Heute gibt es viele gute Gründe nach langer Zeit mal wieder im Tagesschau-Blog einen Text zu schreiben. Zunächst einmal wünsche ich Ihnen, liebe User von tagesschau.de, für 2012 Glück und Gesundheit. Das ist erst mal das wichtigste. Zugleich blicke ich gespannt auf das neue Jahr, das für unsere Redaktion eine wichtige Wegmarke bedeutet und möchte Sie – wenn Sie Lust haben – daran teilhaben lassen. Und last not least war heute ein so interessanter Nachrichtentag, dass ich meine Freude am tagesschau-blog und am Schreiben wiederentdeckt habe.

Ich habe mich eine ganze Weile nicht mehr geäußert im Tagesschau-Blog. Irgendwie hatte ich den Eindruck, über alle Themen des Tagesschau-Alltags schon x-mal geschrieben zu haben. Dabei war ich mir sicher, dass es die Nutzer ödet, wenn ich immer wieder begründe, warum wir nun dieses oder jenes Thema in der Sendung hatten oder eben nicht. Letzteres mag ja vielleicht immer noch so sein, keine Ahnung. Aber es gibt wieder Themen satt, zu denen ich hier gerne meine Gedanken sortieren würde. Zum Beispiel die Wulff-Berichterstattung. Dies wäre heute einen eigenen Blog-Eintrag wert. Aber wie es aussieht, bleibt uns das Thema wohl noch ein wenig erhalten.

Das Jahr 2012 bringt uns eine gewaltige Veränderung. Ende dieses Jahres nehmen wir unser umgebautes Studio in Betrieb. Das ist alles andere als trivial. Denn wir schmeißen nicht nur die alte Deko raus, sondern erneuern auch unsere komplette Technik, mit der wir seit mehr als 10 Jahren arbeiten: Kameras, Grafiksysteme, Bild- und Tonmischpulte und Grafiksysteme. Die betagten Geräte werden dann gegen HD-taugliches Equipement ausgetauscht. Damit einher geht ein fundamentaler Wechsel unserer Workflows. Denn künftig unsere große (beinahe 20 Meter lange) Medienwand im Studio journalistisch sinnvoll zu bespielen, ist eine große Chance, aber zugleich eine ganz neue Herausforderung. Für das Design besteht dazu die Anforderung, dass Sie als Zuschauer einerseits merken, dass die Tagesschau einen zeitgemäßeren Look bekommen hat, andererseits sollten Sie sofort erkennen, dass Sie bei der Tagesschau sind und nicht bei irgend einer Nachrichtensendung.

Im Moment sind die Bauarbeiten im Studio ARD 2 in vollem Gange. Parallel dazu definieren wir die Arbeitsabläufe und arbeiten Schulungskonzepte aus. Denn es nutzt die anspruchvollste Technik nichts, wenn wir sie im hektischen Nachrichtenalltag nicht perfekt beherrschen. Und nicht zu vergessen: Die Tagesschau wird nicht nur im Fernsehen verändert aussehen. Unser Erscheinungsbild wird sich auf allen Ausspielwegen verändern, auch hier. Das entscheidende aber wird sein, dass der Inhalt bleibt. Bei aller Veränderung der Optik bleibt unser Ziel für 2012 guter und verlässlicher Nachrichtenjournalismus. Auf ein Neues!