Nun also doch EHEC
von Dr. Kai Gniffke 25. Mai 2011 23:52 UhrGestern habe ich hier ausführlich begründet, warum wir in der 20Uhr nicht mit EHEC aufgemacht haben. Seither hat es keine weiteren bestätigten Todesfälle gegeben und auch die Fallzahlen sind nicht dramatisch gestiegen. Trotzdem war EHEC heute auf Platz 1 in der Tagesschau. Sind wir Umfaller?
Noch um 18 Uhr habe ich die Aschewolke und die Flugausfälle als Aufmacher gesehen, auch wenn der Vulkan Ruhe gibt und alle Flugzeuge wieder fliegen. Dann kam in der letzten Stunde vor der Sendung die Nachricht, dass das Robert-Koch-Institut vor dem Verzehr von Tomaten, Gurken und Salat warnt – vor allem aus Norddeutschland. Für einen Großteil der Redaktion war dies der Zeitpunkt, dieses Thema nach vorne zu stellen. Bis halb 8 habe ich mich geziert und mich dann doch schweren Herzens dieser Meinung angeschlossen.
Dabei halte ich persönlich die RKI-Warnung für ziemlich tollkühn. Salat soll ”nicht roh” verzehrt werden. Ach so. Da niemand auf die Idee kommen wird, seinen Salat vor dem Verzehr zu kochen, ist nun wieder die Zeit des Unterpflügens gekommen. Tonnen von Salat und Gemüse werden jetzt vernichtet und mit deutscher Gründlichkeit müssen gleich zahlreiche landwirtschafliche Existenzen mit dran glauben. Was soll denn der Zusatz “vor allen Dingen in Norddeutschland”? Also auch ein bisschen im Rest der Republik? Ich fass’ es nicht. Wir reden über EHEC, den Erreger, den es schon immer gab, der 2002 schon mehrere Todesopfer forderte und dann wieder (unerkannt!) verschwand.
Und doch habe ich nach der Sendung gesagt, dass es der richtige Aufmacher war. Denn das Robert-Koch-Institut ist eine Instanz von außerordentlicher Reputation und Glaubwürdigkeit. Erstmals gibt es konkrete Hinweise auf die Ursprünge des Volks-Erregers. Womit ich nur bis jetzt hadere, ist die Tatsache, dass wir in der knappen Zeit bis zur Sendung nicht mehr Einordnung zu dem dramatischen RKI-Aufruf liefern konnten: Welche konkreten Hinweise gibt es auf Tomaten, Gurken und Salat? Werden diese Gemüsesorten überhaupt mit Gülle gedüngt? Gilt der Rummel nur für Gemüse aus Norddeutschland? Werden alte Menschen jetzt wegen unausgwogener Ernährung anfälliger für andere Krankheiten und nun an Vitaminmangel sterben? Ich denke, wir haben heute richtig entschieden und bin doch unzufrieden. Ich werde schon in wenigen Wochen sicher wieder auf irgendeinem Podium eines Medienkongresses sitzen und darüber diskutieren, dass die Medien bei EHEC (oder war es SARS oder H2N1?) mal wieder übertrieben haben.








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26. Mai 2011, 00:14 Uhr
Ob das Robert-Koch-Institut wirklich die seriöse Instanz ist, für die es gehalten wird? Hat es von dort jemals zutreffende Vorhersagen für BSE, Schweinegrippe etc. gegeben?
Die Warnungen des RKI sind auch dieses Mal an Wolkigkeit kaum zu übertreffen. Welcher Verbraucher weiß denn schon, ob sein in Süddeutschland gekaufter Tütensalat aus Norddeutschland stammt? Häufig ist das auch für die offene, frische Ware nicht eindeutig. Also im Zweifel alles totkochen oder wegwerfen? Nein, diese “Information” bringt nichts. Und dass man Salat und Gemüse vor dem rohen Verzehr gründlich waschen sollte, weiß man auch ohne RKI.
Die Wahl des Themas als Aufmacher war trotzdem richtig und die RKI-Mitteilung bei dem knappen Vorlauf wohl auch kaum zu hinterfragen – leider. Um so konsequenter sollte das in den nächsten Tagen getan werden.
26. Mai 2011, 00:34 Uhr
Sie sprechen da ganz zentrale Fragen an.
Wie kommt das RKI bitte auf Salat Gurken und Tomaten? Nur weil die Betroffenen dies signifikant häufiger bzw. in größerer Menge im entsprechenden Zeitraum zu sich genommen haben, als die nicht Betroffenen in der Kontrollgruppe? Der Schluß von der Menge auf die Kontamination mit dem Bakterium erscheint mir unausgegoren. Für mich würde das nur Sinn machen wenn die “Gemüsequelle” über den Verzehrszeitraum großteils gleich gewesen wäre, davon war aber bis jetzt nicht die Rede.
26. Mai 2011, 07:53 Uhr
Wo bleibt da die Logik?
Seit wann sind Gemüsegurken und Tomaten denn um diese Jahreszeit schon reif und können geerntet und verkauft werden? In Norddeutschland doch ganz gewiss nicht. Aus dem Gewächshaus kommen sie wohl auch nicht, denn dieser Anbau könnte mit den Billigangeboten aus südlichen Ländern absolut nicht konkurrieren. Und wenn, ich habe noch keinen Güllewagen durch ein Gewächshaus fahren sehen.
Nach meiner Einschätzung: Es musste dringend irgendeine Ursache zur Beruhigung der Bevölkerung gefunden werden. Irgendeiner hat dies ausgeknobelt und angeordnet, ohne gross nachgedacht zu haben und alle labern diesen Schwachsinn nach. Ich denke, Sie sollten dieser Merkwürdigkeit nachgegen und die Öffentlichkeit über diese Entstehungsgeschichte und deren Verantwortlichen informieren.
PS: Ich koche gern und viel, ich habe aber bisher noch nie Salatgurken und Blattsalat vor dem Zubereiten abgekocht! Wer war denn dieser Erfinder? Wahrscheinlich der Gleiche wie vor.
26. Mai 2011, 08:56 Uhr
Würden sie gar nichts sagen, würde es heißen “Mann, sind die blöd, wozu sind die eigentlich da?” Sie haben mit den Betroffenen gesprochen, deren Nahrungsmittel (wahrscheinlich teilweise inkl. Einkaufszettel und Kühlschrankinhalt teilweise) ausgewertet und geben nun eine Empfehlung raus. Es sind keine Wahrsager.
26. Mai 2011, 09:08 Uhr
Salat meinethalben, aber Gurken und Tomaten aus Noddeutschland??? Wir haben Mai?? Die Eisheiligen gerade vorbei – welche Gurken und Tomaten sollen hier oben im Freiland gewachsen sein. Und ein Güllewagen im Treibhaus – so d.. kann nur ein “Wissen”schaftler oder Journalist jenseits jedes Praxiswissens argumentieren.
26. Mai 2011, 09:54 Uhr
“Ich werde schon in wenigen Wochen sicher wieder auf irgendeinem Podium eines Medienkongresses sitzen und darüber diskutieren, dass die Medien bei EHEC (oder war es SARS oder H2N1?) mal wieder übertrieben haben.”
Völlig zurecht, denn die Aufregung ist genauso übertrieben wie wenn mal einen halben Tag ein paar Flüge ausfallen. Wir verlieren immer völlig das Maß, gestern wurde doch ernsthaft ein Krisenstab der Regierung gefordert, solche Forderungen sollte man gar nicht erst publizieren.
26. Mai 2011, 10:02 Uhr
Das Gülle die Ursache sein soll ist gar nicht bewiesen, demzufolge sollte man sich nicht darauf fixieren und wird auch das RKI Gülle nicht als notwendige Bedingung für eine Infektion annehmen, sondern vorsichtshalber mehrere mögliche Wege annehmen. Von daher ist es eben nicht so abwegig oder praxisfern, wie hier gesagt wird, dass auch vor Gewächshausfrüchten gewarnt wird.
26. Mai 2011, 10:39 Uhr
Herr Gniffke,
wie meine Vorredner kann auch ich mir nicht vorstellen, dass das Gemüse, das als Quelle des Erregers verantworlich sein könnte, in Norddeutschland angebaut wird.
Sobald ein gewisser Medienhype erreicht ist, geht man (bspw. als RKI) kurz vor der 20h an die Öffentlichkeit, die Redaktion hat keine Zeit, um wenigstens auf Plausibilität zu prüfen und – rums! – wird der Hype mit dem Aufmacher der 20h geadelt.
Es ist eine Lücke im System, wenn sich Instanzen wie die Tagesschau auf diese Weise überrumpeln lassen. Finden Sie, dass Sie in Anbetracht eines solchen Mechanismus doch etwas kritischer sein sollten, Herr Gniffke?
26. Mai 2011, 11:31 Uhr
Was mich sehr stutzig macht ist, soweit ich weiß, das die Gülle in Deutschland genau aus diesen Gründen erhitzt wird.
Wie kann dann sowas passieren, liegt es vieleicht daran das wir Gülle aus Holland bekommen wo dieser Prozess nicht stattfindet ?
Gruss, Schloeder
26. Mai 2011, 12:15 Uhr
Ich will das nur kurz kommentieren, auch wenn die Frage rethorisch war: JA, ihr seid Umfaller. JA, ihr, genauso wie all die anderen Journalisten, habt mal wieder NICHTS aus der letzten Panikmache gelernt. Gar nichts.
Und als ob es nichts wichtigeres gäbe: 3fache Kernschmelze in Fukushima? Tepco hat uns monatelang alle angelogen? Die japanische Bevölkerung wird schutz- und Informationslos in der atomaren Wolke sitzengelassen?
ALLES EGAL, IN NORDDEUTSCHLAND IST EINE 80JÄHRIGE AN EINEM STINKNORMALEM ERREGER GESTORBEN.
Nein, ihr habt wirklich nichts gelernt.
26. Mai 2011, 13:11 Uhr
+++ EIL +++ Es soll eine spanische Gurke gewesen sein. Derzeit liegen noch keine Fotos vor. Unterdessen distanzierten sich isländische Tomaten vom Erreger. Experten warnen vor dänischen Bananen. +++ EIL +++
26. Mai 2011, 13:40 Uhr
Nun also wohl doch kein Gemüse oder Salat aus Norddeutschland. Laut Hamburger Hygieneinstitut sollen Salatgurken aus Spanien Schuld sein. Und nun, verehrtes RKI?
26. Mai 2011, 13:46 Uhr
Die Empfehlung(!) des RKI weiterzugeben, war durchaus berechtigt. Es ist schließlich nur ein Hinweis, wie man möglicherweise einer Infektion vorbeugen kann, dazu gedacht, einer weiteren Verbreitung vorzubeugen bis man weiß was überhaupt los ist und woher es wirklich kommt.
Die Wissenschaftler haben hier nichts falsches getan, nur ihre Arbeit gewissenhaft erledigt. Ihre Ausdrucksweise mag dem Laien seltsam erscheinen, ist aber nicht grundsätzlich falsch. Wer keinen gekochten Salat mag, verzichtet darauf.
Die Journalisten haben sich gleich wieder unter Druck gesetzt, das ganze sofort groß aufmachen zu müssen, statt es ordentlich aufzuarbeiten und es dann ordentlich zu präsentieren, so das es dem Laien verständlich sei.
Und die Politiker werden vermutlich wieder völlig überstürzte Hals-über-Kopf-Ankündigungen bringen und letztlich doch nichts tun.
Den Salat und die Gurken unterzupflügen ist es jedenfalls noch zu früh, wobei wohl die wenigsten Bauern ihr Gewächshaus…
26. Mai 2011, 14:15 Uhr
ich finde es immer wieder interessant, daß in solchen Situationen die Aussagen von echten Sachverständigen (bei der Vogelgrippe waren es die Ornithologen) einfach ignoriert werden.
Jetzt wird vor Tomaten, Gurken und Salat gewarnt, obwohl es schon mehr als unwahrscheinlich ist, daß die mit Gülle gedüngt werden, ganz im Gegensatz zu Maisfeldern. In den Berichterstattungen tauchen immer wieder fertig abgepackte Salate auf, und die enthalten sehr oft Mais.
Achtung, Verschwörungstheorie:
Die Bakterien sind zu einer viel gefährlicheren Variante mutiert? Könnte es sein, daß wir auf diesem Weg erfahren, daß uns schon länger Genmais “untergejubelt” wird?
26. Mai 2011, 14:17 Uhr
@Thomas:
> Und als ob es nichts wichtigeres gäbe: 3fache Kernschmelze in Fukushima? Tepco hat uns monatelang alle angelogen?
Es ist unsicher, ob die tatsächlich _monatelang_ diesbezüglich gelogen haben, zumal bekannt ist dass die lange Zeit selber keine Ahnung hatten was genau im Kraftwerk abgelaufen ist, da ein Großteil der Messapparaturen ausgefallen war.
> Die japanische Bevölkerung wird schutz- und Informationslos in der atomaren Wolke sitzengelassen?
Entgegen häufiger Kolportation sind und waren die Japaner nicht schlechter informiert als wir hier, zumal die dt. Medien ihre Informationen eh aus Japan bezogen haben, sondern eher besser da ein Großteil der Informationen auf Japanisch vorliegt.
Allein die Ausdrucksweise “schutz- und Informationslos in der atomaren Wolke sitzengelassen” ist einfach übertrieben und genauso Panikmache wie sie die anprangern.
26. Mai 2011, 22:28 Uhr
Das RKI meinte wohl, Gurken und Tomaten *in* Norddeutschland, nicht *aus* Norddeutschland. Sind halt Biologen, keine Deutschlehrer
.
27. Mai 2011, 00:18 Uhr
In der Tat, diese EHEC-Hype ist großer Quatsch. Und die Verwirrung zwischen “aus” und “in” Norddeutschland ist auch in ihrem Beitrag mit Händen zu greifen. Gerade vor dem Wissen um die Konsequenzen muss hier journalistische Sogfalt walten.
27. Mai 2011, 08:17 Uhr
Auf die mutmaßliche Verwechslung zwischen “in” und “aus” Norddeutschland wurde ja verschiedentlich schon hingewiesen. Ich frage mich, wozu es eigentlich Redaktionen gibt. Die müssten so etwas doch befragen und klarstellen.Die Wiedergabe des O-Tons irgendwelcher RKI-Forscher ist keine Information.
Lächerlich, wie jetzt die Lobbyorganisationen den Schwarzen Peter auf andere schieben. Und sofort der Hinweis auf die ökonomischen Schäden der Bauern. Als ginge es darum. Als nächstes drohen die Profilierungsversuche diverser Politik-Hinterbänkler, die mit abstrusen Forderungen die Medienkanäle vollstopfen. Wie wär’s mit einer Kennmarke für jede Gurke?
lWarum muss die tagesschau dieses Forum der Eitelkeiten bieten? Weniger wäre mehr.
27. Mai 2011, 08:24 Uhr
zum EHEC- Problem ergibt sich folgende Frage: Wurden/werden die LKWs, die das Gemüse aus Spanien nach Hamburg transportierten, auf ihre Sauberkeit hin untersucht? Könnte es sich um LKWs handeln, die auch für Viehtransporte genutzt werden?
27. Mai 2011, 11:15 Uhr
hallo zusammen,
also wenn ich hier lese, dass diese EHEC-Sache ein eiziger großer Hype sein soll, dann finde ich dass aus Sicht der Angehörigen der Toten schon ziemlich heftig, um ehrlich zu sein!! Es gibt immerhin schon drei bestätigte Tote und weitere Todesfälle, bei denen Verdacht auf EHEC besteht.
Dann wird auch gesagt, dass es sich bei diesem Erreger um eine neue Version des Erregers mit der Kennung 0104 handeln soll, die nicht mit Antibiotika therapiert werden kann!!
Und auch diese Anschuldigung gegen die deutschen Bauern scheint nicht zu stimmen. Aber auf der anderen Seite sind seit heute Vormittag die Anschuldigungen gegen Spanien haltlos geworden zu sein, da der Wiesbadener Kurierer berichtet, dass bei Betriebskontrollen der Betriebe in Spanien und deren Zulieferer keine Erreger gefunden wurden!! Daher führt nun die Spur zurück nach Deutschland und zwar nach Hamburg.
27. Mai 2011, 11:19 Uhr
Laut Aussage eines betroffenen erzeugers soll bei der Anlieferung nach Hamburg eine Palette mit unverpackter Ware in hamburg umgestürtzt sein und es sieht danach aus, als ob dabei die Ware verunreinigt wurde.
Denn diese verdächtigten Betriebe können schriftlich nachweisen, dass sie sauber sind.
Von daher ist es jetzt unsere Pflicht zu beweisen, dass dieser Großmarkt in Hamburg sauber arbeitet und die Ware dort sicher angeliefert werden kann. Und die Frage ist auch: wie sauber sind die Böden in der Hamburger Großmarkt-Halle???
Und Ihre Bezeichnung der Angelegenheit als Hype empfinde ich als total daneben, da es nun nicht nur in Deutschland hunderte Kranke gibt. Sondern auch in anderen europäischen Mitgliedsländern wie Dänemark, Großbritannien, Schweden und den Niederlanden gibt es bereits Krankheitsfälle!! Sowas ist in meinen Augen wirklich eines Reporters nicht würdig!!!
27. Mai 2011, 12:15 Uhr
Es verwundert,wie die Medien auf solche Nachrichten wie EHEC reagieren.Es erkranken jährlich,ca.50000
Frauern an Brustkrebs und 20%sterben daran.In den Medien,wird es nur erwähnt,wenn eine Prominente
Frau an Brustkrebs erkrankt.Die Krankheit ist mittlerweile wei die Pest nur fehlt hier die Lobby,es läßt sich
ja viel Geld damit verdienen.Schauen sie mal,wieviel Krebszentren sich in den letzten Jahren etabliert haben.Jezt machen sie mal Ottonormalverbraucher klar,warum bei dem Bakterium EHEC solch eine
Hysterie erzeugt wird und beim Brustkrebs nicht. In welche Richtung treiben uns die Medien?Dahin,wo die Einchaltquoten stimmen ?
27. Mai 2011, 12:36 Uhr
Das kommt mir alles “spanisch” vor. Denkt irgendjemand vielleicht bei EHEC auch an einen terroristischen Anschlag oder bin ich da ganz alleine? Ich bin zwar keine Biologin oder Medizinerin, aber es dauert doch, bis ein Bakterium resistent gegen alle gängigen Antibiotika ist. Geht das in der Natur überhaupt? Auch wenn z.B. erkrankte Kühe dauernd mit Antibiotika behandelt werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass es “plötzlich” den Erreger in dieser aggressiven Mutation gibt. Wo kommt er her? Vielleicht forschen die Wissenschaftler in die falsche Richtung…..
27. Mai 2011, 16:48 Uhr
Kann mich hinsichtlich der auch heute wieder stark angestiegenen HUS- Fallzahlen Linuxpinguin nur anschließen. Einen Hype sehe ich hier definitv nicht. Mich treibt noch eine andere Sorge um – wenn man weiß, dass ein wie auch immer genanntes Bakerium ein entsprechendes Gefährdungspotential aufweist – immerhin handelt es sich wohl auch um den weltweit größten Ausbruch- verstehe ich nicht, dass niergendwo ein Hinweis auf die richtige Entsorgungsweise von kontaminierten oder auch nur vermeindlich kontaminierten Gemüsesorten etc. erfolgt. Im Gegenteil, es werden Großmärkte im Fernsehen gezeigt, die ihre Abfälle in Biotonnen entsorgen. Naja, vielleicht können wir uns dann im nächsten Jahr über Schmierinfektionen bei der Gartenarbeit unterhalten, und eigene Radieschen oder sonstiges Kleingemüse machen uns und unsere Kinder krank….
27. Mai 2011, 20:25 Uhr
hallo Stoxxauf,
erst mal Danke, dass du dich meinen Ausführungen angeschlossen hast. Und dann ein kleines Update:
Gestern Abend am späten Abend stieg die Zahl der Toten bereits von drei auf vier. Und heute kamen zwei weitere bestätigte Todesfälle in Niedersachsen hinzu, was die Todesrate auf sechs bestätigte Fälle ansteigen lässt. Dann ist außerdem heute von fast 1000 Verdachtsfällen die Rede, die teilweise bestätigt zu sein scheinen. Das bedeutet einen Anstieg von fast 200 Patienten (von nahezu 800 gestern auf 1000 heute).
Das zeigt doch mehr als deutlich, dass die Quelle irgendwo in Deutschland sein muss. Zusätzlich wird diese These dadurch gestützt, dass die Betroffenen in den anderen EU-Mitgliedsstaaten ebenfalls in Norddeutschland infiziert worden sein sollen.
Außerdem wurden die spanischen Behörden heute deutlicher mit der Angabe, dass sie keinerlei Beweise dafür finden konnten, dass diese Erreger aus Spanien herstammen sollen. Die genaueren Tests ergaben, dass die…
27. Mai 2011, 20:29 Uhr
Die genaueren Tests ergaben, dass die Betriebe, die verdächtigt wurden und deren Zulieferer nachweisleich sauber sein sollen und dort keinerlei Erreger entdeckt wurden.
Dann gibt es inzwischen auch in anderen europäischen Mitgliedsstaaten (Großbritannien, Dänemark, Schweden und Niederlande) ebenfalls Krankheitsfälle mit Personen, die sich ebenfalls bei uns in Norddeutschland infiziert haben sollen.
Das alles zeigt doch wirklich auf, dass wir den Erreger bei uns hier in Deutschland suchen müssen und nicht das Recht haben, die schuld anderen zuzuweisen!! Nein, es sieht so aus (nach derzeitiger Beweislage), dass wir Deutschen selber an dieser Sache schuld sind. Deswegen sollten wir jetzt mal diesen Hinweisen auf eine Verunreinigung dieser hamburger Großmarkt-Halle nachgehen und auch nachgucken, ob eventuell die Fahrzeuge kontaminiert gewesen sein können.
Denn erst dann, wenn sich hier klar feststellen lassen sollte, dass hier alles OK war, dann müssen wir nach anderen Quellen…
27. Mai 2011, 20:33 Uhr
suchen. Aber zuerst gilt es, hier bei uns für reinen Tisch zu sorgen und nachzugucken, ob bei uns die Regeln eingehalten wurden und ob bei uns die Hygiene in der Hamburger Großmarkt-Halle stimmt, bevor wir anderen die Schuld zuweisen.
Denn die Frage ist doch: warum ist diese Pestilenz ausgerechnet bei uns ausgebrochen und warum wurden gerade in Norddeutschland so viele Menschen infiziert….
Das alles weist – wenn ich ehrlich sein soll – für mich auf eine Quelle hier bei uns auf deutschem Boden hin und nicht im Ausland!!
27. Mai 2011, 20:38 Uhr
Ach ja und an alle Verschwörungs-Theoretiker hier: mit einem Anschlag oder sowas hat diese Sache rein gar nichts zu tun, sondern es deutet sich viel mehr ein neuer Lebensmittelskandal an. Daher: kommt mal wieder runter von eurem hohen Ross! Und als Hype kann man diese Sache inzwischen auch nicht mehr bezeichnen, da man damit die bisherigen Toten und deren Hinderbliebenen zutiefstes Unrecht tun und diese in ihrer Ehre verletzt würden.
27. Mai 2011, 21:56 Uhr
@ Sabine Lind:
Sie fragen, wie es sein kann, dass dass dieser EHEC-Erreger so schnell resistent gegen die gängigen Antibiotika werden konnte.
Darauf lautet die Antwort wie folgt: wenn ein Bauer seine Rinder, in deren Körper diese Erreger von Natur aus vorkommen, ständig Antibiotika füttert während der Mast, dann kann sich dieser Erreger im Körper der Tiere an diese Medikamente gewöhnen und Abwehrmechanismen ausbilden. Und wenn dann irgendwann diese Erreger durch irgendeinen Fall mal doch mit der Umwelt in Kontakt kommen oder gar in die Nahrungsmittel-Kette gelangen (wie es hier ganz offensichtlich der Fall ist), dann kann dass schlecht für den Menschen ausgehen, weil es dann keinerlei Medikamente mehr gibt, mit denen behandelt werden kann.
Warum das so ist? Die bisherigen Antibiotika-Bomben wurden durch diesen Missbrauch unbrauchbar gemacht, weil sich die Erreger eben an diese Wirkstoffe gewöhnen konnten und sich so verändert haben (man spricht von Mutation oder genetischer…
27. Mai 2011, 22:02 Uhr
Veränderung), dass diese Antibiotika Ihnen nicht mehr gefährlich werden können und sie nicht mehr abtöten.
Und wenn nun diese Erreger dirch einen Zufall doch mal mit der Umwelt in Kontakt kommen oder gar in die Nahrungsmittel-Kette gelangen (wie es hier ganz offensichtlich der Fall ist), dann kann dass für den Menschen als Patienten schlecht ausgehen.
Warum? Weil es dann keine Möglichkeiten mehr für eine Behandlung mit Antibiotika mehr gibt, da diese Waffe stumpf geworden ist. Die Konsequenz daraus sehen wir jetzt in dieser hohen Todeszahl, die wir jetzt sehen.
Und daraus ergeben sich jetzt natürlich die Fragen: war die hamburger Großmarkt-Halle der Infektions-Herd? Und wenn ja: wie konnten die Erreger dorthin gelangen? Und waren eventuell dort die Böden verunreinigt, so dass die abstürzende Palette mit den unverpackten Waren verunreinigt wurde?? Hat dort eventuell mal ein Viehmarkt stattgefunden? Und wurden eventuell dadurch die Gurken verunreinigt oder waren die Fahrzeuge…
27. Mai 2011, 22:04 Uhr
verunreinigt, sodass die Waren kontaminiert werden konnten??
Ich hoffe Frau Lind, ich konnte Ihnen etwas helfen (aber ich gebe zu, ich bin auch keine Wissenschaftlerin
sondern ganz normale Userin wie Sie auch) mit diesen Informationen.
Gruß
Linuxpinguin
28. Mai 2011, 08:42 Uhr
Es wurde schon häufiger darüber nachgedacht, wo hier in Niedersachsen die Gurken und Tomaten wachsen – jedenfalls im Moment. Umschlagplatz der Krankmacher sind norddeutsche Märkte – in erster Linie wohl ein Großmarkt in Hamburg. Warum haben wir das Übel schwerpunktmäßig im Norden?
Lieferanten, die nur nach Norddeutschland liefern und nicht in den Rest der Republik? Läßt sich das nicht irgendwie eingrenzen? Und von den vermeintlich Schuldigen, will es natürlich niemand gewesen sein.
Düngen mit Gülle, schein etwas zu sein, dass vor 1000 Jahren Gang und Gäbe gewesen ist – aaaber
heute doch nicht mehr – ich denke an Autofahrten im März, wo man nur hoffen konnte, endlich dem
penetranten Gestank zu entkommen – Nasen-Halluzinationen!?
Es läßt einen ratlos zurück, ich brauche jedoch Gurken für unsere Meerschweinchen, die schrubb ich jetzt immer mit Seife und Bürste, toi,toi,toi….
….hauptsache gesund – wünscht mir ein langes Leben!!!
28. Mai 2011, 11:54 Uhr
Ich sehe es nicht als eine Art Umfaller. Jede Sachlage kann sich verändern. Es handelt sich hier nicht um übertriebene Panikmache sondern um Information. Niemand kann vorhersehen wie sich eine Sache entwickelt, deshalb finde ich es grundsätzlich richtig, wenn wir Bürger vorsichtshalber vor (tödlichen) Krankheitserregern gewarnt werden und wir diesbezüglich Ratschläge erhalten. Letztlich bleibt es doch jedem Einzelnen selbst überlassen, ob er sich an diese Hinweise hält.
Wahrscheinlich ist/war nur ein Teil des spanischen Gemüses ( Gurken ) verunreinigt, weil diese Ware/n auch in andere Bundesländer geliefert wird/werden. Bin auch der Meinung, dass diese Verunreinigung genauso gut in Deutschland oder in anderen Ländern durch Transport oder Lagerung erfolgt sein kann.
Natürlich wäre es schön, wenn man immer gleich sofort die Ursachen für bestimmte Erkrankungen feststellen könnte, aber gründliche Nachforschungen brauchen nun mal Zeit.
28. Mai 2011, 13:16 Uhr
Aus meinen Informationen geht folgendes hervor:
EHEC, ein spezielles Colibakterium besezt mit Viren als Parasiten. Die Parasiten geben Giftstoffe ab, die diese Beschwerden hervorrufen. Das Bakterium is nicht resistent gegen Antibiotika, aber wenn man es abtötet geben die Viren zusätzlich Giftstoffe ab. Die Viren kann man mit Antibiotika nicht abtöten.
Sendung WDR5/Leonardo: Doktorarbeit, 2 Jahre alt, über EHEC-Bakterien: Wurden auch im Abwasser von Kläranlagen und im Trinkwasser nachgewiesen. Sind ca 120 bis 200 Tage auf Pflanzenoberflächen lebensfähig.
Nachweis im Trinkwasser ist bekannt, wurde aber ignoriert. Ursprung wahrscheinlich Rinderdung bzw. Gülle. Kann also auch über Rinderweiden und Wasserläufe verbreitet werden.
Mein Fazit: Diese Bakterien gelangen über viele Wege problemlos ins Wasser und folglich ins Waschwasser der Gemüsebetriebe. Über diesen Weg ist jede Verbreitung offen.
Hinweis: Bin kein Experte. Wer weiss etwas mehr und Genaueres darüber?
28. Mai 2011, 17:00 Uhr
Hallo!
Herr Gniffke, ich zitiere aus Ihrem obigen Text: “[...]Dann kam in der letzten Stunde vor der Sendung die Nachricht, dass das Robert-Koch-Institut vor dem Verzehr von Tomaten, Gurken und Salat warnt – vor allem aus Norddeutschland. [...] Was soll denn der Zusatz ‘vor allen Dingen in Norddeutschland’[...]?”
Sie wissen’s ja selber nicht: “aus” oder “in” Norddeutschland? Wenn Sie diesen Unterscheid selber nicht verstehen, soltlen Sie diese Nachricht lieber nicht versenden – was nutzen mir Nachrichten, wenn die Nachrichtenersteller diese nicht einordnen können?
Nachrichten sind unter anderem dazu da, die Ereignisse in der Welt verständlich zu machen und sie richtig einzuordnen – wenn SIE die Nachricht nicht verstehen, können Sie die Einordnung (die meiner Meinung nach eine der Hauptaufgaben von Nachrichten ist) nicht vornehmen. Gescheitert.
28. Mai 2011, 20:31 Uhr
@ Thomas N.
Da verstehen Sie leider etwas falsch! Denn es ist leider in der Tat so, dass es in diesem EHEC-Fall eine echte Auffälligkeit gibt. Diese Auffälligkeit liegt darin begründet, dass alle Infektionen mit diesem Erreger in Norddeutschland passiert sind. Alle Erkrankten und Todesopfer sollen sich in dem fraglichen Zeitraum in Norddeutschland aufgehalten haben und fragliche Produkte verzehrt haben.
Das gleiche gilt übrigens für die beiden betroffenen deutschen Staatsbürger, die derzeit in Österreich behandelt werden. Auch diese beiden Männer stammen aus Norddeutschland und waren mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Österreich, als es sie auf dem Weg erwischt hat. Sie sollen – laut Angaben – in einem Lidl spanische Gurken gekauft und gegessen haben und dadurch krank geworden sein.
Von daher führen alle Spuren in diesem EHEC-Fall in Norddeutschland zusammen und nicht etwa ins Ausland!!
28. Mai 2011, 23:51 Uhr
Eigentlich können die verantwortlichen Behörden es gar nicht richtig machen. Sprechen Sie keine Empfehlungen aus, wird man ihnen Verharmlosung oder mangelnde Kompetenz unterstellen. Sprechen sie aber Empfehlungen oder gar Warnungen aus, werden sie der Panikmache bezichtigt. Angesichts der vielen Erkrankungen und bedauerlicher Todesfälle finde ich es wichtig, dss nichts bagatellisiert wird. Vorsicht ist auf jeden Fall angebracht – und die hat rein gar nichts mit Panik zu tun.
29. Mai 2011, 12:54 Uhr
hi ihr zusammen,
ich sehe ja ein, dass euch dieses Thema langsam an den Nerven zerrt. Aber ich glaube, dass der Grund dafür ist, weil es derzeit – noch – zu wenig Informationen darüber gibt, was nun genau die Infektionsquelle eigentlich ist. Und das bedeutet, dass sich jetzt mal die Wissenschaftler mit diesem Thema befassen sollten und dem RKI helfen sollten, der Quelle auf die Spur zu kommen.
Aber wir sollten wirklich Geuld haben und besser die Warnungen vom RKI befolgen. Denn: wenn wir jetzt wieder zur Tagesordnung übergehen und wieder rohes Gemüse essen, riskieren wir unseren eigenen Tod, da es derzeit kein ordnungsgemäß getestetes Gegenmittel gegen diesen Erreger gibt. Das was jetzt in diesen Kliniken in Norddeutschland ausprobiert wird, ist ein Mittel dass gerade erst brandfrisch entwickelt und noch in keinster Weise am Menschen getestet wurde.
Das bedeutet: jeder, der dieses Medikament bekommt, tut es auf eigenes Risiko, da wir nicht wissen, wie dieses Mittel wirkt bis…
29. Mai 2011, 12:59 Uhr
es wirkt. Dieses Mittel heißt Eculizumab. Über dieses Mittel gibt es hier: http://xxx.aerztezeitung.de/news/article/656736/ehec-antikoerper-laesst-hoffen.html weitere Informationen.
Aber wie gesagt: es ist noch unbekannt, ob dieses Mittel bei den erwachsenen Patienten wirkt oder nicht. Darüber gibt es noch keine Berichte.
29. Mai 2011, 15:19 Uhr
ich wundere mich darüber wieso der Erreger nur aus Gemüse stammen soll.
Ich habe beim Keimscreening auch schon mal auf Kosmetikprodukten Coliforme Bakterien gefunden.
So könnten zb. Feuchttücher diese Keime auch transprtieren wenn etwas mit den desinfizierenden Komponenten nicht stimmt und von dort per Schmierinfektion übertragen werden. Ich habe mich nämlich gewundert, wieso so viele Frauen betroffen sein sollen. Die benutzen doch Binden….
29. Mai 2011, 20:54 Uhr
Meines Erachtens soll dieser “Medien-EHEC-Hype” nur vom Beschluss des Bundestages zur Ausweitung der Bundeswehr für Auslandseinsätzen ablenken. Dies ist auch wunderbar gelungen, da alle außer den Linken dem zugestimmt haben. Nun regen sich alle über EHEC auf und keiner über die Abstimmung im Bundestag, ist doch prima gelaufen !!!
29. Mai 2011, 23:47 Uhr
hey Ohrenzwicker,
über Ihren Kommentar kann ich nur genüßlich lachen….Diese Auslandseinsätze kriegen schon noch früh genug ihr Fett weg. Da bin ich sicher. Und auch diesem Treffen heute in Berlin wegen dem Atomausstieg wird ebenfalls genug Interesse zu Teil.
@ gast: das mit der Kosmetik kann nur dann zutreffen, wenn in den verarbeitenden Industrien nicht sauber gearbeitet wird. Aber ich denke, in diesen Firmen wird wohl mehr aufgepasst als in solche Großmarkthallen in Hamburg, wo Tag und Nacht Ware umgeschlagen wird. Mich würde wirklich mal interessieren, wie es um die Hygiene in dieser Hamburger Großmarkt-Halle bestellt ist, da jetzt auch IN (der Formulierung wegen) Mecklenburg-Vorpommern auf spanischen Gurken der Erreger entdeckt worden sein soll. Die Ware wurde in Gaststätten und Supermärkten sichergestellt. Das gleiche gilt für Tschechien.
30. Mai 2011, 13:33 Uhr
hallo Leute,
also seit heute haben wir 11 amtlich bestätigte EHEC-Tote und weitere 30 schwerst Kranke kämpfen auf den Intensivstationen um ihr Leben.
Aber auch die Wissenschaft ist ein winziges Stückchen weiter. Im Labor hat sich rausgestellt, dass Abwaschen – egal wie gründlich – alleine nicht ausreichend ist und es weiterhin heißt, das Gemüse gründlich abzukochen. Bei Gurken soll man sogar gänzlich Abstand halten.
Also kochen wir weiter und hoffen, dass die Wissenschaftler irgendwann die Quelle von diesem Erreger finden werden.
Gruß
Linuxpinguin
30. Mai 2011, 21:46 Uhr
Kaum hatten wir verdrängt, daß es Ilse Aigner gibt (mein Analytiker hatte sich so viel Mühe gegeben): Plopp, da isse wieder, unsere Inkarnation der Inkompetenz, und läßt ein Volk Salat und Gurken kochen.
Guten Appetit !
Warum lassen sich die öffentlich-rechtlichen Medien immer wieder von de facto bedeutungslosen Politikern dazu einspannen, ihrem sinnlosen Aktionismus eine goldene Aura zu verleihen.
Statt den ganzen Unsinn wiederzukäuen sollten gerade die großen Fernsehanstalten in Konfrontation gehen und mal die Hintergründe dieser Aktionen durchleuchten. In einem Staat, der sich der Pressefreiheit derart rühmt, muß Journalismus mehr sein als selbstauferlegtes Staatsfernsehen !
Geht die Sache doch mal kritischer an.
Bye bye (mein Salat kocht !)
31. Mai 2011, 07:50 Uhr
Jetzt mal zu einer neuen Theorie:
Die EU gibt jährlich Milliarden an Subventionen für die Bauern aus – da hilft doch mal der eine oder andere Milch/Käse-, Fleisch- und jetzt eben Gemüseskandal um den Markt an sich zu reformieren. Denn dann, weil alles eindriglicher unterucht wird, steigen die Preise (es wird ja auch weniger produziert) und der Staat/die EU hat höhere Einnahmen aufgrund der Mehreinnahmen aus der Umsatz- oder Mehrwertsteuer.
Tja und zu guter Letzt, werden die dann brach liegenden Äcker mit Raps bepflanzt für die Bio-Ethanol-Produktion, die dann ja auch nicht oder nicht mehr so stark subventioniert werden muß.
Damit ist dann der Rettungsschirm für Portugal, Irland und Griechenland sicher finanziert (ums mal auf den Höhepunkt zu treiben).
31. Mai 2011, 13:53 Uhr
Will mich echt nicht lustig über das Thema machen, aber wie sieht ein schlanker Mensch, der das isst, eigentlich im Gesicht aus? Wie immer, oder was?
31. Mai 2011, 15:06 Uhr
Wäre vorsichtig , bei EHEC die reine Panikmache zu sehen.
Ich habe schon den Eindruck, daß dieser Erreger eine neue Qualität hat und mal wieder was mit der Art der Viehhaltung und Landwirtschaft zu tun hat.
Diese ist nicht erst seit gestern immer geeignet , überraschende Gefährdungen hervorzubringen und wir sollten aufpassen , daß ein solcher Erreger nicht nur der Vorbote weit üblerer Gefahrenpotentiale ist.
31. Mai 2011, 17:59 Uhr
Und was machen wir jetzt? Schilder an deutschen Gemüseläden “Wir verkaufen keine spanischen Produkte”, anstatt einer Entschuldigung kommt der Spruch “die Gurken wären doch verseucht gewesen zwar nicht mit der lebensgefährlichen Bakterie aber wir haben die Pflicht zur Information”
Jetzt auf einmal.
Als Mitteleuropäer in Spanien kann man sich ganz schön schämen.
31. Mai 2011, 21:25 Uhr
EHEC…
in meinen Augen nur ein weiteres “Phänomen”, was es sicher schon lange gibt und jetzt dann entdeckt und betitelt wurde. Heute in 4 Wochen wird da kein Mensch mehr ein Wort drüber verlieren. Oder denken Sie heute noch an die Katastrophe bei BP und die Unmengen Öl die dadurch in die Meere dieser Welt gelangte?
So schlimm das Ganze für die Angehörigen der Betroffenen auch sein mag…es gibt viele andere Fragen, mit denen sich nur wenige beschäftigen bzw. darüber berichten!
Ihre Zukunft = ihre Kinder!…Wieviele ruinieren sich durch FastFood u.a. ihre Gesundheit? Warum haben Kinder heute schon Altersdiabetis?
Wieviele Menschen sterben tagtäglich und keiner weiß woran? Warum gibt es keine Werbespots für Äpfel & Birnen, sondern nur für Burger und “Zuckerwasser”? Halb Deutschland ist zu fett und pflegt weiterhin einen ziemlich ungesunden Lebensstil …könnte das ursächlich sein?
Und nun?Vielleicht hilft ja der noch massig vorhandene H5N1 Impfstoff gegen das “Phänomen”…
01. Juni 2011, 11:22 Uhr
@42: Linuxpinguin
80% der Bevölkerung sind gegen diese Auslandseinsätze der Bundeswehr und im Bundestag stimmen die Parteien dafür sie sogar auszudehnen. Die einzige Partei, die im Sinne der Mehrheit der Bevölkerung abstimmt, sind die Linken, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Die ethablierten Parteien, die ja die angebliche Mitte der Gesellschaft vertreten, sagen sich, dass es ihnen egal ist was das Volk politisch umgesetzt haben möchte. Soviel zu unserer virtuellen Demokratie, da zieht es einem doch glatt die Schuhe aus!