Massaker als Marketing: Das Manifest des Massenmörders
von Patrick Gensing 24. Juli 2011 11:17 UhrDas Motiv für den Massenmord in Norwegen ist klarer geworden: Der rechtsradikale Norweger B. wollte Aufmerksamkeit für sein “Manifest” schaffen und durch das Massaker weltberühmt werden, um seine kruden Thesen möglichst weit zu verbreiten. Das geht laut norwegischen Medienberichten aus dem Geständnis des 32-Jährigen hervor. B. hatte demnach sein etwa 1500-Seiten-umfassendes “Manifest” eine Stunde vor den seit Jahren geplanten Anschlägen an rechte Politiker in Skandinavien geschickt.
Nun erklärt sich auch, warum B. die Jugendorganisation der Arbeiterpartei angriff und möglichst viele Jugendliche ermordete. B. beklagte nämlich einen vermeintlichen Siegeszug des “kulturellen Marxismus”, der aus der “destruktiven” Frankfurter Schule hervorgegangen sei. Dieser Siegeszug sei Voraussetzung für die “Islamisierung Europas” – so die bekannte Argumentation von B. und anderen “Islam-Kritikern”, die nicht weniger als die Abschaffung Deutschlands (Sarrazin) oder eben Europas (B.) prophezeien. So wird ein Szenario entworfen, in der Selbstverteidigung gegen einen vermeintlichen Massenansturm von islamistischen Horden als legitim erscheint. Nicht umsonst finden sich in B.s Kommentaren auf einer rechtsradikalen Internet-Seite ausführliche Statistiken über den Anteil der islamischen Bevölkerung in europäischen Großstädten.
Damit nicht genug, durch die religiöse Komponente Christentum gegen Islam könnte B. in seinem Wahnsinnsverbrechen eine quasi heilige Tat gesehen haben. Den Nachwuchs der Arbeiterpartei, die in Norwegen die Regierung stellt und das Land mit Unterbrechungen über Jahrzehnte regiert hat, könnte er als Träger der Ideen der Frankfurter Schule und 68er in dem skandinavischen Land identifiziert haben. Durch den Massenmord an dem sozialdemokratischen Nachwuchs erreicht der rechtsradikale Attentäter zwei Ziele: Maximale Aufmerksamkeit für seine Tat – und B. eröffnet aus seiner Sicht seinem Land eine bessere Zukunft, da der Arbeiterpartei viel Nachwuchs verloren gegangen ist, die Ideen der Frankfurter Schule geschwächt werden. Der zweite Teil seiner Rechnung dürfte nicht aufgehen: Ministerpräsident Stoltenberg hat in beeindruckenden Ansprachen bereits mehrfach deutlich gemacht, dass die Antwort der Norweger auf dieses Hass-Verbrechen nicht weniger, sondern mehr Demokratie und Solidarität sein werden. Die Qualitäten der norwegischen Gesellschaft, Toleranz und Offenheit, sollen erhalten bleiben, betonte der Premier.
B.s Thesen zu Islam und 68ern lassen sich Millionenfach in Internet-Foren und auch Mainstream-Medien nachlesen. Unter dem Banner der Meinungsfreiheit (“Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!”) wird eine angebliche linke Meinungshegemonie sowie der drohende Untergang des Abendlandes beklagt. Eine brisante Mischung aus Minderwertigkeitskomplexen und Chauvinismus, die mit religiösen Elementen angereichert offenbar das Motiv für den Massenmord in Norwegen geliefert hat. Der Kampf der Rechtsradikalen für mehr Freiheit ist das genaue Gegenteil, die Konsequenzen sind Gräben in der Gesellschaft, Intoleranz, Hass – und nun sogar Massenmord.
Vielleicht gibt das bürgerlichen Kreisen in Deutschland, die gerne mit vermeintlichen Tabubrüchen kokettieren, auch endlich zu denken.








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24. Juli 2011, 12:14 Uhr
Das hätte uns genau so gut treffen können.
Solche Spinner gibt es überall und jederzeit. Nur, früher hatten sie keine solchen Werkzeuge, vielleicht ein Schwert oder ein Gewehr, aber heute kann man legal oder illegal schlimmste Verbrechen vorbereiten und ausführen. Ein ähnlicher Fall mit einer Autobombe und Kunstdünger als Sprengmittel gab es ja auch vor vielen Jahren einmal in den USA. Das Jammern nützt aber nun nichts. Die Spinner sind vorhanden und die Möglichkeiten auch. Was hilft: Aufpassen ! Diese Spinner sind keine Leisetreter, sie machen vorher durch grosses Geschrei von sich reden. Die Ordnungsbehörden müssen eine Abteilung schaffen, die solchen Menschen auf die Finger schauen. Einige Kontrollbesuche von der Staatsanwalt im Vorfeld würden, so glaube ich, hier Wunder wirken. Auch wenn diese im nachhinein umsonst waren. Aber wenn sich rumspricht, dass es hier eine Kontrollinstanz gibt und möglicherweise eine gelegentliche Überwachung, dann wäre schon viel gewonnen.
24. Juli 2011, 12:26 Uhr
Watum lese ich hier nichts darüber, dass in allen Medien inkl. Tagesschau erst einmal die Islamisten verdächtigen? Die norweigsche Polizei hat sich ja wohlweisslich zurückgehalten mit Verdächtigungen, bevor man etwas gesichert weiß. Wieso muss also so ein seriöses Medium wie die Tagesschau sich in unseriösen Spekulationen verlieren?
In meinen Augen war das eine leicht rassistische Reflexhandlung, nach der nur Islamisten Anschläge verüben können.
Fefe verweist dabei auf einen interessanten Artikel im österreichischen Standart:
http://blog.fefe.de/?ts=b0d5ab13
http://mobil.derstandard.at/1310511975907/Terror-in-Norwegen-Der-Moslem-wars
Btw. ich weiß, es war nicht nur die Tagesschau, sondern auch andere Medien.
24. Juli 2011, 12:40 Uhr
[...] Der mutmaßliche Attentäter von Norwegen wollte mit seiner Tat auch auf sein 1500-Seiten-”Manifest” aufmerksam machen. In diesem beklagt er einen Siegeszug des “kulturellen Marxismus” und eine “Islamisierung Europas”. tagesschau.de-Rechtsextremismusexperte Patrick Gensing analysiert die ideologischen Zusammenhänge. [mehr] [...]
24. Juli 2011, 12:49 Uhr
Den Attentäter von Norwegen und Herrn Sarrazin in einem Atemzug zu nennen und damit in eine ähnliche Kategorie einzuordnen halte für eine ungeheuerliche Entgleisung, die an Verleumdung grenzt, so sehr ich mit vielen anderen Teilen von Patrick Gensings Analyse auch einverstanden bin.
24. Juli 2011, 12:53 Uhr
Immer wieder das gleiche Problem.
Die einfache Beschaffung von Waffen.
Entzieht doch endlich den ganzen Hobby Schützen die Waffen, dass würde viele leben retten.
24. Juli 2011, 12:56 Uhr
Gerade die letzten beiden Absätze sind trefflich formuliert.
24. Juli 2011, 12:57 Uhr
Trotz angebrachter Kritik an den fremdenfeindlichen Thesen Thilo Sarrazins halte ich es für absolut unangebracht, ihn in diesem Blog-Post in einem Satz mit einem Massenmörder zu nennen und ihn auf diese Weise in eine ideologische Nähe zu ihm zu rücken.
Ob dies der Intention des Autors entspricht, halte ich zwar für fraglich, allerdings wird es durch die Wortwahl und den letzten Satz durchaus suggeriert.
24. Juli 2011, 12:57 Uhr
@Rudi:
im Grunde genommen hast Duu völlig Recht.
Das Problem ist nur,wie kann man es vermeiden,daß aus dieser Kontrollinstanz
nach ein paar Jahren eine Art gestapo wird?
24. Juli 2011, 12:57 Uhr
Was ich mir wünschen würde wäre ein Statement der Tagesschau-Redaktion. Es ist keine Schande, Fehler zu machen, aber sehr wohl eine Schande sie nicht zuzugeben. Wäre schön wenn man öffentlich erklärt, sich nicht als Teil des neuen deutschen Kulturgutes Islamophobie zu sehen! Möchte nicht wissen wieviel Hass in deutschen Internetforen aufgrund dieser übereilten Meldungen wieder geschürt wurde!
24. Juli 2011, 12:59 Uhr
“Vielleicht gibt das bürgerlichen Kreisen in Deutschland, die gerne mit vermeintlichen Tabubrüchen kokettieren, auch endlich zu denken.” Das, lieber Herr Gensing, ist der falsche Ansatz. Nicht dem Bürgertum sollte dieser Anschlag zu denken geben, sondern “der Mitte”. Denn Menschen, die konservativ denken (konservativ! das bedeutet NICHT rechtsradikal!), die sich von Multi-Kulti, sogannter Toleranz, Kebap-Connection, erodierenden Familienverhältnissen etc überrumpelt fühlen, werden durch die Politik schlichtweg nicht mehr vertreten. Die entsprechenden Parteien, z.B. CDU/CSU in der BRD, orientieren sich total in die Mitte. Mit anderen Worten: nach links. Dadurch ist der rechte Flügel dieser Parteien, der sie noch repräsentiert und in die Gesellschaft eingebunden hat, quasi weggebrochen. Und somit kommen diese Menschen ganz leicht über den bürgerlich-konservativen Rand hinaus in die Arme der Rechtsradikalen. Also: konservativ wieder akzeptieren + repräsentieren. Das ist das…
24. Juli 2011, 13:00 Uhr
Diesmal also ein Terrorakt mit christlichem Hintergrund. Niemand wird aber dadurch auf die Idee kommen, deshalb die gesamte Anhängerschaft der christlichen Religion dafür verantwortlich zu machen. Genau das passiert aber immer wieder pauschal mit dem Islam. Wenn wir jetzt nun alle erkennen, dass nicht jeder Christ/Moslem automatisch ein gefährlicher radikaler Verbrecher ist, hat Anders Behring Breivik (warum heißt der hier immer nur “B.”, der vollständige Name ist doch hinreichend bekannt?) noch wesentlich mehr erreicht, auch wenn das wohl genau das Gegenteil dessen wäre, was er beabsichtigte.
Wenn nicht, müsste ein heutiges Ceterum censeo wohl lauten “Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Religionen zerstört werden müssen.”
24. Juli 2011, 13:00 Uhr
Herr Gensing,
Sie selbst sollten die Taten aber auch nicht dazu nutzen, um die tatsächlich vorhandenen Integrationsprobleme und die in den Medien weit verbreitete “68er-Einstellung” runterzuspielen. Dass Sie Herr Sarrazin in diesem Zusammenhang auf die gleiche Stufe stellen wie B. ist wohl eines der weithergeholtetesten Sachen, die ich mir bieten lassen muss. Diese sogenannten Mainstream-Medien bestehen wohl allein aus der BILD. Der Spiegel, Zeit, SZ – alle namenhaften Nachrichtenmagazine sind nicht dem bürgerlichen Lager zuzuordnen. Selbst die Welt gehört wohl schon längst zum mitte-links Bürgertum.
Hat es Ihnen denn nicht schon gereicht, dass Ihre Kollegen ohne jegliche Fakten auf einen islamistischen Terroranschlag spekuliert haben? Muss ich mir wirklich eine schlechte journalistische Gangart nocht aus der anderen Richtung lesen? Ich hoffe nicht.
Die Lage ist kritisch zu überdenken. Einige werden auch ihre Meinung zum Islam überdenken müssen. Doch bitte alles objektiv…
24. Juli 2011, 13:05 Uhr
Diese unfassbar grausame Tat sollte anlass geben über geltende Waffenbesitzrechte, in Europa sowie in Deutschland zu diskutieren. Wie kann es sein, dass Personen wie Anders Bering Breivik oder Robert Steinhäuser, “legal” halbautomatische Waffen besaßen. Es gibt doch keinen trifftigen Grund, da halbautomatische Waffen nicht für Jagdzwecke und auch nicht für Schießsportzwecke gebaut werden!
24. Juli 2011, 13:06 Uhr
in diesem Blog-Beitrag Patrick Gensing Bericht werden gefährliche Zusammenhänge konstruiert. Man kann diese grausame Tat nicht in Verbindung mit eine islamkritischen Haltung von Menschen bringen, die jedwede Gewalt ablehnen. Sie stellen die vielen Menschen in Europe mit dieser Haltung in eine Reihe mit einem Massenmörder. Von daher ist ihr Blog-Beitrag eher ideoligisch zu betrachten, denn als wirklich kritische Analyse dieser grausamen Tat ist sie nicht zu gerbrauchen -leider haben Sie sich von ihrem ideolgischen Anschauungen treiben lassen, die wiederum auch zu Hass auf Andersdenkende führen kann. Nichtsdestotrotz, haben radikalisierte Vorstellungen eines gemeinsam: sie töten! Ob, links, rechts oder religiös (welche auch immer missbraucht wird) motiviert, dass grausame Resulatat ist das gleiche: es fordert tote! Meine Anteilnahme all diesen armen Mesnchen und deren Familien.
24. Juli 2011, 13:08 Uhr
Der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik (32) ist ein Freimaurer.
Das berichtete die Webseite der britischen Tageszeitung ‘Daily Mail’ am 23. Juli.
Die Webseite veröffentlichte ein Photo Breiviks mit Freimauer-Schurz.
Breivik ist Mitglied der Johannes-Loge St. Olav der Drei Säulen in Oslo.
Der Attentäter, der nach Behauptung von ‘bild.de’ im „Naziwahn“ handelte, war auch ein Anhänger von Max Manus († 1996).
Manus war ein norwegischer Partisane.
Er verübte Bombenattentate gegen die deutsche Besetzung Norwegens während des Zweiten Weltkrieges.
24. Juli 2011, 13:09 Uhr
Die ARD-Reaktion auf den Anschlag (noch am Nachmittag, kaum war das Attentat bekannt geworden!), namentlich des Stellvertretenden (!!!) Chefredakteurs, Rainald Becker, war für empörend! Sofort zu spekulieren: islamistischer Attentäter, das ist doch zutiefst unserös und BILD-Niveau. Ich war darüber nicht nur erschrocken, sondern eben auch sehr empört darüber. Sachlich dagegen der Umgang mit dem fürchterlichen Attentat in Norwegen!
24. Juli 2011, 13:09 Uhr
Nein, ihrem Fazit stimme ich so nicht zu. Die Unterscheidung in Rechte und Linke greift da nicht. Intoleranz und Hass gibt es sowieso gerade in sozialistisch geprägten Gesellschaften. Diese Tat ist meines Erachtens ein weiterer Beweis für die Bedrohung freiheitlicher Gesellschaften durch religiös motivierte Fundamentalisten. Aber auch im Christentum gibt es sie. In den USA sind christliche Fundamentalisten seit langem auf dem Vormarsch. Sie haben jede Menge politischen Einfluss und Europa schaut zu. Die Frage ist, wie eine freiheitliche, sehr säkulare Gesellschaft mit dem Thema Religion und Fundamentalismus in Zukunft umgehen soll. Vielleicht ist Norwegens Gesellschaft in mancher Hinsicht zu tolerant.
24. Juli 2011, 13:10 Uhr
91 Tote in Oslo. Täter: Christ und Rechtsextremer. Zeit, dass Europa beginnt aus der Geschichte zu lernen und dem europäischen Ruck nach rechts in europäischen Ländern Einhalt gebietet. Nationalismus: ein böser Krebs, beginnt schon im kleinen mit ach so harmlosen Symbolen wie der Flagge am Auto abseits von Sportevents sowie Gedanken wie “ich bin stolz darauf, XYZ zu sein” oder “Zuerst WIR – und dann vielleicht auch andere”.
Sei Kosmopolit. Für eine bessere Welt.
24. Juli 2011, 13:10 Uhr
Ich bin auch unglaublich erschüttert von der Berichterstattung der ARD über diese grauenhafte Tat.
Als noch gar keine Informationen bekannt waren, gab Reinhald Becker, der stellvertrende Chefredakteur, in einer Sondersendung zu den Ereignissen von sich, dass “selbstradikalisierung durch Computerkriegsspiele” die Ursache für diese Tat gewesen wären.
Es ist unfassbar, dass die ARD auf solch reißerische, populistische Kommentare zurückgreifen muss, die völlig ohne Recherchehintergrund einfach in den Raum geworfen werden. Hauptsache man hat schonmal einen Schuldigen an der Wand, bevor wirklich Informationen ans Licht kommen.
Dieser Artikel zeigt nun die wirklichen Tathintergründe, die die Tat erklären können. “Computerkriegsspiele” hatten damit absolut gar nichts zu tun.
Ich bin völlig fassungslos ob des Niveaus der ARD in diesem Fall.
24. Juli 2011, 13:12 Uhr
Auch ihr Beitrag verhilft dem Massenmörder nur dazu die Aufmerksamkeit zu erhalten, nach der er sich vermeintlich gesehnt hat. Ich frage mich, aus welchem Grund sie einen Bezug zwischen einem Massenmörder und Sarrazin ziehen mussten? Durch ihre Worte suggerieren sie, dass beide die gleichen Standpunkte vertreten und Grund für das gleiche Übel seien.
Lassen sie es mich klar sagen: Der Mörder war weder Christ noch hatte er eine bürgerliche, politische Vorstellung, wobei man zuerst einmal definieren müsste, was bürgerlich bedeutet. Auf jeden Fall hat ein feiger Massenmörder absolut gar nichts mit der Diskussion in Deutschland über Migration und kulturelle Identität zu tun. Mit solchen Beiträgen rücken sie jeden, der eine solche Diskussion nicht im Sinne von pro Multikulti führt in die Ecke von Mördern. Es ist irritierend und auch beschämend, dass solche Vergleiche unreflektiert hier gezogen werden.
24. Juli 2011, 13:17 Uhr
Was die Spekulationen und Vorverurteilungen betrifft, es wären Terroristen im Umfeld von Islam/Alkaida, gewesen: Anhand dieser Fehlbeurteilung als Reaktion wurde deutlich, wie sehr sich die öffentlichen Medien bereits für eine politische Propaganda “Kampf gegen islamischen Terror” haben instrumentalisieren lassen. Dieses Szenario wurde der Bevölkerung seit 9/11 unermüdlich eingetrichtert. Umsosehr müsst man sich jetzt nicht nur peinlich berührt fühlen sondern radikal umdenken: Gewalt ist kein spezifisch islamischen Problem. Man erkennt dass auch “fundamental christliches” Gedankengut Ursache unermesslichen Leids sein kann.
Die einseitige Hetze gegen “islamischen Terror” ist der Lösung des Problems kaum förderlich.
Wer dies glaubt versteht nicht, dass das menschliche EGO nicht religionsspezifisch ist, sondern seine eigenen Mechanismen hat, die es zu verstehen und aufzuarbeiten gilt.
Schade, dass soviel Leid notwendig ist um Kurskorrekturen im Denken zu bewirken.
24. Juli 2011, 13:19 Uhr
Eins hat der gute Mann nicht bedacht…in dem er mit seiner Tat auf die zunehmende ,,Islamisierung´´ aufmerksam machen wollte, hat er viel mehr gezeigt, dass auch der gute Christ zu solch einer Tat fähig ist.
Ich wusste das der Tag kommen würde. Es ist traurig, dass die Menschen immer erst eine Katastrophe benötigen um anfangen nach zudenken. Nicht der Islam ist gefährlich, sondern extremistische, radikale (ob links oder rechts) MENSCHEN!!!
Haltet dem Stand Norwegen. Lasst nicht zu, dass euch solche Menschen die Freiheit, Toleranz und Offenheit nehmen!
24. Juli 2011, 13:21 Uhr
@ Sören:
Ob ich es “unseriöse Spekulation” nennen würde, weiß ich nicht.
Mathematisch gesehen haben weltweit die Anschläge mit islamistischen Hintergrund mit gewaltigem Abstand den größten “Marktanteil” – von daher ist das keine Spekulation sondern Wahrscheinlichkeit.
@Rudi:
Deine Vorschläge in Ehren – aber das ist doch genau das, was unser ehemaliger Innenminister vorhatte: Den gläsernen Bürger, Beschattung und Spionage – Methoden die stark an die StaSi erinnern. Datenschutz? Privatsphäre? Fehlanzeige.
Wer dafür ist, sollte sich fragen, ob er Bespitzelung im höchstem Maße bei sich selbst dulden würde (ob berechtigt oder nicht spielt dabei keine Rolle, denn jeder hassende Nachbar könnte durch ein, zwei plazierte Anrufe bei der genannten “Kontrollinstanz” das Augenmerk auf einen lenken…)
24. Juli 2011, 13:24 Uhr
Auch wenn der norwegische Attentaeter einige religioesen Elemente in sein Manifest einbaut, hat dies nichts mit “christlichen Fundamentalismus” zu tun. Es gibt nichts fundamentaler zum biblischen Glauben, als dass man von der Liebe Gottes bestimmt ist, die dem Naechsten nichts Boeses tut. Jesus sagte, dass Sein Reich nicht von dieser Welt sei, deshalb kaempfen Seine Juenger nicht (mit dem Schwert). Den Menschen, die Jesus ermorden wollten, sagte Er, dass sie Kinder des Teufels sind, denn jener ist ein Moerder vom Anfang. Ab dem Augenblick, wo ein Mensch sich einen Mord vornimmt, steht er nach biblischen Ansichten unter satanischem Einfluss. Morden wird im bibeltreuen Christentum nie gelehrt oder gutgeheissen, und wer es dennoch im Namen Christi tut, beweist wie unbiblisch er orientiert ist. Bibeltreue Christen sind gegen allerhand Suende, nicht weil sie gegen, sondern fuer alle Menschen sind, die Objekte der Liebe Gottes in Christus sind. Man predigt Leben, nicht Toeten.
24. Juli 2011, 13:26 Uhr
Nicht eine neue “Kontrollbehörde” hätte diese Tat verhindern können. Der Täter scheint alleine und geplant vergegangen zu sein. Er hat eben nicht schon Jahre oder Monate vorher auf sich aufmerksam gemacht.
Vielmehr wird hier wieder deutlich wie gefährlich rechter Populismus tatsächlich ist. Jahre langes weiderholen von Angst- und Haserfüllten parolen und verdrehten Statistiken á la Sarazin, erschaffen ein Ambiente in dem einzeltäter oder auch ganze Gruppen den Eindruck haben eine gute Tat zu tun indem sie menschen aufgrund von Herkunft oder Glauben ausgrenzen, verängstigen oder gar umbringen.
Ich benutze hier bewusst nicht das Wort “Extremismus” da es vor allem rechten Populismus auch und vor allem in der so gern beschworenen “Mitte” der Gesellschaft häufig anzutreffen gibt. Es handelt sich also nicht um ein Problem angeblich “gleicher” Mechanismen am “rechten-, linken-, oder islamistichen Rande der Gesellschaft” sondern um Menschenfeindlichkeit der aus der “Mitte”…
24. Juli 2011, 13:30 Uhr
Ergänzung zum vorigen Beitrag:
Auch in HEUTE (19 Uhr) kam der “Terrorismusexperte” zu Wort und hatte gleich den Islam als Täter parat. Er wollte es gar aus Kreisen der norwegischen Polizei erfahren haben (sitzt da sein Onkel?),
Was ist nur aus den seriösen öffentlich-rechtlichen und GEZ-gesponserten Sendern geworden?
24. Juli 2011, 13:30 Uhr
Muß das sein? Der widerlichen Mord an so vielen Unschuldigen zu missbrauchen, um seine wohlbekannten Thesen zu untermauern? Ist es so schwer, zu verstehen, dass es an der Gefahr des Islamismus keinen Deut ändert wenn es auch irre Rechtsextremisten gibt? Was kommt als nächstes, lieber Herr Gensing? Die Forderung, die Antifa wieder stärker zu unterstützen, weil die ja auch “gegen Rechts” sind? Der Norweger hat versucht, das Al Quaida Prinzip zu wiederholen. Er rechnet damit, dass die Reaktionen auf seine Tat zur Radikalisierung führen. Tun wir ihm nicht den Gefallen und stecken nun alle Islamismus-Kritiker mit Terroristen gleichsetzen. Den Fehler haben wir bei den Muslimen auch schon gemacht.
24. Juli 2011, 13:31 Uhr
Also, bisher weiss man doch ueberhaupt nicht, ob Egoshooter nicht doch eine Rolle gespielt haben. Man weiss auch nicht ob Drogen, Bewusstseinskontrolle durch Geheimdienste oder Besessenheit eine Rolle gespielt haben. Also vorsicht mit den Urteilen. Fuer mich sieht das ganze sehr inszeniert aus. Sieht so aus , also waere nach dem Feindbild fundamentalistischer Moslem jetzt die fundamentalistischen Christen an der reihe. Ein echter Christ wuerde niemals Menschen toeten, aber das vergessen hier einige.
24. Juli 2011, 13:32 Uhr
Wirklich fuchtbar die Tat. Jedoch fast genauso furchtbar, jemanden wie Sarrazin in diesem Kontext zu nennen. Politiker (Fr. Däubler-Gmelin), die ähnliche Vergleiche ziehen, müssen zu Recht von ihrem Amt und wegen der daraus resultierenden Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit zurücktreten. Journalisten leider nicht.
24. Juli 2011, 13:32 Uhr
@Rudi
Nun dann bau mal deinen Überwachungsstaat auf. Big Brother wird sich freuen. Noch mehr Bürger- und Menschenrechte geopfert auf dem Altar einer “freien” Geselleschaft. Das Leben in diesen modernen Zeiten ist halt kein Ponyhof.
@Sören
Hallo und Willkommen in der modernen Welt, in der Zeit alles und Gründlichkeit nichts ist. In den meisten Medien gilt heute anscheinend, wer am lautesten brüllt ist der Held des Tages. Zeit für eine genauere Analyse eines Ereignisses ist heute einfach nicht mehr drinnen. Btw. wenn eine Organisation bekannt für spektakuläre Anschlage ist und sich jedesmal voller Imbrunst auf die eigene Burst schlägt und den Verteidiger des wahren Glaubens magiert, dann soll es nicht verwundern, dass bei solch schrecklichen Dingen wie in Norwegen alle erst einmal auf die üblichen Verdächtigen zeigen. Insbesondere wenn diese Organisation solche Taten immer wieder ankündigt. Ohne das Massaker auf der Insel hätte es ja auch fast gepaßt.
24. Juli 2011, 13:34 Uhr
Die vermeintliche Gräben in der Gesellschaft treiben nicht die “bösen ” rechtsradikalen in die Gesellschaft sondern diejenigen die nur eine meinung zulassen und das ist nämlich ihre, frei nach dem motto ” rechts zu denken ist keine meinung sondern ein verbrechen”, was natürölich vollkommender unfug ist.Denn sie wollen nur eine Ansicht zulassen und nur eine Ordnung für sich und ihre abstrusen theorien , und jeder das das nicht mitmacht ist sowieso blöd oder zumindest rechts und wenn beides nicht zutrifft ein sogenannter “Geistiger Brandstifter”. Ich gehe jede Wette ein das 90 % derjenigen, die über Sarrazin und Co. wettern, das buch noch nicht einmal gelesen haben, und zwar einfach nur weil es nicht in ihr Weltbild passt, behaupten aber sie wären die weltoffensten menschen auf diesen Planeten.
24. Juli 2011, 13:34 Uhr
@Markus:
Da muss ich Ihnen aber in aller Form widersprechen! Auch wenn Personen wie Herr Sarrazin keine Verbrechen gutheissen, schaffen Sie doch ein Klima, in dem sich Attentäter wie in Norwegen als ausführende Hand einer breiteren Bewegung verstehen. Um es mal klar zu stellen: Herr Sarrazin argumentiert doch, dass Menschen aus dem islamischen Kulturkreis dümmer sind als Menschen anderer kultureller Herkunft. Diese Ideologie der Ungleichwertigkeit von Menschen ist Kern rassistischer und rechtsextremer Weltbilder. Von ihnen leiten Attentäter ihre Legitimation ab, ebenso wie sie sich durch die christliche Rechte in den USA in ihrem Handeln bestätigt fühlen. Das mögen Sie als nicht-christlich definieren, gleichwohl hat sich der norwegische Attentäter als wahrer Christ gesehen.
Im Übrigen haben wir ja bereits in den 90er Jahren in Deutschland gesehen, wie Ausländerwohnheime in einem Klima der bürgerlichen Xenophobie in Flammen aufgegangen sind. Haben Sie das etwa schon vergessen?
24. Juli 2011, 13:35 Uhr
@ Fred Foster
Ihr Beitrag zur christlichen Nächstenliebe und Menschenfreundlichkeit in allen Ehren,
aber hat nicht gerade die christliche Kirche mit den Kreuzzügen und der Jahrhundertelangen Verbrennung und Folterung von “Andersdenkenden” (Ich sage nur “Hexen”) gezeigt, was sie von Menschlichkeit hält?
Nur, weil die Kirche im allgemeinen heutzutage so nicht mehr auftreten kann, heißt das noch lange nicht, dass die wirklichen Fundamentalisten sich weit von der alten kirchlichen Einstellung entfernt haben müssen. Auch dazu gab es ja genügend mediale Berichte über Leugner des Holocaustes und ähnliches…
24. Juli 2011, 13:35 Uhr
@Markus: woher wissen Sie, dass er kein Christ war, nach seinem eigenen Verständnis?
Er war wahrscheinlich genauso sehr Christ wie islamistische Terroristen Moslems sind, solche Taten lassen sich mit keiner dieser beiden Religionen vereinbaren, wenn man deren Gebote mit Vernunft studiert – gleichwohl lassen wortwörtliche Interpretationen beider “heiligen Schriften” Raum zur Auffassung als Anstiftung zu übelsten Taten. Es schreibt in seinem “Manifest”, dass er sich ein “Jüdisch-Christliches Europa” (was auch immer er darunter versteht) wünscht – für mich ein Hinweis darauf dass er Juden- und Christentum nähersteht als dem Islam oder z.B. Buddhismus.
Herr Sarrazin vertritt in seinem Buch (ja, ich habe es gelesen) ähnliche Ansichten wie Herr Breivik – Glücklicherweise beschränkt er sich, friedfertig wie er vergleichsweise ist, jedoch aufs Schreiben. Es kann wohl nicht sicher ausgeschlossen werden, dass Sarrazins “Deutschland schafft sich ab” Breiviks kranke Ideologie mit…
24. Juli 2011, 13:41 Uhr
Zu dem Beitrag kann man nur gratulieren!
Das Schaffen einer rhetorischen Nähe zwischen Buchautor Thilo Sarrazin und Massenmörder “B.” halte ich für gelungen und einer ausgewogenen Berichterstattung zuträglich.
Bei der Lektüre des genannten Beitrags schmeckt mein Kaffee und die ihm zugesetzte Milch nochmal so gut.
Für ein derart hohes Maß an Ausgewogenheit und Fairness zahle ich gerne noch viel höhere Gebühren.
Weiter so!
24. Juli 2011, 13:41 Uhr
es ist sicherlich überhaupt nicht förderlich, wenn die presse nun dieses manifest groß veröffentlicht. denn genau dann hat der wirre täter erreicht, was er haben wollte.
es ist natürlich verständlich, daß die presse so reagiert. sie will schlagzeilen. dann sollte man so konsequent sein zu sagen, die presse wollte den attentäter. denn der produziert schlagzeilen.
zu behaupten, gäbe es keine presse, so gäbe es den wirrkopf nicht, ist zwar unvollständig und daher falsch, beinhaltet jedoch auch wahrheit.
24. Juli 2011, 13:46 Uhr
@drafi, @sven
Ja, Ihr habt Recht. Ich glaube auch, dass der Attentäter sich beleidigt vorkäme, wüsste er, dass er mit Sarrazin in einem Atemzug genannt wird, und würde er dessen Werk und Geschichte kennen. Immerhin hat letzterer nur heße Luft von sich gegeben, ersterer aber mit Taten geglänzt.
Genug der Polemik… ich denke, gedanklich liegt vielleicht wirklich nicht so viel dazwischen, die Wahl der Mittel zur Erhaschung von Aufmerksamkeit sind halt verschieden. Sarrazin hatte aber auch den bequemen Vorsprung, eine Position innezuhaben, in der Aufmerksamkeit wesentlich einfacher zu bekommen ist.
24. Juli 2011, 13:48 Uhr
Die Neonazis welstweit muessen sehr viel staerker kontrolliert und bekaempft werden und insbwesondere in Laendern die faschistisch waren wie Deutschland, Italien und Spanien endlich eine Entnazifizierung betrieben werden und nicht wie durch Konrad Andenauer damals das noch immer geltende Gesetz der Vergebung aller Naziverbrechen in Deutschlnad gelten. Dadurch konnten in allen Regierungskreisen und allen deutschen Behoerden bis 1975 Nayis den Aufbau der Bundesrepublik mitbestimmen und viele Gesetze durchsetzen die bis heute fremdenfeindlich sind. Da diese faschistischen Tendenzen in Europa und weltweit immer mehr zunehemen muss endlich in diesem Bereich aufgeraumt werdensonst gibt es bald keinerlei Demokratie in Europa mehr. Kampf den weltweiten Faschisten. In Deutschl;and erhaelt immer noch ein schwer belasteter Nazi der heute in Oesterreich lebt von der Bundesrepublik eine Pension. Hoch lebe die Demokratie. Die CDU und CSU ist eine Nachfolgeorganisation der NSDAP wegen der Faschisten
24. Juli 2011, 13:49 Uhr
@ Rudi: ja es hätte uns auch treffen können, aber Kontrollbesuche? Der Verfassungsschutz überwacht doch rechtsradikale, wie auch alle anderen extremistischen Gruppen. Die Antwort der Norweger ist die einzig richtige. Mehr soziale Integration von allen Randgruppen ist der einzige Weg um zu verhindern, dass solche Spinner ihre Taten umsetzen.
@ Sören: Die Verlautbarung der Tagesschau war meiner Meinung nach in etwa so: “Es wird über einen möglichen islamistischen Hintergrund spekuliert”. Also, ich finde schon im Rahmen der seriösen Berichterstattung. Allerdings halte ich den Reflex Islamisten zu beschuldigen auch für fatal. Das führt zur Ausgrenzung von in Europa lebenden Moslems und damit auch zur Radikalisierung von Randgruppen.
24. Juli 2011, 13:54 Uhr
Hm. Ist ein Christ nicht einfach nur ein Mitglied einer christlichen Religion? Zeigt nicht die überwältigende (und aller Wahrscheinlichkeit nach immer noch stetig wachsende) Anzahl an verschiedenen christlichen Glaubensgemeinschaften, dass es nun mal keine wirklich eindeutige Auslegung des christlichen Dogmas gibt? Ist es wirklich ratsam, wenn man vermutlich selbst als Christ diese Ereignisse nicht nutzt, die Gefahren von Dogma und Fanatismus denen man sich durch Glauben selbst aussetzt nicht zu reflektieren und sich stattdessen mit „kein wahrer Schotte“-Argumentation diese einfach (bewusst) übersieht?
24. Juli 2011, 13:59 Uhr
Die westlichen Gesellschaften sind nicht sonderlich frei. Dikussionen sind unerwünscht. Die Meinungen und Ansichten die in den Medien verbreitet werden sind gut, richtig und alternativlos wird uns gesagt. Wer eine andere Meinung hat ist sofort ein Rechter, ein Rechtspopulist oder gleich ein Nazi. Das ist zumindest schlechte Diskussionskultur.
Und dieser derzeitige Zustand der Gesellschaft führt dazu, dass immer mehr Menschen den Thesen Gehör schenken die da sagen, dass unsere Gesellschaft langsam zu einer Diktatur wird, dass es eine Islamisierung Europas gibt. Es gibt keine sachliche Auseinandersetzung, es gibt keine sachlichen öffentlichen Debatten über unbequeme Themen, weil jeder große Angst hat, dass wenn er nicht der Mainstreammeinung folgt, er seine Karriere ins Klo geworfen hat. Was ja auch richtig ist. Herr Sarrazin hat sich bei einigen seiner Thesen verstiegen (Intelligenz wird nicht so linear vererbt wie er sich das vorstellt), aber viele seiner Thesen sind…
24. Juli 2011, 14:03 Uhr
diskussionswürdig. Sie werden aber nicht diskutiert, stattdessen werden Medienkampagnen gegen den Mann gefahren. Eine inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht statt. Ein paar “Experten” finden sich die letztlich “beweisen”, dass er nur Unsinn geschrieben hat. Das Ergebnis stand natürlich fest, die Daten mussten nur entsprechend interpretiert werden. Was man Sarrazin vorwirft macht man selbst…
Nichts kann diese Tat rechtfertigen. Aber was rechtfertigt eigentlich Artikel wie den in der Zeit in der ernsthaft vorgeschlagen wird mit den radikalen Taliban, diesen Vorzeigefaschisten einen Dialog zu führen? Mit Sarrazin darf man nicht reden, aber mit den übelsten, grausamen Faschisten schon? Von denen viele noch üblere Dinge getan haben als der Attentäter in Norwegen. Mit denen soll man reden? Wo sind wir eigentlich?
Es braucht mehr Freiheit und Mut allen Faschisten mutig entgegenzutreten, ganz gleich in welchem Namen sie zu sprechen meinen!
24. Juli 2011, 14:04 Uhr
Bei allen Massakern in Zivilbereichen sind es immer jene Täter die an den Rand der Gesellschaft gedrängte ,nicht ernst genommene,Ignorierte,Einzelgänger,Trotz Ankündigung von Behörden nicht in Gewahrsam genommene.Wieder einmal hat keiner Vorher etwas gemerkt ,beobachtet ,verdächtig gefunden.Wie kann ein Nichtlandwirt soviel Kunstdünger kaufen wenn er keinen Grund/Landwirtschaft hat ? Wie kann jemand sowas Schreckliches Jahrelang planen und keiner seiner Feunde bekommt etwas mit ?Keiner in seiner Familie hat etwas gemerkt ?Weider einmal haben Behörden -Polizei versagt wenn es um Verbrechens verhinderung geht .Diese gehen Straffrei aus .Der Täter hat sich 100 mal Lebenslänglich verdient und die Medien Millionen von Euro.
24. Juli 2011, 14:08 Uhr
Eines zeigt die menschenverachtende Anschlagsgeschichte: Wenn es um Massenmord geht kommen die Täter meistens aus einem Milieu,das entweder rechtsradikal oder religiös geprägt ist.
24. Juli 2011, 14:17 Uhr
Langsam dämmert mir warum B. zum gewissenlosen Massenmörder wurde. Nachvollziehbar ist das Denken von B. für mich im Einzelnen nicht; zu willkürlich und verzerrt ist seine Vorstellung von der Welt. Der Blog-Eintrag zeigt jedoch die Zusammenhänge auf, mit denen sich B. gezielt einlullte um sich vor der tatsächlichen Realität zu schützen: seiner Unbedeutsamkeit. Politische Anschauung und Wille zur Änderung sind nicht kausal mit Wahn (Verlust des Abendlands), Bombenbau und Mord verknüpft. Eine gruselige Dokumentation eines hasserfüllten Geistes. Seine Anschauung hat mit Religion nichts zu tun. Ohne irgendein politisches Ziel erreicht zu haben, hat sich B. letztlich nur selbst entfesselt. Ein erbärmlicher Mörder. Zu mehr hat es B. nicht gebracht.
24. Juli 2011, 14:19 Uhr
“Imagine there’s no Heaven
[...]
Nothing to kill or die for
And no religion too
Imagine all the people
Living life in peace”
John Lennon – Imagine
24. Juli 2011, 14:19 Uhr
überwachung (staatlich) hilft bei so etwas nicht unbedingt, sondern wird leider meistens dazu genutzt politisch aktive gruppen einzuschüchtern siehe §129a und die tatsächliche verwendung.
ich fürchte das die gesellschaft nicht mehr tun kann als mit bildung und hilfsangeboten aussteigern und versagern möglichkeiten zu bieten, so etwas NICHT zu tun. umgekehrt wird es immer wieder vorkommen, da hilft es dann auch nicht reflexartig die türklingen an schulen abzumontieren und ähnliche seltsame dinge die in deutschland als “reaktion” passiert sind.
überwachung hilft höchstens bei der aufklärung, aber menschen wie diesen ist es egal bzw. sogar gewünscht später gefasst zu werden. der grausame verlust von menschenleben gehört wohl zum alltag. der mediale und intellektuelle umgang mit solchen geschehnissen wird zeigen, ob sich nachahmer finden oder ob die gesellschaft stärker ist als terrorismus.
24. Juli 2011, 14:22 Uhr
@ Alle die sich der bürgerlichen Mitte zurechnen und meinen man(n) dürfe seine Meinung nicht sagen: Ich habe noch nie erlebt, dass jemand der eine konstruktive Meinung zum Integrationsproblem äußert als rechter beschimpft wird. Das Problem ist aber, dass das Problem nicht einfach zu lösen ist, weil ein Integrationsproblem nicht an Hautfarbe, oder Religion zu erkennen ist. Da sind also Mechanismen in der Gesellschaft gefragt und letztendlich der einzelne, der mit Randgruppen (welcher Art auch immer) zu tun hat.
Jemand der allerdings einfach nur simple Thesen wie “kriminelle Ausländer raus” äußert, der wird zu recht als Nazi beschimpft. Da er ein Klima der Ausgrenzung schafft!
24. Juli 2011, 14:23 Uhr
“Wer immer mehr Freiheit zu Gunsten der Sicherheit opfert, wird am Ende beides verlieren.”
Benjamin Franklin
Meine Bitte an die verantwortlichen Redakteure und Meinungsmacher:
Legen Sie den Schwerpunkt Ihrer Berichterstattung darauf, die Aussagen des norwegischen Ministerpräsidenten Stoltenberg sowie König Harald V. unmittelbar nach dem Terroranschlag zu unterstützen und zu thematisieren. “Niemand kann Norwegen zum Schweigen schießen.” “Unsere Antwort muss mehr Demokratie und Offenheit sein, aber nicht mehr Naivität.” und “Ich glaube fest daran, dass Freiheit stärker ist als Angst.”
Im Angesicht einer solchen Tragödie so besonnen und weitsichtig zu reagieren, wünsche ich mir auch für die deutsche Politik- und Medienlandschaft. WIr brauchen keine Angst-, Hass- oder Diffamierungskultur. Die Diskussion um Zusammenhänge mit anderen (wie auch immer motivierten) Anschlägen ist überflüssig. Vorschläge zur Schaffung weiterer Kontrollorgane zur “Terrorabwehr” gefährlich für…
24. Juli 2011, 14:26 Uhr
Na da haben wirs ja wieder. Die Fraktion die sonst jeden Moselm als Terrorist gebranntmarkt und zum Kampf gegen das “Gutmenschentum” aufgerufen hat bittet nun um eine sachliche Differenzierung und empört sich darüber, dass Sarrazin in eine ideoligische Ecke mit dem Attentäter gerückt wird. Der Zentralrat der Muslime hat in den Augen der Multikulithasser sowieso immer viel zu spät auf islamisch motivierte Attentate reagiert. Wo bitte sind denn jetzt eure Vertreter die ihr Bedauern ausdrücken? Ich kann nur hoffen, dass die demokratischen Kräfte nun endlich aufwachen und feststellen, dass die Anhänger von Sarrazin, Broder und restlichen Hasspredigerklique keine besorgten Bürger sondern ein radikales Element sind. Und der SPD rate ich nun endliche diesen Brandstifter Sarrazin rauszuwerfen.