Ich habe schon viele dieser Klimagipfel erlebt und erinnere mich an keinen, der so lang war wie dieser. Wir haben umgebucht. Es ist nichts entschieden, ehe es entschieden ist – und so weit sind die hier noch nicht. In Durban reisen die Delegierten ab. Ein steter Strom. Aber die Konferenz ist nicht zu Ende. Letztlich genügen einige wenige Delegierte, um hier einen Deckel drauf zu machen. Einer aus jedem Staat. Nur wenn ein wichtiges Land gar nicht mehr vertreten wäre, wird die Sache kritisch. Der Bildschirm mit der Tagesordnung ist leer. Ein Abschlussplenum wird dort nicht einmal mehr angekündigt. Es wird 18 Uhr bevor es losgehen kann, sagen die Auguren. Irgendwann werden wir Journalisten die stärkste Gruppe im riesigen Zentrum sein. Denn sowohl ein – wie auch immer gearteter – Kompromiss als auch ein Scheitern sind mehr als eine magere Nachricht wert. Ganz unpathetisch: hier steht schon eine Menge auf dem Spiel.