Der längste Tag….
von Werner Eckert 10. Dezember 2011 13:35 UhrIch habe schon viele dieser Klimagipfel erlebt und erinnere mich an keinen, der so lang war wie dieser. Wir haben umgebucht. Es ist nichts entschieden, ehe es entschieden ist – und so weit sind die hier noch nicht. In Durban reisen die Delegierten ab. Ein steter Strom. Aber die Konferenz ist nicht zu Ende. Letztlich genügen einige wenige Delegierte, um hier einen Deckel drauf zu machen. Einer aus jedem Staat. Nur wenn ein wichtiges Land gar nicht mehr vertreten wäre, wird die Sache kritisch. Der Bildschirm mit der Tagesordnung ist leer. Ein Abschlussplenum wird dort nicht einmal mehr angekündigt. Es wird 18 Uhr bevor es losgehen kann, sagen die Auguren. Irgendwann werden wir Journalisten die stärkste Gruppe im riesigen Zentrum sein. Denn sowohl ein – wie auch immer gearteter – Kompromiss als auch ein Scheitern sind mehr als eine magere Nachricht wert. Ganz unpathetisch: hier steht schon eine Menge auf dem Spiel.








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10. Dezember 2011, 21:09 Uhr
Wo wir alle auf ein Ergebnis warten: in der Tagesschau habe ich eben Herrn Rüttgers gesehen und hatte ein Déjà-vu. Schade daß mein Beitrag zur Streitkultur damals nicht veröffentlicht wurde. Sonst hätte man sich besser vorbereiten und mit 2-Umweltministern anreisen können, die sich dann abwechseln.
Was wird da eigentlich so lange verhandelt? Die Weltformel (42, zu simpel)? Eine Temperatur (2°, zu spät, zu komplex, zu unbestimmt)? Eine Flächenleistung (15TW/510Pm², exotherme Geothermie)? Eine Mol-Masse (Mega-Tonnen CO2)? Ich bezweifle, daß von den anwesenden Umweltministern jemand versteht, was überhaupt Verhandlungsthema ist. Wen wunderts, wenn dann sowas rauskommt wie die Ungleichung (kg-CO2 * BIP)/Nase und Stunde < 2° / 100 Jahre als Ziel. Keine Verplichtung, kein Sachbezug, keine Überprüfbarkeit, nicht zielführend. Na ich will nicht vorunken, aber nach den Erfahrungen der Vergangenheit habe ich keine Erwartungshoffnung mehr. Nur noch zur Imkompetenz.
12. Dezember 2011, 11:12 Uhr
Sie wollen nächstes Jahr dann noch die Schwellenländer und USA dazu bewegen sich zu verpflichten, aber wie wollen sie das machen, wenn sie selber keine wirklichen Ziele vorweisen können??