Spannende Diskussion in der Redaktion beim Blick auf die ersten internen Zahlen, über die ich hier natürlich nichts schreiben darf: Was macht eigentlich einen Wahlsieger aus? Wer darf heute Abend vor die Kameras treten und mit Fug und Recht behaupten, wir haben gewonnen?

Ein Kriterium ist der Vergleich mit der letzten Wahl. Steht ein Plus oder ein Minus vor der Vergleichszahl? Hat man zugelegt? Welche Partei hat am meisten zugelegt? Wenn man die Umfragen der letzten Wochen zugrunde legt, dürften sich dann vor allem Grüne und Piraten als Sieger bezeichnen. Oder ist einfach Wahlsieger, wer die meisten Stimmen bekommt? Ganz egal, ob die Partei bei der letzten Wahl genau so viele, mehr oder weniger Stimmen hatte? Dann stünde zumindest nach den Umfrage der Sieger fest: Die SPD.

Oder ist man Sieger, wenn man nachher die meisten politischen Gestaltungsmöglichkeiten hat, wenn man zwischen Koalitionären wählen und mit viel Druck verhandeln kann? Auch dann liefe der Wahlsieg heute wohl am ehesten auf die SPD zu.

Ich bin gespannt auf die Meinungen in dieser Runde.