Piraten ins Parlament?
von Jörg Schönenborn 8. September 2011 13:36 Uhr
Heute Nachmittag ist bei uns in Köln Fragebogenkonferenz für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Mit der Redaktion und den Wissenschaftlern von Infratest dimap berate ich darüber, welche Fragen wir den Berliner Wählern nächste Woche stellen, um das Wahlergebnis richtig erklären zu können.
Gleichzeitig läuft bis heute Abend kurz vor den Tagesthemen noch unsere Vorwahlumfrage. Und beim Blick in die vorläufigen Daten fällt auf: Die Piraten haben gute Chancen, in das Berliner Landesparlament einzuziehen. Wir werden sie heute Abend in den Tagesthemen zum erstenmal überhaupt als eigenen Balken in der Sonntagsfrage ausweisen – und das mit einer Zahl, die nicht unter der Fünf-Prozent-Hürde liegt. Eine kleine Sensation.
Was mich interessiert? Warum wollen so viele Berliner die Piraten wählen? Warum sind es fast nur die Jungen und nicht die Älteren? Geht es den Wählern allein um das Netz oder werden die Piraten auch für andere Themen gewählt?
Natürlich habe ich selbst eine Vermutung dazu. Aber die ist anders als bei anderen Parteien nicht jahrelang mit Daten belegt. Ein paar Tipps für unsere Fragebogenkonferenz wären nicht schlecht… Vorab schon mal danke!








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08. September 2011, 14:40 Uhr
Wieso Piraten wählen?
Die Piraten verstehen als einzige Partei die Ängste und die Wünsche der Netzkultur. Wir sind keineswegs Nerds sondern in gewisser weise “Freigeister” Wir sind nicht mediengesteuerte Menschen und haben Wege unsere Informationen aus verschiedenen Quellen zu beziehen.
Nur Netzpolitik? Keines Falls! Ich habe mir das Parteiprogramm durchgelesen und musste feststellen dass diese Partei in den letzten Jahren viel gelernt hat. Die Politik ist frisch und man lässt sich davon mitreissen… Die Piraten vermitteln wichtige Themen so, dass man es versteht und mitmachen möchte…
Für mich privat gibt es keine andere wählbare Partei mehr in Berlin.
08. September 2011, 14:41 Uhr
Das sind so Tage Herr Schönenborn, da lohnt es sich nicht für andere den hintern aufzureißen.
08. September 2011, 14:44 Uhr
Sind die Fragen explizit an Piratenwähler gerichtet, hier ein paar Vorschläge.
-Welche ist die primäre Nachrichtenquelle.
Die Angabe Internet würde ich nach der Verbreitungsgeschwindigkeit sogar weiter ausdifferenzieren in unterschiedliche Dienste. email/Web/Facebook/twitter.
-gefühlte Bedrohung der Grundfreiheiten.
-was ist wichtiger Freiheit oder Sicherheit
-sind Begriffe wie Voratsdatenspeicherung, INDECT etc. bekannt
-welche Partei wurde früher gewählt (Wählerwandernung)
-ist ein Vollprogramm wichtig, reichte die Kernkompetenz oder wird eine weitere Entwicklung zum Vollprogramm erwartet
08. September 2011, 14:45 Uhr
mhmm also ich kann nicht sehen, daß wir Piraten nur junge Menschen sind und evtl. deshalb nur junge Menschen als Wähler finden.
ich selbst bin 56 Jahre alt und fühle mich absolut nicht “alt” in diesem Haufen .-) Sicher gibt es hier auch die “Nerds”, aber es gibt genauso verantwortungsvolle Familienväter.
Wenn ich mit potentiellen Wählern rede, so kommt als ein Grund (unter vielen) für die mögliche Wahl der PIRATEN sehr oft, daß man mit dem derzeitigen Politikbetrieb nicht mehr glücklich ist – und daß die Ideen der Piraten, wie man es anders (und evtl. sogar besser) machen könnte, mit ein Grund für die Wahl sein kann.
ich als Kandidat für die BVV bin auch sehr gespannt auf den Wahlabend
08. September 2011, 14:45 Uhr
Viele werfen den Piraten ein eiseitiges Programm vor. Man schimpft sie als viel zu netzbezogen. Fakt ist aber: Das Netz hat unsere Kommunikation verändert. Und zwar unumkehrbar. Öffentliche Meinung ist heutzutage nicht mehr so leicht kontrollierbar und manipulierbar, wie sie es noch vor 20 Jahren war. Die Piraten setzen sich für ein freies Netz ein, für mehr transparenz in Medien und Politik. Oberflächlich betrachtet sieht das Ganze vielleicht wie ein einseitiges Thema aus, global betrachtet sind das für mich aber Schlüsselthemen, die in wirklich alle Bereiche des Lebens hineinragen. Medial verbreitete Lügen um Kriege anzuzetteln, korrupte Mauscheleien zwischen Politik und Lobbyisten, etc., das alles wird in Zukunft nicht mehr so leicht sein wie früher. Und das klappt nur mit einem freien Netz. Und dafür stehen die Piraten.
08. September 2011, 14:45 Uhr
Mein Hauptgrund die Piraten zu wählen ist das Thema Transparenz.
Es mag früher normal gewesen sein, dass man seine Stimme jemandem
gab, dem man vertraute, und dieser traf die Entscheidungen für alle,
oft im Hinterzimmer abseits der Öffentlichkeit.
Dies war einfach den fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten und der
mangelnden Sachkenntnis der Bürger geschuldet.
Doch heute ist dies weder notwendig noch gewünscht.
Es gibt für jeden verfügbare Echtzeitkommunikation, die Hintergründe sind
jederzeit abrufbar, die Bürger sind informiert und interessiert.
Es ist daher an der Zeit, politische Entscheidungsprozesse öffentlich und
für jeden nachvollziehbar zu gestalten.
Die Zeit der Kungelei im Hinterzimmer ist vorbei, und von Staatsdienern
erstellte Dokumente gehören allen.
Die Piraten haben das verstanden, schließlich kommen sie “von unten”,
aus der Masse des absichtlich im Dunkeln gehaltenen Wahlviehs.
Nur bei den Altparteien hat sich diese Erkenntnis noch nicht durchgesetzt…
08. September 2011, 14:47 Uhr
Die Piraten sind keine Partei mehr, die nur noch auf das Thema Freiheit im Internet setzt. Im Berliner Wahlkampf ist offensichtlich, dass auch in anderen Politikfeldern Lösungen angeboten werden. Neben dem oben genannten Thema wollen die Piraten mehr Demokratie (durch ein Wahlrecht, das keine gesellschaftlichen Gruppen mehr ausschließt), mehr Transparenz (indem Geheimverträge verboten und Senatssitzungen öffentlich werden), mehr Freiheit (bezüglich Internet und Drogen), allgemein mehr Bürgerrechte und ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das sind wohl die Schwerpunkte dieser Partei. Dennoch haben die Piraten noch kein Programm, das alle Politikfelder behandelt. Mir fällt auf, dass man einige Standpunkte ebenfalls den Grünen zuordnen kann.
Außerdem machen die Piraten im Gegensatz zu anderen Parteien (SPD) keinen inhaltsleeren Wahlkampf. Obwohl ich die Forderungen auf den Plakaten häufig falsch oder nicht umsetzbar finde, wird man zum Nachdenken angeregt
08. September 2011, 14:48 Uhr
ich bin bei den piraten, weil dort keine politik gemacht wird, wo immer nur gefragt wird, ist das auch brav, kann man das machen, ist das finanzierbar und auch alles politisch korrekt. wir denken themen offen und ohne zu fragen was erlaubt ist. und damit treffen wir eben den nerv von leuten, die das auch tun, die eine völlig andere realität leben als die alten rentner und die alten säcke in der regierung. unsere welt ist prekär, vieles ist verboten, unfein. kaum einer in berlin hat einen festen 9to5 job wo er richtig gut verdient. häufiger sind die 6 stunden schlaf jobs mit schlechtem verdienst oder die 6 stunden arbeit jobs mit einem verdienst in höhe der sozialhilfe.
08. September 2011, 14:48 Uhr
Ich finde es traurig, wenn in einer Demokratie nach den Wahlen in den Medien nicht das Ergebnis ALLER Parteien präsentiert werden. Es ist geradezu eine Herausforderung für die unter Sonstige am Wahlabend eine Prozentzahl zu bekommen. In einer Demokratie sollten alle Parteien gleichwertig sein und auch gleichwertig präsentiert werden – egal ob rechts- oder linksradikal. Eine Demokratie hat dies auszuhalten und die Medien auch.
08. September 2011, 14:48 Uhr
Herr Schönenborn, tststs: Sie schreiben: “in den Tagesthemen zum erstenmal überhaupt als eigenen Balken in der Sonntagsfrage ausweisen” – beim ZDF sind die schon seit 2 Wochen längst ausgewiesen: http://wahltool.zdf.de/Politbarometer/mediathekflash.shtml?2011_08_26_Extra_MP_Berlin
08. September 2011, 14:49 Uhr
Ich würde auch die Piraten wählen (bin allerdings keine Berlinerin, daher in dieser Wahl nicht aufgefordet), weil mir Freiheit und Demokratie wichtig sind, und vor allem Ehrlichkeit. Die Piraten sind stockehrlich, offen, haben eine direkte Sprache, und entwickeln sich allmählich von der Nischenpartei zur Vollprogrammpartei. Zugegeben, bis dahin ist es noch ein Stück Weg, aber die Piraten machen sich auch erst Kompetent, ehe sie Stellung zu einem Thema beziehen, und das öffentlich. Das Forum ist jedem zugänglich, jeder – auch Nicht-Mitglieder – kann mitreden und sich äußern.
08. September 2011, 14:50 Uhr
bin zwar nicht aus Berlin sondern hamburg. Warum ich die Piraten aber 2 mal gewählt habe und es wieder tun werde
1. Forderung und Durchsetzung von TRANSPARENZ
Wie man hier aktuell aus einem “kleinen” piraten kreistag sieht wird daran auch festgehalten:
http://t.co/dPUjEHk
2. Gegen überwachungswahn
Wir leben mittlerweile in einer Welt in der Panikmache an der Tagesordnung steht um den Deutschen Michel “fügig” für jede Art von Kontrollüberwachung zu machen
3. Gegen Zensur
Muss ich glaub nicht weiter erwähnen das solche gesetze unter irgend einem Deckmantel in den näcsten jahren immer wieder aufm Zettel sein werden (mal sehen was nach rechten seiten und kinderpornos kommt)
4. Weil es eine junge Partei ist mit motivierten jungen Menschen in der man “wenn man will” aktiv mitgestalten kann ohne “alte säcke mit realitätsverlust” über sich zu haben.
5. kann ich noch viele weitere punkte schreiben aber kein platz mehr
Alter 28, arbeite als barkeeper, bis die piraten kamen…
08. September 2011, 14:50 Uhr
Klassischerweise natürlich Netzthemen. Aber sicherlich gibt es auch viele, die eigentlich mit den Grünen sympathisieren, aber den Negativwahlkampf der Grünen, deren Spitzrnkandidatin und ein grün-schwarzes bzw. schwarz-grünes Projekt ablehnen.
08. September 2011, 14:51 Uhr
Nach einem genauen Blick auf das Wahlprogramm der Piraten in Berlin habe ich mich gegen die Piraten entschieden. Entweder sind die Forderungen finanziell nicht durchgerechnet, und im hochverschuldeten Berlin auch nicht ansatzweise finanzierbar, aufgrund der fehlenden gesetzgeberischen Kompetenz des Landes Berlin nur über den Bund umzusetzen oder sie sind schon Realität.
Als Ur-Berliner ist mir aufgefallen, dass viele der piratenmitglieder, sowie ihre Kandidaten zum Unistudium nach Berlin gezogen sind. Aus diesem Millieu rekrutieren sie vieler ihrer Wähler. Was auch etwas das fehlende Basiswissen über die Berliner Verfasstheit erklärt.
Ein weiterer Teil der Wählerschaft sollten enttäuschte Sympathisanten der Grünen und zu einem kleinen Teil aus dem FDP Spektrum sein. Nach einem genauen Blick auf das Wahlprogramm der Piraten in Berlin habe ich mich gegen die Piraten entschieden. Entweder sind die Forderungen finanziell nicht durchgerechnet, und im hochverschuldeten Berlin auch nich
08. September 2011, 14:51 Uhr
Für mich sind es die Forderungen nach Grundeinkommen (Die Sozialsysteme liegen am Boden und müssen reformiert werden) und nach kostenlosem ÖPNV (Mobiliät wird als Grundrecht verstanden.). Die Piraten sind die einzige Partei, die die Daseinsvorsorge ernst nimmt.
Die Partei gibt offen zu, dass sie nicht sicher weiß, wie sie das umsetzen würde (kein Vollprogramm). Sie macht also keine leeren Versprechungen und verliert trotz großer Visionen nicht die Bodenhaftung. Ich habe das Gefühl, dass die Vertreter der Piraten “welche von uns” sind. Sie sind keine Lügner.
08. September 2011, 14:52 Uhr
Mir gefällt ein Großteil des Wahlprogramm und ich hoffe auf frischen Wind.
Eine echte Alternative zur Alternativlosigkeit!
08. September 2011, 14:53 Uhr
Die Piraten sind ja vom Internetauftritt eher in der Selbstdarstellung eine Informationspartei, wobei ich aus Diskussionen weiß, daß alle politischen Themen diskutiert werden. Wegen der Breite des Mitgliedermixes ist aber die offizielle Meinungsdarstellung der Partei zu anderen zB. Wirtschaftsthemen, Arbeitsmarktpolitik nicht abgeschlossen. Hinter den Türen erkenne ich jedoch keine exotischen Meinungen. Als Darstellung sehe ich aber eher Themen wie Menschenrechte, offene Demokratie, Meinungsfreiheit, Liberalismus, Informations(-gewinnungs)-Freiheit. Auffällig ist, daß sich die Partei gegen Mobbing der anderen wehren muß, was auf eine große Angst der Etablierten hindeutet.
Für mich scheint die Informationsgesellschaft eine neuen demokratisch notwenige Kraft zu werden, neben Umweltschutz, Sozialkompetenz, Sicherheitspolitik usw.
Daraus leiten sich aber eher soziologische Fragen ab wie “ich fühle mich von dem System bedroht” ja/nein
08. September 2011, 14:54 Uhr
…. war ich politk und politikerverdrossen und hatte die ansicht, anliegen von jungen menschen werden eh nicht beachtet, sondern nur lobby entscheidungen gemacht.
Da hat man mir doch meinen letzten satz geklaut
Mfg
08. September 2011, 14:54 Uhr
Hallo Herr Schönenborn,
es freut mich sehr zu sehen, dass die Piraten nun ihren eigenen Balken erhalten. Damit werden wahrscheinlich auch mehr Menschen auf sie aufmerksam werden.
Ihre Fragen kann ich Ihnen als nicht Berliner nicht seriös beantworten. Trotzdem möchte ich zumindest meine Wahrnehmung mitteilen:
Die Piraten sind m. E. mittlerweile die einzigen sozial-liberale Partei in Deutschland, sondern auch als Bürgerrechtsbewegung weltweit aktiv. Nicht nur, dass sie sich aktiv mit den Problemen der Informationsgesellschaft und damit einhergehenden Herausforderungen der Zukunft befassen, auch setzen sie sich mit den Fragen der Menschen und nicht der Lobbyisten auseinander. Ihnen traut man nicht nur eine ehrliche Politik, sondern auch die Einbeziehung der Menschen in der demokratischen Entscheidungsfindung zu.
Aber das alles sind nur meine persönlichen Punkte und vielleicht sieht das jemand anderes ganz anders.
Mit besten Grüßen,
hope74
08. September 2011, 14:55 Uhr
Irgendwer da draußen honoriert offensichtlich die zig 100,000 Stunden ehrenamtliche Arbeit für mehr Auswahl, bei der Wahl. Uns fragen Bürger im tiefsten Niederbayern, die eigentlich wegen dem Volksbegehren gegen Studiengebühren anhalten, was in Berlin los sei. “Ja schaumeramol” sag ich dann immer, im Beckenbauerschen Stolpertonfall.
08. September 2011, 14:56 Uhr
Hallo ich bin 18 Jahre alt (Erstwähler) und werde bei den Wahlen die Piratenpartei wählen, da ich auf Themen wie Transparenz, Mitbestimmung und das Ende des überwachungs Wahns wert lege. Außerdem bin ich gegen die Mediaspree. In diesen Punkten fühle ich mich bei dieser Partei am besten Vertreten.
08. September 2011, 14:56 Uhr
Berliner bin ich zwar keiner, aber trotzdem wundert es mich, dass der Erfolg der Piraten als so große Sensation wahrgenommen wird. Der Name der Partei mag zwar noch den Geruch einer Spaßpartei mit sich bringen, aber davon sind die Piraten weit entfernt.
Mal anders herum gefragt: Wen sollte man denn wählen, wenn man nicht in einem totalitären Überwachungsstaat wie den USA leben will? CDU, SPD und Grüne fallen bei den etablierten Parteien schon mal aus. Bleiben noch die Linke und die FDP. Die Linke hat sich mit der “Danke an die Mauer”-Aktion selbst disqualifiziert und die FDP fährt in den Kernthemen der Piraten zwar eine vergleichbare Linie (was lobenswert ist), allerdings ist diese Partei abgesehen davon schlicht und ergreifend unwählbar. Zumindest für Leute, deren Monatseinkommen nicht deutlich im fünfstelligen Bereich liegt.
Kurz gesagt, dass die Piraten nur die 5%-Hürde knacken, dürfte in erste Linie daran liegen, dass die junge Wählerschaft noch nicht 18 oder…
08. September 2011, 14:58 Uhr
Wird die FDP nun endlich auch unter Sonstige aufgelistet?
Zu den Fragen:
Meiner Meinung nach interessieren sich die jungen Leute heute eher noch für politische Themen, weil sie die Hoffnung nicht verloren haben, dass sich noch etwas ändern kann. Und diese informieren sich wohl auch mehr im Internet, wo die Piratenpartei sehr stark vertreten ist.
Die Älteren hingegen haben noch eingetrichtert bekommen, dass man nur die Wahl zwischen den sogenannten “Volksparteien” hat, wo man das kleinere Übel aussucht. Im Alter nimmt nun mal die Experimentierfreudigkeit ab.
Und wieso das Interesse steigt? Die Leute sehen nun mal, dass die Piraten kurz vor den 5% stehen und somit eine Chance haben. Jetzt gilt nicht mehr, dass man seine Stimme verschenkt (was eh nie stimmte). Gut beobachten konnte man es damals bei der DVU in Sachsen-Anhalt, wo die Prozente bei jeder Umfrage höher wurden, weil die Chancen gesehen wurden.
Das selbe passiert übrigens zur Zeit mit der FDP – nur…
08. September 2011, 15:00 Uhr
Auch ich komme nicht aus Berlin, verfolge die Entwicklung der Piraten aber stetig. Das Problem bei den “großen” Parteien ist es, dass man es versucht möglichst allen recht zu machen, um ein möglichst gutes Wahlergebnis zu erzielen. Diesen Eindruck habe ich bei den Piraten nicht. Sie entstammen einer Nische, in welcher sie alle gemeinsam hinter ihren Idealen und ihrem Programm stehen. Dass dieses sich nun auf weitere Bereiche außerhalb der Nische ausbreitet, liegt in der Natur der Sache, da sich jedes Mitglied auch für mindestens einen anderen Bereiche außerhalb der Nische interessiert.
Dadurch werden sie automatisch für einen größeren Personenkreis interessant. Wichtig für die Piraten wird es in Zukunft sein, dass sie sich nicht “verwässern” lassen. Je größer eine Partei wird, je mehr Meinungen unter einen Hut gebracht werden müssen, desto mehr Kompromisse müssen eingegangen werden. Dazu kommen dann Lobbyinteressen, die bestimmten Entscheidungen auch einen Ausschlag geben…
08. September 2011, 15:01 Uhr
Warum ich die Piratenpartei wähle?
Aus einem guten Grund: Den etablierten Parteien kann man nicht mehr trauen. Vor jeder Wahl kommen die verlogenen Wahlversprechen, welche nach der Wahl sofort wieder vergessen werden.
Um deren Dreistigkeit und unserer Hilflosigkeit ein Ende zu setzen, sollten neue Parteien mit vernünftigen Themen gewählt werden. So wird meine Stimme auch nicht verschenkt.
Unabhängig davon “wollen” Sie für Rechte eintreten, welche von den großen Parteien nur mit den Füßen getreten werden.
08. September 2011, 15:02 Uhr
Die Piraten stehen für eine neue Form der politischen Partei, die ihre Entscheidungen nicht in Hinterzimmern nach parteipolitisch-taktischen Erwägungen trifft, sondern öffentlich und transparent mit nachvollziehbarer, vernunftgetriebener Begründung.
Transparenz und problemlösungsorientierte, logische Herangehensweise an Politik sind sicher der Hauptmotor des aktuellen Erfolgs der Piraten.
Und natürlich die Verbindung mit der Ratlosigkeit der Wähler angesichts des großflächigen und langfristigen Versagens der etablierten Parteien auf Bundes- und Landesebene, was die Lösung der Alltagsprobleme der Bevölkerung angeht.
08. September 2011, 15:02 Uhr
Weil ich davon ausgehe, dass sie aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes (Computer, Netzwerke, Kybernetik) Probleme der Politik anders angehen und lösen – und dabei bisherige Prinzipien von Partizipation, Verwaltung und Regieren zu einem demokratisch besseren optimieren mögen.
08. September 2011, 15:06 Uhr
Guten Tag Herr Schönenborn,
ich will Ihnen nicht unterstellen sich nicht informiert zu haben.
Aber ein Grund könnte einfach das gute Wahlprogramm sein?
Da findet man konkrete Ideen und Perspektiven, im Gegensatz zu anderen Parteien.
Zum anhören oder lesen:
http://berlin.piratenpartei.de/category/wahlprogramm2011/
http://berlin.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2011/08/PP-BE-wahlprogramm-v1screen.pdf
Mit freundlichem Gruß
Rubeus Schmidt
08. September 2011, 15:08 Uhr
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