Obamas Rede zur Lage der Nation – ein Strassenfeger?
von Stefan Niemann 24. Januar 2012 15:45 UhrDen Jahresbeginn habe ich in Washington verbracht. Und war überrascht, was für eine gnadenlose Schlammschlacht sich die US-Republikaner liefern. Schonungslos gehen sich die Kandidaten der Konservativen in den Primaries gegenseitig an die Gurgel im Kampf um die Nominierung für die Präsidentschaftswahlen. Heute steht allein der Mann im Rampenlicht, den sie im November aus dem Weissen Haus vertreiben wollen: Barack Obama.
Ich bin gespannt auf seine Rede zur Lage der Nation, die wir ab 2 Uhr 50 live im Ersten übertragen. Hier in der Hamburger Redaktion laufen schon Wetten darüber, wie der US-Präsident auftreten wird – als kluger und kühler Staatsmann oder als angriffslustiger Wahlkämpfer? Fest steht: es hängt sehr viel ab von diesem Auftritt im Kongress.
Die “Yes we can Euphorie” von 2008 habe ich immer noch vor Augen. Da wirkte der begnadete Redner Barack Obama auch auf uns Beobachter wie eine politische Lichtgestalt, Symbol eines neuen, eines anderen Amerika. Drei Jahre ist das erst her – politisch eine Ewigkeit. Viele sind inzwischen bitter enttäuscht vom einstigen Hoffnungsträger.
Kann Obama heute erneut begeistern, vermag er seine Anhänger zu mobilisieren? Oder werden ihn seine konservativen Gegner ausbuhen und verunsichern? Welche Rezepte hat der Präsident anzubieten für die kränkelnde Supermacht Amerika? Mit welchen Argumenten empfiehlt er sich für eine zweite Amtszeit?
Die Leiterin unseres ARD-Studios in Washington, Hanni Hüsch, ist überzeugt: diese Rede wird zur US prime time ein Strassenfeger! Wir sind live dabei und übertragen wie immer im 2-Kanal-Ton, also Obama im Original und in deutscher Simultanübersetzung. Stellen Sie sich einfach vor, sie würden früh aufstehen für einen packenden Boxkampf….. Ring frei für Obama!








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24. Januar 2012, 16:15 Uhr
Ich habe gelesen, dass es so gut wie unmöglich ist, als Volksvertreter mit mittlerem Einkommen, in der Politik geschweige denn in den amerikanischen Parlamenten eine Rolle zuz spielen geschweige denn Einfluß zu nehmen. Die Parlamente wären zwischenzeitlich ausnahmslos mit Vertretern des Großkapitales bestückt, weil sich Keiner mehr den nötigen Wahhlkampf leisten kann. Also wer vertritt in Amerika das Volk?
24. Januar 2012, 17:18 Uhr
Eine Nation der Egoisten
Die Einen, die Bewerber um den Obama-Rivalen gönnen sich gegenseitig nichts, es geht nicht um USA und das Wohl des Landes, was sie immer vorschieben, sondern, wie ihr Verhalten zeigt; um ihre persönlichen Interessen und Eitelkeiten. Die Anderen, die hinter Obama stehen, interessiert das Wohlergehen des Landes einen “Feuchten Staub”. Sie wollen nur ihren persönlichen Wohlstand halten und keinen Cent abgeben, denn wenn einer der reichen Bewerber von der anderen Seite nur 15% Steuern zahlt, dann kann man davon ausgehen, dass die Anderen auch nicht mehr zahlen. Ein freiwilliger Verzicht und die Zahlung von höheren und gerechteren Steuern, zum Wohle der Nation, ist für sie undenkbar. Was kommte den auch dabei raus, wenn das Geld und die Lobbyisten den Wahlkampf bezahlen?
Meine Prognose: An diesen Eigenschaften geht das Land den Bach runter und ist in ca 10 Jahren vor die Wand gefahren. In dem Sinne ist die USA immer noch das gefährlichste Land der Welt.
24. Januar 2012, 23:41 Uhr
Ich hoffe das Herr Obama den Amerikanern vermitteln kann, dass nur eine soziale Marktwirtschaft die Menschen im Land weiter bringt und für die nötige Stabilität im Inneren sorgt. Ich hoffe die katastrophalen Folgen der Finanzkrise in den USA hat die Menschen sensiebler gemacht für die Notwendigkeiten einer modernen freien Gesellschaft… Eine zweite Amtszeit Obamas muß als Chance begriffen werden!
25. Januar 2012, 01:04 Uhr
Letztendlich ist es egal, wer den Pseudo-Titel “Praesident” in Washington hat, denn Macht hat er so gut wie keine. Das sind die stinkreichen Leute im Hintergrund (Koch Brothers etc.), die die Faeden in der Hand haben und die dann bestimmen, wo es lang geht. Kommt dann einer wie Obama, mit guten Ideen, an die Macht, wird der halt mal schnell in die Realitaet zurueckgeholt und “Koich-maessig” hingebogen. Alleine kann er seine guten Ideen nicht umsetzen, denn so wie Rudi es gesagt hat, gucken die eigenen Parteigenossen auch lieber auf den eigenen Geldbeutel. Jedoch ist mir eine zweite Amtszeit von Obama wesentlich lieber als einen dieser GOP Geisterbahn-Gestalten im Weissen Haus zu sehen. Wenigstens hat man bei ihm den Eindruck, dass er Grips im Hirn hat und als Marionette versucht, in Richtung der 99% zu tanzen…