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ARD-aktuell

19. Oktober 2016

Ist die AfD rechtspopulistisch?

Seit kurzem diskutieren eine Menge Leute auf verschiedenen Plattformen eine Äußerung von mir auf dem Evangelischen Medienkongress in der vergangenen Woche. Dabei hatte ich gesagt, dass wir die AfD in der Tagesschau nicht mehr permanent mit dem Attribut “rechtspopulistisch” belegen. Diese Äußerung ist dann hier und da verkürzt wiedergegeben worden wie z.B. “Tagesschau nennt AfD nicht mehr rechtspopulistisch”. Das ist nicht komplett falsch, aber auch nicht wirklich richtig.

Auf dem Evangelischen Medienkongress 2016 habe ich im Rahmen einer Podiumsdiskussion gesagt, dass wir bei ARD-aktuell die AfD nach wie vor für rechtspopulistisch halten. Insofern ist es in unseren Angeboten auch weiterhin korrekt, im Zusammenhang mit der AfD von “rechtspopulistisch” bzw. “Rechtspopulisten” zu sprechen. Dafür gibt es gute Gründe, die auch von anderen Medien und Gesellschaftswissenschaftlern geteilt werden. Allerdings verzichten wir seit einiger Zeit darauf, bei jeder Nennung der AfD das Attribut “rechtspopulistisch” zum Parteinamen hinzuzufügen. Hintergrund dieser Vorgehensweise ist die Tatsache, dass die AfD nicht zuletzt aufgrund der zurückliegenden Landtagswahlen einen solch hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, dass es der permanenten Einordnung durch dieses Attribut nicht mehr bedarf, um den Zuschauerinnen und Zuschauern eine Orientierung zu ermöglichen. Zudem haben Teile unseres Publikums die permanente Nennung der “rechtspopulistischen AfD” als Versuch einer Bevormundung empfunden, der nicht dem Anspruch der Tagesschau entspricht.

Wir stellen also fest, dass es bei einer Formulierung wie “die rechtspopulistische AfD” zwei sehr verschiedene Wahrnehmungen geben kann. Während die einen darin eine inhaltlich korrekte Orientierungshilfe für das Publikum sehen, nehmen es die anderen als einen unangebrachten Versuch der Beeinflussung wahr. Diesen Umstand haben wir in den vergangenen Monaten kritisch reflektiert und uns nun zu dem Verzicht auf die permanente Etikettierung entschlossen. Um aber die Frage aus der Überschrift kurz zu beantworten: Ja, aus unserer Sicht noch immer.

zitat-gniffke

99 Kommentare

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1: Michael den Hoet:

19. Oktober 2016 um 18:30 Uhr

Jeder hat das Recht die AfD für rechtspopulistisch zu halten – oder auch nicht. Aber ein Nachrichten-Journalist hat sich mit wertenden, pauschalen Charakterisierungen tunlichst zurückzuhalten! Gniffke darf sich öfter an das Credo seines großen Vorgänger-Kollegen Hanns Joachim Friedrichs erinnern:

“Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.”

Möglichst umfassende Lieferung von Fakten: Das soll eine Tagesschau-Redaktion leisten. Kommentare sieht dieses Format nicht vor. Der Auftrag ist: den Zuschauer in die Lage versetzen, dass der sich auf Basis guter Information eine eigene Meinug bilden kann. Dafür zahlt er seine Rundfunkgebühr. Ein mündiger Bürger lässt sich höchst ungerne von seinem Dienstleister belehren oder gar erziehen.

Wer eigene Ansichen über die Prinzipien neutraler Berichterstattung stellt, darf sich über zunemendes Misstrauen gegenüber den Medien nicht wundern. PS: Ich wähle NICHT die AfD.

2: Johann:

19. Oktober 2016 um 20:15 Uhr

Ich halte die Bezeichnung “rechtspopulistisch” auch für falsch. Aber au dem Grund, weil es die heutige AfD VERHARMLOST! Das Attribut “rechtspopulistisch” wäre in der Anfangszeit der Partei 2013 bis Mitte 2014 eine Übertreibung gewesen, danach bis Sommer 2015 hätte es gepasst, da sich schon Lucke zunehmend rechtspopulistischer Stimmungsmache bedient hat, ohne jedoch den Boden des Grundgesetzes zu verlassen. Danach allerdings hat sich die Partei klar zu einer rechtsradikalen Partei gewandelt, die sich selbst jetzt sogar als “völkisch” und “deutschnational” bezeichnet, deren führende Vertreter Rassentheorien verbreiten, von der “Volksgemeinschaft” fabulieren, Kontakte zu militanten Neonazis unterhalten, Deutsche wegen ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe abwerten und geistig ausbürgern, deren Abgeordnete antisemitische Hetzschriften verfassen oder – wie gerade erst ein weiterer Abgeordneter aus Ba-Wü – die Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nazis bezweifeln und und und.

3: ohrenzwicker:

19. Oktober 2016 um 21:56 Uhr

Auf Grund vieler Äußerungen und Aktionen von Mitgliedern der AfD denke ich auch, dass diese Partei eine rechtsradikale Partei ist. Sie betreibt gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, ist marktradikal, asozial und antidemokratisch. Daher ist sie für mich grundsätzlich k e i n e Alternative, alter Wein in neuen Schläuchen, das hatten wir schon. Wir brauchen keine Führer, wir brauchen ganz viele unbestechliche Demokraten in den Parlamenten.

4: Arno Nühm:

19. Oktober 2016 um 23:38 Uhr

Wenn die AfD eine rechtspopulistische Partei ist, dann darf sie auch so genannt werden. Aber, liebe ARD, warum nennt Ihr die Partei “Die Linke” dann nicht konsequenter Weise auch linkspopulistisch?

5: Lemec:

20. Oktober 2016 um 00:15 Uhr

Ich stimme “Johann” zu: Die AfD ist nicht rechtspopulistisch, sondern rechtsextrem!

“Zudem haben Teile unseres Publikums die permanente Nennung der “rechtspopulistischen AfD” als Versuch einer Bevormundung empfunden, der nicht dem Anspruch der Tagesschau entspricht.” Seit wann interessiert sich die Tagesschau für die Meinung seiner Zuschauer?
Ich denke z. B. an CETA, TTIP oder auch unkritisches Russland-Bashing…

6: Daniel:

20. Oktober 2016 um 03:24 Uhr

In der Tat handelt es sich bei der AfD nicht mehr nur noch um eine rechtspopulistische, sondern in sehr großen Teilen (gerade von ihrer Führung her) um eine rechtsextreme Partei und sollte von der ARD im Sinne einer gültigen Einordnung in Zukunft auch so benannt werden.
Und das Gefasel von neutraler Berichterstattung kann ich nicht mehr hören, es gibt keine Neutralität, und das ist auch gut so.

7: Bernd Steinert:

20. Oktober 2016 um 07:34 Uhr

Die Begründung von Herrn Gniffke ist der erste Schritt zur Neutralität. – - – Harte Fakten zum Zustand unserer aktuell gelebten Politik zu Deutschland, sind die Gründe welche auch die Bürger ( weit über 1 Million Menschen haben die bisher gewählt !! ) zur AFD getrieben haben. – - – Man muss die Ideen der AFD nicht umfässlich mögen, – ABER es IST die einzige Partei, welche das Christentum in unserem Land noch als mögliche positive Lebensart mit all seinen Werten darstellt. – - – Bei uns in der Gemeinde wurde das Thema neutrale Berichterstattung schön langer vermisst, – man muss dabei schon sehr genau hinhören, wo verwertbare und auch kritische Information zum jeweiligen Thema enthalten ist. – - – Wirkliche Fakten werden immer zur dauerhaften Beeinflussung der Bürger dienen, – somit wird sich hierbei auch die Kultur des zuhörens verbessern.

8: ohrenzwicker:

20. Oktober 2016 um 08:02 Uhr

@ 7: Bernd Steinert: Egal ob Katholiken oder Protestanten, das Christentum ist nicht die einzige Religion hierzulande und jeder Mensch kann an das glauben, was er will. Im Namen Christi wurden auch schon viele Morde begangen, auch daran sollte jeder denken. Der Angriff der (christlichen) NATO-Länder USA und Großbritannien auf den Irak 2003 war ein illegaler Krieg ohne UNO-Mandat, der die Gewaltspirale extrem angetrieben und den IS hervorgebracht hat. Konkret heißt es im Artikel 2 der UN-Charta: „Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.«

9: retlaw16:

20. Oktober 2016 um 08:50 Uhr

Hinweis: ‘populistisch’ ist eine Fremdbezeichnung und keine Selbstbezeichnung von Parteien.
Mir ist sowieso nie klar, was diese Fremdbezeichnung ausdrücken soll.
Das hängt wohl von den Bezeichnern und nicht von den Bezeichneten ab.

10: HG Klüsserath:

20. Oktober 2016 um 09:05 Uhr

“Nach wie vor”, sagte Herr Kniffke, “halte ich die AfD für eine rechtspopulistische Partei.” Sein private Meinung sei ihm unbenommen, aber wen interessiert sie im GEZ-Fernsehen? Mich zum Beispiel nicht.

11: Bernd Steinert:

20. Oktober 2016 um 09:07 Uhr

An den Eintrag von 8: ohrenzwicker: Die Idee meiner Ausführungen hat sich auf unser tägliches Leben in unserem direkten Umfeld bezogen. – - Besonders in den kleineren Gemeinden ist man dort noch sehr christlich im Umgang miteinander. – Die Existenz einer AFD wirkt da eher verwirrend für die Bürger. – - – Gerne zitiere ich hier die Doktrin / Meinung aller anderen Parteien: – ” Die AFD kann man nur mit Fakten entzaubern ” , – darauf warte ich im Moment, – der Anfang ist bereits durch die veränderte Pressearbeit gemacht.

12: Jens Köhler:

20. Oktober 2016 um 09:13 Uhr

AfD hin oder her: Die “tagesschau” hat grundsätzlich überhaupt keine “Wertungen” abzugeben, sondern neutral zu informieren. Leider ist hier seit Jahren der Trend zu erkennen, dass die ARD hier “Meinungen” produziert, anstatt Nachrichten zu publizieren, damit sich der Zuschauer eine eigene Meinung bilden kann. Die “tagesschau” – und die öffentlich-rechtlichen Sender sollen zur öffentlichen Meinungsbildung beitragen – nicht ihre eigenen Meinungen verbreiten. Aber genau das tut die “tagesschau” seit Jahren. Sie, Herr Gniffke, scheinen hier einiges durcheinander zu bringen.

13: ohrenzwicker:

20. Oktober 2016 um 10:39 Uhr

@ 9: retlaw16:->Populistisch: Es handelt es sich um einen spezifischen Politikstil. Populismus ist „kein Substanz-, sondern ein Relationsbegriff“, er kann also nicht aus sich selbst heraus, sondern nur im Verhältnis oder in Abgrenzung zu einem „Anderen“ definiert werden. Um sich zu legitimieren, sprechen populistische Gruppierungen oft direkt den “Mehrheitswillen” an – durch Massenversammlungen, Referenden oder andere Formen der direkten Demokratie –, ohne großes Interesse für Gewaltenteilung oder die Rechte von Minderheiten. Die „Altparteien“ werfen ihnen vor, mit leeren oder unrealistischen Versprechungen Wählerstimmen gewinnen zu wollen, und sagen ihnen dabei oft persönliches Machtstreben, mangelnde Verantwortung für die politische Zukunft des Landes, fehlende Nachhaltigkeit der politischen Ziele und fehlende Lösungen für aktuelle Probleme nach.(Wikipedia)

14: Thomas Weber:

20. Oktober 2016 um 11:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Gniffke,

ich kann Ihnen nur herzlich gratulieren zu diesem Schritt. Man nent auch die LINKSPARTEI nicht dauernd “linkspopulistisch”. Und was ist das überhaupt? Ist es “populistisch” wenn eine Partei das fordert, was ganz Resteuropa mittlerweile macht? Nämlich übergangsweise die Grenzen sichern? Jeder empfindet solche Dinge anders, jeder hat da andere Einstellungen.

Solche Etikettierungen haben definitv nichts in seriösen und zudem öff. rechtlichen Medien zu suchen. Genau solche Dinge waren es, die zu dem pauschalen Ruf “Lügenpresse” geführt haben. Dieser Vorwurf ist einseitig und etikettierend, aber er ist für viele eine Art “Antwort” gewesen.

Das Sie sich zu dem Verzicht entschlossen haben, ehrt Sie. Um das Vertrauen vieler Menschen zurückzugewinnen, ist es jedoch noch ein weiter Weg. Fairness im Umgang, Ehrlichkeit, keine Voreingenommenheit – um alle diese Dinge steht es leider (noch) nicht zum Besten. Aber die Richtung stimmt jetzt zumindest….

15: Thomas Weber:

20. Oktober 2016 um 11:21 Uhr

@ Michael den Hoet, Johann, Daniel:

Was für eine Demokratie wollen wir? In dem nur noch linke Parteien und Parteien der Mitte als legitim gelten? In dem ich “Grenzen auf für alle” rufen muss, um noch als Demokrat zu gelten? Ich erinnere daran, dass der Verfassungsschutzpräsident Maaßen ausdrücklich und mehrfach bestätigt hat das die AfD NICHT rechtsextrem ist und daher nicht beobachtet wird. Auch die Ausfälle Einzelner ändern daran zum Glück nichts. Sonst wäre unsere Demokratie am Ende.

Nach Ihren Etikettierungen wären 49,8% der Österreichen rechtsextrem, weil sie Herrn Hofer gewählt haben. Glauben Sie das wirklich?

16: Herr Neumann:

20. Oktober 2016 um 11:28 Uhr

Grundsätzlich sind ARD und ZDF zu neutraler Berichterstattung verpflichtet. Das ständig verwendete Attribut “rechtspopulistisch” verstößt aber eindeutig gegen diese Verpflichtung, es ist politisch motivierte Meinungsäußerung. Habe nie verstanden warum die Medien dann nicht auch von “linkspopulistisch” sprechen wenn es um die Grünen oder die Linkspartei geht!

17: Boris Meinke:

20. Oktober 2016 um 11:39 Uhr

Wenn jezt selbst die AfD trotz zahlreicher Antidemokratischer exzesse nicht mal mehr als rechts bezeichnen darf, was darf man denn dann überhaupt noch sagen? Dank dieser Partei brennen in Sachsen jede nacht Asylanten Heime und selbsternannte Reichsbürger schießen unsere Polizisten über den haufen. Aber hauptsache die Tagesschau ist malwieder schön politisch Korrekt. Da kann man als normaler Bürger des mittleren Politischen Spektrums nur noch verwundert den Kopf schütteln.

18: Kurt Weller:

20. Oktober 2016 um 12:40 Uhr

Ich sehe in der dauernden, wie auch in der gelegentlichen Nennung “rechtspopulistisch” vor dem Namen AfD eine Form der Diskreminierung.
Andere in Parlamanten vertretene Parteien bekommen von den Redakteuren auch kein Adjektiv vor dem Namen verpasst.
Die Nennung eines solchen bei der AfD sagt weniger etwas über die AfD, als mehr etwas über die Ablehnung der AfD durch die ARD-Aktuell Redakteure, sprich deen politische Einstellung, aus!

19: Bernd Holstenbek:

20. Oktober 2016 um 13:16 Uhr

Ich finde das Weglassen nicht OK. Es zeigt eine gewisse Gewöhnung, die letztendlich zu einer Akzeptanz der AfD führen kann. Die AfD darf nicht wie eine normale Partei behandelt werden.

Frau Petry hat diesen Blogpost ja schon als Erfolg für sich und die Partei verbucht.

20: Augustgoethe:

20. Oktober 2016 um 13:59 Uhr

Was ist da los? Späte Einsicht in die normative Kraft des Faktischen? Die private Meinung ist völlig unwichtig, Herr Kniffke solte sie nur strikt aus seiner Arbeit raushalten. Davon bin ich bei der ARD nicht überzeugt!

21: Felix Palmen:

20. Oktober 2016 um 15:49 Uhr

Ob die AfD rechtspopulistisch ist oder gar rechtsradikal, das ist mir mittlerweile völlig egal, da sie für mich unwählbar ist. Als in der Griechenland-Frage noch keine vollendeten Tatsachen geschaffen waren und ein Herr Lucke sich deutlich mehr dafür interessierte als für “typisch rechte” Themen war das noch anders. Damals empfand ich die Etikettierung als unangebracht, und wer weiß, wie weit sie zu der (meiner Meinung nach äußerst unschönen) Entwicklung dieser Partei beigetragen hat. Die neue Haltung begrüße ich sehr; auch inklusive der in der Sache unveränderten Meinung. Schade, dass die Diskussion nicht ein paar Jahre früher geführt wurde.

22: Simon:

20. Oktober 2016 um 16:07 Uhr

“Zudem haben Teile unseres Publikums die permanente Nennung der “rechtspopulistischen AfD” als Versuch einer Bevormundung empfunden, der nicht dem Anspruch der Tagesschau entspricht.”

Das ist ja toll! Ehrlich gesagt hat ein Nachrichtenmagazin überhaupt keine wetrnden “Labels” zu vergeben – jedenfalls nicht außerhalb von als solchen gekennzeichneten Kommentaren.

Ist diese neue “selbstauferlgete” Regelung aber auch allgemeingültig? Was ist z.B. mit der “radikal islamischen Hammas” oder dem “sogenannten IS”?

23: Holger Kaczmarek:

20. Oktober 2016 um 16:26 Uhr

Mehr muss man gar nicht sagen:
http://hpd.de/artikel/rechtsextremismus-rechtsradikalismus-rechtspopulismus-12738
Die Kommentare die ich hier z. T. lese sind doch sehr emotional gefärbt.Wir sollte sachlich bleiben. Herr van Hoet hat da schon im ersten Kommentar das richtig angesprochen:”…man darf sich als Journalist nicht mit einer Sache gemein machen.” Es geht um eine objektive, neutrale Berichterstattung und nicht um einen wertenden Beitrag. Leider kommentieren die Berichterstatter und Moderatoren heute nur noch und verquasten einen neutral gedachten Beitrag zu einer politisch motivierten Meinungsäußerung. Das ist leider falsch und nicht im Sinne einer freien öffentlichen Berichterstattung. Komischerweise wird es von allen “journalistischen” Gremien geduldet….

24: Herr Schwarzer:

20. Oktober 2016 um 16:26 Uhr

Nach meiner Beobachtung ist die AfD nicht so weit rechts wie die Linke links ist. Bei der Linken gibt es Kommunisten auf hohen Positionen, es gibt die Kommunistische Plattform, die Partei wurde lange vom Verfassungsschutz beobachtet. Da ist die AfD wohl näher an der Mitte, vom Verfassungsschutz wird sie nicht beobachtet. Eher ist die AfD das rechte Pendant zu den linken Grünen.

Selbst Stegner von der SPD hat im Fernsehen betont, dass er Gauland nicht für rechtsextrem hält, dass die Partei aber rechtsextreme Wähler anziehe. Das kann man ambivalent beurteilen. Es war auch immer Ziel der CDU/CSU, den rechten Rand an sich zu binden, damit rechts von ihr keine Partei entsteht. Nachdem Merkel die CDU ins Beliebige transformiert hat, übernimmt diese Rolle jetzt wohl die AfD.

Die AfD vertritt im Übrigen Ansichten, die derzeit fast alle anderen Länder Europas auch vertreten: Grenzschutz, Stop illegaler Einwanderung, Ausweisung krimineller Ausländer, Schutz vor islamischem Terror usw.

25: Martin Wehlan:

20. Oktober 2016 um 16:32 Uhr

Eine Partei ist dann populistisch, wenn sie versucht, geltendes Recht durch einen vermuteten “Volkswillen” zu ändern, beispielsweise die Todesstrafe wieder einzuführen, wenn es einen besonders abscheulichen Mord gegeben hat. Nun setzt sich die AfD für die Einhaltung der Maastricht-Kriterien beim € ein oder für die Einhaltung des Art. 16a GG beim Asylrecht. Sind nicht eher die Parteien populistisch, die meinen, geltendes Recht aushebeln zu müssen weil dies “alternativlos” sei und einer vermuteten Mehrheitsmeinung entspricht ?

26: Daleimoc:

20. Oktober 2016 um 16:34 Uhr

Alles schön gefiltert von der Redaktion?
Hier haut man auf die AFD ein teilweise wird sie extrem genannt nur weil Merkels CDU den Linksextremen Kurs eingeschlagen hat und Ihr die Wähler extrem von der Fahne gehen.
Fakt ist das Sie keinen Auftrag der Regierung für Ihr Tun hat,soetwas nennt man Diktatur noch Fragen.
Also wird die AFD 2017 die 20 % locker erreichen und Merkels Club 22% ergattern können.Warum wohl ?

27: bitterepille:

20. Oktober 2016 um 16:36 Uhr

@ Arno Nühm

“Wenn die AfD eine rechtspopulistische Partei ist, dann darf sie auch so genannt werden.”

Ja, darf sie, muss sie aber nicht. Es wäre auch nicht ganz präzise, die AfD ist in weiten Teilen inzwischen eine rechtsradikale Partei. Rechtspopulistisch ist die CSU, und der Teil der CDU um de Maiziere. Das sollte man schon auseinanderhalten.

“Aber, liebe ARD, warum nennt Ihr die Partei “Die Linke” dann nicht konsequenter Weise auch linkspopulistisch?”

Weil es so einfach nicht ist.

Populisten geben einfache, aber in aller Regel falsche Antworten auf komplexe Fragen. Antworten, die denkfaule oder ungebildete Leute gerne glauben. Weil es einfach ist, weil man selber nicht handeln muss, und weil man sich dann so schön als unschuldiges Opfer fühlen kann, selbst, wenn man eigentlich Täter ist. Das tun CDU, CSU, SPD und große Teile der Grünen.

Rechtspopulisten tun genau dasselbe. Nur ist deren einfache Antwort immer: “Der Ausländer ist schuld!”

28: Neiner Jaha:

20. Oktober 2016 um 16:37 Uhr

Die afD ist rechtsextremistisch, daher ist es richtig den Begriff “rechtspopulistisch” weg zu lassen.

29: Peter:

20. Oktober 2016 um 16:38 Uhr

Mir ist es eigentlich schön langsam egal diese Bezeichnung. Das Wort ist durch die häufige Nutzung verbraucht und hat keine Wirkung mehr. Ich bilde mir meine Meinung einfach indem ich die derzeitige Politik mit einem gewissen Realitätssinn beobachte und daraus meine Schlüsse ziehe und danach mein Wahlverhalten gestalte.

30: Tutgut77:

20. Oktober 2016 um 16:38 Uhr


Das rechtsextreme Weltbild ist gekennzeichnet durch Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, völkische Ideologie, Antisemitismus, Geschichtsklitterung, einhergehend mit der Verherrlichung des NS-Regimes und Relativierung bis zur Leugnung des Holocaust, Diffamierung und Ablehnung des demokratischen Rechtsstaats und seiner Institutionen. Nach einer Definition des Bundesverfassungsschutzes ist ”Rechtsextremismus in Deutschland nicht ideologisch homogen. Eine Überbewertung ethnischer Zugehörigkeit und eine gegen den Gleichheitsgrundsatz gerichtete Fremdenfeindlichkeit sind allerdings bei allen Rechtsextremisten festzustellen.”

Rechtsextremistische Ideologie ist mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar!

Quelle:www.bpb.de

31: K. F. Mertens:

20. Oktober 2016 um 16:44 Uhr

Rechtsradikal wäre noch besser als rechtspopulistisch. Der grundsätzliche Verzicht auf solche Attribute erscheint mir jedoch mit journalistischen Kriterien unvereinbar zu sein. Denn die AfD giert nach Anerkennung, will als normal erscheinen – trotz ihres fremdenfeindlichen, rassistischen und ständestaatlichen Programms. Kai Gniffke sollte einmal Victor Klemperers “LTI” lesen (Manipulation durch Sprache). Ich kann ihm auch gern eine Auswahl jener anonymen Schmäh- und Drohbriefe zusenden, die mich seit zwei Monaten erreichen. Sämtliche Pamphlete weisen Lobeshymnen auf AfD und Pegida auf.

32: Jens:

20. Oktober 2016 um 16:46 Uhr

Dann fordere ich aber auch eine Einstufung für die anderen Parteien. Die linkspopulistische Linke, die deutschfeindlichen Grünen, die neue sozialdemokratische CDU und die ehemalige Volkspartei SPD!

33: Mona Civis:

20. Oktober 2016 um 16:47 Uhr

Eine völlig unnütze Diskussion. Wenn diese Webdefinition zutrifft:

[Populismus bezeichnet eine um „Nähe zum Volk“ bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ressentiments, Ängste, Hoffnung und aktuelle Konflikte ausdrückt oder instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt.]

sind alle Parteipolitiker mehr oder weniger Populisten. Der Begriff Populismus wird zunehmend als Kampfbegriff zur Verunglimpfung und Meinungsmache missbraucht.

Die Nähe zum Volk und eine Politik zum Wohle des Volkes ist für verantwortliche Politiker Verpflichtung (Amtseid) und kein Populismus im negativen Sinne.

@1: Michael den Hoet, ich stimme zu,

leider ist der Qualitätsjournalist heute schon die Ausnahme. Die Journaille, die Meinungsmache, ist selbst bei den öffentlich rechtlichen Medien mit gesetzlichem Auftrag und staatlich sanktionierter Zwangsfinanzierung verbreitet festzustellen.

34: bitterepille:

20. Oktober 2016 um 16:48 Uhr

@ 4: Arno Nühm:

“warum nennt Ihr .. “Die Linke” dann nicht … auch linkspopulistisch?”

Weil die Linkspartei ziemlich genau das Gegenteil von “populistisch” ist.

Sie spricht unangenehme Wahrheiten aus, wird dafür jahrelang in der Presse und jeder Talkshow abgewatscht, kommt mit Glück mal über 5%-Hürde…

Und ein paar Jahre später stellt sich mit schöner Regelmäßigkeit raus, dass sie recht hatte.

Schauen Sie mal (auf youtube z.B.), was Gysi 1998 zur Einführung des Euro gesagt hat.
- spaltet die EU in Euroländer und andere. Check
- Verstärkt deutsche Exporte auf Kosten von Spanien, Portugal und anderen. Ruiniert deren Wirtschaft, und gefährdet den EU-Zusammenhalt. Check
- Undemokratische Strukturen in der EU begünstigen nationale und nationalistische Bewegungen. Nicht nur in D. Check

Gleiches gilt für die Renten (Blüm) und den Mindestlohn (Lafontaine)

Aber die wenigsten mögen halt komplizierte Erklärungen, wenn man auch einfach sagen kann, die Ausländer seien schuld.

35: imiacor:

20. Oktober 2016 um 16:50 Uhr

Die Tagesschau ist voll von wertender Sprache, so dick aufgetragen dass klar ist, “falsche Wertungen” müssen bei den Zuschauern/Lesern um jeden Preis unterdrückt werden. Jahrelang wurde die PDS und später auch noch die Linke nicht genannt, ohne sie als “SED-Nachfolgepartei” zu markieren, damit klar ist, das sind die Bösen. Bei missliebigen Machthabern, egal wie legitim an die Macht gekommen (Putin, Assad) wird regelmässig das Attribut “Regime” benutzt. Die Tagesschau macht Propaganda, so einfach ist das. Und dass sie das jetzt ausgerechnet und nur bei der AfD bleiben lässt, lässt eher vermuten dass deren Normalisierung vorbereitet werden soll. Der “mainstream” ist halt gern auf einem Auge blind.

36: boesermann:

20. Oktober 2016 um 16:50 Uhr

richtig, die afd ist nicht rechtspopulistisch sondern rechtsextrem! die afd ist wegbereiterin für angriffe auf flüchtlinge, auf asylunterkünfte, sie hat ein rechtes frauenbild, hetzt gegen schwule, sie nennt politiker anderer parteien lügner, diffamiert presse/medien als lügenpresse – hat man bei den nazis alles schon einmal erlebt. aber keine angst, die afd hat von den behörden deutschlands nichts zu befürchten, denn rechtes gedanken”gut” darf ungehindert geäussert und verbreitet werden…

37: Sandra Schubert:

20. Oktober 2016 um 16:52 Uhr

Was Herr Gniffke und das Tagesschau-Team von der AfD, vom Papst oder Lady Gaga halten, ist völlig irrelevant und das steht Ihnen frei. In einer öffentlichen Nachrichtensendung habe solche Meinungen oder Attribute nichts zu suchen. Die ARD soll informieren, wahrheitsgemäss und neutral, und nicht politisch erziehen. In einer Demokratie sind Standpunkte links, Mitte, rechts erlaubt und zuunächst gleichberechtigt. Es zahlen ja auch alle GEZ.
Eine personelle Erneuerung von ARD und ZDF mit unbelasteten Personen ist dringend nötig.

38: Freigeist:

20. Oktober 2016 um 16:53 Uhr

Für mich ein schlimmer rechter Haufen mit kruden Ideen deren tatsächliche Umsetzung zu einem Zusammenbruch unserer Demokratie und Wirtschaft führen würde.

39: Karl Heinz:

20. Oktober 2016 um 16:56 Uhr

Herr Gniffke redet sich mal wieder heraus. Seit einiger Zeit ist in allen Medien zu beobachten, dass versucht wird die AfD Hoffähig und damit Koalitionsfähig zu quasseln. Denn die AfD ist die Partei, mit der der Neoliberalismus in der BRD auf die Spitze getrieben werden kann. Da hilft es auch nicht, wenn Herr Gniffke sich jetzt quasi dafür entschuldigt, dass das Übel nicht mehr beim Namen genannt wird.

40: Katharer:

20. Oktober 2016 um 16:58 Uhr

Es spricht überhaupt nichts dagegen die AFD rechtspopulistisch zu nennen.
Dann bitte aber auch die Linke Linkspopulistisch oder Linksextreme nennen.
Die Grünen Demagogisch, Weltfremd, Deuschlandfeindlich
usw.

41: Herr Schwarzer:

20. Oktober 2016 um 17:05 Uhr

@bitterepille

und Linkspopulisten tun auch genau dasselbe: einfache Antworten auf schwierige Fragen geben, wie z.B. “Alle Banken verstaatlichen!” oder “Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr, egal was in der Welt passiert!”

Nach Ihrer Definition wäre übrigens ganz Europa rechtspopulistisch bis rechtsextrem, denn die EU arbeitet derzeit unter Hochdruck an der Lösung der Probleme, wo die AfD bereits seit einem Jahr die Finger in die Wunde legt und genau diese Lösungen fordert.

42: Martin K.:

20. Oktober 2016 um 17:08 Uhr

Attribute wie z.B. “rechtspopulistisch” werden i.d.R. zur Verunglimpfung benutzt. Es wird aber vor allem als diskriminierend empfunden. Somit stellen sich die jenigen, die diese Worte benutzen, auf die selbe Stufe wie die, an die der Verwurf gerichtet ist.

43: Ren:

20. Oktober 2016 um 17:08 Uhr

Achtung! Nicht die AFD verhält sich populistisch oder extrem sondern einige ihrer Mitglieder äußern sich öffentlich nicht gemäß dem AFD-Parteiprogramm. Ahnliches Verhalten sieht man auch regelmäßig bei Mitgliedern anderer Parteien. Das AFD-Programm steht für eine etwas andere Politik als die der inzwischen nach links abdriftenden Großen Koalition. In der GroKo geht daher die Angst um und sieht ihre Wähler im bürgerlichen Lager mit Recht schwinden.
Die etablierten Parteien verhalten sich undemokratisch, wenn sie sich nicht angemessen und ernsthaft mit neuen verfassungskonformen Parteien auseinandersetzen. Millionen bürgerliche Wähler darf man nicht ignorieren, da machen sie wohl selber etwas falsch, was die AFD nur weiter stärkt. Selbiges gilt für die Medien, die sich an einer undemokratischen Meinungsbildung beteiligen (Stichwort Lügenpresse). Es ist nur richtig wenn man diesen Fehler nun erkennt und korrigiert.

44: Katharer:

20. Oktober 2016 um 17:17 Uhr

bitterepille: 20. Oktober 2016 um 16:48 Uhr
@ 4: Arno Nühm:
“warum nennt Ihr .. “Die Linke” dann nicht … auch linkspopulistisch?”
Weil die Linkspartei ziemlich genau das Gegenteil von “populistisch” ist.
Sie spricht unangenehme Wahrheiten aus, wird dafür jahrelang in der Presse und jeder Talkshow abgewatscht, kommt mit Glück mal über 5%-Hürde…
Und ein paar Jahre später stellt sich mit schöner Regelmäßigkeit raus, dass sie recht hatte.


@ bitterpille
Mehrere Linke Politiker haben nach den Wahlsiegen der AFD selber gesagt das die Linke populistisch ist und jetzt dennRang von der AFD abgelaufen bekommt.
Das mit den bewahrheiten stimmt. Sowohl für die Linke als auch AFD
Immer mehr was die AFD sagte bewahrheitet sich.
Immer mehr Positionen der AFD werden von den Altparteien übernommen.
Interessanterweise in vielen Ländern um uns herum schon umgesetzt.
Die AFD bricht mit vielen politisch Inkorrekten und daher kommt es zum Aufschrei. Nachdem dieser verklingt werden Positione

45: Johannes Richard:

20. Oktober 2016 um 17:23 Uhr

Ist das nun dreist oder dumm? “Orientierungshilfe” ist die orwellesche Umschreibung für einseitig subjektiv und manipulativ. Die Tagesschau sollte informieren, “Orientierung” passt eher zur aktuellen Kamera oder Russia Today. Das was Sie aber nicht verstehen, ist, wie abstossend diese “Orientierungshilfe” auch dann ist, wenn sie, wie bei AfD inhaltlich richtig ist. Ein Armutszeugnis für eine Nachrichtensendung. Btw: Ich habe mich gerade in letzter Zeit öfters gefragt, warum die CSU nicht mit einem gleichen Adjektiv versehen wurde. Da sei der Parteieinfluss in den Rundfunkräten vor…

46: Der Wolf:

20. Oktober 2016 um 17:31 Uhr

Gibt es auch “Linkspopulisten”? Oder “Nichtpopulisten”? Oder “Nach der Wahl ist nicht vor der Wahl-Versprecher”? Na klar, gibt es. Es gibt auch Märchenerzähler, Auf ein Wahlwunder hoffende, nach jeder Landtagswahl erschütterte und bald auch nur noch müde belächelte Personen.

47: Michael S.:

20. Oktober 2016 um 17:32 Uhr

Zitat:
abgesehen davon, dass diese “Teile” sich vermutlich überwiegend aus Wählern/Anhängern der mindestens rechtspopulistischen AFD (und schlimmeres) zusammensetzen und ganz zu schweigen davon, dass ARD etc. von diesen überwiegend als “Lügenpresse” (sic!) betitelt werden…
gestiegener Bekanntheitsgrad (auch Dank regelmässiger Einladungen der Spitzen von AFD etc. zu Talkshows) und steigende Wählerzahlen heisst noch lange nicht unpopulistisch und/oder verfasssungs- oder demokratiefreundlich.
PS (in Sachen GEZ): wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass private Sender sich nicht duch deren Zuschauer (Kosten für Werbung finden sich in den Preisen im Laden) oder den “Auftraggebern” von Dokus etc. finanzieren?
BVerfG 1961: … Medien sind auch ein Faktor der öffentlichen Meinungsbildung, an der sie aktiv teilnehmen, mit eigenen politischen Positionen …

48: Davian:

20. Oktober 2016 um 17:48 Uhr

Ganz egal ob Medien, Politiker oder normaler Bürger, wir dürfen den Rechten keinen Zentimeter nachgeben. Wenn wir uns bei Faschisten neutral verhalten müssen, dann haben wir aus unserer Geschichte nichts gelernt. Und für die ganz Schlauen: Kommunisten wollen die Gleichheit aller Bürger, Faschisten wollen alle, die anders sind, unterdrücken. Links und rechts gleich zu behandeln, tut nicht nur im Straßenverkehr weh.

49: Herr Schwarzer:

20. Oktober 2016 um 17:55 Uhr

@boesermann:

Von Angriffen der AfD auf Asylunterkünfte ist mir nichts bekannt. Es sind wohl eher Leute der NPD, die das machen.

Bei der AfD ist die Parteivorsitzende eine Mutter von vier Kindern, und die Berliner Landesvorsitzende ist auch eine Frau. Spricht eher für eine modernes Frauenbild. Bei der SPD dominieren dagegen Männer (Gabriel, Oppermann, Steinmeier, Schulz), und bei der CDU und den Grünen hat es bislang nur zu einer Frau an der Spitze gereicht, die nicht Familie und Karriere miteinander vereinbaren muss.

Die AfD hetzt gegen Schwule? Haben Sie irgendeinen Beleg dafür? Warum gibt es in der AfD eine Schwulenarbeitsgruppe, wenn die Partei angeblich gegen Schwule hetzt?

Wie kann die AfD rechtsradikal sein, wenn im Vorstand der Partei in SH ein Afrikaner aus Benin sitzt?

Die AfD nennt andere Parteien Lügner? Tun das nicht alle Parteien? Das Wort Lügenpresse haben schon die Altlinken benutzt, vor allem gegen die Springer-Presse.

50: nkor:

20. Oktober 2016 um 18:03 Uhr

“Rechtspopulistisch” heißt übersetzt “konservativ”. Die meisten Deutschen assoziieren mit dem Begriff “rechtspopulistisch” allerdings etwas anderes. Sie denken automatisch an Nazis und Schläger. Linksgerichtete Menschen benutzen meiner Meinung nach gezielt diese emotionale Bedeutung des Wortes, um Stimmung zu machen: Die Begriffswahl ist absolut zutreffen, nur verbindet man mit dem Begriff etwas Negatives. Man könnte die AFD auch “asylkritisch” nennen. Dieser Begriff wirkt auf viele Menschen allerdings eher positiv und würde daher niemals von AFD-Kritikern verwendet werden – wahrscheinlich auch nie von der Tagesschau.

51: Realzyniker:

20. Oktober 2016 um 18:05 Uhr

@ Bitterpille (34) Zu ihrem Beispiel mit Gysis Euroablehnung: Das war doch auch Populismus pur. Hat halt beim Wahlvolk nicht gezogen. Unterscheiden Sie da nicht eher zwischen gutem (Linken) und bösem Populismus? Zur afd: ich halte sie für populisfisch und radikal.

52: Herr Müller:

20. Oktober 2016 um 18:08 Uhr

Wenn ich mir diese Bandbreite an Kommentaren durchlese, stelle ich fest: Die Tagesschau hat alles richtig gemacht.
Wieder mal.

53: Camillo Pötzsch:

20. Oktober 2016 um 18:09 Uhr

Es ist endlich an der Zeit, die Politiker daran zu messen, für was diese stehen und nicht die Parteien pauschal zu beurteilen. Gabriel für CETA, Dobrindt für VW, Frau Merkel für was? In allen Parteien gibt es inzwischen undemokratische Anwandelungen und bald niemand versteht – für was diese eigentlich sind. So betrachtet, sollte die ARD uns Bürger umfassend über das Handeln unserer Politiker informieren und uns keine pauschalen Ansichten vermitteln. Mit dem Herumreden werden keine Gesetze oder Tatsachen vollbracht – wohl aber mit dem Handeln und Entscheiden und letzendlich mit den rechtsgültigen Unterschriften unserer “Machthaber”.

54: Uwe Kronfeld:

20. Oktober 2016 um 18:13 Uhr

Als Populisten bezeichne ich Leute, die dem/den Anderen “nach dem Munde reden”, das sagen, was die Anderen hören wollen. Hierbei muss das Gesagte nicht unbedingt die Meinung des Sprechers darstellen, sondern er kann damit zum Beispiel Massen mobilisieren und sie so zur Selbstdarstellung miss-/gebrauchen. Der Populist kann somit Meinungen der Zuhörer, die diese nicht öffentlich äußern, weil sie gesellschaftlich tabu sind, “zementieren” und so eigentlich unmöglichen Strömungen den Weg in die Öffentlichkeit ebnen und sie scheinbar legitimieren! Populisten verfolgen stringent ihre persönlichen (politischen)Ziele unter Zuhilfenahme -und dann mit “Rückendeckung”- der jubelnden Menge. Sie jubelt, weil:”Endlich spricht mal jemand aus, was wir denken. Sonst dürfen wir unsere Meinung ja nicht sagen!” Ergo: Populisten, egal welcher Couleur, sind eine Gefahr und keineswegs harmlos! Und da ist es ganz egal, ob man sie so nennt oder nicht! Höcke, Petry und deren Gefolge sind brandgefährlich!

55: w.n.muenchen:

20. Oktober 2016 um 18:27 Uhr

Natürlich ist die `AfD` “rechtspopulistisch”, genauso wie `Die Linke` oder `SPD` “linkspopulistisch” sind. Die mentale Schieflage oder einseitige Propaganda bei Linksintellektuellen beginnt dann, wenn sie nur das Erste kennen und in Pawlow`scher Manier flugs mit “braun” oder “rassistisch” gleichsetzen. Ebenso könnte man bei “Linkspopulisten” Grundhaltungen des mörderischen Bolschewismus nachweisen.

Alle sollten sich wenigstens in `Wikipedia` kundig machen. Hier wird “Links- und Rechtspopulismus” neutral und gleichwertig beschrieben.

56: Mediator:

20. Oktober 2016 um 18:39 Uhr

Für mich persönlich ist die AfD eine rechtspopulistische Partei. Dies ergibt sich für mich klar aus dem Vergleich ihrer Poistionen und ihres Auftretens mit den Kriterien für Populismus.

Eine Nachrichtensendung sollte aus meiner Sicht durchaus darüber informieren. Die dauernde Benennung der AfD als rechtspopulistische Partei halte ich auch nicht für zielführend, da die AfD daraus aktuell nur Kapital schlägt. Viele Menschen empfinden es heute leider wieder als normal rassistische oder rechtsradikale Gedanken öffentlich zu äußern.

Ich fürchte, dass man statt des für klar ddenkende Menschen prägnanten Begriffs “rechtspopulistisch” vermehrt dessen Bedeutung erklären muss, damit die Menschen erkennen, dass Populismus keine Alternative und gangbare Form der Politik ist, sondern lediglich eine alternative Methode zur Machtergreifung.

57: Markus:

20. Oktober 2016 um 18:41 Uhr

Ich denke nicht, dass es sich um Meinungsmache handelt, wenn man von Populismus spricht. Populismus bedeutet die Ablehnung von Eliten, Identifikation mit dem einfachen Volk, Betonung der Moral, Personalisierung der Politik und vieles mehr. Und das trifft alles auf die AFD zu. Rechts passt auch, da sich die AFD nunmal rechts im Parteienspektrum steht. Wozu die Aufregung? Ich finde Populismus nicht gut, aber es gibt Menschen die das tun und die dürfen das auch. Man muss sich nur gefallen lassen, dass man dann auch so genannt wird.

Und die Linke oder die Grünen sind in Teilen populistisch, aber nicht als Partei (mehrere Parteispitzen, den Grünen vorzuwerfen sie würden sich mit dem einfachen Volk identifizieren ist sich ein Witz und noch vieles mehr).

Daher liebe AFDler und deren Versteher: ihr findet Populismus gut, steht dazu. Ihr solltet aber auch wissen, dass bisher noch keine Partei mit einem solchen Programm echte Lösungen für politische Probleme anbieten kann.

58: Benjamin:

20. Oktober 2016 um 19:09 Uhr

Endlich! Endlich hat die tagesschau auch mal etwas kapiert. Danke! Im uebrigen ich halte die AFD nicht fuer rechtspopulistisch sondern rechts national konservativ. Und genau deshalb waehle ich sie.

59: Maria A.:

20. Oktober 2016 um 19:11 Uhr

Ich glaube eher nicht. Könnte es sein, dass dies heutzutage als reine Ansichtssache anzusehen ist? Wenn es die Medien seit Monaten für unumgänglich halten, die AfD in ihrer Berichterstattung mit dem Adjektiv “rechtspopulistisch” zu kennzeichnen, dann dürfte es also zukünftig gängig werden dürfen, die Medien unserem Empfinden nach nur noch als “linkslastige Medien” zu benennen.

60: C. K.:

20. Oktober 2016 um 19:12 Uhr

@HG Klüsserath (10): Ich würde die Bewertung als “rechtspopulistisch” nicht vorschnell zur Privatmeinung erklären. Sie basiert offensichtlich auf einem gewissen Konsens verschiedenster Akteure, sei es innerhalb der Redaktion, aber auch Medien-übergreifend.

@Jens Köhler (12), Herr Neumann (16), Simon (22) u.ä.:
Ich kann den Wunsch nach “Neutralität” ja verstehen. Wertungsfreiheit ist aber kaum möglich, es sei denn, man möchte quasi inhaltsfreie Nachrichten produzieren.
Alleine die Auswahl jener Nachrichten, die gesendet werden, enthält eine nicht sichtbare Wertung: das ist im Gegensatz zu anderen, von dem wir erstmal gar nichts erfahren, wichtig.
Insofern liegt die Kunst vielleicht eher darin, unterschiedlichen Bewertungsmaßstäben gerecht zu werden bzw. verschiedene Meinungen und Wertungen auch in der Berichterstattung zu zeigen (Pluralismus!).

Mit einem Zwinkern frage ich an dieser Stelle, ob das diejenigen, die mit der AfD sympathisieren, wohl auch so sehen und gut heißen können.

61: bitterepille:

20. Oktober 2016 um 19:38 Uhr

@ 51, Realzyniker

Nein, das war eben nicht “Populismus pur”, sondern eine gründliche Analyse der Risiken. In einer Zeit, in der fast alle den Euro wollten, hat Gysi davor gewarnt, dass eine Gemeinschaftswährung ohne gemeinsame Steuergesetze und vergleichbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit die schwächeren Länder “verostdeutschen” würde. Schaut man sich heute die Situation in Spanien und Griechenland an, ist das sogar noch ein Euphemismus.

Merke: Nicht alles, was gegen die vorherrschende Meinung gesagt wird, ist Populismus.

@ 44

Diehe oben. Und: Nein, die AfD wird nicht recht behalten. Ich erkläre Ihnen gerne in 337 Zeichen, warum:

Bankenrettung und Steuerhinterziehung/vermeidung alleine kosten Deutschland deutlich über 200 Mrd. im Jahr. Die Wirtschaftspolitik der AfD würde diese Summe drastisch erhöhen.

Die Flüchtlinge kosten Deutschland rund 30 Mrd. im Jahr. Die Flüchtlingspolitik der AfD würde diese Summe drastisch senken.

Bei der Linken wäre es andersherum.

62: Stefan G:

20. Oktober 2016 um 19:46 Uhr

Die AfD für rechtspopulistisch zu halten (oder nicht) ist eine private Meinung und Bewertung, die sich jeder erlauben darf. Ich persönlich finde sie zu kurz gegriffen, zu pauschal und viel zu indifferenziert, der heutigen AfD wird sie nicht mehr gerecht. Allgemein stelle ich die Notwendigkeit ohnehin in Frage – wenn diese Wertung faktisch untermauert ist, ist sie wörtlich nicht mehr nötig. Seriöse Nachrichtenformate wie etwa die Tagesschau haben sich mit pauschal wertenden Begriffen zurückzuhalten! Bzw. alle anderen (in diesem Fall) Parteinamen ebenso mit wertenden Begriffen zu flankieren, also die CSU ebenso als rechtspopulistisch, die Grünen als wertkonservativ, die SPD als sich-nach-dem-Wind-biegend… Gerade die überflüssige und inflationäre Nutzung von solchen Begriffen, schnell als diskriminierend, als abstempelnd verstanden, persönliche Wertungen von Autoren, hat nach meiner Ansicht mit dazu geführt, dass man sich nun mit den unsinnigen Lügenpresserufern auseinandersetzen muss.

63: simeht:

20. Oktober 2016 um 19:49 Uhr

Die AfD ist eine rassistische neoliberale Partei! Sie ist im Prinzip das Selbe, wie die die CDU/CSU mit dem Unterschied, dass sie offen rassistisch ist.

64: bitterepille:

20. Oktober 2016 um 19:53 Uhr

… und es will sich so gar keiner beschweren, dass ich Norbert Blüm bei der Linkspartei abgestellt habe?

Ich meine, gut, er ist im Herzen Linker, aber halt trotzdem CDU. Genau wie de Maiziere, der im Herzen dann AfDler ist.

Eines aber muss mal gesagt werden: Wenn man die Aussagen, Formulierungen und Forderungen von AFDlern neben jene einiger CDU/CSUler stellt, dürfte es schwerfallen, sie richtig zuzuordnen.

Beide benutzen sie Nazi-Vokabular (“Umvolkung”!), beide die gleiche manipulative Sprache (“Das Boot ist voll” – das Boot?! Deutschland ist ein Flächenstaat mit 226 Einwohnern pro km²), beide stellen sie abstruse Forderungen wider das Grundgesetz (“Quotenregelung” – nur für das Recht auf Asyl? Oder doch gleich für das Recht auf Sozialhilfe, Schulplätze, Rechtsstaat?! Man kann Menschen nicht ihre Rechte entziehen, weil sie jetzt gefühlt oft genug in Anspruch genommen wurden!)

Da ist es schon ein bisschen unfair, nur bei der AfD das Adjektiv “rechtspopulistisch” zu ergänzen.

65: der_marc:

20. Oktober 2016 um 19:59 Uhr

Ehrlich gesagt ist mir nicht klar, wie eine Strömung, die weiß, dass sie mit ihrer Position vielleicht grundsätzlich 3 – 5 % der Bevölkerung anspricht, bei dem Rest aber aneckt oder sogar von ihm niedergemacht wird, “populistisch” genannt wird. Ist nicht eine Partei, die z. B. den Atomausstieg rückgängig macht, dann nach einer Atomkatastrophe und von Grünen gewonnenen Lantagswahlen den Atomausstieg beschließt, Millionen Schutzsuchende ins Land holt, Pegida verurteilt und nach der Sylvesternacht in Köln und Unmut in der Bevölkerung nach und nach das Pegida-19-Punkte-Programm umsetzt, als populistisch zu bezeichnen? Für mich ist eine Politik, die von Grundsätzen geleitet wird – auch wenn ich diese ablehne – weniger als populistisch zu bezeichnen als das “Fähnchen-nach-dem-Wind-hängen” derjenigen, die jetzt besonders lautstark auf sogenannte Populisten losgehen.

66: Martin Brückel:

20. Oktober 2016 um 20:04 Uhr

Ob das Attribut nun als eine “inhaltlich korrekte Orientierungshilfe” gedeutet werden kann, ist für mich völlig irrelevant. Durch die Penetration der Zuschauer mit der permanten Verknüpfung des Parteinamens mit dieser dysphemistischen Qualifizierung ist objektiv nichts anderes als ein “unangebrachter Versuch der Beeinflussung”. Dies umso deutlicher, als entsprechende “Orientierungshilfen” bei allen anderen Parteien zu keiner Zeit(!) praktiziert wurden, mithin schlicht unüblich, eher noch anerkannt unzulässig, waren.

67: meinungsquirl:

20. Oktober 2016 um 20:18 Uhr

Faktisch ist es zu begrüßen, dass die AfD nicht mehr permanent gemäß der ARD-Meinung(!) kategorisiert wird.

Bedenklich finde ich den Meinungs-Machtanspruch, den Herr Kniffke hier so offen formuliert:

“[...] dass es der permanenten Einordnung durch dieses Attribut nicht mehr bedarf, um den Zuschauerinnen und Zuschauern eine Orientierung zu ermöglichen”

Die Selbstverständlichkeit, mit der hier eine Attributierung als Orientierungshilfe für die Zuschauer gerechtfertigt wird, kann ich nicht unterstützen. Eine solche Einordnung, sofern sie dem veröffentlichten Selbstbild der Partei nicht entspricht, sollte auf Kommentare beschränkt werden. In faktenorientierten Nachrichten sollte man die Einordnung nicht vorweg nehmen, sondern dem Zuschauer überlassen, ob er die Benutzung nationalsozialistischer Begrifflichkeiten als rechtspopulistisch empfindet.

Meine Meinung ist, dass die AfD mindestens Rechtspopulistisch ist, dass aber die Medien durch verfrühte Brandmarkung Mitschuld daran haben.

68: Hendrik Grimlinghausen:

20. Oktober 2016 um 20:19 Uhr

Vielleicht sollte man einfach rechts bei den Populisten weglassen. Sie sind es und das mittlerweile ueber das Grundgesetz hinaus. Wer Religionsgruppen aufgrund ideologischer Weltanschaung verbieten will verstoesst eindeutig gegen das GG. Das viele Funktionaere dieser Partei allerdings Populisten und politische Brandstifter sind und dieses auch bei einer neutralen Reflektion gesehen berechtigt die Tagesschau die AfD weiterhin als populistisch und durchaus auch teilweise als extremistisch zu bezeichnen.

69: Andre:

20. Oktober 2016 um 21:14 Uhr

Jede Partei ist populistisch, ich habe nicht den Eindruck, dass die Afd populistischer ist als SPD und Linke. Man könnte sie als rechtsalternativ bezeichnen.

70: jakob:

20. Oktober 2016 um 21:52 Uhr

ich denke auch das man die afd nicht pauschal als rechtpopulistisch bezeichnen sollte,da die meisten mitglieder doch eher rechtsextrem bis rechtradikal sind.antisemitisch rassistisch und der reichsbürgerbewegung eine ideologische plattform bietend kam von der afd noch keine stellungnahme zum nsu oder npd und zu den vorwürfen deutsche kinder zu ermorden und deutsche polizisten zu erschießen.äusserungen von frau petry auf dem boden der verfassung zu stehen,nehme ich eher bildlich und nicht ernst.
das man im saarland eine ganze landesgruppe ausschließen musste weil sie durch neonazis unterwandert lasse ich mal aussen vor.
das die tagesschau sie nicht mehr als rechtspopulistisch bezeichnen will hat vieleich mit äusserungen aus der cdu kneipenbasis tun die afd als koalitionpartner nicht auszuschließen.

71: duck.holliday:

21. Oktober 2016 um 02:15 Uhr

Einerseits:
Schön – Etikettierungen sollten von einer informativ aber neutral berichterstattenden Presse vorzugsweise nicht verwendet werden, außer in den dafür vorgesehenen Formaten. Wie ein “mündiger” Bürger die Aktionen von Parteien und/oder derer Vertretern einstuft, sollte schon ihm/ihr selbst überlassen werden.

@66, Martin Brückel:
Die Aussage, daß derlei “Orientierungshilfen” bei anderen Parteien nicht gemacht wurden ist faktisch falsch: auch in den Anfängen der Grünen (chaotisch, weltfremd, etc.) & der PDS bzw. der Linken (SED-Nachfolgepartei = auch ein Label) wurden solche Etikettierungen durch die Presse vorgenommen.

Daher andererseits:
Das Weglassen von Labels deutete bislang auch immer eine gewisse Eingliederung einer Partei in den Normalzustand an. Das halte ich persönlich bei der AfD für gefährlich, solange sie braun eingefärbtes Gedankengut im biederen Anzug propagiert & Leuten wie Petry, Höcke, Gauland etc. eine politische Heimat bietet.

Wehret den Anfängen!

72: Rainer:

21. Oktober 2016 um 04:58 Uhr

Die korrekte Bezeichnung für die AfD wäre von Anfang an “RECHTSKONSERVATIV” gewesen. Der Begriff “RECHTSPOPULISTISCH diente von Anfang an den Medien, die AfD abzuwerten. Denn “DIE LINKE” ist damals wie heut nie “LINKSPOPULISTISCH” genannt worden. Nach der Begründung, die Gniffke heute für die AfD vorbringt, die AfD weiterhin als “rechtspopulistisch” bezeichnen zu wollen, müsste Gniffke auch “DIE LINKE” als “linkspopulistisch” bezeichnen. Denn genauso, wie die “DIE LINKE” sich damals als “linkes Meinungs-Spektrum” von der SPD abgespaltet hatte, hat sich ja auch die AfD zum Grossteil von Teilen der CDU gebildet, was ja auch immer wieder von den Medien thematisiert wird und die JU ja auch kürzlich die Forderung aufgestellt hat, “Wir wollen jeden einzelnen AfD-Wähler wiederhaben.”

Also, Herr Gniffke, das korrekte Attributfür die AfD ist und bleibt von Anfang an: “RECHTSKONSERVATIV”.

73: Montagsauto:

21. Oktober 2016 um 06:42 Uhr

Woher kommt denn überhaupt die Vorgabe, dass man die AfD als rechtspopulistisch zu bezeichnen hat? Dabei geht es mir nicht darum ob die AfD rechtspopulistisch einzuordnen ist oder nicht.

Wer sich mal mit der begrifflichen Defintion von “Populismus” beschäftigt sollte schnell erkennen, dass quasi jede Partei populistisch ist, und das dies kein Begriff ist, der bezeichnend für das “rechte Spektrum” unserer Parteienlandschaft ist.

Ich habe jedoch noch nie gesehen, dass man eine PDS als linkspopulistisch bezeichnet.

Wenn man also Parteien mit solchen Attributen versehen soll/muss, dann bitte aber auch konsequent mit allen anderen Parteien auch.

74: kire:

21. Oktober 2016 um 07:19 Uhr

Was hat denn die deutsche Parteienlandschaft in den letzten Jahrzehnten so alles an nachhaltigen Verbesserungen für eine Mehrheit unseres Volkes erreicht? Denken Sie einmal unvoreingenommen und vor allem ohne ideologische Vorurteile darüber nach. Störende Parteien werden mit allen Mitteln bekämpft. Können diese sich dennoch etablieren werden ihre Granden “eingekauft” (Grüne, Linke). Sie dienen dann dem System als ruhigstellende Sammelstellen unbefriedigter Bürger. Genau so wird jetzt mit der AfD verfahren. Vielleicht spielt sie schon die ihr zugedachte Rolle? Sie spaltet unser Volk und lenkt vom totalen Versagen der sogenannte Eliten ab (teile und herrsche). Der deutsche Michel macht da fleißig mit, wie man hier lesen kann. Die Hauptsache ist, wir wachen nicht auf und suchen nach wirklichen Alternativen. Vielleicht ein brauchbarer Vorschlag: die Partei Deutsche Mitte

75: bernd holz:

21. Oktober 2016 um 07:33 Uhr

es ist zumindest ein kleiner anfang,wenn die afd nicht mehr pauschal in eine ecke gestellt wird.zum einen ist es eine junge partei,welchje noch zeit benötigt um sich zu sortieren und zum anderen ist schlicht und einfach falsch,aus dem verhalten einzelner auf eine partei zu schließen.
denn sonst dürfte die fdp als steuerhinterzieherpartei,die cdu als rechtsbruchpartei,die linken als randalepartei,die grünen und spd als pädophilenpartei bezeichnet werden oder wie wollen sie sonst das verhalten von recht bekannten politikern bezeichnen?
insofern sollte endlich zu einer neutralen berichterstattung übergegangen werden.
ich möchte von einem journalisten wertfreie informationen bekommen und nicht eine vorgefertigte meinung,diese bilde ich mir allein und auf der grundlage meiner anschauungen.
die meinung anderer mag einem journalisten nicht passen,nur interessiert das nicht und wenn er damit nict klarkommt,dann sollte er den beruf wechseln,als journalist ist er dann ungeeignet.

76: Bjoern Uerkvitz:

21. Oktober 2016 um 07:59 Uhr

Tagesschau und Tagesthemen galten für mich einst als Garanten einer seriösen Berichterstattung, die der Übermittlung neutraler Sachinformationen verpflichtet waren.
Mittlerweile kann ich mich jedoch nicht mehr des Eindrucks erwehren, dass es Ihrer Redaktion nicht mehr gelingt, dem Anspruch einer neutralen Berichterstattung zu genügen.
Es ist nicht nachvollziehbar, dass Sie sich vor dem gegebenen Hintergrund auch noch zu einer Meinungsbekundung hinreißen lassen, ob die AfD eine rechtspopulistische Partei sei oder nicht. Als Chefredakteur der Tagesschau erwarte ich von Ihnen, dass Sie Ihre Meinung für sich behalten, weil Sie durch Äußerung Ihrer persönlichen Meinung das Vertrauen in eine seriöse und neutrale Berichterstattung verspielen und Vorbehalten gegenüber Ihrer Berichterstattung begründeten Vorschub leisten.
Durch Äußerung Ihrer persönlichen Meinung erweisen Sie dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, unserer Demokratie und Ihrem Amt schlicht einen Bärendienst.

77: Stony:

21. Oktober 2016 um 08:04 Uhr

Obwohl ich die AfD nicht einmal wählen würde, wenn es die letzte Partei in Deutschland wäre, und ich mir die Ansichten eines Großteils ihrer “Führung” und Mitglieder – gelinde gesagt – einen üblen Geschmack im Mund verursachen, sollten wertende Adjektive bei einer objektiven Berichterstattung tatsächlich vermieden werden. Insbesondere Mantra-artige Wiederholungen sind nicht nur sperrig auszusprechen, sondern ermüden die Zuhörer nur.
Es genügt doch völlig, die Aussagen dieser Leute objektiv wiederzugeben, um für die Mehrheit der Leute deutlich zu machen, wes Geistes Kind die AfD ist bzw. vertritt. In Kommentaren oder Glossen mag man sie gerne weiterhin verwenden.
Aber man merkt deutlich, dass langsam die Kriegsgeneration wegstirbt. Schon traurig, wie viele den Kriegstreibern, Rassisten, und “christlich”-Radikalen wieder hinterherlaufen. Dennoch bitte objektive Berichterstattung! Danke! (Euer Zähler rechnet falsch)

78: Du bist der Doc, Doc:

21. Oktober 2016 um 08:18 Uhr

Wo ist die Meldung vom 18.10.2016 geblieben, in dem Kai Gniffke ohne Einschränkung den Verzicht des Begriffes “rechtspopulistisch” für die Tagesschau erklärt und sogar darlegt, dass es sich bei der AfD um eine demokratisch legitimierte Partei handelt (Rede beim 4. Evangelischen Medienkongress vom 12. bis 13. Oktober in Hamburg)?

79: Volker K.:

21. Oktober 2016 um 08:24 Uhr

Subjektive Betrachtungsweisen, insbesondere in Bezug auf Parteien und deren Ausrichtung sind meiner Meinung nach nicht seriös, wenn sie im Zusammenhang mit Nachrichten verpackt werden. Jeder hat für sich persönlich das Recht gegenüber jeder Partei, Gruppierung, Behörde oder Organisation eine Meinung zu haben und zu vertreten. Allerdings möchte ich bei Nachrichtensendungen solche Einschätzungen von Redakteuren oder Moderatoren weder in der Wortwahl, dem gewählten Sprachduktus, der Mimik und Gestik oder sonstwie ertragen müssen. Ich bin mündig genug um zu wissen wie ich beispielsweise die AfD einzuschätzen habe. Alles andere geht schon in Richtung Manipulation. Seit geraumer Zeit erinnert mich die Wortwahl in allen Nachrichtensendungen-, also nicht nur bei der Tagesschau – doch etwas an das Orwellsche Neusprech und das macht mir mehr Sorge als eine neue, demokratische Partei, die noch irgendwo zwischen Selbstfindung und Oposition ihren Weg sucht. Also lassen Sie es einfach.

80: ohrenzwicker:

21. Oktober 2016 um 08:38 Uhr

Die AfD ist eine rechtsextreme Partei, so ist nunmal die Faktenlage und daran sollte sich jeder Journalist orientieren, nämlich an den Fakten und da ist jegliche “Neutralität” einfach nur beschönigend. Diese Partei dient lediglich dazu, den Unmut der Bevölkerung, der durch die Bankenkrise und andere geschaffenen Krisenherde entstanden ist, vom Versagen der “Elite” weg auf diejenigen zu lenken, die sich nicht wehren können, wie die Flüchtlinge. Damit befeuert die AfD den Klassenkampf von oben und das ist widerlich.

81: ladycat:

21. Oktober 2016 um 09:17 Uhr

Ich möchte keine Belehrungen von Journalisten und Medien. Mir reicht eine neutrale und ausgewogene Berichterstattung. Meine Meinung kann ich mir dann selber bilden.
Jeder, der immer noch glaubt, dass die AfD rechtsextremistisch sei, sollte doch erst mal deren Wahlprogramm lesen. Dort ist nämlich gar nichts in dieser Richtung zu finden. Außerdem kommen viele AfD-Wähler aus dem CDU- u. SPD-Lager. Dann wären ja diese Parteien ja auch radikal.
Ich wünsche der AfD viel Erfolg.

82: AusVergangenheitLernen:

21. Oktober 2016 um 09:22 Uhr

Vielleicht muss man anfangs neuen oder verkleideten Parteien Label geben, wie nach der zweien deutschen Diktatur der PDS bzw. der Linken (SED-Nachfolgepartei). Nicht nur hier in Dresden leben junge, noch lernende Menschen. Immerhin ist das aktuelle “rechtspopulistisch” näher an der Realität als “nazi” für alles und jedes, das einem nicht passt.

83: Markus Schmidt:

21. Oktober 2016 um 09:51 Uhr

Gut so! Natürlich kann man die AfD rechtspopulistisch nennen und natürlich ist es schon lange sinnlos, dieses Attribut – wie ein Kreuz zur Abwehr des Satans – vor sich herzutragen.

Stereotype Einordnungen wirken auf mich eher wie Sprachregelungen einer gelenkten Presse. Zum Beispiel der Satz: “China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.” Ungefähr ein Dutzend Mal gehört. – Und wie betrachtet Taiwan China?

Interessant finde ich die Erkenntnis, dass die Tagesschau offenbar viele solche vorgestanzten Erklärungen nutzt. Vielleicht ist das ein Grund dafür, warum ich sie insgesamt so langweilig finde.

Tagesschau gucken ist ungefähr so, als würde man einem alten Lehrer zuhören: Man weiß, er beherrscht seinen Stoff – aber Risiken will er auf gar keinen Fall mehr eingehen …

84: Figeline:

21. Oktober 2016 um 09:52 Uhr

Sehr geehrter “ohrenzwicker”!
Die AfD hat bei den letzten Wahlen nennenswerten Zulauf aus dem gesamten Parteienspektrum erhalten und dazu eine erhebliche Zahl von resignierten Nichtwählern veranlaßt, wieder zu wählen. Die AfD spricht Bereiche an, die die von der ARD hofierten “Altparteien” über viele, viele Jahre grob vernachlässigt haben. AfD-Wähler halten es für falsch, wenn ein Orban nachhaltig gescholten wird, wenn er geltendes Recht anwendet und nicht wie die “alternativlose” Bundeskanzlerin in Serie bricht. Man kann den Erfolg der AfD auch als Beispiel für intakte Demokratie sehen, oder?

85: Mühldorf:

21. Oktober 2016 um 10:52 Uhr

Hier wird um Begrifflichkeiten gestritten, dabei sind meiner Meinung andere Dinge in diesem Zusammenhang wichtig.
Ich verurteile jede Gewalt, ob sie von rechts oder links kommt. Wann verurteilt die AFD mal die rechte Gewalt und verweist nicht nur auf die linke?
In diesem Jahr ist die AFD in einige Landtage eingezogen. In diesem Jahr sind die rechten Gewalttaten angewachsen. Besteht hier ein Zusammenhang?
Jemand hat hier geschrieben, dass keiner von der AFD bei Gewalttaten dabei war. So weit ich es weiß hat Hitler auch niemanden persönlich ermordet.
Politiker sollen auf das Volk hören, aber sie sollten nicht unbedingt diese Meinung übernehmen, denn in solchen Zusammenhängen den “gesunden Menschenverstand” (Teil der Definition für Populismus)walten zu lassen, kann zum Verstoß gegen das Grundgesetzt und zu unseren oft beschworenen “christlichen” Grundwerten.
Wir sollten wir aus unsere Geschichte lernen.

86: Peter Kunde:

21. Oktober 2016 um 11:55 Uhr

Das ganze Volk ist populistisch, weil es nach Verstand und Gewissen urteilt (z.B. Fernsehspiel “Terror”), sich aber partout nicht an das erstarrte Grundgesetz und die politische Korrektheit halten will.

Hier kann das deutsche Fernsehen als Verkündigungsmedium niemals mit dem Volk übereinstimmen.

87: Besbü:

21. Oktober 2016 um 12:09 Uhr

Ist schon schwierig mit dem Spagat zwischen Vereinfachung durch Sprache zwecks Verbesserung der Griffigkeit und der differenzierten Darstellung eines Sachverhalts. Diesen Umstand nutzen die menschenfeindlich agierenden Hauptakteure der AFD aus, um sich immer wieder als harmlose Opfer zu inszenieren. Aber sie sind nicht harmlos! Sie verachten Menschen. Gib diesen unreflektierten, von Angst getriebenen Menschen Macht und du wirst dein braunes Wunder erleben. Egal ob mit oder ohne erklärte Nazis im Schlepptau. Ich plädiere dafür, dass die Tagesschau immer wieder auf die Menschenverachtung in der AFD hinweist.

88: Wahrhaftigkeit:

21. Oktober 2016 um 14:08 Uhr

“Ist die AfD rechtspopulistisch?”
Eine Partei im rechten Spektrum, ja. Populistisch im Sinne von volksnah, ja. Was als Begrifflichkeit diffamierend gemeint war, geht also eh in’s Leere. Wozu die ganze Aufregung?

89: DieGedankenSindFrei:

21. Oktober 2016 um 14:24 Uhr

Die AfD bei jeder Erwähnung als rechtspopulistisch zu bezeichnen ist meiner Meinung nach schon eine
massive Beinflussung in das Wahlverhalten der Zuschauer, denn bei einem Großteil der Menschen in
diesem Land, die die Berichterstattung der Tagesschau für bare Münze halten, erzeugt der Begriff
“rechts” oder “rechtspopulistisch” reflexartig direkte Assoziationen an den Nationalsozialismus (“pfui!”)
ob das nun stimmt oder nicht ist ihnen völlig egal und damit hat die Partei von vornerein schon
keine Chance mehr.Der Effekt ist hier so massiv, dass ich mir vorstellen könnte, dass die AfD 10%
oder mehr Wähler hätte, wenn die Medien nicht so viel Einfluss nehmen würden.Ob das nun gut oder
schlecht ist entscheide jeder für sich selber.

Das zeigt die enorme Macht der Medien, die allein durch diese Art von Meinungsmache erzeugt werden
kann. Ob man die AfD letztendlich als rechtspopulistisch oder gar rechtsextrem bezeichnet, sollte
jeder selbst für sich entscheiden dürfen! Es gibt hier

90: guenthstefan:

21. Oktober 2016 um 19:08 Uhr

Ich finde es gut, die AFD rechtspopulistisch zu nennen, denn das ist sie. Für mich ist das ein Kotau der ARD vor dem wachsenden Rechtsruck in der Politik. Nur weil eine Minderheit der Kommentatoren das nicht gut findet und die ARD diese auch noch medial erreichen will, nenne ich keinen Grund zum Nachgeben.

91: ohrenzwicker:

21. Oktober 2016 um 21:23 Uhr

@ 84: Figeline: In einer Talk-Runde lieferte AfD-Chefin Frauke Petry mit 28,9 % die meisten Falschaussagen. (http://www.mopo.de/24229402 ©2016) Und Herr Höcke hetzt die Menschen gegeneinander auf. Die AfD macht mit Medienmanipulationen Stimmung, sie fälschen, lügen, hetzen und rufen Mitglieder zu öffentlichen Provokationen auf. Das Parteiprogramm ist neoliberal, national, antidemokratisch und asozial. Sie tun nichts für die kleinen Leute, im Gegenteil, auch sie machen wieder nur Politik für die Reichen. Die Mitte der Gesellschaft hat mittlerweile ein großes rechtes, antidemokratisches Potenzial mit wachsender Gewaltbereitschaft. Eine “staatlich finanzierte Nazikeule” sei die Studie, meint Frau von Storch und schreibt auf Twitter: “Ein schönes Beispiel für ideologisch beeinflusste Pseudoforschung zur Verblödung der Massen.” Die AfD argumentiert entlang der Linie Wahrheit oder Lüge. Und was wahr ist, entscheidet sie.(http://www.zeit.de/2016/27/afd-studie-auslaenderfeindlichkeit)

92: Oliver Schmid:

23. Oktober 2016 um 00:51 Uhr

Dass die ARD künftig die AfD nicht mehr als “rechtspopulistische” Partei bezeichnen möchte, mag auf den ersten Blick ein unwichtiges Detail sein, aber ich beobachte die Entwicklung mit großer Sorge.
Wenn man eine rechtspopulistische Partei nicht mehr als solche bezeichnen darf, zeigt dies doch eher, wie groß der Einfluss der AfD auf die Medien mittlerweile ist. Die ARD gibt damit denen klein bei, die Sie als “Lügenpresse” beschimpft.

Eine Partei, welche zentrale Werte unseres Grundgesetzes in Frage stellt, deren Mitglieder dazu aufrufen, auf Flüchtlinge zu schießen, welche die Religionsfreiheit für Nichtchristen einschränken will, die Begriffe wie “völkisch” und den Rassismus hoffähig machen will, eine Partei, in der Leute führende Positionen einnehmen, die den Holocaust leugnen oder zumindest verharmlosen, ist in meinen Augen nicht “rechtspopulistisch” sondern offen “rechtsextremistisch”.

93: arno bazzanella:

23. Oktober 2016 um 01:10 Uhr

“Agression ist nie ein Problem, sondern immer das Ergebnis eines Problems”

Zitat: Cesar Millan

94: ohrenzwicker:

23. Oktober 2016 um 10:09 Uhr

@ 93: arno bazzanella: Die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, um so Agressionen zu schüren, ist tatsächlich ein Problem. Aber Volksverhetzer kann man auch vor Gericht und in den Knast bringen, wenn man nicht gerade auf dem rechten Auge blind ist.

95: AntiFolksDemokrat:

23. Oktober 2016 um 10:47 Uhr

Sehr interessant, dass die ARD jetzt plötzlich auf eine Etikettierung verzichten möchte, während Sie bei dem Amoklauf in München z.B. ohne Unterlass von einem “Deutsch-Iraner” geschrieben hat. Wo war denn da die Neutralität? Es gibt noch viele andere Fälle dieser Art. Ich befürchte, dass die Medien sich nun anzupassen versuchen, weil Sie denken, sie könnten das Denken jener Menschen zum Positiven hin beeinflussen, die laut schreiend auf die Straßen gehen und unsere Demokratie beschimpfen und von Betrügerpresse sprechen. Es wird Ihnen nichts bringen. Diese Menschen bleiben bei ihren kruden Ansichten und sie werden sich auch mit diesen Versuchen seitens der Medien keinesfalls von ihrer Meinung abbringen lassen. Im Gegenteil, es ist Wasser auf die Mühlen jener, die sich dieser Ressentiments bedienen. Soltle es so weitergehen steuern wir auf einen Konflikt zu, der sich dann nicht wie in Frankreich nur auf abgehängte sozial schwache Vororte beschränken wird. Bleiben Sie daher standhaft.

96: Realist:

24. Oktober 2016 um 11:13 Uhr

Ich finnde es zunächst gut, dass die AfD viele Nichtwähler an die Wahlurnen bringt. Deren Zahl hat sich von Wahl zu Wahl drastisch verringert. Beteiligungen unter 51% bestätigen ein überwältigendes Desinteresse unserer Bürger an der Demokratie. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der BRD hat hier eine notwendige Informationsaufgabe und ist nicht auf lächerliche Zusatzbezeichnungen für politsche Parteien angewiesen.Erschreckend ist auch der Anteil von Kommentatoren, die behaupten alles zu wissen und eigentlich davon oft keine Ahnung haben.

97: Doro:

25. Oktober 2016 um 12:42 Uhr

Die AfD ist eine rechtspopulistische Partei. Sie
verwendet zu viele Vokabeln die auf die Nazizeit zurückgehen. Wir sind diesem Terror mit sehr viel Hilfe entkommen. Warum sollten wir jetzt zulassen, dass das wieder aufersteht. Können das die Mitläufer überhaupt überblicken???

98: HOPF L.:

25. Oktober 2016 um 21:00 Uhr

@ 81 ladycat,21.10.2016,09:17 Uhr. Sie haben es mit
Ihrem Beitrag genau auf den Punkt gebracht.Die CDU
macht die gleiche Entwicklung durch,dank der Flücht-
lingspolitik von Frau Merkel, wie die SPD unter dem
ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder,bei der
AGENDA 2010.Das beste Beispiel liefert der ehemalige
CDU Politiker Dr.Malte Kaufmann.Er fühlt sich in der
CDU nicht mehr richtig aufgehoben und hatte deshalb
bei der AFD,ein Aufnahmeantrag gestellt.Ich verweise
auf Seine öffentlichen Aussagen unter You-Tube.
Ferner verweise ich auf das neue Buch von Thilo
Sarrazin ” Wunschdenken”,vorgestellt bei TV-Sender
Phönix.Auch der Schriftsteller Henryk M.Broder,hatte
sich in der Vergangenheit,gegenüber Frau Merkel sehr
kritisch geäußert.Ich stelle hier die Frage:”Ist Hr.
Henryk M.Broder,deshalb jetzt ein Rechter?Ferner
möchte ich auf ein Zitat des Politikwissenschaftlers
Hamad Abdel Samad hinweisen:”Toleranz gegen Untoleranz ist Dummheit”.Dieses Zitat spricht für sich.

99: Joaquin Veyron:

26. Oktober 2016 um 18:46 Uhr

ARGUMENTATIV keine Chance gegen die AfD! :-)

Es ist reine Zeitverschwendung, sich mit den üblichen leeren Worthülsen abzuarbeiten, die in der nicht stattfindenden “offenen Diskussion” (die Hr. Gauck sich ja wünscht) verwendet werden (“rechtspopulistisch”; “rassistisch”, “rechtsradikal” und wasweißich). Vielmehr rufe ich alle Foristen, Medien und Politiker dazu auf, mal all ihren Grips und Verstand zu sammeln und den Lesern mitzuteilen, inwiefern welche Positionen aus welchem Grund FAKTISCH falsch seien. Ich wähle dazu die folgenden Bereiche aus:

1. Euro/Euro”rettungs”politik
2. Asylpolitik/-praxis
3. Islam/Gefahren durch den Islam

Inwiefern sagt die AfD in welchen Aussagen/Prognosen FAKTISCH etwas falsches??

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