum Argumente. Man ist ihnen bezüglich dieses Thema fast argumentionslos unterlegen. Und die Tagesschau hat die Munition geliefert.

476: Brigitte:

5. Dezember 2016 um 19:28 Uhr

Neben der political correctness ist wohl auch die anstehende Präsidentenwahl in Österreich für die Nicht-Erwähnung maßgeblich gewesen.

477: Holger Nocon:

5. Dezember 2016 um 19:29 Uhr

In den zwei abendlichen Tagesschau-Sendungen vom 19. Feb wurde insgesamt fast 5 Minuten lang zu dem Thema Protest gegen Flüchtlinge “Demonstranten blockieren Bus” ausführlichst berichtet. Bei den Vorkommnissen war niemand zu Schaden gekommen und es hatte keine tätlichen Übergriffe von Flüchtlingsgegnern gegeben.
Jetzt ist ein brutaler Mord mit vorausgehender Vergewaltigung passiert, wobei beim vermeitlichen Täter Migrationshintergrund vorliegt, was auf der Pressekonferenz am Samstag bekanntgegeben wurde.
Wenn die Ereignisse, die zu den Meldungen vom 19. Februar führten, in den Augen der Verantwortlichen der Tagesschau mehr den Relevanzkriterien entsprechen als das besagte Verbrechen, dann kann dies nur einen oder beide der folgenden zwei Gründe haben: 1. Die Verantwortlichen sind nicht frei in Ihrer Nachrichtenauswahl bzw. Berichterstattung und werden direkt oder indirekt (politisch) beeinflusst. 2. Den Verantwortlichen fehlt jedes Gespür für eine objektive neutrale Berichterstattung.

478: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 19:34 Uhr

1. Nicht-Berichterstattung ist eindeutig feststell . TendenziöseVerfälschung ist deutlich schwerer zu beweisen. Daher ist die Aufregung und die insgeheime Freude, der TS eine geahnte “ambitionierte” oder zumindest schlechte Berichterstattung nachweisen zu können, nachvollziehbar. Ein Zweizeiler hätte es vorläufig schon getan.
2. Daß die Medien berichten, wenn rechte Deutsche gegen Ausländer vorgehen, ist ja auch gerechtfertigt. Wir müssen uns selbst davor bewahren, daß die Gewalt gegen Ausländer ausufert. Mit zu viel Berichterstattung bei rechter Gewalt herum zu argumentieren ist also von vornherein nicht sinnvoll. Entscheidend ist nur, ob auch ausreichend berichtet wird, wenn – ich sage es deutlich – junge männliche gegenüber Frauen oder anderen Gruppen respektlose oder traumatisierte Ausländer Straftaten begehen.
3. Der Unterschied ist, daß wir deutsche Straftäter nicht ausbürgern können. Das müssen wir gesellschaftlich regeln. Flüchtlingspolitik bietet viel Gestaltungsspielraum.

479: Anna Wertheim:

5. Dezember 2016 um 19:37 Uhr

Danke für die Erklärung. Natürlich ist sie umstritten. Aber ich kann gut mit ihr leben (und kann eh gut damit leben, daß in der Tagesschau selten über Mordfälle berichtet wird – danke!!). Der 2. Kommentator (Ole Halefeldt) hat trotzdem recht – über die Relevanz von Themen wie US-Waldbränden kann man ebenfalls streiten. Klar, da haben sie schon Sendeteams fast vor Ort. Trotzdem wäre es schön, wenn auch die seltener gesendet würden, und eher nicht-westliche Politik & Themen in den Vordergrund rücken könnten…

Naja, Tagesschau ist kein Wunschkonzert. Also dann lieber weiter so wie bisher.

480: H. Kübler:

5. Dezember 2016 um 19:44 Uhr

Ich lese soeben, dass sich die ARD dazu durchgerungen hat, aufgrund des großen Medienechos heute in den Tagesthemen doch noch einen Beitrag zum Mordfall Maria zu bringen. Ob wir da wohl ein paar selbstkritische Sätze hören, Herr Chefredakteur?

481: Bernd Kirchhöfer:

5. Dezember 2016 um 19:45 Uhr

ARD Berichterstattung steht oder besser stand bei mir an erster Stelle.Jetzt greift anscheinend die Politik in die Bericht besser nicht Berichterstattung ein.Ich hätte nicht geglaubt das die ARD hier offensichtlich sich absichtlich einer Berichterstattung verweigert. Da sollte man sich doch fragen, eigentlich reicht für die Tagesschau doch nur das Wetter.
Macht nur weiter so !

482: Michael:

5. Dezember 2016 um 19:47 Uhr

Es war falsch, nicht zu berichten. Das stärkt leider nur die Falschen. Es nährt die Nachrichtenungläubigkeit nach Köln. Gehen Sie bitte sensibler an solche Dinge heran. Der eigentliche Nachrichtenwert ist, dass ARD nicht berichtet hatte!

483: J.s.:

5. Dezember 2016 um 19:48 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,
Öffentlich-rechtliche Medien, die von allen bezahlt werden, sollen Fakten berichten und nicht Meinungen verbreiten. Auch nicht durch Unterdrücken von Nachrichten.
Ich möchte nicht durch die Auswahl von Meldungen, deren Bebilderung und Kommentierung “pädagogisch” begleitet und gelenkt werden.
Wenn in den internationalen Medien über diesen Mord in Deutschland berichtet wird, dann scheint es doch eine “Relevanz” zu geben, oder?
Sagen Sie doch wenigstens, dass Sie diese Geschichte falsch eingeschätzt haben !
Mit freundlichem Gruß!

484: Heiko Schulz:

5. Dezember 2016 um 19:49 Uhr

Hallo Herr Gniffke,
das Recht einer Nachrichtensendung über die tagesaktuellen Themen mit besonderer Bedeutung zu berichten sei dem Sender zugestanden. Die Gründe die Sie dafür nennen, sind aus Ihrer Sicht gut und rheotrisch geschickt gewählt. Ihre Worte reihen sich in die lange Reihe von Herunterspielungen und Verharmlosungen nach der ” Flüchtlingskrise ” ein. Die Ohnmacht der Politik wird durch Verschweigen und herabsetzen von Sachverhalten in der Presse immer deutlicher. Die Presse unterschätzt immer noch die heutigen Kommunikationswege. Nachrichten können nicht mehr länger durch geschickte Formulierungen heruntergespielt werden und mit jeder fragwürdigen Nachricht über den aktuellen Zustand im Land verlieren Sie an Glaubwürdigkeit über die journalistische Qualität der Beiträge. Wie lange wollen Sie noch die Spitze des Eisberges noch zudecken?

485: Werner Wolf:

5. Dezember 2016 um 19:50 Uhr

Wie kann man nur so dusselig sein, durch unterlassene Berichterstattung ein weiteres (gefühltes – aber stark empfundenes Argument) für die Kennzeichnung als “Lügenpresse” zu liefern…

486: Max Permoser:

5. Dezember 2016 um 19:51 Uhr

Über die Diskussion um Lügen- und Lückenpresse hinaus: mit der Auswahl der Nachrichten steht auch die Sprache der Meldungen in Zusammenhang. Hier vermisse ich ebenso Respekt gegenüber den Zuschauern wie bei der Auswahl der Meldungen.

Herr Gniffke, schauen Sie doch bitte einmal eine Zeit lang die täglichen Wiederholungen der Tagesschau von vor 20 Jahren. Wir wollen nicht zurück zum Schwarzweiß-Fernsehen. Sie werden aber feststellen, dass die heutige Sprache der Meldungen massenhaft manipulative Elemente (wertende Ausdrücke) enthält. Das ist mindestens so problemtisch wie Ihre Entscheidungen was berichtet wird. Die Tagesschau war einmal das Beispiel “par excellence” für sachliche Berichterstattung.

Beispiel heute: “Renzi scheitert grandios”. Musste das sein? Die Wertung hilft niemandem. So schließt sich der Kreis: einfache Sprache anwenden und mehr über die Relevanz von Meldungen nachdenken. Klare Sprache -> klare Problemsicht -> Respekt gegenüber gesamter Gesellschaft zeigen.

487: Siggi:

5. Dezember 2016 um 19:56 Uhr

Sie schreiben

“Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse.”

In Wirklichkeit ist jedes einzelne Verbrechen welches von hier aufgenommenen Migraten verübt wird gesellschaftlich relevant – wir als Gesellschaft nehmen diese Migranten auf und müssen uns natürlich darüber informieren wie sich diese Personen uns gegenüber verhalten.

Ist schon komisch dass der Gehalt des Herrn Dr. Gniffke aus meiner Tasche kommt und er für mich dann entscheidet was für mich relevant sein darf und was nicht.

488: Ausländische Medien nutzen:

5. Dezember 2016 um 19:57 Uhr

Es ist doch schon seltsam, dass die ausländischen Medien (USA, UK etc.) viel ausführlicher darüber berichten als die inländischen…

489: Donaldus:

5. Dezember 2016 um 19:59 Uhr

mir ist es Sch— egal was der ersten und zweiten für Nachrichten bringen NTV und N24 schaue ich Täglich seit über 20 Jahren und die Sendern kommen mir sowieso nicht ins Haus sowie etliche andere

490: Zweifler:

5. Dezember 2016 um 20:00 Uhr

Zitat: “Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse.”

Also über sowas, warum ARD und ZDF in Zukunft keine Olympischen Spiele mehr übertragen werden. Ja, sowas gehört in die Haupt-Nachrichtensendung in einen schönen XL-Beitrag voller Mimimi. Aber ein Mord, über den die Tagespresse in ganz Deutschland berichtet, hat in dieser Sendung keinen Platz. Ja ne, ist klar.

491: Nikolaus:

5. Dezember 2016 um 20:00 Uhr

Ich verstehe die Unterscheidung von ‘Gesprächswert’ und ‘Relevanz’, die Sie treffen, nicht ganz. Schon klar, über die Trennung eines Prominentenpaares spricht die Bevölkerung, aber relevant für sie ist es eigentlich nicht. Es kann daher nicht nur um Anschlusskommunikation gehen, sondern um die politischen, sozialen oder ökonomischen Folgen eines Ereignisses, von dem die Tagesschau berichtet (dass sie diesem Kriterium in ca. 50 Prozent ihrer Nachrichten, z.B. in allen Sportnachrichten, selbst nicht entspricht – geschenkt!). So verstanden aber widerspricht sich die Stellungnahme leider selbst: Die breiten politischen Reaktionen haben Sie ja erst dazu veranlasst, Stellung zu nehmen. Wenn Sie glauben könnten, dass der Aufschrei über die fehlende Berichterstattung politisch und sozial folgenlos wäre, hätten Sie kaum begründen müssen, weshalb Sie sie für irrelevant halten. Etwas für irrelevant zu erklären, das man aber erst wegen seiner Relevanz zur Kenntnis nimmt, ist ein Widerspruch.

492: M. Auberle:

5. Dezember 2016 um 20:00 Uhr

@Dr. Claus Noppeney

Ich unterstütze Ihren Kommentar vollumfänglich. Nicht nur hätte die Tagesschau über den Fall berichten müssen, sondern sie hätte vielmehr auch ihre höchste journalistische Pflicht wahrnehmen und die vielen Fragen die sie genannt haben thematisieren sollen. Auch ab wie vielen ähnlich gelagerten “Einzelfällen” (wenn auch ohne Todesfolge), von denen man nahezu täglich in der Regionalzeitung lesen kann, eine ausreichende Relevanz für die Tageschau/Tagesthemen gegeben ist, wäre interessant zu erfahren.

493: Erich Berner:

5. Dezember 2016 um 20:04 Uhr

Werter Herr Dr. Gniffke,
seit 26 Jahren lebe ich in der Bundesrepublik Deutschland. Davor hatte ich meinen Wohnsitz in der DDR. Die Informationen der Medien in diesem Land mußten permanent hinterfragt werden. Als Journalist haben Sie ausgiebig darüber berichtet wie staatsnah, eiseitig und zweifelhaft die Informationpolitik in diesem Land war.
Stark zunehmend ist die Berichterstattung, in den öffentlich rechtlichen Medien den Medien in der DDR, gleich zu setzen.
Ich bin nicht darüber verwundert, daß viele Bürger dieses Landes der öffentlich rechtlichen Medienlandschaft mißtrauen.
Vor 25 Jahren war ich überaus glücklich darüber in der BRD angekommen zu sein. Heute betrachte ich den Kurs meines Heimatlandes (ob ich Vaterland sagen darf weiß ich nicht)mit Sorge.
Die Öffentlich Rechtlichen sollten aus meiner Sicht darüber nachdenken, wie kann eine unabhänige neutrale Berichterstattung gesichert werden. Nur dann werden Akzeptanz erreichen.
MfG E.B.

494: Hans Maulwurf:

5. Dezember 2016 um 20:05 Uhr

Ich hab mich selten so geschämt für die stumpfsinnigen Kommentare hier und zu dem eigentlichen Artikel unter Tagesschau.de.
Es zeigt deutlich das die meisten dieser Kommentatoren nur darauf gewartet haben und jetzt mit Schaum vor dem Munde sich an ihrer Rechthaberei ergötzen. Ihr ätzt mich an!
Ihr seit es, die den tragischen Tod des Mädchens instrumentalisiert.
Ob diese Nachricht nun in die Tagesschau gehört oder nicht ist völlig irrelevant. Es gab genug Möglichkeiten sich über dieses Thema zu informieren.

@Tagesschau: Ich danke Euch für eure gute Arbeit und bin froh das es Euch gibt!

495: Win:

5. Dezember 2016 um 20:06 Uhr

Die Stellungnahme des Herrn Gniffke ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Aufklärung dieser verbrecherischen Straftat ist keinesfalls ein Ereignis, das von einem öffentlich/rechtlichen Fernsehen einfach totgeschwiegen werden darf. Es erscheint mir in den letzten 2-3 Jahren, dass bei den Verantwortlichen der ARD (und des ZDF) die berüchtigte Schere im Kopf ist. Es kann einfach nicht sein, was nicht sein darf. Es erinnert mich immer mehr an die DDR-Medien, die auch nur “politisch korrekte” Meldungen brachten, das Volk in der DDR von der Wahrheit fernhielten. Wir nannten es damals den “Lügenkanal”. Ich habe selbst diese Zeit miterlebt und glaubte, dass es in der Bundesrepublik freie Medien gibt, die das Volk unzensiert informieren. Leider bin ich eines anderen (schlechteren) belehrt worden… Auch das Filtern von wichtigen Informationen ist wie eine Unwahrheit…

496: Detlev Dinter:

5. Dezember 2016 um 20:07 Uhr

Herr Kai Gniffke, es ist ein intellektuell ziemliche kläglicher Versuch der Rechtfertigung des Schweigens!
Ist Ihnen entgangen, dass die Tat weltweit Aufmerksamkeit generierte?
Wer hat jetzt “Regionalniveau”?

Er rühmte die Tagesschau für die journalistisch Aufarbeitung und “Offenheit” bei der Silvester-Berichterstattung.
Man stellt also Versagen noch als positive Leistung dar!

Die ARD hat erst nach Tagen das Thema aufgegriffen, als alle schon wussten, was geschehen ist und wer die Täter waren ….

Über den Brandanschlag in Villigen-Schwenningen (keine “regionale Tat”??) wurde groß berichtet, bis heraus kam, dass es rivalisierend Security-Teams waren – und die Nazi-Keule musste wieder eingepackt werden. Betreutes Denken – ARD 2016.

497: Jürgen Petrasch:

5. Dezember 2016 um 20:08 Uhr

Nein, Herr Dr. Kniffke, Ihre Ausführungen sind ein weiterer Versuch, eine aus vermeintlicher “Political correctness” völlig fehlgeleitete Informationspolitik zu rechtfertigen.
Wir mündigen Bürger erwarten eine ehrliche, kritische Berichterstattung. Wer nicht dazu bereit ist, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, einseitig ausgerichteter Meinungsbildung den Vorschub zu leisten. Es gibt inzwischen viele Menschen in unserem Land, die dieser Entwicklung verständnislos gegenüber stehen. Deutschland konnte immer auf seinen investigativen Journalismus stolz sein. Inzwischen ist der leider zu mainstreamkonformen, die Realitäten oftmals ausblendenen Gefälligkeitsreportagen verkommen.
Die meisten Bürger nehmen die Probleme im direkten Umfeld völlig anders wahr, als verantwortunglos agierende Journalisten es den Menschen einzureden versuchen.
Schade, dass auch die ARD – finanziert aus erzwungenen Beiträgen – diesen Stil mitprägt und dann auch noch nach abstrusen Rechtfertigungen sucht!

498: Herbert Rautenberger:

5. Dezember 2016 um 20:09 Uhr

Die Tagesschau hätte über den Fall berichten können, hätte es aber nicht gemusst! Denn: Soll die Tagesschau jetzt über jeden Mordfall in der Republik berichten? Absurd! Die Tagesschau ist weder “Bild”, noch “Brisant” oder “Explosiv”, sondern die Tagesschau! Und mindestens ebenso absurd wäre es, wenn sie – wie es manche offenbar gern hätten – besonders über von Flüchtlingen begangene Straftaten berichten würde. Man stelle sich einmal eine solche “Apartheid-Berichterstattung” vor! Die Tagesschau würde sich – zu recht! – dem Vorwurf der Hetze aussetzen. Diese ganze Debatte ist völlig an den Haaren herbeigezogen und dient den Feinden der Demokratie zu einem ganz bestimmten Zweck: Sie sind es, die in Wirklichkeit die Bürger hinters Licht führen und ihr Vertrauen in unsere bewährte Demokratie und deren Institutionen (in diesem Fall den öffentlich-rechtlichen Rundfunk) untergraben wollen!

499: Blaumann:

5. Dezember 2016 um 20:15 Uhr

Mann beißt Hund!

Die Frage nach der Relevanz einer Nachricht haben sich tagtäglich tausende von Redaktionen bei Printmedien, TV und Radio weltweit zu stellen. Und ganz ehrlich, wo setzen wir den Maßstab an bei einer 15-minütigen Nachrichtensendung zur Hauptsendezeit? Wollten wir über alle Kapitalverbrechen, die an einem Tag in der Bundesrepublik geschehen, in der Tagesschau berichten lassen, die 15 Minuten Sendezeit reichten nicht aus. Da ist nicht viel Zeit, seriös über die Tagesgeschehnisse zu berichten. Von mir aus können die Berichte über durchgeknallte Einzeltäter ganz aus der Berichterstattung verschwinden, mit einer Ausnahme: sie haben eine gesamtgesellschaftliche Relevanz und die Berichterstattung darüber kann dazu beitragen, dass sich ähnliches nicht wiederholt. Das bedeutet aber z. B., sich als Zuschauer inhaltlich und hintergründig mit dem Verbrechen und der Thematik von Sexualdelikten auseinanderzusetzen. Daran glaube ich jedoch nicht. Wer macht das schon?

500: Hans Meyer:

5. Dezember 2016 um 20:18 Uhr

Sehr geehrte Tagesschau-Redaktion,
eine Nachrichtenredaktion kann – wie ja auch die Tagesschau – einseitig gefärbte Berichte und Kommentare abliefern, sie kann aber keine wichtige Meldung unterschlagen. Die WDR Westschau tat dies als ARD Sender sogar bis heute Abend. Mit dieser Filterung leisten Sie den populistischen “Lügenpresse”-Rufern gewaltigen Vorschub, und das ist nicht Ihr öffentlich-rechtlicher Auftrag. Sie unterscheiden sich gegenüber anderen Nachrichtenmedien darin, dass man Sie bezahlen MUSS, von daher muss der Maßstab auf sauberen und objektiven Journalismus auch erheblich strenger angelegt werden.
MfG
HM
NB Ihre Wortwahl in der Rechtfertigung (Was müssen die Eltern, …denken, wenn wir durchdeklinieren, warum es der Tod ihrer Tochter nicht in die Tagesschau geschafft hat”) betrachte ich einerseits als entlarvend für Ihr Denken, andererseits als unwürdig- auch wenn Sie es anders gemeint haben sollten. Aber wie gesagt, für die ÖR geltennun besonders strenge Maßstäbe.

501: Heinrich Johannes:

5. Dezember 2016 um 20:23 Uhr

Ihr Kommentar kann mich nicht überzeugen. Es geht in diesem Fall ja nicht um einen von ca. 300 Morden, sondern um einen Sexualmord, von denen es im letzten Jahr nur 13 gab. Insofern hebt sich dieser Fall sehr wohl von anderen Mordfällen ab. Bedenkt man außerdem, dass durch die Silvesterereignisse sexuell motivierte Straftaten in den Focus der Öffentlichkeit gerückt sind, hat der Fall eine erhebliche Relevanz. Wenn Sie das nicht erkannt haben wollen, ist das ein Armutszeugnis für die journalistische Qualität Ihrer Redaktion. Ein solches ist es natürlich erst recht, wenn Sie, wie ich vermute, die Meldung bewusst verschwiegen haben, weil Sie Ihre Zuschauer für unmündig halten und unerwünschte Reaktionen vermeiden wollten.

502: Andreas:

5. Dezember 2016 um 20:26 Uhr

Hallo und guten Abend,

Glückwunsch zur Freigabe der Diskussion.Viele Meinungen prallen aufeinander,einiges muss man aushalten..

Persönlich schlage ich mich diesmal auf die Argumentation der Tagesschau,es wurde bisher nicht über die Straftat berichtet,daran darf die Nationalität des mussmasslich jetzt gefassten Täters nichts ändern,es bleibt Vergewaltigung und Tötungsdelikt,Tagesgeschäft..Die abendliche Hauptnachrichtensendung kann nicht mit Mord,Raub und Vergewaltigung gefüllt werden,dafür gibt es diese unsäglichen Boulevardmagazine..

Allerdings hat die nachfolgende Diskussion dermassen an bundesweiter Wucht gewonnen,nun gehört es doch in den Nachrichtenraum einer Tagesschau.
Was hier gerade passiert ist öffentlich-rechtliche Sternstunde,einfach mal das Volk daherreden lassen,es rennt gerade auf den 500.Kommentar zu.
Im Gedenken an die Angehörigen des Opfers,bundesweite Aufmerksamkeit in dieser Horrorsituation,unvorstellbare Belastung

503: Tanja:

5. Dezember 2016 um 20:26 Uhr

Sehr geehrte Verantwortliche,

es gibt immer mehr Nachrichten/Diskussionen bei der ARD die mich wirklich zur Aufmerksamkeit aufrufen(übrigens auch in anderen Gesellschaftsbereichen).

Die Mordfälle in Baden haben mich emotional sehr beschäftigt und ich war glücklich und erleichtert zu hören, dass ein Fall offensichtlich geklärt ist – unabhängig der Täterherkunft.

Es macht mich allerdings unglaublich wütend, wenn merke, dass ich – im Vorfeld – schon manipuliert werde.

WAS ich zu denken habe – dass haben nicht Sie zu entscheiden!

Warum wird bei der ARD das Thema “Kopftuchmode” der Muslime als so gesellschaftlich wichtig angesehen, dass es in den Nachrichten gesendet wird – für mich war dass z. Beispiel ein Horror.
Warum wird bei Anne Will ein nicht erkennbare Person zu Diskussion eingeladen ?

So geht es immer weiter. Polizisten die auf gesellschaftliche Problem hinweisen, werden von Politikern lächerlich gemacht.

Ich empfehle, lesen Sie Biedermann und die Brandstifter.

504: Aline:

5. Dezember 2016 um 20:28 Uhr

Es ist eigentlich ganz einfach: Wenn Sie darüber berichten, dass “lokal” jemand ein Asylantenheim anzündet oder auf einen Asylanten schiesst und man den Mörder oder auch nur Zünder oder Schützen dann Wochen später findet, dann wäre es auch angemessen, wenn man darüber berichtet, wenn ein Asylant eine Deutsche vergewaltigt und dann tötet. DNA (Sperma-)-Spuren von ihm an der Leiche dürften kaum woanders herrühren. Mir fällt auf, dass Sie in der Vergangenheit immer über Anschläge auf Asylanten und deren Aufklärung berichtet haben, bei den Straftaten durch Asylanten aber eher zurückhaltend bis gar nicht berichten. Man muss nicht über jede Schlägerei in einem Asyalantenheim berichten, das ist ja auch nicht nennenswert, aber ein Mord oder eine Tötung wäre schon erwähnenswert. Sie sollten in den Tagesthemen nicht nur heute abend berichten, sondern sich auch entschuldigen, dass Sie das nicht schon am Samstag zur Hauptsendezeit gemacht haben.

505: Bernd Gehrkeses:

5. Dezember 2016 um 20:29 Uhr

Herr Gniffke, es wäre an der Zeit den Fehler einzugestehen und in Zukunft wieder dem nachzukommen wofür der “öffentlich-rechtliche Rundfunk” steht und stehen muß. Es wird sonst schwer dem nachzukommen, wenn Sie den letzten Rest an Glaubwürdigkeit verloren haben.

506: istwieesist:

5. Dezember 2016 um 20:33 Uhr

Den meisten Kommentatoren hier wäre die Berichtserstattung schnurzpiepegal würde es sich um einen deutschen Täter handeln. Das würde in der Badischen Zeitung auf Seite zwei stehen und damit hätte es sich. Business as usual.
Jetzt wird ein Fass aufgemacht um ernsthafte Medien wieder mal als Lügenpresse zu diffamieren und gleichzeitig die Flüchtlinge insgesamt als kriminell und allgemein minderwertig darzustellen. Ekelhaft.

507: amaretto:

5. Dezember 2016 um 20:36 Uhr

Im Focus wurde ein Bericht über die Tat angekündigt. Um 20:10 erschien Frau Merkel und ermahnte, dass die schreckliche Tat von Freiburg nicht verallgemeinert werden dürfte und wir keine ganze Gruppe verurteilen dürfen. Dauerte 20 Sekunden. War das der Bericht? Dann bekommt das Wort Bericht eine ganz neue Bedeutung. Schämt EUCH! Nie wieder schau ich diese Sendung!

508: Peter Trebing:

5. Dezember 2016 um 20:45 Uhr

Sehr geehrter Kollege, ich bin entsetzt über Ihre Interpretation von journalistischer Relevanz. Fehleinschätzungen bei der Bewertung von Nachrichten sind nicht auszuschließen, das werfe ich Ihnen auch nicht vor. Allerdings wundert mich natürlich, dass jede andere Redaktion in Deutschland eine andere Sicht der Dinge auf dieses regionale Ereignis (Mord!!!) hat. Was aber überhaupt nicht geht, ist die Tatsache, dass Sie Ihr Versagen auch mit genügend zeitlichem Abstand nicht korrigieren oder eingestehen. Über Ihre Gründe für Ihr sehr denkwürdiges Statement mag ich nicht spekulieren. Aus journalistischer Sicht aber wäre das öffentliche Eingeständnis eines Fehlers der bessere Weg gewesen. So aber haben die Tagesschau-Redaktion und ganz speziell auch Sie, Herr Dr. Gniffke, definitiv versagt – die Tragweite dieses Mordes in der Kombination mit dem mutmaßlichen Täter ist nur vage abzusehen. Vielleicht berichten Sie ja wenigstens über die Reaktionen, die nun kommen werden.

509: Alsid:

5. Dezember 2016 um 20:48 Uhr

@438: Reinhard:
>nachdem was ich hier so lese kann ich mich nur annähernd vorstellen wie schwierig Ihr Job ist.<

Was ist daran schwierig, Fakten zu berichten?

Einfach die Pädagogik weglassen!

510: Manfred Wegler:

5. Dezember 2016 um 20:52 Uhr

Hr. Gniffke, für wie unbedarft halten Sie denn Ihre Kunden?
Sie können sich noch so sehr winden, glaubhafter wird es dadurch nicht! Der unselige Sigmar Gabriel hat hier tatkräftig Einfluss genommen!

511: Andreas:

5. Dezember 2016 um 20:54 Uhr

Hallo nochmal zum Abend,

wie schon gesagt,die Freigabe der Diskussionsplattform mit zurückhaltender Moderation ist eine gute Massnahme,das ist öffentlich-rechtlich im Wortsinn.

Leider scheint es in einem “Meinungsurinal” zu enden,wie oft oder fast immer.Reinschreiben,Hose wieder zu und weiter..

Ein revolutionärer Vorschlag,habe ich auch noch nie irgendwo gesehen:Ein “neuer” Kommentar kann erst abgegeben werden wenn der ältere freigegebene Kommentar mindestens 3, 5 oder 10 mal sinnvoll mit mindestens 20/50/100 Zeichenbeantwortet wurde(Also nicht mit 50 x ?).
Das wäre ein Ansatz von “Diskussion”

Mal so als Idee

Gruss zum Wochenanfang

512: Marie:

5. Dezember 2016 um 20:56 Uhr

Ich bin ehrlich gesagt sehr erschrocken über diese Debatte hier.

Warum konnte in der Tagesschau nicht einfach darüber berichtet werden?

Jetzt ist hier von Hetze und Hass die Rede, Frau Merkel erklärt mal wieder, man darf nicht verallgemeinern.

Ich frage nur: wer hetzt hier? Wer verallgemeinert? Mensch, die Leute wollen doch nur das ehrlich und objektiv berichtet wird.

Ihr habt echt nichts gelernt und verstanden. Darüber bin ich wirklich sehr traurig und gleichermaßen erschrocken.

Und es braucht bitte niemand kommen und mir zu unterstellen, ich wäre rechts. Nein, dies bin ich nicht und ich verbitte mir solche öffentlichen Diffamierungen.

513: stefan:

5. Dezember 2016 um 20:57 Uhr

Es ist bedauerlich, zu sehen, wie schwer sich die Tagesschau mit der Wahrnehmung und dem Umgang relevanter Nachrichten tut. Die Erklärungen helfen mE nun auch nicht mehr. Die offenbar sehr bewusste Entscheidung nicht über DIESEN Mord und DIESE Festnahme zu berichten hinterlässt ein trübes Bild. Zynisch sollte das Übergehen der Nachricht ja ausdrücklich nicht sein, doch schliesslich drängt sich der Eindruck auf, dass es genau das ist, nämlich zynisch; auch weil Ihre Erklärungen nicht vollständig und glaubhaft wirken…

514: J Wolf:

5. Dezember 2016 um 20:58 Uhr

Ja, Herr Gniffke, Sie haben es erfasst! Sie klingen sehr zynisch. Und Sie klingen nicht nur so, Sie handeln genauso. Aber das kann ja der erste Schritt auf dem Weg der Besserung sein. Wobei das tagelange Verschweigen der massenhaften Silvester-Vergewaltigungen durch Flüchtlinge auch schon sehr zynisch war. Was mich aber am Meisten an Ihnen stört, Sie wissen sehr wohl warum ausgerechnet dieser Mord eine hohe gesellschaftliche Brisanz hat, und ein hohes Interesse der Öffentlichkeit nach Information besteht, und spielen stattdessen den Pseudo-Reflektierten und Nichtsahnenden.Diese Masche nimmt Ihnen keiner mehr ab. Da wo sie wirklich ahnungslos sind, täuschen Sie jedoch Wissen vor, bspw. was das wahre Alter des Flüchtlings betrifft. Oder haben Sie sich etwa das Alter des Flüchtlings durch Vorlage der entsprechenden Dokumente des Ursprungslandes belegen lassen?

515: Tanja:

5. Dezember 2016 um 20:59 Uhr

Ein Kommentator schrieb, dass das eigentliche Ereignis die Nichtberichterstattung in diesem brisanten Fall war und dem stimme ich zu.
Man macht es erst durch die Verweigerung der Berichterstattung und des Totschweigens zum echten Politikum.
Damit fungiert die ARD selbst als Brandstifter, weil
sie den Rechten genügend Munition liefert.
Warum kann man nicht einfach neutral und wirklich ausgewogen berichten?
Sobald es um Verbrechen von Rechten geht wird ja auch jeder Fall besonders hervorgehoben, während man hier bewusst herunterspielt.
Da müssen sich die Bürger ja bevormundet vorkommen und es schürt auch Hass, weil es gegen das Gerechtigkeitsempfinden jedes Einzelnen geht.
Berichtet neutral, mehr wünsche ich mir nicht.
Die Medien sind mit schuld, wenn die Stimmung in Deutschland immer aggressiver wird.

516: @istwieesist:

5. Dezember 2016 um 21:01 Uhr

Und warum war es der Tagesschau am 5. Januar 2013 einen Bericht “wert”, als in Indien ( Relevanz ? ) eine junge Frau an den Folgen einer Vergewaltigung durch mehrere Männer starb ?
Sie können die Ausgabe auf Youtube finden, ab etwa 6:45 Minuten beginnt der Beitrag.

Das ! und Ihr Kommentar ist ekelhaft. Hier hetze ich nicht und mache ich auch keine Stimmung, sondern belege mit eindeutigen Fakten, daß die TS sehr wohl über einen einzelnen Mord berichten KANN, wenn sie möchte und wenn sie darf !

517: Klaus:

5. Dezember 2016 um 21:03 Uhr

Herr Dr. Gniffke,

das ist wieder Wasser auf die Mühlen all derjenigen, die von “Lügenpresse” und der “Abschaffung der öffentlich-rechtlichen-Zwangsgebühren” fabulieren.

Spätestens mit der Ermittlung des mutmaßlichen Täters im Asylantenumfeld, hätte doch jedem Redakteur klar sein müssen, dass diese Information öffentlich wird. Egal ob die ARD darüber berichtet oder nicht. Und genau hier beginnt das Problem: selbst wenn ich gar nicht unterstellen möchte, diese Nachricht sei politisch nicht gewünscht, so hinterlässt sie nun genau diesen Eindruck.

Und das haben sehr viele Menschen in diesem Land einfach satt: der unehrliche Umgang mit Ängsten und Problemen, die nicht mehr angesprochen werden dürfen, die aber gefühlt bzw. erlebt werden. Diese Menschen suchen und finden bei der AFD jemanden, der ihre Wahrnehmung aufnimmt. Aus dieser Sicht war Ihre Nichtberichterstattung auch wieder etwas Wahlwerbung für die AFD.

518: Karibu:

5. Dezember 2016 um 21:06 Uhr

Am vergangenen Samstag wurde nicht der Mord gemeldet, sondern die Verhaftung des mutmaßlichen Täters in einer Polizei-Pressekonferenz. Da dieser ein Flüchtling ist geht es hier um Flüchtlingspolitik.
Ich habe am Sonntag nach einer entsprechenden Meldung auf tagesschau.de gesucht und unter Inlandsmeldungen nur “Pfarrer werden von “Flüchtlingsgegnern” bedroht” gefunden. Hier ging es um Hassmails und -posts gegen Pfarrer (hat schon mal ein Journalist recherchiert wie AfD-Politiker*innen im Netz angegriffen werden). Außerdem ging es um einen Angriff auf einen Pfarrer, der dabei verletzt wurde – der Angriff geschah laut Bericht im Februar.
Wurde hier von der Redaktion richtig gewichtet?
Über den Raubmord in Deißlingen am 6.10.2015 wurde auch nicht berichtet. Erst wenn man genau die Pressemeldungen durchsucht findet man, daß der auch mit der Flüchtlingspolitik zusammenhängt (Verurteilung am 13.5.)
Und – ja ich bin auch der Meinung, daß nicht alle Flüchtlinge gefährlich sind.

519: Elmar G.:

5. Dezember 2016 um 21:07 Uhr

Der Fall Tugce war doch auch (richtigerweise) keine regionale Rempelei und Sturz auf den Boden mit Todesfolge.

Natürlich bekommt der Fall aus Freiburg mit der Herkunft des Tatverdächtigen eine politische Komponente und damit eine ganz andre Relevanz! Aber anscheinend eine, die durch die rote Brille nicht passt.

Eine schonungslose Benennung und offene Diskussion der festgestellten Probleme würde uns hier viel weiter helfen.

520: RagnarLodbrok:

5. Dezember 2016 um 21:12 Uhr

@istwieesist:
“Den meisten Kommentatoren hier wäre die Berichtserstattung schnurzpiepegal würde es sich um einen deutschen Täter handeln.”

Würden Straftaten von Deutschen Tätern oder einer anderen X-beliebigen Gruppe aus politischen Gründen verschleiert werden, wäre es mir jedenfalls nicht schnurzpiepegal.
Es wurden hier genügend Argumente angeführt die den Schluss zulassen, dass hier politscih gehandelt wurde.
Mich überzeugt das Argument, dass über den Fall der Türkin Tuğçe ausgiebig berichtet wurde, obwohl der Täter feststand und somit keine weitere Gefahr für die Bevölkerung bestand.
Gerade dann wenn ein Täter der vielleicht zwei Frauen getötet hat frei herumläuft, ist zum einen das Informationsbedürfmis der Bevölkerung wesentlich höher und eine informierte Öffentlichkeit erhöht auch den Fahndungsdruck auf den Täter.
Daher glaube ich kein Wort der Erklärung. Das war eine politische Entscheidung.

521: Stephan:

5. Dezember 2016 um 21:14 Uhr

Man kann sich den kritischen Meinungen der Vorredner nur anschließen. Äußerst schwache Argumentation von Herrn Gniffke: Hier nur den Mordfall zu sehen und nicht den gesamtgesellschaftlichen Kontext ist haarstreubend und journalistsich grob fahrlässig. Eine politisch – gesellschaftliche Kompetenz bei der Auswahl der relevanten Nachrichten erwarte ich von einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Das Vorenthalten dieser Information ist Wasser auf die Mühlen der “Lügenpresse” und ein Schlag ins Gesicht für alle, die in der Flüchtlingsfrage aktive Hilfe und Untersützung leisten.
Der Flurschaden ist groß. Und es wird lange dauern, das dabei verloren gegangene Vertauen wieder aufzubauen.

522: U. Melcher:

5. Dezember 2016 um 21:19 Uhr

Ich finde die Entscheidung nicht glücklich, aber nachvollziehbar und bei längerem Nachdenken auch richtig!
1. Über die Tat selbst wurde (soweit ich weiß) ebenfalls nicht in der TS berichtet.
2. Richtig ist, dass in verschiedenen Medien und Gruppen die Tat viel Beachtung gefunden hat, hierbei hat aber keine Rolle gespielt hat, dass der Täter ein Flüchtling sein könnte.
3. Wäre nun also ein deutscher Sexualstraftäter festgenommen worden, würde sich wohl niemand über die fehlende Berichterstattung zur Verhaftung eines Verdächtigen(!) zu der vorher auch nicht in der TS berichteten Tat aufregen?
Hieraus schlussfolgere ich, dass die Brisanz allein aus der Tatsache entsteht, dass der Täter hier nicht einer von vielen Deutschen war (es gab schon viele vor und auch während der sog. “Flüchtlingskrise”), sondern eben ein “Ausländer”.
Wenn also unter normalen Umständen nicht berichtet worden wäre, ist es gut, auch dann nicht zu berichten, wenn ausnahmsweise kein Deutscher der Täter ist.

523: Werner Mierke:

5. Dezember 2016 um 21:24 Uhr

Die Tagesschau hat versagt. Sie hat neutral zu berichten! Das ist ihre Aufgabe. Das der Bericht der “Rechten” zusagt, ist bedauerlich. Ich brauche diese “Rechte” nicht.
Das ist natürlich Wasser auf die Mühlen der “Lügenpresse-Scheier”.
Schade.

524: Sandra Splatter:

5. Dezember 2016 um 21:26 Uhr

Ich habe mich zu jeder Zeit gut informiert gefühlt, da ich normalerweise nicht die Tagesschau sehe, sondern mich auf tagesschau.de informiere, da ich hier mehr Informationen bekomme als in der Sendung!
Die Aufregung um die Berichterstattung kann ich nicht nachvollziehen. Wer sich wirklich informieren will, kann das gut auf tagesschau.de oder auf swr.de tun.
Jedes Verbrechen ist schrecklich, egal, wer der Täter ist.

525: DRRH:

5. Dezember 2016 um 21:27 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Diskussionsteilnehmer!

Notwendige Reform von ARD und ZDF

Es ist offensichtlich, dass die Tagesschau im Falle der Nichtberichterstattung über den Mord an Maria einen schwerwiegenden Fehler gemacht hat. Dr. Gniffke hat eine Begründung abgeliefert. Er hat aber zwei Dinge vergessen, seine Entscheidung als falsch zu kennzeichnen und seinen Rücktritt zu erklären. Wer verantwortlich ist, muß auch Verantwortung bei Fehlern übernehmen.
Jetzt sind die Vorgesetzten und die Verantwortlichen der ARD gefragt. Im übrigen wird es Zeit, dass die Ministerpräsidenten der Länder aktiv werden und die Rundfunkverträge überprüfen.
ARD und ZDF werden über Zwangsgebühren finanziert. Der einzelne Zuschauer hat keine Wahlmöglichkeit. Er hat auch keinen Einfluß auf die Informationspolitik der Sender. Weg vom Gebührenfernsehen – hin zum Bezahlfernsehen. Mehr Demokratie wagen – das sollte auch
für das Fernsehen gelten.

526: Regloh:

5. Dezember 2016 um 21:32 Uhr

Bitter so etwas lesen zu müssen.
Ich fürchte, der glaubt auch noch, was er sagt. Diese Voreingenommenheit und moralische Überheblichkeit ist zum (Entschuldigung) zum Kotzen.
Angesichts eines Mordes sollte man nicht über Relevanz schwadronieren. Sondern einfach berichten, wie es anscheinend aller erwarten.
Der Vorgang ist schon nicht mehr tendenziös, sondern einfach ekelerregend. Ich bitte, mir die harten Worte nachzusehen. Es gibt Themen, da muss man emotional werden.

527: U. Melcher:

5. Dezember 2016 um 21:42 Uhr

@DRRH
willst Du uns allen Ernstes Bezahlfernsehen als Demokratie verkaufen? … lach

und die nicht bezahlen können, können ja draußen bleiben

528: RagnarLodbrok:

5. Dezember 2016 um 21:42 Uhr

“Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten”

Herr Gniffke, in Verbindung mit dem in Klammern gesetzten Folgesatz klingt dies schon wieder nach politischer Lehrstunde oder im besten Fall nach Pädagogik. Denn wenn man die Statistik genau anschaut, wurden 2015 neun Mädchen unter 18 Jahren getötet. Sie wissen, über wie viele dieser Morde die Tagesschau im Jahr 2015 berichtet hat? Sie wissen vielleicht auch wann die Tagesschau das letzte Mal nicht über die Festnahme eines mutmaßlichen Doppelmörders berichtet hat, der eine Region in Angst versetzte.
Selbst wenn ihre Entscheidung keine politisch angeordnete war, macht mir ihre Erklärung mehr Angst als Hoffnung. Entscheiden Sie bei anderen politischen Themen auch nach ihren Wert- und Moralvorstellungen?

529: Gerd N.:

5. Dezember 2016 um 21:45 Uhr

Sehr geehrter Dr. Gniffke,
erstmals seit Jahren quäle mich durch o.g. Kommentare. Es mag daran liegen, dass ich mit meiner Familie in Freiburg-Ost lebe und die Ereignissen der letzten Wochen uns sehr betroffen gemacht haben. Meine Einschätzung ist daher ggfl nicht objektiv.
Ihre Darstellung fand ich beim ersten Lesen sehr ausgewogen und nachvollziehbar. Die Zahl an Kommentaren lässt jedoch erahnen, dass Ihre Redaktion (für die allein ich gerne meine Rundfunkbeiträge zahle) diesmal keine gute Abwägung getroffen hat. Dies betrifft v.a. den Aspekt der “Relevanz”.
Bedenken Sie, welche Meldungen aus dem Bereich “Boulevard” und “Sensationsslust” es trotz der hohen Standards der Sendung oft in die 20 Uhr Ausgabe schaffen. Ich finde das nicht schlimm, denn das Maß stimmt meistens. Im Verhältnis zu solchen Berichten der o.g. Tat allerdings die “Relevanz” abzusprechen ist schon hart. Aber Sie mussten schnell entscheiden und Ihr Betrag entstand gegen 23Uhr. Würde er sich heute anders lesen?

530: HW Schmidt:

5. Dezember 2016 um 21:55 Uhr

An Ihrem Vorgehen zeigt sich wie überflüssig der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich macht. Wenn nicht mehr gewährleistet ist, dass unabhängig, ohne Vorauswahl, vollständig und wahrheitsgemäß berichtet wird, habe ich als Bürger nicht mehr die Möglichkeit mir eine Meinung zu bilden. Wenn Sie eine Vorauswahl treffen brauche ich Sie nicht mehr. Leider ist es so, um die ganze Wahrheit zu erfahren muss ich mehrere Medien nutzen.Ich sehe dann in meiner Umgebung, dass nur noch kritische Internetseiten gelesen werden, die dann zur einseitigen Meinungsbildung führen.Ursache ist aber Ihre falsche Informationspolitik. Nicht die Meinung des Moderators steht im Mittelpunkt sondern die Wahrheit und die Ausgewogenheit (beide Seiten zu gleichen Teilen). Dies gelingt Ihnen nicht mehr.Deshalb muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk reformiert werden. Der Gebührenzahler gehört in die Kontrollgremien. Ich bezahle Ihre Sendungen, in denen ich die Kanzlerin mehrfach allein erlebe und den Regierungsspreche

531: mimimi:

5. Dezember 2016 um 21:59 Uhr

Geht doch! Auf einmal sind über 400 Kommentare möglich. Ansonsten wird die Kommentarfunktion schon nach 20-30 Beiträgen geschlossen und oft nachdem eine Meldung nur wenige Stunden im Netz war. Auch das hinterläßt den Eindruck, dass Meinungen unterdrückt werden sollen.
Nun zum eigentlichen Thema: Es ist doch nur eine Frage der Logik, dass Migranten im Schnitt viel häufiger straffällig werden als Deutsche. Es sind überwiegend junge Männer, aus einer fremden Kultur, einer fremden Religion, anderen Wertvorstellungen, traumatisiert und aus Staaten mit korrupter Polizei. Das einzusehen hat nichts mit rechtem Gedankengut zu tun.
Es ist offensichtlich, dass die Berichterstattung die Probleme verharmlost hat. Die Fage muss erlaubt sein: Warum?

532: Holger Nocon:

5. Dezember 2016 um 22:00 Uhr

Es wäre wünschenswert, wenn die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten und unsere Politiker alle diese Kommentare lesen würden.Ich kann hier kaum einen Hasskommentar oder Populismus entdecken, alles sehr sachlich aber durchaus kritisch. Übrigens: Was ist schlimmer für die Demokratie, Populisten oder Lobbyisten?

533: Aufregung hilft keinem:

5. Dezember 2016 um 22:02 Uhr

Leider gibt es bei uns immer wieder grausame Verbrechen. Es ist immer wieder schockierend zu welcher Gewalt Menschen doch in der Lage sein können. Eigentlich leben wir doch in einem verhältnismäßig sicherem Land und das Leben einer jungen Frau darf nicht einfach so entrissen werden dieser Punkt steht außer Frage. Ebenso dass der Mann bestraft werden muss und dass dieser Mord so grausam ist, dass es sicher vielen schwer fällt sich damit auseinander zu setzen. Darum geht es nicht. DieTagesschau wiederrum hat jedoch nicht die Aufgabe über jede dieser Straftaten ausführlich zu berichten. Um 20:00 Uhr sehen wir politische und gesellschaftliche sowohl national als auch internationale Themen also berichtet die Tagesschau in der Regel über andere Themengebiete was eine Relavanz dieses Themas zum Glück ausschließen kann.
Vielen Dank an das Tagesschauteam dass es in dieser Situation sicherlich keinem recht machen konnte und mein herzlichstes Beileid an alle Angehörigen und Freunde des Opfers

534: Karlo Kunz:

5. Dezember 2016 um 22:03 Uhr

Die Entscheidung ist natürlich falsch,und die Begründung gerade im Hinblick auf die Berichterstattung von den Übergriffen in der Silvesternacht in Köln – aus der Begründung wird klar, dass die ARD nicht in der Lage ist sich kritisch zu hinterfragen, absolut lächerlich.
Köln und Freiburg müssen in Bezug auf die Lebenssituation thematisiert werden, es ist ein Thema. Zumal man beobachten kann, dass es in Freiburg vor dem Mord bereits andere besorgniserregende Vorfälle gegeben hat.
Im Übrigen hat dies nichts mit einer Hetze gegen Flüchtlinge zu tun, wohl aber mit einer Diskussion darüber, ob unsere Regierung das Nötige dazu tut diese zu integrieren und auch die Bevölkerung vor denjenigen zu schützen, die sich mit unseren Grundwerten nicht anfreunden können oder wollen. Diese Diskussion ist alternativlos zu führen, denn sie bewegt die Menschen im Land.

535: Hehu:

5. Dezember 2016 um 22:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Kniffke,
was ist nur aus unserem Land und unseren Medien
geworden ?
Ich bin geradezu schockiert über Ihr Statement –
wurde der Text mit Frau Dr. Merkel so abgestimmt?
Ich fordere Sie auf die Konsequenzen zu ziehen
-incl. der verantwortlichen Gesamtredaktion- und
umgehend zurückzutreten.
Nur ein Wechsel zu einer objektiven, unbelasteten Redaktion kann die Basis für mehr Glaubwürdikeit
bilden.

536: federico:

5. Dezember 2016 um 22:06 Uhr

@525

da wird nichts passieren !
solange merkel die flüchtlingspolitik vorgibt, besteht ja kein handlungsbedarf ;-(

537: hernann:

5. Dezember 2016 um 22:07 Uhr

Einfach nur peinlich. Für wie blöd hält eigentlich die ARD den Zuschauer, dass er nicht selbst differenzieren kann. Hätte es nie für möglich gehalten, dass mir die “Aktuelle Kamera” der DDR wieder in Erinnerung gerufen wird. Ich informiere mich bereits seit längerer Zeit über ausländische Medien, die sind in ihrer Distanz und Unabhängigkeit zur deutschen Politik und dem Geschehen hier im Land deutlich offener, differenzierter und auch informatier.

538: Skeptiker:

5. Dezember 2016 um 22:11 Uhr

Es ist mehr als “Gesprächswert”, nämlich die auch “überregionale” Anteilnahme und Belastung, vor allem aber dramatische neue Wendung des Falls. Was die Tagesschau jetzt gemacht hat, wurde in Köln ja genauso versucht! Vertuschen, weil einem die Nachricht politisch nicht passt. Und dass bei einem derartigen Zivilisationsbruch. Nur haben Lügen eben kurze Beine. Ein Sexualmord nach einer Welle sexueller Gewalt, Vergewaltigungen ist eine neue Dimension! Punkt. Auch wenn das vielleicht nur eine Frage der Zeit war, wo doch kaum ein Tag vergeht, ohne dass nicht irgendwo in Deutschland Frauen und Mädchen belästigt, wenn nicht begrapscht und vergewaltigt werden. Ich hoffe, dass nicht so schnell wieder zur Tagesordnung übergegangen wird, keine Gewöhnung an diese üble Form des Sexismus im Schatten der “Willkommenskultur” stattfindet. Die Frauen ihre Würde, Selbstbestimmung und Platz in der Gesellschaft nimmt. Ich bin froh, dass es die ARD gibt, aber auch angesichts überlauten Schweigens die AfD!

539: Christian K.:

5. Dezember 2016 um 22:14 Uhr

Es ist für mich unerträglich wie Fälle (sei es aufgrund Political Correctness oder falsch verstandener “Verantwortung”) durch einseitige bzw verschweigende Berichterstattung unter den Teppich gekehrt werden. Als Gegenbeispiel die Verbrechen von Köln zu nennen ist ebenfalls mehr als verlogen… auch hier wurde erst berichtet nachdem die sozialen Nachrichtendienste ausreichend informiert hatten und man Schaden von der eigenen Institution abwenden wollte. Nein, die Bürger sind nicht nur traurig/betroffen… leider führt diese Berichterstattung zu Wut und Hass. Ich persönlich würde lieber jeden Tag einen Bericht über begangene Mode (egal welche Nationalität der Täte hat) lesen anstatt Ihre Lobhudeleien an die derzeitige Politik. Meines Erachtens wird der eigentliche Auftrag der ÖR nicht mehr erfüllt.

540: Kirsten:

5. Dezember 2016 um 22:16 Uhr

Probleme, die nicht offen angesprochen werden, können auch nicht gelöst werden.
So ist es mit allen Dingen.
Es kommen eben nicht nur gut ausgebildete Ingenieure und Architekten zu uns, die sich hier ohne Probleme gut integrieren lassen.
Einige der Schutzsuchenden sind frustriert, integrationsunwillig und eben auch kriminell.
Es ist sicher nicht die Mehrheit, aber eben als Gruppe relevant genug, dass es zu echten Problemen hier führt.
Und wenn man das totschweigt, führt das erst recht zur Pauschalisierung und zu rechten Gedankengut.
Ich denke nicht, dass der Mordfall solche Wellen geschlagen hätte, wenn man einfach nur normal darüber berichtet hätte.
Es ist nun mal kein Verbrechen wie jedes andere, es ist relevant, dass der Tatverdächtige ein minderjähriger Flüchtling ist.
Und darüber muss geredet werden dürfen, neutral und ohne pauschale Schuldzuweisungen.
Warum ist das heutzutage so schwer?

541: Christian W:

5. Dezember 2016 um 22:18 Uhr

Ich kann Ihre Entscheidung nicht nachvollziehen. In jedem Radiosender wird davon berichtet, aber die ARD meint es ist nicht wichtig genug, weil es keine Gesellschaftliche Relevanz hat? Diese hat es, allerdings nicht wie gewünscht und die ARD ist in genau diesem Fall ein Teil dessen geworden was von rechtsaußen den Medien vorgeworfen wird. Es ist ein Problem, wenn ein Flüchtling in Deutschland einen Mord begeht, ein riesen großes gesellschaftliches Problem. Sie müssen auch dem Teil der Menschen die nicht Ihrer Meinung sind objektive Nachrichten liefern oder Sie geben Ihnen recht (Lügen durch auslassen). Sie wissen wie heikel das Thema ist, Sie ducken und verstecken sich. Sie müssen berichten, sprechen Sie mit anderen geflüchteten Menschen, begleiten Sie diese länger, versuchen Sie die hässliche Seite zu zeigen, die Wahrheit. Nur wenn Sie auch über die Probleme berichten, glaubt man Ihnen auch die positiven Ereignisse. Sie berichten zu einseitig.

542: Dirk Jäschke:

5. Dezember 2016 um 22:19 Uhr

Was haben denn die Medien für ein Problem? Sie wissen nicht, ob sie über etwas berichten dürfen, oder nicht? Das dürfen sich Medien nicht fragen, sie MÜSSEN berichten und sollten ein Spiegel ALLER Menschen sein! Die Medien dürfen kein Filter, kein Katalysator sein. Sie MÜSSEN schonungslos über alles berichten, offen und ehrlich, über Geschehnisse hier und im Rest der Welt. Ende. Der Rest ist Demokratie. Oder sollte es zumindest sein.

543: Jürgen Petrasch:

5. Dezember 2016 um 22:20 Uhr

Ich möchte einmal folgenden Fall konstruieren:
Ein Skinhead in Sachsen wird verdächtigt einen Flüchtling ermordet zu haben…
Wie hätte dann die Tagesschau wohl reagiert? Wahrscheinlich mit einer zusätzlichen 30 – minütigen Sondersendung, in der alle politischen Klischees von selbst ernannten Fachleuten genüßlich bedient worden wären!
Genau an diesen Stellen laufen die Medien Gefahr, Ihre Glaubwürdigkeit einzubüßen. Niederträchtiger Mord ist verabscheuungswürdig, egal ob der Täter aus dem rechtsradikalen Milieu kommt oder ob er ein Migrant oder Flüchtling ist. Dies auch so zu benennen ist aber momentan leider politisch nicht “en vogue”, führt aber dazu, dass immer mehr Menschen die Nachrichtendienste infrage stellen.
Eine gleichgeschaltete, mainstream – hörige Presse ist das letzte, was wir in diesen Zeiten wollen und gebrauchen können!

544: Peter:

5. Dezember 2016 um 22:21 Uhr

Unglaublich, vor allem die Presse im Ausland berichtet wieder über diesen so “regionalen Einzelfall” genau wie nach der Silvesternacht keine besonderen Vorkommnisse in Köln stattgefunden haben nach Aussagen der deutschen Polizei. Zum Glück gibt es heute auch noch andere Kanäle die man sich leider heute bemühen muss für eine objektive Meinungsbildung. Warum wir aber zwangsverpflichtet werden für solch eine Schlechtleistung der TS auch noch Gebühren zu entrichten ist nicht zu verstehen. Wie so oft beschrieben wäre es andersrum bei Gewalt gegen Flüchtlinge ganz anders gelaufen – nur weiter so !

545: Spiros:

5. Dezember 2016 um 22:24 Uhr

Sehr geehrter Dr. Kniffke,
Wenn die ARD wirklich (inter)national relevante Themen anspricht, dann wieso sehen wir nichts über die Verbreitung der menschen- (also auch Frauen-)verachtenden Islamauslegung vom Salafismus unter jungen Muslimen? DIESE Tendenz und die hunderten Fällen von Frauenbelästigung (bis Vergewaltigung) seit dem 1. Januar gefährden den gesellschaftlichen Frieden, die Integration der jungen islamischen Migranten und den Zusammenhalt der politischen Gesellschaft. Wahre Demokratie setzt Offenheit voraus. Tabuisierung der Probleme und Doppelmoral stärkt nur die Populisten und die Extremen.

546: Norbert Leiner:

5. Dezember 2016 um 22:25 Uhr

Was für eine Formulierung ist das denn:
Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten (wobei interessant ist, dass diese Zahl in den vergangenen 15 Jahren dramatisch abgenommen hat)?

547: Achim:

5. Dezember 2016 um 22:25 Uhr

Zum Glück wohne ich in Grenznähe. In der Schweiz erfährt man eher wie es um Deutschland steht als im eigenen Land !
Gesteuerte Presse ist wohl inzwischen Tradition.

548: ludwig e:

5. Dezember 2016 um 22:27 Uhr

Zum Mord an Marwa el Sherbini findet man mit der Suchfunktion auf der TS Seite mit dem Suchbegriff “Marwa” sieben Einträge. Die Suche mit “Tugce” ergibt 16 Treffer. Man fragt sich, warum die Tagesschau im Gegensatz dazu europäischstämmige Opfer im Rauschen der allgemeinen Kriminalitätsstatistik untergehen läßt.

Bei einem Tötungsdelikt, bei dem Täter und Opfer unterschiedliche Herkunft oder Religion haben, kann man eine Opferselektion aus rassistischen Motiven nicht ausschließen – weder in der einen, noch in der anderen Richtung. Eine objektive Berichterstattung würde über Mord und Totschlag mit möglicherweise rassistischem Hintergrund objektiv und transparent berichten, und zwar unabhängig von der Täter/Opfer Konstellation.

Ob die Auswahl, die die Tagesschauredaktion trifft, noch das Kriterium der Objektivität erfüllt, sollte Herr Gniffke für sich selbst vor dem Spiegel beantworten.

549: S. Noop:

5. Dezember 2016 um 22:28 Uhr

Diese Art von (unterstellt) gut gemeinter und politisch motivierter Zensur ist es, die unserer Demokratie schadet. Propaganda dieser Art benötigen wir als mündige Bürger nicht.

Warum ist es nicht mehr möglich in den ö/r Medien eine neutrale Berichterstattung zu erhalten und einen offenen Diskurs zu führen? Eine objektive, neutrale Berichterstattung über “regionale” deutsche Themen ist seit Monaten nur über Auslandsmedien (NZZ, BBC, etc.) für mich zu erlangen.

Herrn Dr. Gniffke kann nur geraten werden, umgehend seinen Rücktritt zu erklären. Seine Person ist für eine öffentlich-rechtliche Anstalt in dieser Funktion nicht länger tragbar.

550: Dr. Sachs:

5. Dezember 2016 um 22:29 Uhr

Das ändert sich erst wenn sich die ARD von “einige Leuten” trennt (auch von Ihnen) … also NIEEEE.

551: Horst Wilczopolski:

5. Dezember 2016 um 22:36 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider gelingt es mir nicht, Ihre Argumentation nachzuvollziehen. Ehrlich gesagt bin auch ich entsetzt. Öffentlich rechtliche Sender sollten die Weitergabe von Nachrichten nicht davon abhängig machen, wie ggf. einzelne Bürger darüber denken könnten….. Wieso darf ich eigentlich nicht denken was ich will?….
Es ist ungeheuerlich……
Somit darf man sich dann auch nicht weiter darüber wundern, dass die sog. “Eliten”, darunter fallen dann ja auch die Fraktion der Journalisten, als Vertreter der Lügenpresse tituliert werden.
Ich möchte auch in Zukunft denken was ich möchte.

Mit freundlichen Grüßen
Horst Wilczopolski

552: Gesa Palman:

5. Dezember 2016 um 22:47 Uhr

Es ist die ‘Schere im Kopf’, die die Berichterstattung in der 20-Uhr-Tagesschau verhindert hat. Frau Merkel hat es uns besser erklärt: wir dürfen jetzt nicht pauschal verurteilen. Um genau dem nicht Vortrieb zu geben, hat die ARD verzichtet. Leider erreichen ARD und Frau Merkel damit das genaue Gegenteil.

553: Till Martin:

5. Dezember 2016 um 22:48 Uhr

2 Mädchen sind tot,auf grausame Weise erst missbraucht u.dann auf bestialische Weise ermordet.
Wochenlang war ich schockiert,konnte Nacht nicht schlafen,habe selber eine Frau u.3 Kinder in Carolin Grubers Alter.Ich war in Endingen,am Springbrunnen,in der Kirche,u.ich wollte zum Friedhof.Das habe ich leider nicht mehr geschafft..
Ich konnte es nicht glauben, nicht mit dem Gedanken fertig werden,das es Menschen gibt,die so abgebrüht sind,anderen Menschen so etwas anzutun.
Beide Mädchen haben
nun ihre ewige Ruhe gefunden.selbstverständlich wird die
Kriminalpolizei alles Erdenkliche unternehmen,um auch
den Mörder von Carolin zu finden.
Ich möchte Beiden
Familien mein aufrichtiges Beileid übermitteln
u.ich weiß,das an Weihnachten die Gedanken ganz nah bei Ihren Mädchen sind.Und so soll es auch sein, denn letztendlich sind sie ja gar nicht tot. Tod ist nur Derjenige,der nicht
mehr in unserem Herzen lebt, Derjenige,der vergessen ist.
Ihr werdet nie,niemals vergessen sein.
Gruß,

554: Bernhard Riedl:

5. Dezember 2016 um 22:52 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

Herr Carsten Peiler schreibt:

“Sind Sie ganz, ganz sicher, dass, hätte ein Minderjähriger mit möglichen Kontakten zur AfD oder sogar zur rechtsradikalen Szene ein Flüchtlingsmädchen entführt, missbraucht und getötet, die Tagesthemen dies auch in keiner Weise erwähnt hätten?
Wenn Sie dies ehrlich mit “Ja, ich bin hundertprozentig sicher” beantworten könnten, wäre alles gut ….. “.

Dem kann ich mich nur anschließen.Selbstverständlich kann ich mich auch irren. Doch ich hätte meine Zweifel.

555: Rainer H.:

5. Dezember 2016 um 22:52 Uhr

In den meisten ( vor allem Online-) Medien wird gerade dieser Kriminalfall so hoch aufgehängt, weil sie mit der Tatsache, dass der Täter offenbar ein Flüchtling ist, besonders viel Aufmerksamkeit generieren können. Diese brauchen sie um Geld zu verdienen, denn ‘Klicks’ bringen Einnahmen.
Ich finde es gut, dass wir die ÖR Medien haben, die eben nicht auf reißerische Überschriften angewiesen sind, um überleben zu können.
Die Tagesschau hat aus meiner Sicht richtig gehandelt einen Mordfall nicht in die Hauptsendung zu nehmen. Es ist ja nicht so, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk nicht berichtet hat (SWR). Ein Mord ist halt eher ein regionales Nachrichtenthema, wenn auch ein sehr tragisches.
Was aber an der aktuellen Tagesschau-Kritik besonders auffällig ist: Als vor Kurzem beispielsweise in S-H ein Vater seine Kinder umgebracht hat, wurde dieser Fall auch nicht in der Tagesschau behandelt. Da regte sich aber niemand darüber auf. Warum nicht? Ganz einfach: Der Vater war kein Flüchtling!

556: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 22:53 Uhr

Ab wann berichtet die TS denn von Morden/Tötungen? 1,2,3,4,5,6,7,8,…

Geben Sie doch bitte schriftlich an, ab wieviel Toten gemäß den Kriterien der TS darüber berichtet wird.

EINFACH NUR ERBÄRMLICH SICH HINTER “KRITERIEN” ZU VERSTECKEN

557: Verärgerte:

5. Dezember 2016 um 22:55 Uhr

Toll, dass ich gezwungen werde, Nachrichtensendungen mitzufinanzieren, in denen über relevante Themen nicht berichtet wird. Wäre mein GEZ Beitrag ein freiwilliges Abo, würde ich es spätestens jetzt abbestellen…

558: Thomas R.:

5. Dezember 2016 um 22:57 Uhr

Na, über die Vergewaltigung der beiden Chinesinnen innerhalb kürzester Zeit durch Flüchtlinge wurde ja auch nicht berichtet.

Jedenfalls nicht in der deutschen Presse. Möchte nicht wissen was und sonst noch vorenthalten wird.

559: Karl:

5. Dezember 2016 um 22:58 Uhr

Ob Hanns Joachim Friedrichs heute noch eine Zukunft als Journalist hätte? Ich zitiere seine Grundsätze:

Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.

Warum gibt es so etwas nicht mehr?

560: Heiko W.:

5. Dezember 2016 um 22:59 Uhr

Eine Berichterstattung ist schon deshalb angebracht, weil sich mit dem Fall wichtige Fragen verbinden: Wie kann es sein, dass ein minderjähriger, in einer Familie untergebrachter Flüchtling in tiefster Nacht allein unterwegs ist? Was ist da in Bezug auf die Aufsichtspflicht und deren Kontrolle durch die Ämter abgelaufen? Der Täter muss durchnässt und mit Kratzern nach Hause gekommen sein. Wie kann es sein, dass dies der Familie nicht aufgefallen ist? Schliesslich wurde von der Polizei eine ebensolche Person gesucht… Hat die Familie den bei ihr untergebrachten Flüchtling nur alle Tage mal gesehen? Hat er sich eventuell nicht jener Aufsicht unterworfen? Es besteht eine Pflicht dazu eine Wiederholung einer solchen Tat zu verhindern… also müssen diese Fragen auf den Tisch…

561: Stefan:

5. Dezember 2016 um 23:02 Uhr

Das Problem ist eher, was als relevant betrachtet wird – fast ausschließlich die Verlautbarungen von Politikern. Politiker A sagt dies, Partei B fordert das, und insoweit sich eine Bundeskanzlerin über einen Mord äußert, darf sogar ein Mord im Nebensatz erwähnt werden. Ab und zu kommt auch der berühmte Mann von der Straße zu Wort, gerade bei Beiträgen aus dem Ausland darf er äußern, was “das Volk” so denkt.
Natürlich ist der Zustand unserer Gesellschaft besser statistisch zu beschreiben als durch spektakuläre Einzelereignisse. Aber dann wäre es besser, die 300 Morde in der Sendung z.B. anläßlich der Veröffentlichung der polizeilischen Kriminalstatistik zu erwähnen und nicht hier im Blog. Unredlich ist es aber in jedem Fall, Beziehungstaten etwa zwischen Eheleuten mit dem hier in Frage stehenden Fall in einen Topf zu werfen; denn das Publikum möchte wissen, ob es sich abends noch auf die Straße trauen darf.

562: Beschämt:

5. Dezember 2016 um 23:03 Uhr

Wen wunderts. Die Zensur findet ja auch hier statt.

563: Iris Koch:

5. Dezember 2016 um 23:11 Uhr

Wurden Sie gebeten, von der Berichterstattung Abstand zu nehmen, damit keine weitere Unruhe unter der Bevölkerung aufkommt, weil der Täter ein Flüchtling ist? Wäre es kein Flüchtling gewesen, hätten Sie sicherlich wieder eine große Nummer daraus gemacht.Ein gefundenes fressen für die AfD.

564: Elmar G.:

5. Dezember 2016 um 23:14 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, spätestens nach der Silvesternacht von Köln sind Sexualstraftaten durch Flüchtlinge von gesellschaftlicher Relevanz in Deutschland!
Somit hätte nach ihren eigenen Maßstäben berichtet werden müssen.

Die Häufung dieser sexuellen Straftaten durch Flüchtlinge bilde ich mir natürlich nur ein.

Hier immer noch von einem regionalen Einzelfall zu sprechen ist sehr realitätsverweigernd!

565: Karl Werner:

5. Dezember 2016 um 23:17 Uhr

Was ist das für eine Begründung? Ich kaufe eine BESTIMMTE Zeitung, Lebensmittel, Konsumgüter weil ich sie verwenden will. Staatlich werde ich gezwungen Geld für Sender zu entrichten, die im Endeffekt mich nicht informieren, weil ein Mord regional ist.
Ich soll mir also Informationen aus den lokalen Medien oder vom Stammtisch usw. holen. Wofür verlangt Sie dann die sogenannte Rundfunkgebühr?
Werter Herr Gniffke, woher nehmen Sie sich das Recht, nur das zu berichten, was Ihnen in den Kram passt?
Den Flüchtlingen haben Sie wiederholt einen Bärendienst erwiesen.

566: Manuel:

5. Dezember 2016 um 23:20 Uhr

Werter Herr Gniffke,
ich danke Ihnen für die nachträgliche Stellungnahme. Jedoch werde ich mich zukünftig bei jedem Beitrag, in welchem Gewalt von anderen Seiten thematisiert wird, an Ihre Entscheidung und Ihre Rechtfertigungen bezüglich dieses Falls erinnern.

Vor der Bundestagswahl werde ich reflektieren und wählen.

567: Leserin:

5. Dezember 2016 um 23:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich bin keine Deutsche und beobachte das Verhalten Ihrer Institution aus der Ferne. Mir ist aufgefallen, dass Sie nach ein paar Tagen jeweils doch über diese brisanten Fälle berichten, vermutlich deshalb, weil Sie irgendwann einmal einfach nicht mehr anders können. Deshalb frage ich Sie: warum berichten Sie nicht einfach von Beginn weg? Sie könnten sich eine Menge Ärger, Vertrauensverlust und Arbeit (z. Bsp. das Verfassen obiger Stellungnahme) ersparen, wenn Sie einfach von Anfang an alle Karten offen auf den Tisch legen und objektiv über die Geschehnisse in Ihrem Land berichten würden.

Freundliche Grüsse,
eine Leserin

568: Bernd Brot:

5. Dezember 2016 um 23:43 Uhr

Eine Tendenz, die Nachricht für Gruppenhass zu missbrauchen, wird in vielen der hier dargebrachten Kommentare mehr als deutlich.

Man hat aus gutem Grund in Folge von Rostock-Lichtenhagen darauf verzichtet, bei jeder Straftat eines Nicht-Biodeutschen auf seine “Kultur” hinzuweisen. Weil es genug Vereinfacher gibt, die daraus ableiten, dass alle, die mit dem Verdächtigen dieses Merkmal teilen, Verbrecher sind. Und das ist dann richtigerweise “gruppenbezogener Hass” bzw. gegebenenfalls Volksverhetzung oder Nazismus zu nennen.

Ich wäre nur dafür, das wieder zu ändern, wenn im Gegenzug auch bei jedem Biodeutschen Verbrecher auf seine “Kultur” hingewiesen werden müsste. Macht man bei Sportlern schließlich auch.

569: Giovanni:

5. Dezember 2016 um 23:49 Uhr

Einen hervorragenden, hier gelesenen, Kommentar möchte ich wiederholen:
” Sind Sie ganz, ganz sicher, dass, hätte ein Minderjähriger mit möglichen Kontakten zur AfD oder sogar zur rechtsradikalen Szene ein Flüchtlingsmädchen entführt, missbraucht und getötet, die Tagesthemen dies auch in keiner Weise erwähnt hätten?” Ich kenne leider die Antwort sie lautet: Sie hätten dies gemeldet und zwar möglichst weit vorne! Das bedeutet, Ihr gesamter Kommentar hier steht auf tönernen Füßen und ist unglaubwürdig. Sie betreiben keine neutrale Information, sondern wollen in die Meinung beeinflussen und steuern. Und dann wundern Sie sich über “Lügenpresse”?

570: Mirko Georg Hammann:

6. Dezember 2016 um 00:01 Uhr

Sehr geehrtes Tagesschau-Team,
am 15.01.2015 haben Sie in den Tagesthemen um 22:15 Uhr ausführlich über den Mord eines Eritreers in Dresden berichtet. Nach welchen Kriterien war denn dieser Mordfall relevant? Ich kann hier keinen Unterschied in der Gewichtung der Relevanz erkennen.

571: Laubfall:

6. Dezember 2016 um 00:02 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke, ein Satz genügte und ihre Glaubwürdigkeit war bei mir dahin: “Köln von Anfang an” Wer den Fehler hier nicht findet ist nicht von dieser Welt. Mit verärgerten Grüßen
Laubfall.

572: Jochen:

6. Dezember 2016 um 00:11 Uhr

Soeben habe ich mir das Video angeschaut, wo auch Herr Gniffke nochmal Stellung nimmt, warum weder über die Tat selbst, noch über die Festnahme berichtet wurde. Er nimmt das Beispiel eines Siebes und am Ende des Tages, bzw. kurz vor den Nachrichten, wird dann selektiert was davon berichtet wird.
“Nur die großen Brocken” werden dann genommen.
Es ist also ein großer Brocken, wenn international von einem Promi berichtet wird, der sich scheiden lässt oder Steuern nachzahlen muss? Welche gesellschaftliche Relevanz hat so eine Nachricht für Deutschland? Ein Mord an einer Studentin fällt aber durch das Sieb. Trotz eines Vergewaltigungsdeliktes in jüngster Zeit auch in Freiburg, fällt so eine Tat durch das Sieb und ist nicht relevant genug für die deutsche Gesellschaft?
Nicht darüber zu berichten, muss für die Angehörigen auch schmerzlich sein, denn das kommt so rüber, als wäre deren ermordetes Kind nicht mal wichtig genug, dass man über diese grausame Tat berichtet. Schon mal daran gedacht?

573: Björn M.:

6. Dezember 2016 um 00:34 Uhr

An all diejenigen, die für die Stellungsnahme Verständnis zeigen.

An sich ist es in Ordnung, wenn über so einen Vorfall nicht in der Tageschau berichtet wird. Denn die Motivation, aus die heraus dieses schreckliche Verbrechen begangen worden ist, mag mit der Herkunft und der religiösen Einstellung des Täters NICHT im Zusammenhang gestanden haben. Vielleicht war es einfach der Mord eines Mannes an einer Frau! insofern mag es nur ein Fall von “regionaler Relevanz” sein.

Aber warum wird dann bei anders gelagerten Konstellationen genau das Gegenteil in den Nachrichten zelebriert? Warum wird das in den Nachrichten immer breit ausgetreten, wenn ein Ausländer durch einen Deutschen zu Schaden gekommen ist? Ist etwa eine Straftat gegegenüber einem Ausländer immer auch automatisch eine politisch motivierte Straftat?

Diese Unausgewogenheit bei der Berichterstattung erweckt einfach das Gefühl, dass da noch mehr dahinter steckt, was den Menschen vorenthalten wird… nämlich die Wahrheit.

574: Jens Daniel:

6. Dezember 2016 um 00:47 Uhr

Herr Gniffke ist nicht in der Lage zu verstehen und zu reflektieren, was er angerichtet hat mit seiner katastrophalen Redaktionslinie. Mit jedem neuen Beitrag macht er es nur um so schlimmer. Und: Es wettern nicht rechte Populisten gegen dieses Versagen der Tagesschau, sondern der überwiegende Teil der überregionalen Presselandschaft. Herr Gniffke sollte ein Einsehen haben und zurücktreten. Nur so lässt sich vielleicht für die Zukunft das angeschlagene Vertrauen in dieses Zentralmedium wieder herstellen. Herr Gniffke, Sie haben es verbockt. Nicht nur durch die fehlende Berichterstattung, sondern auch durch ihren uneinsichtigen Starrsinn im Nachgang.

575: HOPF L.:

6. Dezember 2016 um 00:48 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Gniffke!Die Rechtfertigung im Mordfall in Freiburg,diesen Beitrag in der
Tagesschau zunächst nicht zusenden,bringt mich zum Schmunzeln.Ich möchte Sie darauf hinweisen,
daß ich über die Vorkommnisse in Deutschland,in
den Internetnachrichten des ORF.at.,mich bis ins
Detail informieren kann.Der ORF berichtet da ganz
neutral.Er berichtet von den Straftaten der ei-
genen Bevölkerung sowie von den Flüchtlingen.
Schließen möchte ich mit Zitaten des Herrn Rainer
Wendt:”Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben,wäre unser Land auf die Gefahren vor-
bereitet gewesen,die mit massenhafter Zuwanderung
immer verbunden sind”.Genau hier hat die Politik versagt”.Ein Glück,daß die Polizei noch die
Wahrheit sagen darf.

576: Björn M.:

6. Dezember 2016 um 01:01 Uhr

@ Bernd Brot

“Eine Tendenz, die Nachricht für Gruppenhass zu missbrauchen, wird in vielen der hier dargebrachten Kommentare mehr als deutlich.”

Das ist leider in der Tat der Fall. Allerdings, wenn man sich das Verhältnis solcher “Missbräuche” hier anschaut, kommt man bei 572+ Kommentaren auf eine verschwindend geringe Zahl bzw. einen sehr geringen %-satz. Die mit Abstand große Mehrheit der Kommentare bezieht sich nicht so sehr auf die Mordtat, sondern vielmehr auf diesen grotesk anmutenden Erklärungsversuch. Wo waren denn solche Erwägungen bei jenem Eriträer vor 3 Jahren? Bei Tugce? Und vielen anderen?

Warum ist dieser Vorfall in Freiburg nur von regionaler Relevanz, wenn es zuvor mitunter weniger grausame Vorfälle in anderen Täter-Opfer-Konstellation sogar in die Prime Time geschafft haben & es sogar Extrasendungen gab? Man kann es drehen & wenden, wie man es will: Mit dieser Informationspolitik gibt man den rechten Populisten noch zusätzlich Argumente an die Hand. Schade…

577: Werner Karl M.:

6. Dezember 2016 um 01:14 Uhr

Liebe Tagesschau-Redaktionsverantwortliche,
gerade das Bespiel Köln hat den Bürgern doch gezeigt, woher der Wind weht in der Berichterstattung. Deshalb ist die Bevölkerung auch so “sauer” und sieht nicht ein, mit Zwangsabgaben ein Regierungs-TV zu finanzieren.

578: JJ:

6. Dezember 2016 um 01:38 Uhr

In was für einem Land lebe ich eigentlich? Da darf jeder seine Meinung öffentlich äussern und beschwert sich immer noch? Wenn ihr Euch nicht auf die Berichterstattung der Tagesschau verlassen wollt, dann informiert Euch doch in der Tagespresse. Jeder kann und darf Zeitung lesen. Aber daß ist vielleicht zu schwer und umständlich. Ich für meinen Teil komme mit den Nachrichten zu relevanten Themen in TS gut zu Recht. Den Rest hole ich mir über mein Tagesblatt und das bestens informierte Netz.

579: Herbert Rawe:

6. Dezember 2016 um 02:07 Uhr

Für die Tagesschau war die Meldung nicht relevant, weil der Fokus auf anderen Themen liegt. So ist das eben. Nur weil eine Nachricht die Gemüter bewegt, braucht kein Sendungskonzept umgekrempelt zu werden. Eine Nachrichtensendung ist kein Wunschkonzert.

Unser Land ändert sich. Und die Veränderung vollzieht sich unabhängig von der Berichterstattung und der individuellen Befindlichkeiten. Eine kerngesunde Demokratie wie unsere kann das ertragen. Kollateralschäden gibt es überall. Es ist wahrscheinlicher, in Deutschland Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden als Opfer einer Terrorattacke oder eines Sexualverbrechens. Da muß der Bürger schon differenzieren können. Das ist einfach eine Frage der Einstellung. Manche Dinge akzeptiert man lieber, als sich daran abzuarbeiten.

580: Martin:

6. Dezember 2016 um 04:53 Uhr

Es passieren in Deutschland doch leider ständig Morde und die werden seit jeher, völlig losgelöst von der Herkunft des Täters, nur in den seltensten Fällen in der Tagesschau thematisiert. Wer sich darüber jetzt also beschwert, macht sich in meinen Augen schon sehr verdächtig, das eben nur zu tun, weil es ihm so schön ins “Lügenpresse”-Konzept passt. Einfach nur lächerlich und erbärmlich, wie damit so ein Vorfall instrumentalisiert wird.

581: Boecklin:

6. Dezember 2016 um 06:34 Uhr

@ hoffe l: die Polizei dürfe noch die Wahrheit sagen….

Nur nicht in der Statistik erfassen.

Innenminister woidke aus Brandenburg:”Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.” 

/www.rbb-online.de/politik/beitrag/2016/09/woidke-zu-bericht-deutsche-einheit-fremdenhass-osten

582: Jürgen Meppimel:

6. Dezember 2016 um 06:47 Uhr

Berichterstattung ist nicht mehr so einfach,wie man sehen kann.Aber in der gegenwärtigen Situation der sozialen Spannungen zur Flüchtlingspolitik ist Journalismus in einer besonderen politischen Verantwortung und da hat die ARD versagt.Wie hätte man berichtet, wenn das Opfer keine Deutsche gewesen wäre?

583: Michel:

6. Dezember 2016 um 06:59 Uhr

“regionaler Relevanz” Die ganze Welt berichtet über den Fall schon früher und das ARD redet von “regionaler Relevanz” Sorry aber ich glaube hier stimmt was nicht oder ??? Unser Land hat sich verändert ob man es jetzt wahr haben will oder nicht. Ich bin für eine offene Gesellschaft und Toleranz und dafür das man mit solch einem schweren Fall auch öffentlich umgeht.

584: KGayB:

6. Dezember 2016 um 07:24 Uhr

Da reiht sich jetzt Heute auch der Vorsitzende des Bundestaginnenausschusses in die Kritik ein.

585: Erwin Eghold.:

6. Dezember 2016 um 07:24 Uhr

Sehrgeehrter Herr Gniffke,
sicher können Sie als Redakteur entscheiden was gesendet wird.
Ihre Argumentation der “regionalität” ist allerdings,für mich,nicht nachvollziehbar und ziemlich befremdlich,genauso wenig wie die,dass über einen Mord an einem Flüchtlingsmädchen auch nicht berichtet worden wäre.
Wie verhielt es sich denn mit dem Fall des kleinen Mohamed in Berlin,der von einem deutschen Sexualstraftäter ermordet wurde?
Tagelang wurde über diesen Fall berichtet.

586: Skeptiker 2.0:

6. Dezember 2016 um 07:49 Uhr

zu 119 fataland slim

Werter Herr. Wie Sie schon gestern schrieben, dass die Eltern des ermordeten Mädchens dazu aufgerufen haben, für einen Verein zu spenden, der in der Flüchtlingshilfe tätig ist, stimmt so nicht ganz.

In der Todesanzeige steht: Wir bitten um Spende für die Bildungsarbeit in Bangladesch. In der Flüchtlingshilfeorganisation tätig? Woraus ersehen Sie das?
Diese Anzeige ist vor dem 26. Oktober in der FAZ geschaltet worden.Können Sie gerne googeln.
Zu diesem Zeitpunkt konnte die Familie noch nichts über den mutmaßlichen Täter wissen.

Sollte sich die Familie nach Bekanntgabe des Täters mit einem entsprechenden Spendenaufruf geäußert haben, stimme ich Ihnen zu.

Ansonsten:
Wie war das doch gleich mit instrumentalisieren?

587: Martin MIchaelis:

6. Dezember 2016 um 07:53 Uhr

Glauben Sie ernsthaft viele Zuschauer halten die Information dass ein Flüchtling mutmasslich eine Vergewaltigung mit tödlichen Folgen begangen hat für nicht hinreichend relevant ? Das nehme ich Ihnen nicht ab.

Hören sie auf die Zuschauer bevormunden und erziehen zu wollen. Das ist nicht Aufgabe von Journalismus.

Welche Informationen relevant sind entschieden die Zuschauer und kein Pressekodex, es sei denn die Information verletzt Persönlichkeitsrechte.

588: RagnarLodbrok:

6. Dezember 2016 um 08:14 Uhr

@JJ 578
Ganz so einfach wie Sie schreiben ist es nicht.
Es geht hier nicht um Meinungsfreiheit, sondern um politisch motivierte Meinungsmanipulation. Abgesehen davon ist es nicht ein Zeichen von Meinungsfreiheit, wenn die Tagesschau die heute offensichtlich ausnahmsweise nicht überlastet ist und es tatsächlich einmal klapppt dass Kommentare nicht willkürlich wegzensiert werden. Aber das ist ein anderes Thema.
Hier geht es darum, dass das ÖR einen Auftrag hat und dafür nicht wenig Geld kassiert. Wenn mir der Nachrichtenstil von SAT1 oder RTL oder sonst einem Fernsehsender nicht gefällt, schaue ich sie mir nicht mehr an, fertig. Aber ich bezahle ebenso wie die meisten meiner Mitbürger mehr als 200€ im Jahr an GEZ Gebühren. Dafür erwarte ich eine Berichtertattung, die nicht politisch gesteuert ist. Das ist nämlich der einzige Grund für die GEZ Gebühren und deren einzigste Berechtigung.
Ich war immer ein Verfechter für die GEZ Gebühren, Und zwar nur wegen der finanz. Unabhängigkeit.

589: Christian G:

6. Dezember 2016 um 08:18 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verstehe Ihre Argumentation, in der Wirkung ist aber der Schuss gewaltig nach hinten losgegangen.
Wenn das Thema Zuzug und Asylanten hier derzeit intensiv diskutiert wird, gehört dieser Aspekt eben auch in die Berichterstattung, erst recht, wenn am Ende dieses pikante Detail sowieso ins Tageslicht kommt und Sie damit den Rechten ein weiteres Argument zur “Lügenpresse” liefern.
An dieser Stelle wäre es geschickter gewesen, in einem Kommentar die Zahl der Übergriffe mit denen des bundesdeutschen Mittel gegenüber zustellen. Oder man hätte darauf verweisen können, dass eben Ausnahmen sind. Dafür ist der Kommentar ja gut.

Es darf keine unbequemen Details in einer Meldung geben, sonst fühlen sich schon zweifelnde Leser und Hörer von Ihnen bevormundet und wenden sich unter dem Eindruck der rechten Propaganda ab. Ihr Verhalten war leider eine Steilvorlage für die AfD.

590: mara:

6. Dezember 2016 um 08:34 Uhr

vielen Dank für diese Stellungnahme.
eigentlich sollte sie unnötig sein, es ist gerade die sinnvolle Gewichtung der Themen und Berichte,
die die Tagesschau so sehenswert macht.

ich freue mich immer wieder darüber, daß die staatlichen Nachrichten unabhängig bleiben von den Wellen der Aufmerksamkeit, die populistisch bewirkt werden.

591: T.Geffert:

6. Dezember 2016 um 08:44 Uhr

Sehr geehrter Herr Kniffke, warum habe ich bei den Berichten der tagesschau eine andere Wahrnehmung?

Warum werden Brandanschläge auf leerstehende Heime thematisiert?

Warum werden Brandanschläge durch Bewohner auf Heime nicht thematisiert?

Warum werden Tötungen mit möglichem rechten Hintergrund thematisiert, und selbst wenn der Täter des zuvor zu uns geflüchteten Opfers aus seinem ebenfalls zu vor geflohendem Umfeld stammt, nicht thematisert?

Warum finden Vorfälle wie in Bautzen Einzug in ihr Format, Vorfälle wie in NRW, bei welchen Familienclans Polizisten verletzen nicht?

Warum berichten die Asia News, die Washington Post, die Belfast News und auch englische Zeitungen über den freiburger Mordfall und ihr Format nicht?

Warum berichten sie von einem Anschlag auf eine Moschee, bei der es nicht einen Verletzten gab und der Deletantissmus des Anschlages zu sehen ist, aber nicht von schweren Raubüberfällen, Körperverletzungen oder gar wie scheinbar in Bochum?

592: Stephanie Cleaton:

6. Dezember 2016 um 08:55 Uhr

Wenn man sieht wie andere Nachrichten dieses Thema behandeln nach dem Motto “junge Frau und fremder dunkler Mann”, dann hoffe ich das hinter der Auswahl Ihrer Themen eine integre sachliche Entscheidung stand und nicht eine quotenhaschende Geldmacherei, die das Leid der Mensch ausbeutet zu gunsten sensationsgierigem Publikum. Also wenn Sie sich weigern wie Bild und Konsorten zu handeln dann Bravo, wenn Sie aber politische Meinungsbildung betreiben, dann ist das immer problematisch.
Vielleicht haben Sie sich ja unter Kollegen alla Salomon abgesprochen: ZDF ja – ARD nein und somit ist das staatliche Fernsehen ja ausgewogen.

593: KU:

6. Dezember 2016 um 08:55 Uhr

Sehr geehrte Verantwortliche der Tagesschau,
ausgerechnet die Berichterstattung über die Silvesternacht in Köln als gelungen darzustellen, ist, mit Verlaub, mehr als fragwürdig. Die hahnebüchene Berichterstattung über den Mord an der jungen Frau und Ihre Erklärungsversuche, weshalb sie so berichtet haben, sind eigentlich nicht einmal einen Kommentar wert. Bei vielen Berichten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten habe ich mittlerweile den Eindruck der fehlenden Objektivität. Bitte, berichtigen Sie mich, falls ich mich irren sollte.

594: Johannes Richard:

6. Dezember 2016 um 09:04 Uhr

Ich finde, das ist im Endergebniss gut gelaufen. Gniffke musste zurückrudern und der Zuschauer hat sich gegenüber der Arroganz der Chefredaktion durchgesetzt. Positiv fand ich, dass Gniffke sich bei Facebook den Zuschauerreaktionen gestellt hat. Das Kartell des Schweigens hat erste Risse bekommen.
Zukünftig wird sich die Redaktion an der Interpretation des Begriffes “regional” messen lassen müssen.

595: Alsid:

6. Dezember 2016 um 09:04 Uhr

@568: Bernd Brot:
>Eine Tendenz, die Nachricht für Gruppenhass zu missbrauchen, wird in vielen der hier dargebrachten Kommentare mehr als deutlich.<
Es fehlt Ihnen an Empathie: Die meisten Leute haben einfach nur Angst um die Sicherheit ihrer Angehörigen und um die Zukunft ihrer Kinder und Enkel. "Angst" kann nicht einfach mit "Hass" gleichgesetzt werden.

596: IS:

6. Dezember 2016 um 09:08 Uhr

Ich unterstütze Ihre Entscheidung und nehme kopfschüttelnd zur Kenntnis, dass selbst du Politik nicht erkennt, dass sie ihre Fahne in den Wind der “Meckerer” hängt anstatt zu überlegen,dass die ruhige Mehrheit der Bevölkerung Ihre Entscheidung akzeptiert. Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Entscheidungen und einen starken Rücken, für uns, die Mehrheit.

597: Martin B.:

6. Dezember 2016 um 09:18 Uhr

Ich verstehe ihre Argumentation, bin aber anderer Meinung. Über den Fall hätte berichtet werden müssen. Es hätte kein Problem dargestellt, an die Sendung noch einen Kommentar zu hängen.

Die Folgen aus der Entscheidung über den Fall nicht zu berichten, hätten Ihnen schon beim Abwägen klar werden müssen. Soviel Weitsicht darf man in Zeiten in denen die klassischen Medien mit den sozialen Medien konkurrieren von einem Chefredakteur erwarten. Denn jetzt erhält der Fall zum einen weit mehr Aufmerksamkeit als es sein müsste und von Ihnen um eine politischen Komponente ergänzt.

598: ohrenzwicker:

6. Dezember 2016 um 09:24 Uhr

Es gibt keinen Staatsfunk aber offensichtlich wollen hier viele AfD-Fans einen Dumpfbackenfunk durchsetzen. Nein Danke! Boulevard-Meldungen gehören nicht in die Tagesschau! Und Eure Meinung ist nicht unsere Meinung! Und Meinungsjournalismus hatten wir in der Nazi-Zeit, die ist glücklicherweise überwunden. Nie wieder! Dumpfbacken darf man keinen Zentimeterbreit weichen!

599: Stefan Helm:

6. Dezember 2016 um 09:53 Uhr

Herr Dr. Gniffke!
Sie irren gewaltig. Selbstverständlich hat der Mord bundesweite Relevanz für ein mit Pfefferspray aufgerüstetes Volk!

600: eine_anmerkung:

6. Dezember 2016 um 09:53 Uhr

166: fathaland slim

Und Sie wollen in Abrede stellen, dass die sexuellen Übergriffe (in jeglicher Form) mit dem Migrantenzustrom überproportional in Deutschland (übrigens auch in anderen betroffenen EU-Ländern)zugenommen haben (um das Wort expotentiell zu vermeiden)? Träumen Sie weiter.
Das ist sehr schlimm, aber auch logisch, weil die Kulturen wo die Migranten herkommen ein anderes Verhältnis zu sexuellen Übergriffen haben; die Hemmschwelle liegt in den Herkunftsländer sehr viel niedriger und die Ahndung ist nachlässiger als in westeuropäischen Ländern. Wen wundert´s denn wenn die Migranten Ihre “Gepflogenheiten” bei Grenzübertritt nach Deutschland beibehalten? Oder erwarten Sie, dass die Migranten mit Grenzübertritt die deutsche Gesetzgebung natürlich verinnerlicht hätten und sich daran halten würden?

601: Martina:

6. Dezember 2016 um 09:55 Uhr

Tagesschau am Samstag, 3.12.2016
1. Italien Abstimmung zur Verfassungsreform
ca. 3:20 Minuten Sendezeit
2. Aixtron Übernahme gestoppt durch Obama
ca. 30 Sekunden Sendezeit
Protest gegen Bau von Ölpipeline
ca. 2 Minuten Sendezeit
3. Trump telefoniert mit Taiwans Präsidentin
ca. 30 Sekunden Sendezeit
4. Syrisches Militär rückt tiefer vor in Aleppo
ca. 25 Sekunden Sendezeit
5. Sammelabschiebungen nach Afghanistan
ca. 20 Sekunden Sendezeit

Das sind also die Top 5 News, die es in die Prime Time der Tagesschau schaffen und die soviel Relevanz haben, dass es die deutsche Gesellschaft wissen muss? Man beachte die Sendezeit von über 3 Minuten zur Italien Abstimmung. Das ist doch mehr als lächerlich, oder eher traurig, dass man uns so einen Bären aufbinden will, dass sowas relevanter sein soll als mal eine regionale und nationale Nachricht zu bringen. Angehörige des Opfers aus Freiburg empfinden die Unterlassung des Berichtes doch als Schlag ins Gesicht. Das ist ganz schwach!

602: Ante:

6. Dezember 2016 um 10:03 Uhr

Kann es sein dass aus übetriebener “political correctness” nicht über den Mord berichtet wurde?kann es sein dass der Grund des Verschweigens darin liegt dass der Mörder ein “Flüchtling” aus Afghanistan war und dass dies Frau Merkel politisch schaden könnte?

603: Dr. Paul:

6. Dezember 2016 um 10:04 Uhr

Wie lange beschäftigen Sie sich eigentlich täglich mit der Wettervorhersage?
Eine Schande was passiert ist, eine Schande wie damit umgegangen wird … und eine riesen Schande das es so scheint, dass alles was mit Straftaten und Ausländer zu tun hat, mangelhaft kommuniziert wird. Was glauben Sie, wie sich ein 40 jähriger Familienvater mit 2 Töchtern in Deutschland fühlt? Ich habe nichts mit unser Vorgeschichte zu tun und lebe im heute – ich will das Recht mich frei zu äußern haben, ohne gleich in die rechts populistische Schublade geschoben zu werden! Leider wird dies wohl nicht gehen – Zeit für gravierende Änderungen!

604: H. R. Müller:

6. Dezember 2016 um 10:07 Uhr

Es ist traurig, dass Einzelfälle so hoch stilisiert werden.
Warum werden Deutsche, Italiener, katholische, evangelische Mörder und Vergewaltiger so öffentlich an den Pranger gestellt?
Es zeugt von einem niedrigen Niveau, wenn man sich so einseitig artikuliert. Für mich ist das Bauernfängerei.

605: Ossi271:

6. Dezember 2016 um 10:12 Uhr

IMHO ist die Tagesschau nicht dazu da, um über jeden einzelnen Mord zu berichten. Nicht dass man das nicht dürfte oder versuchen sollte, es zu vermeiden aber unbedingt notwendig ist es auch nicht.

Wenn nun eine Anpassung an Seherwünsche erfolgen soll, bitte ich inständigst darum, nicht ins Nachrichten-Niveu der Privatsender abzugleiten!

606: Volkwin:

6. Dezember 2016 um 10:16 Uhr

Die Tagesschau wird hauptsächlich aus öffentlichen Gebührengeldern finanziert. TV und Printmedien sind aber auf einem sterbenden Ast, weil durch Internet viele neue Informationsquellen dazugekommen sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es nicht mehr tragbar ist, weil zu wenige einschalten. Ein deutlicher Rückgang der Zuschauer ist längst bekannt. Mit solchen Entscheidungen verliert man noch mehr Zuschauer, die sich schlecht informiert fühlen, weil man eher internationale News bringt, die für Deutschland unrelevant sind.

Wenn Medien wie die Tagesschau nicht einmal erkennt, was wirklich relevant genug ist, um darüber zu berichten, wird sie sich noch schneller vom TV Thron stürzen. Für mich ist es keine Tragik, wenn ich es nicht in der Tagesschau erfahre. Die schaue ich sowieso nicht und erfahre es aus anderen Quellen.
Mein tiefes Mitleid gilt den Angehörigen des Opfers. Es muss entwürdigend sein, wenn so eine Tat nicht als relevant genug erscheint um darüber zu berichten.

607: Gerhard:

6. Dezember 2016 um 10:17 Uhr

Bisschen viel selbstgerechte Empörung hier. Finde ich ja. Alles gelernte, berufserfahrene Journalisten? Aber wo es 80 Mill. Fußballnationaltrainer gibt, da muss man auch viele Millionen Journalisten vermuten. Beim Fußball hat zuallererst der Schiedsrichter keine Ahnung, bei den Nachrichten halt die Tagesschau.
Das ist schon sehr, sehr eigenartig.

Ich wüsste ja noch ganz anderes, für Millionen Menschen relevantes Geschehen zu benennen, dass NIE in der Tagesschau auftaucht. Aber da hält sich die Empörung eigenartigerweise sehr in Grenzen.

Aber die TS dürfte nun, angesichts des riesigen Interesses an ihrer Arbeit unter den Zuschauern und Nochnicht-Zuschauern, große Einschaltquoten verzeichnen.

Man muss der Kanzlerin für ihren irgendwie ja auch falschen Satz “Wir schaffen das!” eigentlich dankbar sein. An dessen Folgen haben wir einiges zu tragen. Das ist wahr. Aber im Idealfall können wir Deutschen was über uns selbst LERNEN. Und das scheint mir doch dringend geboten zu sein.

608: W.M.Baumgartner:

6. Dezember 2016 um 10:26 Uhr

Es ist ganz einfach: Wurde über den Mordfall berichtet als die Leiche aufgefunden wurde? (es wahren ja sogar zwei – es wurde von einem Serientäter berichtet – oder?) Wenn “ja” ist auch die Festnahme des Täters relevant. Wenn “nein” könnte man ihre Argumentation nachvollziehen. Sie tun sich und der Medienwelt aber keinen Gefallen, mit ihrer “einäugigen Berichterstattungspolitik”. Wundern Sie sich nicht, wenn sich die Menschen übers Internet informieren – Sie tragen dazu bei, dass die Menschen den renomierten Medien nicht mehr trauen. “Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar” (I. Bachmann).

609: TS User:

6. Dezember 2016 um 10:35 Uhr

Warum denn darüber nicht mal ein Brennpunkt. Ich glaube, das sich Viele eine differenzierte Berichterstattung zu diesem Thema und Anlass gewünscht hätten.

610: H. Kübler:

6. Dezember 2016 um 10:36 Uhr

Was mich wirklich nervt, ist dieses reflexartige “Keine Pauschalverurteilung!” – “Kein Generalverdacht” – “Auch Deutsche morden und vergewaltigen”. Hat denn das irgendjemand behauptet, dass jeder Afghane oder jeder Flüchtling oder jeder Irgendwer ein Mörder ist? Mit diesen Sätzen wird nur versucht, eine Diskussion, ein Nachdenken über ein Problem abzuwürgen. Ein erwünschtes Polit-Tabu. Und sowas ist immer schlecht, Menschen möchten über ein Problem sprechen und sprechen dürfen. Wir haben nämlich ein Problem. Auch wenn es hier immer schon Morde und Vergewaltigungen gab – ja, von Deutschen begangen – jetzt haben wir eben noch zusätzliche dazu. – Ich bin übrigens seit Jahren in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Ich sehe (leider) schon ein Gewalt-Problem.

611: Jens L.:

6. Dezember 2016 um 10:37 Uhr

Sicherlich dürfte es schwierig sein zu entscheiden, welche Vorfälle in die Nachrichten kommen und welche nicht. Allerdings wurde im Ausland über die Entwicklung in Freiburg bereits vor Monaten berichtet.

http://www.express.co.uk/news/world/637466/migrant-sex-attack-refugee-crisis-Freiburg-Germany-White-Rabbit-club-harassment-women

Haben die Öffentlich-Rechtlichen nicht auch die Aufgabe die Bevölkerung zu schützen indem diese auf solche Entwicklungen hinweisen, damit die Menschen sich auf eine unter Umständen veränderte Sicherheitslage einstellen können?
Freibung soll eine der ersten Anlaufstellen für Flüchtlinge/Migranten hinter der Grenze sein.

612: H.H.:

6. Dezember 2016 um 10:41 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr.Gniffke,
danke für Ihre Erklärung. Bitte ändern Sie nicht die Regeln Ihrer Berichterstattung. Ich bin froh, dass es die Tagesschau und die öffentlich rechtlichen Anstalten gibt. Wenn ich mir das Niveau des Programms einiger Privaten ansehe, freue ich mich über Sendungen wie die Tagesschau, das Heutejournal, politische und kritische mutige Magazine wie Panorama Fakt Monitor und Co.Wer hier von gleicheschalteten Medien spricht, hat die Sendungen vermutlich nie gesehen oder glaubt, es gibt nur eine Sicht der Dinge, nämlich seine eigene und diese wird dann noch großherrlich als Meinung des Volks verkündet.

613: Holger Karst:

6. Dezember 2016 um 10:44 Uhr

Herr Gniffka hat insofern recht, dass ein Mord, auch ein Sexualmord, als Einzelfall keine gesamtgesellschaftliche Relevanz hat und deshalb in der TS nichts zu suchen hat. Denn sonst müsste dort über jeden Mord und jeden Verdächtigen differenziert berichtet werden. Kurz: Es ist unerheblich, von wem eine Frau missbraucht und hernach getötet wird. Es ist eher relevant, in welcher Verfassung eine Gesellschaft ist, in der so etwas immer noch vorkommt.

Dass jetzt nur einer von ca. 300 jährlich stattfindenden Morden, in dem ein Nichtdeutscher der Hauptverdächtige ist und über den nicht in der TS berichtet wird, als “Lügenpresseskandal” instrumentalisiert wird, ist der eigentliche Skandal, weil er ganz offensichtlich rassistisch motiviert ist.

614: Alsid:

6. Dezember 2016 um 10:53 Uhr

@597: ohrenzwicker:
>>offensichtlich wollen hier viele AfD-Fans einen Dumpfbackenfunk durchsetzen. Nein Danke! Boulevard-Meldungen gehören nicht in die Tagesschau! Und Eure Meinung ist nicht unsere Meinung! <<

Ein Sexualmord ist also eine Boulevard-Meldung für einen Dumpfbackenfunk??? Nicht zu fassen!

Es ist genau diese Arroganz, dieser Verzicht auf Differenzierung und Argumente, und stattdessen Diffamierung und Beleidigung, mit der alles erschlagenden Rechtfertigung "Eure Meinung ist nicht unsere Meinung", die unsere Gesellschaft zunehmend spaltet.
Wenn die einzig alternativlose Reaktion auf andere Meinungen deren Entsorgung in der braunen Schmuddel-Ecke ist, dann sollte man konsequenter Weise zu einem Klassenwahlrecht zurückkehren: Es kann schließlich nicht sein, dass die Stimme eines einfachen Arbeiters, dem man die Welt erst erklären muss, genau so viel wert ist, wie die Erkenntnisse eines intellektuell viel höher stehenden "Ohrenzwickers".

615: maier, brigitte:

6. Dezember 2016 um 11:08 Uhr

… den Angehörigen möchte ich von dieser Stelle aus meine tief empfundene Anteilnahme aussprechen. Auch ich habe eine Tochter und möchte mir gar nicht vorstellen wie ich nach einer abscheulichen Tat weiterleben könnte!

Als ich von dem Fahndungserfolg erfuhr und anschließend die Tagesschau anschaltete, war mir sofort klar, dass nichts davon berichtet werden würde!
Und genau das ist es – die Menschen haben ein sicheres Gespür für wichtige Berichterstattung. Es hätte an Ihnen gelegen, wie sorgsam und “neutral” Sie und Ihr Team diese entsetzliche Tat berichtet hätten. Wieder eine Chance verpasst den “Lügenpresse-Schreiern” das Wasser abzugraben.

In tiefer Trauer B.M.

616: Andrej:

6. Dezember 2016 um 11:10 Uhr

@601 (Das sind also die Top 5 News, die es in die Prime Time der Tagesschau schaffen und die soviel Relevanz haben, dass es die deutsche Gesellschaft wissen muss?)
Hätten Mr. u. Mrs Obama noch eine Pute zu gnädigen bzw. mehr Radischen zu ernten…

617: Johannes Richard:

6. Dezember 2016 um 11:12 Uhr

Noch ein Nachtrag:
“„Dass wir jetzt darüber berichten, liegt daran, dass der Fall nun eine politische Dimension bekommen hat“, sagte Zamperoni in der Anmoderation eines Beitrags aus Freiburg.”(Quelle: welt.de)

Der Treppenwitz an der Sache ist doch, das die Tagesschau die politische Dimension selbst verursacht hat.
Das führt letztlich zu der These, dass die Tagesschau den Aufstieg der AfD mit befördert und so genau das Gegenteil erreicht hat, was eigentlich beabsichtigt war.

618: Birgit Sander:

6. Dezember 2016 um 11:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

ich bin ehrlich gesagt entsetzt über Ihre “Argumentation”, die ein echtes Rumgeeiere ist. Man merkt, dass sie ihr Vorgehen rechtfertigen wollen, aber es nicht wirklich schaffen.
Wäre mal interessant zu erfahren, über wie viele Mordfälle bisher berichtet wurde. So wenige waren das meiner Meinung nach nicht.
Besonders Frauen, aber auch Männer, interessiert, wenn Menschen, die hier in der Not als Gäste aufgenommen wurden, eine solche Tat begehen. Natürlich darf man Flüchtlinge jetzt nicht unter Generalverdacht stellen. Aber es muss sich noch herausstellen, wie integrierbar junge Männer sind, die mit einem teilweise mittelalterlichen Frauenbild hierher gekommen sind, ohne ihre Familien, ohne gute Schulausbildung.
Natürlich ist der Fall ein Politikum. Was sonst?

Freundliche Grüße
Birgit Sander

619: steffen jonda:

6. Dezember 2016 um 11:32 Uhr

Immer noch dreht sich alles um die Fakten – die TS verzichtete bewusst auf eine wichtige Meldung (schnelle Identifikation des vermutlichen Täters durch DNS-Analyse), weil dieser ein Asylbewerber (unbegleiteter Jugendlicher) war.

Das ist der Vorwurf – ich sehe es genauso.
Das Kernthema sei, man wolle Rechten keine Munition liefern, Stimmung nicht aufheizen.
Das ist natürlich blödsinnig.
Die TS ist eine Nachrichtensendung, finanziert vom Bürger. Ob nun Dummglatzen wegen der Info einen Asylanten totschlagen oder nicht ist dabei nicht relevant. Denn die Dummglatze mit Gewaltwunsch mordet sowieso.
Für die restliche Gesellschaft – ja, da bekommen die Welcome-Rufer natürlich Gegenwind, wenn die Schäfchen teilweise Wölfe sind.

Aber das ist nicht Sache der TS. Politische Parteien werben für ihre Positionen. Die TS wurde nicht gewählt, die hat über FAKTEN (hier Vergewaltung und Mord durch Asylanten) zu berichten.
Das scheitere kläglich in Köln, das scheiterte hier. Schlimm

620: Martin:

6. Dezember 2016 um 11:32 Uhr

Ich finde die Entscheidung der Tagesschau-Redaktion richtig. Allerdings wünsche ich mir, dass generell weniger über Gewalttaten berichten wird, deren Nachrichtenwert sich auf die Gewalttat oder “Katastrophe” an sich betrifft und keine bundesweite Bedeutung erlangt. Das trifft auf fast alle Morde, Entführungen und dergleichen zu, aber auch auf Waldbrände in entlegenen Gegenden oder die aktuellsten Frontverlauf in Straße XY von Aleppo. Im letzten Fall reicht die Aussage, dass immer noch Bürgerkrieg herrscht.

621: Jan Schröder:

6. Dezember 2016 um 11:33 Uhr

Ich halte die Begründung, warum über solch ein Kriminalverbrechen in der Tagesschau nicht berichtet wird, für sehr gut nachvollziehbar, da gibt es auch in der ARD andere Formate, die sich dafür besser eignen.
Wenn es ein deutscher Täter gewesen wäre, hätte sich auch niemand beschwert, wenn es nicht in der Tagesschau vermeldet worden ist. Das zeichnet den latenten Rassismus vieler Schreiber hier aus, sie legen zweierlei Maß an. Bei einem Afghanen muss man dringend darüber berichten, wenn es nur ein biodeutscher Frankfurter gewesen ist, ist die Berichterstattung nicht so notwendig. Jedenfalls gab es davor keinen Aufschrei, wenn in der Tagesschau über ähnliche Fälle nicht berichtet wurde.
Kriminalfälle sind meistens gruselige Unterhaltung und keine Nachrichten.

622: Kercher, S.:

6. Dezember 2016 um 11:36 Uhr

Besten Dank für Ihre Stellungnahme. Ich verstehe Ihre Entscheidungsgründe absolut und Sie haben recht. Was mich hier entsetzt ist einfach, dass es den meisten Kritikern darum geht, in ihrer Meinung bestätigt zu werden. Es geht nicht um das bedauernswerte Opfer oder um die Hinterbliebenen. Daher ist die Berichterstattung auch nicht relevant. Diese Heuchelei der “Betroffenen” ist unerträglich.

623: Totengräber:

6. Dezember 2016 um 11:44 Uhr

@Holger Karst (#613)
“Dass jetzt nur einer von ca. 300 jährlich stattfindenden Morden, in dem ein Nichtdeutscher der Hauptverdächtige ist und über den nicht in der TS berichtet wird, als “Lügenpresseskandal” instrumentalisiert wird, ist der eigentliche Skandal, weil er ganz offensichtlich rassistisch motiviert ist.”
Das ist, was Sie und Herr Dr. Gniffke glauben; oder sich (und uns) zumindest glauben machen wollen.
Spätestens, nachdem in der ZDF-Sendung “Aktenzeichen xy” der gesamte deutschsprachige Raum zur Mithilfe bei der Ergreifung des Täters aufgefordert wurde, war der Fall, der mitnichten mit den von Ihnen zitierten 300 Fällen vergleichbar ist, aus der Regionalität herausgehoben. Das wissen Sie und Herr Dr. Gniffke aber auch selbst ganz genau. Und zumindest eine “Randnotiz” darüber, dass ein Tatverdächtiger gefasst wurde, hätte in die TS gehört.

624: David Jankowski:

6. Dezember 2016 um 11:56 Uhr

Hallo, ich spreche der Familie mein tiefstes Beileid aus. Eine solche Tat ist ausnahmslos schrecklich und unentschuldbar. Aber sie wird nicht schlimmer, und für die Tagesschau berichtenswerter weil sie von einem Ausländer begangen wurde! In Deutschland gibt es täglich ca. 0,8 Morde und 19 Vergewaltigungen welche Statisch erfasst werden. Stellt euch bitte einmal vor, das über jeden Fall in der Tagesschau berichtet wird. Dann bekämen wir nur noch kriminallfälle zu sehen. Und auch statistisch gesehen sind Deutsche genauso oft Täter wie Ausländer, nur das wollen oder können sehr viele “politisch rechtsgesinnte“ Bürger (ich spreche nicht von nazis!) nicht verstehen. Genau hier müsste meiner Meinung nach mit mehr positiver Berichterstattung etwas gegen gesteuert werden.
Lg David

625: Alsid:

6. Dezember 2016 um 12:06 Uhr

Liebe Redaktion,

Sorry, habe meinen vermissten Beitrag gerade entdeckt und nehme alles zurück: Es tut mir leid, wenn ich Ihnen in irgendeiner Weise Zensur unterstellt haben sollte.

Statt dessen: Alle Achtung vor Ihrem Durchhaltevermögen bei dieser für Sie nicht gerade angenehmen Diskussion! Sie sind auf einem guten Weg!

Mit freundlichen Grüßen!

626: Holger Karst:

6. Dezember 2016 um 12:14 Uhr

@ 623: Totengräber: “Spätestens, nachdem in der ZDF-Sendung “Aktenzeichen xy” der gesamte deutschsprachige Raum zur Mithilfe bei der Ergreifung des Täters aufgefordert wurde, war der Fall, der mitnichten mit den von Ihnen zitierten 300 Fällen vergleichbar ist, aus der Regionalität herausgehoben.”

D. h. jeder in AZ XY nachgespielte Mord ist relevant für die TS? Ist diese Sendung jetzt zur Redaktion der TS avanciert? Und warum ist Ihnen die Berichterstattung über ausgerechnet den einen Mord so wichtig? Inwiefern ist er nicht mit den anderen 300 Fällen vergleichbar? Weil es (wahrscheinlich) ein Flüchtling war? Tut mir leid, Ihrer Argumentation kann – und will – ich nicht folgen. Ich bleibe dabei: Der angebliche Lapsus der TS wird instrumentalisiert!

627: Bernd:

6. Dezember 2016 um 12:16 Uhr

@Ohrenzwicker. Ihr Beitrag spiegelt genau das wieder warum viele Leute sich empören. Bei ihnen sind alle Menschen die nicht ihrer Meinung sind AfD Anhänger. Gerade hier in diesem Forum kann ich das nicht feststellen. Im Gegenteil ich finde die große Mehrheit der Beiträge sehr sachlich. Das Land ist gespalten wer das nicht sieht muss blind sein. Was fehlt ist endlich eine ehrliche Diskussion ohne ideologische Scheuklappen.

628: KHB:

6. Dezember 2016 um 12:35 Uhr

“…Aber wir berichten nur sehr selten über einzelne Kriminalfälle… Die Tagesschau berichtet über gesellschaftlich, national und international relevante Ereignisse… Da zählt ein Mordfall nicht dazu…”

Tagesschau 02.08.2009 (20.08h):
Mord an Mädchen offenbar aufgeklärt (39-jähriger Mann gesteht den Mord an der neunjährigen Corinna)

629: I.Kilian:

6. Dezember 2016 um 12:39 Uhr

So und nachdem nun unfreiwillig die Tagesschau aus einen “Regionalen Ereignis” ein brisantes Politikum gemacht hat kommt es wie es kommen musste.
Ein weiterer 2 facher Vergewaltiger wurde von der Mordkommission in Bochum festgenommen.
N24 und NTV berichten bereits darüber mit Hinweis auf die Nationalität des mutmaßlichen Täters und letztere wollen die Pressekonferenz um 13 Uhr sogar Live übertragen.
Nun sind wir alle mal gespannt Herr Dr. Gniffke.

630: Gabriela:

6. Dezember 2016 um 12:45 Uhr

Als demokratisch gesinnte Bürgerin und Beamtin erwarte ich von den öffentlich-rechtlichen Sendern eine umfassende, wertneutrale Berichterstattung. Mein Urteil über die gesellschaftlichen Ereignisse will ich mir selbst bilden. Erziehungsversuche empfinde ich als Unterstellung und Zumutung.

631: Gabriela:

6. Dezember 2016 um 12:50 Uhr

Als demokratisch gesinnte Bürgerin und Beamtin erwarte ich von öffentlich-rechtlichen Sendern eine umfassende, wertneutrale Berichterstattung. Mein Urteil über Ereignisse kann ich mir selbst bilden. Erziehungsversuche empfinde ich als Unterstellung und Zumutung.

632: Robert Rodieck:

6. Dezember 2016 um 12:55 Uhr

Traurig, dass Sie meinen, sich erklären zu müssen. Ich finde es nicht zynisch, bei einzelnen Morden, wenn man Berichterstattung über Deutschland und die Welt macht, von fehlender Relevanz zu sprechen.
Das ist einfach ein Fakt.
Gegenprobe: Einzelne Morde wären relevant. Dann würde fast jeden Tag in der Tagesschau über einen Mord berichtet. Somit kein Neuigkeitswert und kein Nachrichtenwert.

633: fathaland slim:

6. Dezember 2016 um 12:57 Uhr

@623: Totengräber: 6. Dezember 2016 um 11:44 Uhr

>>Spätestens, nachdem in der ZDF-Sendung “Aktenzeichen xy” der gesamte deutschsprachige Raum zur Mithilfe bei der Ergreifung des Täters aufgefordert wurde, war der Fall, der mitnichten mit den von Ihnen zitierten 300 Fällen vergleichbar ist, aus der Regionalität herausgehoben. Das wissen Sie und Herr Dr. Gniffke aber auch selbst ganz genau. Und zumindest eine “Randnotiz” darüber, dass ein Tatverdächtiger gefasst wurde, hätte in die TS gehört.<<

Meinen Sie, daß Kriminalfälle, die bei "Aktenzeichen XY ungelöst" behandelt werden, generell in die Hauptnachrichten gehören, oder nur dieser spezielle Fall hier?

634: Holger Karst:

6. Dezember 2016 um 13:06 Uhr

“Natürlich darf man Flüchtlinge jetzt nicht unter Generalverdacht stellen. Aber es muss sich noch herausstellen, wie integrierbar junge Männer sind, die mit einem teilweise mittelalterlichen Frauenbild hierher gekommen sind, ohne ihre Familien, ohne gute Schulausbildung. Natürlich ist der Fall ein Politikum. Was sonst?”

Wer die Notwendigkeit der Berichterstattung an der Herkunft von Menschen festmacht, argumentiert rassistisch.

Leider stellt sich kaum jemand die Frage, wie integrierbar deutschstämmige Männer sind, die einem teilweise mittelalterlichen Frauenbild folgen – trotz guter Schulausbildung und kostenlosem Bildungsangebot! Das ist ein Politikum. Und da versagen die Medien mit ihrem Auftrag! Sobald offen und ausführlich über diese Widersprüche in unserer Gesellschaft berichtet wird, wird es nicht mehr notwendig sein, ausschließlich über die angeblich allein von Flüchtlingen ausgehende Bedrohung zu fabulieren. Die Bedrohung lauert, wenn schon, überall und erfolgt durch jeden!

635: ohrenzwicker:

6. Dezember 2016 um 13:29 Uhr

@ 627: Bernd: Das Land ist nicht gespalten, es gibt nur eine Minderheit, die ständig in ihrer eigenen braunen Soße rumrührt. Die Tagesschau ist eine politische Nachrichtensendung und soll es auch bleiben. Solche Themen sind bei Aktenzeichen XY besser aufgehoben.
@ 614: Alsid: Ich habe auch noch nie in Boulevard-Sendungen gehört, dass bei einem Familiendrama der deutsche Täter einen katholischen Hintergrund hatte, vielleicht sollte das in Zukunft auch mit gesendet werden!

636: Holger Karst:

6. Dezember 2016 um 13:34 Uhr

630: Gabriela: Mein Urteil über die gesellschaftlichen Ereignisse will ich mir selbst bilden. Erziehungsversuche empfinde ich als Unterstellung und Zumutung.

In den Redaktionen der Medienmacher wird täglich, womöglich heiß, diskutiert, worüber berichtet werden soll. Da wird m. E. ohnehin schon viel zu sehr auf Quote denn auf Relevanz geachtet. Daneben fließen auch moralische Erwägungen mit ein, weswegen wir z. B. in der TS auch keine IS-Köpfungen zu sehen bekommen. Jede Redaktion entscheidet anders. Deshalb ist es etwas vermessen, dahinter einen Erziehungsversuch zu vermuten. Zumal andere Medien ja offensichtlich über den Fall berichtet haben. Dadurch wird die Vielfalt der Medien ja gerade hergestellt. Anders herum: Würden alle Medien über dasselbe berichten, dann wäre der Aufschrei von wg. Gleichschaltung der Presse etc. wahrscheinlich gewaltig.

637: Totengräber:

6. Dezember 2016 um 13:41 Uhr

@Holger Karst (#626)
“D. h. jeder in AZ XY nachgespielte Mord ist relevant für die TS? Ist diese Sendung jetzt zur Redaktion der TS avanciert?”
Wenn, wie gesagt, der gesamte deutschsprachige Raum zur Tätersuche aufgerufen wird, sollte man nach Ergreifung des Täters “Entwarnung” geben.
“Und warum ist Ihnen die Berichterstattung über ausgerechnet den einen Mord so wichtig? Inwiefern ist er nicht mit den anderen 300 Fällen vergleichbar? Weil es (wahrscheinlich) ein Flüchtling war?”
Dieser rabulistische ad hominem-Angriff sagt mehr über Sie aus als über mich. Wie Ihnen beim Lesen der Kommentare auf dieser Seite nicht entgangen sein _kann_, gibt es bei weitem keine 300 ähnlich gelagerte Fälle jährlich. Und damit meine ich ausdrücklich nicht die Täter-Opfer-Konstellation, sondern die Tatumstände (Vergewaltigung mit anschließendem Verdeckungsmord, möglicher Serientäter, eine ganze Region in Angst)!

638: Michael Elste:

6. Dezember 2016 um 13:43 Uhr

Das gesamte Ungemach des Planeten in 15 Minuten zu verpacken, ist unmöglich. Dafür müsste eine Folge der Tagesschau schon mehrere Stunden dauern. Hinzu kommt ja noch, dass neben dem Ungemach auch über Politik und positive Themen berichtet werden muss. Alleine schon aus mathematischen Gründen ist eine Selektion der Themen unbedingt erforderlich und sicherlich für die Redaktion keine einfache Aufgabe. Ich hätte mich ehrlicherweise dazu entschieden, eine andere Meldung zu streichen. Dieser Fall ist einfach zu offensichtlich relevant. Dass sich bei einer Vielzahl von Kommentatoren da Zweifel an der Neutralität der ÖR ergeben, liegt auf der Hand. Mir ist das eigentlich egal, denn als erwachsener Mensch nutze ich das moderne Internet (für manche auch Neuland…;-)), um an die Informationen zu gelangen, die ich haben möchte und die für MICH relevant sind, denn das entscheide ich und niemand sonst, schon gar nicht die ARD, die ich aber eigentlich schätze. Nur das hier war daneben.

639: Thomas aus VS:

6. Dezember 2016 um 13:49 Uhr

Wenn es aber ein einen Vorfall auf einem Flüchtlingsareal in Villingen gibt, wird in der ersten Meldung schon von einem rechten Hintergrund berichtet, obwohl noch nichts bewiesen ist und es sich später ganz anders herausgestellt hat. Dies war auch regional, wurde aber sofort bei Tagesschau.de berichtet. Es scheint schon so als man die öffentliche Meinung beeinflussen will, da die öffentlich rechtlichen Sender ja durch den Verwaltungsrat gelenkt und überwacht werden. Einen Einfluss durch die Politik lässt sich da nicht zweifelsfrei leugnen.

640: ohrenzwicker:

6. Dezember 2016 um 13:56 Uhr

Mir stinkt es auch, dass ich die “Privaten” mitfinanzieren muss, weil sich durch die Werbung meine Einkäufe drastisch verteuern. Nichts mehr einkaufen und alles selbst produzieren kann ich leider nicht. Ich rate immer meinen Mitmenschen die braune Brille mal abzusetzen. Vor 1933 waren die Rundfunkanstalten Aktiengesellschaften, also sehr wirtschaftsnahe, und das Personal wurde ratzfatz ausgetauscht. Glücklicherweise haben wir jetzt den ÖRR, der unabhängig ist und von uns finanziert wird.

641: Ute:

6. Dezember 2016 um 14:12 Uhr

Kritiker der Tagesschau-Entscheidung, über den Fall nicht zu berichten, haben sich umfassend aus anderen Quellen informiert, so dass sie nun bestens Bescheid wissen. Es ist demnach nicht schwer, sich über den Sachstand in dem Fall “schlau” zu machen.

Wollte die tagesschau irgendeine Wahrheit vertuschen, wie es der “Lügenpresse”-Vorwurf nahelegt, so ergäbe das nur Sinn, wenn die Chance bestünde, dass “die Wahrheit” dadurch nicht öffentlich wird. Wie eingangs bemerkt, war davon aber niemals auszugehen. Man darf also annehmen, dass die Tagesschau aus journalistischen Kriterien heraus entschieden hat.

Den Tagesschau-Leuten deshalb irgendetwas zu unterstellen entbehrt jeder Logik. Aber das muss man natürlich merken können …

642: Giordano10:

6. Dezember 2016 um 14:14 Uhr

Sehr geehrter Herr Griffke!
Lügen haben bekanntlich kurze Beine! Schauen Sie sich ihre Tagesschausendung vom 3.9.2015 noch einmal an: Flüchtlingskrise auf dem Höhepunkt… obwohl über fast nichts anderes mehr berichtet wurde, musste auch die Tagesschau das Bild des toten singulären Flüchtlingsjungen am Strand (kaum verpixelt) bringen! Ein singuläres Schicksal hervorheben, obwohl dies schon in der gesamten Boulevardpresse bekannt gemacht war! Hier sahen sie ein besonderes Schicksal! Warum beim besonders tragischen Tod dieser Freiburger Studentin, die sich in der Flüchtlingshilfe engagiert hatte, nicht? — es hätte ihnen gut gestanden, sich zu entschuldigen, statt so abgefeimt und aalglatt herum zu argumentieren. Aus der Lückenpresse wird die Lügenpresse oder umgekehrt. Sie und ihre Redaktion leisten unserer Demokratie mit solcher Arbeit und solchem “geeiere” einen journalistischen Bärendienst!

643: Holger Karst:

6. Dezember 2016 um 14:25 Uhr

632: Totengräber: Und damit meine ich ausdrücklich nicht die Täter-Opfer-Konstellation, sondern die Tatumstände (Vergewaltigung mit anschließendem Verdeckungsmord, möglicher Serientäter, eine ganze Region in Angst)!

Vielleicht kann ich diese Form von Angst, von der Sie und viele andere hier reden, einfach nicht nachvollziehen. Vielleicht, weil ich nicht in Freiburg lebe. Und weil die Wahrscheinlichkeit, dass ich (oder meine Frau) einem Serienmörder zum Opfer falle, hier wie dort mikroskopisch klein ist. Und dadurch, dass die Tatumstände so besonders sind, wird die Wahrscheinlichkeit sogar noch kleiner. Damit bleibt es ein bedauerlicher, regionaler Vorfall, der regionale Ängste verursacht, der in den regionalen Medien aufbereitet werden sollte. Daraus ein Politikum zu machen, wie Sie es fordern, befördert Hysterie – wie man hier ja gut beobachten kann. Ich wünsche Ihnen alles Gute, wir kommen ja hier nicht weiter….

644: Totengräber:

6. Dezember 2016 um 14:30 Uhr

@fathaland Slim (#633)
“Meinen Sie, daß Kriminalfälle, die bei “Aktenzeichen XY ungelöst” behandelt werden, generell in die Hauptnachrichten gehören, oder nur dieser spezielle Fall hier?”
Grundsätzlich finde ich, dass Kriminalfälle, die bei “Aktenzeichen xy” behandelt wurden, nicht den von Herrn Dr. Gniffke oben aufgestellten Kriterien für eine Nicht-Berichterstattung entsprechen. Also, ein ganz klares “Ja!” auf Ihre Frage.

645: Gernot:

6. Dezember 2016 um 14:31 Uhr

Es ist nachvollziehbar, daß nicht über jeden Mord berichtet werden kann. Der vorliegende wird aber als besonders abscheulich und mit hoher Brisanz wahrgenommen. Wenn man dann noch die frühere Berichterstattung über das angeblich im Sebnitzer Freibad von Rechten ertränkte Kind, den angeblich von Nazis angestochenen Polizisten Mannichl oder die angeblich mit einem Hakenkreuz malträtierte junge Frau aus Mittweida entgegenhält, dann passen die Allgemeinplätze einer Nachrichtenrelevanz nicht mehr.

646: Alsid:

6. Dezember 2016 um 14:37 Uhr

@635: ohrenzwicker:
>>Das Land ist nicht gespalten, es gibt nur eine Minderheit, die ständig in ihrer eigenen braunen Soße rumrührt.<<
Wenn das so einfach wäre, könnte man die ja wegsperren.
Ist es nicht vielmehr so, dass der ganz rechte wie auch der ganz linke politische Rand sich von demokratischen Spielregeln verabschiedet hat? Wer bei anderen Meinungen (sei es nun Atomausstieg, sexuelle Selbstbestimmung oder Migration) jede Diskussion auf Augenhöhe verweigert, weil er sich selbst als höher wertig einschätzt, der polarisiert und spaltet ganz zwangsläufig.
Unsere Demokratie lebt von Mehrheitsentscheidungen. Und um Mehrheiten muss mit Argumenten gerungen werden. Dafür ist objektive und neutrale Information durch die ö/r-Medien eine extrem wichtige Grundlage.
Die Interpretation dieser Fakten muss dem einzelnen Bürger überlassen werden, wie auch die Entscheidung am Wahltag. Alles andere ist undemokratisch.

647: Dirk Meier:

6. Dezember 2016 um 14:38 Uhr

“Aber wir können und wir wollen nicht über jeden der circa 300 Mordfälle pro Jahr berichten”
Warum eigentlich nicht? Wäre nicht mal einer pro Sendung…

648: Totengräber:

6. Dezember 2016 um 14:38 Uhr

@fathaland Slim (#633) [die Zweite]
Natürlich bin ich in meiner ersten Antwort Ihrer rhetorische Finte aufgesessen.
Da es hier um einen in mehrerer Hinsicht außergewöhnlichen Fall (Vergewaltigung mit anschließendem Verdeckungsmord, möglicher Serientäter, eine ganze Region in Angst) geht, bin ich natürlich davon ausgegangen, dass sich Ihre Frage nur auf solche Fälle bezieht. Sie haben aber ganz bewusst “alle Kriminalfälle” geschrieben!? Und da muss ich meine Antwort relativieren: Über die Ergreifung eines Baumaschinendiebes braucht TS auch weiterhin nicht zu berichten.

649: Thorben:

6. Dezember 2016 um 15:10 Uhr

Es ist nachvollziehbar, daß nicht über jeden Mord ausführlich berichtet werden kann. Die vorliegende Tat wird aber als besonders abscheulich und mit hoher Brisanz wahrgenommen.

Wenn man dann noch die frühere Berichterstattung über das angeblich im Sebnitzer Freibad von Rechten ertränkte Kind, den angeblich von Nazis angestochenen Polizisten Mannichl oder die angeblich mit einem Hakenkreuz malträtierte junge Frau aus Mittweida entgegenhält, dann passen die Allgemeinplätze einer Nachrichtenrelevanz nicht mehr.

650: ladycat:

6. Dezember 2016 um 15:19 Uhr

#641 Ute
Es gibt aber noch genügend ältere Leute, welche sich nicht über Internet oder alternative Medien informieren. Auch diese zahlen GEZ und haben Anspruch auf eine neutrale und ausgewogene Berichterstattung über die ARD.

651: Totengräber:

6. Dezember 2016 um 15:30 Uhr

@Holger Karst (#643):
“Vielleicht kann ich diese Form von Angst, von der Sie und viele andere hier reden, einfach nicht nachvollziehen.” Das mag sein.
Fakt ist:
1. Die Tat und die Tatumstände waren bekannt.
2. Die bundesweite Öffentlichkeit war hergestellt.
3. Es gab ein bis ins Ausland reichendes Interesse an dem Fall.
4. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt.
5. Das Flaggschiff der deutschen Fernsehnachrichten berichtet _nicht_.
Ich sehe darin ein Versäumnis, und kann die Gründe, die Hr. Dr. Gniffke dazu anführt, bei bestem Willen nicht nachvollziehen.

652: ohrenzwicker:

6. Dezember 2016 um 15:31 Uhr

@ 646: Alsid: Wenn es so einfach wäre, würde ich betreffenden Personen zuerst mehr Bildung verordnen. Mehr Wissen erweitert nämlich den Horizont und damit den Blickwinkel, der sonst offensichtlich sehr stark beschränkt ist. Eine Minderheit bleibt eine Minderheit und wird nicht durch einen Shitstorm zur Mehrheit. Die Tagesschau ist keine Boulevard-Sendung, sie können sich ja auch woanders informieren. Oder wollen sie andere Meinungen einfach nicht zulassen?

653: Kev.K:

6. Dezember 2016 um 15:41 Uhr

Verehrter Herr Dr. Gniffke, ich weiß es zu schätzen, dass Sie diesen Fauxpas der Tagesschau nicht totschweigen, sondern sich öffentlich dazu äußern.

Allerdings haben Sie in dieser außergewöhnlichen Situation die Chance verpasst, ehrlich über Ihre Motivation zu sprechen. Hätten Sie dazu gestanden, dass die ARD der Ansicht ist, mit der Unterdrückung negativer Schlagzeilen im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle zu einer Deeskalation beizutragen, hätte ich Ihre Meinung akzeptiert – wenn auch nicht geteilt.

Die Ausführungen, zu denen Sie sich entschlossen haben, entbehren jedoch jeder argumentativen Basis und werden von einem Großteil der Gebührenzahler als blanker Hohn empfunden, denn es liegt auf der Hand, dass dieser Mord in Tateinheit mit einer Vergewaltigung im Gegensatz zu Ihren Ausführungen von größtem überregionalen Interesse war und ist. Dies trifft auf viele in der TS gesendete Beiträge übrigens nicht zu.

Liefern Sie neutral alle Fakten, statt zu filtern und zu kommentieren!

654: Gabriela:

6. Dezember 2016 um 15:44 Uhr

@ 636
Sehr geehrter Herr Karst,
die Tagesschau ist keine Informationsquelle unter vielen, sondern eine Institution, die sich an hohen Erwartungen messen lassen muss.
Als Fremdsprachenlehrerin informiere ich mich täglich in diversen internationalen Printmedien.
Flächendeckend wird die ARD-Entscheidung mit Unverständnis kommentiert. Zur Lektüre empfehle ich allen Diskussionsteilnehmern die heutige FAZ. “Wir sehen, was wir nicht zu sehen bekommen”.
Hoffentlich beschleunigen Sie nicht das, was Sie verhindern wollen.

655: Kev.K:

6. Dezember 2016 um 15:58 Uhr

@UTE: “Kritiker der Entscheidung, über den Fall nicht zu berichten, haben sich umfassend aus anderen Quellen informiert… Es ist demnach nicht schwer, sich über den Sachstand in dem Fall “schlau” zu machen.”

Sie versäumen es leider, auf den Kern der Sache zu kommen. Es steht für eine überwältigende Mehrheit der Foristen völlig außer Frage, dass dieser Kriminalfall von allgemeinem Interesse ist.

Daraus leitet sich ab, dass die TS als unabhängiges Medium darüber hätte berichten MÜSSEN, und dass das Urteil des Herrn Dr. Gniffke eine völlige Fehleinschätzung ist, von der er nicht abrückt.

Es ist nicht Aufgabe des Bürgers, sich aus irgendwelchen politisch ausgerichteten oder dubiosen Quellen zu informieren, sondern er darf von der ör Tagesschau erwarten, dass sie umfassend und neutral berichtet, wenn ein Thema von derartiger Brisanz ist. Wenn Sie selber diesen Anspruch nicht haben, sei es Ihnen zugestanden, aber die Mehrheit hier erwartet Aktualität, Qualität und Vollständigkeit.

656: Alsid:

6. Dezember 2016 um 16:02 Uhr

@635: ohrenzwicker:
>>Die Tagesschau ist eine politische Nachrichtensendung und soll es auch bleiben<<
Nein: Die Tagesschau ist eine Nachrichtensendung und soll es auch bleiben!
Panorama, z. B., ist ein politisches Format und soll es auch bleiben!
„Pointierte und engagierte Berichterstattung“ (Panorama) oder „Stellung beziehen, auch gegen den Zeitgeist“ (Report München) hat durchaus seine Berechtigung, ja ist in den ö/r Medien zur politischen Meinungsbildung geradezu unverzichtbar.
Der interessierte Bürger wird seine Ansichten mit den dort vorgebrachten Meinungen abgleichen und gegebenenfalls korrigieren. Er braucht nicht durch die Hintertür angeleitet werden.

657: Ute:

6. Dezember 2016 um 16:03 Uhr

@ Ladycat (# 650)

Es kann nicht darum gehen, in JEDER Sendung JEDEN Aspekt von so ungefähr JEDEM Thema komplett abzuhandeln. Die Tagesschau verschafft einen Überblick, mehr nicht. Es gab und gibt genügend andere Sendungen – auch in den ARD-Programmen -, in denen sich dann jeder ein umfassendes Bild verschaffen kann, der ein ernsthaftes Interesse dafür mitbringt.

Stellen Sie doch nicht “ältere Leute, welche sich nicht über Internet oder alternative Medien informieren” (Ihr Zitat, Ladycat) als blöd dar! Die werden schon erfasst haben, dass eine Tagesschau nicht die komplette Nachrichtenlage in aller Tiefe darzustellen vermag.

Und ihr niedliches GEZ-Blabla können Sie sich sparen. Wir informierten Tagesschau-Gucker und “junge Leute (danke für das Kompliment!), die sich über das Internet oder andere alternative Medien informieren” wissen, wer warum wieviel GEZ-Beiträge zahlt. Und ich z. B. finde das gut so.

658: Christiane Sende:

6. Dezember 2016 um 16:18 Uhr

@ Ohrenzwicker und Co
Hallo Tagesschau, ich finde diese Idee mit dem Blog ausgezeichnet, da es den Menschen die Möglichkeit gibt, sich über dieses Thema der Nichtberichterstattung meistenteils sachlich öffentlich zu artikulieren. Mit großen Interesse lese ich die Pro und Contra Meinungen um zu lernen und zu verstehen. Aber es käme mir nie in den Sinn jemanden auf Grund seiner mir konträren Meinung anzugreifen und zu diffamieren und zu beschimpfen. Da frage ich mich wirklich was für eine Kinderstube diejenigen genossen haben. Ich finde dadurch ist das Niveau in diesem Blog innerhalb der letzten Stunden erheblich gesunken. Und das was von diesen Kommentatoren als “Dumpfbackengehabe” bezeichnet wird,liefern eben jene seit Stunden hier ab, und gehen damit vollkommen am Thema vorbei. Schade um diesen Blog! Danke nochmal an die Tagesschau!
Christiane Sende

659: ohrenzwicker:

6. Dezember 2016 um 16:34 Uhr

@ 656: Alsid: Der springende Punkt ist, dass sich jeder selbst umfangreich informieren kann und das per Zeitung, Hörfunk, Fernsehen und Internet. Die Tagesschau kann selbstverständlich nur einen kleinen Ausschnitt davon zusammenfassen. Und die Redaktion trifft gemeinsam die Entscheidung, was von den vielen Meldungen Vorrang hat. Die Sendung Brisant hat andere Inhalte. Also jeder hat die Wahl, sich selbst zu informieren.

660: Paettchen:

6. Dezember 2016 um 16:49 Uhr

ich habe ein ganz anderes Anliegen: Maria L. hätte heute ihren 20. Geburtstag gefeiert. Ich habe die Traueranzeige entdeckt, in der die Eltern neben ihrem Schmerz auch Dankbarkeit und Hoffnung zum Ausdruck bringen. Mich hat der Text sehr beeindruckt. Dankbarkeit ist etwas, was dieser Gesellschaft in nahezu allen Schichten ziemlich abhanden gekommen ist – und hier unter dem Hintergrund dieses Verlustes.

Obwohl sie einzelnen Beiträgen nach zum “gut bürgerlichen Spektrum” zugerechnet wurden, engagierten sie sich in der Flüchtlingsarbeit und haben auch auf der Beerdigung ihrer Tochter dafür sammeln lassen.

Warum gibt es bloß nicht mehr solcher Menschen auf dieser Welt, die ihr Licht in die heutige Dunkelheit bringen..?

Vielleicht können wir uns das zum Vorbild machen.
Wenn das jeder in seinem Umfeld respektvoll, achtsam und nicht gleichgültig mit dem Nächsten ist, bekommen wir vielleicht eine Welt, wie Maria sie wollte und setzen ihr Werk fort.

Also an die Arbeit! =)

661: Alsid:

6. Dezember 2016 um 17:20 Uhr

@659: ohrenzwicker:
>> Die Tagesschau kann selbstverständlich nur einen kleinen Ausschnitt davon zusammenfassen. Und die Redaktion trifft gemeinsam die Entscheidung, was von den vielen Meldungen Vorrang hat<>Die Sendung Brisant hat andere Inhalte<<
Sehe ich ebenfalls so. Und solche Sendungen sind wichtige Ergänzungen zu den Nachrichten, die z.B. in der TS objektiv, sachlich und ohne pädagogischen Hintergedanken präsentiert werden (sollten!). Das ist auch jedem klar und somit kein Etikettenschwindel.
PS: Vielen Dank für die diesmal sachliche Reaktion ohne persönliche Beleidigungen und/oder Unterstellungen! Für mich ist dies der letzte Beitrag in diesem Blog: Es ist alles (mehrfach!) gesagt.

662: HOPF L.:

6. Dezember 2016 um 17:22 Uhr

@ 654 Gabriela Es freut mich,daß Sie die ganze Diskussion auf eine andere Ebene stellen.Daß ein
öffentlicher Fernsehsender auch anders die Bevöl-
kerung informieren kann,zeigt der ORF(Österreich.
Man wird vom ORF,über die Vorfälle in den einzelnen Bundesländern in Deutschland bestens informiert.Die Internetnachrichten des ORF.at.,sind das beste Beispiel.Das ORF Fernsehen berichtet
wertneutral.Ich sage mir immer:”Wo ein Wille ist,
dort gibt es auch einen Weg.Das ORF spricht auch
die unbequehmen Wahrheiten an.So heute in den
Internetnachrichten des ORF.at.vom 06.12.2016,
mit der Überschrift:”Vergewaltigung am Prater-
stern Prozess beginnt”.Ich möchte kurz anführen
worum es geht:”Heute müssen sich drei jugendliche
afghanische Flüchtlinge im Wiener Landesgericht
verantworten,weil Sie am 22.April 2016 am Prater-
stern,eine 21 jährige Studentin vergewaltigt
haben sollen”.Das ist kritischer Journalismus,
im Sinne Dr.Peter Scholl-Latour.

663: Angemessen Urteilen:

6. Dezember 2016 um 17:47 Uhr

Berichten wäre gut gewesen, mit Verstand noch besser. So ziemlich feststehen dürfte nur, dass der Täter gefasst worden ist. Angesichts der Tatsache, dass Maria in der Flüchtlingshilfe gearbeitet hat, ist der Mordvorwurf keineswegs das Naheliegendste: gut möglich, dass Täter und Opfer sich kannten. Er von der Schattenseite des Lebens lernt die hübsche, intelligente Maria aus gutem Hause kennen, verliebt sich in sie, wird von ihr zurückgewiesen, da sie nur freundschaftlich handelt, kann die Zurückweisung auf dem Hintergrund einer unreifen Persönlichkeit nicht ertragen und vergewaltigt Maria im Affekt. Ob er sie überhaupt töten wollte, ist ebenfalls fraglich. Bleibt schlimm, ist ein Verbrechen, grausam, aber wäre dann ein menschliches Drama. Festzuhalten ist, dass alle unbedingt ein Monster sehen wollen, wo am Ende auch ein gescheiterter Mensch stehen könnte…Vor solchen Vorverurteilungen sollte man sich fernhalten…

664: Alsid:

6. Dezember 2016 um 17:48 Uhr

@659: ohrenzwicker: KORREKTUR
>>Die Sendung Brisant hat andere Inhalte<<
Sorry, da habe ich nicht genau hingeschaut: Die Sendung Brisant hat nicht zwingend andere Inhalte als z.B. die TS: Die Inhalte können die gleichen sein, wie in den Nachrichten. Aber eben mit dem Unterschied, dass sie über die reine Information hinausgehen und ganz bewusst (eventuell auch überspitzend,provozierend und/oder tendenziös!)zum Nachdenken anregen wollen.
Somit ergänzen sich die beiden Formate in bester Weise. Aber Nachrichten müssen Nachrichten bleiben und nichts weiter!

665: bernd holz:

6. Dezember 2016 um 18:01 Uhr

und berichtet die ts jetzt über den fall in bochum oder ist das auch nur von regionalem interesse?

666: Alsid:

6. Dezember 2016 um 18:34 Uhr

@659: ohrenzwicker:Korrektur, die Zweite.
Natürlich hat “Brisant” größtenteils einen anderen Inhalt als die TS: Boulevard eben, mit dem Ziel “Unterhaltung”, und mit Information eher als Zugabe.
Ich habe meine Korrektur fälschlicherweise auf “Panorama” bezogen. Entschuldigen Sie bitte meine Oberflächlichkeit!

667: Kaludrigkeit:

6. Dezember 2016 um 18:53 Uhr

Morde und andere Gewalttaten werden in der Regel in der lokalen und regionalen Presse ausführlich gewürdigt und es sollte, außer in besonderen Fällen, wie z. B. bei Serienmördern, nicht in der Tagesschau darüber berichtet werden. Wird eine Tat von Migranten begangen, kann dieser Umstand allein keine Berichterstattung durch die Tagesschau rechtfertigen, ansonsten böte sich der Öffentlichkeit ein völlig verzerrtes Bild der Wirklichkeit.

668: hildegrad:

6. Dezember 2016 um 18:55 Uhr

Ich möchte , dass die Tagesschau auch weiterhin gut abwägt über welche Ereignisse in der knapp bemessenen Sendezeit berichtet wird. So tragisch der Mord an der jungen Frau ist, hat der Bericht darüber Platz in den Regionalsendern.
Ich selbst sehe -um mich umfassend zu informieren- beides und lese auch nach diesem System Zeitung.

669: Paettchen:

6. Dezember 2016 um 18:59 Uhr

Ein Hinweis noch zu Köln, weil es immer wieder angeführt wurde: noch in der Pressekonferenz am Montag den 04.01.15 verkündete der -jetzt aus genau dem Grund ehemalige- Polizeipräsident, dass gaaanz bestimmt keine Migranten unter den Tätern waren, nachdem sich zumindest schon das Stattfinden der Übergriffe nicht leugnen ließ. Die ersten Meldungen lauteten ja “friedliche Sylvesternacht, keine besonderen Vorkommnisse…”

Die seriöse Presse konnte im Prinzip auch nur das berichten, was sie aus offiziellen Verlautbarungen (oder aus _sicherer_ Quelle) wußte, eben _weil_ dieses Thema von politischer Brisanz war und man keiner Ente aufliegen wollte. Dann wurde auch umfassend berichtet (mit zahlreichen Sondersendungen). Zwar nicht zeitnah, aber dann eben ausführlich und auch überwiegend sachlich-differenziert.

Erstmals fand dann auch eine Berichtwende statt, nachdem vorher nur die Mär der Facharbeiter mit ihren Kindern und den traurigen, braunen Kulleraugen über die Mattscheiben flimmerte…

670: daniel Brouillon:

6. Dezember 2016 um 19:09 Uhr

Hier “Relevanz” als Argument zu bemühen wirkt angesichts der Tatsache, daß es selbst der Herr Kübelböck und der Gurkenlaster es in die TS geschafft doch eine wenig verwirrend.

671: Karl Werner:

6. Dezember 2016 um 19:20 Uhr

Dieses Verschweigen von Info hat auch den NSU-Mördern geholfen unentdeckt 8 Ausländer zu ermorden!
Ein Sexualmord und seine Aufklärung im eigenen Land ist nicht wichtig genug, um im ÖR zu erscheinen?
Aber der erschossene Polizist in Amerika!
Am schlimmsten find ich, dass nicht über den Fahndungserfolg berichtet wird. Wenn die Erfolge der Ermittlungsbehörden veröffentlicht werden, kann ich auch Vertrauen zu diesen Organen aufbauen.
Kurz zu den Erwähnten “300 Morden”. 2015 wurden 13 (dreizehn) Sexualmorde erfasst. Nicht nach Nationalität aufgeschlüsselt.

672: Helmut B.:

6. Dezember 2016 um 19:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,
Ihrer Argumentation kann ich nicht folgen. Der Mord an der Studentin geht seit seinem furchtbaren Geschehen durch den “Blätterwald” und durch die TV-Berichterstattung. Ja – zunächst musste die ARD darüber nicht berichten. Spätestens aber nachdem der mutmaßliche Täter gefasst wurde, hätten Sie sofort und gerade über seine Herkunft berichten MÜSSEN, da der Mord nun durch die aufgeheizte Stimmung ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden ist. Es war doch klar, dass die Herkunft nun nicht mehr verschwiegen werden kann. Sie hätten WISSEN MÜSSEN, dass der ARD bzw. Ihnen nun Vorwürfe gemacht werden, wenn Sie dies durch ausbleibende Berichterstattung verschweigen. Es nimmt Ihnen niemand ab, dass Ihre Entscheidung nicht in der Herkunft des Tatverdächtigen begründet ist. Sie liefern damit denen Vorschub, die Ihnen Meinungspresse oder gar Lügenpresse vorwerfen! Nur ABSOLUT OFFENE Berichterstattung bei diesem höchst sensiblen Thema kann Vertrauen wiederherstellen.

673: Laszlo Maraz:

6. Dezember 2016 um 20:06 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Gniffke,

danke für die sachliche Begründung. Die bei einigen der KommentatorInnen hier trotzdem nicht angekommen ist. Soll ich jetzt bei jedem Mordfall, über den sie NICHT berichten, empört sein und unterstellen, dass nur deswegen nicht berichtet wurde, weil ein Deutscher/eine Deutsche den Mord verübt hat? Würden Sie sich dadurch quasi erpressen lassen und von nun an über JEDEN Mordfall berichten? Wenn ja, käme gleich der nöchste daher und würde verlangen, dass über jeden Ölunfall auf der Welt berichtet werden muss (sonst: Verdacht auf Kumpanei mit den Ölkonzernen), oder über jeden einzelnen Fahrrdadiebstahl…

Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des Opfers.

Hochachtungsvoll
László Maráz

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