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ARD-aktuell Chefredaktion

14. August 2013

Inlandskorrespondententreffen

Einmal im Jahr lädt ARD-aktuell nach Hamburg-Lokstedt ein, um den Telefonstimmen ein Gesicht zuordnen zu können. Denn die Kopfredaktion in Hamburg telefoniert täglich mit allen Kolleginnen und Kollegen draußen, die die Sendungen mit ihren Beiträgen erst ermöglichen. Es kommt immer nur ein kleiner Teil, Arbeit geht vor und es gibt auch nur Currywurst und Pommes im Innenhof der Tagesschau-Zentrale. Das Treffen ist aber immer ein Gewinn und hilft, bessere Sendungen zu bauen.

Traditionell wird an diesem Tag auch der tagesthemen-award für die besten Nachrichtenstücke verliehen. Der Preis hat nur ideellen Wert, es handelt sich um einen kleinen Plastikfernseher, er ist aber sehr begehrt und wird als Auszeichnung für herausragende Arbeit empfunden. Stefan Maier, einer der Preisträger für einen beeindruckenden Film aus dem umkämpften Syrien, kam eigens aus dem Urlaub (zum Glück war er im nahen Dänemark), um bei der feierlichen Übergabe im Kollegenkreis dabei zu sein.

Der große Gewinner bei den diesjährigen tagesthemen-awards war der SWR. In vier von insgesamt acht Kategorien durfte die Mannschaft um ARD-aktuell -Redaktionsleiter Rüdiger Mertz aus Stuttgart den begehrten Kleinbildfernseher aus Plastik in Empfang nehmen. Zwei Preise gingen an den WDR, einer jeweils an den Bayerischen Rundfunk und den rbb. Mit dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste wurde Studioleiter Rolf-Dieter Krause aus Brüssel ausgezeichnet. Witzig, sarkastisch und charmant führte Conferencier Jörg Thadeusz durch einen launigen Vorabend, der erst in den frühen Morgenstunden ausklang.

tt-awrd

Gut 30 Kolleginnen und Kollegen waren schon am Morgen nach Hamburg-Lokstedt gekommen. Ab 11 Uhr vormittags hatten Kai Gniffke und ich zur Arbeitssitzung des  Inlandskorrespondententreffen geladen, um Ergebnisse, Entwicklungen und Prozesse vorzustellen. Der journalistische Kurs von ARD aktuell wurde diskutiert, Zukunftsentwicklungen besprochen. Interessiert hat vor allem die Social Media -Strategie. ARD aktuell will im Bereich der sozialen Medien seine Anstrengungen verstärken. Dies muss kostenneutral geschehen, d.h. innerhalb der Abteilungen werden Prioritäten zugunsten von Social Media verschoben. Über diesen Weg gelingt es uns, vor allem die jüngeren Publika zu gewinnen. Ein Großteil der User von Facebook, Twitter & Co. auf den Seiten von ARD aktuell liegt zwischen 25 bis 36 Jahren. Richtiges, d.h. relevantes Posten hilft uns, auf die journalistischen Leistungen unserer Büros in aller Welt aufmerksam zu machen und Zuschauer zu gewinnen.

Schirmherr ARD-Chefredakteur Thomas Baumann erläuterte den Kurs der ARD. Die Informationsschiene innerhalb des Ersten sei eine erfolgreiche Bank im Programmschema. Thomas Baumann übermittelte den Korrespondenten und Korrespondentinnen seine Anerkennung für ihre engagierte Arbeit und zeigte sich erfreut über die sehr guten Akzeptanzergebnisse von Tagesschau, Tagesthemen und tagesschau.de. Offenen Szenenapplaus gab es, als der neue Tagesthemen-Moderator Thomas Roth begrüßt wurde. Er hat eine anstrengende und gleichermaßen ausgezeichnete Woche als Anchor in den Tagesthemen hinter sich. Alle freuen sich über diese Entscheidung und die gemeinsame Arbeit, die vor uns liegt.

Moderator Jörg Thadeusz war ein großartiger Griff als Präsentator der besten Nachrichtenfilme des Jahres. Sehr witzig und humorvoll führte er mit köstlichen Sottisen aus dem bitterernsten Nachrichtengeschäft durch einen Abend, der allen viel Freude bereitete, so mein Eindruck.

Höhepunkt des Abends war die Verleihung des tt-awards für herausragende Verdienste um und für die tagesthemen. Rolf-Dieter Krause hat in den letzten Jahren Europa erklärt, wie das kein anderer vermochte, so die Überzeugung der Tagesthemen-Redaktion. Krause ist ein Journalist mit Haltung, der Wahrheiten ausspricht und zu einem echten Informations-Leuchtturm für das Publikum im EU-Nachrichtendschungel geworden ist. Mit ihm an der Spitze eines starken Brüsseler Studios ist es uns nicht erst seit letztem Jahr gelungen, eine der ersten Adressen in EU-Fragen zu sein. Urlaubsbedingt konnte Krause seinen Preis, einen golden glänzenden Ohrwurm nicht persönlich in Empfang nehmen. Live und kostensparend meldete er sich von seiner Reise aus einem Hotelzimmer per Skype. Jörg Thadeusz wähnte ihn im Transitbereich des Moskauer Flughafens, zumindest sah das Zimmer entsprechend bescheiden aus. Krause rückte aber nicht mit seinem Aufenthaltsort raus, so dass offen blieb, ob er auf Geheimrecherche unterwegs oder die Hotelwahl daneben gegangen war. Krause bedankte sich in einer bewegenden Schalte, die mit langanhaltenden Ovationen bedacht wurde.

3 Kommentare

RSS Feed der Kommentare

1: Beratung ChristinaL*Fragezeichen:

17. August 2013 um 16:15 Uhr

Gut in der Zeit… ;-)

2: art:

18. August 2013 um 17:40 Uhr

Artefakt? Nrein, natürlich NICHT. Wir legen auf die Echtheit unserer Bilder
großen Wert… ;-) Kriegs-Bilder
dieRauchen usw. denken Sie dran, gefährtlich. Live-bilder bevorzugen;-)

3: ohrenzwicker:

21. August 2013 um 12:49 Uhr

Wenn Rolf-Dieter Krause uns erklärt, was der ERT (European Round Table of Industrialists)sich wieder ausgedacht hat … dann hofft man dass es nicht ganz so schlimm kommen wird. Aber die Idee einer Wirtschaftsregierung ist doch nicht neu, das gab es 1920 auch schon mal und wir alle wissen wohin uns das geführt hat. Im Ahlener Programm der CDU von 1947 hat man noch erkannt, welcher Riesenfehler begangen wurde und man einigte sich auf die soziale Marktwirtschaft, von der sind CDU-CSU-FDP-SPD-Grüne aber meilenweit entfernt. Der Kapitalismus endete im Faschismus aber in einer Demokratie ist das Volk der Souverän. Übrigens war in Griechenland ERT der vom Volk finanzierte ÖR und wurde von den Finanztechnokraten einfach abgeschaltet.

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