Mit dem Papst unterwegs 5 – Nächste Ausfahrt Rom
von tagesschau.de Moderator 26. September 2011 5:51 UhrIrgendwie ist es schon ein ziemlich merkwürdiges Gefühl, aus einem Flugzeugfenster zu schauen und zu wissen, dass gerade hunderte Kameras auf einen gerichtet sind und dass der Start gleich live im Fernsehen übertragen wird.
An Bord der “Regensburg”, dem Lufthansa-Airbus, den Benedikt XVI. für seinen Rückflug nach Rom an diesem Abend bereits zum dritten Mal nutzt, sitzen wir diesmal in der ersten Reihe und können den Kollegen draußen bei der Arbeit zusehen. Alle Vatikanberichterstatter, die mit dem Papst reisen, müssen schließlich schon lange vor ihm an Bord sein. Obwohl das diesmal fast nicht geklappt hätte. Wir mussten ja – Spezialservice, um Zeit zu sparen – schon mittags im Hotel unser Gepäck abgeben und für den Flug einchecken. Auch die Sicherheitskontrollen liefen mobil in der Papstbesuch-Pressestelle in Freiburg. Da wir zum päpstlichen Reisetross gehörten, wurden wir anschließend mit speziellen Bussen direkt aufs Vorfeld des Lahrer Flughafens gefahren.
Eigentlich, wie gesagt. Die Busse hatten nämlich Polizeischutz, einen sogenannten Lotsen, der – bei Bedarf auch mit Blaulicht – vorausfährt. Bei der Hinreise nach Freiburg hat man für uns sogar mal kurz die A5 gesperrt, damit wir auch ja vor dem Papst in Freiburg sind und über seine Ankunft berichten können. Dumm nur: Bei der Rückfahrt, ebenfalls unter Zeitdruck, hat sich der Polizeilotse grandios verfahren. Das Polizeiauto heizte nämlich volle Pulle an der Autobahnausfahrt Lahr vorbei und der Busfahrer natürlich hinterher. Kleines Problem: Nach Lahr kommt erstmal lange nichts – die nächste Ausfahrt ist Offenburg. Das bedeutet mal locker 40 Kilometer Umweg oder etwa 25 Minuten Verspätung – insofern ganz gut, dass der Lotse nicht für den Konvoi von Benedikt XVI. zuständig war. Der Papst war allerdings auch schon unterwegs… Als es die Kollegen dann schließlich noch rechtzeitig vor ihm an Bord schafften, sahen sie jedenfalls recht gestresst aus.
Die Piloten der “Regensburg” waren übrigens navigatorisch besser drauf. Sie sind problemlos auf dem richtigen römischen Flughafen Ciampino gelandet. Von dort ist Benedikt XVI. direkt nach Castel Gandolfo zurückgefahren, in seine Sommerresidenz außerhalb Roms, um sich von der Reise zu erholen. Ich weiß auch, dass er da angekommen ist. Ich kenne nämlich seinen Fahrer.










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26. September 2011, 11:21 Uhr
Lieber Herr Troendle, Ihre Meinung bitte!
Sie waren immer dicht dran, haben alles hautnah miterlebt, was glauben Sie:
- Hat sich der Papstbesuch für Deutchland gelohnt?
- Wägen Sie mal Kosten und Nutzen ab?
- Waren das Aussagen des Papstes oder nur die des Vatikans d.h. durfte der Papst frei seine Meinung sagen oder war er strikt an die vorgefertigten Aussagen des Vatikans gebunden?
- Hätte er auch bescheidener kommen können, ähnlich wie seinerzeit der Dalei-Lama?
- War da wirklich der Glauben hinter diesem Massenauflauf oder nur das “Event” (Papst sehen)?
- Falls Michael Jackson oder die Beatles aufgetreten wären, wäre der Massenzulauf ähnlich gewesen, nur mit anderem Kientel?
26. September 2011, 14:01 Uhr
Wovon sollte der Papst-Besuch eigentlich ablenken?
Mario Barth hat das Olympia-Stadion auch voll .
Mit den 30 Mio Euro haette man Sinnvolleres anstellen koennen!
Warum treten eigentlich nicht mehr Frauen aus diesem Altherren-Club der Religionen aus?
Warum hat in den 2011 Jahren diese Religion auf der Welt nicht mehr Gutes bewirkt?
Die Zeit der Dogmen und Diktaturen ist vorbei, das duerfte auch Putin bald begreifen.
Das Paradies ist hier auf der Erde und wir haben alle Haende voll zu tun, dass dies nicht von Egoisten und Raffgierigen zerstoert wird. Und fuer mehr Gerechtigkeit koennten alle Religionen sorgen!!!
26. September 2011, 17:23 Uhr
Sinngemäß sagte der Heilige Vater: “…unverbrüchliche Treue…” “…absolute Treue…” “…größere Distanz zu allem Weltlichen…” etc. Also, auf gut Deutsch: “Die Tore mach hoch, die Mauern dick!”.
Diese als Staatsbesuch getarnte Pastoral-Reise erinnert mich an das Frühjahr und den Oktober 1989: Damals sagte Erich der Erste:”…hält – wie der Volksmund so schön sagt – weder Ochs´noch Esel auf.” Der Herr Ratzinger sollte 25 Jahre zurück denken => Alte Männer mit dem Dogma: Augen zu und mehr vom Falschen! Daran ist in Osteuropa vor Kurzem ein Weltreich zusammengebrochen.
Ich wünsche ihm einen erholsamen (und nachdenklichen) Urlaub – nicht umsonst wird in Deutschland (noch) nicht über die Rente mit 85 nachgedacht.
An “sonsten” schließe ich mich absolut den Fragen von Nr. 1 an.
P.S.: Auch der Dalai Lama hätte nichts im BT zu suchen gehabt. (Oder Frau Käßmann, oder, oder..)
26. September 2011, 21:33 Uhr
@MenschMeier
Ich würde sagen,da sich nicht ändern wird in der kath. Religionsordnung,hat sich wohl der Papstbesuch nicht gelohnt.Im Gegenteil, diese nachricht hätte er auch vom Vatikan aus mitteilen können,wodurch viel geld gespart worden wäre.
27. September 2011, 11:04 Uhr
Abschlussbemerkung:
“Ein Riesen-Reklame-Rummel für den Vatikan auf Kosten des Deutschen Staates”
27. September 2011, 12:20 Uhr
Wo Liebe wächst, gedeiht Leben – wo Hass aufkommt droht Untergang.
Und das sagte Gandi und nicht die Kirche! http://www.welt-zitate.de/?page_id=158
Was ich damit sagen möchte, der Kirche sollte man neutral begegnen und nicht immer alles auf die Wagschale legen.
27. September 2011, 13:30 Uhr
Da nun alles mit dem Papstbesuch vorbei ist,kann ja wieder zumm Alltag übergegangen werden wie Eurokriese,Pflegeversicherungkriese usw.@Flodur
28. September 2011, 10:14 Uhr
@7 G.M.
Ja, Sie haben recht, das ist Schnee von gestern. Aber wenn man über sowas einen “Dicken Hals” bekommet, schwillt der nur langsam wieder ab. Mit dem Wissen von heute muss man zwingend davon ausgehen, dass seitens des Vatikans dieser ganze Rummel so gesteuert war, auf unsere Kosten und wohl auch auf dem Buckel des Herrn Prof. Ratzinger, dem bei der ganzen Aktion sichtlich unwohl war.
Stellen wir uns mal vor, der Herr Berlusconi macht einen Deutschlandbesuch und verlangt eine Riesenfete für alle hier lebenden Italiener auf Kosten des Steuerzahlers – - – Unsere Regierung hätte ihm was gehustet.
Nein, wir müssen fair sein gegenüber allen Religionsgemeinschaften und uns nicht wieder von den “Profis” im Vatikan über den Tisch ziehen lassen.
28. September 2011, 12:09 Uhr
@Flodur
Das ist auch der Grund, warum mich der Papstbesuch nicht zum Eintritt in die kath. Kirche überzeugte. Ich bleibe fair allen religionen und trete nirgenswo ein.
29. September 2011, 14:55 Uhr
Korrektur: Die aus Essen allerdings irgendwann auch nicht.
30. September 2011, 14:21 Uhr
Die Glaubigen der katholischen Kirche in Deutschland spenden über eine halbe Milliarde im Jahr allein
an ausländische Hilfsprojekte ( wie z.B. Haiti)
Dieses Glaubensfest haben wir uns geleistet und es war wundervoll.
Was spendet Ihr denn?
01. Oktober 2011, 12:43 Uhr
@Ruth Simon
Wenn Griechenland endgültig Pleite ist und die Privatbanken von deutschen Steuerzahlern wieder haben will,wird bald keiner mehr spenden können.
01. Oktober 2011, 13:28 Uhr
@ruth simon
Die Deutschen haben im Jahr 2010 ganze 2,3 Milliarden Euro gerspendet, falls der Anteil der Katholiken daran nur 0,5 Milliarden Euro ausmacht, dann bedeutet das, dass bei 30% Katholiken in Deutschland, dass nicht Katholiken mehr spenden
Aber ich gebe zu, dass auch viele Katholiken außerkirchlich spenden.
Ich wollte damit nur sagen, dass ohne Vergleich ihre Zahl nicht viel aussagt.
03. Oktober 2011, 18:00 Uhr
Wie sagte noch der große schwedische Philosoph Ikea:”Glaubst Du noch oder denkst Du schon?”
03. Oktober 2011, 23:30 Uhr
@Ohrenzwicker
Ich denke,wenn jetzt nicht bald ein Wunder passiert in der EU und in der Euro-Kriese, wird bald jeder so schwach sein,wegen chronischen Geldmangel und Unterernährung,dass er kaum noch denken kann.