China hält die Klimakonferenz in Durban in Atem. Was treibt die Chinesen, was treiben die Chinesen? Xie Xenhua ist ein mächtiger Mann dort und er vertritt sein Land hier. Der Mann tut sicherlich nichts Unüberlegtes. Was also steckt dahinter, wenn er am Sonntag durchblicken läßt, dass China bereit sein könnte, beim Klimaschutz neue Wege zu gehen. Und wenn er dann wieder den Rückzieher macht. Am Mittwoch dann in seiner Rede vor der Vollversammlung den Altkader gibt, mit einem Statement, das keinerlei Bewegung erkennen läßt? Mehr Fragen als sonst was. Und dann sind da die Gerüchte: er wird sich nochmals wenden während dieser Konferenz. Ich verstehe nichts von chinesischer Politik. Aber natürlich hat die Sache eine weltpolitische Dimension: schon jetzt ruhen die Hoffnungen in Durban auf China, das Land steht im Mittelpunt. von den USA erwartet niemand etwas beim Klimaschutz. Bislang waren die Chinesen – an der Seite der Amerikaner – streng gegen irgendwelche vertraglichen Bindungen unter dem Dach der UN und zeigten sich voll zufrieden mit den frewilligen Ankündigungen, die sie in Kopenhagen mit den USA ausgehandelt und in Cancun festgeklopft haben. Wenn China tatsächlich nicht nur Bewegung andeutet, sondern sich bewegt, dann entsteht da ein neues Kräfteverhältnis. Dann ist das eine Annäherung an Europa und eine Isolation der USA.  Wollen die Chinesen das hier einleiten? Oder schrecken sie davor zurück? Das ist die spannende Frage.