Welches Spiel spielt China?
von Werner Eckert 7. Dezember 2011 22:11 UhrChina hält die Klimakonferenz in Durban in Atem. Was treibt die Chinesen, was treiben die Chinesen? Xie Xenhua ist ein mächtiger Mann dort und er vertritt sein Land hier. Der Mann tut sicherlich nichts Unüberlegtes. Was also steckt dahinter, wenn er am Sonntag durchblicken läßt, dass China bereit sein könnte, beim Klimaschutz neue Wege zu gehen. Und wenn er dann wieder den Rückzieher macht. Am Mittwoch dann in seiner Rede vor der Vollversammlung den Altkader gibt, mit einem Statement, das keinerlei Bewegung erkennen läßt? Mehr Fragen als sonst was. Und dann sind da die Gerüchte: er wird sich nochmals wenden während dieser Konferenz. Ich verstehe nichts von chinesischer Politik. Aber natürlich hat die Sache eine weltpolitische Dimension: schon jetzt ruhen die Hoffnungen in Durban auf China, das Land steht im Mittelpunt. von den USA erwartet niemand etwas beim Klimaschutz. Bislang waren die Chinesen – an der Seite der Amerikaner – streng gegen irgendwelche vertraglichen Bindungen unter dem Dach der UN und zeigten sich voll zufrieden mit den frewilligen Ankündigungen, die sie in Kopenhagen mit den USA ausgehandelt und in Cancun festgeklopft haben. Wenn China tatsächlich nicht nur Bewegung andeutet, sondern sich bewegt, dann entsteht da ein neues Kräfteverhältnis. Dann ist das eine Annäherung an Europa und eine Isolation der USA. Wollen die Chinesen das hier einleiten? Oder schrecken sie davor zurück? Das ist die spannende Frage.








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08. Dezember 2011, 14:12 Uhr
Der Chinesische Drachen hat mittlerweile einige tausend Köpfe, das sind die Bonzen und Parteispitzen, die zwischenzeitlich durch Korruption und Manipulation zu Reichtum gekommen sind als Besitzer von Fabriken, Zechen u.s.w. Die sehen nur ihren eigenen Profit, jede Art von Umweltschutz würde ihren Gewinn schmälern. Sie haben letztlich die Macht im Lande und sie werden jeden Umweltschutz zu verhindern wissen. Ihre ursprüngliche und vielleicht noch vorgeschobene kommunistische Gesinnung ist nur Maske. Schauen Sie sich z.b. die armen Wanderarbeiter und die meist bitterarmen Bauern mit ihren handtuchgrossen Feldern an, die einflussreiche Leute ihnen auch noch problenlos wegnehmen können, dann sehen sie das wahre Gesicht Chinas.
08. Dezember 2011, 14:39 Uhr
>…Annäherung an Europa und eine Isolation der USA…< Entschuldigung, aber das ist doch Unsinn.
Die chinesische Regierung Isoliert niemenden und nähert sich nicht an. (Platt gesagt: Das haben die wohl kaum nötig.)
Die vertreten ihre interessen, tun diese vorsichtig Kund und warten auf die Reaktionen.
Diese Reaktionen werden mit den eigenen Interessen verglichen und dann – korrigiert – wieder "vorsichtig" veröffentlicht.
Diese Vorgehensweise ist doch absolut verständlich: Wenn 1.300.000.000 Menschen in Bewegung kommen, kann man sie kaum noch stoppen. Da will jeder Schritt und jede Folge genau überlegt sein.
Wenn sich die Regierung dazu entscheidet, die Ressourcen effizienter zu nutzen, werden die das tun. Und dann kann sie keiner aufhalten. Wenn sie meinen, dass sie es weiter laufen lassen wollen – auch wissend um die Konsequenzen – dann wird das geschehen.
Eines allerdings ist klar: Europa, in seinem zerzausten Zustand, ist wohl ehr besserer Zaungast.
08. Dezember 2011, 22:29 Uhr
Lieber Herr Eckert,
wenn ich mir Ihren Bericht so durchlese könnte man glauben, daß die Poker spielen. OK, dann kann die Strategie auch sein. die Blinds (den Spieleinsatz) zu stehlen. Soll heißen, auch kleine Schritte führen an’s Ziel. Beim Pokern ist es so, daß der Spieleinsatz zum Spielende immer größer wird, um das Feld der Spieler zu lichten. Ich befürchte, daß in Durban zu sehr auf Großes gewartet wird. Es gibt aber auch tausende kleine Probleme. ZB. flächendeckende Meßdaten aus den Ozeanen aus verschiedenen Tiefen. Diese Daten liegen den Militärs vor, werden jedoch nicht zusammengetragen. Da ist Politik gefragt. Es müssen Flüsse und Küsten eingedeicht werden. Baumaschinen und LKW (auch Ältere) könnten von der Nato ausgeliehen werden, für genau dieses Problem. Dies wäre National umsetzbar und hätte auf die USA einen Prestigeverlust und hoffentlich einen Denkanstoß über den Ernst der Lage zur Folge. Ein Signal: Wir zeigen Verantwortung.
09. Dezember 2011, 11:39 Uhr
Leistungsdruck 1. Klasse?

Nein. Der schießt sich selbst in Knie.
3. Einsatz und Lernbereitschaft zeigen.
Gemein.
5.
09. Dezember 2011, 11:57 Uhr
Sicherlich bedarf es bestimmter Leute für Reformen, aber die sind ja “abgeschlossen”.
Auf Basis dessen kann jeder lernen, vor allem die, die es zuvor lange Jahre getätigt und noch im Orbit hat
mit den ganz wichtigen 10%, die ich niemals kann, jedenfalls bei Medusa-TV.